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Dirty Melzl schiesst scharf

29.07.2015, 16:52Uhr
Michael Würtenberg; Montage: Hans-Jörg Walter: Rhetorischer Querschläger von trumpschem Kaliber: Als Polizist schoss Markus Melzl gegen Kriminelle, heute gegen alles was links von ihm steht.

Rhetorischer Querschläger von trumpschem Kaliber: Als Polizist schoss Markus Melzl gegen Kriminelle, heute gegen alles was links von ihm steht. (Bild: Michael Würtenberg; Montage: Hans-Jörg Walter)

Satiriker in den USA haben traditionell leichtes Spiel, aus beiden politischen Lagern kommt Steilvorlage um Steilvorlage für bissige Pointen. In den letzten Monaten wurde ihre Arbeit jedoch noch einfacher, dank Donald Trump – dem möglicherweise ersten «openly asshole» Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Da könnte man hierzulande richtig neidisch werden. Zwar mangelt es auch in Basel nicht an Volksvertretern, die Realsatire mit Realpolitik verwechseln, Exemplare vom Kaliber eines Trump sind in unseren Gefilden jedoch rar gesät. Wir haben höchstens André Auderset, der mit seinen politischen Vorstössen da und dort für Erheiterung sorgt. In Sachen Wutbürgertum kann es aber nicht einmal unser «Odi» mit Trump aufnehmen.

(Bild: � Dominick Reuter / Reuters)

Es war also ein Moment grosser Freude, der heute Morgen in den Redaktionsräumen von Schrot & Korn zu spüren war. Endlich haben wir auch einen «Angry White Man». Endlich gibt es auch in Basel einen angejahrten Herrn mit grosser, unkanalisierter Wut im Bauch. Einer Wut, die er in Sätze giesst, die gerade noch als kohärent durchgehen können.

Markus Melzl – früher Kriminalkommissär und Stawa-Sprecher, heute BaZ-Kolumnist – hat sich über seiner Tastatur ereifert. Anlass: die Kritik am Basel Tattoo und am dröhnenden Auftritt der Kunstflugstaffel Patrouille Suisse. Immer noch die alte Spürnase, wittert er in den Lärmklagen eine Verschwörung linker Sozialromantiker, Armeeabschaffer und unpatriotischer Nestbeschmutzer.

Ein kurzes Best Of:

«Eine Bloggerin schrieb, dass ihr Kind in panische Angst geriet und kaum mehr beruhigt werden konnte. Dass dieses Problem eher bei der ­Mutter als bei der Luftwaffe zu orten ist, hat sie beim Verfassen ihres Beitrages offenbar nicht realisiert.»

«Ein Kommentator schrieb, dass kriegstraumatisierte Flüchtlinge verängstigt waren und überhaupt kein Verständnis aufbrachten für diese martialische Patrouille-Suisse-Demonstration. Vielleicht wäre es ja auch sinnvoll, wenn das Staatssekretariat für Migration beim Schleusen­öffnen für sämt­liche Migrationsströme nicht nur Informationsunterlagen über die Rekursmöglichkeiten bei abschlägigen Bleibeentscheiden abgeben, sondern auch Aufklärungsarbeit über unsere Armee betreiben würde.»

Schleusenöffnen? Migrantenströme? Und schon tastet sich Melzl ein erstes Mal an sein grosses Vorbild, das milliardenschwere Haarteil aus New York, heran.

Melzl weiter:

«Wer als Flüchtling in unserem Land Aufnahme findet, sollte froh sein, einen sicheren Hafen gefunden zu haben, und es irritiert, wenn sich namens ­dieser Menschen gewisse Kommentatoren dazu animiert fühlen, in Zeitungsblogs und Webforen sozialer Medien unserer Armee in die Suppe zu spucken.»

Seine rhetorischen Rundumschläge garniert Melzl mit herzerwärmenden Erinnerungen an seine Kindheit und die Anerkennung, die ihm sein militaristisches Wissen bei Autoritätspersonen eintrug:

«Als Buben haben wir in den Ski- und Wanderferien jeweils mit grossen Augen in den Himmel geschaut und die Manöver der damaligen Hunter- und Venom-Staffeln fasziniert verfolgt. Wenn wir die Flugzeugtypen auf Anhieb richtig erkannten, wurden wir vom Vater und in Schullagern von den Lehrern gelobt.»

«Vor dem Schlafengehen fantasierten wir noch darüber, ob vielleicht später sogar mal einer von uns als Militärpilot mit einem solchen Armee-Jet über unser Land donnern dürfe. Diese Fantasiegeschichten wurden uns tags darauf nicht von Schulpsychologen ausge­trieben, und trotzdem machte keiner von uns Karriere als Massenmörder oder Mehrfachvergewaltiger.»

Jackpot! Nun wissen wir: Auf dem Gebiet der überdrehten Geschmacklosigkeiten kann der Herr aus der Melzl Mansion dem Herrn im Trump Tower das Wasser reichen.

Und wir wissen auch: Aus Melzl ist weder ein Kampfpilot noch ein Massenmörder geworden. Aus ihm ist jemand geworden, der mit seiner Riesenknarre auf Fotos posiert und in seiner Zeitungskolumne über Flüchtlinge schnödet.

_
Disclaimer: Dieser Beitrag wurde Trommel-Erik zur Qualitätskontrolle vorgelegt. Er findets «Wältklass» und überlegt sich, nächstes Jahr Flugi-Fan Melzl mit Fallschirm über dem Tattoo abzuwerfen.

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Der Auftritt der Sparlampe

15.07.2015, 15:12Uhr
Nils Fisch: Shootingstar der Basler FDP: eine 12 Watt Sparlampe. 

Shootingstar der Basler FDP: eine 12 Watt Sparlampe.  (Bild: Nils Fisch)

Stephan Mumenthaler ist nach dem Ausscheiden von Roland «Zweierli» Vögtli aus dem Grossen Rat der Shootingstar der Basler FDP. Der Novartis-Manager will jetzt nach Bern, um auf die Erfüllung seiner politischen Lebensaufgabe hinzuarbeiten, der behördlichen Umwidmung seines Arbeitgebers zur steuerbefreiten karitativen Organisation.

Mumenthaler, zu Verbindungszeiten vermutlich «Stoffi» genannt, ist bislang einer grösseren Öffentlichkeit verborgen geblieben. Dabei hat er sich redlich Mühe gegeben, ein Profil zu erlangen. Daran scheitern Kader dieser Hierarchiestufe regelmässig.

Allein: Trotz hirnrissiger Vorstösse blieb Stephan Mumenthaler so fahl wie das Licht der Sparlampen in seinem Einzelbüro. 

Schrot & Korn bedankt sich an dieser Stelle, dass auf diese Misslage in einer satirisch verwertbaren Form reagiert wurde: mit einem Kandidatenvideo.

Das Setting: Tristes Bürolabyrinth, nebelgraue Spannteppiche. Wurde vom Wahlkampfteam bewusst gewählt; es sollte eine Umgebung sein, in der sich der Protagonist wohlfühlt.

Das Intro: Hat der Regisseur durchgeboxt, weil Zeitraffer und bedrohliche Klänge ganz cool kommen mit Politzeugs: «Hast du House of Cards nicht gesehen, Stoffi?»

Der Plot: Fantasieloses Deregulierungsgeplapper.

In den Nebenrollen: Handelskammerdirektor Franz Saladin als ergriffener Bewunderer der analytischen Brillanz Mumenthalers. Dazu drei Frauen. Zwei als adrette Lauschpuppen, die dritte spielt eine blutjunge Sekretärin mit Bück- und Sprechpart: «Griezi mitenand, das sind die neue Unterlage.»

Die zentrale Szene: Für deren Einübung hat Mumenthaler sogar seinen Longjogg am Mittag ausfallen lassen. An dieser einen Geste, in der alles kondensiert, die alles transportieren muss, sind die Besten gescheitert:

Ob Mumenthaler sie gemeistert hat? Urteilen Sie selbst! Wir verraten dafür, wie die Mumenthaler-Saga weitergeht:

Teil 2: Stephan Mumenthaler erklärt dem Bundesrat, wie sich die Probleme mit der EU lösen lassen («weniger Regulierungen»).

Teil 3: Stephan Mumenthaler liest einer Parkuhr die Leviten.  

_
Disclaimer: Dieser Beitrag von Schrot & Korn wurde CVP-Wahlkämpfer Markus Lehmann zur Begutachtung vorgelegt. Lehmann konnte den Link nicht öffnen: «Ich glaub, ich hab den falschen Knopf gedrückt.»

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Politiker bashen mit Schrot&Korn – Leseraktion (Teil 1)

13.05.2015, 15:36Uhr
: «Bash den Politiker» – das Gesellschaftsspiel für den Wutbürger.

«Bash den Politiker» – das Gesellschaftsspiel für den Wutbürger.

OSZ-Entli©-Leihmutter und Redaktionsglugge Dominique Spirgi hat ein Gesellschaftsspiel entwickelt, das Potential hat, den Flachmann in den Schubladen abgewirtschafteter Lokaljournalisten abzulösen.

Weil wir bei allem, was wir hier in unserem gemütlichen, von der Erbschaftssteuer bedrohten KMU so den lieben langen Tag aushecken, als aller Erstes an die Community, also an Sie, denken, sind Sie, vor lauter Vorfreude gerade durchs Grossraumbüro gackernder Leser, herzlich dazu eingeladen mitzuhämmern. Einfach reinklingeln.

_
Disclaimer: Diese Spielidee von Schrot&Korn wurde Ravensburg zur Weitervermarktung vorgelegt. Es soll im kommenden Weihnachtsgeschäft samt den Varianten «Knall den CEO» und «Klatsch den Kommunikationsverantwortlichen» auf den Markt kommen (von 9 bis 99 Jahren).

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Joël Thüring, das Schrot&Korn-Nachwuchstalent

10.04.2015, 19:02Uhr
Hans-Jörg Walter: Was für ein Karriereschritt: Joël Thüring wird vom Grossrat zum S&K-Reporter in Genderfragen.

Was für ein Karriereschritt: Joël Thüring wird vom Grossrat zum S&K-Reporter in Genderfragen. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Das Schrot&Korn-Genderdesk blickt auf eine ruhmreiche Geschichte zurück. Von Anfang an haben wir uns die feingeistige Kritik an hegemonialen Geschlechterverhältnissen auf die Fahne geschrieben. Bisher blieb unser Engagement jedoch mehr Talk als Walk. Das wollen wir ändern.

Dieser Entscheid bringt personelle Neuerungen mit sich, zeichnen sich die Autoren von Schrot&Korn doch durch profunde Kenntnis ihres Fachbereichs aus. Das Organigramm, bestehend aus dem publizistischen Leiter Renato Beck (Jihadistenschreck) und Communityredaktor Matthias Oppliger (Club de Bâle), sowie den Volontären David Bauer (David Degen), Marc Krebs (träge Witzchen) und Dominique Spirgi (Enten), wird deshalb um einen weiteren Spezialisten ergänzt.

Wir freuen uns, Joël Thüring (Realsatire) als neuen Kollegen begrüssen zu dürfen. Thüring wird künftig voller Insbrunst auf seinem Steckenpferd, der Gleichstellung, unter unserer Flagge dem Sonnenuntergang entgegenreiten.

Thüring hat den Auftrag, für uns innovative Formen der Satire zu entwickeln. So begnügt er sich für seinen Einstieg nicht etwa mit einem normalen Blogbeitrag. Nein, Thüring verbindet die neue Aufgabe geschickt mit seinen Fähigkeiten als Politiker. In der Tradition unseres frühreren Praktikanten E. W. besteht sein Humor darin, dem Regierungsrat komische Anfragen zu stellen:

Schriftliche Anfrage Joël Thüring betreffend «Veranstaltung der Gleichstellungskommission Basel- Stadt zum Thema Männergewalt – eine Witzveranstaltung?»

Einer Einladung des Präsidialdepartement Basel-Stadt vom 9. April 2015 ist zu entnehmen, dass die Gleichstellungskommission Basel-Stadt am 11. Mai 2015 zu einem runden Tisch zum Thema «Männergewalt: Was tut man(n) dagegen?» einlädt. Am Gespräch nimmt u.a. Christian Mueller in seiner Funktion als Präsident der Partei «freistaat unteres kleinbasel» (f-u-k) und Initiant der Eidgenössischen Volksinitiative «zur Ausschaffung krimineller Männer» teil.

Besagte Volksinitiative versteht sich als Kunstobjekt und ist eine direkte und kritische Anspielung auf die von der schweizerischen Stimmbevölkerung angenommene Initiative zur Ausschaffung krimineller Ausländerinnen und Ausländer – was grundsätzlich legitim ist. Die Initiative würde, sollte sie überhaupt zu Stande kommen, wohl für ungültig erklärt werden müssen, da die Forderungen im Initiativtext gegen Bundesrecht verstossen. Zweifelsohne wird Herr Mueller im Zusammenhang mit politischen Projekten als kreativer Künstler wahrgenommen, ein Mehrwert für eine Veranstaltung zum Thema Männergewalt – welches zweifelsohne ein wichtiges Thema ist – erscheint allerdings nicht erkennbar. Im Gegenteil besteht die Gefahr, dass dadurch das eigentliche Thema in den Hintergrund rückt resp. die Veranstaltung als Witz-Veranstaltung wahrgenommen wird. 

Ich bitte den Regierungsrat daher um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  1. Erachtet der Regierungsrat eine Teilnahme eines Politkünstlers dem Thema angemessen?

  2. Verkommt dadurch die Veranstaltung nicht zu einer Witzveranstaltung?

  3. Welche fachlichen Fähigkeiten zum Thema «Männergewalt» bringt Herr Mueller mit?

  4. Werden an der Veranstaltung Unterschriften für besagte Initiative gesammelt resp. der Bogen aufgelegt oder anderweitig aktiv für die Initiative geworben?

  5. Wurden weitere, richtige, Fachleute für diesen runden Tisch angefragt, welche abgesagt haben?

  6. Nach welchen Kriterien wurden die Teilnehmer ausgesucht?

  7. Wie viel kostet der besagte Anlass?

  8. Wann findet von der Gleichstellungskommission eine Veranstaltung zum Thema «Frauengewalt» statt?

  9. Wäre eine Veranstaltung mit Titel «Männer- und Frauengewalt» nicht gendergerechter und somit der Gleichstellungskommission angemessener gewesen?

Joël Thüring

Willkommen Joël Thüring, wir freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit.

_
Disclaimer: Diese Schrot&Korn-Personalie wird Ihnen präsentiert mit freundlicher Unterstützung der Aspero AG. «Aspero AG, Ihr Kompetenzzentrum für richtige fachliche Fähigkeiten. Und Politkunst. Und Frauengewalt.»

Aspero AG, 061/XXX XX XX, XXX@aspero.ch
Die Kontodaten sind erhältlich über den Arbeitgeberverband Basel.

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Schweizer Qualität made in Germany

13.02.2015, 17:59Uhr
:

Ja, ist denn schon Weihnachten, frag ich mich während meiner jährlichen Bhaltisjagd an der Muba, als ich am Stand der hiesigen SVP vorbeischlendere. Aufplakatiert ist eine Autogrammstunde mit Adrian Amstutz. Der Alpen-Richard-Gere unterschreibt Parteiprogramme.

Jauchz!

Werd ich mir daheim in die Wohnwand stellen, direkt neben die von Klibys Caroline signierte Sprechsocke und die auf Ricardo ersteigerte Kopfwindel von Chris von Rohr.   

Nach einem kurzen und freundlichen Austausch über die besten Bhaltis («In Halle 3 gibts Fusspilzpflaster») lässt mich der Flachland-Kliby weiterziehen und gibt mir als Dank für meinen Besuch ein Päckchen SVP-Devotionalien mit auf den Weg in Halle 3.

Darin: Gummibärchen (8 Gramm) in rot und weiss und... tatsächlich: Ein braunes ist auch dabei.

Drumherum: eine semitransparente Plastikhülle mit dem Aufdruck «Die Partei des Mittelstandes» und dem Versprechen «Schweizer Qualität».

Schweiz, Qualität, Mittelstand, find ich alles dufte. Bin ich ja selber. Als ich auf der Rückseite die E-Stoffe kontrollieren will – bei 12 davon krieg ich einen allergischen Anfall und setze mich ungefragt in Schulklassen –, stolpere ich über die Herkunftsdeklaration.

Dicke Matratze, denk ich. Der Blocher hat Recht gehabt. Die Infiltration der Schweiz durch die EU ist nicht mehr aufzuhalten: Jetzt haben die auch noch die SVP übernommen.

Disclaimer: Dieser Beitrag von Schrot & Korn wurde der SP Basel-Stadt zur Amtszeitverlängerung vorgelegt, scheiterte aber an der statuarisch erforderlichen Zweidrittelsmehrheit.

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Der Schrot & Korn-Konzertipp: Tschiiins für Tschiiises

30.01.2015, 22:31Uhr
Hans-Jörg Walter: Was würde Jesus tun, fragt ihr? Er würde Jeans tragen, sagt Zooloose.

Was würde Jesus tun, fragt ihr? Er würde Jeans tragen, sagt Zooloose. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Der Wortspielalarm klingelte auf maximaler Stufe, als dieser Tage ein Flyer auf den – zugegebenermassen – etwas angestaubten und mit reichlich Altpapier und -glas vollgestellten Redaktionstisch von Schrot & Korn flatterte.

«Jeans For Jesus» geben ein Konzert beim ICF Basel. Veranstalter ist der Basler Kleiderladen Zooloose. Angesichts dieser vielen Kreuz-und-quer-Referenzen schwirrt uns der Kopf.

#Jesusundich #Jesuslovesme #Ilovejesus #Nike #Shoeselfie #Schuhbändelkaputt #Glastischplattedreckig #waswürdejesustun?

#Schuhbändelkaputt #Glastischplattedreckig #waswürdeJesustun? (Bild: Matthias Oppliger)

Also der Reihe nach.

ICF ist eine evangelikale Freikirche, die ihren Sitz in der Lehenmatthalle hat. Diese Halle kann man mieten, was Zooloose offenbar getan hat. Im Zooloose kann man Hosen kaufen, auch solche aus Jeansstoff.

«Jeans For Jesus» wiederum ist eine Band aus Bern. Die, so bestätigen die Berner Redaktionskollegen, mit Jesus weniger am Hut hat, als der Name vermuten lässt. Nämlich gar nichts.

In Basel ist also ein werberisches Meisterstück gelungen. Mit der Veranstaltung transportiert man Werbe- und Glaubensbotschaft zugleich, geschickt verquickt. (In einer Richtigstellung gegenüber der TagesWoche vom Samstag, 31. Januar, hält Zooloose fest, dass der Event in keinerlei religiösem Zusammenhang gestanden habe.) 

Diese Aktion reiht sich ein in die Tradition musikalischer Glaubensbekenntnisse. Nur tun die Basler Christen das etwas weniger subtil als ihre Vorgänger. Bei der legendären Rockgruppe Led Zeppelin etwa mussten die Schallplatten immerhin noch rückwärts abgespielt werden, damit man die metaphysischen Botschaften hören konnte…


Richtigstellung: Die Zoolose GmbH als Veranstalterin des Konzerts der Band «Jeans for Jesus» legt grossen Wert darauf, festzuhalten, dass der geplante Event in keinem Zusammenhang mit ICF als Vermieterin der Lehenmatthalle steht und damit das Konzert auch keinerlei religiösen Hintergrund hat. Wie Matthias Weber, Geschäftsleiter von Zooloose, mitteilt, hat die Band «Jeans for Jesus» das heutige Konzert abgesagt.
_
Disclaimer: Dieser Konzerttipp wurde der Ethikkommission zur Exegese vorgelegt. Wir warten noch auf eine Antwort.

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OSZ-Entli© hat Existenzängste

4.12.2014, 17:06Uhr

Das OSZ-Entli© ist etwas beunruhigt. Nicht wegen den vielen Polizisten, die zum Teil so seltsame Abzeichen auf ihren Uniformen tragen. Bären etwa und anderen Sachen. Auch nicht wegen den Helikoptern, die über der Redaktion kreisen und auch nicht wegen der bevorstehenden Verdunkelung, weil im Unternehmen Mitte die Läden runtergelassen werden müssen.

(Bild: Dominique Spirgi)

Es ist erstens ein bisschen verstört wegen den vielen Gschänkli, die es erhalten hat: eine Trinkflasche von Sigg, eine Toblerone-Schokolade von Toblerone, ein Swissness-Glas samt Teelicht und Einkaufsgutschein von Manor, zwei Bleistifte von Caran d'Ache und einen Kugelschreiber (nicht von Caran d'Ache). Gadgets von Sponsoren, die im offiziellen Media Handbook zur OSZE-Ministerratskonferenz an prominentester Stelle ihre Logos platzieren konnten.

Dabei wurde dem OSZ-Entli© doch gesagt, dass der Anlass, für das es Maskottchen sein darf, etwas Offizielles und Seriöses sei. Dass es um Frieden und Zusammenarbeit und so gehe. So genau hat man es ihm aber nicht gesagt. Und auch ein Blick in das Konferenz-Programm brachte nicht wirklich Aufschluss.

(Bild: Dominique Spirgi)

So richtig mit Sorge erfüllte das OSZ-Entli© aber die Aussicht darauf, dass die Konferenz ja morgen Freitag bereits zu Ende gehen wird. Und dass es das Maskottchen dann nicht mehr brauchen wird. Im wahrsten Sinne des Wortes genährt wurden die Ängste durch schnöde Redaktionskollegen, die demonstrativ mit Take-Away-Pekingenten in der Schreibstube auftauchten…

(Bild: Dominique Spirgi)

…mit anderen Worte: mit toten Cousins des OSZ-Entli©s! Tot und erst noch staubtrocken!

(Bild: REUTERS/Larry Downing)

Ein kleiner Hoffnungsschimmer aber bleibt dem OSZ-Entli© noch. Es gibt da ein Land auf dieser Welt, das gefährdete Bratvögel begnadigt und so vor dem Ofentod bewahrt. Vielleicht gibt es also doch noch ein Happy End? Vielleicht könnte der Aussenminister John Kerry bei seinem Chef in Washington ein gutes Wörtchen einlegen?

Die Zeit jedenfalls drängt: Besagter Chinese ist bereits auf der Redaktion vorstellig geworden. Und als Frankreichs Aussenminister Laurent Fabius unseren gefiederten Sympathieträger an der Pressekonferenz erspähte, fuhr er mit seiner Zunge lüstern über die dürren Pariser Lippen: «Quel Canard à la Rouen!».

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Disclaimer: Dieser Beitrag wurde dem Bundesamt für Justiz zur Berichterstattung vorgelegt. Die Antwort: Das mit den Enten-Kontingenten muss sorgfältig geprüft werden.

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