LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Wochengedicht

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Wochengedicht #25: Andreas Saurer

24.09.2012, 15:39Uhr

 

Passugger

deine augen leuchtend
neben dem bett
steht das wasser
jeden abend
bis zum hals
kennen und küssen
wir uns
jeden abend
spielen wir
zebra
streifen durch
deinen kopf
jeden abend
ist die welt eine scheibe
sie endet im meer.

Eine Bettszene? Leuchtende Augen, Küsse, ein Ausfliessen in die Unendlichkeit des Meeres. Und das jeden Abend. Zwei Verliebte, die sich «bis zum Hals kennen» und miteinander Tier spielen? Man muss schon sehr verliebt sein um zu übersehen, dass das Gedicht von etwas ganz anderem spricht. Schon der Markenname im Titel kündet nicht unbedingt eine romantische Verführung an.

Eine Bettszene ja, aber ohne Geliebte. Dafür mit Mineralwasser. Es sind dessen Bläschen, die wie Augen leuchten, es ist der Hals der Flasche, den die Lippen berühren. Licht und Schatten wechseln in der bewegten Flüssigkeit ab. Bis die Lampe ausgeknipst wird und Dunkelheit im Zimmer herrscht. Der Schluss nimmt das Thema Wasser auf und führt mit dem Bild vom Meer aus dem Gedicht hinaus in ein Reich, wo Grenzenlosigkeit und Zeitlosigkeit herrschen, den Schlaf.

Und das Mineralwasser hätte die Liebesszene aus dem Gedicht vollständig verdrängt? Nicht ganz. Etwas von der Sinnlichkeit, die wir ursprünglich in diesem vorzufinden glaubten, schwingt in den einschlägigen Worten, auch in der vertraulichen Du-Anrede, nach wie vor mit und reichert das abendliche Stillleben, welches das Gedicht beschreibt, mit prickelnden Vorstellungen an.

(Bild: zVg)

Der Journalist und Lyriker Andreas Saurer (1963 in Andeer geboren) ist Auslandredaktor der Berner Zeitung. Eine erste Auswahl seiner Gedichte erschien 2005 zweisprachig im rumänischen Verlag Biblioteca Revistei (Oradea) unter dem Titel «Berg mit Madonna. Munte cu Madonna». 2008 folgte im orte-Verlag die Sammlung «Freie Sicht bis Cagliatscha», der das Gedicht entnommen ist.

 

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Literatur & Lyrik, Wochengedicht

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Wochengedicht #24: Judith Zander Weiterlesen

Wochengedicht #23: Christian Lehnert Weiterlesen

Wochengedicht #22: Reiner Kunze Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.