Auf zur grossen Wahl-Umfrage!

Die TagesWoche und die «bzBasel» haben eine grosse Umfrage zu den Wahlen im Kanton Basel-Stadt lanciert. Leserinnen und Leser fragten uns, warum. Eine kurze Erklärung.

Eine Stadt, verschiedene Ansichten: Umfragen können den Blick schärfen.

(Bild: Hans-Jörg Walter)

Die TagesWoche und die «bzBasel» haben eine grosse Umfrage zu den Wahlen im Kanton Basel-Stadt lanciert. Leserinnen und Leser fragten uns, warum. Eine kurze Erklärung.

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Die Wahlen für den Grossen Rat, den Regierungsrat und die Wahl des Regierungspräsidiums des Kantons Basel-Stadt stehen vor der Tür. Am 23. Oktober ist es soweit.

Um schon vor dem Wahltermin etwas über die Stimmung in der Basler Bevölkerung zu erfahren, haben die TagesWoche und die «bzBasel» eine Wahl-Umfrage lanciert, die vom Institut Sotomo durchgeführt wird. Die erste Welle der Umfrage ist bereits abgeschlossen. Wir werden Sie über Zwischenresultate und den weiteren Verlauf informieren.

Warum eine Umfrage?

Einige Leserinnen und Leser stellten die Frage, warum es überhaupt eine Umfrage brauche.

Ganz einfach: Wir möchten wissen, wo der Schuh der Bürgerinnen und Bürgern von Basel drückt, respektive, ob er überhaupt drückt. So wird die Berichterstattung für die Wahlen relevanter und aussagekräftiger.

Zwei Beispiele zur Illustration:

  1. Sollte bei der Umfrage herauskommen, dass sich gar niemand so sehr über die Parkplatz-Situation in der Stadt aufregt – dann können wir die Pro-Parkplatz-Partei fragen, ob sie wirklich auf das richtige Pferd gesetzt hat, und ob sie auch noch andere Themen auf Lager hat.
  2. Sollte bei der Umfrage herauskommen, dass Stadtbewohner finden, die Baselbieter profitierten zu sehr von Basel-Stadt, ohne genügend Ausgleich zu leisten, dann könnte man Politiker fragen, ob und was sie dagegen zu tun gedenken.

Eine repräsentative Umfrage hilft, über die Themen zu recherchieren und zu schreiben, die den Bürgerinnen und Bürgern auch wirklich wichtig sind. Und Politikerinnen und Politiker zu fragen, was sie von diesen Themen denken. Und, falls es in diesen Themen Handlungsbedarf gibt: Welche Lösungen sie vorschlagen.

Ist die Umfrage überhaupt repräsentativ?

Leser äusserten Zweifel an der Aussagekraft der Umfrageresultate. Online sei Manipulation ein Kinderspiel. Ausserdem könne rasch ein völlig falsches Bild entstehen. Es sei ja keine gezielte Telefon-Umfrage. Das Resultat sei also kaum repräsentativ.

Die Umfrage-Macher von Sotomo erreichen jedoch laut eigenen Angaben «eine hohe Genauigkeit», weshalb sich «im Vorfeld von Wahlen oder Abstimmungen präzise Momentaufnahmen erstellen» lassen.

Wie geht das?

Sotomo verwendet «statistische Verfahren gemäss dem neuesten Stand der Wissenschaft». Die Fragebogen werden ausgewertet – und zwar unter Verwendung von «Gewichtungsverfahren, um die Verzerrung, die bei einer Online-Umfrage zwangsläufig entsteht, zu korrigieren». Wie das im Detail genau gemacht wird, ist Betriebsgeheimnis.

Ob es funktioniert hingegen nicht: Einige Beispiele durchgeführter Umfragen – im Vergleich zu den Resultaten – finden Sie auf der Website von Sotomo.

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Die Umfrage von TagesWoche und «bz Basel» wird vom Institut Sotomo durchgeführt. Persönliche Daten werden keine gespeichert. Das Hinterlassen einer E-Mail-Adresse am Schluss der Umfrage ist freiwillig.

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