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Service Public 

23.2.2017, 16:56 Uhr

Wie SRF-Gegner mit SRF reich werden wollen

23.2.2017, 16:56 Uhr

Von der aktuellen Schweizer Medienpolitik könnte sich manche Bananenrepublik eine Scheibe abschneiden. Die Privaten stellen jedenfalls die Weichen, um sich auf Kosten der Allgemeinheit noch weiter zu vergolden – und nennen es «Medienfreiheit». Ein Kommentar von

Montage: Nils Fisch: Nationalrätin Natalie Rickli: Service Public – oder nur vergoldete Privatwirtschaft?

Nationalrätin Natalie Rickli: Service Public – oder nur vergoldete Privatwirtschaft? (Bild: Montage: Nils Fisch)

Gabriel Brönnimann Gabriel Brönnimann

Stellen Sie sich vor, Sie beziehen eine neue Wohnung. Sie hat – das ist selbstverständlich hierzulande – in Küche und Bad einen Wasseranschluss.

Und stellen Sie sich nun vor, ein paar Politiker und ein paar private Getränkefirmen würden bei Ihnen an der Türe läuten und verlangen, dass Sie ihnen Ihren Wasseranschluss zur Verfügung stellen. Gratis. Damit die Firmen Ihr Wasser in eigene Flaschen abfüllen und verkaufen können.

Kuriose Geschichte oder vielmehr: Totaler Wahnsinn, nicht wahr? Aber genau das versucht eine bürgerliche Phalanx in Bundesbern durchzubringen. Nur geht es dabei nicht um Wasseranschlüsse, sondern um unabhängige Informationen, um den Service Public. In Bedrängnis gerät dabei die öffentlich-rechtliche SRG aufgrund finanzieller Interessen privater Unternehmen.

Konkret geht es um zwei Geschäfte.

Das erste Geschäft sieht auf den ersten Blick harmlos aus: Die Fernmeldekommission des Nationalrates hat den Bundesrat am 13. Februar damit beauftragt, eine Open-Content-Vorlage auszuarbeiten für Inhalte der SRG-Mediathek. Die Inhalte sollen so eine «möglichst breite Öffentlichkeit» erreichen.

Das zweite Geschäft hat auf den ersten Blick nichts mit dem ersten zu tun: Tamedia, das grösste Schweizer Verlagshaus, kooperiert verstärkt mit dem Vermarkter Goldbach Group. Die beiden Riesen gehen eine weit reichende Werbeallianz im Bereich der Video-Werbung ein. Integral vermarktet werden die Videos durch Goldbach von «20 Minuten» sowie, laut «persoenlich.com», vom gesamten Newsnet-Verbund (die Sites von «Tages-Anzeiger», «Berner Zeitung», «Basler Zeitung», «Der Bund», «24 heures», «Le Matin» und «Tribune de Genève»).

Eine Verbindung zwischen den beiden Geschäften fällt dann allerdings bald auf. Die Präsidentin der Fernmeldekommission des Nationalrats (Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen, KVF) heisst Natalie Rickli, SVP-Nationalrätin aus Zürich. Ihr Beruf: «Partner Relation Manager», Goldbach Group. Und da hören die Verbindungen längst nicht auf.

Ein Scheinargument

Das Geschäft von Ricklis KVF macht bei genauerer Betrachtung (die Kommission nahm den Text mit 13 zu 10 Stimmen bei zwei Enthaltungen an) weniger Sinn.

So sollen alle Beiträge und Inhalte, die etwa von den SRF-Redaktionen erstellt werden, «kostenfrei» weitergegeben werden – an alle anderen Schweizer Medien. Dies, weil die SRG eine «dominante Stellung im Bereich von Nachrichten-Videos mit nationalem und überregionalem Inhalt» habe.

Gegen das Argument, die Inhalte sollen möglichst viele Schweizerinnen und Schweizer erreichen, ist sicher nichts einzuwenden. Allerdings ist das ein Scheinargument, weil das bereits bestens funktioniert: Die Verbreitung mit allen TV-, Radio- und den diversen SRF-Online-Auftritten ist bereits gewährleistet.

Der mediale Alltag beweist zudem, dass das Verhältnis zwischen SRF und Privaten bestens funktioniert. Es ist ein stetes Geben und Nehmen: Wenn SRF – was fast täglich der Fall ist – eine Geschichte bringt, die private Medien interessiert, dann recherchieren die Journalistinnen und Journalisten der privaten Medien weiter. Und zitieren die Originalquelle respektive sie setzen, falls das im Internet geschieht, einen Link.

Alles normal, alles kein Problem: Das Originalvideo, der Originalbericht von SRF ist nur einen Klick entfernt. So wird gewährleistet, dass die von privaten Medienhäusern engagierten Journalistinnen und Journalisten für ihren Lohn auch arbeiten müssen. Denn die Portale der Privaten leben von Werbung. Die SRG hingegen darf im Internet nicht werben (das Argument der Werbeverbieter: Die Konkurrenz für die Privaten wäre zu gross, dürften Programme der SRG im Netz werben. Was wiederum gegen die Behauptung spricht, die Programme der SRG würden nicht genügend Schweizerinnen und Schweizer erreichen).

Es geht um Geld, nicht Medienfreiheit

Die von den SRG-Gegnern der «Aktion Medienfreiheit» und den grossen Schweizer Verlagen angeführten Argumente für «Open Content» oder eben «Freiheit» sind Schall und Rauch.

Es geht nicht um Freiheit – die Unabhängigkeit der SRG von politischen und wirtschaftlichen Interessen ist bekanntlich durch Bundesverfassung und Gesetze gegeben. Es geht einzig und allein um die Interessen privater Vermarkter und privater Verlage. Und mit der aktuellen Vorlage steht für diese gar die Möglichkeit greifbar nahe, von der Bevölkerung per Gebühren finanzierte Inhalte auf ihren werbefinanzierten Portalen – gratis!, aber mit eigenen Werbeeinnahmen – weiterverbreiten zu können.

Übrigens: Die Präsidentin der «Aktion Medienfreiheit» – ein neoliberaler Verband, der politisch und wirtschaftlich gegen öffentlich-rechtlich finanzierte Medien lobbyiert – heisst Natalie Rickli.

Bananenrepubliken können sich ein Stück abschneiden

Die verräterischste Stelle im Text der Vorlage der Nationalratskommission: Die SRG soll ihre Programme den Privaten in «Einzelsequenzen mit Originalton, jedoch ohne gesprochene Zusatztexte, Begleitmusik und Einblender» zur Verfügung stellen. Sprich: Der Konsument soll nicht einmal mehr sehen, wer den Inhalt gemacht hat. Sauberer Journalismus (etwa wesentliche Hintergrundinformationen zu mehrdeutigen Bildsequenzen) soll auch verhindert werden. Der Autor einer Nachricht soll keine Rolle spielen.

Hier zeigen die angeblichen Open-Content-Verfechter ihr wahres Gesicht. Es geht ihnen nicht um Öffnung, sondern letztlich um die Schliessung der Inhalte der SRG und ihrer Programme. Aber nicht zu schnell. Die Zitrone kann man langsam auspressen, bis zum bitteren Ende.

Ein (noch) fiktives Beispiel: So könnte etwa ein werbefinanziertes Online-Portal einen News-Beitrag von «10vor10», vom Volk per Gebühren bezahlt, mit dem eigenen Firmen-Logo versehen, einen neuen Text dazu liefern, den Kontext verfremden – und das Ganze erst noch als «journalistische Eigenleistung» und «Service Public» mit der eigenen Werbung garniert gewinnbringend dem Volk servieren.

So etwas wäre – denkt man an einen Verlag von der Grössenordnung der Tamedia (Gewinn 2015: 334 Millionen Franken) oder an einen wachsenden Vermarktungs-Riesen wie Goldbach (Umsatz 2015: 234 Millionen Franken) – dann mehr als nur «kurios», wie es die NZZ in einem treffenden Kommentar formulierte. Und sicher nicht freiheitlich.

Die Prophetin und der Mangel an Empörung 

Die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran schrieb am 15. Mai 2015 (!) einen prophetischen Artikel: «Wetten, dass Tamedia und Goldbach zusammengehen?» Am Dienstag stellte Badran auf Facebook fest: «Ganz zufällig wurde 8 Tage vor der heutigen Bekanntgabe der Werbeallianz zwischen Tamedia und Goldbach im Videobereich eine Kommissionsmotion gutgeheissen, die von der SRG gratis die Herausgabe aller ihrer Inhalte fordert.»

Das komme, so Badran, «einer Subventionierung der Gebührenzahlenden von Goldbach und Tamedia gleich». Sie fügte an: «Und keiner empört sich.»

Vielleicht ändert sich das, wenn die Open-Content-Vorlage an den Ständerat gelangt. Dem Rat würde es jedenfalls gut anstehen, sich die Worte von Tamedia-VR-Präsident Pietro Supino noch einmal in Erinnerung zu rufen. Dieser sagte schon im Sommer 2016 an der Service-Public-Konferenz des Verbands Schweizer Medien (Präsident: Pietro Supino), die SRG müsse im Internet wie im Werbemarkt «Mass halten» – und sich zum «Open Source»-Anbieter entwickeln, der gebührenfinanzierte Inhalte den Verlagen zur Weiterverarbeitung überlasse.

Eine Forderung, die ganz zufällig 1:1 dem Geschäft der angeblich unabhängigen Kommission des Parlaments entspricht, deren Präsidentin rein zufälligerweise bei Tamedias neuem grossem Video-Vermarktungs-Geschäftspartner arbeitet.

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Georg

    am 23.02.2017, 07:20

    Frau Rickli ist eine [bitte keine Beleidigungen, die Red.] ihres Arbeitgebers Goldach Medien.
    Was bedeutet eine Schwächung der SRG?
    Kostenintensive Recherchemagazione wie das Echo der Zeit müssten wohl zurückgefahren werden. Ganz im Sinne der SVP. Weniger kritisches Nachfragen.

    Gewöhnen wir uns an Blocher TV. Leute wie er würden zu beherrschenden Medienmogulen aufsteigen. Das Ziel ist klar: Die totale Macht!

    Randregionen und Sprachminderheiten wie die italienische oder rätoromanische... mehrFrau Rickli ist eine [bitte keine Beleidigungen, die Red.] ihres Arbeitgebers Goldach Medien.
    Was bedeutet eine Schwächung der SRG?
    Kostenintensive Recherchemagazione wie das Echo der Zeit müssten wohl zurückgefahren werden. Ganz im Sinne der SVP. Weniger kritisches Nachfragen.

    Gewöhnen wir uns an Blocher TV. Leute wie er würden zu beherrschenden Medienmogulen aufsteigen. Das Ziel ist klar: Die totale Macht!

    Randregionen und Sprachminderheiten wie die italienische oder rätoromanische Schweiz kämen unter die Räder.

    Zudem ist es eine deutschschweizer Arroganz, zu bestimmen, wie viele Sender "die Tessiner brauchen".

    Nein, sobald diese Frau irgendwo dahinter steht, muss es mit allen Mitteln bekämpft werden!

    1. Robert Ganter

      am 23.02.2017, 10:41

      Meine schmutzige Phantasie sagt mir gerade, dass in den eckigen Klammern ein Begriff für das älteste Gewerbe der Welt stand. War es der Begriff selber oder der Vergleich von Frau Ricklis Lobbytätigkeit mit diesem Berufszweig, der die Redaktion bemüssigt sah, diesen Teil wenig dezent zu verbergen?
      Im Artikel wird ziemlich deutlich auf die Verflechtungen von Frau Rickli, Goldbach Medien und den dahinter stehenden Interessengruppen mit diesem politischen Geschäft hingewiesen. Aufgrund der... mehrMeine schmutzige Phantasie sagt mir gerade, dass in den eckigen Klammern ein Begriff für das älteste Gewerbe der Welt stand. War es der Begriff selber oder der Vergleich von Frau Ricklis Lobbytätigkeit mit diesem Berufszweig, der die Redaktion bemüssigt sah, diesen Teil wenig dezent zu verbergen?
      Im Artikel wird ziemlich deutlich auf die Verflechtungen von Frau Rickli, Goldbach Medien und den dahinter stehenden Interessengruppen mit diesem politischen Geschäft hingewiesen. Aufgrund der Dreistigkeit, mit der gewisse politische Kreise hier schamlos unseren Rechtsstaat und das demokratische System missachten und missbrauchen sehe ich wirklich keinen Grund, den Vergleich dieses politischen Lobbyings mit käuflichem Sex als Beleidigung anzusehen. Ich halte ihn vielmehr als absolut treffend.
      Es wäre übrigens eine wichtige Aufgabe der vierten Gewalt, hier immer und immer wieder den Finger auf die Wunde zu legen (so wie es die TW mit diesem Artikel gemacht hat, Kudos!). Leider geschieht dies (aus eben dieser Medienkonzentration auf wenige Strippenzieher, die im Artikel auch erwäht wird) viel zu wenig.
      Über die Wortwahl kann man diskutieren, sie macht u.a. den Unterschied zwischen Blick und NZZ aus, politische Prostitution bleibt aber Prostitution, egal wie man sie nennt.

    2. Kaspar Tanner

      am 23.02.2017, 11:00

      Herr Ganter,

      Der gewählte Ausdruck ist justiziabel und würde selbst dem "Blick" Ärger bescheren.
      Wenn Sie mit einer grosszügigen Spende die Prozesskosten der Tawo übernehmen, kann sie sich eventuell solche Gefechte leisten.
      Ansonsten ist Ihr Ratschlag eher kontraproduktiv. Die Tawo schreibt - meines Wissens - keine schwarzen Zahlen und hat wichtigere Prioritäten als sich mit fremdem Geld aussichtslose juristische Gefechte mit Politikern zu finanzieren.

      Zudem: Ich kenne keine... mehrHerr Ganter,

      Der gewählte Ausdruck ist justiziabel und würde selbst dem "Blick" Ärger bescheren.
      Wenn Sie mit einer grosszügigen Spende die Prozesskosten der Tawo übernehmen, kann sie sich eventuell solche Gefechte leisten.
      Ansonsten ist Ihr Ratschlag eher kontraproduktiv. Die Tawo schreibt - meines Wissens - keine schwarzen Zahlen und hat wichtigere Prioritäten als sich mit fremdem Geld aussichtslose juristische Gefechte mit Politikern zu finanzieren.

      Zudem: Ich kenne keine interessenfreien Politiker.
      Bei der SVP (plus FDP und Teile der CVP) stehen Privatunternehmen im Vordergrund, bei Roten und Grünen Staatsunternehmen, quasi-staatliche Player und gescheiterte Künstler.
      Wer Andersdenkende als "Prostituierte" beschimpft, hat nicht viel von der repräsentativen Demokratie verstanden und agiert ziemlich demagogisch.

    3. Georg

      am 23.02.2017, 11:26

      Ja das ist so. Ich habe Lobby geschrieben und dann das von Ihnen so treffend beschriebene wort nicht gleich drangesetzt, sondern den ersten Buchstaben hingefügt und dann Pünktchen drangebastelt.

      Es war das Wort, mit dem man im Holländischen "vermieten" ausdrückt.

      Und ich dachte, wenn man sieht, mit welchen Kraftausdrücken man die Rechte manchmal eindeckt ("Stiefellecker der Grossbanken" etc.), dann dürfte man dies sicher auch in diesem Zusammenhang mal deutlich sagen ;)

    4. s chröttli

      am 23.02.2017, 13:04

      mehr reue und einsicht, lieber @georg,

      Sie sollten dieses uralte gewerbe wirklich nicht in den dreck ziehen, okay?

  2. M Fischer

    am 23.02.2017, 07:40

    @ Brönnimann:
    Irgendwann werden meine vier Kinder wie Erwachsene Medien konsumieren. Bis der Erste auszieht, bezahlen wir dann 66.60.- pro Person und Jahr. Zieht dann einer aus, arbeitet vielleicht zu 50% und macht nebenbei noch eine Ausbildung, bezahlt er dann 400.-. Der Zweite zieht in eine WG mit drei anderen: 100.- pro Jahr.
    Das ist willkürlich. Darum: ein klares Ja zur No Billag!
    P.S.: gerne bestimme ich selber, welche Medien ich finanzieren will.

    1. Johann Bodinus

      am 23.02.2017, 10:10

      Herr Fischer:
      Es geht in diesem Artikel nicht um die Abschaffung der Billag, sondern um den Versuch privater Medien, die Artikel/Sendungen/usw der SRG - die auch Sie bezahlt haben - gratis zu verwenden und somit doppelt zu kassieren. Unabhängig davon, ob Sie für oder gegen die Billag sind, dürfte das doch sauer aufstossen.

      Ihre Kritik wiederum verstehe ich nicht: Die Billag-Abgabe ist eindeutig im Gesetz verankert, vom Stimmvolk abgesegnet. Sie mögen sich vielleicht ab dem Betrag stören,... mehrHerr Fischer:
      Es geht in diesem Artikel nicht um die Abschaffung der Billag, sondern um den Versuch privater Medien, die Artikel/Sendungen/usw der SRG - die auch Sie bezahlt haben - gratis zu verwenden und somit doppelt zu kassieren. Unabhängig davon, ob Sie für oder gegen die Billag sind, dürfte das doch sauer aufstossen.

      Ihre Kritik wiederum verstehe ich nicht: Die Billag-Abgabe ist eindeutig im Gesetz verankert, vom Stimmvolk abgesegnet. Sie mögen sich vielleicht ab dem Betrag stören, nur ist es definitiv nicht willkürlich.

      Ich weiss ja nicht, welche Medien Sie so beziehn. Aber ich wage jetzt mal zu behaupten, dass hin und wieder auch eine SRG-Produktion darunter fällt. Wenn Sie nun mal Ihren willkürlichen Ärger beiseite lassen: Sind diese 5.55 pro Person pro Monat wirklich so viel zu viel? Wenn Sies mit anderen monatlichen Ausgaben vergleichen?

      Klar, Sie bestimmen gerne selber, was Sie finanzieren. Wer nicht? Aber immer diese Aufregung, während man bereit ist für andere Dinge (wirklich selbst bestimmt?) ein Vielfaches zu bezahlen, für das man wahrscheinlich weniger Leistung erhält.

    2. Stefan König

      am 23.02.2017, 12:51

      Fischer hat schon Recht. Die Anschlusspauschale ist noch ungerechter als die Kopfpauschale. Natürlich ist es Gesetz, aber eben ein schlechtes.

  3. Esther

    am 23.02.2017, 08:21

    Grundsätzlich bin ich ja eine grosse Freundin von Open Content - aber dann bitte nur unter den üblichen Bedingungen, die zB. durch die Creative Commons Lizenzen geregelt werden. Als da sind: Namensnennung der Urheber, nicht kommerzielle Weiterverbreitung etc. - jemandem seine Inhalte einfach zu klauen (oder ihn zu zwingen, sie zu verschenken) und damit dann Geld machen zu wollen, ist vollkommen jenseits jeglichen Anstandes.
    Und wie Gabriel Brönnimann im Artikel schreibt: Es ist absolut kein... mehrGrundsätzlich bin ich ja eine grosse Freundin von Open Content - aber dann bitte nur unter den üblichen Bedingungen, die zB. durch die Creative Commons Lizenzen geregelt werden. Als da sind: Namensnennung der Urheber, nicht kommerzielle Weiterverbreitung etc. - jemandem seine Inhalte einfach zu klauen (oder ihn zu zwingen, sie zu verschenken) und damit dann Geld machen zu wollen, ist vollkommen jenseits jeglichen Anstandes.
    Und wie Gabriel Brönnimann im Artikel schreibt: Es ist absolut kein Problem, die Sachen einfach zu verlinken, wenn es tatsächlich um Information und nicht einfach ums Geld gehen würde.
    Ein Feigenblatt der billigsten Sorte - danke für die Aufklärung!

  4. Marcel Baur

    am 23.02.2017, 08:49

    Es spricht nichts dagegen, dass die SRG zumindest Teile ihrer Inhalte frei zur Verfügung stellt. Die Regelungen dafür existieren bereits und müssen nicht neu erfunden werden. Sie laufen unter dem Namen Creative Commons.

    Aber, und das vergessen einige immer wieder. Die SRG ist eine unabhängiger Verein, der zwar (seit dem RTVG flächendeckend) durch Gebühren finanziert wird, aber letztendlich kein Staatsbetrieb ist. Es ist deshalb ziemlich unverfroren, die Inhalte der SRG als staatlichen... mehrEs spricht nichts dagegen, dass die SRG zumindest Teile ihrer Inhalte frei zur Verfügung stellt. Die Regelungen dafür existieren bereits und müssen nicht neu erfunden werden. Sie laufen unter dem Namen Creative Commons.

    Aber, und das vergessen einige immer wieder. Die SRG ist eine unabhängiger Verein, der zwar (seit dem RTVG flächendeckend) durch Gebühren finanziert wird, aber letztendlich kein Staatsbetrieb ist. Es ist deshalb ziemlich unverfroren, die Inhalte der SRG als staatlichen Content behandeln zu wollen. Denn, auch wenn es auf den ersten Blick so aussehen mag, ist die SRG nicht durch Steuern finanziert!

    Dazu kommt, dass die SRG bei sehr vielen Programmen gar nicht entscheiden kann und darf, ob sie den Content freigibt. Da spielt auch noch das Urheberrecht mit, da es sich bei vielen Produktionen um Auftragsarbeit oder eingekauftes Material handelt.

    Mich wundert es, dass hier nur ganz wenige intervenieren. Der Grund dürfte sein, dass die SRG eben von fast allen als Staatsbetrieb wahrgenommen wird und genau so geht man auch mit ihr um.
    Und noch zur Aktion Medienfreiheit: Diese Organisation ist ein Wolf im Schafspelz. Einmal mehr soll Freiheit nur da gelten, wo es den Leuten ins Programm passt. Alle anderen müssen an die kurze Leine genommen werden.

Informationen zum Artikel

23.2.2017, 16:56 Uhr

Wie SRF-Gegner mit SRF reich werden wollen

Text

Text:

  • 15.05.2017 um 14:34
    Zum Artikel: Sunrise schickt sensible Kundendaten in die Türkei

    Ganz so unproblematisch ist es leider nicht, wie Sie es schildern. Jedenfalls hätten CH-Behörden es ja eigentlich gerne, wenn Server / Angestellte etc. nicht im Ausland wären in solchen Fällen. Aber das wollte halt niemand, politisch, so eine «Überregu...

  • 04.05.2017 um 15:01
    Zum Artikel: Viel Wind von falschen Vogelfreunden, oder warum man eher Katzen verbieten müsste

    @willi11 Sie haben Recht: Lieber den verdätschten Spatz in der Hand als das Poulet vom Gefrierfach - also ich weiss nicht.

  • 10.04.2017 um 11:12
    Zum Artikel: Trump: Fluch oder Segen für Basels Wirtschaft?

    Bei den Medikamenten in den USA liesse sich allerdings wirklich einiges sparen, aber nicht nur dort (das Gesundheitssystem ist dort derart bescheuert, sprich fast doppelt so teuer wie das nächst teuere – unseres – und dies obwohl es nicht doppelt so gu...

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