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Berlinale 4: Silvi

11.02.2013, 01:02Uhr

 

Der Wagen ist gewaschen. Die Trommelbürsten haben eben die Sicht nach vorne wieder freigewischt. Das Auto blitzt. Das Paar, das darin stumm aufs Trocknen gewartet hat, könnte jetzt eigentlich losfahren. Doch der Wagen bleibt stehen. Ein Mann steigt aus. Silvi ist eben verlassen worden. Von ihrem ersten Mann, mit dem sie dreissig Jahre langzusammengelebt hat.

Plötzlich ist in Silvis Leben alles, wie in einem Schlager von Gitte aus Silvis Jugendjahren: Bestechend einfach ausgedrückt. Wahnsinnig schwer zu kapieren.

Nico Sommer liefert die ersten Liebesschritte einer Vierzigerin mit komisch-trockene Dialaogen. Er schneidet seine Bilder mit vielen Schnittsprüngen zu einem authentischen Bild. Als hätte die Wirklichkeit ihm nicht gereicht, verweist er uns mit den hüpfenden Schnitten immer wieder darauf hin, dasser zur Wirklichkeit im Kino auch unser Zuschauen gehört.

Für Silvi hat die Welt nämlich plötzlich Sprünge. Sie muss mit siebenundvierzig lernen, wie frau Männer kennen lernt. Das gelingt ihr nicht leicht. Kennen lernen darf sie sie zwar schon. Aber sie  trifft nicht den Traummann. Sie trifft auf die Resteverwertung. Da ist der  Busfahrer, der den Springer gibt, der immer zur Stelle ist, wenn wo mal ein  Busfahrer ausfällt. Da ist der Neubeginner, der gerade mal alles ausprobieren muss: die Koksnase und die Reitpeitsche ebenso wie den Dreier. Und da ist die Klette, die schon den ersten Tag zum Familientag ausruft, seine Kinder mit der Neuen an den Tisch zerren will, und sich schon in der zweiten Nacht als ein Mann mit zwei Gesichtern erweist: Er möchte schon gern auch ein wenig dominiert werden, und in der Speisekammer eingesperrt und möglichst fest gefesselt.

Das ist herzerfrischend frech erzählt, streift wohl die Grenze des Seichten, bleibt aber immer grandios lakonisch gespielt. Da tragen guter Komödiensinn im Text ebenso wie verdammt komische Schauspieler dazu bei, dass «Silvi» eine der löblichen Ausnahmen auf dem deutschen Komödien-Angebot werden wird: Hier macht man sich nicht lustig, über die einfachen Leute, sondern man mag sie einfach lustig. Auf Nico Sommer dürfen wir also hoffen. Demnächst wird er beweisen müssen, dass er auch als arrivierter Mann noch eine leichte Hand führen kann.  Auf der Berlinale treffen übrigens gleich zwei Frauen in der ähnlichen Lebenssituation aufeinander: Paulina Garcia in der chilenische «Gloria», die deutsche Lina Wendel in «Silvi». und Catherine Deneuve in  «Elle s'en va».

 

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