Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

TagesWoche

Tages Woche

Mo, 20.05.2013

Fritz Hochhuth

Fritz Hochhuth

Beiträge auf tageswoche.ch: 120

2013-05-17 21:23:54
Wessels und Eymann bitte zurück treten!

"Eine zusätzliche Ampel wird es jedoch ­definitiv nicht geben, weil dies die Gesamtverkehrssituation am Riehenring gemäss Bau und Verkehrsdepartement (BVD) nicht erlaube." Schön, dass das so einfach ist, Herr Wessels. Da gibt es also vermutlich ein ungemein stringentes "Verkehrskonzept" im BVD, das von extrem qualifizierten Fachleuten über Jahre mühsam an der Realität vorbei erarbeitet worden ist. Und nun soll das mit einer zusätzlichen Ampel über den Haufen geworfen werden? Nur wegen ein paar Kinderleben? Geht`s noch? Nein, da muss man erst mal einen zehnjährige Evaluierungsphase und 765 Gutachten und Bewilligungen bei 89 Ämtern einholen, oder? Ich kann an dieser Stelle nicht anschaulich genug beschreiben, wie sehr mich diese Arroganz der Bau-Behörde Wessels anekelt, sonst würde ich mich definitiv strafbar machen. Aber der joviale Herr Wessels wird bestimmt am Montag im Telebasel erzählen, dass das alles kein Problem sei, ... so wie immer: Kein Problem, keine Ahnung, keine Lösung, aber immer gut gelaunt! Und auch Herr Eymann macht gar keine gute Falle. Ist es nicht auch sein Job, für die Schulkinder zu kämpfen? Gut aussehen und zwischen zwei Nickerchen souveräne Besonnenheit ausstrahlen, das reicht hier nicht mehr. "Die Aufgabe ist sehr anspruchsvoll, weil viele Verwaltungsstellen involviert sind." Ja, dann können Sie, Herr Eymann ja Ihre Hände in Unschuld waschen wenn das erste Kind tot unter dem Tram hervorgezogen werden muss. Ich gratuliere den beiden Magistraten zur Wahl in eine Regierung selbstgefälliger Eunuchen und erinnere daran, dass Sie vielleicht die Möglichkeit hätten, den verbohrten Bürokraten in ihren Ämtern mal etwas Feuer unterm Hintern zu machen. Aber woher sollten Sie denn wissen, was das ist, Feuer unterm Hintern? Ein Chefsessel ist doch viel bequemer.

Gefährlicher Schulweg

2013-05-17 20:25:03
Herrjesses, wo denken sie hin?

Lieber Herr Jesses, da muss ich ein paar Missverständnisse klar stellen: Nein, meine Kinder gehen nicht mit 13 in den Ausgang zu Saufen. Aber tatsächlich hat der Sündenfall mit dem Saufen bereits einmal stattgefunden mit 13. Bei einem Kollegen zu Hause, der sturmfrei hatte, musste/wollte mein recht wohl erzogener Junior "das Prinzip Schnaps" austesten... und dann all die unangenehmen und peinlichen Folgen ertragen (Pfütze aus Kotze putzen, sich bei den Eltern des Kollegen entschuldigen und einen Riesen-Krach mit uns Eltern und passende "Strafmassnahmen" überstehen). Ich hatte nicht die Absicht, hier in der Tageswoche zu behaupten, mit 13 sei die Erziehung beendet...bitte nicht falsch verstehen. aber mit 13 können eben die Versuchungen und die Freunde mächtiger sein als der Respekt vor den wohl bekannten Ansichten der Eltern... 2. Es ist auch keineswegs so, dass meine Kinder ab 23 Uhr an Parties gehen. Nein!£ Meine sind doch noch viel zu jung. Aber ich kenne aus beruflichen Gründen sehr viele Teenager über 15 und weiss, dass Parties eben heut zu tage erst so spät beginnen.... Soweit ich weiss, aber in dem Punkt bin ich nicht sicher, ist es Leuten unter 16 sowieso polizeilich verboten, nach 22 Uhr unbegleitet draussen unterwegs zu sein, oder? Also noch mal: Meine Kinder machen das nicht und ich fürchte mich heute schon, um Ihren letzten Punkt auch noch auf zu greifen, davor, dass die irgendwann meinen, sie müssten an Parties gehen, wo jeder Drink 12 Franken kostet oder mehr... Da weiss ich dann nämlich auch nicht, wie UND WARUM ich das finanzieren sollte. @Schäublin: Wenn Sie früher kurz vor 12 in die Beiz gegangen sind, um Alk zu posten, dann prost. aber wenigstens war der dann teurer als er es heute im Laden ist und folglich haben Sie vielleicht auch nicht ganz so viel davon trinken können. Hoffentlich. aber sie haben natürlich Recht: Wenn man unbedingt an Alk kommen will, dann geht das schon irgendwie, und sei es die Hausbar der Eltern eines Freundes (siehe oben). Aber wir alten Säcke sind einfach verpflichtet, es den Kindern so schwer wie möglich zu machen! Oder? und das geht über Öffnungszeiten, Preis, Jugendschutzgesetze und Beizen- und Ladenpersonal mit Verantwortungsgefühl Haben die das nicht, dann ist der Gesetzgeber gefordert, der Einhaltung der Gesetze mit sackbrutalen Strafen Nachdruck zu verschaffen.

Jedes dritte Geschäft verkauft Alkohol und Tabak an Jugendliche

2013-05-17 17:48:52
Die Eltern haben nichts zu melden! @Palmer & @ Kulturbetrachter

Ich frage mich, meine Herren, ob Sie Kinder haben. Zwar bin ich mit Ihrer Ansicht einverstanden, dass die Goofen die Vernunft und den Anstand zu Hause lernen sollen. Aber mir scheint, Sie übersehen beide Folgendes: Typisch, völlig unvermeidbar und ein Stück weit sinnvoll und notwendig ist für die Zeit der Pubertät, dass Kinder sich vom Elternhaus lösen. Ein Teil davon besteht durch Protest, Rebellion, Trotz und ein anderer Teil besteht darin, dass der Einfluss der Eltern so weit als möglich ersetzt wird durch den Einfluss der Gleichaltrigen. Diese so genannte "Peergroup" kann locker dafür sorgen, dass 13 Jahre Erziehung an bestimmten Anlässen im Nu vom Gruppen- und Anpassungsdruck platt gemacht werden! Konkret: Wenn da nur ein "super cooler Kumpel" ein schlechtes Vorbild abgibt, dann MUSS eben gesoffen werden. Labil und verführbar zu sein, gehört leider auch zu diesem Alter. Und dann ist da noch die natürliche Neugier auf "Erfahrungen". Und zuletzt lebt es ja, wie Sie selbst auch beschrieben haben, die ganze Gesellschaft vor. Warum sind in Basel (und anderswo) Partys heut zu tage erst ab 23 Uhr im Gang? Warum müssen die dann bis 5 Uhr früh dauern? Warum können Jugendliche die ganze Nacht "auf die Gasse"? Warum unterstützt die Gesellschaft diesen Blödsinn noch mit Nachtbussen? Warum muss die Polizei in dieser Zeit mit so viel Personal bereit stehen? Warum haben die Kids am Samstag frei und nicht Schule? Somit können sie freitags abstürzen und am Samstag Abend gleich noch mal, so dass sie sich bis Montag garantiert noch nicht erholt haben. Warum gibt es überhaupt abends offene Läden und Tankstellen, wo Alk und Zigis verkauft werden dürfen? Als ich noch jung war (Das ist einfach immer ein grossartiger Satzanfang!), da gab es noch eine Polizeistunde und nirgendwo nachts noch offene Geschäfte. Freitags und samstags war in den exklusivsten Beizen um 2 Uhr definitiv Schluss. In den meisten anderen aber bereits um Mitternacht. Wir hatten auch unseren "Spass" und haben gesoffen und Abstürze gehabt, aber wir waren bereits wesentlich älter und regelmässiges und gezieltes Komasaufen gab es eben noch nicht... Das lag nicht daran, dass unsere Eltern engagierter gewesen wären und uns besser im Griff gehabt hätten, sondern daran, dass die ganze Gesellschaft nicht zu viel "Verführung" anbot. Nicht so viel wie heute, wo so genannte "liberale" und "bürgerliche" Politiker ums Verrecken längere Laden- und Beizenöffnungszeiten fordern und alle Verkaufs-Einschränkungen an Tankstellenshops abschaffen wollen. Und sich dabei treffen mit irgendwelchen hedonistischen Linken und Berufsjugendlichen, die bloss auf keinen Fall "spiessig" sein wollen und darum ebenfalls befürworten, dass Teenager überall so lange abhängen können, wie sie wollen und sich dann noch per Nachtbus dank Steuergeld heim chauffieren lassen... So ein unnötiger Saich! So eine Geldverschwendung. Von "Überwachungsgesellschaft", Herr Palmer, kann meiner Meinung nach keine Rede sein. Es ist eine Laissez-faire- und Laisse-toi-aller-Gesellschaft, an der unsere Kinder und Teenies überfordert sind durch zu viel Verführung und Freiraum. Und ein Verkäufer übernimmt nicht die Rolle der Polizei, wie Sie schreiben, wenn er einem Teenager kein Bier verkauft, der zu jung ist. Der Verkäufer macht einfach seinen Job so, wie er soll. Das kann man und muss man verlangen. Das Problem ist leider, dass die meisten jungen Verkäuferinnen und Verkäufer nicht ausrechnen können, ob jemand schon 16 ist oder nicht, wenn sie sein Geburtsdatum auf dem Ausweis sehen! Ohne Taschenrechner, also Handy, ist die Generation "smartphone" ja leider nicht mehr in der Lage 1+1 zusammen zu zählen. Und ein zweiter Knackpunkt liegt daran, dass sich irgend ein junger Verkäufer natürlich nicht unbedingt getraut, das Recht gegenüber der Kundschaft durch zu setzen, falls diese aus irgendwelchen bedrohlichen Typen besteht, die da vor ihm im Laden stehen und alk kaufen wollen, obwohl sie noch nicht dürften... Also, was lernen wir daraus? Schulung des Verkaufspersonal wie das der heilige Carlo befürwortet? Nein, Quatsch! Ladenschluss wieder um 18.30 Uhr und danach wirklich konsequent nirgendwo irgendwelchen Alk-Verkauf an gar niemanden. Denn vor 18.30 Uhr findet beim Einkaufen im Laden garantiert mehr soziale Kontrolle statt als an der Tanke um 23.30 Uhr... soziale Kontrolle für beide: den Verkäufer, der dann nicht allein ist und den jugendlichen Kunden, der ihm gegenüber steht.

Jedes dritte Geschäft verkauft Alkohol und Tabak an Jugendliche

2013-05-17 13:47:33
I will survive

Habe mir das Filmchen von der Vereidigung der Schweizergarde rein gezogen... Man hält es natürlich fast nicht aus. die armen Jungs, dass die nicht lachen müssen... und immer dieses Gebrüll... lohnenswert ist, dass die Blaskapelle am Ende nicht etwa Bach oder Händel spielt, sondern "I will survive" von Glorias Gaynor. Warum nur, fragt man sich... vielleicht hat ihnen jemand, der diesen Video-Clip kennt, den Song empfohlen? Jesus singt "I will survive". Der Rest ist Schweigen... http://www.youtube.com/watch?v=Gw3eP2JPFIY

Eurovision im Kontext für Kontest

2013-05-17 08:31:27
@ Danke Frau Zech

Liebe Frau Zech ich wollte sicher niemandem unterstellen, sie würden zu wenig arbeiten oder dergleichen... Mir ging es eher um die Gewichtung, um die Prioritäten: Zur Zeit (08.15 Uhr) sieht Ihre Website so aus, dass sich von den ersten fünf Artikeln auf der Startseite zwei mit dem FCB befassen und dass die beiden Fotos dazu auch gleich beide Fabian Frei zeigen... Naja... dann kann ich mich auch mit dem "20 Minuten" zufrieden geben, oder? mein zweiter Kritikpunkt zielte auf die schmerzhafte Allgegenwart des unseligen Themas Eishockey - aber nicht nur in der tageswoche, sondern - gopferdammi - überall! Zuerst mussten die Ihre völlig sinnlose Meisterschaft beenden und wochenlang jeden Abend irgendwelche Play-offs abhalten oder Aufstiegsspiele oder beides (ist mir eigentlich Wurst). Und nun bringen sie eine Weltmeisterschaft in epischer Breite. Nachdem gestern Abend auf SF info oder SF 2 ausschliesslich Eishockey gezeigt worden war kam dann im Sport aktuell als erstes - sie ahnen es schon - noch mal eine Viertelstunde Eishockey, bevor dann endlich Fussball kam. Auch das wäre mal ein Thema für Herrn Raz: Wie ist es möglich, dass sich beim Fernsehen ausschliesslich Hüppis und Hilfs-Hüppis durchsetzen, die wirklich rein gar nichts in der Birne haben, ausser mit breitem Grinsen und gegeeltem Haar über belanglose Sportereignisse zu salbadern. Das Diktat der konfliktscheuen Schönwetter-Journalisten und Seichte-Unterhaltungs-Spacken? Auf den anderen freundeidgenössischen Sendern lief parallel zum Eishockey der Eurovisions-Horror, ein Fest des schlechten Geschmacks, und natürlich Onkel Aeschbachers heile, aber so ungemein nachdenkliche Welt. Da fehlte eigentlich nur noch der flennende Gutmensch Röbi-Hirnschlag-Koller mit Happy Day! Und wenn man dann zur Presse flüchtet und die Tageswoche konsultiert... dann sieht man da auch wieder Eishockey... Da ist mir halt der Hut hoch .. E schöne Tag!

Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

2013-05-16 22:04:50
Versteht mich denn ... schnüff ... echt keiner?

Ich sehe das alles ein, was meinem Gejammer entgegen gestellt wird. Ja, sie haben ja alle Recht... Ehrlich, ich meine es ernst! Trotzdem: Stellen sie sich mal vor sie leben in einer mittelgrossen Kleinstadt, in der es genau eine Tageszeitung gibt, die man ernst nehmen kann ...äh ...nein, die man NICHT mehr ernst nehmen kann. Dann gibt es noch so ein Basellandschaftliches Feld-Wald- und Wiesenblatt mit dem Schwerpunkt Fricktal, Liestal und Mirdochegal. Davon haben sie ein 90-Tage-Probeabo und können einfach kaum erwarten, dass das endlich abläuft und die BZ nicht mehr jeden Morgen im Briefschlitz steckt. Und dann gibt es noch die grosse Hoffnung auf eine Alternative zur BaZ. die soll klein, aber fein und gehaltvoll sein. Kommt nur einmal die Woche raus, hat aber wenigstens einen Internet-Auftritt, auf dem sich täglich ein bisschen was bewegt. Ich weiss nicht genau, welche Zielsetzung die Redaktion verfolgt, aber da sind immer wieder interessante Artikel und gute Diskussionen von klugen Lesern und leider auch von ein paar Egozentrikern, die verdammt noch mal zu jedem Senf ihren Saich schreiben müssen und einfach nicht sachlich sind... Gut, da sind also gefühlte 100`000 Menschen in dieser mickrigen Grossstadt, die sich händeringend eine anständige Zeitung wünschen, weil die BaZ vor allem in politischer Hinsicht einfach nicht mehr zu ertragen ist. Die Leute, die viel am Computer arbeiten, klicken also öfters pro Tag mal auf diese Tageswochen-Site, um sich zu versichern, dass sie nicht allein gelassen werden in Basel mit dieser Blocherzeitung. Frustrierend, dass sich auf der Tageswoche aber so verdammt wenig tut. da sind etwa 5 Artikel prominent platziert und dann folgt schon diese Wochendebatte, die an sich wirklich eine sehr gute Idee ist. Aber wenn Du pro Tag vier mal bei der Tageswoche rein schaust und das eineWoche lang, dann hast Du gefühlte 269 Mal die "aktuelle" Überschrift der Wochendebatte überflogen und denkst, Du wärst das Murmeltier aus diesem Film "Und täglich grüss das Murmeltier." Und irgendwas oder - wer in Deiner Hirnrinde murmelt: "Verdammt noch mal, wieso erneuert sich nie was, auf dieser Tageswochen-Site?" Das ist natürlich ungerecht, denn es stimmt nicht! die fünf Artikel oberhalb der Murmeltier-Dbatte werden ja erneuert... Aber wenn dann der Top Titel, der Aufmacher dem Thema Eishockey gewidmet, aber dennoch nur eine Agenturmeldung ist... Dann weiss ich einfach nicht, was Ihr wollt, Ihr Tageswochner und -innen. 1. (nach so langer Vorrede ist es unbedingt angebracht, auch wieder mal was Provokatives los zu werden): Eishockey ist ein hervorragend uninteressanter Sport, so wie ungefähr 99% aller Sportarten, die man nicht selber betreibt. aber Eishockey ist dabei noch grotesker als sehr viel andere Sportarten: Es wird behauptet, Eishockey werde von Menschen betrieben, aber ich glaube das schon lange nicht mehr: Ich kann keine Individuen erkennen, ich sehe nur viel zu viel Werbung, die gepanzert und bewaffnet übers Eis rast. Es wird zwar behauptet, da gäbe es noch eine Ball oder eine Wurfscheibe oder sonst irgend einen Fetisch, um den die sich dauernd raufen, aber ich habe dieses Ding noch nie gesehen. Geht alles viel zu schnell... 2. Wie bereits erwähnt: Diese Berichterstattung von populären so genannten Breiten-, Längen- oder auch Spitzen-Ereignissen halte ich für eine kleine Spezialzeitung mit Ambitionen, etwas Besonderes bieten zu wollen für Zeit- und Geldverschwendung, auch wenn ich Herrn Raz natürlich glaube, dass kein interessanterer Artikel verhindert wurde, nur weil er eine Agenturmeldung aufbereitet. Okay, wenn m,an also unbedingt einen Sportreporter beschäftigen muss/will (NICHTS gegen sie, Herr Raz!), kann der dann nicht INTERESSANTERE Sachen aus der Welt des Sports beschreiben, statt Agenturmeldungen auf die Titelseite zu hieven? Das können die Spackos vom Blick oder von der BaZ doch auch! Nein, ich bleibe dabei ein Nischen-Blatt mit Ambitionen muss auch was Spezielles zu bieten haben. Wie heisst das in der Sprache der Marketing-Heinis? Unique Selling Point? Machen Sie investigativen Journalismus! Finden sie raus, unter welchem Trauma René Häfliger leidet, dass er uns im Stadion und auf Telebasel immer diese atemberaubend debile Techno-Musik zumutet! - Oder warum redet alle Welt im Radsport dauernd über Doping, aber niemand in der Schweiz über Fabian Cancellaras abartigen Erfolg? - Wieso redet keiner über Doping im Zusammenhang mit Langlauf...da gibt es doch auch so einen heiligen Schweizer, einen total unverdächtigen. Dario Colombo. - Wieso fragt keiner mal nach, aus welchem unendlich hirnrissigen Grund man Menschen bejubelt, die nicht nur Langlaufen, sondern auch noch Löcher in Scheiben schiessen können und woher dieser seltsame Brauch kommt? - Überhaupt: Macht doch mal eine Serie über die bescheuertsten Sportarten und ihren Ursprung... - Oder wieso kann Tom Lüthi Werbung machen fürs Recyclieren und Müll trennen, ohne dass er in Zeitungen mal eine ordentliche Abreibung dafür bekommt, dass er jährlich x-mal um den Globus jettet, mitsamt Riesen-entourage, nur um Mofa zu fahren? - Warum fühlt man nicht mal dem besten Freund von Credit Suisse, Rolex und der National-Versicherung auf den Zahn und fragt, was Herr Federer mit seiner Stiftung alles so anstellt und ob sie nicht vor allem dazu da ist, Steuern zu sparen? Also, ich finde zwar, Sport machen ist wohl ganz okay, wenn man sonst keine Hobbys hat. Aber was über Sport geschrieben wird, das ist zumeist schon recht ...äh ... grenzwertig ...so vom reinen Nutzwert her gesehen. Mann KÖNNTE aber mehr aus dem Thema raus holen, erst recht, wenn man die Titelseite damit "blockiert". Und noch was, Herr Raz: Wer zwingt Sie denn, dass Sie immer nur über Sport schreiben dürfen? Haben nicht auch Sie ein Anrecht auf eine menschenwürdige Entwicklung? (Sorry, ist echt nicht böse gemeint, aber ich finde sowas einfach irgendwie lustig.) Nein, im Ernst, nicht im Hamsterrad: Als kluger Journalist könnten ja auch Sie mal was über König Guys Pläne mit dem Kunstmuseum recherchieren und schreiben. So, ich sehe, der FCB Match ist vorüber. Auf BaZ-Online ist das die dritte Meldung von oben, bei der TaWo ist es zuoberst. Verhältnisblödsinn! Alle populären Medien kranken ja an diesem Schwachsinn: Der Stellenwert, der der Sportberichterstattung eingeräumt wird, ist definitiv zu hoch. die Vergötterung und Vermarktung ein paar begabter Spielernaturen, die Ihren Sportler-Traum ausleben, ist völlig grotesk. Und ich meine, ganz im Ernst: Kann eine Beschäftigung, in der die Degen Twins gut sind, wirklich interessanter sein als alles andere, so dass man die Berichterstattung darüber ganz nach oben rücken muss? Also, muss Schluss machen und Sportaktuell glotzen. Auf ein Andermal!

Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

2013-05-16 18:09:32
Wer braucht das?

Auf die Gefahr hin, hier einen Shit-Storm auf mich zu ziehen: Liebe TaWos seid Ihr sicher, dass Eure Leser sich für Eishockey interessieren? Im Mai? Ich ärgere mich zur Zeit darüber, wie wenig Ihr über Basler Lokal- nd Kulturpolitik berichtet ...zum Bleistift über die neuste Verlautbarung aus König Guys Halbgar-Küche, dass das Kunstmuseum nun also für 100 Mio. saniert werden muss. Die grauenhafte Blocher-Zeitung berichtet bereits heute morgen anderthalb Seiten darüber und bei Euch, wo ich das Thema doch viel lieber lesen und diskutieren würde, kommt es noch nicht mal am Abend vor. Statt dessen Eishockey als Topthema. Etwas, was die Leute auch in der Glotze und in allen schweizweiten Printmedien lesen können. Glaubt Ihr, mit so was punkten zu können? Bei wem? Solltet Ihr nicht eher einen Fokus richten auf Basel und die Schweiz, auf Lokal- und Innenpolitik und auf Kultur?

Schweiz nach Sieg gegen Tschechien im Halbfinal

2013-05-12 18:10:07
Humor ist, wenn man trotzdem lacht. @ Anti Mainstream

Lieber Herr Mainstream Ich arbeite tatsächlich im Kanton BL und es ist wahr, dass sich da in 15 Jahren Sparpolitik auf dem Buckel der Bildung und der kleinen Leute viel Frust aufgestaut hat über diese asoziale Sparpolitik der selbst ernannten "Bürgerlichen", die offenbar rein gar nichts als Konzept haben, ausser zu verhindern, dass sie und ihresgleichen Steuern bezahlen könnten, um Sinnvolles und Gemeinnütziges voran zu bringen. Statt dessen wird die Infrastruktur kaputt gespart und das Volki nach dem Motto "die dümmsten Kälber wählen Ihre Metzger selber" für blöd verkauft... Dagegen darf man sich wehren und das tue ich durch Satire, durch Karikieren und Überzeichen. Das ist - aus meiner Sicht - zum Brüllen lustig und sicher besser als los zu heulen und es macht mir einen Heiden-Spass - auch an so einem schönen Sonntag. (Aber keine Angst: Ich war heute auch draussen und bin ein wenig Velo gefahren.) Und, mein lieber Herr Mainstream, was regen Sie sich denn überhaupt auf: Im Bezug auf den verludernden Kanton BL sind Se ja offenbar nicht ANTI Mainstream, sondern bei den Siegern, denen es recht ist, wenn es immer so weiter (bergab) geht wie in der Ära Ballmer. Freuen Sie sich also darüber und gönnen Sie mir wenigstens den Spass an der Satire. Wünsche Ihnen ganz aufrichtig doch noch ein schönes Restwochenende.

Die spinnen, die Baselbieter!

2013-05-12 13:16:15
Lieber neu bauen!

Also mein lieber Herr Rockenbach! Was für ein tendenziöser Artikel - WIEDER MAL! Typisch für dieses linksgrüne Kampfblatt "Tageswoche": Immer auf die Bürgerlichen eindreschen, gell! Und dabei verschweigen Sie natürlich, wo die Hauptprobleme liegen: Diese Römer, deren monströs bürokratisches Staatswesen Sie zu verherrlichen scheinen, das waren doch alles AUSLÄNDER! Wie können Sie das nur unterschlagen, Rockenbach? Fremde Fötzel, die "euses" Baselbiet eroberten und uns ihre EU-artige, paneuropäische Riesenkrake von Staatsverwaltung überstülpten! Plötzlich musste man Steuern zahlen im Baselbiet! Da kann man doch nicht verharmlosend behaupten, es sei kulturell wertvoll, dass diese Römer Bäder, Stadien, Theater und Strassen gebaut haben. Steuern! Die haben Steuern verlangt, dieses ungewaschene, arbeitsscheue, kommunistische Sozialistenpack aus dem Süden! Wie können Sie also erwarten, dass sich die SVP und die FDP das gefallen lassen würden? Und nun soll man diesen fremden Vögten aus Italien auch noch ein überteuertes Museum widmen? Goht`s no? (Und vergessen wir nicht, dass das alles Heiden waren, diese spinnerten Römer! Auch auf die CVP können Sie so natürlich nicht zählen! Ein Museum für deren dekadente Götzen-"Kultur"? Das wäre ja noch schöner...) Mein Vorschlag: Erst wird das Gebiet Augusta Raurica mit einer sechspurigen Strasse endlich richtig ans Autobahn-Netz angeschlossen, dann suchen der virtuose, beinahe schon hyperaktive Wirtschaftsförderer Thomas de Courten und unser Mann für alles Fälle, Christoph Buser von der Wirtschaftskammer, finanzstarke Nachmieter für das Gelände, die bereit sind, ins Baselbiet zu investieren. Eine befreundete Kantonalbank könnte eventuell einen internationalen Gross-Parkplatz errichten oder man würde eine gewinnbringende Sondermüll-Deponie bauen, wo alles verscharrt wird, was man in Muttenz nicht mehr haben will. In beiden Fällen wären neue Arbeitsplätze garantiert. Mindestens vier! Und die Infrastruktur würde einen Bauboom unter Bausparern auslösen und weitere Investoren in unseren schönen Kanton locken. Ganz sicher!

Die spinnen, die Baselbieter!

2013-05-10 12:48:51
das -tis?

Seid Ihr sicher, dass das Atlantis am Konsumverhalten und am Geiz der Besucher gescheitert ist? Ich hatte eher in Erinnerung, dass die Nachbarn sich mehr und mehr gegen den "Lärm" gewehrt hätten und dabei vom Departement Barbara Schneider und der Polizei tatkräftig unterstütz wurden. Zu diesen Zeiten hat man mit Vorschriften sehr aktiv darauf hingewirkt, dass Jugendkultur aus der selbst ernannten "Kulturstadt" Basel verdrängt wurde. Heute findet die in Pratteln im Z7 oder in der Gallery statt.

Wir Heuchler!

2013-05-09 17:27:31
Gitarrengott

Hey Marc Du hast den irrsten aller Holländer vergessen! 1955 in Holland geboren und erst mit 7 ins Amiland ausgewandert, ist dieser Typ möglicherweise der einflussreichste Musiker, der je aus Holland kam. Nicht gerade "Pop", aber schon eine Art "Juwel" wenn man bedenkt, wie viel Eindruck das Stück gemacht hat und wie wahnsinnig riesig und stilbildend sein Einfluss war... http://www.youtube.com/watch?v=sI7XiJgt0vY

7 Hollandse pop juweeltjes

2013-05-09 17:18:15
Das Lied der Schlümpfe!

von Vader Abraham. Ich erfuhr soeben auf Wikipedia, dass der Mann auch "Die kleine Kneipe" für Peter Alexander verbrochen hat... Naja, was machen wir jetzt mit dieser Info? Und ist das Lied der Schlümpfe wirklich ein "juweeltje"? Wenigstens in der Fassung von Otto Waalkes? Oder ist dieser Song viel eher ein guter Grund, warum die Oranje Elftal ZURECHT drei mal das WM-Endspiel verloren hat? Jedenfalls verzichte ich hier darauf, einen link zum Song zu posten. Wir kriegen diesen verfluchten Ohrwurm jetzt eh nicht mehr aus der Birne raus! Sorry...

7 Hollandse pop juweeltjes

2013-05-09 12:55:09
arme Frau Bindel

Es hat ja eigentlich keinen Sinn, einen Kommentar zu schreiben, da Frau Bindel ihn sicher nicht lesen wird. Aber ich bin doch zu erschüttert über die Armut, die Frau Bindel in ihrem Text offenbart: Sie hat zuwenig Eigenliebe und ist arm an positiven Erfahrungen mit Kindern. Wenn Sie nur wüsste, was sie verpasst hat... Sie schreibt: Einige Kinder "sind grossartig, sobald sie erwachsen geworden sind." Das ist zwar ungemein witzig -ha, ha, ha - aber ich habe selten etwas Schwachsinnigeres gelesen! Meine Erfahrung als Vater ist die, dass es kaum etwas Witzigeres, Erfrischenderes und Liebenswerteres gibt, als Kinder zwischen 3 und 10. In dem Alter können sie selber Laufen, sich Anziehen, Essen und aufs WC, stellen also keinen besonderen Pflege-Aufwand mehr da. Und sie sind geistig extrem rege und hellwach, grenzenlos begeisterungsfähig und unternehmungslustig, humor- und phantasievoll, lern- und wissbegierig, grundsätzlich sehr offen, moralisch anständig und entwaffnend ehrlich. Für mich sind Kinder in diesem Alter fast so etwas wie "die besseren Menschen". Danach geht`s nur noch bergab: Ab 11 trauen sie sich nicht mehr, Phantasie zu haben, werden immer verklemmter, launischer, muffeliger und konformistischer und landen im Extremfall dann irgendwann wie die Idole der armen Frau Bindel bei der plastischen Chirurgie und der hollywood`schen Standart-Mischung aus Selbsthass und Eitelkeit: So wie das getunte Tittenmonster Dolly Parton und die Tratschtante Oprah Winfrey mit dem umgebauten Frosch-Gesicht. Frau Bindel sagt:"Ich konnte mich nicht leiden, bevor ich wählen gehen durfte." Ich bin sicher, auch jetzt kann sie sich nicht allzu gut leiden. Und andere Leute wohl auch nicht. Arme Frau, suchen Sie sich einen Psychiater oder , falls es noch möglich ist, werden Sie Mutter. Dann lernen Sie, dass nicht Sie das Zentrum des Universums sind (sondern eine Zeit lang nur ihr Kind) und das ist eine grossartige und existenzielle Erfahrung, die durch nichts zu ersetzen ist und einen geistig und emotional ein gutes Stückchen weiter bringt.

Wer ist hier egoistisch?

2013-05-08 11:40:51
Effizienz hat hier keine Priorität!

Herr Mendes Bürgi sagt, "die einjährige Schliessung sei deshalb die für das Kunstmuseum die effizienteste Lösung". Effizienz? Warum sollen wir "wirtschaftliche" Massstäbe für die Beurteilung und Lösung des Problems ansetzen, wenn es doch viel, viel wichtigere Kriterien gibt? Hallooo? Für den Tourismus, für die Schulen und für tausende von Kunstfans aus Basel (und vielleicht sogar für etwa drei Kunst-interessierte Individuen aus Basellland) wäre die einjährige Schliessung eine totale KATASTROPHE!!! Ich kann es nicht glauben, so ein Irrsinn! Es MUSS einfach eine bessere Lösung geben! Effizienz ist nicht gefragt, sondern Dauer-Präsenz, ihr Schildbürger! Vier Alternativ-Vorschläge: 1. Erst den Erweiterungsbau fertig stellen und die wichtigsten Bestände aus dem provisorisch Altbau dann dort ausstellen...und ERST DANN den Altbau sanieren! Auch wenn`s mehr kostet! 2. Die wichtigsten Bestände aus dem Kunstmuseum im Museum für Gegenwartskunst zeigen und auch gleich die Kunsthalle dazu mieten (die ist ja, glaube ich ein Verein und gehört nicht dem Kanton.). 3. die Lärmbelästigung in kauf nehmen und den Umbau etappieren. Längst haben wir uns daran gewöhnt, dass im Kunstmuseum dauernd Bilder umgehängt werden.(Manchmal nervt das ja schon!)... 4. Einen anderen Standort suchen! Ausser während der Messe für Bonzen, Angeber und Geschmacksverirrte, der "Baselworld", könnte die neue Messehalle genutzt werden. Die ist sicher wie Fort Knox, innen baulich flexibel, wurde hauptsächlich von der öffentlichen Hand finanziert und zur Not geht es auch ohne Tageslicht. Auf diese Art würden für einmal mehrheitlich geschmackvoll gemachte Kulturgüter in diesem gut gestylten Tempel der Dekadenz Einzug halten. Herr Morin, ein Jahr zu zu machen, das geht einfach nicht! Das ist, wie wenn Sie ein Jahr lang aufs Orgelspielen verzichten müssten.

Das Kunstmuseum macht ein Jahr Pause

2013-05-07 15:38:20
@ H J Martens: Andersrum!

Danke für das Lob. Es sind aber nicht Würger-Bürger, die dargestellen wollte, sondern eher Bürger-Würger... Wenn Sie meinen, was ich verstehe (oder umgekehrt?) mit freundlichen Grüssen!

Ein Bild für Baschi Dürr

2013-05-05 17:08:18
Off topic ...Basel tickt (nicht) ganz richtig? @ HJ Martens

Lieber Herr Martens, Wie immer bei pointierten Aussagen, kann man auch das Gegenteil behaupten und gut belegen. Basel ist z.T. auch ganz toll, meine Hassliebe ist gross und vieles läuft hier auch richtig super. Wenn Sie aber ein paar Beispiele nachlesen wollen, die aufzeigen, wie unterirdisch in dieser Stadt z.T. geplant, politisiert und gemauschelt wird, dann finden Sie im z.B. Zusammenhang mit der Messe, mit der BVB und mit dem Gundeldingercasino viel Haarsträubendes, Markerschütterndes und Himmelschreiendes, das eindeutig belegt, dass ich AUCH recht habe wenn ich behaupte: Basel tickt nicht ganz richtig... und ist eine nepotistische, idiotokratische Bananenrepublik vom Zuschnitt der berüchtigten Stadt Schilda. http://www.tageswoche.ch/de/2013_06/basel/511258/hereinspaziert.htm http://www.tageswoche.ch/de/2012_49/basel/487821/in-der-not-sind-auch-icf-und-scientology-als-mieter-recht.htm Hier noch ein Beispiel für Sie, das Sie vielleicht im Laufe der kommenden Woche mal in der Praxis überprüfen könnten, falls Sie Lust haben: Schauen Sie sich mal an Basler Tramhaltestellen an, wo die elektronischen Anzeigetafeln platziert sind. Sie werden feststellen, dass man diese ganz oft (!!!) von den meisten Standorten an der Tramstation aus gar nicht ablesen kann, da das Dach des Wartehäuschens die Sicht auf die Anzeigetafel versperrt. Dieses seit Jahren zu beobachtende stringent konzept- und hirnlose Vorgehen der BVB ist typisch - leider! - für Basel. Der Umgang mit dem Kasernenareal offenbart dieselbe kopflose Haltung des improvisierenden Durchwurstelns: Es wird endlos gebastelt, verbessert, nachgebessert, experimentiert und gestritten, aber die Behörden entscheiden nicht, haben keine klare Stossrichtung und drücken sich davor, mal richtig Ordnung zu machen - im eigenen, nicht existenten "Konzept". Ein weiteres Beispiel für das "nicht richtige Ticken" ist unser angeblich sozialdemokratische Kollege Brutschin, der sich in diesen Tagen am Innenohr hat operieren lassen müssen. wir wissen ja alle: Im Innenohr sitzt der Gleichgewichtssinn. Wer sich Brutschins Handeln, vor allem aber sein Nicht-Handeln in der frage der Dumpinglöhne auf der Messebaustelle hat ansehen müssen, der weiss auch, warum diese Operation bei Herrn Brutschin dringend nötig war: Der Gleichgewichtssinn für das Soziale scheint bei Ihm nicht zu funktionieren. Das Ergebnis: Ein Sozialdemokrat, um den sich die FDP reissen würde. Auch das ist dieses Basel ... das mit dem Tick.

Braucht es am Grossbasler Rheinufer einen Fussweg?

2013-05-04 20:01:23
Nord? Süd? ...@ Daniel Hage

Ihre Frage hat mich interessiert und ich habe mal nachgemessen: Der Giebel des Mittelschiffs liegt etwa zwischen 58 und 60 Grad in der Landschaft. (0 Grad ist Nord, 90 Grad ist Ost.) In der Sprache der Seefahrer ist das etwa "Nord Ost zu Ost". Dorthin zeigt also auch der Chor des Münsters. Wikipedia bestätigt dies und schreibt: "Der Chor des Basler Münsters zeigt nach Nordosten und nicht nach Osten wie bei den christlichen Sakralbauten sonst üblich." Basel tickt anders oder, wie ich meine, oft nicht ganz richtig. Googles Karten oder Satellitenbilder zeigen es deutlich: Der Prallhang des Rheins verläuft so, dass das Ufer beim St. Alban Rheinweg im Dalbeloch genau in einer West-Ost-Achse liegt. Dieses Südufer "schaut " also gerade nach Norden ... Erst ungefähr beim St. Johanns-Park rheinabwärts liegt das Ufer Grossbasels dann in einer Nord-Süd-Achse, ist also ein Westufer, von dem aus man genau nach Osten guckt... (Alles klar? Das nächste Mal versuche ich, es noch komplizierter zu formulieren, versprochen!) Also dort, im St. Johann oder im heutigen Novartis Campus, wo wohl die erste keltische Siedlung auf Basler Boden lag, hätte man das Münster bauen müssen, um den Chor genau nach Osten ausrichten zu können und ohne ihn vom Rheinufer ab zu drehen. Aber dort ist eben kein Hügel... Zum Thema Sprayereien: Habe hier in der TaWo schon früher mal vorgeschlagen, dass der neue Rheinuferweg nicht direkt am Ufer befestigt werden sollte, sondern auf Schwimmern etwa 2 oder 3 Meter vom Ufer entfernt gebaut werden könnte. Erstens wäre eine Begehung dann ein wenig "abenteuerlicher", da der Steg schwanken würde und zweitens könnten dann die Sprayer nicht ans Ufer gelangen, um ihre meist doch recht unnötigen "Statements" der Profilierungssucht ab zu sondern und auf Stein zu verewigen. (Online-Kommentare zu schreiben wäre zB. eine sozial viel verträglichere Lösung.)

Braucht es am Grossbasler Rheinufer einen Fussweg?

2013-05-03 22:31:11
Eine Skulptur für Baschi Dürr

Herr Dürr wünscht sich also lieber eine Skulptur, kein Bild? Ich schlage vor, er stellt sich Rodins "Bürger von Calais" ins Büro. Diese Bürger von Calais, Herr Dürr, das sind die sechs vornehmsten und wichtigsten Bürger der von den Engländern im 100-jährigen Krieg belagerten Stadt Calais. Rodins Helden stehen in Sack und Asche gewandet demütig bereit, dem Feind ihr Leben zu opfern, um das Wohl und die Freiheit der Allgemeinheit dafür ein zu tauschen. Damit ist diese Elite der Stadt Calais also gewillt genau das Gegenteil dessen zu tun, was die LDP und die FDP unserer Stadt so gerne tut. Bei uns ist es ja so, dass die "bürgerliche" Elite, zu der auch Sie gehören, Herr Dürr, erwartet, dass der Plebs in Sack und Asche lebt und sich aufopfert, damit eine kleine "bürgerliche" Mehrheit bloss keine Steuern für die Dienstleistungen des verhassten Staates bezahlen zu braucht. Die Kolumnen Ihres hochverehrten Herrn Papa David Dürr in BaZ zeigen diese Geisteskra .. äh ....haltung ja nur zu deutlich ("Lohndumping ist gut für alle") und sie erinnern stark an das, was Sie, sehr verehrter Herr Polizeidirektor selbst als Kolumnist im Baslerstab oder im Doppelstab abzusondern pflegten als sie zwar noch Teenager, aber bereits Bundesratskandidat waren. Auch Frau von Falkensteins Bemerkung in der BZ zeigt uns deutlich: Menschen, die mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurden, finden es furchtbar, dass die Linken immer nach dem Staat rufen, wo doch die viel zitierte "Selbstverantwortung" gerade im Kreise derer, die reich sind, gross geschrieben wird.

Ein Bild für Baschi Dürr

2013-05-03 18:40:41
Deep Thought liegt falsch! @Weber

42 ist laut Deep Thought die Antwort auf die Frage nach dem Sinn ..."und allem", aber auch nach der Frage "Was ist 6 mal 9", was ja eigentlich 54 ergeben müsste. (Habe zufälligerweise gerade vorgestern ins Hörspiel reingehört): Erinnern Sie sich bitte Herr Weber: Die Frage war ungenau und falsch formuliert, die Antwort 42 ist es daher leider auch. Das ganze Experiment wurde zu früh beendet (Vogonen und Hyperraum Umgehungsstrasse....) Wir müssen also noch mal über die Bücher und das ist, wie Marvin sagt, verdammt deprimierend.

Ferien mit der CVP

2013-05-02 17:03:13
Gottes Feiertage ...@ Fritz Weber @ Fabian Baumann

Danke Herr Weber, dass Sie mich drauf gebracht haben: Gott nahm sich bekanntlich den 7. Tag frei, nachdem er eine Woche an der Schöpfung rumgebastelt hatte. Aber was hat er denn eigentlich in der Woche drauf und in der ganzen Zwischenzeit seither gemacht? Soweit man weiss, hat er ab und zu mal ein Plage, Seuche, Sintflut, Feuersbrunst oder sonst eine Katastrophe in Gang gesetzt, um zu gucken, wie die Menschen drauf reagieren. Aber neu erschaffen, also GEARBEITET, hat er wohl nicht viel... Abgesehen davon, Maria zu schwängern. Aber ist das schon Arbeit? (Gerade bei jungfräulicher Empfängnis muss diese Frage ernsthaft gestellt werden dürfen.) Wenn die Menschen Kriege und Pogrome veranstaltet haben, dann hat Gott wohl ganz entrüstet die Hände hinterm Rücken verschränkt und möglicherweise auch ein paar missbilligende Grunzlaute von sich gegeben... Aber hat er wirklich etwas unternommen und getan? Hätte er nicht den misslungenen Teil seiner Schöpfung in all den Jahren mal ein wenig upgraden können? (Gemeint ist der Mann. Speziell, wenn er in einer Machtposition und/oder in der UBS oder der FDP ist.) Aber nein, man darf vermuten: Gott hat seit der Schöpfungswoche eigentlich kaum mehr gross gearbeitet. Ein Tagedieb? Ein Ferientechniker? Der ewige Student? Wir wissen es natürlich nicht so genau. Ich vermute, Gott hat vor allem studiert, zugesehen, nachgedacht und kommentiert, wenn auch ganz offensichtlich nicht kritisch genug. Also ungefähr das, was junge CVPler auch machen: Sie betrachten die Schöpfung, studieren ein wenig, kommentieren ein wenig vom hohen Ross herunter und werden zwischendurch sogar mal angestrengt den Versuch unternehmen, nach zu denken. Aber dass sie einen sinnvollen Beitrag ans richtige Leben leisten würden, davon habe ich noch nie gehört.

Ferien mit der CVP

2013-05-02 12:14:06
Ora et ... labora?

Schlechte Idee! Wem wollt Ihr denn diesmal gefallen? Den so genannten "Bürgerlichen"? Ist Euch der 1.Mai irgendwie "zu sozialistisch"? Oh Gott, ist das ansteckend? Und gibt es im Kreis der jungen CVP niemanden, der weiss, was schwer Arbeiten heisst und dass auch der arbeitende Normalo Rechte braucht, die immer wieder neu erkämpft werden müssen? Nein, oder? Ihr CVPler betet vermutlich nur den ganzen Tag, der Herr möge biblische Seuchen über linke Ketzer kommen lassen. Schaffen wir im Zuge der Trennung von Staat und Kirche (und sektiererischem Aberglaube von Leuten, die das Blut ihres Gottes trinken und sein Fleisch verzehren) lieber irgend einen überholten christlichen Feiertag ab. Und natürlich die CVP.

Ferien mit der CVP

2013-04-22 14:43:20
@ Ernestine Zweifel: "Bürgerlich" vs."Sozial"?

Um die selbst ernannten "Bürgerlichen" zu foppen, wäre ich mit Ihrer Idee einverstanden. Aber unterm Strich taugt sie nicht ganz, um das Problem richtig zu lösen. 1. Können viele Leute "sozial" und "sozialdemokratisch" und "sozialistisch" nicht unterscheiden. Leute ohne höhere Schulbildung und unpolitische Menschen verwechseln das und denken, "sozial" sei irgend so etwas Schreckliches wie "kommunistisch". 2. Und dann gibt es noch die, die die Unterscheidung nicht machen wollen! SVP-Anhänger wie der Scheinprofessor Mörgeli verwechseln die Begriff bewusst, um im Stil des kalten Krieges Linke zu diffamieren. Für zu viele Menschen ist der Begriff "sozial" leider einfach negativ besetzt. 3. Es sollen sich auch Linke als "Bürgerliche" fühlen dürfen, wenn sie das wollen! Immer wenn Mike Müller so brillant Frank A. Mayer nachmacht, dann benutzt er das Wort "Citoyen" und schon sind wir beim idealistischen Beginn der französischen Revolution, wo der Bürger die Macht im Staat übernehmen wollte. SO ein Bürger(licher) will auch ich als Links-Grüner gerne sein dürfen! (...wenn auch ohne Guillotine. Ein Pranger für Abzocker reicht völlig: Nämlich eine gute Zeitung!) Nein, eigentlich kann ich sagen: So ein "Citoyen" bin ich schon, auch wenn das die FDP gern in Abrede stellen würde. 4. Der "Spiesser-Test" in der Tageswoche neulich hat wieder deutlich gezeigt: Auch ein richtiger "Füdlibürger" kann man als Linker sein, ein richtig überzeugter! (Ich nehme mich da NICHT aus.): Pedantisch, korrekt, zuverlässig, höflich, anständig (ausser beim Kommentarschreiben und beim Fussball), auf Besitzstandswahrung und ein funktionierendes soziales Umfeld bedacht ...usw...usw... Darum geht es nicht, dass wir Linksgrüne uns zukünftig als "Soziale" und die "Bürgerlichen" im Gegensatz dazu weiterhin als "Bürgerliche" oder "Asoziale" bezeichnen. Aber der Begriff "Asoziale" sollte wirklich neu so definiert werden, dass er nicht nur auf irgendwelche kriminellen Penner und Kleinbetrüger zutrifft oder auf Schnorrer. Auch Typen, die zwielichtige Geldgeschäfte machen, mit denen sie der Gemeinschaft erheblich schaden, all die Spekulanten und Steuerhinterzieher und die, die ihnen die Steigbügel halten, also viele Banker, Finanz-Anwälte, Treuhänder und Notare und dergleichen vornehme Herrschaften, die alle soll man ruhig "Asoziale" statt "Bürgerliche" nennen dürfen. Typen wie Konrad Hummler oder auch Hansruedi Merz mit seiner den Staat schädigenden Unternehmensteuer-Reform-Lügerei.

Der Wahlkampf der Bürgerlichen macht sich bezahlt

2013-04-22 12:11:23
"Bürgerlich" Was soll das sein?

Ich möchte an dieser Stelle mal einen Anstupf geben, darüber nach zu denken, wie wir das Wort "bürgerlich" benutzen. Die "Bürgerlichen", das sind die, die sich mit SVP, FDP, LDP und CVP identifizieren. Sie haben es fertig gebracht, dass sie das Wort "bürgerlich" im schweizer Sprachgebrauch für sich allein beanspruchen können. Das sollte mal hinterfragt werden und es wäre einen interessanten Artikel wert, mit dem man aufzeigen könnte, wo das Wort her kommt, was es genau bedeutet und wie sich die Bedeutung gewandelt hat. Dann muss auch die Frage auftauchen, warum Linke und Grüne angeblich NICHT "bürgerlich" sein sollen oder dürfen. Und dagegen wehre ich mich. Der Bürger ist aus meiner Sicht der Staats- oder Gemeinschafts-Tragende, mündige, in allen Rechten und Pflichten stehende Erwachsene, der Wahlberechtigte, der Wählbare und der Steuerzahler. Der Bürger ist der Souverän. Aber was soll denn dann der "Nicht-Bürgerliche" sein? Ein langhaariger, maoistischer Beatnik und Werfer von Trips und Molotowcocktails, der unter der Brücke wohnt und Omas die Handtaschen klaut wenn er nicht gerade kifft, säuft oder Rudelbumsen betreibt? Oder ist er "nur" irgend so eine Art Hilfs-Staatsbürger zweiter Klasse? Ein Arbeiter mit Dreck unter den Nägeln, ein "besserer" Saisonier oder Tagelöhner? Oder anders gefragt: Strahlt das nicht näher definierte "Nicht-Bürgerliche" genau so viel Solidität und Wohlanständigkeit aus wie das Wort "bürgerlich"? Hat man als "Nicht-Bürgerlicher" die gleichen Rechte, ernst genommen zu werden? Nein. Es kommt mir vor, als würde ich durch den Ausschluss aus dieser Kategorie der Bürgerlichen zum Schweizer zweiter Klasse degradiert. Und ich bin sicher, so war es wohl auch mal gemeint. Der Ausdruck ist offensichtlich ein alter Zopf aus Zeiten, wo das Militär noch auf Streikende Arbeiter schoss und jeder Patron ein Militärkopf und ein so genannter "Liberaler" war. (Der Missbrauch des Wortes "liberal" durch egoistische und asoziale Herrenmenschen aus SVP und FDP und all die heimlichen und unheimlichen "bürgerlichen" Klassenkämpfer von oben, die sich als "liberal" bezeichnen, sollte uns ebenfalls zu denken geben. Vielleicht ein andermal.) Ich möchte also anregen, den Rechten diesen schönen Begriff des "Bürgers" nicht einfach so zu überlassen! Bei genauerer Betrachtung verdienen viel von denen die Bezeichnung viel weniger als anständige Linke Staatsbürger, die ihre Steuern gern und ehrlich bezahlen und ein soziales Herz haben. Ich meine, "bürgerlich" und sozial danken und handeln müssten sehr viel mehr mit einander zu tun haben, als es die Parteiprogramme der rechten Parteien vorgeben.

Der Wahlkampf der Bürgerlichen macht sich bezahlt

2013-04-22 00:10:55
@ Anti Mainstream: Google!

Lieber Herr Mainstream. Googlen Sie doch selbst! NZZ, Tagreswoche, WoZ und andere: http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/umstrittene-steuersenkung-in-baselland-1.587595 http://www.urshintermann.ch/Aktuelles_Standpunkte/files/baz_090218_unternehmenssteuern.pdf http://www.marcjoset.ch/index.php?id=79&tx_ttnews%5Btt_news%5D=30&cHash=292398d3fd7d47529c609e370462d20b http://www.woz.ch/0637/finanzpolitik/das-steuersenkungsrennen http://www.bakbasel.ch/downloads/services/news_media/media/medienmitteilungen/2009/20090803_bakbasel_mm_taxation_index_update_2009.pdf http://www.tageswoche.ch/de/2012_22/debatte/?stage=1

Thomas Weber ist der grosse Sieger

2013-04-21 23:21:35
@ Thomas Lüthi : DANKE!

Lieber Herr Lüthi, endlich sagt es mal einer: Diese Tageswoche-Journalisten wagen es doch tatsächlich, Politiker zu kritisieren ("in den letzten Jahren unglaublich viel falsch gemacht") und eine politische Situation beinahe kritisch zu kommentieren ("Jeder Kanton hat die Regierung, die zu ihm passt"). Ist das noch Journalismus oder schon linker Terror? Ja, Herr Lüthi, schlimmer könnte das Baselbiet überhaupt nicht diskreditiert werden, von diesen Schmutzkampagnen-Journalisten der Tageswoche! Zum Glück ist Ihnen das jetzt aufgefallen. Zum Glück machen Sie uns darauf aufmerksam. Ich glaube, ich werde jetzt wieder anfangen, die BaZ zu lesen, bei der Sie ja arbeiten, lieber Herr Lüthi, denn an diesem Hort der politischen Ausgewogenheit hat es nie (und wird es nie) einen Kommentar eines Journalisten geben, der irgend etwas kritisiert oder in Frage stellt. Oder? Zumindest nicht so hart wie die oben zitierten Aussagen. Mann, oh, Mann! Nein im Gegenteil, eigentlich ist es ja wirklich langweilig, wie zurückhaltend die Herren Somm, Feusi, Hauswirth, Bahnerth, Suter und Lüthi mit ihren politischen Ansichten hinter dem Berg halten... Die Einzigen, die in der BaZ auf die Kacke hauen (Entschuldigen Sie den Ausdruck!), das sind die zwei, drei Alibi-Linken mit ihren regelmässigen Kolumnen. Aber das wird zum Glück regelmässig konterkariert und neutralisiert durch Leute wie den sanften Herrn Frenkel oder nun, neu!, den Papi vom Baschi (Dürr), der mit aller Ausgewogenheit den Beweis antritt, dass auch Rechts-Professoren unfassbaren Unsinn reden und schlecht schreiben können und von einer dermassen zwanghaft verbissenen Staatsverdrossenheit sein können, dass man sogar den Onkel Mörgeli für ein besonnenes Lämmchen halten mag. Nein, im Ernst, Herr Lüthi, nicht im Somm`schen Verdauungstrakt: So schlimm sind die nicht, diese Tageswoche-Kommentare.

Brutal, diese Niederlage

2013-04-21 20:07:26
@ Anti Mainstream & @ Inaktiver Nutzer

Lieber Herr Anti Mainstream, ich bin mir nicht sicher, ob Sie Ihre Fragen ernsthaft stellen oder nur rhetorisch. Und ich kann hier und heute sicher nicht alle Informationslücken auffüllen, die Sie haben könnten, falls Sie in den letzten 10 Jahren zuwenig Zeitung gelesen hätten. Aber hier ein paar Tatsachen: 1. Sowohl im Landrat als auch im Regierungsrat hat es immer eine so genannte "bürgerliche" Mehrheit gegeben, niemals eine linke oder grüne oder eine links-grüne. Dies trifft auch auf den überwiegenden Teil der Gemeinden in BL zu. Folglich tragen diese "Bürgerlichen" ganz sicher die Hauptverantwortung für das Budget: Die Ausgaben, die Einnahmen, die Steuern und den Umgang mit Schulden. 2. Ja, es hat in den letzten 10 Jahren mehrfach Steuersenkungen für so genannte "bürgerlich Asoziale" gegeben. Dank "bürgerlichen" Mehrheiten. 3. Von Journalisten "herbei geschrieben" ist diese finanzielle Misere nicht. Im Gegenteil: Vielmehr geht es darum, dass die herrschenden "bürgerlichen" Herrschaften unbedingt vermeiden wollen, dass die gesetzlich vorgeschrieben Schuldenbremse in Kraft tritt, die automatisch Steuererhöhungen zur Folge hätte, sobald das Kantonsdefizit zu hoch wird. Also jammerten und jammern zuerst die so genannten "Bürgerlichen" über die vielen Schulden des Kantons, um dem Bürger Angst zu machen und damit ein brutales Spardiktat zu rechtfertigen.Das Ziel ist, den Staat so weit zu verschlanken, dass er nur noch die Leistungen anbieten kann, auf die selbst reiche Asoziale nicht verzichten können. Der herausragend unfähige "bürgerliche" Finanzminister Ballmer war es, der das Sparprogramm am allermeisten wollte. Es sollten unbedingt 180 Mio gespart werden. Das Volk erteilte ihm aber im letzten Juni eine Abfuhr. Trotzdem wird gespart, wie verrückt. Und zwar bei all denen, die nicht in den Genuss von Steuersenkungen gekommen sind. Und natürlich beim Service publique. 4. Unser anonymer Freund "Interaktiver Nutzer" hier unten macht uns darauf aufmerksam: Die Schulden in BL sind gar nicht sooooo gravierend. BS hat mehr Schulden! Trotzdem bringt es BS fertig, SCHWARZE Zahlen zu schreiben. Dank Rot-Grün. Der frühere BS-Finanzminister, der "bürgerliche" Ueli Vischer brachte das nicht fertig. Und auch Kollege Ballmer in Liestal bringt das nicht zu Stande, OBWOHL sein Kanton weniger verschuldet ist ... Das hat Methode. Natürlich können Sie jetzt behaupten, die schwarzen Zahlen in der Stadt beruhen nur auf Schulden-Wirtschaft... aber so einfach ist das nicht. PS: Das Pseudonym "Inaktiver Nutzer" finde ich genial! Es würde perfekt passen zum typischen "bürgerlichen" Baselbieter Wähler: Der will dauernd neue und gute gepflegte Strassen mit verlässlichem Schneeräumservice, sehr gute Schulen für die Kinder, eine extrem effiziente Bürokratie mit Standort- und Wirtschaftsförderung, ein Hallenbad in der Gemeinde und Sportplätze, in der Stadt ein Theater, einen Zoo und Symphonie-Konzerte, Herbstmesse und Museen, regelmässige Müllabfuhr und eine hohe Polizeipräsenz gegen all diese Einbrecher. Aber Steuern dafür zahlen, dass es "eusem Baselbiet " gut geht, das will er ums Verrecken ganz sicher nicht! dieser Staat soll doch bitte gratis funktionieren, sonst wähl ich wieder SVP!!! Der "inaktive Nutzer" (vulgo: Schnorrer) zieht also den eidgenössischen Finanzausgleich vor. Da zahlt die verhasste Stadt der Linken und Grünen ein und das Land hebt die Kohle ab und senkt die Steuern gleich noch einmal! So bauernschlau! Lieber "inaktiver Nutzer" nehmen Sie es bitte nicht allzu persönlich! Da ich Sie nicht kenne, unterstelle ich Ihnen all dies natürlich nicht wirklich!!! Ich deute nur - rein spekulativ - Ihr Pseudonym ein wenig aus, an dessen cleverer Widersprüchlichkeit ich mehr Freude habe als an diesem heutigen Wahltag.

Thomas Weber ist der grosse Sieger

2013-04-21 17:26:18
@ Anti Mainstream

Mein Beitrag ist nicht antiliberal, nur ein wenig provokativ. "liberal" heisst laut Duden: "Dem Einzelnen wenige Einschränkungen auferlegend, die Selbstverantwortung des Individuums unterstützend; freiheitlich." Die BaZ schränkt meine Meinungsäusserungsfreiheit ein, indem sie mich zensiert. Mein frecher Kommentar soll natürlich provozieren, aber wer meine Aussage: "Die Grenzen der Demokratie liegt bei der Lernfähigkeit und Intelligenz der Wähler." auf sich oder die Wähler der SVP bezieht, ist selber schuld. Aber natürlich müssten sich selbst ernannte so genannte "Bürgerliche" im Kanton BL schon mal fragen, warum sie nach einem Jahrzehnt der Misswirtschaft durch die herrschende BüZa nun wieder so einen "Bürgerlichen" wählen. Steckt der Kanton noch nicht tief genug in den roten Zahlen? Soll noch mehr gespart werden, bei den Alten, den Kranken, den Behinderten, an den Schulen und beim ÖV, damit die Steuern der Reichen und Asozialen (das sind die, die nicht sozial sein wollen, sondern schnorren auf Kosten der Allgemeinheit) noch mehrt senken können. Wer hat durch 10 Jahre Steuersenkungen für solche Leute die Situation herbei geführt, dass im Eidgenössischen Finanzausgleich der Geber-Kanton BL zum Nehmer-Kanton geworden ist? Oder wird diese Entwicklung am Ende sogar heimlich begrüsst? Ist man zufrieden damit, ein Schnorrer-Kanton geworden zu sein, dessen Infrastruktur immer schwächer wird? Wer diese Problem nicht sehen, die Ursachen dafür nicht wahrhaben und die Verursacher nicht erkennen will, der soll sich ruhig mal Gedanken machen über den provokativen Satz, den ich an den Anfang meines Kommentars gestellt habe. Dieser Wink ist aber nicht "antiliberal", er bietet nur die Freiheit, mal ein wenig über etwas anderes nach zu denken als über`s Steueroptimieren... Alle anderen Aussagen von mir beziehen sich nur auf mich selbst, meine berufliche Situation, in der ich bereits unter den Sparmassnahmen des Kantons zu leiden habe und meine persönliche Einstellung zum Nachbarn und meine heutigen Empfindungen der Enttäuschung über die Lernfähigkeit der Baselbieter Wählerschaft... Darum können auch diese Aussagen nicht beleidigend oder "antliberal" genannt werden. In Bezug auf das Baselbiet sind sie nur "anti mainstream". Leider.

Thomas Weber ist der grosse Sieger

2013-04-21 14:51:30
BaZ zensiert wieder mal.

Einfach, weil`s so schön ist wie bei der BaZ das Wort "liberal" interpretiert und mit Meinungsvielfalt und Meinungsäusserungs-Freiheit umgegangen wird: Meinen obigen Kommentar habe ich genau gleich auch bei der BaZ gepostet. Die veröffentlichen so etwas aber nicht. Ist nicht liberal genug.

Thomas Weber ist der grosse Sieger

2013-04-21 12:51:05
Die Grenzen der Demokratie ...

... liegen bei der Lernfähigkeit und Intelligenz der Wähler. An so einem Sonntag bin ich als Basel-Städter gegen die Fusion der Kantone und gegen die Idee des Finanzausgleichs. Als Angestellter im Kanton BL kriege ich Angst vor der beruflichen Zukunft und als Konsument beschliesse ich, nie wieder Baselbieter Kirsch zu kaufen, obwohl ich mich nun sehr gern besaufen würde.

Thomas Weber ist der grosse Sieger

2013-04-19 22:28:17
Is it "the real thing" oder Theater?

Am Theaterabend "Breiviks Erklärung", so habe ich verstanden, werden Original-Texte von Breivik vorgelesen. Texte, wie er sie vor Gericht selbst vorlas. Damit hätten wir es also nicht mit Theater zu tun, sondern mit reiner Dokumentation, mit Vorlesen, mit einem ungefilterten Nachsprechen, das nicht wirklich interpretieren soll. Keine künstlerische Umsetzung also, ausser dass da eine Frau mit Migrationshintergrund Blödsinn labert an den sie selbst nicht glauben kann, statt dass ein schwammiger Nazi seinen eigenen Wahn mit Inbrunst zelebrieren würde... Was soll das? Wenn ich wissen will, warum Breivik tat, was er getan hat und wie er denkt, dann will ich das von einem guten Schauspieler erfahren, der seine Rolle als irres Arschloch richtig gut spielt oder aber in der Zeitung lesen, wie der Terrorist so tickt. Von einem intelligenten Journalisten zusammengefasst. Oder ich überfliege den Original-Text des Verbrechers solange es mein Würgereiz zulässt. Wozu brauche ich die epische Breite eines äusserst billig gemachten "Theaterabends" und all den Stuss als "Performance" im Original-Wortlaut, wenn`s nicht mal richtiges Theater ist? Für Dokumentations-Theater ist das "Nachbeten" also ein bisschen wenig, denn der Text wurde ja nicht von einem unbefangenen Autor mit Abstand zu seiner Figur geformt, der Wahn Breiviks wurde nicht künstlerisch umgesetzt. Und was noch "billiger ist: NICHTS wird ihm entgegen gesetzt, was mit gleich viel Bedacht verfasst worden wäre. Ja, diskutiert werden darf danach schon. Aber das ist eine ganz andere Ebene, wenn dann das Publikum stammelt, wie schockiert und betroffen es doch sei... Das können wir auch alle schon im voraus von uns geben. Ganz ehrlich, kein Problem! Wo aber ist der kluge, ausgearbeitete Text, der Breiviks Elaborat auf Augenhöhe in der Lesung gegenüber steht? Nein, "Breiviks Erklärung" ist eben kein Theatertext, sondern eins zu eins das politische Manifest eines gefährlichen Vollidioten. Mehr nicht. Und die "Unmittelbarkeit", die Herr Nikitin anspricht, ist dennoch nicht gegeben, denn die "Interpretin" glaubt ja nicht an das, was sie liest und es wird im Anschluss daran auch keine echte Diskussion geben zwischen echten Nazis und anderen Leuten im Publikum. Falls es Breivik-Fans im Publikum gibt, werden sie sich nicht zu erkennen geben. Man findet also nur zusammen, um sich gegenseitig in seiner Betroffenheit zu bestärken. Gut, dann macht lieber einen Schweigemarsch und lasst das Gelaber von Breivik weg. Oder Milo Rau soll ein richtiges Theaterstück schreiben, ein bewegendes Drama, eine Text-Komposition mit ein paar Spannungsbögen, mit Breivik und mindestens einem Widerpart. Opfer könnten zB. auch zu Wort kommen... Dann wäre das etwas, was man sich vielleicht antun könnte. Verbieten muss man die jetzige Aufführung sicher nicht, aber es ist gut, dass der Bürgerrat sowas nicht im Stadthaus zuliess. Das hätte furchtbare Missverständnisse provozieren können. Es ist inhaltlich Müll und von der Form her kaum "als "Theater" zu bezeichnen. Wer es sich antun will, soll das machen, wenn er meint sich nur dadurch eine fundierte Meinung bilden zu können oder wenn er irgend eine Form von Bestätigung als Gutmensch durch andere Gutmenschen braucht. (Ich habe NICHTS gegen Gutmenschen!) Ich glaube aber nicht, dass die Aufführung Erkenntnisgewinn bringt oder irgend jemandes Meinung ändern könnte. Ich muss Heroin nicht ausprobieren, um zu wissen, dass es gefährlich ist und muss auch keine Scheisse fressen, schon gar nicht eine Stunde lang, nur um sicher zu sein, dass sie nicht schmeckt.

Darf man Breiviks Rede als Theaterstück aufführen?

2013-04-19 08:21:08
@ weedon news

lieber Weedon News Ich muss zugeben, dass ich nicht verstehe, was Sie mir sagen wollen. Selbst benutze ich gern Ironie. Aber bei Ihnen bin ich mir nicht sicher. Es trifft mich, wenn Sie mich mit Gessler vergleichen und ich finde es falsch. Darum sage ich Ihnen hiermit in aller Deutlichkeit und ganz ohne Sarkasmus, Ironie oder sonst irgendwelche sprachliche Spielchen: Ich gehöre zu den Leuten, die wesentlich mehr Respekt haben vor jedem Arbeiter und Handwerker als vor all den Typen in Anzügen, die x-mal mehr Geld machen mit "Business"-Geschwafel und mit der Ausbeutung ehrlicher Arbeit. Aus meiner Sicht ist ein Mann wie Messe-Chef René Kamm viel eher mit Gessler vergleichbar. Sein Gehalt von ca. 1 Mio. im Jahr entspricht "dem Hut auf der Stange", denn es drückt sich Hochmut (nicht Hochhuth!) darin aus, ein Überschätzen der eigenen Bedeutung und der eigenen Fähigkeiten. Dafür, dass er nun mit Billigung der Behörde Brutschin ermöglicht, dass an der Baselworld Gesetze umgangen und Lohndumping betrieben werden, kassiert er auch noch Boni und erzählt herum, die Messe habe "die bestgeführte Baustelle der Schweiz" gehabt. Sagen Sie das mal dem slowenischen Arbeiter, der dort zwei Finger verloren hat oder den Männern, die vor Weihnachten ihren Lohn nicht bekamen... Soweit ich mich erinnern kann, wurde Kamms Gehalt im Krisenjahr 2008, als die Messe wegen der Vogelgrippe Verluste machte, um etwa 90 % erhöht. Kein einziger Politiker Basels und auch kein Journalist hat damals aufgejault. Nur ein notorischer Kommentarschreiber konnte es einfach nicht fassen, doch die BaZ unterdrückte die kritischen Kommentare natürlich. Ich bin sehr dafür, dass man mit Worten statt mit Pfeilen, auf solche Leute schiesst, wenn sie Mist bauen und ihre Angestellten ausbeuten. Also identifiziere ich mich eher mit Tell. Meine Uhr ist übrigens eine Swatch aus Plastik und hat kein kratzfreies, blendendes Uhrenglas und ich bin nicht ihr Feind! Wünsche Ihnen einen schönen Tag ohne verwirrendes "weed".

An der Baselworld wimmelt es von Scheinselbständigen

2013-04-18 21:40:06
Nestbeschmutzung?

Lieber Herr Klee Schon wieder so ein unangenehmer Artikel zu einem dermassen unangenehmen Thema! Investigativer Journalismus würde ja noch gehen, aber so wirtschaftsfeindlich! Muss das sein? Denken sie doch an den Standort Basel... Wollen Sie denn allem, was hier Rang und Namen hat dauernd in die Suppe spucken und uns, äh ...denen ... den ganzen Spass am Luxus verderben? Nur weil da ein paar tausend Arbeitskräfte ausgebeutet und systematisch Gesetze gebrochen werden? Die würden doch alle auch noch für weniger schufften, hey! Und wenn wir nächstes Jahr Frauen und Kinder aus Bangladesh holen, dann könnten wir noch mehr sparen! Sehen Sie`s doch mal so! Dabei gab es doch diesen wunderbaren Deal zwischen den Behörden und der Messe, dass zwar kontrolliert werden darf - wenn auch weniger als gesetzlich vorgeschrieben -, dass man dafür aber in jedem Fall Stillschweigen bewahrt ... Oder habe ich das falsch verstanden? Sollten wir nicht dankbar sein, dass überhaupt kontrolliert werden darf, wenn auch nur pro forma? Alle waren doch glücklich: Brutschin musste sich nicht daran erinnern lassen, dass er er angeblich "sozial" und "demokratisch" sein soll und zuständig für die Einhaltung der Gesetze. Und die Messe konnte wursteln wie sie wollte, aber wie immer natürlich nur zum Wohl der Gemeinschaft: Statt einheimischen und lokalen Arbeitskräften beschäftigt man kurzzeitig importiere Taglöhner, Handlanger und Leiharbeiter, die man besonders effizient ausbeuten und danach gleich wieder ins Ausland abschieben darf. Und diese Unterhunde sind sogar noch dankbar und zufrieden! Dafür hat der Basler Steuerzahler den Messeneubau mit finanziert, damit die Wertschöpfung im Bonussystem der Messe und der Uhrenmarken besonders effizient belebt werden konnte und damit Uhrenhersteller aus aller Welt in diesen wenigen Tagen der Messe die Hälfte ihres Jahresumsatzes machen können, den sie dann natürlich anderswo versteueren. Der besondere Verhältnisblödsinn besteht darin, dass an der Baselworld zwar besonderer Luxus zelebrieret werden "muss", dies aber aus Sicht der Organisatoren nur dann so richtig Spass macht, wenn diejenigen, die hart dafür arbeiten, besonders schlecht entlöhnt werden. Mehr Zynismus geht nicht. Also Herr Klee, vornehmes Schweigen wäre hier angebrachter. Sie sollten zusehen, dass Sie da irgendwo ein wenig mit kassieren könnten: Werden sie doch Mediensprecher der Messe oder von Herrn Brutschin. Oder bemühen Sie sich wenigstens um eine Einladung zur Baselworld, so dass Sie dann mit all den Erfolgsmenschen übers Areal schreiten und sich freuen könnten, wie schön es doch alles geworden ist. Warum müssen Sie es sich denn statt dessen mit all diesen gewissenhaften und einflussreichen Unternehmern verderben, die doch alle nur das Beste wollen (für sich und ihre Freunde): Vischer, Kamm, Brutschin ...ach so,... Verzeihung ... Brutschin ist ja gar kein Unternehmer... Aber was ist er dann?

An der Baselworld wimmelt es von Scheinselbständigen

2013-04-16 21:21:54
Heuchler, Charakterlumpen und Diplomaten

Freysinger, der falsche Fuffziger, wird eigentlich schon wissen, dass ihm die Regierung in Peking viel näher ist als der Dalai Lama . Zu diesen totalitären Schlächtern und Zynikern passt die Reichskriegsflagge nämlich viel besser als zum Dalai Lama, die Freysinger über seinem Schreibtisch aufgehängt hat, weil er sie so schön findet, aber angeblich nicht weiss, was sie für jeden Nazi auch heute noch bedeutet. Auch wenn der bescheiden Mann aus Tibet selbst sagt, es sei gut, wenn sich der Bundesrat mit dem Regime in Peking anfreundet, finde ich es charakterlos, dass nicht ein einziges Mitglied des Bundesrates die Grösse hatte, mal für kurze Zeit aus dem Enddarm Pekings heraus zu kriechen, um den Dalai Lama willkommen zu heissen.

Die göttlichen Walliser, eine verrückte Amerikanerin und der Dalai Lama

2013-04-16 16:46:20
...und das Hallenbad mit dem 50m Becken ...

... sollte hier auch nicht vergessen werden! Eine entsprechende Initiative würde uns sogar die Freiheit geben, den Standort selbst zu bestimmen, statt weitere 40 Jahre vergebens darauf zu warten, dass die Phlegmatiker vom Sportamt sich endlich was einfallen lassen. Auch auf die geistigen Nichtschwimmer im Grossen Rat und in der Regierung kann man ja leider genau so wenig setzen oder warten, wie auf all die überaus volksnahen Parteien... Also: Wo stellen wir`s hin, das Hallenbad? - Auf einen Ponton mitten im Rhein mit Zugang von der Dreirosenbrücke aus, als Grundstein für "Rheinhattan"? - aufs Kasernen-Areal, damit der ewige Streit über die WC-Anlagen und den Lachenmeier`schen Rasenstreifen endlich aufhört? - Oder vielleicht als architektonische "Landmark", als Pendant und ganz im Stil der Messe und verdichteten Stadtplanungs-Koryphäen einfach ans andere Ende der Clarastrasse, also quer auf den Claraplatz? Mitten drauf! Der Platz ist eh hässlich. Und darunter ergäbe sich dann eine zweite "City Lounge" mit einer traumhaft düsteren Tramhaltestelle, ideal für das Gewerbe der Kügeli-Dealer, die dort immer im Freien arbeiten müssen. Weitere Vorschläge nimmt der Kantonbaumeister gern entgegen. Fangt schon mal an mit diesem Crowd-Fun-Dings!

Initiative fordert eine Rutschbahn in den Rhein

2013-04-15 12:27:51
@rrohner Hallenbad rentiert nicht.

Seit Jahrzehnten betteln viele Basler darum, man solle endlich ein richtiges Hallenbad bauen, aber das beeindruckt die Politik zu wenig. So ein Projekt ist einfach nicht rentabel, hat keine Lobby in Politikerkreisen und findet keine Mehrheit im Grossen Rat. Auch ich finde das beschämend für eine Stadt von der Grösse Basels. Lieber verlocht man zB. unglaubliche Summen für elitäre Regietheater-Projekte, die ja auch nicht wirklich Rendite erzielen, weder finanziell, noch künstlerisch oder geistig oder plant gigantomanischen Stadtentwicklungs-Schwachsinn wie dieses "Herzstück"... Als das "Aquabasilea" in Pratteln neulich verkündete, man wolle ein 50m Sportbecken bauen, da waren die Reaktionen gemischt. Nicht nur ich wunderte mich, warum so etwas (genau wie die vielen tollen Rockkonzerte im Z7) so weit vor den Toren der Stadt stattfinden soll und bei uns hier keinen Platz hat. Kulturstadt? Sportstadt? Es darf geschmunzelt werden. Ich schrieb in einem Kommentar, den die humorlosen Zensoren der BaZ natürlich unterdrückten, solange aber das geplante Becken gross genug sei, um alle Baselstädtischen Politiker, die ein Hallenbad seit Jahrzehnten verhindert haben, auf einmal darin ertränken zu können, sei das selbst in Pratteln draussen besser als gar nichts. Blubb.... und weiterhin viel Spass im Gedrängel des Rialto.

Konsumtempel auf Eis gelegt

2013-04-13 16:38:32
Individuell entscheiden!

H. G. Signer sagt ganz zu recht, es gehe nicht "um Leistung contra Wohlfühlpädagogik". Vielmehr "müsste es doch einfach das Ziel sein, eine sinnvolle Lösung für das einzelne Kind zu finden." Aber leider zieht Signer dann den falschen Schluss daraus, wenn er das Sitzenbeliben ganz abschafft und nur auf Förderunterricht setzt, der ja auch nicht billig sein wird. Dieser Förderunterricht erschwert die Arbeit der Lehrer in immer heterogener werdenden Lerngruppen und zerreisst den Klassenverband, wenn dort dauernd auf unterschiedlichen Niveaus "binnendifferenziert" und in vielen Untergruppen unterrichtet werden muss. Wie im Artikel angeführt, kann es eine grosse Chance bieten, durch das Repetieren neu anfangen zu können: Neue Lehrer, neue Klasse, eine neue Rolle für den Repetenten und eine zweite Chance... Dies sollte weiterhin möglich sein. Es ist eben absolut keine Schande, wenn man ein Spätzünder ist und etwas länger braucht, um sich zu entwickeln oder wenn man Pubertäts-bedingt ein Weilchen auf dem Schlauch steht oder Probleme hat, die einen beim Lernen behindern. Wie schon mein Vater durfte auch ich einmal sitzen bleiben, ohne mich zu schämen. Ich habe das wirklich gebraucht und schlussendlich dann mit einer guten Matur rechtfertigen können. Meinem Sohn, der nun neu am Gymnasium ist, habe ich schon versprochen, sitzen zu bleiben werde kein Problem sein, falls dies einmal nötig sein sollte. Es müsste in Zukunft in Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, Eltern und Kindern individuell entschieden werden können, ob eine Repetition oder eine andere Lösung für das Kind geeigneter sei, wobei nicht die Behörden, sondern die Eltern das letzte Wort haben sollten. Es ist also, Herr Signer, wieder mal zu idealistisch (und dogmatisch), wenn das ED hier (ohne die Betroffenen mit ein zu beziehen) wieder nur auf eine einzige, neue und allein selig machende Lösung setzt, die man von oben her diktiert.

Weg mit euch Versagern! Oder doch nicht?

2013-04-11 08:34:11
Was soll der Sch...?

Ich bin nicht dafür, dass man so eine Veranstaltung verbietet. Die Gedanken sind frei und die Rede auch. Aber ich verstehe nicht, warum sich intelligente Leute so ausführlich mit sowas befassen wollen. Warum diesem Irren ein Forum geben, warum stundenlang drüber diskutieren? Warum hingehen und es sich anhören? Seid Ihr Masochisten? Was kommt als nächstes? Wollt Ihr Hitlers "Mein Kampf" auch noch auf die Bühne bringen? Gäbe es in der Zeitung von Breiviks Geschwafel eine kurze Zusammenfassung mit ein paar Zitaten, dann würde ich das sicher lesen. Aber in epischer Breite und als Performance? Soll man Euch Zuhörern da "einen schönen Abend" und "gute Unterhaltung" wünschen und der Künstlerin "viel Erfolg"? Oder werdet Ihr am Ende alle ganz überrascht darüber sein, wie betroffen Euch der Text zurück lassen wird?

Bürgerrat verbannt «Breiviks Erklärung» aus seinem Saal

2013-04-07 16:40:28
@ Tom Schneider

Ja, Herr Schneider, es ist richtig, was Sie sagen: "Mietzinserhöhungen sind unabhängig vom Herzstück". Ich weise ja nur darauf hin, dass dieser Trend durch das Herzstück garantiert verschlimmert, angefeuert und verschärft werden würde. Die Alternative? Die Innenstadt soll nicht "unattraktiv" werden. Nein. Aber was heisst schon "attraktiv"? Teuer und teurer und noch teurer? Internationaler? Ist das an sich schon ein positiver Wert? DAS wäre aus meiner Sicht unattraktiv. Attraktiver wäre sie, wenn es keine Verdrängung des heimischen Gewerbes zugunsten globalisierter Konzerne gäbe. Ein frommer Wunsch, ich weiss... Und: Ja, man soll die "Zentren an der Peripherie stärken", wie Sie es nennen. Mobilität ist aus meiner Sicht nämlich auch kein positiver Wert an sich. Warum sollen alle zum Shopping erst in die Innenstadt fahren? Sie werden aus richtig grossen Städten wissen, dass es dort immer mehrere Zentren gibt. Wer in Kreuzberg lebt, hat keinen Grund, zum Einkaufen nach Berlin-mitte zu fahren, denn Kreuzberg ist gross und "zentral", also urban genug, um ihm alles zu bieten (ausser vielleicht Museen). SO funktionieren Metropolen: Als Konglomerat selbständiger Teil-Städte. und dort sind die Nichen und die individuellen Läden, die wir alle behalten worden. In dem Punkt sind wir uns ja einig. Ich stimme Ihrer Forderung im zweiten Kommentar nach einer vertieften Analyse zu. Das Problem an solchen Sachen ist halt die Frage, WER macht diese Analyse... Herzog und DeMeuron, die sich ja für brillante Städteplaner halten, haben beispielsweise eine Analyse angefertigt, wie die Messe am besten zu modernisieren sei... Der in Basel weltberühmte Architekt und Architektur-Professor Roger Diener, ein Studienfreund von HdM, durfte dann in der Zeitung des Chefredaktors und gelernten Architekten Matthias Geering, in der BaZ, wortreich, aber argumentativ völlig hirnrissig feiern, was als Ergebnis der HdM-Analyse heraus gekommen war. Dies mit Support des Regierungsrates, des Gewerbes und der Baulobby... Das praktische Ergebnis der Analyse von HdM: Sie bekamen auch gleich den auftrag zum Neubau... (hust, räusper, klüngel, klüngel...) Das wirklich beeindruckende UFO des Messeneubaus war dann das Ergebnis dieser Analyse. Ein toller Bau, würde er um 45° gedreht werden und nicht das Tram in einem Loch verschlucken, sondern eine wirklich nutzbare "City Lounge" bieten, die nicht als Nadelöhr für Verkehrsmittel dienen muss... Also: So brillant, war diese "Analyse" wohl nicht. Und uneigennützig war sie schon gar nicht. Kurz: Die "Fachleute", die solche Städtebaulichen Analysen machen, sind wohl fast immer "parteiisch": Architekten wollen grundsätzlich bauen, nicht schonen. Gewerbler und Politiker wollen "Wachstum, Wachstum über Ah.ha.lles" ... und Hausbesitzer wollen mehr Rendite. Richtig schön anschaulich wird es aber erst, wenn sich die Interessen überlagern: Aktuelles Beispiel: Das beliebte italienische Café "Stoffero" muss sich eine neue Bleibe suchen. Der Platz in der Innenstadt wird nämlich zu teuer werden. Warum? Die Eigentümerin des Lokals ist die Firma "Madiba". Sie möchte mehr Rendite und saniert die Liegenschaft. Dabei wird die Grundfläche des Lokals vergrössert, so dass der Stoffero-Wirt sie nicht mehr wird bezahlen können. Das "Lustige" an der Sache: "MaDiBa" heisst eigentlich "Markus-Diener-Basel". Die Familienfirma gehört also dem oben genannten genialen Städtebau-Strategen Roger Diener oder mindestens seiner Familie (Markus Diener war der Vater, ebenfalls Architekt). Ich nehme an, der bedauernswerte Herr Diener junior ist am verarmen, denn schliesslich besitzt seine Firma nur noch wenige grössere Immobilien in der Innenstadt und im Raum Basel, so dass man sich vermutlich ganz einfach aus der Not heraus GEZWUNGEN sieht, die Rendite dieser Häuser zu erhöhen. Es ist also wohl wirtschaftlich ein MUSS, denn Wachstumm MUSS eben sein, dass Diener dafür sorgt, dass das Stoffero zu machen muss... Nein, im Ernst: Bevor ich auf die Analysen solcher "Fachleute" höre, versuche ich mir lieber ein eigenes Bild zu machen. Und so ist es auch beim Herzstück, das damit beworben wird, dass mehr Mobilität und mehr Wachstum möglich sind. Und das sind, wie aufgezeigt, zwei Begriffe, die man auch mal gründlich hinterfragen darf.

Die «McDonaldisierung» der Shoppingmeilen ist unaufhaltbar

2013-04-06 17:12:09
ceterum censeo: Das Herzstück wird`s verschlimmern!

Und wahrlich, wahrlich ich sage Euch: Das viel gepriesen "Herzstück" wird diese Entwicklung noch anfeuern und verschärfen! Und siehe, die Mieten werden steigen und der Wucher und die Preise in der Stadt und zum heiligen Shopping wird der Schweizer noch mehr ausweichen wollen ins benachbarte Ausland, um dem geilen Geiz zu frönen. Dank des "Herzstücks" wird er diese frevelhafte Flucht der Kaufkraft sogar besonders schnell und komfortabel tun können... Doch der Kanton wird sitzen auf Schulden für den Bau des "Herzstücks" dass es ein Heulen und Zähneklappern wird sein! Aber sagt dann bloss nicht, er hätte Euch nicht gewarnt, der olle Xanthipperich hier, sondern gedenket meiner Worte Ihr verblendeten Befürworter babylonischen Wachstums und höllisch grossmannssüchtiger Löcher mitten durchs Herz der Stadt. Amen!

Die «McDonaldisierung» der Shoppingmeilen ist unaufhaltbar

2013-04-02 12:40:38
Handlungsbedarf

Ob der FCB ins Stadion-Geschäft einsteigt oder nicht, ist mir Wurst. Ich spekuliere und hoffe lieber, der Club teile uns bald mit, dass er die wahren Probleme endlich angehen werde: - Das Pausenspiel abschafften. - Die Musik im Stadion leiser drehen. - Die Musik von jemandem aussuchen lassen, der Ohren hat. - Dem JoZy-Bär das Lächeln beibringen. - Endlich anständiges Bier verkaufen. Also: Bier von hier, Basler Bier wie Unser Bier oder Ueli Bier, statt skandinavisches Abwaschwasser.

Eine pure Spekulation zum FCB

2013-03-27 12:30:27
Lieber Herr Hürlimann (2)

Den "relativ engen Stadthorizont" habe ich notgedrungen tatsächlich. Und politisch und bürokratisch gesehen müsste den (leider) auch Basel-Stadt haben, auch wenn Leute wie Barbara Schneider oder Hampe Wessels das nie begreifen wollen. Mit einer SVP-Haltung hat das nichts zu tun. Man kann auch aus ökologischer Sicht gegen Wachstum und die Ankurbelung der ewigen Mobilität sein, die soviel Land auffrisst und Zeit und Lebensqualität kostet. Oder aus ökonomischer. "Small is beautiful"? Das ist irrelevant. Es muss heissen: " Small ... As a matter of fact." und es ist in Ordnung, wenn man sich erst mal bescheiden um die näherer (kleinere) Umgebung kümmert und sie in Ordnung hält, bevor man babylonische Türme errichtet oder schwarze Schulden-Löcher buddelt. Mauern um Basel will ich und muss ich nicht bauen, denn die gibt es ja schon und die finanzpolitischen Genies in Liestal hängen sehr daran, auch wenn es in Birsfelden, Muttenz, Arlesheim, Allschwil oder Binningen genug klügere Leute gibt, die das gerne ändern würden. Was das stolze Baselbiet angeht, so setze ich meine Hoffnungen auf die "Methode Gaddafi", der einst vorschlug, man solle die Schweiz auf ihre Nachbarländer aufteilen: Falls der Kanton Aargau das Oberbaselbiet aber noch nicht mal geschenkt haben will, dann könnten es sich vielleicht dem Bundesstaat Texas anschliessen. Das würde passen: Jeder hat einen 4x4 mit Kuhfänger, ein paar Schusswaffen, hasst den Staat und faselt den ganzen Tag von Freiheit. Gemeint ist die Freiheit, sich dem Allgemeinwohl nicht verpflichtet zu fühlen und auf jeden schiessen zu dürfen, der die Flagge beleidigt oder einem sonst wie ins Gärtli trampt. Nein, glauben Sie mir, lieber Herr Hürlimann, mit der SVP habe ich nicht sehr viel am Hut. Zivilisiertere Teile des Landkantons könnten sich dann vielleicht mit dem Stadtkanton wieder vereinen. Und dann könnte man über die S-Bahn reden und würde zum Schluss kommen, dass das Herzstück immer noch Unsinn ist, da eine Ringbahn viel sinnvoller wäre. Ich sehe, dass Sie Herr Hürlimann Jahrgang 1944 sind und will Sie dafür beglückwünschen, dass Sie trotz Ihrer Reife noch so idealistisch denken und sich für das Herzstück begeistern können, da es offenbar für Sie Fortschritt, Zusammenwachsen und Neuanfang symbolisiert... Da sind die Bagger-Strategen der Baulobby mit linken Vergemeinschaftungs-Idealisten mit gerne-grossen Weltstadt-Architekten eine erfolgreiche Marketing-Symbiose eingegangen und haben eine riesige Anhängerschaft gewinnen können. Bauen und Wachsen = Fortschritt. Und Fortschritt = gut. "Think big" macht immer Hoffnung und man soll durchaus "Visionen" haben dürfen, auch wenn "der rollende Schwelbrand", Altkanzler Helmut Schmidt, angeblich mal gesagt haben soll: "Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen." Gerade erst hat man sich in Weil am Rhein (oder Stuttgart) dagegen entschieden, die Basler Tramlinie 8 weiter nach Deutschland rein zu verlängern. Ob eine Bahnverbindung zum Flughafen Basel-Mulhouse je mit Unterstützung französischer Finanzen zu Stande kommen wird, das ist, glaube ich, noch offen...(und warum geht das Herzstück nicht auch auf diesen Aspekt ein?) ... ein gemeinsames Spital auf dem Bruderholz haben die Baselbieter schon vor ihrem überforderten Regierungsrat beerdigt und wegen der Uni- und Theaterbeiträge wollen die sie wohl wieder mal nach verhandeln... Ja, ja, ja: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt! Da ich die Politik und die Mentalität der Nachbargemeinden noch weniger beeinflussen kann als die hiesige, plädiere ich tatsächlich aus tiefster Überzeugung für das Backen kleiner Brötchen, egal, ob dies nun eine "enge" Sichtweise ist oder nur eine pragmatische.

Den Sinn des Herzstücks haben die meisten Leute nicht verstanden

2013-03-26 22:19:39
@ Lieber Herr Hürlimann

Ich muss gestehen, dass ich nicht wusste, was Pomeranzen sind. Schon gar nicht, was Landpomeranzen sind und wie sie sich von Stadt- oder Agglomerationspomeranzen unterscheiden. Ihre Wortschöpfung "billiges Landpomeranzengewächs", mit der Sie mein überaus bodenständiges und einfaches Argument der Kosten bewerten, ist mir ein wenig zu hoch,so dass ich es als Gegenargument nicht gelten lassen kann. Wer das Herzstück ansieht, muss über die Kosten nachdenken und darüber, wer sie tragen soll. Dies "billig" zu nennen, Herr Hürlimann, ist recht einfach. Aber ist es auch stichhaltig? Warum führen Sie nicht etwas gründlicher aus, wie weniger billige Pomeranzen die Gelder für das Herzstück aus Paris, Stuttgart, Bern, Liestal, Aarau und Solothurn zusammen tragen werden, um in Basel einen Tunnel zu bohren mit zwei Zwischenstationen, der den Pendlern kaum etwas bringt - und den Baslern eigentlich auch nicht? "Nice to have" heisst aus meiner Sicht. Wenn irgendwelche irre Nachbarn mit zuviel Geld wider Erwarten dieses Loch für uns buddeln wollen, dann wäre es mal ganz lustig vom SBB zum Marktplatz zu fahren... vielleicht könnte man dann auch ein, zwei Tramlinien durch die Innerstadt einsparen... Aber dass sich der Aufwand lohnen würde, das glaube ich nicht. Auch erschliesst sich mir nicht, was Ihr Vergleich Basel-Berlin soll. Berlin ist "arm aber sexy", wie Wowereit sagte, etwa 17 mal so gross wie Basel und als Hauptstadt auch dementsprechend sehr viel grössenwahnsinniger. Ich meine, solange wir auf dem Teppich bleiben und es genug Leute gibt, die mit meiner "billigen Landpomeranzengewächs"-Methode einfach mal gucken, ob ein Projekt zu gross und zu teuer sein könnte, solange werden wir auch keine Berliner Verhältnisse bekommen. Der Zusammenschluss des maroden Stadtstaates Berlin mit dem Bundesland Brandenburg ist vor nicht allzu langer Zeit gescheitert. Und wer als Basler nicht daran glauben mag, dass uns eine Wiedervereinigung gelingen wird, ist noch lange nicht in Untergangsstimmung. Im Gegenteil, mir geht es gut und unserem Kanton auch: Aber so wie die Wähler hinter der Birs die Finanzen ihres Kantons in den letzten 10 Jahren systematisch ruiniert haben, sollten wir Städter lieber noch zweimal darüber nachdenken, ob wir uns mit denen Wiedervereinigen wollen. Die haben 80`000 Einwohner mehr als wir, würden uns majorisieren und schrecklich unehrliche Bauernfänger in die Regierung wählen, dann auch hier alles kaputt sparen und ... oh mein Gott.... Ich mag gar nicht dran denken. De Courten wäre dann unser Wirtschaftsförderer und ... Nein, bitte nicht! Also: Herr Hürlimann: Woher soll das Geld für das Luxusloch nochmal kommen?

Den Sinn des Herzstücks haben die meisten Leute nicht verstanden

2013-03-26 15:28:39
@ Alois Karl Hürlimann - Nice to have

Sehr geehrter Herr Hürlimann. Sie sagen es ja selbst gleich mehrfach: Dieses "Gross-Basel" oder, wie unser lokaler Corbusier, Jacques Herzog, es nennt, dieses "Metrobasel", liegt in drei Ländern und der Schweizer Teil allein liegt zu allem Ungemach dann auch noch in drei Kantonen, von denen der wichtigste nicht nur pleite ist, sondern auch geizig, uneinsichtig und feindselig. (In BL sind selbst Grüne und Linke Regierungsmitglieder dermassen "gut Bürgerlich" dass sie bei uns in der Stadt doch locker zur FDP gezählt werden könnten.) Das allein reicht doch schon, um zu verstehen, dass das Herzstück nicht organisierbar und nicht bezahlbar sein wird, es sei denn der Kanton Basel-Stadt zahle überproportional viel, wogegen ich mir aber viel Widerstand erhoffe. Das Herzstück wäre vielleicht ja "nice to have" und unter normalen Umständen könnte eine Stadt wie Basel auch drüber nachdenken. Aber Basel ist eben echt "nicht ganz normal" und tickt nicht ganz richtig, sondern ist nur ein verstümmelter Stadtstaat und in seiner eigenen Agglomeration nicht wirklich handlungsfähig. Vergleichen wir die Stadt Basel also ruhig mit einem bedauernswerten Behinderten: Ein Spastiker oder ein Gelähmter: Seine Arme und Beine gehören zwar zu ihm, aber sie gehorchen ihm nicht. Dass man heute selbst mit dem ÖV nicht mehr rasch durch die Stadt kommt, wie Sie ganz richtig sagen, liegt nicht am extrem gut ausgebauten ÖV-Netz, sondern daran, dass die Stadt eng ist und man immer noch viel zu viele Autos hindurch lässt, die dann den Bussen und Trams im Weg herum stehen. Daraus darf man aber nun nicht schliessen, dass es sich lohnen könnte, eine U-Bahn an zu legen. Denn die wäre für uns paar Steuerzahler hier einfach viel, viel, viel zu teuer.

Den Sinn des Herzstücks haben die meisten Leute nicht verstanden

2013-03-23 23:25:37
Basel 21

Ich bitte die Redaktion meine beiden obigen Kommentar-Versuche zu löschen. Ich hatte aus Versehen die Enter-Taste gedrückt, war aber noch nicht fertig... schon erschien der Kommentar. "Argumente" werden durch häufige Wiederholungen nicht automatisch besser. Der Artikel von Tom Schneider entspricht seinem Online-Kommentar an dieser Stelle zu diesem Artikel hier: www.tageswoche.ch/de/2013_11/basel/522324/herzstueck-kommt-in-entscheidende-phase.htm In Kommentaren dazu habe ich dort bereits versucht, auf zu zeigen, wo die Herzstück Idee gewaltig schwächelt. Da die Redaktion der Tageswoche anscheinend auch ganz angetan ist von der Herzstück-Idee und Herrn Schneiders alten, widerlegten Kommentar hier recycliert, sehe ich die Notwendigkeit, auch hier noch einmal dagegen zu halten: So sehr Herr Schneider auch darauf beharrt, das Problem sei, dass die Gegner des Projektes nicht verstünden, worum es eigentlich geht beim Herzstück, so wenig kann er die Hauptkritikpunkte entkräften. Nein, auf diese geht er gar nicht ein. Es ist ein alter rhetorischer Trick, Kritik damit ab zu tun, dass man behauptet, der Widersacher VERSTÜNDE nicht, worum es geht. Genau so wäre auch denkbar, dass Herr Schneider die Probleme nicht verstehen, die das Herzstück mit sich bringt. Hier sind sie: 1. Die hohen Kosten an sich. Stuttgart 21 wirft auch die Frage auf, ob man in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten so gigantisch planen muss. 2. Die hohen Kosten in Relation zum propagierten "Gewinn" und das Problem der Gentrifizierung: Der reine Zeitgewinn ist lächerlich klein, erst recht, wenn man zwei Stationen in der Innenstadt plant. In der Hinsicht lohnt sich das Herzstück nicht. Und über den angeblichen wirtschaftlichen Gewinn lässt sich nur spekulieren. Da wird einfach das Blaue vom Himmel herunter versprochen und das Problem der Gentrifizierung wird tot geschwiegen. Das erinnert an die Propaganda-Geschichten, die in die Welt gesetzt werden, wenn es um Olympische Spiele oder sonstige Welt- und Europameisterschaften geht, für die sich Städte und Regionen mit Investitionen jeweils eifrig ruinieren. Da wird immer behauptet, der Mehrwert sei gewaltig und rechtfertige die hohen Investitionen: Höherer Bekanntheitsgrad, mehr Tourismus, mehr Konsumenten in der Stadt, Ankurbelung des lokalen Gewerbes...etc...etc... Studien belegen, dass das nicht stimmt. (Auch hier wären die Journalisten gefordert, kritischer nach zu bohren) Ja, ein paar Grossunternehmen, Gewerbler und Lobbyisten machen machen kräftig Kohle und Politiker platzen vor Stolz und Geltungssucht, haben jede Menge Networking-Erfolge, kriegen Freibillette und VR-Mandate... Aber die Allgemeinheit der Steuerzahler zahlt nur drauf. Die Preise und Mieten steigen und ebenso die Schuldzinsen der Gemeinden und die Kosten für den Unterhalt des Neugebauten. Und, zurück zu unserem Fall, eine viel "attraktivere" Innenstadt bedeutet, einen TEURERE Stadt. Nur die Hausbesitzer freut`s, alle anderen zahlen mehr und das lokale Gewerbe wird von internationalen Konzernen und Ketten verdrängt. Schon jetzt leidet die Basler Innenstadt darunter. die Beizen sind zu teuer, denn ihre Mieten sind zu hoch, alt eingesessene Firmen ziehen weg. Im Comic-Buch "Metrobasel" von Herzog & De Meuron und ihren Jüngern wird davon geschwärmt, dass Basels Freie Strasse mal so sein könnte wie die Fifth Avenue in Manhattan. Und unser nadelgestreifter Basler Vorzeige-Yuppi René Kamm hat vor kurzem noch in der Blocher Zeitung angeprangert, die vornehmen Leute die zur Baselworld herbei jetten hätten hier leider nicht die tollen Einkaufsmöglichkeiten wie in richtigen Weltstädten... Ja, das mag ein ernstes Problem sein, wenn man so wie Herr Kamm eine Million im Jahr verdient oder mal für die Dauer der Luxusmesse bei uns im Provinz-Städtchen strandet... Wir Normalsterblichen aber sollten dankbar sein, solange wir die Mieten in der Stadt noch halbwegs bezahlen können. "Wachstum, Wachstum über alles", ist eben nicht für alle gleich gut. 3. Der hinterhältige Umkehr-Schluss-mit-Lustig: Darüber sollten die lokalen Gewerbler auch mal nach denken: Der Schuss könnte locker auch nach hinten los gehen: Dank dem Herzstück wäre man ja angeblich so viel schneller und bequemer in Süddeutschland oder Frankreich für einen super-günstigen Beizen-Besuch oder zum währungsoptimierten Shopping!!! Wer will da noch in die Innenstadt? Herr Schneider erzählt doch tatsächlich, man würde dank Herzstück nicht zu Firmen, die im Grüssen Areal in Pratteln wirtschaften fahren, sondern eher wieder in die Innenstadt. Dabei gibt es dort in Pratteln nur Firmen, die viel Platz brauchen: Möbel Pfister ist dort und macht in der Basler Innenstadt dicht. Diese fatale Entwicklung würde durch das Herzstück verstärkt und bald gäbe es in der Innenstadt nur noch teure Mode und teuren Schmuck von internationalen Luxus-Ladenketten oder Apple-Shops und dergleichen Schrott. So wie an der Fifth Avenue. 4. Die Verteilung der hohen Kosten auf die Nutzniesser: Wenn Lörracher schneller nach Liestal, Münchensteiner schneller nach Weil und Mulhouser rascher nach Muttenz wollen, warum sollen dann die Basler überproportional viel an das Loch dafür bezahlen? Und wer kann denn ernsthaft glauben, dass aus Frankreich, Deutschland, aus dem Baselbiet und vom Bund aus Bern genug Geld kommt? Die sind doch alle klamm. Vor allem dieser Punkt zeigt deutlich auf, dass der Vergleich mit Zürich nicht statthaft ist. Die Stadt Zürich ist in politischer Hinsicht eben sehr viel besser verbunden mit ihrer Agglomeration. Basel, so schade das auch ist, tickt eben anders. Also nur falls Basel-Stadt den Geringsten Teil am Herzstück selbst bezahlen müsste und der grosse Batzen von ausserhalb käme, könnte ich mich mit der Idee anfreunden. Aber das wird natürlich nicht passieren. Wann haben denn die Baselbieter jemals etwas selbst bezahlt, von dem sie hier in der Stadt profitieren konnten? Eben... 5. Zuletzt stellt leider auch keiner die Frage nach billigeren oder auch klügeren Alternativen: Warum soll eine Durchmesser-Linie eigentlich besser sein, als eine Ringlinie? Nur weil das viel grössere Zürich auch eine Durchmesser -Linie hat? Zürichs Lage und wie der See in die Stadt hinein ragt, begünstigt die Durchmesser-Linie. Eine Ringbahn würde wegen des Sees nicht gehen. Aber das viel kleinere Basel? Das Herzstück sieht leider keine Verbindung vor von den beiden Basler Bahnhöfen zu den grossen Zentren, wo viel Pendler zum Arbeiten hin müssen: Das Roche-Arela und der Novartis-Campus sind weiterhin ab vom Schuss. Ausgerechnet... Ebenso Klybeck, Kleinhüningen oder das Breite- oder das Gotthelf-Quartier... Was für eine lückenhafte Planung! Ja, ein Anbau zum Herzstück, das sogenannte Ypsilon ist bereits in der Pipeline, die Verbindung ins St. Johann. Darüber redet man aber aus Gründen der Salami-Taktik lieber noch nicht allzu viel. Erst leiern wir den Baslern das Herzstück aus dem Portemonnaie und später wird es dann heissen, so gehe es nun aber nicht, wer A sagt, muss auch Y sagen. Dann kostet es einfach noch mal so viel... So ist die Messe in innigster Verbundenheit mit den Behörden und unter Auslassung der Aufrichtigkeit auch im Fall des Parkhauses am Messeplatz und des soeben neu errichteten Messezentrums vor gegangen: Den dummen Steuerzahler nur nicht überfordern mit der Wahrheit, sonst rückt er die Kohle nicht raus. Ein mieses Spiel... Dabei verliert man dann den Blick auf die Tatsache, dass eine Ringbahn dort, wo es bereits bestehende Bahnverbindungen durch Basel gibt, vermutlich nicht nur billiger, sondern auch verkehrstechnisch wesentlich sinnvoller wäre: Vom Badischen Bahnhof über die Schwarzwaldbrücke durch Breite und Gellert zum SBB, von dort auf der französischen Bahnlinie ins St. Johann und von dort über den Rhein, um auch das Klybeckquartier und Kleinhüningen an zu binden, via Erlenmatt zurück zum Badischen Bahnhof. Zum, Teil liesse sich das vermutlich oberirdisch und zweistöckig realisieren und ansonsten dürfte ja auch dort gebuddelt und gebohrt werden. Der Durchmesser so einer Ringbahn dürfte kleiner werden als 4 Kilometer, der Radius also nur 2 Km. Das heisst, egal, wo in Basel-Stadt jemand arbeitet oder einkaufen will, die S-Bahn wäre immer in nächster Nähe und man wäre auf schnellstem Wege in Deutschland. Zum Shopping....

Den Sinn des Herzstücks haben die meisten Leute nicht verstanden

2013-03-23 21:35:46
Tageswoche Recycling widerlegter Argumente

Der Artikel von Tom Schneider entspricht seinem Online-Kommentar an dieser Stelle zu diesem Artikel hier: http://www.tageswoche.ch/de/2013_11/basel/522324/herzstueck-kommt-in-entscheidende-phase.htm In zwei Kommentaren dazu habe ich versucht auf zu zeigen, wo die Herzstück Idee gewaltig schwächelt. So sehr Herr Schneider auch darauf beharrt, das Problem sei, dass die Gegner des Projektes nicht verstünden, worum es eigentlich geht beim Herzstück, so wenig kann er den Hauptkritikpunkte entkräften. Nein, auf diese geht er lieber gar nicht erst ein: 1. Die hohen Kosten an sich. 2. Die hohen Kosten in Relation zum propagierten "Gewinn", über den nur spekuliert werden kann. Das erinnert an die Propagandageschichten 3. Die Verteilung der hohen Kosten auf die Nutzniesser: Wenn Lörracher schneller nach Liestal, Münchensteiner schneller nach Weil und Mulhouser rascher nach Muttenz wollen, warum sollen dann die Basler ein Loch bezahlen? Wer kann denn ernsthaft glauben, dass aus Frankreich, Deutschland, aus dem Baselbiet und vom Bund aus Bern genug Geld kommt

Den Sinn des Herzstücks haben die meisten Leute nicht verstanden

2013-03-23 21:23:13
Tageswoche Recycling widerlegter Argumente

http://www.tageswoche.ch/de/2013_11/basel/522324/herzstueck-kommt-in-entscheidende-phase.htm

Den Sinn des Herzstücks haben die meisten Leute nicht verstanden

2013-03-22 13:53:15
Idealismus, Arroganz und Ignoranz

Oh Jessesgott, so viel bürokratischer und finanzieller Aufwand für ein Konzept, dass dermassen auf Widerstand stösst - und ebenso radikal wie weltfremd ist, so dass man jetzt schon ganz sicher sein kann, dass es ein teurer Schuss in den Ofen wird! Mich reuen die Steuergelder. Mich ärgern Ignoranz und Arroganz der Behörden. Die Rollerfahrer (Ich gehöre nicht dazu) werden diese Massnahme sabotieren, wo`s nur geht! Sie werden "wild" parkieren. Sie sind gewiss nicht bereit, mit dem Roller irgendwo hin zu fahren, nur um von dort aus dann noch zu Fuss durch die Stadt zu latschen. Dafür sind sie zu bequem, sonst wären sie ja keine Rollerfahrer! Der Misserfolg des behördlichen Konzeptes wird dazu führen, dass man sich überlegen muss, möglichst viele "wild" parkierende Rollerfahrer zu büssen, um die Massnahme durch zu setzen. Bussen zu erteilen, kostet aber weit mehr Geld als es wieder einbringt. Schlussendlich zahlen wir dabei also alle nur drauf! Auch die Nicht-Rollerfahrer, die Steuerzahler sind. Wäre das alles nicht so erbärmlich traurig, gäbe es ein gutes Fasnachts-Sujet ab: Wie die grün-roten Schildbürger-Ayatollahs von Basel den Rollern den Krieg erklärten und dadurch die Wähler brüskierten und die Polizei in Personalnot brachten. (Ich bin übrigens selbst ein ziemlich grüner "Ayatollah, aber in diesem Fall nicht ganz so weltfremd wie andere.)

Hier plant die Stadt 334 kostenpflichtige Roller-Parkplätze

2013-03-20 11:53:36
Schildbürgerliches Trauerspiel

Danke für diese klaren Worte. Die Regierung, aber auch viele Grossräte, wollen sich in dieser heiklen Frage nicht die Finger verbrennen. Zu sehr polarisiert das Thema, als dass man klar Stellung beziehen möchte. Ausser mit einem gundsätzlichen "Ja" zum Tattoo. Dabei spielt es keine Rolle, dass musikalisch kultivierte und friedliebende Menschen (wie der Feingeist Morin) dieses militaristische Ramba-Zamba-Bums-Fallera sicher nicht ernsthaft befürworten können. Aber wenn die uniforme Herde der Gleichschrittaffinen so drauf abfährt, dann muss man das halt respektieren. Man könnte es sich mit zu vielen Wählern verderben, egal, ob man für einen grossen Durchbruch oder für die vollständige Erhaltung des Ensembles Stellung bezieht. Der bereits diskutierte "Kompromiss" der seitlichen Teil-Öffnung ist in jedem Fall aber Unsinn, denn er zerstört nur die Ganzheit der Anlage, eröffnet aber nicht den gewünschten Durchblick zum Rhein. Bei dieser Schein-Lösung gäbe es nur Verlierer. Da wäre ein breiter Durchbruch durch das Erdgeschoss des Mittelbaus sehr viel sinnvoller. ...Aber ob das statisch machbar ist...? Nun sollen also irgendwelche Architekten die Sündenböcke sein, die Kohlen aus dem Feuer holen, sich dabei die Finger verbrennen und die Entscheidungen fällen, vor denen sich die Politik drückt. Dass Architekten grundsätzlich wohl lieber selbst etwas Neues bauen wollen, als etwas zu bewahren, scheint niemand bedacht zu haben. Bei allem gebotenen Respekt vor der Zunft: Auch diese Böcke als Gärtner werden keine Lösung finden, die den Streit beenden könnte. Stellen wir uns also drauf ein, dass man noch in 20 Jahren bis vor Bundesgericht über die Platzierung von WC-Häuschen streiten wird...

Architekten als Stadtentwickler?

2013-03-17 16:52:42
Win-Win-Situation

Wenn die Wahl Freysingers in die Walliser Regierung bedeutet, dass er nun als Nationalrat zurück tritt, dann ist damit eine erfreuliche Win-Win-Situation entstanden: Die Walliser kriegen, was sie wollen und die Restschweiz ist den Mann endlich los. Diesen Kommentar hier hat die Basler Zeitung nicht veröffentlicht. Sie hat bis jetzt ausschliesslich Kommentare veröffentlicht, die Freysinger positiv bewerten. So etwas nennt Herr Somm vermutlich "liberal".

Freysinger schafft Einzug in Walliser Regierung mit Bravour

2013-03-17 12:50:48
Twitter-Journalismus

Lieber Marc Wie auch bei Philipp Losers Beitrag über den Fall "Jay Badran" frage ich mich - und Dich - und die Leser hier, ob das eine sinnvolle und gute Art des Journalismus sei, wenn man einfach Twitter-Beiträge aneinander reiht... Und das erst noch im grafischen Original-Look von Twitter, also mit samt dem ganzen Quatsch der Kopf- und Fusszeilen und der Adressen wie "16 ORE FA", REPLY, RETWEET, FAVORITE" und all den Sternchen und Pfeilchen und Vögelchen und Pluszeichen... Hallo Kitty? Ich selbst habe mit Twitter nichts am Hut, aber ich denke mir, wenn jemand da drauf steht, dann soll er doch einfach via Twitter an dem Geschehen teil nehmen, aber doch nicht via Zeitung... Und Leute, die (noch) Zeitung lesen...wollen die wirklich eine "Twitter-Zeitung"? Ich nicht. liebe Grüsse, Fritz

«Halt das Wasser, Baby!»

2013-03-17 12:37:41
Twitter-Journalismus

Sagt mal, all Ihr erwachsenen Leute, die ihr noch Zeitung lest,...Ganz im Ernst: Ist es nicht wahnsinnig mühsam, so eine Serie von Twitter-Nachrichten zu lesen? Und ist es nicht irgendwie peinlich, wenn man dann am nächsten Tag dieses verstümmelte, spontan heraus gekotzte Gestammel wieder lesen muss? @ Fabian Baumann: Ja, genau, Sie sagen es etwas höflicher als ich! @Philipp Loser: Ich finde, das ist kein Journalismus mehr, wenn Sie einfach diese Twitter-Beiträge an einander gereiht veröffentlichen, mit samt diesem ganzen "REPLY, RETWEET, FAVORITE" und "UN GIORNO FA" -Zeugs. Ist nur schon visuell unnötig anstrengend und verwirrend. Mindestens für mich, einen alten Mann von 47, ist das eine Zumutung.

Szenen einer Zürcher Nacht

2013-03-16 15:40:44
@Tom Schneider

Ich möchte nur einen Punkt in Frage stellen, den Sie ansprechen: Das "Herzstücks" stärke "ganz wesentlich die City", also die Basler Innenstadt, als Arbeitsort und "bringe vermehrt Leute in die Innenstadt-Läden, die heute ins Grüssen oder ein anderes Shopping Center in der Agglo fahren." Ihr Beispiel geht nicht auf. In der Basler Innenstadt hat zB. der Möbel Pfister nach vielen Jahrzehnten den Laden zu gemacht und betreibt sein Geschäft jetzt nur noch im Grüssen-Gebiet in Pratteln. Warum? Geschäfte, die viel Platz, viel Ausstellungsfläche, brauchen, können sich die immer teurer werdenden Standorte in der City nicht mehr leisten. Warum also sollen wir dafür sorgen, dass diese City noch attraktiver wird? Damit ist doch gesagt, dass sie auch immer teurer werden wird. Diese Entwicklung und die negativen Folgen davon gibt es bereits: Beispiel "Botty". Das Schuhgeschäft konnte den Standort Freie Strasse nicht mehr zahlen... Oder wie hiess dieser Kleiderladen in der Gerbergasse, der aus dem selben Grund aufgeben musste? Je "attraktiver" die City wird, umso mehr treffen wir dort nur noch Riesige Internationale Mode-Ketten und Luxus-Waren an. Die Mieten werden mehr und mehr steigen und somit auch viele, viele Arbeitsplätze vernichten!!! Die Basler City ist heute schon voll mit ungenutztem, nicht vermietbarem Büroraum. All diese Top-Büros sind zu teuer für das heimische Gewerbe. Die ziehen lieber aufs Land oder an den Stadtrand... Was wir also bräuchten, um die City attraktiver zu machen, wäre eine Massnahme, die die Mieten in der City dämpft! Was Wohnungen angeht, haben wir bereits eine heftige Gentrifizierung. Die Stadt wird zu teuer für normale Menschen. Was Gewerberaum angeht, wird das auch mehr und mehr passieren, je leichter es ist, in die Innenstadt zu kommen. Irgendwann ist die Immobilien- und Miet- und Wohn-Situation in Basel dann auch so unmöglich wie in Genf oder Zürich. (Oder Paris, London und NY?) Wer will denn das wirklich, ausser den Hausbesitzern in der Freien Strasse?

«Herzstück» kommt in entscheidende Phase

2013-03-16 12:01:02
"Man soll den Furz ...

... nicht grösser lassen als das A....loch ist." Bitte entschuldigen Sie diese hässliche Ausdrucksweise, aber diese drastische Lebensweisheit passt hier einfach hi wie die Faust auf`s Auge (oder der A.... auf den Eimer). Wenn Wessels und Pegoraro von 1,5 Mia. sprechen, dann können wir jetzt schon Wetten annehmen, dass das mindestens doppelt so teuer wird. Dies, um nur sehr wenige Minuten Fahrzeit-Verkürzung zu gewinnen. Fahrzeit-Verkürzung für Leute aus dem Baselbiet und aus dem Schwarzwald und dem Elsass. Die finanzielle Hauptlast trägt aber der Basel-Städtische Steuerzahler. Oder glaubt irgendwer im Ernst, Bern, Paris, Stuttgart oder Liestal würden ordentlich Geld locker machen für ein Loch quer durch Basel? Zahlt Liestal? Die sind doch eh pleite, dank "vorausschauender" Misswirtschaft durch die erbärmliche BüZa-Politik der letzten Jahre und schränken als Sparmassnahme den ÖV im eigenen Kanton ein... - Eine direkte Bahn-Verbindung via Schwarzwaldbrücke besteht bereits. die ist sehr schnell. Warum kann man nicht diese ausbauen, eventuell als zweistöckige Hochbahn oder -Brücke über der bereits bestehenden Trasse? (Genau wie die Route Richtung Bahnhof St. Johann und Frankreich!) - Von der Schwarzwald-Brücke aus wäre eine Fähr-Verbindung denkbar, wo ein grosser "Vaporetto" den Rhein rauf und runter fährt und somit das Roche-Arreal, das Dalbeloch, die Schifflände, die Kaserne und den Novartis-Campus verbindet. Das wäre nicht nur praktisch, sondern auch schön: Eine schnelle Fahrt übers Wasser und durch die Stadt... - Die Tram-Verbindung der beiden grossen Bahnhöfe durch die Linie 2 bietet bereits heute die beste und direkteste Verbindung. Keine 10 Minuten dauert die Fahrzeit. Und auch hier könnte man noch optimieren: Die Elisabethenstrasse von Autos (und somit von Staus) befreien, die Haltestellen Kirschgarten, Kunstmuseum und Gewerbeschule aufheben... -Dem Tram 2 auf der Brücke zwischen Margarethenstrasse und Markthalle direkte Anbindung zu den darunter liegenden Bahngeleisen des SBB verschaffen, um den Centralbahnplatz zu entlasten. - Eventuell auch den 10er und 11er aus der Richtung Dreispitz auf Gleis 1 in den SBB hinein führen, damit Pendler bereits im Bahnhof einsteigen könnten und die beiden Tramlinien von dort aus auf die jetzige 2er Trasse führen... Damit wäre der Weg zum Badischen Bahnhof noch mal deutlich kürzer und direkter, aber kosten würde das nur einen Bruchteil des "Herzstücks"... - Die Anbindung der Innenstadt wäre ebenfalls gegeben, denn die Route führt ja am Bankverein und am Wettsteinplatz vorbei. Vom Bankverein zum Marktplatz sind es 5 Minuten Fussweg, vom Wettsteinplatz zum Claraplatz ebenfalls. Wer meint, 5 Minuten Fussweg in der City sei unzumutbar, der verkennt, dass Shopping immer voraussetzt, dass die Leute ein wenig flanieren müssen und auch wollen. Wer keine 5 Min. mehr laufen mag, der geht sowieso nicht in die Stadt zum Shoppen, sondern in eine Mall am Stadtrand oder in der baselbieter Pampa. - Auch dass man beim "Herzstück" zwei Bahnhöfe auf halber Strecke plant, einen unter dem Marktplatz und einen unter dem Claraplatz, zeigt doch, wie sehr die Planer die Relationen verloren haben und unnötig Geld zum Fenster raus schmeissen wollen... Vom Markt- zum Claraplatz sind`s auch nur 5 Min. und etwa 400 Meter. Und dafür "muss" man nun zwei Tiefbahnhöfe bauen mit Rolltreppen und Not- und Fluchtwegen und all dem Riesen-Aufwand? Wenn das Herzstück schon sein muss, dann würde doch EINE Zwischenstation genügen. Denn zwei mal Halten verlängert ja auch die Fahrzeit unnötig. Lieber Herr Baulobby-Wessels, nehmen Sie doch bitte mal zur Kenntnis, wie KLEIN unser Basel, wie kurz die Distanzen sind. Der Vergleich zu richtigen Metropolen und richtig grossen Städten zeigt doch klar auf: Bei uns gibt es bereits ein extrem dichtes und gut ausgebautes ÖV -Netz. Die Tram-Stationen sind beinahe in Steinwurf-Entfernung von einander. Da brauchen wir doch nicht noch mehr Gemoste und noch mehr Bahnhöfe und Stationen in der kleinen, kleinen Innenstadt mit Ihrer berüchtigten "Tramwand". (In dem Zusammenhang auch die Frage nach dem Grund, warum man beim Kunstmuseum ein Parking "braucht", wo das Elisabethen- und das Drachen-Parking doch so nah sind und auch meistens Platz haben.) Lieber Herr Wessels, nur weil man Baudirektor ist, heisst das nicht, dass man unbedingt bauen MUSS. Ich finde, die Basler Behörden sind in dem Punkt wirklich völlig irre geleitet. Ist da irgend was im Trinkwasser? Wird irgend eine Partei dann auch ein Referendum ergreifen gegen diesen gernegrossen Tunnelbohr-Verhältnisblödsinn?

«Herzstück» kommt in entscheidende Phase

2013-03-15 13:44:29
Danke!

Danke, Herr Stolz, dass Sie eines der gravierendsten Probleme unserer Zeit endlich anpacken und uns zeigen, wozu die FDP noch im Nationalrat hockt! Ja, es ist einfach eine unerträgliche Vorstellung, dass da draussen hunderte, wenn nicht gar tausende von Marketing-Spezialisten und Werbe-Geier bittere Tränen vergiessen, weil sie nicht wissen, wer wann was und wie lange glotzt... All die schönen, fetten Werbebudgets, die über Wohl und Weh der Welt-Wirtschaft entscheiden, hängen im Luft-und Quten-leeren Raum. Ent-setz-lich! Ich selbst schäme mich ein wenig für das Gefühl von Häme, das ich empfinde. Ich meine, es ist wirklich wunderbar, dass die Zyniker, die uns ständig mit zu viel und zu geistloser Werbung quälen, jetzt ins Schwimmen kommen. Und dass die Fernsehgewaltigen mal auf die Frage zurück geworfen werden, ob man das Fernsehprogramm auch nach anderen Kriterien als der Quote beurteilen könnte, tut denen sicher auch gut.

Politische Intervention im TV-Quotenzirkus

2013-03-12 17:00:34
Lieber Herr Zindel

Kommerz, Kommerz, Kommerz.. Mein Gott, muss der arme FCB wirklich Stutz verdienen mit diesem debilen Pausenspiel? Ist das so viel wichtiger als den Zuschauern NICHT auf den Sack zu gehen? Es ist wirklich wahr: Der Besuch im Stadion gerät - abgesehen vom Gebotenen auf dem Rasen - zur Tortur. Die Dauer-Werbe-Berieselung in der Lautstärke startender Düsenjets ist ebenso zum Erbrechen wie die Musik-Auswahl! Nicht zum Erbrechen, aber auch nicht zum Trinken, ist das Bier, denn das ist einfach keines... Dass Ihr es nicht fertig bringt, eine lokale Brauerei zum Zug kommen zu lassen, ist dann sowieso eine ziemliche Schande. Ich hoffe, der finanziell und geschmacklich Not leidende Club findet bald einen Sponsor, der dafür bezahlt, dass man KEIN Pausenspiel mehr macht und KEINEN René-Häfliger-Techno mehr erschallen lässt.

Das Pausenspiel ist noch nicht tot. Aber es röchelt

2013-02-18 20:26:11
Gesaaaaaaaaaaaaaaaang?

Yoko ist viel Unrecht angetan worden und sie darauf zu reduzieren, dass sie auch zur Trennung der Beatles beigetragen hat, wäre kurzsichtig. Zu aller erst war sie eine bedeutende Künstlerin, wenn auch ganz sicher nicht als Sängerin. Denn Yokos Gesang, das muss man ganz deutlich sagen, ist die berechtigte Rache Japans für Hiroshima.

Oh, Yoko!

2013-02-16 12:42:50
@ Cemal Pnin

Sie machen es sich ein bisschen leicht, Herr Pnin. Denn Sie drücken sich darum, uns darüber auf zu klären "wonach es tatsächlich aussieht", kritisieren aber, was wir uns wenigstens etwas haben einfallen lassen. Stänkern ist immer einfach, aber wo bleibt Ihre Idee für einen guten Namen? Aber es stimmt natürlich, man kann von einer Antwort immer irgendwelche Rückschlüsse auf die Person dahinter ziehen, von mir aus sogar auf die Psyche dieser Person. Aber viel mehr als eine sehr oberflächliche Einschätzung auf dem billigen Niveau eines Stammtisch-Psychologen wird ihnen kaum glücken. Auch dann nicht, wenn Sie meine Psyche auf Grund meiner Kleiderwahl und meiner Möbel beurteilen wollen... Das ist alles Blabla und erst noch total uninteressant. Wenn aber HdM ein 200 m langes, 90 m breites und 35 m hohes Gebäude bauen, eine Strasse damit absperren, einen Platz zubauen und das Tram überdachen, dann aber ein Loch ins düstere Dach schneiden und dann aber wieder ein Tramhäuschen unter das Loch stellen, dann ist das im Gegensatz zu Kleidern oder Möbeln oder meiner Psyche ein Gegenstand von öffentlichem Interesse (bezahlt von Steuergeldern). Da MUSS man ja hinschauen, MUSS sich eine Meinung bilden und dann darf man auch drüber reden, der Sache einen Namen geben und vielleicht sogar Kritik üben. Also bitte, Herr Pnin, klären Sie uns auf, "wonach es tatsächlich aussieht", damit wir unsere Kritik daran messen können und an unserer Psyche arbeiten können. Wie würde Ihnen "Fressnapf" gefallen und was sagt das jetzt über meine Psyche aus? Hat sie Hunger?

Gullivers Aschenbecher? Elefanten-WC? Oder Rösti-Raffel?

2013-02-15 18:34:07
Scientolo-vartis?

Die Selbstüberschätzung des Herr Vasella muss pathologische Züge haben. Aber Grössenwahnsinnige hat es immer schon gegeben. Erschreckend ist nur, dass es dem irren Doktor offenbar gelungen ist, die gesamte Führungsspitze der Novartis so in seinen Bann zu ziehen, dass sie ihm zu Willen ist, egal, wie abgehoben er auch sein mag. Das kommt mir vor wie eine Sekte: Der Guru kriegt alles, was er will und die Wahrnehmung seiner gehirngewaschenen Untergebenen ist auch schon völlig jenseits. Wer stellt die Anträge auf fürsorgerischen Freiheitsentzug, Entmündigung und Enteignung?

Geschenk für Minder

2013-02-15 18:15:30
War da nicht noch was?

Lieber Herr Mustedanagic Es ehrt Sie, dass Sie ein so wohl erzogener junger Mann sind und in ihrer Aufzählung die Bezeichnungen weg lassen, die Sie offenbar weder lesen, noch tippen können, ohne rot zu werden. Aber es ist unehrenhaft, da schlicht unwahr, wenn Sie hier schreiben, Sie hätten zusammengetragen, was Ihnen auf der Strasse und in den Kommentarspalten bisher zu Ohren gekommen ist. Mit dieser Bereitschaft zum Zensieren könnten Sie sich bald bei der BaZ-Online Redaktion bewerben. Die lassen auch immer in vorauseilendem Gehorsam alles weg, was dem lokalen Hilfsköppel missfallen könnte. In den Kommentarspalten der Tages Woche tauchten nämlich auch noch folgende Begriffe auf: - Schliessmuskel - Celestial Sphincter (himmlischer Schliessmuskel) - Kamms Rosette (honni soit qui mal y pense) - Loch im Loch ... und wie wäre es mit: Tramhäuschchen-Kreisel Schuppenflechten-Hurrikan Subunternehmer-Karussell Lohn-Dumping-Spirale Loch Mess` Nein, im Ernst: Das Loch ist schön! Nur der Weg dahin ist schrecklich.

Gullivers Aschenbecher? Elefanten-WC? Oder Rösti-Raffel?

2013-02-13 21:20:15
Ein bisschen schade?

Das "Fenster zum Himmel", das auch schon "Kleinbasler Trichter", "Alu Abfluss" oder "Kamms Rosette" genannt wurde, ist wirklich sehr sehenswert, wenn man erst mal drunter steht. Der Weg dahin ist aber erwartungsgemäss düster wie eine Bahnhofsunterführung, so dass man den Lichtblick nach oben auch "Loch im Loch" nennen könnte. Da im mehrheitlich sprachgestörten Basel alles, was "cool" sein soll, natürlich eine englische Bezeichnung erhalten muss, schlage ich "Celestial Sphincter" vor. ("Sphincter" klingt ja fast wie "`s Fänschter" und auch wie "finster", heisst aber bloss "Schliessmuskel".) Dass hier kein Ort entstanden ist, an dem man gern verweilen würde - das war voraus zu sehen -, liegt gewiss auch am Tram, das diese "City Lounge" durchschneidet. Man muss aufpassen, dass man nicht überfahren wird, während man kontemplativ nach oben starrt, es zieht, ist düster und haltende Trams verbauen die Weite und Grosszügigkeit des drückenden Raumes wieder und wieder. Kurz: Die Tramstation an diesem Ort ist eine Fehlplanung, genau so, wie die Öffnung zur Clarastrasse völlig missraten ist. Aber jetzt kommt der wirklich witzige Teil am Ganzen: Herr de Meuron findet es "ein bisschen schade", dass die Tramhaltestelle unter dem "Fenster zu Himmel" liegt. Hey, voll einverstanden! Besonders irritierend daran ist, dass man dort ein Tramhäuschen aufgestellt hat. Das grosse Loch im grossen Dach der Hallen wird somit durch das kleine Dach der Tramstation ad absurdum geführt. Da ist also entweder irgend etwas bei der Planung völlig missglückt oder man muss sich fragen, ob hier ein subversiver künstlerischer Hintergedanke umgesetzt wurde. (Jacques Herzog soll sich in jungen Jahren ja als Künstler versucht haben. Wer weiss...) SCHRÄG ist die Situation aber auf jeden Fall. Es ist ungefähr so, wie wenn Sie bei Ihrem Cabrio das Dach abnehmen, dann aber mit einem Regenschirm in der Hand herumfahren. Monsieur Hulot lässt grüssen. Noch schräger wird es aber noch, wenn der Architekt höchstpersönlich offen bekundet, dass er Mühe damit hat. Hallooooo, Herr de Meuron? Wer hat denn das "Loch zum Himmel" eigentlich geplant? Wussten Sie als Architekt denn gar nicht, dass dort das Tram durch fährt? Hätten Sie nicht vorher mal da vorbei schauen sollen, während Sie das "Nutzungskonzept" für die Abriegelung des Messeplatzes ausgearbeitet haben? Sind Sie in der ganzen Zeit nie auf die Idee gekommen, dass da etwas entstehen könnte, dass sie dann später als "ein bisschen schade" bezeichnen würden? Wie und was, um Himmels-Lochs Willen, haben Sie denn dann da zusammen geplant, Hulot & de Meuron? Und wer, wenn nicht Sie, hätte diesen Bruch denn verhindern sollen? Basel ist Schilda!

Hereinspaziert!

2013-02-11 12:43:29
Hilflos!

Aus Sicht des Papstes und historisch gesehen, ist das ein sehr weiser und souveräner Entscheid! Chapeau. Für uns Schäfchen ist`s aber bitter, denn wer soll nun unser geliebter geistiger Führer sein? Hier stehen wir nun hilflos, von allen guten Geistern verlassen: Ohne George vom Hafebecki 2, ohne Hampe-Rambo Gass, ohne den Papst und bald auch ohne Vasella. Aber halt! Kann es sein, dass die sich abgesprochen haben und Vasella nun endlich Papst wird? (Falls das nicht an seinen Lohnforderungen scheitert...)

Papst Benedikt XVI. tritt zurück

2013-02-10 23:18:27
Ein Giacometti für die Granden der Messe!

Vom weltbekannten schweizer Bildhauer Alberto Giacometti gibt es eine süsse kleine Skulptur im Centre Pompidou in Paris. Sie heisst "Le nez" und wurde 1947 geschaffen. Als Skulptur beim Messeneubau scheint sie mir viel besser geeignet als der "Antonio" von Schang Hutter. "Le Nez" zeigt nämlich einen kleinen Kopf mit einer riesigen, langen Pinocchio-Nase. Hoch über dem Boden in einem hohlen Quader aus Drahtstäben aufgehängt, veranschaulicht diese lange Nase für mich die "Strategie" der Führung unserer Messe aufs Beste: Abgehoben, ohne Bodenhaftung, allein einem leeren Raum, schwebt da ein weitestgehend stirnloser Kopf, der seine lange, lange Lügen-Nase aber verdammt hoch trägt. Ein elitär-einsamer und hochnäsiger Kopf also, der offensichtlich nicht viel nachdenkt und am Pinocchio-Syndrom leidet: Also nicht ganz ehrlich ist, aber zu plump, um dabei nicht durchschaut zu werden... Und so trifft das Kunstwerk auch die Planung von Herzog und de Meuron perfekt: Ein völlig isolierter Kopf-Entscheid, ein Klotz und ein obszön langes Ding, das die Proportionen sprengt und nichts mit der Umgebung zu tun hat . Im Gegensatz zu Giacomettis Original müsste diese Plastik natürlich 100-fach vergrössert und unbedingt vergoldet werden. Nur so könnte sie dem titanischen Ego und dem überrissenen Einkommen eines René Kamm gerecht werden. Schauen Sie sich das Ding mal an, es wäre genau das richtige: http://www.flickr.com/photos/hanneorla/7297483438/

Messe lehnt Denkmal für Bauarbeiter ab

2013-02-10 15:39:18
Und ein Eröffnungsfest?

Das Verhalten der Messe-Bosse kann einen ja nicht mehr verwundern, nach aller Überheblichkeit, die sie sich in dieser Angelegenheit schon geleistet haben. Und auch von Regierungsrat Brutschin hat man nicht mehr erwarten dürfen. Seit er mit Hilfe der SP zum Regierungsrat aufgestiegen ist, schätzt er sich glücklich, den Wirtschaftsbossen so weit hinten rein zu kriechen, dass man sich als Linker wirklich schämen muss: Seine Beteuerungen in den Medien, er - und der Kanton - könnten gegen das Lohndumping auf der Baustelle nichts unternehmen, waren so erbärmlich und peinlich, dass er in Sachen Anstand und sozialer Verantwortung ausgerechnet von einem LDP-Mann links überholt werden musste: Ueli Vischer musste die Sache angehen, wo der Schein-Sozialdemokrat Brutschin feige kniff. Was mich nun aber sehr verwundert - und darüber schreibt erstaunlicherweise niemand ein Wort: Wie kann es denn sein, dass die Übergabe des Messe-Neubaus total unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt gefunden hat? Haben da nicht drei Kantone mit bezahlt? BS, BL und Züri? Sitzen da nicht Regierungsräte im VR? War das nicht der grösste städtebauliche Eingriff im Kanton seit Jahrzehnten? Hat nicht das halbe Kleinbasel unter den Bauarbeiten leiden müssen? Ist das Quartier nicht total verändert worden? Hat nicht die ganze Stadt lebhaft daran teil genommen, diskutiert und gestritten und unter der Verkleinerung des Messeplatzes leiden müssen? Herbstmesse, Avo-Session, Zirkus ... Warum gibt es da kein Einweihungs- und Stadtfest? Warum machen die keinen Tag der offenen Tür? Warum laden die nicht wenigstens die Quartierbewohner auf einen Klöpfer ein? Ich weiss die Antwort: Nach all dem Ärger möchte man den Ball flach halten, sich nicht weiter exponieren. Oder ist es eher so, dass man lieber unter sich sein will? Es ist eine Schande, ihr elitären und zynischen Geizhälse: Das Geld vom Pöbel nehmt ihr gerne, aber gefeiert wird alleine und hinter verschlossener Tür...

Messe lehnt Denkmal für Bauarbeiter ab

2013-02-03 22:28:19
Sehr, sehr, sehr...

... lustig! Danke für die grossartige Idee! So kann sich jeder probeweise mal in Sylvester Stallone, Mickey Rourke oder Donatella Versace verwandeln.

Geklebte Grimassen von Wes Naman

2013-01-28 11:36:36
Konzept?

Danke für diese deutlichen Worte! Man kann sich in dieser hirnerschütternden Angelegenheit kaum so oft entgeistert an den Kopf fassen wie man möchte, ohne einen schmerzhaften Tennisarm zu riskieren! Aber im Ernst, nicht in Schilda: Wie viele Baselbieter Schüler werden denn tatsächlich einen viel weiteren Schulweg bis in die Stadt in kauf nehmen, um dort PPP zu besuchen? So hoch, dass es den Gymnasien auf dem Land schadet, kann diese Zahl nicht sein (PPP hat in der Stadt nur einen Anteil von ca. 10%, glaube ich.). Das Ganze klingt nach Hysterie oder einem billigen Vorwand, um die Zusammenarbeit mit der Stadt zu sabotieren. Ihr Vorschlag, dass man auch auf dem Land PPP anbieten sollte, ist natürlich die richtige Lösung und der einzige Fehler am Artikel ist die Annahme, der Apéro- und Bildungsdirektor habe irgend ein Konzept für überhaupt irgend etwas - ausser dem eigenen Kleben am Regierungs-Sessel in grinsender Untätigkeit.

PPPPPPPPPPPPPPP!

2013-01-26 18:39:07
@ HJ Martens und @ Morgana Mörgeli: Danke.

Ich unterschreibe alles, was Sie da geschrieben haben und finde überhaupt nicht, dass sie ein Zyniker sind. Danke. Der katholische Heuchler um den sich dieser Disput hier dreht, DER ist ein Zyniker. Mir fehlen nur drei ganz wesentliche Begriffe in Ihrem Text, die die Leitplanken oder Ziele des Wegs benennen, den wir nie aus den Augen lassen dürfen und immer weiter voran gehen müssen, auch wenn wir wissen, dass wir nie ganz ankommen werden: Liberté, Egalité, Fraternité. Jetzt nehmen wir noch den kategorischen Imperativ von Kant dazu und dann sind wir uns ja alle einig. Allen, die bis hier her mitgelesen und mitgelitten und mitgestritten haben ein schönes Wochenende!

Vasella ist müde geworden

2013-01-26 15:51:49
@ Morgana Mörgeli - Wie man Intelligenz beleidigt

Eigentlich schade, dass Sie im Lauf dieser Debatte hier so giftig und überheblich geworden sind. Zuletzt unterstellen Sie mir aus dem sicheren Versteck Ihrer Anonymität heraus, ich wisse, wie man Intelligenz beleidigt. Da frage ich mich natürlich, was denn das sei, was Sie hier dauernd machen: Sie nennen sich ironisch (oder etwa nicht?) "Mörgeli" nach einem der übelsten Hetzer der Schweizer Politszene... Was soll das? Wollen Sie hier die vornehme Antithese des Scheinprofessors aus Zürich abgeben? Woran soll man das dann erkennen? Und das Bild zu Ihrem Profil hier, Frau Mörgeli, das zeigt Kaiserin Josephine, die Gattin Napoleons. Was soll uns das denn bitte sagen? Sind sie Royalistin, sind Sie etwas Besseres? Stehen Sie auf Typen, die aus einer Revolution des Volkes heraus ein neues Kaiserreich machen und dann einen Weltkrieg anzetteln und Millionen Tote hinterlassen? Nein, natürlich nicht! Schon klar. Also, wie "intelligent" ist die dann, diese Fata-Morgana-Josephine- Mörgeli-Versteckis-Identität, mit der Sie guten Stil predigen und dann aber Leute so richtig ordentlich beleidigen? Oder kann es sein, dass dieses Versteckspiel hinter Promis völlig unüberlegt, zusammenhangslos und zufällig ist? Dann passen Sie mal gut auf, dass Sie ihre Intelligenz nicht selbst damit beleidigen, während Sie hier guten Stil predigen und die Kritiker des armen Herrn Vasella aufs Vornehmste verunglimpfen.

Vasella ist müde geworden

2013-01-26 12:26:53
@ Fata Morgana Mörgeli - Köpft den Boten!

Liebe Frau Mörgeli. Ihr letzter Kommentar mit der Buchempfehlung ist schon ein wenig unverschämt. Sie sprechen mich und andere Kommentarschreiber direkt an und vergleichen uns mit jemandem, der "die anderen mit Steilpässen ins Verderben" schickt, es geniesst "darüber Legenden zu stricken" und "Teufel spielt". Das ist nicht fair. Ich stricke keine Legenden, sondern übe sehr heftig und pointiert Kritik, die ich aber jeweils mit nachprüfbaren TATSACHEN begründe! Ich speile nicht den Teufel, sondern eher einen Moralapostel, der auf hohem Rosse sitzt und über andere den Stab bricht. So einen Vorwurf würde ich mir klaglos gefallen lassen. Aber ich bin nicht teuflisch, also nicht böse mit meiner Kritik. Und zuletzt gebe ich auch keine Steilpässe ins Verderben. Denn wenn der gute Katholik Daniel Vasella eines Tages stirbt und wider Erwarten NICHT in den Himmel kommt, dann liegt das , WEISS GOTT, nicht an mir und meinen Steilpässen, sondern an Vasellas Gier und Überheblichkeit. Das sind nämlich Todsünden. ------------------------------------------------------------------------------------------ Noch ein Nachtrag zum Vater der Abzocker, zu Robert A. Jeker, und meinem Kommentar weiter oben: Jeker sass ja bei ABB als Vize im VR. ABB hatte ein Joint Venture mit Daimler Chrysler, das ADTRANS hiess. Dann aber stieg ABB dort wieder aus, denn das ganze war nicht rentabel genug, worauf Adtrans in Pratteln die Fabrikation von Bahnwagons dicht machen musste und Arbeitslose in die Welt entliess. Das war damals ein ziemliches Politikum. Stadler durfte Adtrans nicht kaufen, sondern Bombardier und die Produktion wurde ins Ausland verlegt. Auch hier hatte sich der Ehrenvorsitzende der Messe Basel/ MCH, dert grosse Robert A. Jeker, nicht gerade ethisch verantwortungsbewusst verhalten, aber garantiert gut dran verdient. ----------------------------------------------------------------------------------------------- Na, Frau Mörgeli, ist das jetzt auch wieder ein "Legenden strickender Steilpass ins Verderben", mit dem ich hier den Teufel spiele? Für mich ist das Aufklärung und Sie kommen mir in Ihrer Argumentation vor, wie jemand, der es befürwortet, wenn der Überbringer einer unangenehmen Nachricht hingerichtet wird, statt dass man das wahre Übel angeht. Wenn Sie mir schon Umberto Eco empfehlen, dann lesen Sie bitte selber mal "Der Name der Rose". Dort geht es darum, dass ein fanatisch in die Wahrheit und Aufklärung "verliebter" Mönch detektivisch genau nach den Ursachen einiger Verbrechen forscht und dabei behindert wird von Glaubensbrüdern, die lieber alles unter dem düsteren Deckel der Verschwiegenheit halten würden, weil sie das hierarchische, korrupte, abergläubische und duckmäuserische System, in dem sie leben, nicht durcheinander bringen wollen.

Vasella ist müde geworden

2013-01-25 22:03:23
sorry, die obige Mail geht an HJ Martens!

es ist schon spät.

Vasella ist müde geworden

2013-01-25 21:59:08
@ Stucki: Über das System diskutieren?

Lieber Herr Stucki Über soziale Verhältnisse wird spätestens seit Karl Marx diskutiert. Über "das System Vasella" wird seit mindestens 10 Jahren diskutiert. Über die Abzocker-Initiative wird seit 5 Jahren diskutiert und angesichts der bevorstehenden Abstimmung wird auch schon seit Wochen diskutiert. Das ist gut so und dem Einen oder Anderen hat es sicher die Augen geöffnet, dass soviel diskutiert und so intensiv wird. Aber nun geht der viel bewunderte Daniel Vasella in Rente, der selbstgerechte Pionier, Krösus und König der Schweizer Abzockergarde und da er sich in den 17 Jahren seiner Herrschaft nie auch nur im Geringsten hat beirren und beeindrucken lassen von der Kritik, wäre es völlig sinnlos anlässlich seines Abgangs weiter gesittet über das System zu diskutieren! Diese Diskussion gibt es ja schon LANGE, siehe oben, aber dass man Vasella zum Abschied mal so "würdigen" sollte, wie es seiner Bedeutung in dieser Diskussion zukommt, dass muss eben auch sein. Und dann kommt der Mann eben nicht so glimpflich davon. Und auch das ist gut so! Wenn wir die Archive der Medien und des Internets nicht jetzt füllen mit kritischen Beiträgen über Vasella, dann wird es keiner mehr tun! Und wenn Herr Vasella dann in 20 oder 30 oder 35 Jahren verstirbt, dann wird überall zu lesen sein, dass er ein brillanter Kopf und ein fantastischer Wirtschaftsführer gewesen sei, der Novartis vergrössert und den Campus in Basel begründet und die Firma sehr, sehr gut gepusht und aufgestellt hat. All das ist ja auch wahr und Vasella verdient wirklich grossen Respekt dafür. Ausserdem ist er ein super charismatischer und charmanter Typ, der fast jeden von uns im Zwiegespräch locker über den Tisch ziehen würde... Und weil all das wahr ist und bereits hunderttausend mal geschrieben wurde und wir es ja auch alle längst wissen, DARUM muss jetzt auch mal unmissverständlich gesagt werden, wofür Vasella eben auch noch steht! Un-mis-ver-ständ-lich und für die Archive. Sie nennen das "quengeln ad personam". Ja, bei einem, der sich über alle anderen stellt, muss das sein: Vasella ist eitel, elitär, unnachgiebig, unsozial, ungerecht und selbstgerecht, arrogant, grössenwahnsinnig und ganz, ganz extrem habgierig. etc...etc... Er ist eben trotz aller Erfolge, trotz seiner beindruckenden Bildung, kein wirklich Grosser, kein Vorbild und verdient kein undifferenziertes Denkmal. Denn als soziales Wesen, als moralischer Mensch, ist er wohl eine ziemliche Flasche. Oder warum sonst sollte er meinen, seine Arbeit könne 300 bis 400 mal mehr wert sein als die Arbeit eines Kanalreinigers? Hier ein Beispiel, warum es wichtig ist, das Bewusstsein der Öffentlichkeit und auch das der meinungsmachenden Journalisten zum richtigen Zeitpunkt gut zu schärfen: Vor ein paar Monaten starb einer der angeblich ganz grossen Wirtschaftsführer der Region Basel: Robert A. Jeker. Im Telebasel, in der BZ und in der BaZ wurde darüber berichtet, in der BaZ sogar gleich zwei mal, denn ein Alt-Nationalrat und ein Journalist der BaZ schrieben je einen Nachruf. Im einen Titel eines Nachrufs tauchte dort das Wort "Ethik" auf, im anderen das Wort "ethisch". So wurde uns das Lebenswerk Jekers "verkauft" und auch die BZ und Telebasel waren des Lobes voll über diesen bedeutenden Wirtschaftsführer und nirgends gab es auch nur ein leises Wort des Zweifels. Nirgends. Als kritischer Zeitungsleser lupfte es mir darob fast den Hut, denn ich hatte Jeker anders in Erinnerung als auffallend "ethisch". Nach einem halben Tag Recherche schrieb ich an den BZ Redakteur Nicholas Drechsler, an die BaZ-Redaktion und an Willy Surbeck, Adrian Gaugler und Markus Greillinger von Telebasel je eine Mail, um meiner Verwunderung darüber Ausdruck zu geben, wie sehr der lokale Journalismus hier versagt hatte. Lesen Sie selbst: ---------------------------------------------------------------------------------------- 8.Juli 2012 Lieber Herr Drechsler zu ihren Beitrag zum Tod Robert A. Jekers würde ich Ihnen ganz gern ein paar Informationen nachliefern, weil ich finde, dass man Jeker ein wenig kritischer hätte darstellen können, als Sie es getan haben. Ein Kommentar, den ich unter meinem Pseudonym Florian Zünd an auf BZ-Online posten wollte, wurde dort nicht veröffentlicht, obwohl alles, was drin stand, nachprüfbar gewesen wäre. Sackschwach. Muss man Rücksicht nehmen auf Inserenten und Parteifreunde? In Jekers Zeit als SKA-Boss ab 1983 fallen die Sachen mit den gewissenlosen Geschäften der Bank mit dem Apartheid-Regime in Südafrika und die mit den nachrichtenlosen Vermögen. Kein Ruhmesblatt für Jeker! Danach war Jeker beim Waffenhersteller und - exporteur Georg Fischer und in diversen Schmidheiny-Firmen VR. Auch Schmidheiny geschäftete, wie schon die Crédit Suisse/SKA skrupellos in Südafrika als alle anderen sich ans Embargo gegen das Rassisten-Regime hielten. Ausserdem haben Schmidheiny/Jeker dort und anderswo mit Asbest viel Geld gemacht. Tausende Arbeiter leiden oder starben bereits an Krebs. Der Milliardär Schmidheiny drückt sich bis heute um die Verantwortung. Ich weiss nicht, Herr Drechsler, ob Sie zu jung sind, um von all diesen Dingen etwas zu wissen? Dann war Jeker auch VR-Vize bei ABB, unter Percy Barnevik, dem erfolglosen Abzocker, der dann mit dem goldenen Fallschirm von 148 Millionen geschasst wurde. Sowas verantwortete also auch Jeker. ABB verkaufte im Jahr 2000 zwei Atomkraftwerke nach Nord-Korea. Mit im VR sassen Martin Ebner, ein gewisser Edwin Somm (Vater des heutigen BaZ-Chefs) und Donald Rumsfeld... Nur 2 Jahre später klagte Donald Rumsfeld dann als US-Verteidigungsminister unter Bush darüber, dass Nord Korea atomare Aufrüstung betreiben würde. Mit Hilfe Jekers und Rumsfelds selbst! Allein diese köstliche Anekdote über den grenzenlosen Zynismus solcher Machtmenschen wäre doch eine Erwähnung wert gewesen... Jeker war auch VR der Feldschlösschen-Hürlimann Brauerei, die 2000 an Carlsberg verscherbelt wurde, allerdings habe ich nicht raus gekriegt, wie lang Jeker dort dabei war. Aber ich bin ja auch kein Journalist, sondern nur ein unbedarfter Zeichenlehrer... Es war die letzte Schweizer Grossbrauerei gewesen... Wer weiss, ob und wie viel Jeker an diesem Ausverkauf verdient hat? Bissigere Journalisten würden solchen Sachen nachgehen und dann entweder aus Pietät gar keinen Bericht zum Tod dieses Mannes verfassen oder aber einen etwas kritischeren. Jeker gehört offenbar zu der Sorte Manager, die allen alles verkaufen und sich dabei nie auch nur im Geringsten an moralischen Fragen stossen. Mit seinen Kumpels Rumsfeld, Ebner und Barnevik gehört er vielleicht auch zu denen, die die Abzocker-Generation im Management gefördert haben... vielleicht...Es wäre spannend, der Sache nach zu gehen. Leider ist es geradezu typisch, dass Jeker auch NZZ VR war, FDP-Präsident, Landrat und Oberst. Somit war er ein herausragendes Beispiel für eine typisch schweizerische und erschreckend umfassende Machtbündelung in einem einzelnen, leider ziemlich skrupellosen, Karrieristen: Presse, Militär, Industrie, Finanzwirtschft und Politik. Fast schon ein Klischee, aber ein fragwürdiges. Und das wäre schon mal eine längere Recherche wert. mit freundlichen Grüssen (...) -------------------------------------------------------------------------------------------- (in Klammern sei hier noch angefügt, dass auch unser ehemaliger Bankenvertreter im Bundesrat, Hansruedi Merz, für Schmidheiny in Südafrika und in Sachen Asberst "engagiert" war) ------------------------------------------------------------------------------------------- Unnötig zu erwähnen, das ich nie eine Antwort erhielt ausser einer einzigen von Willy Surbeck, die wenigstens relativ nett war. Als ich jung war, zu Zeiten Rudolf Augsteins, da las ich jede Woche den "Spiegel" und das hat mein Bild von der gesellschaftlichen Aufgabe eines wirkungsmächtigen Journalismus sehr geprägt: Die Medien sind eine ganz wichtige Macht im Staat und MÜSSEN mitreden, um die Gesellschaft mit zu formen. Heute gehört das Internet auch dazu und je schlechter es den Journalisten geht, je begehrter die verbleibenden Jobs und je mieser sie bezahlt werden, je weniger Zeitungen es gibt, umso wichtiger wird es, dass wir Bürger auch mitmischen. Wenn also, wie im oben beschrieben "Fall Jeker", von sieben "Medienprofis" kein einziger Willens oder in der Lage ist, ein VOLLSTÄNDIGES Bild dieses Wirtschaftskapitäns in den Medien zu zeichnen, dann muss es eben ein unabhängiger Amateur wie ich machen! Und genau so ist es doch mit Vasella! Journalisten, die alle um ihre Jobs zittern müssen, müssen manchmal ein wenig brav sein, oder? Das verstehen wir doch alle. Aber Vasella muss trotzdem zu hören kriegen, was Hunderttausende über ihn denken. Ein klares JA (!) zum Quengeln ad personam.

Vasella ist müde geworden

2013-01-25 15:20:16
@ Roland Stucki

Ich kenne einen Lehrer im schönen Baselbiet, der es gewagt hat, einem Landrat einen kritischen Brief zu schreiben wegen eines Postulats, das dieser "verbrochen" hatte. Leider kannte der Landrat den Chef des Lehrers, den Rektor einer öffentlichen Schule. Der Landrat forderte den Rektor umgehend auf, den kritischen Lehrer zu feuern. Notabene: Der Landrat störte sich an der Kritik des Lehrers, vor allem wegen des "frechen" Stils, in dem sie vorgebracht worden war, denn inhaltlich gab es im Brief des Lehrers scheint`s nichts Kritisches, was nicht belegbar gewesen wäre. Zum Glück aber war der Rektor vernünftig und zum Glück kann man auch Lehrer nicht einfach so feuern. So wurde der Lehrer also "nur" dahingehend offiziell verwarnt, dass es im Wiederholungsfall einer solchen stilistischen Unbotmässigkeit eine fristlose Kündigung geben würde. Wegen des Stils seiner Kritik und ohne dass dies an einem einzigen konkreten Wort-Beispiel fest gemacht worden wäre (!). Eigentlich sind weder der Landrat, noch der Rektor Sprachwissenschaftler und somit auch kaum befugt, sich solche stilistischen Urteile an zu massen. Sollte man meinen... Aber das hinderte sie nicht daran, ihre Macht aus zu üben und denn Lehrer zu bedrohen, der geglaubt hatte, im Baselland gäbe es die Meinungsäusserungsfreiheit. Würde ich Ihnen hier die Namen des Landrates, des Rektors oder des Lehrers nennen, dann müsste dieser Lehrer Angst haben vor einer weiteren Verwarnung und der daraus folgenden fristlosen Kündigung, gegen die er dann jahrelang vor Gericht ankämpfen müsste. Auch aus anderen Bereichen, wo Bekannte von mir als Mitarbeiter in landschaftlichen Departements tätig sind, könnte ich Ihnen Geschichten erzählen, dass Ihnen die Ohren rauchen. Aber ich trau mich wirklich nicht. Es kann also, liebe Fata Morgana Mörgeli, durchaus Gründe geben, dass man seinen Klarnamen nicht preisgeben will, das sehe ich ein. Für diesen Fall müsste es vielleicht so sein, dass wenigstens die Redaktion ihn kennt. Andererseits, wenn man bedenkt, dass der Redakteur fürs Baselland bei der BaZ der Sohn von RR Ballmer ist ...

Vasella ist müde geworden

2013-01-25 10:07:36
Zensur ist grundsätzlich sehr problematisch

Schade, dass "Peter Widmer" alias "Karen Meyer" alias "Meinungsfreiheit JA aber nicht hier" (und auch alias "Oli K."?) offenbar zeitweilig zensiert und von der Redaktion gesperrt wurde. Ich habe zwar nie irgend etwas von ihm gelesen, mit dem ich einverstanden gewesen wäre, und staunte zumeist über die Schärfe, die Direktheit, die Plattheit und die Unsachlichkeit einiger Beiträge... Aber Zensur ist eben auch dann Zensur, wenn Voten unterdrückt werden, die einem NICHT gefallen und "gute" Zensur gibt es vermutlich gar nicht. Die Richtlinien der Redaktionen, nach denen sie zensieren, lassen es immer zu, dass es "menschelt und das kann man niemandem vorwerfen. Es liegt in der Natur der Sache und darum ist es eben nicht gut. Zum Beispiel heisst es "verunglimpfend" oder "justitiabel" dürften Kommentare nicht sein. Aber das ist natürlich immer eine total subjektive Ermessensfrage: Nennt man Gerard Depardieu einen Steuerflüchtling, wird das kaum jemanden aufregen, auch wenn viele meinen, Obelix handle richtig. Nennt man aber Roger Federer einen Steuerflüchtling, dann wird das von gewissen Redaktionen garantiert unterdrückt. Über den dürfen sie noch nicht mal schreiben, dass er ein "Drückeberger" sei, obwohl Roger Federer aus medizinischen Gründen Militärdienst untauglich geschrieben worden ist! Das muss man sich mal vorstellen: Der beste Spitzentennisspieler aller Zeiten war nicht gesund genug, um mit einem Gewehr in den Alpen herum gehetzt und dabei angebrüllt zu werden... Aber King Roger ist eben ein Nationalheiligtum und darf noch nicht mal durch eine Beschreibung von Tatsachen "verunglimpft" werden... Zensur begünstigt Willkür und Machtmissbrauch. Jetzt habe ich geschrieben, Vasella habe sich eine "brutale Blösse" geleistet, zeige asoziales oder dissoziales Verhalten und weil er es weder einsieht, noch zugibt, noch ändert, sondern arrogant und plump verteidigt, habe er banalen Blödsinn geredet. Über einen Mann wie Donald Rumsfeld oder George W. Bush hatte man so etwas in der TaWo sicher ungestraft sagen dürfen... Aber über einen Schweizer, einen Arzt , einen Basler Wirtschaftsführer? Wer es nicht gern liest, soll nicht weiter lesen, wer mich darum verurteilen möchte, soll das tun. Und falls ich mich im Ton vergreife, dann habe ich allein den Schaden, denn man wird mich nicht mögen oder nicht ernst nehmen. Warum soll irgend ein zensierender Redakteur meine Nanny sein? Lieber wäre es mir, die würden sich am Schreiben von Kommentaren beteiligen, mit diskutieren und mich mit Argumenten widerlegen! Die einzige Methode, wie man die Diskussionskultur in den Foren auf faire Art etwas "sauberer" halten könnte, ist die Identifizierung der Beiträge durch den ECHTEN NAMEN. Es muss klar sein, wer wer ist und dass man sich nicht verstecken kann hinter irgendwelchen Pseudonymen, mögen sie auch noch so witzig sein... Obwohl ... "Fidel Mörgeli", "Dagobert Vasella" oder "Godzilla Blocher" könnten mir schon gefallen...

Vasella ist müde geworden

2013-01-24 21:39:31
Respektvoller Stil in einer Debatte auf Augenhöhe

Interessant. Hier wurde über Vasella und die Abzockerei diskutiert und nun dreht es sich um Stilfragen der politischen Auseinandersetzung und um die angemessenen Formen der Meinungsäusserungsfreiheit. Was ist passiert? Vasella erzählt im Fernsehen, Kritiker seiner hohen "Vergütungen" würden in Ermangelung von Argumenten "Moral" bemühen. Damit verunglimpft er seine Kritiker, wie auch die Moral selbst und überhebt sich über beide. Denn diese offenbar fragwürdige Moral taugt ja anscheinend nicht als Argument, um Vasellas Verhalten zu bewerten, findet Vasella. Ein Hitzkopf und Wadenbeisser, der sich dann in diesem Forum hier heftig darüber aufregt, ereifert und die Dinge pointiert beim Namen nennt, bekommt dann irgendwann zu lesen, mit seinem unverblümten Stil trete er in die Fussstapfen der Hetzpresse - womit wir die eigentlich Diskussionseben verlassen und uns statt über Inhalte, nur noch über Formfragen unterhalten. Damit ist der Pfupf natürlich draussen und Vasella reibt sich die Hände. Die besonnene und vorsichtige Absenderin dieser Stil-Warnung schreibt in dieser Debatte um eine anständige Streitkultur vermutlich noch nicht mal unter ihrem wahren Namen. Oder doch, Morgana Mörgeli? Aber für alles, was ich hier schreibe, stehe ich wirklich und mit Überzeugung ein. Und alles, was ich über Vasella sage, würde ich ihm auch selber sagen, denn egal, wie scharf es formuliert ist, ich kann es gut und detailliert begründen und "hetze" nicht nur, sondern argumentiere auch ausführlich. Reden wir also wieder über die Sache! Denn die Diskussion über den Stil ist ein Nebenschauplatz, lässt uns abgleiten und den Faden verlieren. Vasella macht seine Kritiker auf billige Art im Fernsehen verächtlich, nachdem er jahrelang nicht auf Kritik gehört hat... Und nun zerfleischen die sich gegenseitig weil sie uneins sind, wie deutlich und scharf man werden darf, nach 17 Jahren netter, aber fruchtloser Kritik an seinen Lohnexzessen. Vasella ist ein Mann, der im Kanton Zug steuergünstig wohnt und darum mit Fluggeräten zur Arbeit nach Basel kommen "muss". Er schwebt wohl nicht mehr nur physisch, sondern auch geistig und moralisch in ganz anderen Sphären als wir alle und ist dabei sicher tief davon überzeugt, dass er all das "verdient" und sich selbst hart erarbeitet habe. Glauben Sie denn, so einer wacht auf, wenn man freundlich sagt, dass man das jetzt aber nicht ganz so super-toll findet, was er da unbeirrt seit Jahren macht? HJ Martens redet hier von Kompromissen und von Debatten auf "Augenhöhe". Aber glauben Sie denn, Vasella begäbe sich mit uns auf Augenhöhe? Glauben Sie, der hat es nötig, mit uns Kompromisse zu machen? Hat er in seiner "Lohnpolitik" der letzten 17 Jahre irgend einen Hinweis darauf geliefert, dass er Kompromisse machen will? Nein, im Gegenteil: Heute Abend in der Tagesschau hat er damit gedroht, den Hauptsitz der Novartis zu verlegen, falls die Minder-Initiative durch kommt. So geht das! Arbeiten Sie fromm weiter an einer wirklich netten Gesprächskultur. Das ist nämlich wirklich eine feine Sache. Aber irgendwann muss man gewissen Typen eben auch mal auf die Füsse treten (nur im übertragenen Sinn natürlich!), wenn man gehört werden will.

Vasella ist müde geworden

2013-01-24 18:14:08
Vasella wörtlich: "Brutalität der Blösse" oder "Banalität des Blöden"?

Einen wirklich irrwitzigen und entwaffnend offenen Kommentar zur Kritik an seinen Lohnexzessen gab Herr Vasella gestern, 24.1. in der Sendung "10 vor 10" des Schweizer Fernsehens höchstpersönlich ab. Vasella beteuerte heuchlerisch (und auf schweizerdeutsch): "Ich habe auch grossen Respekt vor dem Gerechtigkeitsinn der Leute. Das ist richtig und wichtig. Aber man kann alles auch übertreiben." Selbstgerechtigkeit und Selbstüberhöhung zum Beispiel, die kann man ganz gewaltig übertreiben, Herr Vasella. Oder Lohnexzesse, die dem sozialen Zusammenhalt und auch der Wirtschaft selbst gehörig schaden, da sie eine preistreibende Wirkung haben. Aber Herr Vasella entgegnet seinen Kritikern lieber: "Ja, wenn man nicht mehr argumentieren kann, kommt man mit der Moral. Und das liegt in der Natur vom Mensch." Das bedeutet also: Die Moral mag für andere Leute vielleicht eine ideelle und somit ideale Grundlage für gute Argumente sein, nicht aber für Dan-the-Man Vasella, der offenbar darüber steht. ER hat die "Natur vom Mensch", die nach Moral verlangt, deutlich besser im Griff als wir Anderen. Für ihn sind nur irgendwelche nicht näher definierten Argumente ECHTE Argumente. Und die stehen dann aber eben in einem GEGENSATZ zur Moral. Überschneidungen sieht er keine. Diese zynische Abspaltung des eigenen Gewissens und der Moral von der Realität, das Leugnen einer moralischen Verantwortung im eigenen Handeln oder Status, findet man oft bei studierten Ökonomen, bei so genannten Befehlsempfängern und sozial isolierten Schreibtischtätern, wo Soziopathie oder APS (antisoziale Persönlichkeitsstörungen) genau so ursächlich sein können, wie angelernte Gruppenverhaltensmuster (Die Managerkrankheit oder eben ein Nat.Oek Studium). In Anlehnung an Hannah Arendt könnte man salopp sagen, diese dissoziale und explizit amoralische Haltung verkörpert die gesellschaftsschädigende "Banalität des Blöden" (oder auch die "Brutalität des Blöden") und man muss sich erneut fragen, wieso ausgerechnet Herr Vasella glaubte, Vorträge über ethische Fragen bei Radio Vatikan halten zu sollen... Nein, auch wenn er als charismatischer, brillanter und intelligenter Wirtschaftsführer extrem erfolgreich ist: Nicht jeder Überflieger, mit dessen Bezügen man 300 Familien in der Schweiz ernähren könnte, hat automatisch das moralische Rüstzeug, um auch noch einen brauchbaren Papst ab zu geben... Soweit mein Kommentar von heute mittag, den Frau Morgana Mörgeli später kritisiert hat, worauf ich wiederum mit "Kein Verbrecher am Kreuz" antwortete. Frau Mörgeli meinte zu meinem obigen Text von der Banalität des Blöden (Nur ein Wortspiel!!!), Vasella sei doch kein Verbrecher, er habe sich nur am System bedient und niemand verdiene es, ans Kreuz geschlagen zu werden mit so einem brutalen Kommentar wie meinem hier. Nach etwa zweieinhalb Stunden online verschwanden dann mein bissiger Kommentar von der Banalität und auch Frau Mörgelis Kritik daran, nicht aber meine Antwort auf diese Kritik von Frau Mörgeli. Dass das so keinen sinn ergibt, habe ich der Tageswoche sofort mit geteilt... Vielleicht mögen die meinen Text halt nicht und finden ihn etwas zu aggressiv. Vasella "heuchlerisch" zu nennen oder seine Aussage als "blöd" und "brutal" zu bezeichnen, mag etwas zu weit gehen für ein Blatt, das von einer Roche Besitzerin gesponsert wird, da Novartis ja 30 % der Roche-Aktien hält und es auch in der Roche Führung überbezahlte Führungskräfte gibt. Wer weiss... Für alle, die den Beitrag im "10 vor 10" selbst sehen wollen: http://www.srf.ch/sendungen/10vor10/bereitschaft-der-luftwaffe-minder-vs-blocher-ruecktritt-vasella

Vasella ist müde geworden

2013-01-24 14:19:36
@ Mörgeli. Sicher kein Verbrecher am Kreuz!

Sehr geehrte Frau Mörgeli. Ich würde Vasella wirklich niemals als Verbrecher bezeichnen. Wie kommen Sie denn darauf? Ich stelle nur sein moralisches Urteilsvermögen und seine soziale Kompetenz in Frage und kann das mit Vasellas eigenen Worten recht gut begründen. Mehr nicht. Das System, das ihm zudient, wie Sie es formuliert haben, hat er übrigens zusammen mit anderen selbst erschaffen: Er war einer der ersten in der Schweiz, der sich solche grössenwahnsinnigen Löhne gegönnt hat. Und: Nein, niemand gehört an ein Kreuz genagelt! Damit bin ich völlig einverstanden. Im Fall von Jesus war es ja so, dass er zu Unrecht, aber doch gewollt (!), dort gelandet ist, um für die Sünden der Anderen zu sterben, so dass es für den guten Katholiken Vasella natürlich eine Ehre wäre, ebenso zu enden. Doch das geht selbst ,mir zu weit, wo denken Sie denn hin, Frau Mörgeli! Ich bin gegen Folter, Todestrafe und Heldenkult. Vasella könnte ich mir allenfalls METAPHORISCH als Gekreuzigten vorstellen! Als selbst ernanntes Opfer der vielbeschworenen schweizer Neidkultur. Möglich, dass er, Marcel Ospel, Oswald Grübel, Percy Barnevik und vermutlich auch Markus Somm denken, er, der doch nur Gutes vollbracht hat, werde nun vom kleingeistigen Pöbel (das sind die Idioten, für die Moral ein Argument sein soll) ans Kreuz geschlagen, indem man diese gefährliche Abzocker-Initiative womöglich annimmt. Denn Undank ist Welten Lohn (so steht es in der Bibel oder bei Ayn Rand, Köppel, Somm oder Berlusconi) und immer wird auf die Grossen, Erfolgreichen und Überragenden eingeprügelt, gell. So gemein... Aber ich finde, bei allem Respekt: Echte Märtyrer-Qualitäten hat Vasella nicht. mit freundlichen Grüssen

Vasella ist müde geworden

2013-01-23 12:33:06
Zeit zum Nachdenken

Vasella wird heuer 60 und da er in den letzten x Jahren jeweils über 40 Millionen Franken verdient hat, kann er ja nun ein wenige kürzer treten und von seinem wohlverdienten Sparstrumpf zehren. Endlich wird er genügend Zeit haben, über ethische Fragen nach zu denken und vielleicht gelingt es ihm ja in einem zweiten Anlauf doch noch, regelmässig auf Radio Vatikan über solche Themen Vorträge zu halten, um uns Hungerleidern den rechten Weg auf zu zeigen. Von wem, wenn nicht von einem bescheidenen Mann wie ihm, sollte man denn sonst Ratschläge über Sinnfragen entgegen nehmen wollen? Eben. Interessant in diesem Zusammenhang ist übrigens, dass Vasella als Schüler beim marxistisch-leninistischen "Cercle Grachus" Mitglied war und nach eigenem Bekunden immer noch glaubt an den "Einsatz für Werte, an die man glaubt, und die Meinungsäusserungsfreiheit." Einer dieser Werte könnten Lohngerechtigkeit sein oder die systematische Kostensteigerung im Gesundheitswesen zu Gunsten des Managements. Wer weiss... Auf Wikipedia erfährt man jedenfalls, dass Vasella schon 2003 den "First Award for Responsible Capitalism" erhalten hat. "First" ist ein Lobby-Verein von Wirtschaftsführern, der das hehre Ziel hat, die Kommunikation zwischen der Industrie und den Regierenden zu verbessern. Andere Preisträger sind: - Lord Browne of Madingley, der CEO von BP, der auch schon bei Goldman Sucks und Daimler und Intel mitmischte. - Mailyn Carlson Nelson, die 4 Milliarden schwere Besitzerin des Carlson Konzerns (Hotels, Restaurants, Freizeit, Marketing etc...), die auch bei Exxon im VR sass. -Sir Robert Wilson vom Rohstoffriesen Rio Tinto (Alu, Kupfer, Diamanten, Kohle.) - Sir Andrew Witty, der CEO von GlaxoSmithKline. Also, Super-Dan, dann wünschen wir Ihnen einen einflussreichen Unruhestand!

Vasella ist müde geworden

2013-01-22 15:45:09
Gott ist Wechselwähler!

Endlich mal eine interessante Diskussion im Zusammenhang mit dem Baselbiet! Gott, der angeblich auf der Hülftenschanz wohnen soll, wie tickt der denn politisch so? Die Gretchenfrage an die Parteien bringt uns nicht weiter, denn die sind ja nach eigenem Bekunden ALLE auf dem einzig richtigen Weg. Also drehen wir das Ganze einfach mal um: Was wählt Gott? Die biblische und die reale Geschichte lehren uns ziemlich deutlich, dass es da zwei Möglichkeiten gibt: 1. "Die Wege des Herrn sind unergründlich" oder anders gesagt: Wir Menschen sind einfach zu blöd, um zu verstehen, wie er es gern haben will, der Herr. Bei dieser weit verbreiteten, konservativen und bequemen Ansicht, wo die Hierarchie gewahrt wird, kriegen wir natürlich kein Antwort. Wir bleiben ohne Herrschaftswissen und ergo tragen wie praktischerweise auch nicht so viel Verantwortung wie der Chef. Gerade die, in deren Parteiprogramm das Wort "Selbstverantwortung" am Häufigsten vorkommt, lieben solche hierarchischen Systeme, egal ob im Staat, bei der Bank oder beim Militär. 2. Wäre es aber auch denkbar, dass der Herr womöglich selbst nicht so genau weiss, was er will und sich folglich so widersprüchlich verhält, dass wir armen kleinen Sinnsucher heftig ins Rotieren kommen, wenn wir ihn verstehen wollen. Vielleicht rotiert er selbst... Vielleicht sucht auch er nach Sinn und wir sind die Versuchsanordnung, die ihm Antworten liefern soll. Ich tendiere eher dazu, dies zu glauben, denn für mich sieht es so aus: Am Anfang schuf der Herr in etwas gar kurzer Frist, vielleicht also unüberlegt, ein total paradiesisches System, das ihn aber mit der Zeit ein wenig zu langweilen erschien. Da war keine Action drin, in diesem Garten Eden... Also erschuf er den Teufel, um eine dynamische Weiterentwicklung der Gutmenschen Adam und Eva ein wenig anzuheizen. Als der Teufel dann aber zu erfolgreich wurde, da musste der Herr das Feuer löschen und eine Sintflut schicken, um dem Schrecken ein Ende mit Schrecken zu bereiten. Dann waren da noch Sodom und Gomorrah, wo der Herr auch eher zu einer härteren Lösung neigte. Kaum hatte er die Familie Lot ausgeschafft, verfolgte er dort eine law-and-order Politik im Stil der SVP und merzte aus, was ihm nicht "bürgerlich" genug erschien. Viel, viel später liess er es dann zu, dass sein Sohn, ein langhaariger, sanfter Linker, diese barmherzige Bergpredigt hielt, womit sein Familienunternehmen "Welt" wieder eine friedlichere ideologische Ausrichtung bekam: "Eher gehen neun Kamele durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt." Nicht gerade ein Bekenntnis zur FDP, oder? Und die Geldwechsler schmiss er aus dem Tempel. Wenn das die CVP wüsste! Darum also verlangte die bürgerliche Obrigkeit in Palästina, man solle diesen Ketzer namens Jesus beseitigen und Gott gehorchte, wenn auch nicht ohne den Hintergedanken, damit einen nachhaltigen Propagandacoup landen zu können. Lange liess der Herr dann die Baselbieter BüZa gewähren: Im feudalistischen Mittelalter war die Gesellschaft tief gespalten. Die Besitzenden, Geistlichen und Geizigen am Hofstaat des grossen Hansfürsten Gysin herrschten uneingeschränkt und die besitzlosen Chrampfer waren ungebildet, denn die feisten Vögte WÜTHERICHten und sparte erBALLMERungslos bei der Bildung, dem ÖV, bei den Behinderten und den Alten. Die Reichen verschwendeten den Zehnten, den sie den Bauern abgeZWICKt hatten, taten aber so, als wären sie sparsam. Da wurden zum Beispiel für viele Millionen Spitäler nicht geplant, nicht saniert und nicht gebaut....oder so ähnlich. Es war eine wirre und düstere Zeit im Jammertal vo Schönebuech bis Ammel, ein wahres Purgatorium, wenn nicht gar ein PEGORAROrium und manch einer erhoffte sich Hilfe durch ein REBERendum. Doch so grün die Hoffnung auch zu sein schien: Sie bewegte sich nicht im Geringsten. Gott sah dies einerseits mit Widerwillen, freute sich aber andererseits daran zu sehen, wie die arroganten Nachbarn ennet der Birs den Neid der Baselbieter auf sich zogen. Egal, wie sehr man auch im Landkanton HERZOG über die Mehrheit der Netten und Linken in der Stadt: MORIN lag der Unterschied? Aus WESSELS Grund waren die städtischen Finanzen so EYMANNdfrei im Schuss, seit eine rote Herzogin sie verwaltete? Es war wirklich nicht schön, GASS die Baselbieter so neidisch und frustriert auf die gehasste BRUTSCHIN der Halbbrüder hinüber blickten und es einfach nicht glauben CONTI, wie erfolgreich diese war! Nein, scheusslich und die linken Baseler hatten eine diebische Freude daran und zahlten ihre Steuern GERN! Und so dachte sich Gott, der alte Wechselwähler, er habe dieser BüZa in Liestal lang genug zu gesehen und werde das nächste mal lieber anderes wählen. Aber das Problem am Ganzen ist, auf Gott hört ja schon lange keiner mehr und auch wahlberechtigt ist er nicht, denn sein Hauptwohnsitz liegt natürlich in einem Steuerparadies!

Ist Gott ein Linker? Oder doch eher ein heimlicher SVP-Sympathisant?

2013-01-21 14:39:16
Exodus derer, die (ächz!) das Kreuz zu tragen haben?

Lustig, dass unsere Freunde von der Blocher Zeitung aus der Tatsache, dass die Zahl der Schweizer Bewohner im Kanton abnimmt einen eigenen Artikel gemacht haben. In den Kommentare dazu tummeln sich jetzt die entrüsteten, unter Fremdenangst schwer leidenden selbst ernannten Aufrechten und sehen sich bestätigt darin, dass die heile Welt Gotthelfs und Ankers im bösen linken Basel aufs Apokalyptischste am Abserbeln sei. Um Sie in ihrer Selbstgerechtigkeit ein wenig zu unterstützen schrieb also auch ich einen ironischen Kommentar, der zu meiner Belustigung sogar veröffentlicht wurde, vermutlich, weil ich einen besonders typischen Baselbieter Nachnamen verwendete: Hänggi. Aber nach etwa einer halben Stunde, der Kommentar hatte gerade mal sechs Facebook-Daumen nach oben und drei nach unten eingeheimst, da hat ein Newsnet Journalist, der nun voller Feuereifer als Zensor für Herrn Blocher arbeitet, den Kommentar schon wieder entfernt. Immer wieder lustig in dem Zusammenhang ist ja die Tatsache, dass sich der lokale Hilfsköppel, Markus Somm, allen Ernstes "liberal" nennt! Hier also mein - nicht ganz ernst gemeinter - Kommentar im Originalwortlaut: Ja, würde ich zu den eher bildungsfernen stolzen Schweizern gehören, die an Kulturleben nicht interessiert sind, und wäre ich scharf darauf, irgendwo hinter einem Hubbel ohne guten ÖV neben einem frisch gedüngten Feld zu versauern und würde es mir nichts ausmachen, dass an den Schulen, bei den Alten und den Behinderten mehr und mehr gespart wird, dann würde auch ich sofort ins Baselbiet ziehen;-)

Einwohnerzahl 2012 in Basel-Stadt weiter gewachsen

2013-01-18 13:41:33
@ Widmer

Lieber Herr Widmer, Sie bezeichnen Georg Kreis als linken Polemiker und Hardliner, aber auch als Gutmenschen. Ich bezweifle, dass ein Gutmensch zugleich auch Hardliner und Polemiker sein kann und meine, es spricht vor allem gegen Sie selbst, Herr Widmer, wenn Sie das Wort Gutmensch benutzen, um jemanden zu desavouieren. Ich meine mich zu erinnern, dass Professor Kreis FDP-Mitglied ist und vermute darum, dass es falsch ist, ihn als "Linken" zu betiteln. Aber Sie dürfen hier natürlich schreiben, was Sie wollen, das ist ja das Schöne an der Tageswoche, dass man hier nicht zensiert wird wie bei der BaZ des selbst ernannten "Liberalen" Markus Somm, wo Kommentare regelmässig unterdrückt und Leserbriefe bis zur Unkenntlichkeit umgeschrieben und gekürzt werden Aber trotzdem möchte ich Ihnen sagen, ich hätte es spannender gefunden, Sie hätte sich über den Fall Hummler/Darbellay geäussert, als auf so oberflächliche Art über Georg Kreis...

Ein kleiner Streit unter sehr wichtigen Männern

2013-01-13 00:25:59
Gähn, Kopfschüttel, Nasenrümpf!

Cologna, wer ist das? Offenbar ein Langläufer. Wie kann es sein, dass wir Schweizer angeblich nichts so dermassen überwältigend finden, wie Männer, die in wurstpellen-engen Werbeflächen auf Brettern durch die Gegend rutschen? Letztes Jahr einer, der das schnell macht, ein Raser also und katastrophales Vorbild für Kind und Kegel. Und jetzt einer, der`s lang macht. Also ein besonders ausdauernder Langweiler... Wie auch immer, ich bin nicht einverstanden. Für mich ist Kweku Adoboli der Schweizer des Jahres (, egal welchen Pass der in Wirklichkeit besitzt). Denn seit Marcel Ospel hat keiner der UBS grösseren Schaden zugefügt als dieser freche kleine Zockerkönig mit dem süssen Namen. Kweku!

Cologna «Schweizer des Jahres»

2013-01-08 16:41:59
Konspirative Planung? (@ Robert Schiess)

Herr Fingerhuth ist ja in seinem Amt als Kantonsarchitekt längst beerbt worden von Herrn Schumacher. Und der sieht das natürlich alles ganz anders.Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Als HdM den Messeriegel planten, da "entblödete" sich dieser neue Kantonsarchitekt nicht, eindringlich darauf hinzuweisen, dass das Projekt ein städtebauliches Meisterwerk sei. (Das gleiche erzählte er dann auch, als HdM diesen Riesen-Dildo im Kleinbasel planten. Zum Glück hatte die Roche dann mehr Geschmack als der Kantonsarchitekt und erkannte, was für ein absurder Fremdkörper dieser Lustspender geworden wäre.) Dann musste die Messe aus Kostengründen ihren Alu-Riegel redimensionieren und wieder posaunte Schuhmacher, Barbara Schneiders Schosshündchen, wie unglaublich gelungen das Projekt doch sei... Der arme Mann findet möglicherweise einfach ALLES toll, was unter seiner Ägide gebaut wird und seine Duftmarke hinterlässt. Je doller geklotzt wird, umso mehr bleibt von ihm übrig. Man wird es nicht beweisen können, aber es dürfte von Anfang an eine Salami-Taktik geplant worden sein, die auch den Abriss des Parkhauses vorsah.. Aus Kosten- und Imagegründen und um das Stimmvolk nicht zu erschrecken, sondern langsam über den Tisch zu ziehen, wollte man die Katze aber nicht ganz aus dem Sack lassen. Was alles da mit drin war, das dürften HdM, die Messe, Frau Schneider und Herr Schuhmacher schon sehr frühzeitig gewusst haben. Denn HdM hatte ja bereits das Nutzungskonzept für die Messe gemacht, also eine Art Situations-Analyse und den Masterplan für die Zukunft. Pikanterweise durfte HdM dann auch gleich ohne Ausschreibung zur Ausführung über gehen! Das ist vermutlich ein Rechtsbruch, der aber von der Regierung gewollt war. Die Demokratie war hier einfach hinderlich, denn in Basel gibt es viele kluge Leute, die einfach besser wissen, was gut ist für das unbedarfte Stimmvolk! Messe-CEO Kamm hat sich ja schon dahingehend geäussert, dass er es nicht so toll findet, dass der Kanton bei der Messe Aktien hat. andererseits bewilligen ihm die Regierungsrtäte ja ein Millionengehalt und eine aberwitzige Bounus-Erhöhung, selbst wenn es schlecht läuft (2008). Hier wurde mächtig gemauschelt, aber die oberen 10`000 waren sich einig. Man musste nur das Stimmvolk mit falschen Zahlen und irreführenden Bildern überzeugen, ein "Ja" in die Urne zu legen. Als der Messeriegel fleissig beworben wurde, da verschwieg man zB. konsequent, dass am Riehenring, also gleich gegenüber, auch das Warteck-Hochhaus geplant wurde. Auf allen Projekt-Bildern, die HdM vom Messeriegel veröffentlichte, fehlte dieses Hochhaus, obwohl ja der Messe-Boss Vischer zugleich im VR der Warteck sass. (Inzwischen ist das Projekt wohl an die UBS verkauft worden). Die von HdM veröffentlichten Bilder und Animationen des Messeriegels wurden bewusst unnatürlich weit-winklig und von einem relativ hohen Horizont aus erstellt, so dass der Riegel flacher und weniger hoch und bedrohlich aussieht. Das wurde zwar öffentlich moniert, aber verkam zur Farce, denn HdM weigerten sich sogar zu sagen, wer diese Bilder in ihrem Auftrag hergestellt hatte und die BaZ, damals noch vom Architekten Geering angeführt, hielt die Diskussion klein und unterdrückte kritische Leserbriefe und Kommentare. Der Trickfilm, wo man durch die Clarastrasse auf den Messeriegel zu rollt, stoppt etwa 250m bevor man am Riehenring ankommt. Warum wohl? Damit man eben KEINEN realistischen Eindruck davon bekommt, wie hoch diese "chinesische Mauer" da aufragt (35m). Und natürlich ist das längst projektierte Warteck-Hochhaus auch auf diesem Trickfilm nicht zu sehen. Der schwer geprüfte Architekt Morger, Erbauer des Messeturms, war ja anfangs strickt gegen den Messeriegel. Rein zufällgerweise gewann er jedoch dann den Wettbewerb um den Bau des Warteck-Turms. Und promt änderte er seine Meinung und bekannte sich von da an auch zum Messeriegel (Wie war das noch mal mit Ueli Vischers VR-Mandaten? In der Messe und bei Warteck? Zufall!). Auch das "Drama" um die Häuser an der Rosentalstrasse gleich hinter dem Messturm gehört in dieses Kapitel: Man wollte diese unansehnlichen Häuser einfach um`s Verrecken abreissen, damit die Augen des Jetsets an der "Baselworld" und an der "Art" nicht zu sehr leiden müssen. Messe-CEO Kamm findet es ja schon schlimm genug, dass es in Basel keine wirklich "exklusive" Einkaufsmeile wie die 5th Avenue in New York gibt. Ja, ist schon hart... Kurz: Das Word "Verschwörungstherie" ist in dem Zusammenhang natürlich lächerlich, aber es ist schon so, dass da ein paar Strippenzieher an leicht grössenwahnsinnigen Plänen zum Umbau des Quartiers um die Messe herum basteln, zu denen auch diese "Herzstück"-Phantasie gehört, die sie aus Kalkül nur scheibchenweise ans Licht rücken wollen. Und diese "visionären" Erfolgsmenschen haben leider Probleme damit, dass sie all das demokratisch legitimieren müssen, was sie da planen und vom Steuerzahler berappen lassen wollen. Aucfh wenn Helmut Schmidt gesagt haben soll: "wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen!", Es ist schon ein Krampf, dass das Gesocks, das deutlich weniger verdient als Regierungsräte, Verwaltungsräte und Stararchitekten auch immer mit quatschen darf, wenn man sein Geld ausgibt! Ich glaub, ich brauch jetzt ein Cüpli...

Messe Basel will ein neues Parkhaus bauen

2013-01-08 15:35:13
Kreativität bitte!

...ist ja alles schön und gut, aber bauen Sie doch bitte diesmal etwas, was INTERESSANT, originell und gut aussieht. Ich flehe darum, dass Mut bewiesen und ein architektonisches Zeichen gesetzt wird. Die kraft- und phantasielosen Hochhäuser von Diener und Morger können keine Vorbilder sein. Der BIZ-Kühlturm ist da schon ein wenig origineller, aber mit seinem spiessig zeitgeistigen Plastik-Braun auch nicht besonders geglückt. Dessen Architekt, der verstorbene Martin Burckhardt, durfte allerdings damals auch nicht so bauen, wie er eigentlich wollte: Er hätte die BIZ gern deutlich höher und somit eleganter gebaut, aber Einsprachen vom Bruderholz sollen das verhindert haben. Irgendwelche einflussreichen Leute dort oben hatten Angst, ihnen würde die Sicht auf die Münstertürme verbaut...so tickt Basel. Mal sehen, wie kleinlich die Behörden diesmal sein werden. Im Kleinbasel werden Einsprachen ja grundsätzlich abgeschmettert ... Das Hauptproblem dieses Ortes ist aber die vielspurige "Rennstrecke" der Autos, die den Bahnhofsplatz zerschneidet. Hier besteht Handlungsbedarf, sonst wird das nie etwas Gescheites.

Baloise baut für 200 Millionen neuen Hauptsitz

2013-01-06 15:52:07
Beste Schauspieler und Freunde!

Schade, dass uns die Tageswoche diese wundervollen Bilder nicht zeigen kann, auf denen zu sehen ist, wie sich Putin und Depardieu gestern getroffen und innig umarmt haben haben. Die Blocher-Zeitung zeigt die Bilder online und sie sind ungefähr das Einzige, was man an diesem Blatt noch empfehlen kann: http://bazonline.ch/panorama/vermischtes/Depardieu-holt-russischen-Pass-bei-Putin-ab/story/25424229 Ich wollte einen kleinen Kommentar dazu abgeben, aber den haben die Zensoren der BaZ nicht veröffentlicht. Das hier findet die BaZ nicht publizierbar, mal sehen, ob`s die Tageswoche toleriert. Zitat: "Nur schon das 1. Bild: Die 2 Heuchler, wie sie ihre "unermessliche" Freude und ihre "herzliche" Freundschaft darstellen! Jeder benutzt den anderen, um für sich selbst zu posen. Putin hat bestenfalls den Charme einer Hyäne und Depardieu, der sonst schon ein sehr, sehr guter Schauspieler ist, stösst hier an seine Grenzen. Aber mit ein wenig Schminke könnte er Jelzin im Endstadium spielen."

Frankreich empört sich über Abzocker-Kinostars

2012-12-31 17:59:15
PPP und Abbau von Musik und Gestalten

Ein ganz grosses Ärgernis war, wie absurd und eigenartig Erziehungsminister Eymann und sein Departement in diesem Jahr tickten: Nämlich ganz anders, als es dem Anspruch an ein "kultiviertes Basel" gut tun würde. Erst wurden im Rahmen der Harmos-Anpassungen Dummheiten aus den Stundentafeln der bäurischen Nachbarkantone übernommen: Stundenabbau in den Fächern Musik und bildnerisches Gestalten auf der Sekundarstufe 1. In Zukunft wird es sogar möglich sein, dass Jugendliche diese Fächer dort ganz weglassen können und somit während der gesamten Schulkarriere nicht eine einzige Lektion bei einer Fachlehrkraft in einem dieser Fächer haben werden!!! Die Fächer werden zwar an der Primarstufe unterrichtet, jedoch nicht unbedingt von gut qualifizierten Fach-, sondern von "schnell gebleichten" Primarlehrern. Wer Pech hat, kriegt so eine Lehrkraft, der das Zeichnen oder Musizieren halt nicht so liegt... An der Sekstufe 1 kann man die Fächer dann ganz abwählen, wenn die ignoranten Eltern es gestatten. Dann gestattet das der ignorante Erziehungsdirektor neuerdings auch. Danke, keine musische Bildung mehr als Pflichtstoff! Eymann outet sich damit endgültig als Betonkopf und es ist eine Schande sondergleichen, dass niemand im ach-so-kultivierten Basel sich darüber aufgeregt und interveniert hat. Die selbst ernannten "Bürgerlichen" wollen Eymann nicht in die Suppe spucken, die Linken halten zu Eymanns Vize, dem SP-Mann Signer, keine Partei muckt auf, niemand ergreift das Referendum: Die grosse Koalition der Kultur-Banausen züchtet sich hier eine Generation von amusischen Dumpfbacken heran. Der zweite Punkt, mit dem sich Eymann endgültig zur unglaubwürdigen Witzfigur gemacht hat, war die Sache mit dem Fach PPP. Hier regte sich immerhin Widerstand.Weil es aus bürokratischer Sicht schwierig zu managen ist, will das ED das erfolgreiche Fach PPP abschaffen, da es zu erfolgreich ist... Ein Schildbürgerstreich erster Güte, den ausserhalb Basels wirklich kein Mensch nach voll ziehen kann. Man muss den Leuten dann erklären, dass es für gewisse Kreise Basels wichtiger ist, dass man 5 unabhängige Gymnasien betreibt, als dass man ein sinnvolles und gut nachgefragtes Fächerangebot aufrecht erhält. Entsprechend erbärmlich ist dabei auch die Rolle der fünf Gymnasialrektoren. Keiner von denen hat den Mumm, sich gegen Eymanns Schnapsidee zu stellen, denn jeder möchte ein kleiner König in seinem kleinen Privatgärtchen bleiben. Vorschlag: Vier Rektoren in Rente schicken und alle Gymnasien zu einer Verwaltungseinheit zusammen fassen, aber an drei oder vier Standorten festhalten und den Gymnasiasten die Wahl lassen, sich entweder für einen bestimmten Schulstandort zu entscheiden ODER sich aber auf ein bestimmtes Schwerpunktfach fest zu legen, was bedeuten würde, dass das Rektorat einem dann einen entsprechenden Schulstandort zuweist... Wo ist das Problem, Herr Eymann?

7 Aufreger des Jahres

2012-12-29 12:10:07
FDP= Führungslos, Desorientiert, Peinlich

Nicht sehr überraschend, was die FDP da veranstaltet. Sie tut das, was sie am Besten kann: Sie geht bankrott. Ein Verzicht auf eine eigene Kandidatur bedeutet, dass die Partei sich selbst und ihre eigenen Ziele nicht mehr ernst nehmen kann. Die logische Konsequenz daraus wäre eigentlich, die FDPler lösen sich als Partei ganz auf und treten geschlossen in die SVP über.

Übel, dieser Postenschacher

2012-12-22 12:09:22
Vom Labern in den Teppichetagen.

Die Frage, ob ein Manager wie Kamm überbezahlt ist oder nicht, sollte nicht nur daran gemessen werden, ob er einem börsenkotierten Unternehmen vorsteht und wie gross seine Verantwortung ist. (Wie er die Verantwortung wahr nehmen soll, das weiss er ja in diesem Fall nicht. Er fragt lieber sarkastisch den Interviewer danach...). Was der Job wert ist, muss auch daran gemessen werden, wie hart die Arbeit ist. Herr Kamm "verdient" eine Million im Jahr brutto. Das ist mehr als drei mal so viel wie ein Basler Regierungsrat, mehr als ein Bundesrat, mehr als die deutsche Kanzlerin, sogar deutlich mehr der amerikanische Präsident! Dies obwohl Kamm einer Firma vorsteht, die zu 49% von der öffentlichen Hand betrieben wird. Ich finde das lächerlich und falsch und zwar aus der Sicht der Steuerzahler, aber auch grundsätzlich. Wie viel höher ist Kamms Verantwortung als die von Herrn Obama? Und wie viel "härter" ist Kamms Arbeit? Diese beiden letzten Fragen sind ja ganz offensichtlich saublöd, oder? Es ist völlig klar, dass es da zwar durchaus Gemeinsamkeiten, aber vor allem doch erhebliche Unterschiede gibt. Die Gemeinsamkeiten betreffen "das Labern in den Teppichetagen". Es bedeutet in beiden Fällen, Kamm und Obama, dass man mit gepflegten, gut riechenden und wohlerzogenen Menschen in feinen Stöffchen und Massanzügen in Designermöbeln und gut gestylter Architektur zusammen ist. In Limousinen, Hotelsuiten, Sitzungszimmern und Flughafen Lounges, in edlen Restaurants beim "Arbeitsessen" und danach noch in exquisiten Bars und Clubs beim "Sociallising" und "Networking". Dort macht man Geschäfte, verhandelt auch mal zäh und hart. Isst erstklassig, trinkt nur das Beste, wir respektvoll behandelt und von dienstbarem Personal gehätschelt und verwöhnt, wie es nur geht... Zu Kamms "Entschädigung" und dem Bonus, der sogar dann bezahlt wird, wenn die Geschäfte schlecht laufen (2008) kommt ja garantiert (und zu recht!) auch noch ein fettes Spesenkonto hinzu.Wenn er nach Miami oder Hongkong jettet, vermutlich nicht in der Touristenklasse, dort mit der Limousine abgeholt und von einer Assistentin in ein 5-Sterne-Hotel eingecheckt wird, dann muss er ja keine von den Annehmlichkeiten und keines der "Extras" selbst bezahlen... Nein, ich überschätze das auch nicht. Der Job ist sicher sehr anstrengend und zeitaufwändig und erfordert einen sehr hohen persönlichen Einsatz. Die Familie mag zeitweise zu kurz kommen. Aber das kann man auch über die Arbeit einer Frau an der Migros-Kasse sagen... Sollten solche Manager nicht eigentlich sehr glücklich, dankbar und zufrieden sein über die privilegierte Ambiance und das Spesenkonto în deren Rahmen ihre Arbeit statt findet, so dass sie auch für weit weniger hohe "Entschädigungen" arbeiten könnten? Millionen von wirklich hart arbeitenden Normalos würden mit Kamm tauschen - Hundertausende Wirtschaftsstudenten wären ebenso qualifiziert und alle wären sie auch mit 20% seiner "Entschädigung" sehr, sehr, sehr zufrieden und nach objektiven und statistischen Gesichtspunkten damit richtig gut entlöhnt. Es ist gut möglich, dass das Millionensalär Kamms Fähigkeit, gut zu führen massiv geschadet hat. Warum wohl erlaubt er es sich, dermassen überheblich auf zu treten wie in diesem Interview? Vielleicht, weil er meint, dass er zehnmal so viel "wert" sei wie der Journalist, der es hier wagt, ihm kritische Fragen zu stellen?

Messe-Chef übernimmt und vollzieht Kehrtwende

2012-12-21 08:33:34
Danke, Anti Mainstream.

Lieber "Anti Mainstream". Ich verstehe ein Stück weit, was Sie an meinem Text kritisieren und obwohl Sie ihren richtigen Namen nicht nenne, will ich Ihnen antworten. Der Vergleich mit Banerths Text über Eva Herzog ist ungerecht: Banerth spekuliert herum über`s Kiffen und über lesbische Neigungen von Frau Herzog und beschreibt aus Macho-Sicht ihren Körperbau und ihre Leidenschaftlichkeit. Das geht auch mir viel zu weit. Ich spekuliere lediglich über zwei Dinge: Bleicht er sich die Zähnchen und protzt er mit dem Ührchen? Dass er nicht gerade bescheiden auftritt, ist dabei aber ganz klar ersichtlich. Das will er ja gar nicht, obwohl es ihm besser anstehen würde. Meine Kritik an Kamm lässt sich im Detail sehr viel besser überprüfen als das, was Banerth über Herzog schreibt: Ich zitiere ihn wörtlich und beschreibe das, was jeder in diesem Videoclip sehen kann: Seine Erscheinung, seine Körpersprache, seine offensichtliche Herablassung und seine unbedarfte Rhetorik. Dass er absolut keine Kritik zulässt und die Kritiker "natürlich" nicht ernst nimmt. Das unterstelle ich ihm nicht, das sagt er relativ deutlich. Ein persönliches Problem mit Kamm habe ich nicht. Aber als Steuerzahler in Basel mische ich mich in die Belange der Messe öffentlich ein, denn die Messe wird z.T. von BS getragen und da sollen unsere Regierenden und der Grosse Rat eben mitreden. Wenn die von allein zu korrupt sind, dann müssen Leserbriefschreiber denen ab und zu auf die Sprünge helfen, oder? Aber es ist schon wahr: Einem wie Kamm gönne ich die 600`000 Fr.netto nicht. Aus meiner Sicht macht er seinen überbezahlten Job gar nicht gut - dieses Interview belegt dies ja eindrücklich. Und ich meine, dass seine angenehme Arbeit, den ganzen Tag in Teppichetagen herum zu hängen und zu labern auch für 150`000 im Jahr gut genug bezahlt wäre.

Messe-Chef übernimmt und vollzieht Kehrtwende

2012-12-20 22:40:36
De facto explizit zu cool, um belastet zu sein?

Man kann froh sein, dass Ueli Vischer endlich die Initiative ergreift und sich der Verantwortung stellt. Es wunderte mich allerdings erst, dass sich sein CEO Kamm an der gestrigen Medienkonferenz nicht blicken liess. Nachdem ich nun diese TV-Interview mit Kamm hier gesehen habe, wird allerdings klar, warum Vischer Kamm lieber nicht mit vor die Medien genommen hat: Kamm ist schlicht nicht vorzeigbar. An Stelle Vischers würde ich mich für einen Geschäftsführer wie Kamm schämen. Das Auftreten des CEOs in diesem Interview bezeugt vor allem Kritikunfähigkeit, Arroganz, Selbstgefälligkeit und Aggressivität in einem Ausmass, dass man meinen könnte, der geschniegelte Kamm mache sich über das Klischee des grosskotzigen Managers lustig oder stünde unter Drogeneinfluss. Da fläzt er sich wie ein selbst ernannter "Master of the Universe" in schwindelnden Höhen über der Stadt thronend im feinen Zwirn mit der fetten Angeber-Uhr, erfolgs- oder solariumgebräunt und mit abartig weissen Beisserchen in seiner Selbstgefälligkeit herum und kann die Verachtung einfach nicht verbergen, die er für den Journalisten hegt. René Kamm, ein Typ, der auch dann noch eine Gehaltserhöhung und einen fetten Bonus kassiert, wenn die Geschäfte schlecht laufen (so geschehen im Jahr der Vogelgrippe), hat den Charme und die rhetorischen Fähigkeiten eines Tyrannosaurus Rex. Wer sind wir denn, dass wir es wagen, ihn nach Versäumnissen der Messe zu fragen? Hier einige Stilblüten: Kritik und Druck von aussen: "Natürlich stört`s mich,aber es belastet mich nicht!". Kein Problem also! "Die Unia hat unsere Baustelle explizit ausgesucht." (Explizit heisst laut Duden "ausdrücklich", "deutlich" oder "ausführlich" und Fremdwörter sind offenbar Glücksache.) Die Kampagne der Unia: "im politischen Kontext von dieser politischen Debatte hat das perfekt gepasst." "Wir haben wahrscheinlich die bestgeführte Baustelle, die die Schweiz je gesehen hat." ... und den bestangezogenen CEO-Darsteller obendrein! "Die Baustelle ist perfekt." Unfälle hat es keine gegeben. Oder? "Man darf noch nicht Fakten schaffen bevor es so ist." und nicht reden bevor denken. Forderungen des Landrates nennt er "natürlich absoluten Blödsinn, reine Polemik, politisches Geplänkel." Mit Betonung auf "natürlich". "Wir haben alles bestens richtig gemacht." ...und sind die Bestensten! "Im Moment habe ich noch keinen Fall (von Lohndumping) gesehen.", sagt Kamm. Aber hat er denn auch hin geschaut? Die Kritiker der Messe "aus gewissen politischen Kreisen, die sollen sich einfach mal überlegen, was sie da vorschlagen. Die sollen sich mal Folgeüberlegungen machen und dann können wir wieder mal über das Thema diskutieren." Die Unia und die Landräte haben sich also nicht überlegt, was sie da vorschlagen? Wahrscheinlich sind die alle ganz ganz dumm, oder? "Wie soll denn die Verantwortung aussehen? Wie sollen wir in die Verantwortung stehen?" Fragen Sie Vischer, der weiss es. Dieser Kamm kassiert ein Millionengehalt, aber nicht einmal den dicken Max spielt er überzeugend...Da 49% der Messe von öffentlicher Hand getragen werden, hoffe ich, dass es Mechanismen gibt, mit denen die Vertreter der Steuerzahler im VR so jemanden los werden können. Ohne goldenen Fallschirm, aber vielleicht mit einem Angebot zur Weiterbildung in Sachen Anstand.

Messe-Chef übernimmt und vollzieht Kehrtwende

2012-12-16 11:34:15
Chapeau!

Ich wusste nicht, dass Frau Schärer eine Baslerin und Berufskollegin und mir sogar von früher her flüchtig bekannt ist, aber das freut mich ganz besonders! Ich habe ihre Illustrationen immer sehr gemocht. Ihr Stil ist unverkennbar und sticht heraus. Ihre Bilder sind genial komponiert, absolut meisterhaft gezeichnet, virtuos und geschmackvoll koloriert und beseelt von Charme, Witz, Sensibilität und einer grossen Liebe zu den Tieren. Einfach FANTASTISCH! Ich finde, was Frau Schärer macht, gehört zum Allerbesten, was es auf dem Kinderbuchmarkt gibt und je gegeben hat. Regelmässig bewundere ich ihre Werke in Schaufenstern, Buchhandlungen oder Bibliotheken und bedaure es dann immer sehr, dass mein Kinder schon zu gross dafür sind.

Da ist tierisch was los

2012-12-10 10:30:59
Ja, wo laufen sie denn?

Dann könnten die BVB- und BLT-Bosse ja endlich ein weiters Problem angehen und lösen, über dass sich unzählige Fahrgäste regelmässig nerven dürften: Stellen Sie sich mal am Aeschenplatz an die Haltestelle der Linien 8, 10 und 11 in Richtung Bahnhof SBB. Am besten zur Stosszeit, abends um halb 5, dann ist es dort voll und die Trams, die heran rollen sind es ebenso. Richtig nervtötend ist dabei die ewig ungelöste Frage: WO stellen Sie sich da am Besten hin? Denn Sie können einfach nicht voraussehen, ob der nächste Tramführer beschliesst, auf Höhe des Wartehäuschens zu halten oder ganz nach vorne zu fahren. In dem Fall müssen Sie dem Tram hinterher rennen, was wegen des Gedränges nicht gut möglich ist, und stehen dann in einer Traube von Leuten, die alle hinten einsteigen wollen... Haben Sie sich ganz vorn zum Warten hin gestellt, dann müssen sie dem Tram entgegen rennen, falls es nicht vor fährt und stehen in einer Traube von Menschen, die alle vorn einsteigen wollen. Sind Sie aber superclever und stellen sich in der Mitte auf, dann stehen Sie dort garantiert wieder in einer Traube von (supercleveren) Menschen, die zwar nicht rennen müssen, aber alle am gleichen Ort einsteigen wollen ... entweder vorn oder hinten beim Tram (irgendwie sauglatt, gell?) Extrem nervig! Am Barfi und am Marktplatz waren die Verkehrsbetriebe ja schon vor Jahren fähig, das Problem zu lösen (wenn auch bizarrerweise nur in Fahrtrichtung Kleinbasel): Dort halten 10er und 11er immer im hinteren Teil der Haltestelle, während die grünen Trams immer vor fahren. Warum nicht überall so? Und noch was, wo`s gerade so schön ist: Mit Werbung zugeklebte Scheiben sind der totale Absteller. Es verdunkelt die Wagen erheblich und man sieht nicht richtig hinaus.

Bitte Fahrplan beachten

2012-12-09 12:53:53
Pennt der Kanton?

Das erinnert ein wenig an die Messe: Der Kanton, ehemals 40%iger Aktionär, jetzt nur noch mit 20% dabei, nimmt seine Verantwortung nicht recht wahr. Diesmal ist es das Departement Herzog. Was nicht im Artikel steht: Im alten Gundeli Casino gab es regelmässig tolle Rockkonzerte. Dann kam der Neubau und der wurde auch wieder mit einem Konzert eröffnet. Ich glaube, es war Patent Ochsner. Ich war dort und begeistert vom Saal. Herr Hoehn sagt in der Tageswoche, der Saal sei für Konzerte zu klein, aber das ist blanker Unsinn. Für kleinere und mittlere Konzerte ist er absolut gross genug. Ich weiss noch, wie erstaunt ich war, kurz nach der Eröffnung des neuen Casinos in der Zeitung lesen zu müssen, es dürften dort in Zukunft keine Konzerte mehr durchgeführt werden, denn das erste (und letzte) Konzert im Neubau habe gezeigt, dass die Schallisolation nach oben ungenügend sei. Die tragenden Betonpfeiler würden den Lärm aus dem Konzertsaal in die darüber liegenden Wohnungen übertragen... Ich dachte, es müsse sich um einen schlechten Witz handeln: Da baut man einen neuen Konzertsaal und vergisst, ihn anständig zu isolieren? Ich traute der Begründung nicht...tue das bis heute nicht. Das Ganze muss ein Schildbürgerstreich sein oder eine Farce. In jedem Fall aber ein Skandal. Wer war der Architekt? Hat er gepfuscht? Warum hat man ihn nicht zur Rechenschaft gezogen? Wer haftet für den Unsinn? Warum hat man nicht nachgebessert? Wer war der Bauherr? Was waren seine (wahren) Absichten? Sollte da wirklich ein Konzertsaal gebaut werden oder war dies nur ein Trick, um an irgendwelche Subventionen vom Kanton heran zu kommen? Welche Rolle spielte die kantonale Verwaltung? Fragen über Fragen ... Ich bin kein Journalist und habe weder die Zeit, noch das Know-How, um dieser Sache nach zu gehen. Aber dass sie zum Himmel stinkt, scheint mir ganz ffensichtlich. In all den Jahren, seit diesem finalen Eröffnungskonzert habe ich mich immer und immer wieder gefragt, warum die Kulturstadt Basel darauf angewiesen ist, dass ihre jugendlichen Bewohner ins Z7 oder in die Gallery Bar der "Kulturstadt" Pratteln fahren müssen, wo laufend interessante Konzerte statt finden. Immer wieder dachte ich, wie schade und wie fragwürdig es doch ist, dass im Gundeli Casino tote Hose herrscht. Ich habe den Verdacht, dieser Misstand könnte auf einer politischen Entscheidung beruhen: Man will möglicherweise Schlampereien und Mauschelei bei der Planung und dem Bau vertuschen und unfähigen Architekten, Regierungsräten und Verwaltungsleuten nicht in die Suppe spucken. Aber vor allem möchte man wohl jugendliche Konzertbesucher abends nicht ins Gundeli locken. Man hat angst davor, sie könnten Lärm verursachen und die Schlafstadt Basel aufmischen. Wäre schön, wenn die Tageswoche an dem Thema dran bleiben würde.

In der Not sind auch ICF und Scientology als Mieter recht

2012-12-08 17:05:01
Watergate?

Was mag nur in den Köpfen solcher Architekten vorgehen - bzw. NICHT vorgehen - dass sie Ihr Projekt "Watergate" taufen? Watergate, das Original, kann man sich auf Wikipedia angucken. Weiss, tortenartig geschichtet, hufeisenförmig, fünfteilig, geschwungen... Ein Büro- und Hotelgebäude-Komplex in Washington DC. Ausserdem ist Watergate ja der grosse "Komplex", die moralische Götterdämmerung der Republikanischen Partei. Ein Einbruch, ein verlogener Präsident, der kriminelle Machenschaften vertuschen wollte etc...etc... All das führte zum Rücktritt Nixons. Diese dunkle Affaire wird für immer mit dem Namen "Watergate" verbunden sein und das weiss doch jedes Kind. Aber nun nennen ein paar unbedarfte zürcher Hippster, offenbar von jeglicher politischer Bildung unbeleckt, einen gigantischen hohlen Affenfelsen danach, der ein wenig so aussieht, als stünde er in Grosny oder Gaza und hätte dort jede Menge grosskalibriger Artillerie abbekommen. Da kann man nur dem Herrn im Himmel danken, dass es dieses Projekt nur auf den zweiten Platz geschafft hat. Gleichzeitig bin ich bezüglich des Geschmacks und der städtebaulichen Kompetenz der Architekturjury sehr, sehr besorgt, dass dieses Projekt so gut eingestuft wurde, denn etwas noch Hässliches oder etwas mit einem noch dümmeren Namen gibt es auf den hinteren Rängen nicht. Im Gegenteil.

«Das Ozeanium ist nicht als weitere Vergnügungszone gedacht»

2012-12-07 21:51:13
Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

Danke für diese offenen Worte! Endlich sagt`s mal einer in aller Öffentlichkeit. Pilatus Brutschin ist ein Heuchler und wäscht seine Hände in Unschuld, aber immerhin nimmt er Stellung. Nur sollten wir nicht vergessen, dass er als Vertreter der Regierung im VR der Messe sitzt und dass somit auch die anderen Regierungsräte Mitverantwortung tragen. Alle, die wir gewählt haben, damit sie in unserem Namen nach dem Rechten sehen. Auch die Regierenden der Partnerkantone BL und ZH wären gefordert. Aber die ducken sich einfach feige weg. Egal, ob Linke oder so genannte "Bürgerliche": Keiner gibt Versäumnisse zu, keiner übernimmt Verantwortung. Und was ist mit den Messe-Gewaltigen? Der gegeelte CEO Kamm und Don Ueli Vischer sind wahrscheinlich in Miami: Business, Jetset, Highlife... Keine Zeit für Probleme mit dem Plebejern von der Baustelle? Kamm wird auch dieses Jahr wieder einen fantastischen Bonus kassieren. (Den bekam er sogar in Jahren, wo es besonders schlecht lief.) Denn es läuft ja einfach wie geschmiert. Werden sie vor Weihnachten noch etwas unternehmen, um all den kleinen betrogenen Schwerarbeitern aus dem Osten doch noch zu deren Geld zu verhelfen? Was für eine dumme Frage! Da liegt ein Arbeiter der Messebaustelle im Spital, dem man mehrere Finger amputieren musste nach einem Arbeitsunfall wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen. Waren Kamm oder Vischer dort mal am Krankenbett? Haben sie Hilfe angeboten und um Verzeihung gebeten? Oder "müssen" sie das gar nicht? Sind sie für Missstände in diesem Laden gar nicht verantwortlich? Dann sind sie`s logischerweise für die Erfolge auch nicht. Und dann sollten sie auch keine Boni und kein Millionensalär kriegen. Aber ich bin natürlich weltfremd zu denken, nur weil die Arbeiter um ihr Geld betrogen werden, müsste das auch Konsequenzen für die Führung haben. Denn wer von all diesen reichen, rückgradlosen und unsozialen Schreibtischhengsten im VR sollte denn ein Interesse daran haben, anständig zu wirtschaften, wo es doch so viel leichter ist, sich selbst und die Amigos mit viel Geld zu bedienen und sich gegenseitig von jeder Schuld und Verantwortung rein zu waschen. Schöne Weihnachten, wir sind ja so stolz auf Euch!

Wir lassen uns doch nicht für dumm verkaufen

2012-12-04 09:36:50
Selbstsucht

Wenn man sich anschaut, was die Ausrichtung olympischer Spiele bringt, dann wird man feststellen, dass Hoteliers, Bauunternehmer, Sportfunktionäre und finanziell gut vernetzt Politiker immer profitieren, aber Steuerzahler und Gemeinden schlussendlich ein Defizit einfahren. Und das ewige "Argument" der Befürworter, es nütze dem Standortmarketing und dem Tourismus, wenn man Olympia ausgerichtet habe, ist auch nicht viel wert. An so etwas glauben doch nur Sportreporter. Oder jetten Sie etwa nach Calgary, Turin oder Nagano, nur weil da eine alte Olympia-Schanze herum gammelt? Sportfunktionäre wie Jörg Schild sind die schlechtesten aller politischen Berater. Sie wollen einfach nur, dass die Allgemeinheit ihnen ihr sinnloses Hobby finanziert. Ich bin stolz auf all die Bündner, die darauf nicht hineinfallen.

Jörg Schild macht den Bündnern Dampf

2012-11-28 21:57:20
Dumping & Boni

Wie hoch sind die "Entschädigungen" des Messe VR-Präsidenten Ueli Vischer und des CEOs René Kamm? Wie hoch werden ihre Boni dieses Jahr wieder sein? Je mehr man die Arbeiter betrügt, umso besser sind vermutlich diese Ergebnisse. Oder hat das alles gar nichts zu tun mit der Führung der Messe CH, der Bauherrin? Dies alles mit Billigung (durch aktives Wegsehen) von Leuten, die für die Kantone BS, BL und ZH den Auftrag hätten, die Machenschaften dieses widerlich wirtschaftenden Unternehmens zu kontrollieren. Da sind auch sozialdemokratische Regierungs-Bonzen mit beteiligt. Dass die sich nicht schämen... Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte.

Lohndumping: Kontrolleure werden fündig

2012-11-27 16:23:26
Hendrix ist nicht zu toppen!

Ein Autor vom Tagi, Christoph Fellmann, hat anlässlich Hendrix`Geburtstag eine interessante Diskussion angerissen: Wo sind die Gitarrenhelden von heute? Fellmann stellt zugleich auch die ziemlich bescheuerte Frage, ob Hendrix heute noch Gitarre spielen oder lieber am Laptop rumfummeln würde. Jesses...! Ich bin sicher, jeder, der es auch nur zu 10% so gut versteht, sich an einem Musik-Instrument aus zu drücken wie Hendrix, wird wissen, dass es keinen Ersatz dafür gibt und dass man auch nicht "besser" oder künstlerisch interessanter wird, wenn man irgendwelche zeitgeistige Elektronik hinzu fügt. Aber in einem Punkt hat Fellmann nicht unrecht: So richtige Gitarrengötter wie Hendrix gibt es heute nicht mehr. Zwar gibt es jede Menge Gitarrenhelden und darunter auch sehr viele, die technisch viel, viel "besser" oder auch vielseitiger sind als Hendrix. Aber Hendrix ist eben doch auf diesem Terrain unschlagbar, denn er war der erste richtige Gitarrenheld der Rockmusik. Er ist der Prototyp, er ist das stilbildende verrückte jugendliche und schöne Genie und das erste lebende Gesamtkunstwerk, der erste grosse, wilde, freie Improvisator des Rock und des E-Gitarren-Sounds und somit einer, der nicht nur die Musik, sondern eben die gesamte Kultur der 60er und 70er geprägt hat: Mode, Lebenswandel, Weltanschauung etc... Hendrix ist Rebellion, Jugendkult und "Sex and Drugs and Rock`n`Roll" ist er sowieso. Ausserdem der bedeutendste Innovator der E-Gitarre, egal wie schnell van Halen tappen kann oder mit wie vielen Gitarren Michelangelo Batio gleichzeitig hantieren mag. So einen einflussreichen Typen mit Gitarre hat es nie mehr gegeben und keiner, der nach gekommen ist, könnte über das Vehikel E-Gitarre eine grössere Bedeutung gewinnen. "More Experience" ist nicht möglich. Oder? Danke Marcel Aeby & Co für all die tollen Hendrix Interpretationen! http://bazonline.ch/kultur/pop-und-jazz/Was-ist-bloss-aus-dem-Gitarrenhelden-geworden/story/20306383

Kultwerk #55: Electric Ladyland

2012-11-17 16:44:04
Lieber einen Pfadiführer als einen schnüffelnder Waffenlobbyisten!

Wenn man sich den "Leistungsausweis" von Hampe Gass anschaut, dann darf man sich ganz zu recht die Frage stellen, ob das, was dieser FDP-Schläfer im Amt des Regierungsrates geleistet (und NICHT geleistet) hat, nicht auch von jedem anderen Pfadiführer hätte erbracht werden können. Ich finde Herrn Heizmann jedenfalls viel sympathischer und bodenständiger als den pseudoliberalen Kandidaten des Daigs und schätze vor allem Heizmanns Idealismus. Dürrs Ideale und seinen moralischen Anspruch kann man ja leicht daran ablesen, dass er für die führende Werbeagentur der Atom- und Waffenindustrie arbeitet. Dass diese Firma Farner sogar zu illegalen Mitteln wie zur Bespitzelung politischer Gegner greift, mag Dürr aus der Sicht vieler zum idealen Polizeichef machen. Ich sehe das aber liberaler und setze lieber auf den ehrlicheren und transparenten Kandidaten, auf Heizmann. Wenn alle Linken und Grünen mitmachen, dann könnte die Sensation wahr werden... Geht wählen!

«Ich bin Idealist»

2012-11-10 11:38:38
Kessler oder Suter oder Somm...

Erst ein paar Zitate aus Suters BaZ-Artikel: "Kessler liebt den grossen Auftritt, vor allem in den Medien (...) Kessler äussert sich gern und viel zu allen möglichen Themen. (...) Dabei kommt Kessler zugute, dass er einfach denjenigen Hut aufsetzt, der gerade gefragt ist, und soeben auch flugs zum ­Sicherheitsexperten wird. (...) Kessler selber erachtet sich als kompetent genug, um über Sicherheitsthemen sprechen zu können." (Zitat Ende) Ich habe mir beim Lesen überlegt, mit welcher Berechtigung der Journalist Suter hier Kritik übt und wie es wäre, wenn man in den oben stehenden Zitaten den Namen Kesslers durch "Suter" oder am Besten gleich durch "Somm" ersetzen würde. Ich finde, das wäre problemlos möglich. Nicht nur die angesprochenen Journalisten der BaZ, sondern sehr viele andere Berufskollegen machen ja auch nichts anderes als Kessler: Sie diskutieren in aller Öffentlichkeit mit, und zwar bei allen möglichen Themen. Einfach, weil sie sich zutrauen, etwas Substanzielles zu sagen zu haben. Im Fall Kesslers trifft das ja auch zu. Bei Somm und Suter darf man zwischendurch auch mal Zweifel haben. Und dass der Frührentner Gass das nicht tat, dass man ihn wohl noch nicht einmal in die Arena einladen würde, dafür kann ja Kessler nichts... Wie auch immer: Ich bin mir sicher, Herr Suter oder Herr Somm hätten eine Arena-Einladung zum Thema Sicherheit ebenfalls angenommen. Also was soll das Geschrei? Ich habe diesen Gedanken auch in einem Kommentar an die BaZ verschickt. Aber er wurde nicht veröffentlicht.

Die Basler Zeitung im Wahlkampf, zweiter Teil

2012-10-31 21:36:15
Der Kommentar, den die BaZ nicht veröffentlichen wollte:

Nachdem ich gestern Abend erfuhr, dass wenigstens Herr Müller gegen Baschi Dürr antreten will, verfasste ich einen Text als Kommentar auf BaZ-Online. Leider unterdrückten die Zensoren der BaZ Redaktion, die sich anmassend "Journalisten" nennen und damit den eigenen Berufstand verunglimpfen, diesen Text. Ist es denn wirklich so bösartig, was ich da geschrieben habe? Urteilen Sie selbst: (Zitat) Danke Herr Müller vom FUK! Sie haben in diesem erbärmlichen "Wahlkampf" mehr Rückgrad und Idealismus, als all die anderen "pragmatischen" Politiker zusammen! Leider bezeichnend, dass sie ja gar kein "richtiger" Politiker sind. Sehr schwach, dass Linke, GLP und die Mitte nicht noch einen wählbaren "bürgerlichen" Sprengkandidaten aufgetan und nachnominiert haben. (Prinzip Widmer-Schlumpf) (Zitat Ende) Nun möchte ich auch Herrn Haizmann für seinen Mut und seinen Idealismus danken und ihm gratulieren! Und Dank auch an die TagesWoche, dass man hier kommentieren darf, ohne zensiert zu werden. Ihr seid wirklich liberal im besten Sinne, was man vom FDP-Mitglied Markus Somm und seinem Blocherblatt ganz sicher nicht behaupten kann.

Dürr, Mueller und ein Neuer

2012-10-30 22:22:18
Psychogramm in realsatirischer Thesenform

Wäre Baschi Dürr ein würdiger Nachfolger für Hampe Gass, den Frührentner auf Staatskosten? (Wie nennt die SVP das eigentlich? „Rentenbetrüger“ oder „Scheinrentner“?) Egal ob „mehr Mut zur Freiheit“ oder „mehr Freiheit, weniger Staat“: Gass geht früher und wir alle bezahlen das. Der Gewinn ist privat und die Last verstaatlicht und heutzutage nennt man das „liberal“. Dass der "kahle Romney" kahl ist, dass er gar tuntig sein soll (ich würde es eher "vornehm" nennen), spielt keine Rolle! Auch "knallharte“ Karrieristen sind da, wo Dürr hin will sicher nichts Besonderes. Oder glaubt irgendwer, Brutschin wären nicht ehrgeizig? Und auch von Eva Herzog gibt es die Geschichte, dass sie Nachbarn angeblich nur dann grüsst, wenn gerade Wahlen anstehen... Das Einzige, was wirklich übel ist am bürgerlichen Bierdeckel-Baschi, ist sein ideologisch verbrämter Mangel an sozialer Kompetenz. Der mag sich zwar auch darin äussern, dass Dürr angeblich kein guter Teamplayer sein soll und dass er nicht verbergen kann oder wohl gar nicht verbergen will, für wie herausragend brillant er sich hält. Das gerät dann und wann ein wenig schrullig oder "exzentrisch", aber nur Lästermäuler würden so etwas offen als "narzisstisch" bezeichnen. Kein Problem! Auch Morin soll ja auch auf eine hervorragend ungeschickte Art eitel sein. Aber schlimm wird es bei Dürr erst dort, wo sein Mangel an Empathie auf seinen starken missionarischen Eifer trifft. Es gibt in seinem Lebenslauf vermutlich kaum etwas, das ihm jemals klar gemacht hätte, dass nicht alle Leute - so wie er selbst - mit einem goldenen Löffel im Mund aufwachsen durften. Folglich glaubt er wahrscheinlich ganz im Ernst, die viel bemühte "Selbstverantwortung" und der "Mut zur Freiheit" seien echte Alternative zu all den „wirtschaftsschädigenden“ linken Ideen von Sozialpolitik und Solidarität und dass der Staat nur eine Erfindung für die Loser sei, die den Besitzenden auf der Tasche liegen wollen. Der Millionärssohn aus dem Gellert, der Hausbesitzer und studierte Ökonom brauchte den Sozialstaat selber nie, um sich helfen zu lassen. Er wurde gut gefördert, konnte als Kind in die Mal- und Bastelstunde und aufs Gymnasium gehen. Ob Mami arbeiten gehen musste oder zu Hause bei den Aufgaben helfen konnte? Vermutlich durfte Baschi auch studieren, solange er wollte. (Wann hat er denn eigentlich seinen Abschluss gemacht? Und was war sein Spezialgebiet? Wie man heisse Luft erst privatisiert, um sie dann steuerbefreit an den Konsumenten zurück zu verleasen?) Mit der Zahlung der Krankenkassenprämien war Dürr gewiss nie im Verzug und für Ferien dürfte es auch immer gereicht haben. Auch wenn er nun im Kleinbasel wohnt und Kinder hat, so bewegt er sich beruflich als Werbemanager und FDP-Mitglied natürlich nur in den erlauchten Kreisen, wo man sich für Seinesgleichen einen Stundenlohn unter 300 Franken kaum vorstellen kann, aber trotzdem unerbittlich gegen Mindestlöhne stimmt. Dürr gehört gewiss zu denen, die auch keine Mühe haben, jemanden zu bezahlen, der einem die Kinder hütet oder das Haus putzt, damit man im schicken Anzug genau der Arbeit nachgehen kann, die man sich selbst ausgesucht hat. Wie schön! In Dürrs Fall handelt es sich dabei um Marktschreierei und hoch professionelle, stilvoll durchgestylte Aufschneiderei, also um Werbung und Marketing für Leute, bei denen es eine Teppichetage gibt. „Image“ statt Wahrhaftigkeit? Aber kennt er auch etwas Anderes? Es gab eine Zeit, wo Dürr für die NZZ schrieb, aber Journalismus schien ihm nicht zu liegen. Sachliche Berichterstattung? Vielleicht war er dazu nicht gut genug, vielleicht war ihm der Lohn nicht gut genug. Wie auch immer: Er wollte offenbar lieber ein Macher, Werber und Marketing-Schwätzer sein. Vielleicht vor allem in eigener Sache? Der Wechsel vom Sprecher bei Roche zum Geschäftsführer von Farner zeigt, dass hier einer zum Chefsein geboren wurde, dass er nicht nur Medikamente, sondern gerne auch Atomkraft, Waffen und Anderes anpreisen will. Ganz egal, was? Und er zeigt, dass Dürr keine Hemmungen hat, für eine Firma zu arbeiten, die in bester McCarthy-, Nixon- oder Cincera-Manier Leute bespitzelt. So richtig "liberal" kann man die Firma Farner in diesem Zusammenhang ja nicht nennen. Es sei denn, „liberal“ hiesse: „Auch gerne mal am Gesetz vorbei“. Welche Grossbank würde dazu nicht heimlich „ja“ sagen? Seltsam, was für Blüten so ein Begriff doch treibt! Dass FDP-Bundesrat Merz Steuergeschenke in Milliardenhöhe für Unternehmen bewusst an der Wahrheit und am Volk vorbei durchsetzte, das nennen diese Leute wahrscheinlich auch „liberal“. (Ich nenne das:„Berlusconi-Stil“ oder lieber noch: „Landesverrat“.) Aber was soll`s? Dürr findet es gewiss in Ordnung. Über Farner kann man sagen: Die Kohle und die Kontakte stimmen und selber kommt man damit ganz nach oben. Welche Werte sollte es denn sonst noch geben, für die sich ein reiches Söhnchen wie Dürr interessieren könnten? Fragen Sie doch mal seinen Parteifreund Markus Somm! Der weiss es auch nicht und ist ein ganz ähnlicher Fall, wenn auch einiges fleissiger als Dürr. Seine mutmassliche Unfähigkeit, einen sozialen Horizont erkennen zu können oder seine Wertvorstellungen zu hinterfragen und eine offensichtlich sehr schlechte, da amoralische Ökonomen-Ausbildung, haben befördert, dass Dürr ein gernegrosser Prediger des Neoliberalismus ist. Schon als Teenager hat er für den „Basler“- oder den „Doppelstab“ menschenverachtend antisozialen Unsinn im "Geiste" der Neocons verbreiten dürfen. (Sehr bedauerlich, dass auch die Tageswoche-Journalisten offenbar keinen Bock hatten, in den Archiven mal nach zu gucken, wie sich schon der sehr junger Dürr als Hassprediger des Anti-Etatismus zu profilieren suchte.) Aber es scheint, auch heute sei Dürr geistig noch nicht weiter gekommen– egal, was die Weltwirtschaftskrise seit 2008 angerichtet hat... Deshalb kann man sich nicht so sicher sein, ob er denn wirklich so furchtbar klug sei, wie gern behauptet wird. (Und WER behauptet das eigentlich dauernd, ausser den FDP-lern? Sind das die Linken, die Grünen und Mitte-Politiker, die Dürr sogar nun ins Amt hieven helfen, indem sie keinen Gegenkandidaten aufstellen? Eine Schande!) Ist Dürr wirklich gescheit oder verkauft er sich nur gut? Hat er etwas zu sagen, ausser längst überholte „Weisheiten“ Margaret Thatchers nach zu beten? Ist er denn nie über die reine Lehre (Leere?) der Hardcore-Ökonomen hinaus gekommen? Sind der ach-so-freie Markt der Monopolisten und Kartelle, „die unsichtbare Hand“ der schieren Gier, die zwanghafte Liberalisierung, die wurstige Deregulierung und die falsch etikettierte Privatisierung denn alles, was er drauf hat? Abzocker-Voodoo im Tarnmäntelchen einer angeblichen „Wissenschaft“? Im Gegensatz zu einem Peter Malama, der ein Mann der Praxis war, kommt Dürr daher, wie die Karikatur eines Herrensöhnchens aus den guten alten Zeiten, als das Klassenbewusstsein noch in ALLEN Köpfen steckte, nicht nur in denen der Besitzenden, und als der Plebs noch nicht so aufsässig und anspruchsvoll war, soziale Forderungen zu stellen. Regieren soll das Geld alleine, aber Steuern zahlen, das sollen die anderen! Das Tafelsilber in Staatsbesitz wird verscherbelt an die Kumpels von der Finanzmarkt-Mafia und jedweder „service public“ kann abgeschafft werden, wenn er nicht lukrativ genug ist, um in private Hände zu kommen. Und wenn die Rendite stimmt, dann darf man zu den Unterprivilegierten, die wirklich arbeiten (wenn man sie noch lässt) und die Zeche zahlen, schon auch mal ein wenig jovial sein und ein Bierchen mit ihnen trinken gehen und sich beim Rauchen erwischen lassen... Kiffen ist auch okay, aber bei der PUK und an den Schulen müssen wir sparen. Ausländerstimmrecht ist okay, aber Integrationskurse sind zu teuer. Waffen verkaufen ist okay (Farner), aber im Militär weitermachen, das ist dem Baschi dann doch zu stressig. Nein, nur weil man gerne Waffen verkauft, muss man ja noch lange keine Militärkopf sein. Apropos: Dem armen Oberst Burckhardt wäre am LDP-Parteitag deswegen vor Erbitterung ja beinahe der selbige geplatzt! Aber nicht mal dazu reichte Dürrs Einsatz aus ... Vielleicht ist Baschi ja nur ein Dürr-Brettbohrer? Wenn auch ein sehr selbstbewusster. Woher nur dieses Selbstbewusstsein? Für mich nicht nachvollziehbar. Wie auch immer: Seine "starken" Überzeugungen, der Mangel an Bescheidenheit und sozialem Verantwortungsbewusstsein machen Dürr tatsächlich gefährlich für alle, die nicht zum reichen Daig oder zu den „Raubtierkapitalisten“ gehören, denen er das Wort salbadert. Und für die moribunde FDP ist seine Kandidatur ein gewaltiges Armutszeugnis. Mehr hat die heute nicht mehr zu bieten?! Ausblick: Einen guten Polizeichef wird Dürr gewiss NICHT abgeben können, denn er wird auf Kosten der „kleinen Angestellten“ sparen und sich nicht für ihre sozialen Anliegen einsetzen wollen. Auch ist ein Mann wie er, der meint, „eine Mission ganz da oben zu haben“, auf einem Posten, auf dem sich sogar ein Hampe Gass zu langweilen schien, sicher nicht zufrieden. Wollte Dürr nicht gleich Regierungspräsident werden? Was? Erst mit 35? Ja, für ihn ist das vielleicht normal, aber für mich klingt das nach einem Fasnachts-Sujet. Wie kollegial und kooperativ wird er als Polizeiminister und Teamplayer denn sein, wo er doch anstrebt, Konkurrent Morin aus dem Amt zu jagen und dessen Laden ganz zu übernehmen? Geht er nicht nur „aus Not“ zur Polizei? Interessiert ihn das Sachgebiet überhaupt oder ist es nur eine Durchgangsstation für ihn? Erst wenn er Morin dann irgendwann abgeschossen haben wird, kann er als Stadt-Deregulierungspräsident alle Kultursubventionen zusammenstreichen, die Museen privatisieren und ...und ...und ... Also, wie ehrlich ist er heute mit seiner Karriereplanung? Wollte er nicht schon immer Bundesrat werden? ( Der Job ist noch nicht vakant, dort schnarcht der Schneider-Ammann) Oder mehr noch? (Der Job als Gott ist leider auch schon besetzt! Dort herrscht die unsichtbare, aber offene Hand, die die Märkte so weise reguliert. Und zwar zum Wohle aller!) Wer sich fragt, warum ich Unberufener es mir antue, so einen langen Text zu verfassen, wo ich ja doch nichts damit erreichen werde, der soll wissen, dass ich enttäuscht bin vom Basler Journalisten-Kuchen, der seinen Job, KRITISCH zu sein, nicht gründlich macht und sich lieber jetzt schon beim künftigen Herrn Re-GIER-ungsrat lieb Kind macht. Aber diesen scheinliberalen Heissluft-Kojak hätten etwas bissigere Journalisten sicher längst platzen lassen können. Stattdessen sind wir so tief gesunken, dass er wohl sogar ohne Gegenkandidat ins Amt gehoben wird. Prost!

Wie gefährlich ist dieser Mann?