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Telebasel fragt – die TagesWoche antwortet

5.02.2014, 11:01Uhr
:

Liebe Leserinnen und Leser. Es mag Ihnen vielleicht ein wenig ungewöhnlich erscheinen, die Antworten auf eine Medienanfrage lesen zu können, bevor das entsprechende Medium seinen Bericht publiziert hat. Aber ungewöhnliche Situationen erfordern bekanntlich ungewöhnliche Massnahmen.

Da sich in der Vergangenheit verschiedene Journalisten darauf beschränkten, unsere Antworten in ihren Berichten über uns nur selektiv wiederzugeben, publizieren wir unsere Antworten gleich in voller Länge vorab.

Beim Fragesteller handelt es sich um Christian Keller, Leiter des Telebasel-Magazins «Report». Seinen Bericht über die TagesWoche können Sie gemäss seinen Angaben am kommenden Mittwoch, 5. Februar, erstmals um 18.15 Uhr auf Telebasel sehen.

Fragen Christian Keller:

- Gemäss Dokumenten, die uns vorliegen, besteht die Hälfte der als verkaufte Abos ausgewiesenen Exemplare aus Gratismustern, die wöchentlich an den Flughafen Basel (3'250 Ex.) und Flughafen Zürich (8'250 Ex.) verschickt werden. Können Sie diesen Sachverhalt bestätigen? Weshalb senden Sie einen solch hohen Auflageanteil an zwei Flughäfen und deklarieren diese als verkaufte Abos?

- Können Sie bestätigen, dass während der Wemf-Beglaubigung zusätzlich 1'800 Exemplare an den Flughafen Zürich geschickt wurden, um bei der Publikation der WEMF-Daten gegenüber den Mitkonkurrenten eine höhere verkaufte Auflage auszuweisen?

- Werbevertreter und Medienrechtsexperten werfen der Tageswoche vor, unlauteren Wettbewerb zu betreiben und den Anzeigenkunden zu täuschen. Was sagen Sie dazu?

- Haben Sie Ihre Anzeigenkunden darauf aufmerksam gemacht, dass jedes dritte gedruckte Exemplar als Gratismuster im Flughafen Zürich aufliegt? - Ist es richtig, dass im Dez. 2013 die Zahl tatsächlich zahlender Abonnenten bei 8'200 lag? Wie viele Abonnements wurden im letzten halben Jahr gekündigt?

- Gemäss WEMF sind Gegengeschäfte, wie sie mit dem Flughafen BS und Zürich betrieben werden, WEMF-konform. Medienrechtsexperten sowie der Verband der Schweizerischen Werbeauftraggeber (SWA) werfen der Tageswoche dennoch vor, gegen Treu und Glauben zu verstossen. Das WEMF-Reglement sei für 4'000 Presseerzeugnisse geschaffen worden und gehe von gesundem Menschenverstand aus. Was sagen Sie dazu?

Antworten TagesWoche:

Die TagesWoche ist bestrebt, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Dazu gehören Massnahmen wie Telefonmarketing, Grossauflagen, Sonderauflagen zu bestimmten Anlässen und auch die Lieferung von Zeitungen an Restaurants, Arztpraxen und andere Wartezonen wie Flughäfen, was übrigens auch bei anderen Basler und Zürcher Medienhäusern Usanz ist. Wie Sie richtig feststellen, erfolgen alle diese Massnahmen in Übereinstimmung mit den Richtlinien der Beglaubigung der AG für Werbemedienforschung (WEMF).

Die Grossauflage der TagesWoche wird zusätzlich zur Normalauflage in rund 50'000 Haushalte der Region verteilt. Die abonnierte Auflage (inkl. aller Promoaktionen) beträgt 22'639 Exemplare. Die Gratisauflage liegt bei 1'255 Exemplaren. Im Einzelverkauf sind es 1'945 Exemplaren. Alle Zahlen sind bei der WEMF abrufbar: nextlevel.ch (Kostenloser Zugang verwenden / per drag & drop können die Titel vom "Finder" auf die weisse Fläche gezogen werden).

Die Zahl der an die Flughäfen gelieferten Exemplare orientiert sich am jeweiligen Bedarf, den der für die Bereitstellung an den Flughäfen zuständige Customer Ground Service CGS in enger Absprache mit der TagesWoche bestellt. Die Schwankungen erklären sich zum einen durch den Bedarf der Flughäfen, zum anderen durch alternative Marketingaktivitäten der TagesWoche (Restaurants, Arztpraxen, Telefonmarketing, Messen etc.). Die Schwankungen können nach oben wie auch nach unten gehen.

Eine temporäre Erhöhung der Flughafenauflage für den Zeitraum der WEMF-Beglaubigung oder gar zur Optimierung der WEMF-Zahlen hat nicht stattgefunden. Da die WEMF die Auflage über zwölf Monate erhebt, haben die Schwankungen nur einen marginalen Einfluss.

Von den von Christian Keller zitierten Vorwürfen von Seiten von Werbevertretern und Medienrechtsexperten ist uns nichts bekannt. Gemäss unserer Erfahrung sind die Werbetreibenden an einer möglichst grossen Verbreitung interessiert. Wir hören von unserem Publikum, dass die TagesWoche, wo immer sie verteilt wird, gerne gelesen wird.

Fragen Christian Keller:

In den ersten zehn Wochen nach Lancierung der Tageswoche wurde die persönliche Kontonummer (IBAN-Nummer) von Geschäftsführer Tobias Faust auf der Website der Tageswoche als Kontonummer der "Neuen Medien Basel AG" ausgewiesen (siehe Screenshot im Anhang).

Folgende Fragen dazu:

- Weshalb diese Vermischung von persönlichen und geschäftlichen Konti?


- Wusste der Verwaltungsrat davon? Wenn nein: Weshalb nicht?


- Welche Schritte wurden nach Bekanntwerden dieser Vermischung unternommen?


- Flossen Gelder von Inserenten oder auch Privatpersonen, die für die Tageswoche spendeten (diese Möglichkeit besteht ja noch immer) auf das Konto von Tobias Faust?

- Wurden diese Gelder zurückbezahlt?


- Ist es richtig, dass noch immer Inserentenbeträge auf das private Kt. von Tobias Faust überwiesen werden?

Antworten TagesWoche:

In der Tat kam es in den hektischen Anfangszeiten der TagesWoche zu diesem ärgerlichen Fehler. Ursache war eine simple Verwechslung zweier Postfinance-Karten, was dazu führte, dass die falsche IBAN-Nummer in der Rubrik «Impressum» publiziert wurde. Dass es sich um ein Versehen handelte, erkennen Sie daran, dass die IBAN-Nummer und die angegebene Postkontonummer nicht übereinstimmen. Dem Verwaltungsrat ist der Vorfall bekannt.

Der Fehler wurde innert weniger Tage bemerkt und korrigiert. Obwohl unser Inkassosystem immer die richtige IBAN-Nummer verwendete, kam es zu einzelnen fehlgeleiteten Zahlungen. Diese wurden umgehend auf das richtige Konto weitergeleitet.

Frage Christian Keller:


Im September 2013 beklagte sich die Redaktion über eine Reihe von Konfliktkündigungen, Intransparenz bei der Geschäftsführung und äusserte generell ihren Unmut zur Situation bei der Tageswoche. Welche Gespräche wurden in der Zwischenzeit geführt resp. welche Massnahmen unternommen, um die Stimmung innerhalb der Tageswoche zu verbessern?

Antwort TagesWoche:

Wie bei jedem Start-up kam auch bei der TagesWoche die Phase, wo nach einem erfolgreichen Start das Erreichte mit den ursprünglichen Zielen abgeglichen wurde. Dabei wurde ein Korrekturbedarf festgestellt, der auch personelle Veränderungen nach sich zog. Das führte zu Missmut und Verwerfungen. Auch wurde ein Kommunikationsdefizit zwischen der Redaktion und den übergeordneten Gremien konstatiert. In der Zwischenzeit haben der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung viele Gespräche geführt und gewährleisten so einen intensiven Informationsaustausch.

Frage Christian Keller:

Ist es richtig, dass Michael Theurillat seinen Rücktritt aus der Geschäftsleitung bekanntgegeben hat? Was ist der Grund für seinen Rücktritt?

Antwort TagesWoche:

Michael Theurillats Unterstützung der Geschäftsleitung bei der Bewältigung der strategischen Neuausrichtung war immer als ein zeitlich befristetes Engagement geplant. Es endete per 31. Dezember 2013. Michael Theurillat ist weiterhin Mitglied des Verwaltungsrates der Neue Medien Basel AG.

Frage Christian Keller:

Ist es richtig, dass Nicolas Rhyner aus dem Verlegerausschuss und aus der Stiftung für Medienvielfalt zurücktritt? Aus welchem Grund?

Antwort TagesWoche:

Nein. [Korrekter Nachname: Ryhiner]

Frage Christian Keller:

Ist es richtig, dass Urs Buess seit Oktober 2013 krankgeschrieben ist?

Antwort TagesWoche:

Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes geben wir zu dieser Frage keine Antwort.

Frage Christian Keller:

Ist die Finanzierung der Tageswoche bis Ende 2014 sichergestellt?

Antwort TagesWoche:

Ja.

_
Der Fragenkatalog von Christian Keller wurde unverändert und in voller Länge übernommen.

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Reaktionen

  1. Inaktiver Nutzer

    am 5.02.2014, 15:18

    Bei diesen Temperaturen können wir ein bisschen "heisse Luft" gut gebrauchen.

  2. Standbye

    am 5.02.2014, 19:16

    Liebe TaWo. Musste ja kommen, dass man euch angreift, dass man nach Leichen im Keller sucht und sogar welche findet, dass man euch die Anzeigenkunden abspenstig machen will usw. usf.. Vielleicht spricht das eher für als gegen euch... who knows! ...mit diesem Anfall von Englisch sind wir auch schon bei der Community. Entstaubt endlich das Community-Konzept! hört auf, selbstherrlich darüber zu richten, welche Kommentare hervorhebenswürdig sind und welche nicht. Ihr seid doch gegen... ... mehrLiebe TaWo. Musste ja kommen, dass man euch angreift, dass man nach Leichen im Keller sucht und sogar welche findet, dass man euch die Anzeigenkunden abspenstig machen will usw. usf.. Vielleicht spricht das eher für als gegen euch... who knows! ...mit diesem Anfall von Englisch sind wir auch schon bei der Community. Entstaubt endlich das Community-Konzept! hört auf, selbstherrlich darüber zu richten, welche Kommentare hervorhebenswürdig sind und welche nicht. Ihr seid doch gegen schwarz/weiss - Denken, oder? Also lasst diese gut/schlecht- Bewertung bleiben oder bezieht wenigstens die Community mit ein! Sonst mag bald keiner mehr kommentieren. Wer Community sagt, muss auch Community machen. Bietet neue Optionen für das Member-Profil an. Bietet die Möglichkeit, auch Kommentare zu schreiben ohne Community-Member zu sein. Alternative: lasst das Konzept so wie's ist, aber dann nennt es nicht mehr Community (was in dem Fall reine Anbiederung ist) weiter: Werdet mehr Zeitung AUCH ONLINE!... Seid "kulturaffin" aber hängt es nicht zu penetrant raus... so, das wär's dann erst mal. Ihr macht gute Arbeit. Immer noch. Aber manchmal ist weniger mehr und schlichter besser und bescheidener sympathischer.

  3. Marcel Baumann

    am 5.02.2014, 20:31

    Sehr gut...Tageswoche!

    Wen interessiert es schon, ob die Leser die Zeitung kaufen. 20min hat noch nie jemand gekauft.

    alles Gute!

  4. Bajass d Amour

    am 5.02.2014, 21:01

    Der TeleBasel-Report ist plausibel erzählt, gut aufgebaut und hinterlässt ein Gefühl, das sich schon seit längerem im Zusammenhang mit der Tages Woche breit macht.

    Die Glaubwürdigkeit, das höchste Gut eines Mediums, ist arg, arg angekratzt. Und dass sich das Trio Faust/Winter/Leupin genötigt sah, die Fragen vor Ausstrahlung des Reports, so husch husch, doch zu beantworten, nicht aber vor der Kamera Stellung zu beziehen, war taktisch keine kluge Idee. An den Vorwürfen des TB-Report scheint... ... mehrDer TeleBasel-Report ist plausibel erzählt, gut aufgebaut und hinterlässt ein Gefühl, das sich schon seit längerem im Zusammenhang mit der Tages Woche breit macht.

    Die Glaubwürdigkeit, das höchste Gut eines Mediums, ist arg, arg angekratzt. Und dass sich das Trio Faust/Winter/Leupin genötigt sah, die Fragen vor Ausstrahlung des Reports, so husch husch, doch zu beantworten, nicht aber vor der Kamera Stellung zu beziehen, war taktisch keine kluge Idee. An den Vorwürfen des TB-Report scheint was dran zu sein.

    Zumindest die Sache mit dem journalistischen Substanzverlust ist wahr.

  5. Kaspar Tanner

    am 5.02.2014, 21:06

    Herr Baumann,

    Es mag Sie und mich nicht interessieren, ob ein Drittel, die Hälfte oder drei Viertel der Auflage ungelesen in den Kübel wandert.
    Es gibt aber Leute, die Inserate für einen Haufen Geld in der TaWo schalten.
    Und die Auflagenzahl und somit die Verbreitung bestimmt die Inseratspreise.

    Wenn also die TaWo einen Grossteil der Auflage für die Halde produziert, dies nicht klar den Inseratekunden kommuniziert (ich weiss nicht, ob eine kleine Bude in Basel oder Reinach für einen... ... mehrHerr Baumann,

    Es mag Sie und mich nicht interessieren, ob ein Drittel, die Hälfte oder drei Viertel der Auflage ungelesen in den Kübel wandert.
    Es gibt aber Leute, die Inserate für einen Haufen Geld in der TaWo schalten.
    Und die Auflagenzahl und somit die Verbreitung bestimmt die Inseratspreise.

    Wenn also die TaWo einen Grossteil der Auflage für die Halde produziert, dies nicht klar den Inseratekunden kommuniziert (ich weiss nicht, ob eine kleine Bude in Basel oder Reinach für einen Zürcher Abfallkübel inserieren würde...) und trotzdem die hohle Hand macht (man darf ja schon, aber bei einer kleineren Auflage wäre die Hand weniger hohl...), ist das Manipulation. Andere würden von Täuschung oder Betrug reden. Als Nicht-Anwalt halte ich mich da zurück...

    Aber als Inserent würde ich relativ schnell einen sehr grosszügigen Rabatt verlangen für diese Geschäftspolitik.

    Ganz dumm gelaufen.

  6. Inaktiver Nutzer

    am 5.02.2014, 21:10
  7. Kol Simcha

    am 5.02.2014, 21:28
  8. Maya Eldorado

    am 5.02.2014, 22:14

    www.onlinereports.ch/News.117+M52e75f7610e.0.html

    Tageswoche: Ihr sucht überall, was ja zum Journalismus gehört, die Nadel im Heuhaufen, die dorthin nicht gehört.
    Bitte macht sauberen Tisch.
    Vielleicht ist's nur eine Kleinigkeit, was sicher gehofft wird.
    Authenzität ist ein kostbares Gut und ist in unserer heutigen Welt eine Rarität geworden und würde der Tageswoche sehr gut anstehen.

  9. Margot

    am 5.02.2014, 22:52

    Was ist auch los bei der TaWo? Hauskrach? Weshalb hat Telebasel all diese Unterlagen? Maulwurf auf Rachefeldzug? - - - Bedenklich, sehr bedenklich.

  10. Sullivan Frisch

    am 5.02.2014, 23:18

    Ich hoffe und wünsche es der TaWo, den TaWo Lesern und der Medienvielfalt, dass alle Vorwürfe nur eine falsche und unhaltbare Auslegung von legitimen Tatsachen sind, und dass sich bald der Sturm als einer im Wasserglas entpuppen wird.

    Und am Wochenende stimme ich NEIN zur Einwanderungsinitiative der SVP!

  11. Verifiziert

    Martina Rutschmann1

    am 5.02.2014, 23:35

    Die Frage sollte lauten: Weshalb existieren diese Unterlagen überhaupt? Weshalb Telebasel davon weiss, ist völlig irrelevant. Aber ja, es mag stimmen: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Lieber Gruss, Martina Rutschmann (freiwillig gegangene TaWo-Mitarbeiterin)

  12. Kleingeist

    am 6.02.2014, 00:23

    Sollten Sie es wirklich sein: Es wäre schlechter Stil.

    Wären Sie es nicht: Es wäre billiger Scherz.

    Beides würde mich nicht überraschen.

  13. Kaspar Tanner

    am 6.02.2014, 08:27

    Herr Raaflaub,

    "Margot" ärgert sich, dass ein möglicher Betrug aufgeflogen ist.
    Fr. Rutschmann (echt oder unecht, ist eigentlich irrelevant) fragt sich, ob nicht der Betrug an und für sich das Schlimme ist.
    Ich teile Frau Rutschmanns Ansicht.

    Wenn man sich über das Auffliegen solcher Praktiken aufregt, zeigt man lediglich, dass man keine ethischen Prinzipien hat. Sollten die Vorwürfe richtig sein, hat die TaWo gutgläubigen Inseratekunden das Geld aus der Tasche gezogen. Das ist... ... mehrHerr Raaflaub,

    "Margot" ärgert sich, dass ein möglicher Betrug aufgeflogen ist.
    Fr. Rutschmann (echt oder unecht, ist eigentlich irrelevant) fragt sich, ob nicht der Betrug an und für sich das Schlimme ist.
    Ich teile Frau Rutschmanns Ansicht.

    Wenn man sich über das Auffliegen solcher Praktiken aufregt, zeigt man lediglich, dass man keine ethischen Prinzipien hat. Sollten die Vorwürfe richtig sein, hat die TaWo gutgläubigen Inseratekunden das Geld aus der Tasche gezogen. Das ist unethisch.

    Das Aufdecken von unmoralischen Geschäftspraktiken, die von den Vorgesetzten gutgeheissen werden, nennt man "Whistleblowing". Und "Whisteblowing" ist etwas, das gerade die Linke propagiert - dann muss sie auch damit leben, dass ihr Verhalten beobachtet wird.

    Wirklich und in aller Konsequenz links zu sein, ist verdammt anstrengend. Darum gibt's heute so viele Teilzeit-Linke.
    Wenn's um die Kohle geht, sind alle Menschen "Brüder". Diese Erkenntnis hat mich zum Rechten gemacht.

  14. Margot

    am 6.02.2014, 08:54

    Ich mich ärgern? Wie kommen Sie denn darauf? Wenn ich die Frage aufwerfe, weshalb man offensichtlich aus dem Innern der TaWo dem Telebasel vertrauliche Dokumente zuspielt, dann meine ich damit nur, dass dies ein Zeichen ist, dass es mit der Betriebskultur in der TaWo offensichtlich nicht zum Besten steht. Whistleblowing ist letztlich ein Zeichen für das Versagen interner Kontrollmechanismen: Wer an die Presse geht, ohne zuvor das interne Gespräch gesucht zu haben, verletzt seine Pflichten... ... mehrIch mich ärgern? Wie kommen Sie denn darauf? Wenn ich die Frage aufwerfe, weshalb man offensichtlich aus dem Innern der TaWo dem Telebasel vertrauliche Dokumente zuspielt, dann meine ich damit nur, dass dies ein Zeichen ist, dass es mit der Betriebskultur in der TaWo offensichtlich nicht zum Besten steht. Whistleblowing ist letztlich ein Zeichen für das Versagen interner Kontrollmechanismen: Wer an die Presse geht, ohne zuvor das interne Gespräch gesucht zu haben, verletzt seine Pflichten als Arbeitnehmer, Punkt. Das ist nicht Whistleblowing, das ist Gerätsche und Verrat. Whistleblowing hat jedoch dort seine Berechtigung, wo jemand an interne Mauern stösst, wenn jemand, der intern Missstände meldet, nicht gehört wird etc. Konkret für die TaWo: Hat jemand die Dokumente rausgegeben, ohne zuerst intern die Praktiken hinterfragt zu haben, dann wäre das recht feige. Rannte jedoch jemand mit seinen Vorbehalten intern gegen Mauern, dann hat er richtig gehandelt.

  15. Lukas Leuthold

    am 6.02.2014, 09:04

    Danke für Ihren Kommentar, liebe(r) Wealth of Excellence etc...
    Sie haben ja so recht! Leider.
    Da läuft einiges schief bei der Tageswoche. Unter anderem der Umgang mit der Community und - man muss es leider so sagen - Der Umgang mit der Wahrheit.
    An anderer Stelle hier wurde gerade diskutiert, warum die Redaktion dauernd Beiträge von Community-Mitgliedern löscht, was ja noch falscher ist, als dieses Auswählen und Nicht-Auswählen gewisser Kommentare.
    Hunderte von Beiträgen wurden ! Und selbst... ... mehrDanke für Ihren Kommentar, liebe(r) Wealth of Excellence etc...
    Sie haben ja so recht! Leider.
    Da läuft einiges schief bei der Tageswoche. Unter anderem der Umgang mit der Community und - man muss es leider so sagen - Der Umgang mit der Wahrheit.
    An anderer Stelle hier wurde gerade diskutiert, warum die Redaktion dauernd Beiträge von Community-Mitgliedern löscht, was ja noch falscher ist, als dieses Auswählen und Nicht-Auswählen gewisser Kommentare.
    Hunderte von Beiträgen wurden ! Und selbst solche, die man einst für gut befunden hatte... (Holzapfel/ Hochhut und andere).

    Da geht natürlich die Frage an die echte ...

    @Martina Rutschmann:

    Löschen die TaWo-Gewaltigen nun auch all Ihre alten Artikel, Frau Rutschmann, jetzt, wo Sie gegangen sind?
    Wer meint, die Frage sei absurd, der täuscht sich.

    Hier wird es in meinen und Frau Eldorados Kommentaren aufgezeigt:
    www.tageswoche.ch/de/2014_05/basel/633666/trister-alltag-im-bunker.htm

    Man kann es nicht glauben, muss es aber leider deutlich sagen: Methoden wie im "Wahrheitsministerium" in Orwells Roman "1984" und sogar wie die von Stalin, der auf alten Fotos Trotzki weg retuschieren liess, werden von der Tageswoche Redaktion angewendet, um unliebsame Communitymitglieder in den digitalen Orkus des Vergessens zu befördern. Unliebsame werden "ausgelöscht". Das ist der umfang mit unangenehmen Wahrheiten in der Tageswoche.
    Sehr, sehr frustrierend.

    Mal sehen, wie oft ich noch auf diesen Missstand hinweisen darf, bevor sie mich auch mundtot machen.

  16. Mägge

    am 6.02.2014, 09:48

    In diesem Sinne, liebe Tawo, lasst euch von diesem Sturm im Wasserglas nicht irritieren. Aus welcher, neidischen rechten, Ecke diese TeleBasel Reportage kam weiss so ziemlich jede/r. Man sucht nach einem Haar in der Suppe und wenn keines drin ist, dann......................!
    Wie pflegte mein Vater zu sagen: "Die dümmsten Hunde bellen am lautesten".

    Anscheinend seit ihr eine wirklich starke ernstzunehmende Konkurrenz, sonst würde man euch nämlich links liegen lassen (Smile).

    Also weiter so... ... mehrIn diesem Sinne, liebe Tawo, lasst euch von diesem Sturm im Wasserglas nicht irritieren. Aus welcher, neidischen rechten, Ecke diese TeleBasel Reportage kam weiss so ziemlich jede/r. Man sucht nach einem Haar in der Suppe und wenn keines drin ist, dann......................!
    Wie pflegte mein Vater zu sagen: "Die dümmsten Hunde bellen am lautesten".

    Anscheinend seit ihr eine wirklich starke ernstzunehmende Konkurrenz, sonst würde man euch nämlich links liegen lassen (Smile).

    Also weiter so und es gibt natürlich immer Verbesserungsmöglichkeiten, aber bitte nicht nach rechts, da ist die Presselandschaft in CH schon mehr als genug vertreten.

    Toy... Toy... Toy....

  17. Standbye

    am 6.02.2014, 10:56

    @ Leuthold: Danke. @ TaWo: ich möchte noch präzisieren, warum ich sofort auf die Community zu sprechen kam. Die Commnunity ist doch ein zentrales Element, mit dem ihr euch von anderen Medien unterscheiden wollt. Wenn die Debatte nicht gehemmt, sondern angeregt wird, dann gibt es mehr Kommentare, die an sich schon für häufigeren Besuch auf eurer Seite sorgen und ausserdem würde sich auch die Printausgabe besser verkaufen, wenn erstens die Community sich tatsächlich als Gemeinschaft fühlt und... ... mehr@ Leuthold: Danke. @ TaWo: ich möchte noch präzisieren, warum ich sofort auf die Community zu sprechen kam. Die Commnunity ist doch ein zentrales Element, mit dem ihr euch von anderen Medien unterscheiden wollt. Wenn die Debatte nicht gehemmt, sondern angeregt wird, dann gibt es mehr Kommentare, die an sich schon für häufigeren Besuch auf eurer Seite sorgen und ausserdem würde sich auch die Printausgabe besser verkaufen, wenn erstens die Community sich tatsächlich als Gemeinschaft fühlt und zweitens dem Vorbeisurfer klar wird, dass ihr nicht nur für ein erlauchtes Kreislein von Eingeweihten schreibt. Es ist ja schon bedenklich, wenn eine ganze Wochendebatte zu einem interessanten Thema gerade mal 19 Kommentare generiert (von denen dann nur 2 "ausgewählt" werden).
    Auf anderen Onlineportalen kann man sehr gut sehen, dass es auch noch etwas zwischen TaWo-"Kultur" und BaZ-online-Kloake gibt in Sachen Kommentarspalten. Bei linken/linksliberalen Medien lässt sich ein äusserst scharfes und kompetentes Korrektiv feststellen, das nicht aus der Redaktion, sondern eben aus der "Community" selbst besteht. Es ergeben sich da hochamüsante Battles, die das Niveau keineswegs in den Keller reissen, sondern im Gegenteil (trotz Beschimpfungen und Sarkasmus) zur besseren Kenntnis eines Gegenstandes beitragen. Dass es oft anonyme SchreiberInnen sind, macht die Sache eher noch lebendiger. (Der Wunsch nach Anonymität im Web dürfte nach dem vergangenen Jahr übrigens nachvollziehbarer denn je sein). Fazit: die TaWo hat (meist) die richtigen Inhalte, aber die richtige Form muss sie z.T. noch finden. Flughafentricks sollten nicht nötig sein.
    Noch was zum Thema Transparenz: Auch das habt ihr euch, v.a. in Abgrenzung zur BaZ, auf die Fahnen geschrieben. Ihr solltet euch auch daran halten, wenn, bzw. bevor es unbequem wird. Dazu gehört auch eine anständige Verabschiedung der Mitarbeiter, die weiterziehen (müssen). Von Martina Rutschmanns Wechsel habe ich zuerst auf der Titelseite der BZ Basel erfahren...das ist unschön.
    So, das war jetzt ausführlich. Aber ich bin sehr an einer erfolgreichen Zukunft für die TaWo interessiert (man schaue sich nur die Alternativen inkl. Telebasel an) und bilde mir ein, dass mein Senf ein wenig dazu beitragen kann. Alles Gute!

  18. Cornelis Bockemühl

    am 6.02.2014, 11:08

    Dass es in meiner Wahrnehmung mit der TaWo ziemlich abwärts geht seit bald einem Jahr finde ich wirklich SEHR bedauernswert - und jetzt auch das noch! Das ist jetzt in der aktuellen Lage wirklich so hilfreich wie ein Kropf, denn es geht hier um Geld - und das kann juristische Folgen haben.

    Abgesehen von den Problemen mit der Glaubwürdigkeit, die auf lange Sicht natürlich noch schwerer wiegen für ein Medienprodukt! Auf diesem Feld ist ja jeder freiwillige wie unfreiwillige "dissonante... ... mehrDass es in meiner Wahrnehmung mit der TaWo ziemlich abwärts geht seit bald einem Jahr finde ich wirklich SEHR bedauernswert - und jetzt auch das noch! Das ist jetzt in der aktuellen Lage wirklich so hilfreich wie ein Kropf, denn es geht hier um Geld - und das kann juristische Folgen haben.

    Abgesehen von den Problemen mit der Glaubwürdigkeit, die auf lange Sicht natürlich noch schwerer wiegen für ein Medienprodukt! Auf diesem Feld ist ja jeder freiwillige wie unfreiwillige "dissonante Abgang" eine Wunde, die Zeit zum verheilen braucht. Und so gesehen liegt die jetzt attackierte TaWo ja seit einigen Monaten schon schwer verwundet am Boden - bildlich gesprochen.

    Und davor gab's die, vermutlich ja damit zum Teil ursächlich zusammenhängenden, Umstrukturierungen und "Gespräche", wo man als Leser auch nur den Eindruck bekommen konnte: Wer bei der TaWo eigentlich die Fäden zieht verstehe ich seither weniger denn je! Auch dies eine schwere Wunde was die Glaubwürdigkeit anbelangt! Und in jedem Fall hatte ich den Eindruck, dass die Umstrukturierungen die Stagnation überhaupt erst ausgelöst haben, die man angeblich damit bekämpfen wollte...

    Mein Problem: Wenn ich wüsste, da ist ein Team voll engagiert am Werk, mit für mich nachvollziehbaren Strukturen, Zielen und unverschuldeten Schwierigkeiten, dann würde ich in jedem Fall sagen: Die brauchen dringend unsere Solidarität und Unterstützer als Leser! Da ich aber in Bezug auf diese Dinge immer weniger eine Ahnung habe was wirklich vorgeht merke ich, wie auch mein Enthusiasmus rasch am schwinden ist...

    Konkret bin ich zur Zeit am Überlegen, ob ich mein Abo überhaupt noch verlängern soll.

    PS: Was den Umgang mit der "Community" und den Kommentaren geht: Die ganzen Bemerkungen von wegen "Orwell" und "Stalinismus" sind für mich ziemlich unsinnig: Ein Forum funktioniert leider nie ohne Menschen (= eine Redaktion) im Hintergrund, die ein Stück weit "aufräumt"! Das hat meines Erachtens ganz einfach mit dem Medium zu tun: Ein Kommentar ist im ersten Affekt schnell mal getippt und abgeschickt - und verschwindet dann tendenziell nie mehr! In der "guten alten Zeit" sind dagegen vermutlich die meisten Leserbriefe nie abgeschickt worden sondern im Papierkorb gelandet - einfach weil man am nächsten Morgen selber fand dass das so nicht geht...

  19. Inaktiver Nutzer

    am 6.02.2014, 11:46

    Christian Keller von Telebasel ist bekannt für seine aufgebauschten, reisserischen Reports. Die Reports der Vergangenheit, obwohl jeweils dutzende Male in Wiederholung ausgestrahlt, haben nie hohe Wellen geworfen. Abgesehen von den von der Tageswoche angeblich geschönten Abo-Zahlen - was bleibt übrig? Die internen, personellen Querelen? Die aus Versehen falsche Postcard-Konto-Nummer?
    Ist es nicht so, dass der Basler Medien-Filz diesen Konkurrenten loswerden möchte? Wer glaubt, dass z. B.... ... mehrChristian Keller von Telebasel ist bekannt für seine aufgebauschten, reisserischen Reports. Die Reports der Vergangenheit, obwohl jeweils dutzende Male in Wiederholung ausgestrahlt, haben nie hohe Wellen geworfen. Abgesehen von den von der Tageswoche angeblich geschönten Abo-Zahlen - was bleibt übrig? Die internen, personellen Querelen? Die aus Versehen falsche Postcard-Konto-Nummer?
    Ist es nicht so, dass der Basler Medien-Filz diesen Konkurrenten loswerden möchte? Wer glaubt, dass z. B. Onlinereports neutral sei dem sei gesagt, dass deren Inhaber Peter Knechtli im Stiftungsrat der Stiftung Telebasel sitzt. Was schliesst man daraus?
    Die Verflechtung von Telebasel und BAZ ist hinlänglich bekannt. Was hat denn Telebasel, nach mittlerweilen über 20 Jahren, zu bieten? Ihr Flaggschiff "7vor7" etwa? 061live - wo praktisch niemand in die Sendung anruft? Oder das SVP-lastige Salon Bâle etwa?
    Hier versucht der grosse Basler Medienfilz einen kleinen, innovativen Konkurrenten auf rufmordschädigende Weise loszuwerden.

  20. Standbye

    am 6.02.2014, 11:54

    Oh ja, und wie durch einen ganz zufälligen Zufall wird genau jetzt "BaZ Kompakt" lanciert...

  21. Alois Karl Hürlimann

    am 6.02.2014, 11:56

    Lieber Herr Tanner

    Ob "rechts" oder "links": In der Werbebranche spielt solcherlei keine Rolle, denke ich. Werbung will "präsent" sein, und die Branche nutzt alle Möglichkeiten, Präsenz zu markieren. Mit "Ethik" hat das meiner Ansicht nach nichts zu tun. Mit eigentlich unzulässiger Kausalitätssetzung hingegen sehr viel, nämlich alles.
    Beispiel dafür:
    Was hat ein Autokaufangebot mit einer halbnackten Blondine zu tun, welche auf einer Kühlerhaube posierend abgebildet ist - und worauf man... ... mehrLieber Herr Tanner

    Ob "rechts" oder "links": In der Werbebranche spielt solcherlei keine Rolle, denke ich. Werbung will "präsent" sein, und die Branche nutzt alle Möglichkeiten, Präsenz zu markieren. Mit "Ethik" hat das meiner Ansicht nach nichts zu tun. Mit eigentlich unzulässiger Kausalitätssetzung hingegen sehr viel, nämlich alles.
    Beispiel dafür:
    Was hat ein Autokaufangebot mit einer halbnackten Blondine zu tun, welche auf einer Kühlerhaube posierend abgebildet ist - und worauf man vom Auto,um das es sich handelt, wenig bis fast nichts sieht ausser natürlich den Markennamen ?
    Was hat ein Schokoriegel mit spielenden Kindern auf einem Kinderspielplatz zu tun, ausser dass diese Kinder ausgerechnet Schokoriegel in ihren Händen halten, wenn sie sich beispielsweise auf einer Rutsche nach unten bewegen ?

    Die Werbung für Marken irgendwelcher Machart ist im Alltag unübersehbar. Ist sie per se erst einmal "wahr"?
    Nun:
    Die Kategorie namens "Wahrheit" existiert im Bereich Werbung allein schon deshalb nicht, weil es dafür keine allgemein gültige Zertifizierung gibt. Auch nicht über Auflagen von Printmedien oder über Einschaltquoten von elektronisch betriebenen Medien, und schon gar nicht über Apps usw.
    Natürlich, es existieren Evaluationen, woraus dann "Modelle" entwickelt werden, deren "Wahrscheinlichkeit" als Akzeptanzgrundlage für Auftraggeber und Auftragerfüller anerkannt wird.

    Es ist meiner Ansicht nach weder Ausdruck einer "rechten" noch einer "linken" oder einer "mittigen" Grund"Gesinnung", wenn ich eine gehörige Skepsis gegenüber all diesen Evaluationsexpertisen hege. Und durchaus auch pflege.

    (Was ich im Folgenden schreibe, beruht auf der Lektüre des Artikels hier und eines Artikels von online-Report, gestern publiziert)

    Konkret:
    Was hat denn Telebasel wirklich "herausgefunden" ?
    -Dass die TaWo Großauflagen macht, von Zeit zu Zeit. Na und ? Welcher Printmedienverlag macht solcherlei nicht ?
    -Dass die Belieferung von Flughäfen die beglaubigte Auflage der TaWo massiv steigern würde ? Wo immer ich mich auf irgend einem Flughafen in Europa bewegt habe, sind mir die zahlreichen Zeitungsboxen mit lokaler oder auch "nationaler" Presse aufgefallen. Dies etwa im Flughafen Basel, wo es von "BaZ"-Exemplaren nur so wimmelt. Gerne würde ich da mal als Exemplarzähler unterwegs sein, um dann die Summe aller ausgelegten Zeitungen mit den beglaubigten Auflagezahlen zu vergleichen. Aber eigentlich ist "gerne" das falsche Wort, denn ich würde mich wohl ziemlich rasch nur langweilen...
    -Dasselbe gilt für Hotelräume jeglicher Benutzungsart.
    -Interessant wäre es in diesem Zusammenhang auch, zu erfahren, wie denn Telebasel seine Einschaltquoten misst. Oder Radio DRS oder irgend eine Privatradiostation irgendwo in Europa. Die Quotenstreitereien kürzlich bei SFR erzählen jedenfalls alles mögliche, nur nicht "Wahrheit" an sich.

    Was das Verhalten der TaWo gegenüber ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betrifft: Leider, so scheint es, unterscheidet sich diesbezüglich die Redaktions- und Verlagsleitung der TaWo kaum von allgemein bekannten Branchenusanzen. Nur: Die Verantwortlichen kommen doch nicht aus dem Stalle Bethlehem, oder, anders gesagt: Entscheide sind für jene, die sie zu fällen haben und für jene, die sie zu "erdulden" haben, oft mindestens unbequem.
    Wenn solche Entscheidungsvorgänge Anstand oder Vertrauen verletzen, müssen sie konkret benannt werden. Alles andere ist Gerüchtemacherei.
    (Natürlich kann man mit Gerüchten jemanden oder eine Einrichtung erledigen. Nur: Dann ist es mit der "Ethik" von Aufklärern auch nicht gerade gut bestellt).

    Ansonsten gilt für mich die Qualität des Publizierten. Ich finde, dass die TaWo in ihrer bisherigen - kurzen - Geschichte vielerlei Interessantes, Kritisches, Notwendiges in den öffentlichen Diskurs befördert hat. Und zwar weit mehr, als beispielsweise die BaZ von heute mit ihrem teilweise ziemlich peinlich anmutenden Kampagnenjournalismus, um einen lokalen Vergleich zu bemühen.


  22. saint louis

    am 6.02.2014, 13:48

    "Christian Keller von Telebasel ist bekannt für seine aufgebauschten, reisserischen Reports"

    Wenn hier jemand aufgebauscht hat, ist es die TagesWoche.
    Im Moment sollen es keine 10000 VERKAUFTEN Zeitungen mehr sein, was der Warheit wohl näher kommt.

  23. Kaspar Tanner

    am 6.02.2014, 16:10

    Herr Hürlimann,

    Wie auch immer man zur TaWo, BaZ, WEMF, der Werbung oder was-auch-immer steht:
    Der Bericht schädigt die Reputation der TaWo massivst und kappt sie von unbedingt nötigen Geldflüssen.

    Falls dieses Communiqué die einzige Reaktion der TaWo sein sollte, kommt das einem Schuldeingeständnis gleich. Falls "Telebasel" gelogen oder Fakten manipulativ wiedergegeben haben sollte, muss eine juristische Reaktion folgen - es geht hier schlicht um Sein oder Nicht-Sein der TaWo.
    Man... ... mehrHerr Hürlimann,

    Wie auch immer man zur TaWo, BaZ, WEMF, der Werbung oder was-auch-immer steht:
    Der Bericht schädigt die Reputation der TaWo massivst und kappt sie von unbedingt nötigen Geldflüssen.

    Falls dieses Communiqué die einzige Reaktion der TaWo sein sollte, kommt das einem Schuldeingeständnis gleich. Falls "Telebasel" gelogen oder Fakten manipulativ wiedergegeben haben sollte, muss eine juristische Reaktion folgen - es geht hier schlicht um Sein oder Nicht-Sein der TaWo.
    Man verschaukelt nicht seine Werbekunden um Tausende von Franken. Die kommen nie wieder und Ersatz wird schwierig zu finden sein wegen des ramponierten Rufes.
    Und weil diese Rufschädigung auch eine Hypothek für Frau Oeri sind, könnte auch sie sich ihr Engagement überdenken...

    Ich denke, die Stunde der Anwälte ist gekommen.



  24. Lukas Leuthold

    am 6.02.2014, 18:16

    Die Diskussion hier mit all ihren Nebengleisen ist eine schreckliche.
    Denn fast alle Leser und Kommentierenden sind doch einst als "Passagiere" nur mit den allerbesten Wünschen und grössten Hoffnungen in dieses "Abenteuer Tageswoche" mit hineingesprungen wie in ein Rettungsboot:
    Eine Alternative zu Blocherzeitung, Mitbestimmung, eine starke, aktive Community, Transparenz etc...etc...
    Und nun sieht und hört man Interna und andere Dinge, dass einem Hören und Sehen vergeht.

    Das... ... mehrDie Diskussion hier mit all ihren Nebengleisen ist eine schreckliche.
    Denn fast alle Leser und Kommentierenden sind doch einst als "Passagiere" nur mit den allerbesten Wünschen und grössten Hoffnungen in dieses "Abenteuer Tageswoche" mit hineingesprungen wie in ein Rettungsboot:
    Eine Alternative zu Blocherzeitung, Mitbestimmung, eine starke, aktive Community, Transparenz etc...etc...
    Und nun sieht und hört man Interna und andere Dinge, dass einem Hören und Sehen vergeht.

    Das Community-Mitglied Leuthold bemüht gar Orwell und Stalin, um gewisse Praktiken der TaWo Redaktion an zu prangern...
    Er mag zum Übertreiben neigen, der Leuthold, und so darf man ihn demnächst aus der Community raus schmeissen und muss ihn folglich ganz sicher nicht ernst nehmen. Oder?

    ÜBERTREIBUNG, POLEMIK,SARKASMUS; IRONIE

    Andererseits ist die Übertreibung ein Mittel der Satire und dient dazu, einen Missstand besonders deutlich hervor zu heben, damit auch die hinterste und letzte Dumpfbacke noch auf diesen Missstand aufmerksam wird. Übertreibung ist also nicht per se schlecht, sondern soll nützlich sein und die Augen öffnen.

    Die Anstandsdame der Tageswoche-Community, Frau Blanck, hat das ganz zu recht das Recht und die Pflicht, allzu Krasses, Freches, Satirisches, Übertriebenes aus den Seiten der Community zu tilgen.
    Aber will man es wirklich in vorauseilendem Gehorsam allen allfälligen Klägern allzu recht machen? Was heisst das für die kritische Qualität einer Zeitung, wenn es nur noch darum geht, auf oberflächlichste nette Art immer nur super-super "konstruktiv" zu sein? Ist das noch guter Journalismus?

    Ich nenne das, verzeihen Sie mir bitte, "spiessiges, kleingeistiges Kuschen". Aber wir können auch von "systematischer Humor- und Zahnlosigkeit" reden und von "Beisshemmungen, Arg- und Harmlosigkeit".
    Wenn in der Community nur gestattet wird, was aller strengster political Correctness genügt, dann fehlen ihr der Witz, der Esprit, die Würze, das Salz in der Suppe und auch der Pfeffer. Dann ist sie so lahm, brav und langweilig wie Kamillentee an Silvester oder Abenteuerurlaub im Europapark. Dann ist sie auch in "literarischer" Hinsicht so trostlos und tot wie man es sich nur vorstellen kann.

    Es gab und gibt immer ein paar tolle Journalisten und Literaten in der Welt der Zeitungen: Kisch, Tucholsky, Kästner, Augstein, aber auch Zeitgenossen wie Broder oder Matussek, die brillant und witzig schreiben konnten und dazu auch Sarkasmus, Ironie und andere "gewagte" Stilmittel benutzten, um ihre Texte zu würzen und die Dinge auf den Punkt zu bringen. Hätten diese Koryphäen guten Schreibens in der Community der TaWo eine Chance oder müsste die arme Frau Blanck deren Texte durch Kürzungen "verbessern"?
    Broder hätte man längst aus der Community verbannt. Keine Frage (Ich weiss, er schreibt auch für Köppel ... trotzdem schreibt er stilistisch sehr, sehr gut!)

    Ja, jetzt wird ein ganz aufgeweckter natürlich rufen: "Die Journalisten der TaWo dürfen ja unzensiert frech und peppig schreiben. Aber die Communitymitglieder, die dürfen das nicht...!"
    - Ach so. Na, dann habt ihr aber einen tollen Umgang mit eurer Community!
    All animals are equal?

    @ CORNELIS BOCKEMÜHL

    Sie schreiben, den Stalin-Orwell-Vergleich finden Sie unsinnig, da ein Forum eben "aufgeräumt" werden muss. Zu schnell getippte Kommentare gehören manchmal lieber in den Müll. Wer, Herr Bockemühl, bestreitet dies denn?

    Aber heisst "Aufräumen" für Sie wirklich, dass man irgendwann einfach ALLES löschen darf von gewissen Communitymitgliedern, nur weil einem das Neuste von denen nicht mehr passt? Also selbst wenn man diese Mitglieder monatelang hunderte von Kommentaren hat veröffentlichen lassen, von denen einige sogar von der Redaktion ausgewählt oder gar auf der Titelseite oder im "Speaker`s Corner" zitiert wurden?

    Stösst Ihnen die Radikalität der Massnahme nicht auf? Ist es nicht masslos, also völlig undifferenziert, wie hier reagiert wird?
    Vor allem, wenn man bedenkt, dass die TaWo für diese brutale Tilgung der in Ungnade gefallenen Mitglieder sogar in kauf nimmt, das eigene Archiv aller Forum-Threads massiv zu beschädigen? Die Aufzeichnungen dieser alten Threads, also die Aufzeichnung der TaWo-Vergangenheit wird somit nachträglich verändert.
    Wo bleibt da die Wahrhaftigkeit und wie glaubwürdig sind Journalisten, die so etwa machen?

    @ ANGELO RIZZI

    Sie schreiben "Christian Keller von Telebasel ist bekannt für seine aufbauschenden und reisserischen Reports". Das sehe ich genau so. Es bedeutet aber nicht, dass man Keller nicht ernst nehmen sollte oder das er Unsinn verbreiten würde. Er ist ein Journalist mit Biss und er schreibt/filmt ganz offensichtlich nicht nur, um seine Brötchen zu verdienen, sondern eben auch, um etwas damit zu erreichen.
    Damit steht er einem kritischen Enthüllungsjournalisten wie Rudolf Augstein viel näher als jeder angepasste Lifestyle- und Unterhaltungs-Journi und nimmt die Idee des Journalismus als 4. Gewalt im Staat ernster als eine Tamara Wernli oder Eva Wannenmacher.
    Leider hat Keller politisch das Heu nicht auf der gleichen Bühne wie ich und die meisten Kommentarschreiber hier, nehme ich mal an. (Ist die Äusserung dieser Annahme politisch korrekt oder verstösst sie bereits gegen die Netiquette der Community?).

    Wenn ich einer der TaWo-Bosse wäre, dann würde ich mir aber auf jeden Fall ein paar Typen wie Christian Keller für meine Redaktion wünschen! Wenn auch solche, die nicht unbedingt rechts stehen müssten...

    @ ALEX SCHAUB

    Danke für ihren Kommentar. Seltsam oder nicht, dass er nicht ausgewählt wurde?!?!

    Dabei ist er voll von Fakten, die mein angeschlagenes Bild der TaWo leider noch mehr verdüstern. Vor allem dieser Link hier ist (leider) eine traurige Offenbarung:
    de.scribd.com/doc/181789315/66-68-tageswoche-pdf (Brief siehe als Screenshot auf Seite 3)

    Leider fielen mir nach dem Lesen dieses Briefes der TaWo-Redaktion an ihre Bosse wiederum der gute alte Orwell und somit auch Onkelchen Stalin ein!
    Orwell schrieb ja nicht nur "1984", sondern auch "Animal Farm". In beiden Büchern verarbeitete der überzeugte Sozialist George Orwell seine Erkenntnisse und vor allem seine Enttäuschungen über die Entwicklung der russischen Revolution und des totalitären Sowjetstaates unter Stalin.

    ANIMAL FARM

    In "Animal Farm" erleben wir, wie sich nach einer Revolution aus einem grossen Kollektiv heraus immer mehr eine kleine Herrschaftsgruppe zur Macht empor schwingt.
    Erst heisst es noch "alle Tiere sind gleich" und irgendwann sind ein paar wenige Tiere aber "noch gleicher als die anderen".
    Wenn man im Screenshot diese Briefes nachliest, wie sich die frustrierte Mehrheit der TaWo-Journalisten an die Führungsgruppe mit Dani Winter, Remo Leupin, Urs Buess und Tobias Faust richtet, dann kommt man gar nicht umhin, wieder an "Animal Farm" zu denken.
    Leider passt das alles viel zu gut in diese negative Wahrnehmung, die ich auch weiter oben und andernorts in meinen Kommentaren geäussert habe:

    Die TaWo wird intransparent und willkürlich geführt und geht mit Angestellten, Communitymitgliedern und leider auch mit der Wahrheit ganz anders um, als sie es sich ursprünglich mal vorgenommen hatte.

  25. Stefan Heimers

    am 6.02.2014, 18:20

    Auf Telebasel werden die aufgelegten Exemplare der BaZ und der Tageswoche am Flughafen verglichen. Der Unterschied schockiert nur auf den ersten Blick. Nicht erwähnt wird, dass die BaZ jeden Tag kommt, die Tageswoche nur ein mal pro Woche. Wenn die Passagiere mehr oder weniger zufällig nach einer Zeitung greifen ist es logisch, dass eine Wochenzeitung mehr Exemplare von jeder Ausgabe liefern muss, damit sie nicht am ersten Tag vergriffen ist und sechs Tage fehlt.

  26. Verifiziert

    Felicitas Blanck

    am 6.02.2014, 19:01

    auf viele Ihrer Punkte bin ich bereits eingegangen. Sie schreiben von Ironie, Sarkasmus und Polemik. Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Stilmittel im Internet - wo man die Stimme und die Mimik des anderen nun mal nicht wahrnehmen kann - oft nicht ihr Ziel erreichen. Sie bringen die TagesWoche zum Beispiel mehrfach mit den Zensurmethoden Stalins in Verbindung. Dass dieser Vergleich als Polemik gemeint sein soll, geht aus Ihren Kommentaren nicht hervor.
    Auch hatte ich bereits darauf... ... mehrauf viele Ihrer Punkte bin ich bereits eingegangen. Sie schreiben von Ironie, Sarkasmus und Polemik. Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Stilmittel im Internet - wo man die Stimme und die Mimik des anderen nun mal nicht wahrnehmen kann - oft nicht ihr Ziel erreichen. Sie bringen die TagesWoche zum Beispiel mehrfach mit den Zensurmethoden Stalins in Verbindung. Dass dieser Vergleich als Polemik gemeint sein soll, geht aus Ihren Kommentaren nicht hervor.
    Auch hatte ich bereits darauf verwiesen, dass ich die Löschung aller Kommentare von Nutzern wie Holzapfel nicht beurteilen kann, weil ich damals noch nicht hier gearbeitet habe.
    Weiterhin kann ich nur nochmals betonen: Wir üben unser Hausrecht aus, wenn wir Kommentare kürzen oder löschen, das hat überhaupt nichts mit persönlichen Anfechtungen oder "spiessigem, kleingeistigem Kuschen" zu tun, sondern eben mit der ebenfalls bereits erwähnten juristischen Verantwortung, die wir für Inhalte auf unserer Seite tragen.
    Das mögen Sie "lahm, brav und langweilig" finden, aber wer bei uns kommentiert, sollte sich mit unserem Community Leitfaden auseinandersetzen und sich daran orientieren. Mit besten Grüssen, Felicitas Blanck

  27. Maya Eldorado

    am 7.02.2014, 01:36

    Liebe Frau Rutschmann

    Ueber Ihr Profil sind nur noch ihre Kommentare ersichtlich. Das andere ist weg.
    Ebenso ist es Monika Zech und Matieu Klee ergangen. Bei ihm hat noch der Name geändert - "Neustart" - das muss er selber gemacht haben, wie ich erfahren habe. Artikel und Blogbeiträge sind nicht mehr dort aufgeführt.

    Das ist ein Eigengoal für die TW......

    Liebe Stadtindianerin - mache Si's guet und alles Gute für die Zukunft!

    Gruss Maya (ist auch von den Indianern abgeschaut.

  28. Alois Karl Hürlimann

    am 7.02.2014, 10:03

    In Ihren Postings in dieser Diskussion verwenden Sie oft die Begriffe Satire und Polemik. Sie verbinden diese Begriffe mit Meinungsäusserungsfreiheit, mit "Zuspitzung" usw. Communitiyregeln, erklären Sie, seien ein Herrschaftsinstrument, in der TaWo-Realität von Ihnen als Instrument einer Dreierbande plus einer von diesen angestellten Vollzugsbeamtin bezeichnet, mit dem "unliebsame" Polemik und Satire ausgeschaltet werde. Das alles erklären Sie als Stalinismus, nicht ohne Orwell und zwei... ... mehrIn Ihren Postings in dieser Diskussion verwenden Sie oft die Begriffe Satire und Polemik. Sie verbinden diese Begriffe mit Meinungsäusserungsfreiheit, mit "Zuspitzung" usw. Communitiyregeln, erklären Sie, seien ein Herrschaftsinstrument, in der TaWo-Realität von Ihnen als Instrument einer Dreierbande plus einer von diesen angestellten Vollzugsbeamtin bezeichnet, mit dem "unliebsame" Polemik und Satire ausgeschaltet werde. Das alles erklären Sie als Stalinismus, nicht ohne Orwell und zwei seiner Werke zu bemühen, um auf das "Meinungsdiktat" der bereits erwähnten Dreierbande hinzuweisen.

    1.
    Feststellen möchte ich erst einmal: Ihre (und auch meine) vielwörtlichen Beiträge hier in der TaWo würden in den entsprechenden "Foren" irgendwelcher anderer Onlinemedienauftritte im deutschen Sprachraum gar nicht erscheinen, weil sie viel zu viele Buchstaben enthalten. Bei BaZ/Tagesanzeiger beschränkt sich die Buchstabenzahl, mit der man "argumentativ" auftreten darf, auf 400! Entsprechend "polemisch" erscheinen dann auch all die sturmgebogenen "Wut"- und sonstigen Diskussionsbeiträge. Dass solches "Kommentar" genannt wird, zeigt, wie ernst in den meisten Redaktionen online-Kommentare von Nichtjournalisten wirklich genommen werden.

    2.
    In einer "zugespitzten" Diskussion kann Polemik ein Stilmittel sein. Kann. Dasselbe gilt für Satire.
    Nur: Damit ist der Begriff "Meinungsfreiheit" in keiner Weise quasi stilistisch abgedeckt. Sie führen als Polemiker die Herren Broder und Matussek an. Deren Meinungen sind von ziemlich spezifischer Natur. Beide überraschen ihre Adressaten, nämlich Leser, schon seit vielen Jahren nicht mehr mit lebendigem Gedankengut. Sie betreiben seit Jahr und Tag eine Eigenbeweihräucherung, welche zwar "zugespitzt" formuliert ist, aber thematisch von einer ständig wiederholter Eindimensionalität strotzt.
    Bei Broder: Eine bei Völkischen, Rechtsnationalisten und auch Neonazis beliebte und gerne angewandte exaltrierte Islambeschimpfung.
    Bei Matussek: Ein pubertäres Katholikengetue im Gewande des naiven Ministranten (derweil er bloss eine Marktlücke entdeckt hat, die er ausfüllen kann, um aufzufallen).

    Im gleichen Atemzug mit diesen beiden Stammtisch-Meinungsvertretern nennen Sie unter anderem Tucholsky, Kisch, Augstein.
    Um ein Beispiel vorzuführen:
    Augstein sass monatelang in Untersuchungshaft, weil er der damaligen Adenauerregierung mit seiner Kritik an verlogener Politik und Korruption ein Dorn im Auge war. Zu einem Strafverfahren kam es dann allerdings nicht, weil der Rechtsstaat schliesslich doch funktionierte.
    Broder sass eine kurze Zeit im Strafvollzug in Berlin, weil er eine zu Recht verhängte Busse nicht bezahlt hatte. (Letzteres weiss ich, weil Broder dies selber filmisch bis ins letzte Detail inszeniert hat).

    Damit will ich sagen:
    Nicht jede (redaktionelle) Kritik an einer polemisch verfassten Meinungsäusserung ist eine Bedrohung oder Nichtbeachtung der Meinungsäusserungsfreiheit.
    (Ich weiss, das ist nun hier sehr verkürzt...)

    3.
    Ein entlassenes ehemaliges Mitglied der TaWo-Redaktion hat mich vor einigen Wochen angemailt und mir geschrieben, wie es ihm mit der Kündigung ergangen ist. Was mir diese Person darüber mitgeteilt hat, fand und finde ich nach wie vor erschreckend. Und zwar bezogen auf Begriffe wie Anstand, Verantwortung für Mitarbeiter, redaktionsinterne Transparenz.
    Dazu zweierlei:
    Weil ich einige journalistisch tätige Personen recht gut kenne, und zwar solche, die beim SPIEGEL, bei BILD, bei der ZEIT und bei der "Berliner Zeitung" gearbeitet haben oder arbeiten, weiss ich, welchen Regulierungen, Einschränkungen sowohl thematischer als auch stilistischer Art sie alltäglich ausgesetzt sind.
    Als ehemaliger Lehrer habe ich zahlreiche Erinnerungen über eingeschränkte, behinderte Transparenz, welcher ich alltäglich ausgesetzt war. Meine Meinungsäusserungsfreiheit wurde dann, wenn sie öffentlich wurde, mit der Zitierung aufs Erziehungsdepartement, einmal auch mit einer schriftlich erteilten Rüge mit unwahren Bestandteilen usw. quitiert.
    Das war - und ist - nun mal so. Wohl in ziemlich vielen Gebieten, die man als Öffentlichkeit bezeichnet.
    Was die TaWo trotz aller Mängel und einer gewissen Intransparenz allerdings an Öffentlichkeit, und zwar einer unbeschränkt zu handhabenden, bietet, ist weitherum ziemlich alleinstehend: Versuchen Sie mal, bei der BaZ oder bei Telebasel den gleichen Raum zu beanspruchen, um Ihre Meinungen zu deren Redaktionsgehabe ungefiltert kund zu tun!

    4.
    Ihr Orwell-Stalin-Vergleich ist nicht nur übertrieben, er ist vielmehr, bezogen auf das Thema, um das es hier geht, völlig daneben. Dasselbe gilt im übrigen auch für die fleissigen Zahlenevaluationen und die "Quellen", die Herr Schaub hier postet.
    Wenn man kritiseren will, dann sind massive Übertreibungen innert kürzester Zeit entwertet, weil sie als solche erkennbar mit dem zu Kritisierenden nichts zu tun haben.
    Was meine Kritik betrifft: Ich schliesse mich den Ausführungen von Maya Eldorado und Cornelius Bockmühle an und muss deshalb nichts weiter ausführen.

  29. Verifiziert

    David Bauer

    am 7.02.2014, 10:14

    Kurze Erklärung zur Frage nach den nicht mehr sichtbaren Artikeln in den Nutzerprofilen von Martina Rutschmann, Monika Zech und Matieu Klee (dasselbe gilt für alle ehemaligen Mitarbeitenden):

    Es handelt sich um eine technische Unzulänglichkeit. Die Anzeige von Artikeln ist an den Zugang des jeweiligen Nutzers zum Redaktionssystem geknüpft. Da ehemalige Mitarbeitende diesen logischerweise nicht mehr haben, zeigt das System ihre Artikel nicht mehr an. Ergibt keinen Sinn, ist aber so im... ... mehrKurze Erklärung zur Frage nach den nicht mehr sichtbaren Artikeln in den Nutzerprofilen von Martina Rutschmann, Monika Zech und Matieu Klee (dasselbe gilt für alle ehemaligen Mitarbeitenden):

    Es handelt sich um eine technische Unzulänglichkeit. Die Anzeige von Artikeln ist an den Zugang des jeweiligen Nutzers zum Redaktionssystem geknüpft. Da ehemalige Mitarbeitende diesen logischerweise nicht mehr haben, zeigt das System ihre Artikel nicht mehr an. Ergibt keinen Sinn, ist aber so im System angelegt (also keinesfalls explizit von uns programmiert worden). Wir werden das ändern.

  30. rejeanne

    am 7.02.2014, 10:36

    ... ist der Mut hinzustehen und reinen Tisch zu machen. Solange auch nur der Hauch einer Unsicherheit besteht, wird das Eurer Zeitung und dem Medienplatz Basel schaden. Ihr seid mit viel Vorschusslorbeeren gestartet, habt einen hohen moralischen Anspruch gestellt - jetzt ist anscheinend die Zeit gekommen, wo es darum geht, diesen Anspruch auch einzulösen.

    Lebt die Transparenz, welche Ihr von anderen fordert. Sonst sehe ich schwarz für das Projekt TagesWoche. Was ich sehr bedauern würde -... ... mehr... ist der Mut hinzustehen und reinen Tisch zu machen. Solange auch nur der Hauch einer Unsicherheit besteht, wird das Eurer Zeitung und dem Medienplatz Basel schaden. Ihr seid mit viel Vorschusslorbeeren gestartet, habt einen hohen moralischen Anspruch gestellt - jetzt ist anscheinend die Zeit gekommen, wo es darum geht, diesen Anspruch auch einzulösen.

    Lebt die Transparenz, welche Ihr von anderen fordert. Sonst sehe ich schwarz für das Projekt TagesWoche. Was ich sehr bedauern würde - und da bin ich wahrscheinlich nicht die Einzige.

  31. AutorIn des Artikels

    Dani Winter

    am 7.02.2014, 10:41

    Liebe Leute, wir verstehen, dass die aktuellen Entwicklungen nach einer Reaktion verlangen, und wir sind dran. Aber natürlich müssen sich da verschiedene Stellen absprechen, bis das passiert ist, bitte ich noch um ein wenig Geduld. Wir werden uns im Verlauf des Tages äussern.

  1. Inaktiver Nutzer

    am 5.02.2014, 15:18

    Bei diesen Temperaturen können wir ein bisschen "heisse Luft" gut gebrauchen.

  2. Standbye

    am 5.02.2014, 19:16

    Liebe TaWo. Musste ja kommen, dass man euch angreift, dass man nach Leichen im Keller sucht und sogar welche findet, dass man euch die Anzeigenkunden abspenstig machen will usw. usf.. Vielleicht spricht das eher für als gegen euch... who knows! ...mit diesem Anfall von Englisch sind wir auch schon bei der Community. Entstaubt endlich das Community-Konzept! hört auf, selbstherrlich darüber zu richten, welche Kommentare hervorhebenswürdig sind und welche nicht. Ihr seid doch gegen... mehrLiebe TaWo. Musste ja kommen, dass man euch angreift, dass man nach Leichen im Keller sucht und sogar welche findet, dass man euch die Anzeigenkunden abspenstig machen will usw. usf.. Vielleicht spricht das eher für als gegen euch... who knows! ...mit diesem Anfall von Englisch sind wir auch schon bei der Community. Entstaubt endlich das Community-Konzept! hört auf, selbstherrlich darüber zu richten, welche Kommentare hervorhebenswürdig sind und welche nicht. Ihr seid doch gegen schwarz/weiss - Denken, oder? Also lasst diese gut/schlecht- Bewertung bleiben oder bezieht wenigstens die Community mit ein! Sonst mag bald keiner mehr kommentieren. Wer Community sagt, muss auch Community machen. Bietet neue Optionen für das Member-Profil an. Bietet die Möglichkeit, auch Kommentare zu schreiben ohne Community-Member zu sein. Alternative: lasst das Konzept so wie's ist, aber dann nennt es nicht mehr Community (was in dem Fall reine Anbiederung ist) weiter: Werdet mehr Zeitung AUCH ONLINE!... Seid "kulturaffin" aber hängt es nicht zu penetrant raus... so, das wär's dann erst mal. Ihr macht gute Arbeit. Immer noch. Aber manchmal ist weniger mehr und schlichter besser und bescheidener sympathischer.

  3. Marcel Baumann

    am 5.02.2014, 20:31

    Sehr gut...Tageswoche!

    Wen interessiert es schon, ob die Leser die Zeitung kaufen. 20min hat noch nie jemand gekauft.

    alles Gute!

  4. Bajass d Amour

    am 5.02.2014, 21:01

    Der TeleBasel-Report ist plausibel erzählt, gut aufgebaut und hinterlässt ein Gefühl, das sich schon seit längerem im Zusammenhang mit der Tages Woche breit macht.

    Die Glaubwürdigkeit, das höchste Gut eines Mediums, ist arg, arg angekratzt. Und dass sich das Trio Faust/Winter/Leupin genötigt sah, die Fragen vor Ausstrahlung des Reports, so husch husch, doch zu beantworten, nicht aber vor der Kamera Stellung zu beziehen, war taktisch keine kluge Idee. An den Vorwürfen des TB-Report scheint... mehrDer TeleBasel-Report ist plausibel erzählt, gut aufgebaut und hinterlässt ein Gefühl, das sich schon seit längerem im Zusammenhang mit der Tages Woche breit macht.

    Die Glaubwürdigkeit, das höchste Gut eines Mediums, ist arg, arg angekratzt. Und dass sich das Trio Faust/Winter/Leupin genötigt sah, die Fragen vor Ausstrahlung des Reports, so husch husch, doch zu beantworten, nicht aber vor der Kamera Stellung zu beziehen, war taktisch keine kluge Idee. An den Vorwürfen des TB-Report scheint was dran zu sein.

    Zumindest die Sache mit dem journalistischen Substanzverlust ist wahr.

  5. Kaspar Tanner

    am 5.02.2014, 21:06

    Herr Baumann,

    Es mag Sie und mich nicht interessieren, ob ein Drittel, die Hälfte oder drei Viertel der Auflage ungelesen in den Kübel wandert.
    Es gibt aber Leute, die Inserate für einen Haufen Geld in der TaWo schalten.
    Und die Auflagenzahl und somit die Verbreitung bestimmt die Inseratspreise.

    Wenn also die TaWo einen Grossteil der Auflage für die Halde produziert, dies nicht klar den Inseratekunden kommuniziert (ich weiss nicht, ob eine kleine Bude in Basel oder Reinach für einen... mehrHerr Baumann,

    Es mag Sie und mich nicht interessieren, ob ein Drittel, die Hälfte oder drei Viertel der Auflage ungelesen in den Kübel wandert.
    Es gibt aber Leute, die Inserate für einen Haufen Geld in der TaWo schalten.
    Und die Auflagenzahl und somit die Verbreitung bestimmt die Inseratspreise.

    Wenn also die TaWo einen Grossteil der Auflage für die Halde produziert, dies nicht klar den Inseratekunden kommuniziert (ich weiss nicht, ob eine kleine Bude in Basel oder Reinach für einen Zürcher Abfallkübel inserieren würde...) und trotzdem die hohle Hand macht (man darf ja schon, aber bei einer kleineren Auflage wäre die Hand weniger hohl...), ist das Manipulation. Andere würden von Täuschung oder Betrug reden. Als Nicht-Anwalt halte ich mich da zurück...

    Aber als Inserent würde ich relativ schnell einen sehr grosszügigen Rabatt verlangen für diese Geschäftspolitik.

    Ganz dumm gelaufen.

  6. Inaktiver Nutzer

    am 5.02.2014, 21:10
  7. Kol Simcha

    am 5.02.2014, 21:28
  8. Maya Eldorado

    am 5.02.2014, 22:14

    www.onlinereports.ch/News.117+M52e75f7610e.0.html

    Tageswoche: Ihr sucht überall, was ja zum Journalismus gehört, die Nadel im Heuhaufen, die dorthin nicht gehört.
    Bitte macht sauberen Tisch.
    Vielleicht ist's nur eine Kleinigkeit, was sicher gehofft wird.
    Authenzität ist ein kostbares Gut und ist in unserer heutigen Welt eine Rarität geworden und würde der Tageswoche sehr gut anstehen.

  9. Margot

    am 5.02.2014, 22:52

    Was ist auch los bei der TaWo? Hauskrach? Weshalb hat Telebasel all diese Unterlagen? Maulwurf auf Rachefeldzug? - - - Bedenklich, sehr bedenklich.

  10. Sullivan Frisch

    am 5.02.2014, 23:18

    Ich hoffe und wünsche es der TaWo, den TaWo Lesern und der Medienvielfalt, dass alle Vorwürfe nur eine falsche und unhaltbare Auslegung von legitimen Tatsachen sind, und dass sich bald der Sturm als einer im Wasserglas entpuppen wird.

    Und am Wochenende stimme ich NEIN zur Einwanderungsinitiative der SVP!