LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Wahltag

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

  • Bitte beachten Sie unseren Community-Leitfaden.

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Ich bin eine Nummer

22.08.2012, 10:05Uhr
csmonitor:

(Bild: csmonitor)

Ich habe die USA verlassen. Früher als geplant. Aber so spielt das Leben eben manchmal. «Auf was freust du dich am meisten back in Europe?», fragten meine amerikanischen Freunde. Ich antwortete kokett und ohne genau zu erläutern, was ich damit meinte: «Auf mehr Sozialstaat».

Seit einer Woche bin ich nun eine Nummer im dänischen System. Soweit habe ich es in während meinem zweijährigen USA-Aufenthalt nicht geschafft. Mit meiner sogenannten Personenregistrierungsnummer (CPR) kann ich zum Arzt rennen (der Beamte auf dem Bürgeramt hat mich kurz zu sich hinter den Computer gebeten, mir eine Liste mit Arztpraxen in meiner Wohnnähe gezeigt und gesagt: «Pick a doctor – wähl einen Arzt aus.»), mein Kind für eine ganztägige Kinderkrippe anmelden, ein Handyabonnement abschliessen, ein Bankkonto eröffnen und und und. Die Nummer wurde mir 24 Stunden nach meiner Ankunft in Kopenhagen ausgestellt, notabene. Ich bin ziemlich beeindruckt, wie hindernislos Bürokratie hier in Dänemark abgewickelt wird.

Apropos Hindernis: Die administrativen Verbindungen zu den USA lassen sich nicht so easy abstreifen. Mit einem Vertreter der amerikanischen Telekommunikationsfirma AT&T telefonierte ich zuerst eine halbe Stunde, um einen Antrag zu stellen, dass meine Simkarte für andere Anbieter freigeschaltet wird.

Eine weitere geschlagene Stunde verbrachte ich im Live Chat mit AT&T und versuchte anhand ihrer Instruktionen mein Iphone zu entsichern. Als ich dann bei meinem neuen dänischen Anbieter einen Vertrag abschloss, tippte der Angestellte meine Personenregistrierungsnummer ein und sagte: «Ah, da haben wir Sie». Er las meine Wohnadresse laut vor. Ich war einfach nur baff. Er lachte laut auf als er mein erstauntes Gesicht sah und sagte: «Wilkommen im System».

Meinte ich also «das System», als ich meine Vorfreude auf mehr Sozialstaat äusserte? Freue ich mich wirklich darauf, dass sich der Staat stärker in meine privaten Angelegenheiten mischt und meine persönlichen Daten von einem Angestellten einer Telefonfirma abgerufen werden können? Mein Aufenthalt hier wird’s zeigen.

Aber eines ist klar: An alle US Bürger, die sich gegen einen stärkeren Sozialstaat auflehnen und Obama als Sozialisten beschimpfen: Relax. Entspannt euch! Lasst euch versichern - solange viele von euch 2000 Dollar pro Monat für Kinderbetreuung ausgeben, solange ihr immer und überall aufs neue eure Kontaktdaten angeben müsst, solange die Mittelschicht schrumpft und solange ihr euch eine verkürzte Wartezeit im Vergnügungspark erkaufen könnt, solange keiner von euch mehr als 40% Steuern bezahlt, seid ihr meilenweit von einem funktionierenden Sozialstaat entfernt!

Übrigens, selbstverständlich muss ich das Lohnkonto nicht meinem dänischen Arbeitgeber mitteilen. Die Bank hat das für mich erledigt. In einem mächtigen Sozialstaat gibt es keine Geheimnisse mehr, schon gar keine Bankgeheimnisse.

Mit diesem Artikel verabschiedet sich Rahel Leupin aus dem Wahltag-Blog. Die Redaktion der TagesWoche bedankt sich für die Mitarbeit und wünscht ihr alles Gute in Dänemark.

Gute Arbeit! Teilen und mehr lesen.

Teilen und weiterleiten

Mehr zum Thema

USA, Sozialwerke

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Der Kampf gegen die Angst vor Faulheit Weiterlesen

Soll die Schweiz ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen? Weiterlesen

Die neue Sachlichkeit Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

  1. It was a pleasure

    von Dorothea Hahn am 1.09.2012 um 22:08Uhr

    Liebe Rahel,

    es war ein Vergnügen, mit Dir zu bloggen.

    Für Deine nächste Station: held og lykke!

    Grüsse von der Ostküste, Dorothea
    Direktlink zum Kommentar

  1. It was a pleasure

    von Dorothea Hahn am 1.09.2012 um 22:08Uhr

    Liebe Rahel,

    es war ein Vergnügen, mit Dir zu bloggen.

    Für Deine nächste Station: held og lykke!

    Grüsse von der Ostküste, Dorothea
    Direktlink zum Kommentar

Kommentieren