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Was ist das für eine Uni?

19.11.2013, 11:57Uhr
Montage: Nils Fisch: Er kam, sprach und löste eine Polizeiaktion aus: Néstle-CEO Paul Bulcke hielt einen Vortrag an der Uni Basel.

Er kam, sprach und löste eine Polizeiaktion aus: Néstle-CEO Paul Bulcke hielt einen Vortrag an der Uni Basel. (Bild: Montage: Nils Fisch)

Was ist das für eine Uni...

Der Polizei-Einsatz hat ein politisches Nachspiel: Die SP-Grossrätin Sarah Wyss hat in der «bz Basel» angekündigt, dass sie eine Interpellation zum Einsatz der Polizei an der Uni machen wird. Sie wolle wissen, wie viele Beamte im Einsatz standen, was er kostete und auf welcher rechtlichen Grundlage die Polizei die Personen festsetzte.

Sie sei über den «massiven Polizeieinsatz erschrocken». Dabei sei «eigentlich nur geplant, mit Kerzen und Flyern auf die Morde an Nestlé-Gewerkschaftern in Kolumbien aufmerksam zu machen», sagt  Wyss. Sie habe «drei Kastenwagen und mindestens 20 Polizisten» gezählt.

Die Polizei schreibt in einer Mitteilung, dass «mit sichtbarer Präsenz bei der Universität» dazu beigetragen habe, dass der Vortrag von Nestlé-Ceo Paul Bulcke «ruhig über die Bühne ging». Wie viele Beamte im Einsatz standen, würde aus polizeitaktischen Gründen nicht mitgeteilt. Die Polizei habe zuvor Hinweise erhalten, «dass es während einer Veranstaltung mit Nestlé-CEO Paul Bulcke zu einer Störaktion kommen könnte.»

Polizeisprecher Martin Schütz sagt, da an ähnlichen Veranstaltungen bereits solche Störaktionen vorgekommen seien, habe man den Kontakt zum Organisator gesucht und «Eingangs- und Effektenkontrollen» gemacht. Gefunden wurden bei den Kontrollen nichts, sagt Schütz. Rund ein Dutzend Personen sind aber aus dem Gebäude gewiesen worden; «eine Person brachte sie zu einer Personenkontrolle vorübergehend auf die Polizeiwache Kannenfeld».

SP-Grossrätin Wyss berichtet, dass ein Flugblattverteiler vor dem Kollegiengebäude festgenommen und zur Personenkontrolle mitgenommen worden sei. Weiter seien zwei Studierende, die im Gebäude Flyer verteilten, in einem kleinen Lehrerraum isoliert worden. (amc)

...an der bewaffnete Polizeibeamte die Eingänge kontrollieren?
...bei der man vor Betreten gefilzt wird?
...in der der CEO von Nestlé über gesellschaftliche Verantwortung referiert?

Am gestrigen Abend wurde ich in meinen Überzeugungen zutiefst erschüttert. Nicht nur gibt sich die Universität Basel als Austragungsort eines moralisch und ethisch absolut zweifelhaften Vortrags her, sondern diese Farce wird noch überwacht und kontrolliert von einem Aufgebot an Polizeibeamten, das man als Otto NormalbürgerIn nur selten erleben muss.

Ich bin absolut schockiert darüber, dass sich nicht nur linke Politiker, sondern auch Vertreter der obersten Verwaltungsebene der Universität Basel hierbei die Klinke in die Hand geben. Abgeschirmt von PolizistInnen, die jede/n BesucherIN vor Betreten der Aula komplett durchsuchen, lauschen sie den Worten eines Mannes, der für ein Unternehmen steht, das die Menschenrechte mit Füssen tritt und selbst die Vermarktung von Trinkwasser in den ärmsten Gebieten der Erde als einen Akt der Mitmenschlichkeit und ökologischen Nachhaltigkeit verkauft.

Ich lerne am selben Tag was Adorno und Horkheimer unter einer kritischen Theorie der Gesellschaft verstehen und was die Elite dieser Gesellschaft von ihren MitbürgerInnen hält: ein Sicherheitsrisiko. Alleine das Verteilen oder Präsentieren kritischer Flugblätter und ein vermeintlich verdächtiges Benehmen reichte gestern Abend aus, um von Beamten der Basler Polizei des Kollegiengebäudes verwiesen oder auf den nächsten Polizeiposten gebracht zu werden. All das, weil man «Störaktionen» vermutete, wie einer der Beamten sagte.

Wenn man bereits im Vorfeld eines Referats – wohl bemerkt nur ein Referat – «Störaktionen» vermutet und ein Geschwader von Polizeibeamten aufbietet, das in keiner Relation steht und für das jedwede Rechtfertigung und Legitimation fehlt, muss man sich ernsthaft fragen ob die Universität Basel hier überhaupt nur einen Moment lang nachgedacht hat oder ob sie hierbei nur das Prestige und die Dollarzeichen in den Augen sah. Jedem denkenden Menschen muss doch, spätestens bei diesem Polizeiaufgebot klar sein, dass man es hier mit einem Menschen und einem Unternehmen zu tun hat, dass für alles andere als gesellschaftliche Verantwortung steht. Hier hat die Universität ihre Verantwortung verpennt. Sie ist winkend und diabolisch grinsend an ihr vorbeigezogen.

Ich frage mich ernsthaft an welcher Uni ich eingeschrieben bin. Worum geht es dieser Uni? Welche Werte vertritt diese Uni und werde ich durch diese Uni vertreten? Welchen Anspruch hat diese Uni an sich selbst oder hat sie überhaupt einen, abgesehen von einem ökonomischen? Wieso prostituiert sich diese Uni? Hat sie ihre Würde verloren? Wo ist der kritische Anspruch einer unabhängigen Bildung hin?

Wo ist meine Uni hin? Das was ich gestern gesehen habe war nicht meine Uni, sondern absolut traurig und zutiefst beunruhigend.

Empört und verwirrt, K. B.

Basel, den 19.11.2013 

 

Hinweis: Auf Wunsch der Autorin haben wir ihren Namen geändert. Der vollständige Name ist der Redaktion bekannt.

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Reaktionen

  1. lulu

    am 19.11.2013, 13:09

    Die Uni hat wohl die Frage selbst beantwortet. In der wissenschaftlichen Identitätskrise liefert sich auch die Universität Basel immer stärker dem Kapital aus. Das ist unsere Uni. Auf kritische Studierende oder Mitbestimmung setzt sie auch diesmal nicht. Im allgemeinen Angriff auf die Wissenschaftlichkeit von allem lässt sie sich dazu treiben, ihre eigenen Kriterien rein ökonomisch zu bestimmen. So tritt schlussendlich auf einmal ein Sprecher eines der grössten globalen Räubers als Redner... ... mehrDie Uni hat wohl die Frage selbst beantwortet. In der wissenschaftlichen Identitätskrise liefert sich auch die Universität Basel immer stärker dem Kapital aus. Das ist unsere Uni. Auf kritische Studierende oder Mitbestimmung setzt sie auch diesmal nicht. Im allgemeinen Angriff auf die Wissenschaftlichkeit von allem lässt sie sich dazu treiben, ihre eigenen Kriterien rein ökonomisch zu bestimmen. So tritt schlussendlich auf einmal ein Sprecher eines der grössten globalen Räubers als Redner zum Thema soziale Verantwortung auf und es ist ihr kein Widerspruch mehr. Sie folgt weder vernünftigen noch demokratischen Massstäben sondern ökonomischen.

  2. Cornelis Bockemühl

    am 19.11.2013, 13:39

    Nachdem wir im Vorfeld der 1:12-Abstimmung schon die seltsame aber hoch-symbolträchtige Auseinandersetzung um das Plakat am Gewerkschaftsgebäude erleben konnten jetzt auch das noch!

    Reist man in der Welt herum, möglichst über Europa hinaus, gewöhnt man sich immer mehr an hohe Mauern und Wachpersonal. Diese Mauern umgeben nicht nur Militäranlagen, Botschaften und Firmengelände, sondern auch Schulen, Universitäten und viele Wohnanlagen (Blocks und Siedlungen). Und kommt man dann zurück in... ... mehrNachdem wir im Vorfeld der 1:12-Abstimmung schon die seltsame aber hoch-symbolträchtige Auseinandersetzung um das Plakat am Gewerkschaftsgebäude erleben konnten jetzt auch das noch!

    Reist man in der Welt herum, möglichst über Europa hinaus, gewöhnt man sich immer mehr an hohe Mauern und Wachpersonal. Diese Mauern umgeben nicht nur Militäranlagen, Botschaften und Firmengelände, sondern auch Schulen, Universitäten und viele Wohnanlagen (Blocks und Siedlungen). Und kommt man dann zurück in die Schweiz merkt man erst, wie gut wir es hier haben - ohne diese Dinge!

    Aber wenn wir weiterhin zulassen, dass sich auch bei uns die Lohnschere derart rasant öffnet wie in den letzten 10-20 Jahren wird es sehr bald auch bei uns so aussehen: die Gesellschaft fällt auseinander in Segmente, die sich nicht mehr verstehen und nicht mehr über den Weg trauen. Die Mauern brauchen um sich voneinander auch physisch abzugrenzen.

    Nun ist gerade Paul Bulcke einer derjenigen CEOs in der Schweiz, die geradezu als Symbole dieser Fehlentwicklung stehen können (neben den Chefs der Grossbanken und der Grosschemie) - und prompt bekommen wir auch an unserer ansonsten normalerweise völlig "offenen" Uni Zustände wie sie in Lateinamerika, Südasien, Afrika usw. für solche Institutionen mehr oder weniger tägliche Normalität sind!

    So gesehen: ein weiterer symbolträchtiger Akt im Vorfeld dieser Abstimmung. Ich stimme Frau B. zu: dies ist empörend und verwirrend!

  3. H J Martens

    am 20.11.2013, 09:57

    Die Studenten gehen mit Recht davon aus, dass der Rektor an der Uni das Hausrecht hat und auch wahrnimmt.
    Daher durften sie ohne jede Recherche selbstverständlich annehmen, dass der Herr CEO mit dem Segen der Uni sprechen durfte, eben weil der Rektor den Vortrag aus der Sicht der Uni als relevant eingestuft hatte.

    Dem ist aber nicht so. Kreti und Pleti können sich also an der Uni einmieten und somit damit prahlen, sie hätten einen Vortrag an der Uni Basel gehalten.
    So verschenkt die Uni... ... mehrDie Studenten gehen mit Recht davon aus, dass der Rektor an der Uni das Hausrecht hat und auch wahrnimmt.
    Daher durften sie ohne jede Recherche selbstverständlich annehmen, dass der Herr CEO mit dem Segen der Uni sprechen durfte, eben weil der Rektor den Vortrag aus der Sicht der Uni als relevant eingestuft hatte.

    Dem ist aber nicht so. Kreti und Pleti können sich also an der Uni einmieten und somit damit prahlen, sie hätten einen Vortrag an der Uni Basel gehalten.
    So verschenkt die Uni ihren noch guten Namen.
    Als ob es in Basel keine anderen geeigneten Räume gäbe!

    Wenn ich Rektor wäre, hätte ich laut protestiert. Die Uni hat es doch hoffentlich nicht nötig, ihre Auditorien jedem dahergelaufenen Schwätzer zu vermieten.

  1. Karl Buschweiler

    am 19.11.2013, 12:47

    die arme Frau B. Mir kommen gleich die Tränen. Vielmehr müsste sich Frau B. fragen, ob es diese Aktion brauchte, die nur darauf ausgerichtet war, die Anwesenheit von Herrn Bulcke zu stören. Ich bin froh, dass die Verantwortlichen der Uni gemeinsam mit der Polizei diese Aktion unterbunden haben. Wir, die schweigenede Mehrheit von Baslerinnen und Basler wollen keine solchen Aktionen mehr in Basel.

  2. David Heimgartner

    am 19.11.2013, 12:50

    Ich finde es eigentlich völlig normal dass in der heutigen Zeit auch in der Schweiz - vor allem in Basel, wo sich beispielsweise die Gewerkschaft Unia am Claraplatz demonstrativ nicht ans Gesetz hält - immer öfter mit dem schlimmsten gerechnet werden muss. Dass dies immer öfter zu Polizeischutz für exponierte Personen führt ist leider auch normal geworden. Dass die Polizei nicht unterscheidet zwischen Kerzenlichtli Demonstranten und einem bewaffneten schwarzen Block ist störend aber... mehrIch finde es eigentlich völlig normal dass in der heutigen Zeit auch in der Schweiz - vor allem in Basel, wo sich beispielsweise die Gewerkschaft Unia am Claraplatz demonstrativ nicht ans Gesetz hält - immer öfter mit dem schlimmsten gerechnet werden muss. Dass dies immer öfter zu Polizeischutz für exponierte Personen führt ist leider auch normal geworden. Dass die Polizei nicht unterscheidet zwischen Kerzenlichtli Demonstranten und einem bewaffneten schwarzen Block ist störend aber heutzutage leider ebenso normal. Dass eine Grossrätin diese Zusammenhänge nicht begreifen will ist offensichtlich auch normal.

  3. Rahel KOhler

    am 19.11.2013, 13:00

    Bevor Nestle über Gesellschaftliche Verantwortung referiert, sollte Nestle mal gesellschaftliche
    Verantwortung zeigen!

    .
    Wasserquellen in Afrika aufkaufen und dann den Menschen dieses vor Ort teuer Verkaufen. Das ist Nestle. Wasser ist ein Grundrecht zum LEBEN
    Der Mist bei Nestle ist, dass die unter so vielen Marken auftauchen, dass man für einen Boykott ein halbes Buch braucht :(

  4. Grummel

    am 19.11.2013, 13:02

    Nichts neues für «Kleinbonum», wenn «Numerus Clausus» das Kommando führt.

  5. lulu

    am 19.11.2013, 13:09

    Die Uni hat wohl die Frage selbst beantwortet. In der wissenschaftlichen Identitätskrise liefert sich auch die Universität Basel immer stärker dem Kapital aus. Das ist unsere Uni. Auf kritische Studierende oder Mitbestimmung setzt sie auch diesmal nicht. Im allgemeinen Angriff auf die Wissenschaftlichkeit von allem lässt sie sich dazu treiben, ihre eigenen Kriterien rein ökonomisch zu bestimmen. So tritt schlussendlich auf einmal ein Sprecher eines der grössten globalen Räubers als Redner... mehrDie Uni hat wohl die Frage selbst beantwortet. In der wissenschaftlichen Identitätskrise liefert sich auch die Universität Basel immer stärker dem Kapital aus. Das ist unsere Uni. Auf kritische Studierende oder Mitbestimmung setzt sie auch diesmal nicht. Im allgemeinen Angriff auf die Wissenschaftlichkeit von allem lässt sie sich dazu treiben, ihre eigenen Kriterien rein ökonomisch zu bestimmen. So tritt schlussendlich auf einmal ein Sprecher eines der grössten globalen Räubers als Redner zum Thema soziale Verantwortung auf und es ist ihr kein Widerspruch mehr. Sie folgt weder vernünftigen noch demokratischen Massstäben sondern ökonomischen.

  6. Gaston Ravasi

    am 19.11.2013, 13:19

    Ich bin erschüttert über die Kommentare, die es begrüssen, wenn Studenten, die auf friedliche Weise auf die die Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität bei Nestlé aufmerksam machen, von der Polizei mit einem Grossaufgebot an der freien Meinungsäusserung gehindert werden. Wir sollten froh sein, dass es noch Studenten gibt, die sich noch Gedanken machen und sich gesellschaftspolitisch engagieren.Frau B. hat Recht: Diese Aktion ist einer Universität unwürdig!

  7. Verifiziert

    Pascal Pfister

    am 19.11.2013, 13:30

    Sie glauben auch alles, was man ihnen erzählt. Ja klar, die Studis wollten Bulcke stören. Da kommen mir die Tränen. Am 9. November wurde Osca Lopez Trivino ermordert. Er war ein Gewerkschafter bei Nestlé in Kolumbien. Die Studis haben Flyer verteilt. Zum Glück hat die Polizei die konfisziert, sonst hätte sich noch jemand daran geschnitten.

  8. Ben Mer

    am 19.11.2013, 13:31

    Ah, herrlich, ein klassischer "Buschweiler"...

    Gut zu wissen das Sie und ihre schweigende Mehrheit hinter so einer Aktion stehen. Ohne Sie hätte ich tatsächlich geglaubt, sich friedlich für eine gute Sache einzusetzen wäre legal und und die Meinungsäusserung in einem Demokratischen Land erwünscht... Da Sie aber (im Gegensatz zu mir kleiner Wurst) alle Baslerinnen und Basler kennen, werde ich solche Hirngespinnste zukünftig aus meinem Kopf verbannen. Danke!

    Ach, ich werde mir sogar ein... mehrAh, herrlich, ein klassischer "Buschweiler"...

    Gut zu wissen das Sie und ihre schweigende Mehrheit hinter so einer Aktion stehen. Ohne Sie hätte ich tatsächlich geglaubt, sich friedlich für eine gute Sache einzusetzen wäre legal und und die Meinungsäusserung in einem Demokratischen Land erwünscht... Da Sie aber (im Gegensatz zu mir kleiner Wurst) alle Baslerinnen und Basler kennen, werde ich solche Hirngespinnste zukünftig aus meinem Kopf verbannen. Danke!

    Ach, ich werde mir sogar ein (Nestle) YES-Törtchen und eine Flasche "Pure Life" holen und mit mir selber darauf anstossen das die Uni Basel einen Verbrecher referieren hat lassen und die Polizei ihren Job auch super gemacht hat. Zum Wohl!

  9. J Schmid

    am 19.11.2013, 13:34

    ..leider verfehlt dieser Text in seinen aufgebauschten und doch leeren Worten total das Ziel.
    Tatsächlich ist es ziemlich daneben, dass ein Polizeikorps Eingangskontrollen macht, es ist jedoch auch ziemlich lächerlich (mal abgesehen davon, einen Vortrag nicht aufgrund von wissenschaftlichem Interesse, sondern nur aufgrund Prestigehintergründen halten zu lassen), dass er sich tatsächlich Fragen muss, ob sein Vortrag an der UNI gestört wird. An öffentlichen Feiern, wo jeder die Faust recken... mehr..leider verfehlt dieser Text in seinen aufgebauschten und doch leeren Worten total das Ziel.
    Tatsächlich ist es ziemlich daneben, dass ein Polizeikorps Eingangskontrollen macht, es ist jedoch auch ziemlich lächerlich (mal abgesehen davon, einen Vortrag nicht aufgrund von wissenschaftlichem Interesse, sondern nur aufgrund Prestigehintergründen halten zu lassen), dass er sich tatsächlich Fragen muss, ob sein Vortrag an der UNI gestört wird. An öffentlichen Feiern, wo jeder die Faust recken darf, mags ja einen gewissen Kollektivwillen kundtun, aber muss man denn immer auch auf so eine bäuerische Art kritisch sein? Bringt es nicht vielmehr, kritische Fragen an den Referenten selbst zu stellen, eine kritische Nachbesprechung solcher Vorträge in Zeitungen und Seminare zu tragen?
    Traurig am Artikel, - nebst völlig deplazierten und offenbar ein schlechter Versuch, Adornos Sprachgestus nachzuahmen wie "Sie ist winkend und diabolisch grinsend an ihr vorbeigezogen".. was genau wird hiermit klargemacht? - ist auch die Pauschalisierung, die hier stattfindet, es gibt weite Teile an der Uni Basel, welche das kritische Denken ihrer Studenten fördern, wenn sie mal einen Blick ins Vorlesungsverzeichnis werfen. Jedes Mal "DIE" Uni und somit auch ihre guten Teile für alle Fehler einstehen zu lassen, zeugt von einer ähnlichen Ignoranz wie die der Kommision, welche die hier kritisierten Entscheidungen getroffen hat.
    Zuletzt nervt mich die Fragereihe, welche sich in etwas reinsteigert, was sie gar nicht wollen kann:

    " Wieso prostituiert sich diese Uni? Hat sie ihre Würde verloren? Wo ist der kritische Anspruch einer unabhängigen Bildung hin? Wo ist meine Uni hin?"

    Gegenfrage: Kann eine Institution Würde haben? Wie würden Sie Würde definieren? Hat der Würdediskurs hier überhaupt etwas zu suchen? Geht es nicht viel mehr um Sphärenautonomie, die hier vom Eindringen anderer Sphären verletzt wird - der staatliche Sicherheitsapparat hat nichts in der Bildungsinsitutionen verloren, und sollte dies notwendig sein, dass muss etwas an der Bildungsinstitution verändert werden, so dass sie ihre Funktion, nämlich zu forschen und zu bilden, wieder erfüllen kann.
    Ist unabhängige Bildung ein kritischer Anspruch? Ist/ sollte es nicht Grundvoraussetzung der universitären Ausbildung (sein)?
    Wo ihre Uni hin ist? Das weiss ich nicht. War es ihre? Ich dachte immer, Uni gehört dem Kollektiv, der Gesellschaft und nicht einem Einzelnen, dessen Meinung alleine zählt.

  10. Cornelis Bockemühl

    am 19.11.2013, 13:39

    Nachdem wir im Vorfeld der 1:12-Abstimmung schon die seltsame aber hoch-symbolträchtige Auseinandersetzung um das Plakat am Gewerkschaftsgebäude erleben konnten jetzt auch das noch!

    Reist man in der Welt herum, möglichst über Europa hinaus, gewöhnt man sich immer mehr an hohe Mauern und Wachpersonal. Diese Mauern umgeben nicht nur Militäranlagen, Botschaften und Firmengelände, sondern auch Schulen, Universitäten und viele Wohnanlagen (Blocks und Siedlungen). Und kommt man dann zurück in... mehrNachdem wir im Vorfeld der 1:12-Abstimmung schon die seltsame aber hoch-symbolträchtige Auseinandersetzung um das Plakat am Gewerkschaftsgebäude erleben konnten jetzt auch das noch!

    Reist man in der Welt herum, möglichst über Europa hinaus, gewöhnt man sich immer mehr an hohe Mauern und Wachpersonal. Diese Mauern umgeben nicht nur Militäranlagen, Botschaften und Firmengelände, sondern auch Schulen, Universitäten und viele Wohnanlagen (Blocks und Siedlungen). Und kommt man dann zurück in die Schweiz merkt man erst, wie gut wir es hier haben - ohne diese Dinge!

    Aber wenn wir weiterhin zulassen, dass sich auch bei uns die Lohnschere derart rasant öffnet wie in den letzten 10-20 Jahren wird es sehr bald auch bei uns so aussehen: die Gesellschaft fällt auseinander in Segmente, die sich nicht mehr verstehen und nicht mehr über den Weg trauen. Die Mauern brauchen um sich voneinander auch physisch abzugrenzen.

    Nun ist gerade Paul Bulcke einer derjenigen CEOs in der Schweiz, die geradezu als Symbole dieser Fehlentwicklung stehen können (neben den Chefs der Grossbanken und der Grosschemie) - und prompt bekommen wir auch an unserer ansonsten normalerweise völlig "offenen" Uni Zustände wie sie in Lateinamerika, Südasien, Afrika usw. für solche Institutionen mehr oder weniger tägliche Normalität sind!

    So gesehen: ein weiterer symbolträchtiger Akt im Vorfeld dieser Abstimmung. Ich stimme Frau B. zu: dies ist empörend und verwirrend!

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