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Die Revolution des Publikums

10.12.2014, 18:26Uhr
Reuters: Mitglieder der «911 Truth» Bewegung beim Protest in New York.

Mitglieder der «911 Truth» Bewegung beim Protest in New York. (Bild: Reuters)

Dieses Jahr wird als Zäsur in die Geschichte eingehen – nicht nur politisch, sondern auch medial: Denn erstmals sehen sich die westlichen Massenmedien einem eigentlichen Aufstand ihrer Nutzer gegenüber.

Eigentlich sollte 2014 ganz im Zeichen der Geschichte stehen: Die drei prägenden europäischen Ereignisse des letzten Jahrhunderts feiern in diesem Jahr einen runden Gedenktag. Am lebhaftesten dürften den meisten noch die Feierlichkeiten zum Mauerfall in Erinnerung sein, bereits einige Tage vorher wurde des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs gedacht. Das dritte Ereignis, das quasi die Initialzündung zu den anderen darstellt, ging darob beinahe etwas unter.

Zu Unrecht: Des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs, der exakt vor einem Jahrhundert begann, sollte heute ganz besonders gedacht werden. Wie unvorhersehbar das Ausmass der Katastrophe vorab erschien, davon zeugt das Buch «Die Schlafwandler» (2012) des australischen Historikers Christopher Clark: Neben Politik und Wirtschaft kommen darin auch die Medien schlecht weg. Diese hätten sich früh und flächendeckend auf die Seite ihres jeweiligen Landes geschlagen und dort unreflektierte Kriegshetze verbreitet, ja den Krieg sogar richtiggehend herbeigeschrieben.

Dunkle Wolken am Horizont

Umso beunruhigender scheint es, dass 100 Jahre nach Kriegsbeginn ähnlich dunkle Wolken am Horizont aufziehen und das feierliche Gedenken grösstenteils überschatten. Denn vor einem Jahr erfolgte der Auftakt zum «Euromaidan», den pro-europäischen Protesten in der Ukraine, welche für die erneute Eskalation der Spannungen zwischen Russland und dem Westen verantwortlich gemacht werden, die mittlerweile wiederum Züge eines neuen Kalten Krieges tragen. Dass die Situation derart entgleiste, daran sind wiederum die Medien mitschuldig, nahmen sie doch im gesamten Westen geschlossen eine zunehmend aggressive, anti-russische Haltung ein, die von einem beträchtlichen Teil ihrer Leserschaft nicht geteilt wird.

Das Online-Journal «Telepolis», eines der ältesten und renommiertesten alternativen Newsportale im deutschsprachigen Raum, profiliert sich seit Anfang Jahr als eines der wenigen «neuen Medien» mit einer oppositionellen Berichterstattung zur Ukraine-Krise, aus welcher im Sommer der Überraschungs-Bestseller «Wir sind die Guten» hervorging. Die Autoren, welche mittlerweile den selbstironischen Blog Putinversteher.info betreiben, fassen die Irrungen und Wirrungen der heute als «Mainstream-Medien» (MSM) betitelten Leit- und Massenmedien wie folgt zusammen:

«Der Mythos, um den sich die mediale Darstellung des Ukraine-Konflikts gruppiert, lautet: ‹Eine demokratische Opposition verteidigt sich gegen einen autokratischen Herrscher.› Die beiden Akteure bilden das für einen Mythos typische Gegensatzpaar – demokratisch vs. autokratisch – und schliessen an den alles beherrschenden Mythos westlicher Gesellschaften an: ‹Wir = demokratisch›. Der absolut überwiegende Teil der internationalen Konfliktberichterstattung, nicht nur im Fall der Ukraine, fügt diesem Mythos weitere Elemente hinzu, die darauf angelegt sind, das zentrale Selbstverständnis zu bestätigen und variantenreich immer wieder neu zu erzählen.»

Aha-Erlebnis des Alpha-Journalismus

Der Graben zwischen «öffentlicher und veröffentlichter Meinung» vertiefte sich im Anschluss an die Eskalation in der Ukraine nachhaltig – insbesondere, nachdem eine vielbeachtete Ausgabe der Satire-Sendung «Die Anstalt» im April die Einseitigkeit der «MSM» auf deren «Unterwanderung» durch «Transatlantiker», also Angehörige US-, EU- und NATO-freundlicher Thinktanks wie die Atlantikbrücke, die Trilaterale Kommission oder der German Marshall Fund zurückgeführt hatte.

Dass mehrere der darin genannten «Zeit»-Journalisten die Sendung im Anschluss verklagten, sorgte überdies für eine Neuauflage des berühmt-berüchtigten «Streisand»-Effekts. Viele bereits zuvor kritisch eingestellte Blogs und Plattformen werteten diese Tatsache als einen Moment der Wahrheit: Ein Zeichen, dass eine illustre, globale Elite die Medien übernommen hatte und deren Alpha-Journalisten in einer abgehobenen, exklusiven Diskursschlaufe operierten und dafür zunehmend die eigenen ethischen Grundsätze über Bord warfen.

Virtuelle Ausweitung der Kampfzone

Wie so oft im Kampf um die Deutungshoheit verlief die ideologische Front dabei zwischen einer privilegierten Minderheit «alter» Eliten (den Chefredaktoren der bisherigen Leitmedien) und einer zunehmenden Masse Unzufriedener, welche sich mit der Agenda dieser Berichterstattung nicht mehr identifizieren konnte. Schauplatz des Kampfs war zum ersten Mal nicht die vielgerühmte «Strasse», sondern das Web 2.0. Zunehmend entwickelte sich der Aufstand der Leser in den Online-Foren zu einem «Shitstorm» epischen Ausmasses: Oft ergossen sich Hunderte empörte, kritische Voten über die Kommentarspalten der grossen Newsportale.

Der Sündenbock für dieses Phänomen war von Seiten der Leitmedien schnell gefunden: Der vielbeschworene «Putintroll», ein von Moskau bezahlter, feindlicher Agent, mit der Aufgabe, das Volk auf Kreml-Linie zu bringen. So unbestritten die Tatsache scheint, dass es derartige Bestrebungen gibt, so inkorrekt ist allerdings der Zirkelschluss, dass es sich bei der Kritik an der «Propaganda der Mainstream-Medien» um eine gezielte Unterwanderung feindlicher Kräfte handle und nicht um ein von spontaner Empörung genährtes, emergentes Phänomen. Denn vielerorts hätte bereits ein Blick in die eigene Userstatistik gezeigt, dass die Mehrheit der Kritik von der eigenen Stammklientel ausging: Einerseits vonseiten des Bildungsbürgertums, den traditionellen Nutzern der «Qualitätsmedien», und andererseits von einer jungen Generation medienaffiner Digital Natives, welche mit Datenschutzskandalen und NSA-Überwachung politisiert worden ist und den herkömmlichen Institutionen zunehmend kritisch gegenübersteht.

Götterdämmerung im Auslandsressort

So resümiert wiederum Telepolis die Lage mit Rückgriff auf den mittlerweile klassischen Aufsatz «Encoding/Decoding» des kürzlich verstorbenen Soziologen Stuart Hall durchaus korrekt:

«Das wichtigste medienpolitische Ereignis des vergangenen Jahres besteht darin, dass große Teile des deutschen Publikums mithilfe der Netzmedien ihre oppositionelle Lesart, in diesem Fall des Ukraine-Konflikts, drastisch und unmissverständlich öffentlich Ausdruck verliehen haben. In den sozialen Netzwerken und den Online-Foren der großen Inhalteanbieter entlud sich Widerspruch in bisher ungekannter Form. Das, was ich an anderer Stelle als ‹Götterdämmerung des Auslandsjournalismus› bezeichnet habe, wird zukünftig die politische Kommunikation im Zusammenhang mit internationalen Konflikten massiv beeinflussen, zumal ein derartiger Vertrauensverlust normalerweise einen sehr nachhaltigen Charakter aufweist. Für große Teile des Publikums ist der Kaiser nackt (siehe: Meinungskluft um die Ukraine).

Die etablierten Medien haben sich – drittens – als unfähig und unwillig erwiesen, oppositionelle Lesarten auch nur ansatzweise zu integrieren, um etwa eine ausgehandelte Position zurückzugewinnen. Weder führte die öffentliche Kritik dazu, dass sich die redaktionelle Linie hinsichtlich der Ukraine-Berichterstattung substanziell änderte. Noch wurde die Fehlerhaftigkeit der eigenen Arbeit auch nur eingeräumt. Innerhalb der privaten Medien dominiert öffentlich eine aggressive Abwehrhaltung. Die zuständigen Redakteure versuchen, die Kritik durch das Publikum als ‹gesteuerte Kampagne› zu rationalisieren. Spätestens wenn alle drei Haltungen in der Berichterstattung auftauchen – Positionierung, Polarisierung und Aktualitätsfixierung – sollten bewusst andere Quellen herangezogen werden.»

Dass viele «Leit- oder Qualitätsmedien» den Fehler nach wie vor nicht bei der eigenen Berichterstattung, sondern ausschliesslich beim aufmüpfigen Rezipienten suchten und seit Sommer dazu übergingen, ihre Foren nicht nur massiv stärker zu moderieren, sondern teilweise nur noch bei einzelnen, weniger kontroversen Themen zu öffnen oder sie gleich ganz zu schliessen, konnte diesen Konflikt nur verschärfen: «Liebe Leser, ihr seid uns eigentlich egal», spottete «Telepolis» am 2. September über diese Kurzschlussreaktion, welche nicht nur der eigenen, engagierten Stammklientel sauer aufstiess, sondern von vielen als Rechtfertigung für Zensur interpretiert wurde.

Sechs Mega-Corps für den Mainstream

Kein Wunder also, dass das zur gleichen Zeit erschienene Buch des streitbaren Ex-FAZ-Journalisten Udo Ulfkotte, «Gekaufte Journalisten», welches eine durchwegs nach der Pfeife von Eliten, Geheimdiensten und Grosskonzernen tanzende Journaille proklamierte, nach dessen Veröffentlichung im halbseidenen Kopp-Verlag ohne Erwähnung in den «MSM» bis in die Top 5 der Amazon-Bestseller vorrücken konnte: Vielmehr war für viele Leser dieser «Boykott» anstelle einer Auseinandersetzung mit dessen Thesen der definitive Beweis, dass die Klüngelei der Alpha-Journalisten mit transatlantischen Eliten Tatsache ist.

Auch wenn man an Ulfkottes Buch viele Punkte kritisieren kann (wie dies etwa Medienjournalist Stefan Niggemeier tut): Dass über 90 Prozent der westlichen Medien mittlerweile sechs undurchsichtigen «Mega-Corps» gehören, welche in vielerlei Hinsicht mit dem «militärisch-industriellen Komplex» der Nato-Staaten verbandelt sind, hilft nicht, diese Bedenken zu zerstreuen, sondern sollte vielmehr Anlass für weitere kritische Analysen sein.

Das Platzen der Filter-Bubble

Die «Alpha-Journalisten» täten daher gut daran, schnellstmöglich jenen «Autopilot»-Modus zu beenden, der sie in einer gefährlichen «Filter Bubble» dazu verleitet, ihre Peer Group ernster zu nehmen als ihre Nutzer. Denn längerfristig könnte sich diese Hybris ansonsten als nichts anderes wie das gefürchtete Verdikt «Selbstmord aus Angst vor dem Tod» entpuppen. John Pilger, einer der renommiertesten kritisch-investigativen Journalisten unserer Zeit, hat letzte Woche an einer der weltgrössten Tagungen für investigativen Journalismus in London unter dem Titel «War by Media and the Time of Propaganda» eine flammende Rede gehalten und dabei in scharfen Worten mit seiner Zunft abgerechnet:

«Warum unterliegt so viel Journalismus der Propaganda? Warum sind Zensur und Verzerrung gängige Praxis? Warum ist die BBC so oft ein Sprachrohr der Macht und des Raubtierkapitalismus? Warum täuschen sogar die New York Times und die Washington Post ihre Leser? Warum werden junge Journalisten nicht gelehrt, das ‹Agenda Setting› der Medien zu durchschauen, die hehren Worte (Floskeln) und niederen Absichten falscher Objektivität zu hinterfragen und herauszufordern? Und warum wird ihnen nicht beigebracht, dass die Essenz hinter so viel von dem, was man ‹Mainstream-Medien› nennt, nicht Information ist, sondern Macht?

Dies sind drängende Fragen. Die Welt steht vor einem grossen Krieg, vielleicht einem Atomkrieg – mit der klaren Absicht der USA, zuerst Russland, dann China zu provozieren und zu isolieren. Diese Wahrheit wird von den Journalisten auf den Kopf gestellt und verdeht – einschliesslich derer, welche die Lügen verbreitet haben, die 2003 zum Blutbad im Irak führten (...)

Das Informationszeitalter ist eigentlich ein Medienzeitalter. Wir erleben Medienkrieg, Medienzensur, Dämonisierung, Vergeltung und Teilung durch Medien – ein surreales Fliessband gelenkter Klischees und falscher Unterstellungen. Diese Macht, eine neue ‹Realität› zu schaffen, befindet sich seit längerer Zeit im Aufbau (...) Der erste Weltkrieg ist 100 Jahre her. Damals wurden Reporter für ihr Schweigen, für ihre heimlichen Absprachen und Verdunkelung belohnt und zum Ritter geschlagen. Auf dem Höhepunkt von Metzelei und Massenmord vertraute der britische Premierminister David Lloyd George dem Herausgeber des Manchester Guardian an: ‹Würden die Menschen die Wahrheit erfahren, wäre der Krieg vorbei.›»

Diese Warnung ist ernst gemeint. Die Havarie ist nämlich in vollem Gange. Der beste Weg, den klassischen Journalismus vor der möglicherweise grössten Vertrauenskrise seiner Geschichte zu bewahren, wäre, die Lehren aus diesem folgenschweren Medienjahr zu ziehen. Will heissen: Kritik konstruktiv anzunehmen, ein grösseres Themen- und Meinungsspektrum zuzulassen, den Dialog mit allen Segmenten der Gesellschaft wieder aufzunehmen und vor allem: eine grössere Distanz zur derzeitigen gesellschaftlichen Elite zu wahren.

Noch dringender schiene allerdings, hinsichtlich der Gefahr eines dritten Weltkriegs zu reagieren und die einseitige «Kriegsberichterstattung» auf Halt zu setzen, um den Bemühungen um Deeskalation in der derzeitigen Krise (wie etwa dem Friedensaufruf 60 prominenter Deutscher in der «Zeit») Platz einzuräumen. Ansonsten droht die unmittelbare Gefahr, dass der von seinem transatlantischen Furor angestachelte Journalismus wie vor einem Jahrhundert die «Titanic» am Eisberg der eigenen Leserschaft zerschellt – oder noch schlimmer: als tragische, ironische Wiederholung der Geschichte erneut in einem neuen Weltkrieg mit wehenden Fahnen untergeht.

Misstrauen gegen die Medien

Wir widmen uns in einem Schwerpunkt dem zunehmenden Misstrauen gegenüber dem traditionellen Mediensystem. Dazu sind bisher folgende Artikel erschienen:

_
Tara Hill ist ehemalige Redaktorin der TagesWoche und seit einem Jahrzehnt als freie Journalistin B.R. und Bloggerin für eine Vielzahl deutschsprachiger Print- und Onlinemedien tätig. Die studierte Soziologin und Medienwissenschaftlerin arbeitet zurzeit an einem Dissertationsprojekt, das sich kritisch mit der aktuellen Entwicklung der Massenmedien auseinandersetzt. Medien- und Geopolitik werden von ihr laufend auf ihrem Facebook-Account kommentiert.

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Reaktionen

  1. Benjamin von Wyl

    am 11.12.2014, 10:58

    Liebe Tara,

    Dieser Text ist doch ein vertretbares Destillat aus den zehntausenden und zehntausenden Zeichen, Wörtern und Ergüssen, die du dem Internet geschenkt hast. Ich halte es sogar für eine vertretbare Analyse und bin irgendwie auch froh, dass du an publizierter Stelle zu solchen Schlüssen kommst. (Ich hoffe, alles entspricht deiner ehrlichen Meinung.)

    Aber grade etwa die Darstellung von Ulfkotte in diesem Text zeigt ja, dass du - sozialmedial - manchmal etwas vorschnell bist und mir... ... mehrLiebe Tara,

    Dieser Text ist doch ein vertretbares Destillat aus den zehntausenden und zehntausenden Zeichen, Wörtern und Ergüssen, die du dem Internet geschenkt hast. Ich halte es sogar für eine vertretbare Analyse und bin irgendwie auch froh, dass du an publizierter Stelle zu solchen Schlüssen kommst. (Ich hoffe, alles entspricht deiner ehrlichen Meinung.)

    Aber grade etwa die Darstellung von Ulfkotte in diesem Text zeigt ja, dass du - sozialmedial - manchmal etwas vorschnell bist und mir und 2500 anderen Facebookfreunden zehntausende Zeichen voll Ulfkotte Verherrlichung/Ehrrettung geschenkt hast, bevor du dich kritisch mit ihm auseinandergesetzt hast.

    Für die Übersichtlichkeit auf meiner Pinnwand (nicht drei Vollbildschirm-Posts von Tara Hill hintereinander) und dafür, dass die Huffington Post nicht nochmals einen Artikel produziert, in dem sie dich persönlich als Beispiel für eine Verschwörungstheoretikerin nennt, wünsche ich dir, dass du künftig auch auf Facebook solche Analysen schreibst und nicht die Vor-Vor-Voranalyse in 500Wörter-Blöcken zum Ausdruck bringst.

    Bis die Tage!

  2. Jan Ackermann

    am 11.12.2014, 12:24

    Zitat aus dem obigen Artikel: "Noch dringender schiene allerdings, hinsichtlich der Gefahr eines dritten Weltkriegs zu reagieren und die einseitige «Kriegsberichterstattung» auf Halt zu setzen"

    Hä? Eventuell vielleicht per Zufall wäre es so langsam doch ein wenig dringend, die westliche Kriegspropaganda als das zu entlarven was sie tatsächlich ist?

    Nein aber auch, und was ist wenn dies nicht sofort und massiv geschieht? Mit einem 3. Weltkrieg können sich die kriegstreibenden westlichen... ... mehrZitat aus dem obigen Artikel: "Noch dringender schiene allerdings, hinsichtlich der Gefahr eines dritten Weltkriegs zu reagieren und die einseitige «Kriegsberichterstattung» auf Halt zu setzen"

    Hä? Eventuell vielleicht per Zufall wäre es so langsam doch ein wenig dringend, die westliche Kriegspropaganda als das zu entlarven was sie tatsächlich ist?

    Nein aber auch, und was ist wenn dies nicht sofort und massiv geschieht? Mit einem 3. Weltkrieg können sich die kriegstreibenden westlichen Eliten (denen sowohl die Banken wie die MSM und vor allem ziemlich viele Politiker gehören) noch dümmer und dämlicher reich verdienen als sie eh schon sind, da sie den Hals eh nie voll kriegen ...

    John Pilger, Uri Avnery, Kevin Zeese, Robert Parry, Eric Zuesse, Paul Craig Roberts, Mike Whitney, Pepe Escobar, Finian Cunningham, Ahmed Rashid, Prof. Michael Chossudovski, Ali Abunimah, Annie Machon, Tara Hill et.al etc. etc., die Liste an kritischen Journalisten die ihr Handwerk noch als das verstehen was es ist, ist trotz allem noch ziemlich lang, inkl. den entsprechenden Webseiten die sie alle publizieren, und es wäre auch für die TaW ein Leichtes, angesichts der realen (!) Gefahr eines WW III eine wesentlich kritischere Linie zu fahren wenn sie es den wollte - oder lassen eure Geldgeber das nicht zu?

  3. Dänny

    am 11.12.2014, 13:18

    Genau, Putin hat nicht nur den Russen die Demokratie geschenkt, die Krim-Tataren vor ihren Unterdrückern befreit, sondern holt jetzt endlich auch die verlorene Ost-Ukraine wieder heim ins Reich. Chamberlain würde auch heute eine gute Figur machen.

    Was das John Pilger-Zitat angeht, liegt es in der Natur der Sache, dass man dessen Verschwörungstheorien nicht überprüfen kann, das angeblich Lloyd Georg Zitat liesse dies aber sehr wohl zu, bevor man es einfach so unkommentiert übernimmt.

  4. Inaktiver Nutzer

    am 11.12.2014, 19:19

    Kriegt euch einfach wieder ein. 3. Weltkrieg? Wie kommt man denn auf so was?

    Die «Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus» gibt es, seit es Journalisten gibt. Sie waren immer schon Partei und das wird sich auch nie ändern (sie sind Menschen).

    Und wer glaubt, im «Vorinternetzeitalter» wäre das besser gewesen, der hat die Gnade der späten Geburt, denn Propaganda gab es immer.

    Der entscheidende Faktor ist der Leser. Je vielfältiger der sich orientiert, desto resistenter ist er gegen... ... mehrKriegt euch einfach wieder ein. 3. Weltkrieg? Wie kommt man denn auf so was?

    Die «Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus» gibt es, seit es Journalisten gibt. Sie waren immer schon Partei und das wird sich auch nie ändern (sie sind Menschen).

    Und wer glaubt, im «Vorinternetzeitalter» wäre das besser gewesen, der hat die Gnade der späten Geburt, denn Propaganda gab es immer.

    Der entscheidende Faktor ist der Leser. Je vielfältiger der sich orientiert, desto resistenter ist er gegen «Chemtrail-Kampagnen».

    Übrigens: Ulfkotte ist ein Schwätzer. Während des Iran-Irak-Krieges wusste jeder, dass Giftgas eingesetzt wurde. Und man wusste auch recht schnell, wer die Technik geliefert hat.

  5. Tageszeitungsleser

    am 11.12.2014, 19:47

    Ich kann zwar infolge Informationsmangels nicht allen Argumenten Tara Hills folgen. Aber schon lange hege ich dasselbe - eben im Moment noch dumpfe - Gefühl, wie es die Autorin beschreibt. Die Zusammenhänge sind eben sehr undurchsichtig und kompliziert, weswegen weder aus der Politik noch von den Journalisten dem Thema genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Was sehr nötig wäre!

  6. M Cesna

    am 11.12.2014, 20:32

    Das arme Volk, der arme Leser? Das wäre zu hübsch einfach. Der unzufriedene Leser greift halt auch zum Telephon und droht der Zeitung die Abo-Kündiung an, worauf die sich nach vermehrt Werbeeinnahmen umsehen muss, will sie nicht voll abhängig nur von den Abos sein. Dem Journalist wird dann von der Geschäftsleitung klar gemacht, dass er für die Haupt-Leser-Klientel halt etwas angepasst zu schreiben habe, wenn er auf Dauer seinen Job behalten will.
    Danach ist dann bald das Niveau der... ... mehrDas arme Volk, der arme Leser? Das wäre zu hübsch einfach. Der unzufriedene Leser greift halt auch zum Telephon und droht der Zeitung die Abo-Kündiung an, worauf die sich nach vermehrt Werbeeinnahmen umsehen muss, will sie nicht voll abhängig nur von den Abos sein. Dem Journalist wird dann von der Geschäftsleitung klar gemacht, dass er für die Haupt-Leser-Klientel halt etwas angepasst zu schreiben habe, wenn er auf Dauer seinen Job behalten will.
    Danach ist dann bald das Niveau der "Wartezimmer-Zeitschriften" erreicht.
    ...oder wenn es die Zeitung von so einem romantischen Bergtal ist, bestimmen die Ansichten der politischen Hauptpartei, wie man die Wirklichkeit zu verstehen hat. Da wächst dann nur ganz selten noch ein kleines Alternativ-Blättchen zwischen den Steinplatten der Unite de Doctrine.
    In der etwas gediegeneren Vorstadt Etage wünscht man sich dagegen etwas "Erlabendes", wenn man nach Hause kommt. Dann noch Probleme lesen? Gut, ein bisschen, daneben aber sicher die Reportage der Einweihung des Wald-Kindergartens und des Sozalflohmarktes zugunsten des Blindenheims. Danach ist aber eine Rezension des Stadt-Theaters nötig und nicht etwa eine Session der Öko-Fundis. Man will sich ja am Abend nicht noch mit Problemen beschäftigen müssen.
    Es sind nicht nur die grossen Geldgeber, sondern wir selber basteln uns die Zeitung, die wir gerne lesen wollen. Am besten in jedem Tal eine andere!
    Ob das wirklich gut ist? Hätte ein Medium nicht auch einen Erziehungs-, äh, Bildungsauftrag? (Aber wohl hoffentlich keinen in Richtung weisser Schafherde auf roter Wiese....)

  7. Jan Ackermann

    am 13.12.2014, 15:41

    Hier noch ein kleiner Nachtrag betr. Medienzensur made in USA, und angesichts der geballten Macht dieses gigantischen Medienkonglomerats (Corporate Media) eben einer weltweiten Zensur und Medienmanipulation:

    Wenn heute selbst der US republikanische Kongressabgeordnete Bernie Sanders der Meinung ist, dass “Zitat: Congress Can No Longer Ignore Corporate Control Of The Media", dann wäre es so langsam an der Zeit dies ernst zu nehmen und nicht mehr als billige Verschwörungstheorie abzutun, die... ... mehrHier noch ein kleiner Nachtrag betr. Medienzensur made in USA, und angesichts der geballten Macht dieses gigantischen Medienkonglomerats (Corporate Media) eben einer weltweiten Zensur und Medienmanipulation:

    Wenn heute selbst der US republikanische Kongressabgeordnete Bernie Sanders der Meinung ist, dass “Zitat: Congress Can No Longer Ignore Corporate Control Of The Media", dann wäre es so langsam an der Zeit dies ernst zu nehmen und nicht mehr als billige Verschwörungstheorie abzutun, die von unkritischen, unbedarften und schlecht informierten Web2.0 usern unhinterfragt geglaubt wird.

    Den entsprechenden Artikel in Englisch "Congress can no longer ignore corporate control of the media - By Rep. Bernie Sanders" gibt's hier:
    www.wethepeoplewethemedia.com/control1.htm

  1. Benjamin von Wyl

    am 11.12.2014, 10:58

    Liebe Tara,

    Dieser Text ist doch ein vertretbares Destillat aus den zehntausenden und zehntausenden Zeichen, Wörtern und Ergüssen, die du dem Internet geschenkt hast. Ich halte es sogar für eine vertretbare Analyse und bin irgendwie auch froh, dass du an publizierter Stelle zu solchen Schlüssen kommst. (Ich hoffe, alles entspricht deiner ehrlichen Meinung.)

    Aber grade etwa die Darstellung von Ulfkotte in diesem Text zeigt ja, dass du - sozialmedial - manchmal etwas vorschnell bist und mir... mehrLiebe Tara,

    Dieser Text ist doch ein vertretbares Destillat aus den zehntausenden und zehntausenden Zeichen, Wörtern und Ergüssen, die du dem Internet geschenkt hast. Ich halte es sogar für eine vertretbare Analyse und bin irgendwie auch froh, dass du an publizierter Stelle zu solchen Schlüssen kommst. (Ich hoffe, alles entspricht deiner ehrlichen Meinung.)

    Aber grade etwa die Darstellung von Ulfkotte in diesem Text zeigt ja, dass du - sozialmedial - manchmal etwas vorschnell bist und mir und 2500 anderen Facebookfreunden zehntausende Zeichen voll Ulfkotte Verherrlichung/Ehrrettung geschenkt hast, bevor du dich kritisch mit ihm auseinandergesetzt hast.

    Für die Übersichtlichkeit auf meiner Pinnwand (nicht drei Vollbildschirm-Posts von Tara Hill hintereinander) und dafür, dass die Huffington Post nicht nochmals einen Artikel produziert, in dem sie dich persönlich als Beispiel für eine Verschwörungstheoretikerin nennt, wünsche ich dir, dass du künftig auch auf Facebook solche Analysen schreibst und nicht die Vor-Vor-Voranalyse in 500Wörter-Blöcken zum Ausdruck bringst.

    Bis die Tage!

  2. Jan Ackermann

    am 11.12.2014, 12:24

    Zitat aus dem obigen Artikel: "Noch dringender schiene allerdings, hinsichtlich der Gefahr eines dritten Weltkriegs zu reagieren und die einseitige «Kriegsberichterstattung» auf Halt zu setzen"

    Hä? Eventuell vielleicht per Zufall wäre es so langsam doch ein wenig dringend, die westliche Kriegspropaganda als das zu entlarven was sie tatsächlich ist?

    Nein aber auch, und was ist wenn dies nicht sofort und massiv geschieht? Mit einem 3. Weltkrieg können sich die kriegstreibenden westlichen... mehrZitat aus dem obigen Artikel: "Noch dringender schiene allerdings, hinsichtlich der Gefahr eines dritten Weltkriegs zu reagieren und die einseitige «Kriegsberichterstattung» auf Halt zu setzen"

    Hä? Eventuell vielleicht per Zufall wäre es so langsam doch ein wenig dringend, die westliche Kriegspropaganda als das zu entlarven was sie tatsächlich ist?

    Nein aber auch, und was ist wenn dies nicht sofort und massiv geschieht? Mit einem 3. Weltkrieg können sich die kriegstreibenden westlichen Eliten (denen sowohl die Banken wie die MSM und vor allem ziemlich viele Politiker gehören) noch dümmer und dämlicher reich verdienen als sie eh schon sind, da sie den Hals eh nie voll kriegen ...

    John Pilger, Uri Avnery, Kevin Zeese, Robert Parry, Eric Zuesse, Paul Craig Roberts, Mike Whitney, Pepe Escobar, Finian Cunningham, Ahmed Rashid, Prof. Michael Chossudovski, Ali Abunimah, Annie Machon, Tara Hill et.al etc. etc., die Liste an kritischen Journalisten die ihr Handwerk noch als das verstehen was es ist, ist trotz allem noch ziemlich lang, inkl. den entsprechenden Webseiten die sie alle publizieren, und es wäre auch für die TaW ein Leichtes, angesichts der realen (!) Gefahr eines WW III eine wesentlich kritischere Linie zu fahren wenn sie es den wollte - oder lassen eure Geldgeber das nicht zu?

  3. Dänny

    am 11.12.2014, 13:18

    Genau, Putin hat nicht nur den Russen die Demokratie geschenkt, die Krim-Tataren vor ihren Unterdrückern befreit, sondern holt jetzt endlich auch die verlorene Ost-Ukraine wieder heim ins Reich. Chamberlain würde auch heute eine gute Figur machen.

    Was das John Pilger-Zitat angeht, liegt es in der Natur der Sache, dass man dessen Verschwörungstheorien nicht überprüfen kann, das angeblich Lloyd Georg Zitat liesse dies aber sehr wohl zu, bevor man es einfach so unkommentiert übernimmt.

  4. Inaktiver Nutzer

    am 11.12.2014, 19:19

    Kriegt euch einfach wieder ein. 3. Weltkrieg? Wie kommt man denn auf so was?

    Die «Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus» gibt es, seit es Journalisten gibt. Sie waren immer schon Partei und das wird sich auch nie ändern (sie sind Menschen).

    Und wer glaubt, im «Vorinternetzeitalter» wäre das besser gewesen, der hat die Gnade der späten Geburt, denn Propaganda gab es immer.

    Der entscheidende Faktor ist der Leser. Je vielfältiger der sich orientiert, desto resistenter ist er gegen... mehrKriegt euch einfach wieder ein. 3. Weltkrieg? Wie kommt man denn auf so was?

    Die «Glaubwürdigkeitskrise des Journalismus» gibt es, seit es Journalisten gibt. Sie waren immer schon Partei und das wird sich auch nie ändern (sie sind Menschen).

    Und wer glaubt, im «Vorinternetzeitalter» wäre das besser gewesen, der hat die Gnade der späten Geburt, denn Propaganda gab es immer.

    Der entscheidende Faktor ist der Leser. Je vielfältiger der sich orientiert, desto resistenter ist er gegen «Chemtrail-Kampagnen».

    Übrigens: Ulfkotte ist ein Schwätzer. Während des Iran-Irak-Krieges wusste jeder, dass Giftgas eingesetzt wurde. Und man wusste auch recht schnell, wer die Technik geliefert hat.

  5. Tageszeitungsleser

    am 11.12.2014, 19:47

    Ich kann zwar infolge Informationsmangels nicht allen Argumenten Tara Hills folgen. Aber schon lange hege ich dasselbe - eben im Moment noch dumpfe - Gefühl, wie es die Autorin beschreibt. Die Zusammenhänge sind eben sehr undurchsichtig und kompliziert, weswegen weder aus der Politik noch von den Journalisten dem Thema genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Was sehr nötig wäre!

  6. M Cesna

    am 11.12.2014, 20:32

    Das arme Volk, der arme Leser? Das wäre zu hübsch einfach. Der unzufriedene Leser greift halt auch zum Telephon und droht der Zeitung die Abo-Kündiung an, worauf die sich nach vermehrt Werbeeinnahmen umsehen muss, will sie nicht voll abhängig nur von den Abos sein. Dem Journalist wird dann von der Geschäftsleitung klar gemacht, dass er für die Haupt-Leser-Klientel halt etwas angepasst zu schreiben habe, wenn er auf Dauer seinen Job behalten will.
    Danach ist dann bald das Niveau der... mehrDas arme Volk, der arme Leser? Das wäre zu hübsch einfach. Der unzufriedene Leser greift halt auch zum Telephon und droht der Zeitung die Abo-Kündiung an, worauf die sich nach vermehrt Werbeeinnahmen umsehen muss, will sie nicht voll abhängig nur von den Abos sein. Dem Journalist wird dann von der Geschäftsleitung klar gemacht, dass er für die Haupt-Leser-Klientel halt etwas angepasst zu schreiben habe, wenn er auf Dauer seinen Job behalten will.
    Danach ist dann bald das Niveau der "Wartezimmer-Zeitschriften" erreicht.
    ...oder wenn es die Zeitung von so einem romantischen Bergtal ist, bestimmen die Ansichten der politischen Hauptpartei, wie man die Wirklichkeit zu verstehen hat. Da wächst dann nur ganz selten noch ein kleines Alternativ-Blättchen zwischen den Steinplatten der Unite de Doctrine.
    In der etwas gediegeneren Vorstadt Etage wünscht man sich dagegen etwas "Erlabendes", wenn man nach Hause kommt. Dann noch Probleme lesen? Gut, ein bisschen, daneben aber sicher die Reportage der Einweihung des Wald-Kindergartens und des Sozalflohmarktes zugunsten des Blindenheims. Danach ist aber eine Rezension des Stadt-Theaters nötig und nicht etwa eine Session der Öko-Fundis. Man will sich ja am Abend nicht noch mit Problemen beschäftigen müssen.
    Es sind nicht nur die grossen Geldgeber, sondern wir selber basteln uns die Zeitung, die wir gerne lesen wollen. Am besten in jedem Tal eine andere!
    Ob das wirklich gut ist? Hätte ein Medium nicht auch einen Erziehungs-, äh, Bildungsauftrag? (Aber wohl hoffentlich keinen in Richtung weisser Schafherde auf roter Wiese....)

  7. Daniel Hage

    am 11.12.2014, 21:25

    Insgesamt hervorragender Beitrag dem zuzustimmen ist und wer viel liest und aufgrund seines Alters den Unterschied zu "früher" zur Kenntnis zu nehmen in der Lage ist ("Früher" ist für mich Jg. 1964 zu ettappieren in: 1.) vor 1980 Beginn der Neoliberalen Machtübernahme durch die Präsident bzw. Ministerpräsidentschaften durch Reagan und Thatcher und 2.) in vor 89/90, ab DA dann das Endgültige Trumphgeheul des Chikago-Boys-Brutalokapitalismus mit Neokolonialem "Go-East" in Europa- bis zur... mehrInsgesamt hervorragender Beitrag dem zuzustimmen ist und wer viel liest und aufgrund seines Alters den Unterschied zu "früher" zur Kenntnis zu nehmen in der Lage ist ("Früher" ist für mich Jg. 1964 zu ettappieren in: 1.) vor 1980 Beginn der Neoliberalen Machtübernahme durch die Präsident bzw. Ministerpräsidentschaften durch Reagan und Thatcher und 2.) in vor 89/90, ab DA dann das Endgültige Trumphgeheul des Chikago-Boys-Brutalokapitalismus mit Neokolonialem "Go-East" in Europa- bis zur vorhersagbaren Ukraine-Rußland Maiase!) der wird wenn er ehrlich zu sich selbst ist zu vergleichbaren Ergebnissen wie Fr. Hill gelangen !
    Man stelle sich gerade was den Ukraine-Konflikt angeht einmal vor ein solcher Unfassbar Dumpfbackiger "Leitartikel" wie "Wer stoppt Putin" auf dem Titelbild eine SPIEGEL dieses Jahres - ein solch Verbrecherischer artikel wäre noch zu Lebzeiten augsteins erschienen !?? A B S O L U T UNVORSTELLBAR ! Und solche Primitiv-Heuler gab es etliche dieses Jahr in unsren "Westlichen Leitmedien"...
    Man lese Bitte in diesem Zusammenhang auch unbedingt was der sehr Kluge Schriftsteller eugen Ruge diese Woche in einem Essay im SPIEGEL zu sagen hat- traurig dass derlei Ausserodentlich Gute Analyse Grundsätzlich -wenn überhaupt !- immer nur auf den hinteren Rängen solcher Publikationen abgedruckt ist und nullkommanull von denen Promotet wird- was Irgendein hergelaufener Rapper über Offenbach hervorzuwürgen hat ist angeblich weit Wichtiger als die Grossen Themen ...
    Quo Vadis SPIEGEL- Quo Vadis "Westliche Aufklärungsmedien" ganz Generell ??

  8. Inaktiver Nutzer

    am 12.12.2014, 06:36

    Beim Begriff "Gekaufte Journalisten" kommt mir spontan der aus Herrliberg ferngesteuerte BAZ-Verleger Markus Somm in den Sinn - inkl. seiner "gekauften" Schreiberling-Lakaien, die hie und da im kleinen Stil immer wieder Krieg anzetteln.

  9. Jan Ackermann

    am 13.12.2014, 15:41

    Hier noch ein kleiner Nachtrag betr. Medienzensur made in USA, und angesichts der geballten Macht dieses gigantischen Medienkonglomerats (Corporate Media) eben einer weltweiten Zensur und Medienmanipulation:

    Wenn heute selbst der US republikanische Kongressabgeordnete Bernie Sanders der Meinung ist, dass “Zitat: Congress Can No Longer Ignore Corporate Control Of The Media", dann wäre es so langsam an der Zeit dies ernst zu nehmen und nicht mehr als billige Verschwörungstheorie abzutun, die... mehrHier noch ein kleiner Nachtrag betr. Medienzensur made in USA, und angesichts der geballten Macht dieses gigantischen Medienkonglomerats (Corporate Media) eben einer weltweiten Zensur und Medienmanipulation:

    Wenn heute selbst der US republikanische Kongressabgeordnete Bernie Sanders der Meinung ist, dass “Zitat: Congress Can No Longer Ignore Corporate Control Of The Media", dann wäre es so langsam an der Zeit dies ernst zu nehmen und nicht mehr als billige Verschwörungstheorie abzutun, die von unkritischen, unbedarften und schlecht informierten Web2.0 usern unhinterfragt geglaubt wird.

    Den entsprechenden Artikel in Englisch "Congress can no longer ignore corporate control of the media - By Rep. Bernie Sanders" gibt's hier:
    www.wethepeoplewethemedia.com/control1.htm