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Blattkritik mal anders

21.06.2013, 15:14Uhr

Wir geben uns ja durchlässig für Inputs aus der Leserschaft. Und das nicht nur via Kommentarspalten. Auch die Tür zum Newsroom steht immer offen. Da kommen nicht nur Kuchen und Blumen rein, wie sich versteht. Vor einer halben Stunde beehrte uns eine Leserin mit einer Blattkritik der besonderen Art: einer Auswertung des Geschlechterverhältnisses in sechs Ausgaben unserer Zeitung. Das Resultat sehen Sie in der Slideshow.

Zu ihrer «kleinen sonntäglichen Studie» schreibt Frau R.: «Eine Auswertung der Texte wäre wohl noch krasser.» Und: «Leider war keine Nummer mit diesen seitenfüllenden langweiligen FCB-Artikeln dabei.» Und: «Any comments?»

Tja, was soll man da sagen? Es ist uns bewusst, dass wir viel zu viele Männer im Blatt haben. Leider ist es aber so, dass die Welt, über die wir berichten, immer noch stark von Männern geprägt wird. Oder, positiv formuliert: Männer verbocken einfach viel mehr, und darüber zu berichten, ist ja unsere Aufgabe.

Vielen Dank jedenfalls für den kritischen Input, er soll uns eine Mahnung sein.

Gute Arbeit! Teilen und mehr lesen.

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Reaktionen

  1. Christine Valentin

    am 21.06.2013, 17:30

    Lieber Dani,
    ich kann mich dieser Kritik nur anschliessen. Schön, dass die TaWo diese Blattkritik veröffentlicht und hoffentlich zu Herzen nimmt - und nebst den Männerbildern auch noch die oft sehr männlich geprägte Sprache der Texte unter die Lupe nimmt.

    Ich habe kürzlich einmal Renato Beck ein Mail geschrieben, weil er es in seinem Kommentar zur Abzocker-Initiative fertig gebracht hat, alles nur in männlicher Form zu schreiben (wie wenn die Frauen nicht abgestimmt hätten) - anscheinend... ... mehrLieber Dani,
    ich kann mich dieser Kritik nur anschliessen. Schön, dass die TaWo diese Blattkritik veröffentlicht und hoffentlich zu Herzen nimmt - und nebst den Männerbildern auch noch die oft sehr männlich geprägte Sprache der Texte unter die Lupe nimmt.

    Ich habe kürzlich einmal Renato Beck ein Mail geschrieben, weil er es in seinem Kommentar zur Abzocker-Initiative fertig gebracht hat, alles nur in männlicher Form zu schreiben (wie wenn die Frauen nicht abgestimmt hätten) - anscheinend aus Gründen der leichteren Lesbarkeit. Ich finde es schon erstaunlich, dass wir Abonnentinnen und Leserinnen auch im Jahr 2013 noch solche Antworten erhalten.

    Und was den FCB betrifft: Ja, auch ich finde, dass es noch andere Sportarten gibt als einzig und allein seitenlang Fussball und falls es unbedingt Fussball sein muss, gibt es ja ev. auch noch andere Fussballclubs.

    Ansonsten lese ich die TaWo aber sehr gerne. Gruss Christine

  2. Thommen_63

    am 21.06.2013, 17:57

    Frauen verbocken auch einiges im Leben und in der Gesellschaft. Aber ich sehe immer wieder, dass das schlechte Gewissen der Männer es verhindert, dies zur Diskussion zu stellen!

    Wenn Frauen etwas anstellen, heisst es immer, tja die Arme hatte halt Probleme. Wenn Männer etwas verbocken, dann haben sie meistens auch Probleme gehabt! Aber danach fragt keineR...

    Es heisst schnell, mann sei frauenfeindlich!

    Frauen sind immerhin eine Mehrheit und damit Ziel von Kritik. Aber nicht alle Frauen... ... mehrFrauen verbocken auch einiges im Leben und in der Gesellschaft. Aber ich sehe immer wieder, dass das schlechte Gewissen der Männer es verhindert, dies zur Diskussion zu stellen!

    Wenn Frauen etwas anstellen, heisst es immer, tja die Arme hatte halt Probleme. Wenn Männer etwas verbocken, dann haben sie meistens auch Probleme gehabt! Aber danach fragt keineR...

    Es heisst schnell, mann sei frauenfeindlich!

    Frauen sind immerhin eine Mehrheit und damit Ziel von Kritik. Aber nicht alle Frauen wollen emanzipiert sein - wie auch Schwule - und die Verantwortung dafür übernehmen - wie auch Schwule... Und wir sind immerhin eine Minderheit.

  3. Heinz Weber

    am 21.06.2013, 20:30

    Von Männern geprägt? Tatsache ist, dass (auch) die Tageswoche viel zu stark den männlich dominierten Strukturen und Institutionen entlang schreibt. Das kommt nicht von ungefähr. Zwei Gross- oder Regierungsräte anzurufen und daraus eine Story zu machen, kostet 20 Rappen und eine Stunde Schreibzeit. Eine Reportage über das "echte" Leben, in dem Frauen eine grössere Rolle spielen, kostet halt mehr.

  4. AutorIn des Artikels

    Dani Winter

    am 21.06.2013, 21:13

    Lieber Heinz Weber. Das will ich nun aber doch nicht auf uns sitzen lassen. Die TagesWoche zeichnet sich meines Erachtens gerade dadurch aus, dass sie sich nicht darauf beschränkt, der allgemeinen Agenda zu folgen, und «zwei Gross- oder Regierungsräte anzurufen und daraus eine Story zu machen». Ich könnte Ihnen jetzt ein Dutzend Beispiele von Storys aufzählen, die weder auf die von Ihnen geschmähte Weise zustandegekommen sind. Stattdessen frage ich Sie lieber, was Sie vermissen. Der Ball ist... ... mehrLieber Heinz Weber. Das will ich nun aber doch nicht auf uns sitzen lassen. Die TagesWoche zeichnet sich meines Erachtens gerade dadurch aus, dass sie sich nicht darauf beschränkt, der allgemeinen Agenda zu folgen, und «zwei Gross- oder Regierungsräte anzurufen und daraus eine Story zu machen». Ich könnte Ihnen jetzt ein Dutzend Beispiele von Storys aufzählen, die weder auf die von Ihnen geschmähte Weise zustandegekommen sind. Stattdessen frage ich Sie lieber, was Sie vermissen. Der Ball ist bei Ihnen.

  5. Marianne Känzig

    am 21.06.2013, 21:18

    Ich finde diese Blattanalyse ganz hervorragend. Man darf und soll die Dinge von verschiedenen Seiten aus betrachten. Die Leserin stellt deutlich dar, dass ein Ungleichgewicht herrscht. Ein Aspekt den man durchaus bei den weiteren Ausgaben berücksichtigen kann.
    Es wäre auch nicht verboten, über Menschen zu berichten, die anstatt Mist zu bauen, grossartige Dinge tun. Davon gibts ganz viele. Frauen und Männer.
    Wer weiss? Vielleicht macht eine Verschiebung in Richtung "mehr über Frauen" die... ... mehrIch finde diese Blattanalyse ganz hervorragend. Man darf und soll die Dinge von verschiedenen Seiten aus betrachten. Die Leserin stellt deutlich dar, dass ein Ungleichgewicht herrscht. Ein Aspekt den man durchaus bei den weiteren Ausgaben berücksichtigen kann.
    Es wäre auch nicht verboten, über Menschen zu berichten, die anstatt Mist zu bauen, grossartige Dinge tun. Davon gibts ganz viele. Frauen und Männer.
    Wer weiss? Vielleicht macht eine Verschiebung in Richtung "mehr über Frauen" die Tageswoche dann auf eine Weise spannend, ohne dass man auf den ersten Blick merkt warum. Vielfältiger eben.
    Die Leserin hat sich viel Arbeit gemacht, um ihre Kritik anzubringen. Sie hat nicht einfach nur einen schnöden Satz geschrieben. Und mitdenken tut sie auch. Das finde ich richtig toll.

  6. Roman

    am 22.06.2013, 07:03

    Eine Zeitung widerspiegelt ja nur die Gesellschaft und diese Kritik ist daher wohl eher eine Gesellschaftskritik, als eine Blattkritik. Anscheinend gibt es über Frauen einfach zuwenig interessantes zu berichten. Blättern sie doch mal eine Frauenzeitschrift durch. Da steht zwar viel über Frauen drin, aber kaum etwas das Zeitungsleser interessieren würde. Oder soll die TaWo darüber berichten was Paris Hilton bei der letzten Party für ein Kleid trug, nur damit die Frauenquote steigt? Und der... ... mehrEine Zeitung widerspiegelt ja nur die Gesellschaft und diese Kritik ist daher wohl eher eine Gesellschaftskritik, als eine Blattkritik. Anscheinend gibt es über Frauen einfach zuwenig interessantes zu berichten. Blättern sie doch mal eine Frauenzeitschrift durch. Da steht zwar viel über Frauen drin, aber kaum etwas das Zeitungsleser interessieren würde. Oder soll die TaWo darüber berichten was Paris Hilton bei der letzten Party für ein Kleid trug, nur damit die Frauenquote steigt? Und der FCB ist nun mal das Thema Nr. 1 in Basel.

  7. Heinz Weber

    am 22.06.2013, 07:47

    Lieber Dani Winter, wollte nicht sagen, es sei alles von dieser Art. Die Favela-Geschichte ist ein gutes Gegenbeispiel. Marianne Känzig spricht mir aus dem Herzen. Mein Wunsch wäre: Mehr Raum für Reportagen in Text und Bild. Zum Beispiel: Mit einer Spitex-Pflegerin unterwegs, der Riesen-Einsatz einer koreanischen Studentin an der Musikakademie, der Leidensweg eines Krebspatienten und seiner ihn pflegenden Frau, Alltag in einer Kinderkrippe, eine Künstlerin/ein Künstler in der Schaffenskrise,... ... mehrLieber Dani Winter, wollte nicht sagen, es sei alles von dieser Art. Die Favela-Geschichte ist ein gutes Gegenbeispiel. Marianne Känzig spricht mir aus dem Herzen. Mein Wunsch wäre: Mehr Raum für Reportagen in Text und Bild. Zum Beispiel: Mit einer Spitex-Pflegerin unterwegs, der Riesen-Einsatz einer koreanischen Studentin an der Musikakademie, der Leidensweg eines Krebspatienten und seiner ihn pflegenden Frau, Alltag in einer Kinderkrippe, eine Künstlerin/ein Künstler in der Schaffenskrise, Lust und Frust der Quartier-Aktivisten vom unteren Kleinbasel... Ihr habt sicher viele gute Ideen. Wäre bereit, mich an einem Reportage-Fonds zu beteiligen.

  8. Roland Stucki

    am 22.06.2013, 08:35

    Es zeugt von unserer Gesellschaft dass wir immer noch so strenge Unterschiede zwischen Mann und Frau machen. Eigentlich sind wir doch alle Mitglieder dieser Gesellschaft. Warum ist es so wichtig ob ich einen Pimmel oder eine Muschi habe ? Warum der ewige Kapmpf zwischen den Geschlechtern. Warum die Diskussionen um Frauenquoten. Warum die Diskussionen um gleiche Löhne ? Warum Diskussionen um gleiches Rentenalter. Eigentlich wären das doch alles selbstverständlich. Egal weiblich oder männlich... ... mehrEs zeugt von unserer Gesellschaft dass wir immer noch so strenge Unterschiede zwischen Mann und Frau machen. Eigentlich sind wir doch alle Mitglieder dieser Gesellschaft. Warum ist es so wichtig ob ich einen Pimmel oder eine Muschi habe ? Warum der ewige Kapmpf zwischen den Geschlechtern. Warum die Diskussionen um Frauenquoten. Warum die Diskussionen um gleiche Löhne ? Warum Diskussionen um gleiches Rentenalter. Eigentlich wären das doch alles selbstverständlich. Egal weiblich oder männlich was ist da denn so verschieden ausser dem oben gesagten ?
    Ich kann mit dieser Blattkritik nichts spezielles anfangen, es ist zwar eine humorvolle Einlage aber sonst ?
    Es ist nicht das Problem der Tageswoche, es ist ein gesellschaftliches Problem dass wir so sind und immer noch in diesen schwarz/weiss oder anders gesagt in diesem Mann/Frau Schema denken.
    Bevor jetzt schon wieder Kritik kommt dass ich Mann/Frau und nicht Frau/Mann geschrieben habe, ich habs bewusst getan weil ich auch schwarz/weiss geschrieben habe und der Mann ja eher mit schwarz identifiziert wird...

  9. AutorIn des Artikels

    Dani Winter

    am 22.06.2013, 11:06

    Lieber Herr Weber, das sind doch mal konkrete Vorschläge, vielen Dank dafür! Ich kopier sie direkt mal in unsere Themenliste. Mehr Reportagen und Porträts stehen durchaus auf unserem Programm. Was die Themenplanung angeht, wollen wir uns weiter für Inputs aus der Community öffnen. Ich bitte um ein bisschen Geduld, denn der Umbau hat erst begonnen und hält uns ganz schön auf Trab.

    Zurück zum Thema: Wir nehmen uns die Kritik punkto Geschlechterverhältnis und Sprache zu Herzen, versprochen.... ... mehrLieber Herr Weber, das sind doch mal konkrete Vorschläge, vielen Dank dafür! Ich kopier sie direkt mal in unsere Themenliste. Mehr Reportagen und Porträts stehen durchaus auf unserem Programm. Was die Themenplanung angeht, wollen wir uns weiter für Inputs aus der Community öffnen. Ich bitte um ein bisschen Geduld, denn der Umbau hat erst begonnen und hält uns ganz schön auf Trab.

    Zurück zum Thema: Wir nehmen uns die Kritik punkto Geschlechterverhältnis und Sprache zu Herzen, versprochen. Und an Herrn Stucki sei der Satz gerichtet, dass eigentliche Selbstverständlichkeiten natürlich thematisiert werden müssen, solange sie nicht Realität sind. Machen wir hier übrigens auch. Vielleicht noch nicht genug.

    Ein schönes Wochenende allerseits!

  1. Christine Valentin

    am 21.06.2013, 17:30

    Lieber Dani,
    ich kann mich dieser Kritik nur anschliessen. Schön, dass die TaWo diese Blattkritik veröffentlicht und hoffentlich zu Herzen nimmt - und nebst den Männerbildern auch noch die oft sehr männlich geprägte Sprache der Texte unter die Lupe nimmt.

    Ich habe kürzlich einmal Renato Beck ein Mail geschrieben, weil er es in seinem Kommentar zur Abzocker-Initiative fertig gebracht hat, alles nur in männlicher Form zu schreiben (wie wenn die Frauen nicht abgestimmt hätten) - anscheinend... mehrLieber Dani,
    ich kann mich dieser Kritik nur anschliessen. Schön, dass die TaWo diese Blattkritik veröffentlicht und hoffentlich zu Herzen nimmt - und nebst den Männerbildern auch noch die oft sehr männlich geprägte Sprache der Texte unter die Lupe nimmt.

    Ich habe kürzlich einmal Renato Beck ein Mail geschrieben, weil er es in seinem Kommentar zur Abzocker-Initiative fertig gebracht hat, alles nur in männlicher Form zu schreiben (wie wenn die Frauen nicht abgestimmt hätten) - anscheinend aus Gründen der leichteren Lesbarkeit. Ich finde es schon erstaunlich, dass wir Abonnentinnen und Leserinnen auch im Jahr 2013 noch solche Antworten erhalten.

    Und was den FCB betrifft: Ja, auch ich finde, dass es noch andere Sportarten gibt als einzig und allein seitenlang Fussball und falls es unbedingt Fussball sein muss, gibt es ja ev. auch noch andere Fussballclubs.

    Ansonsten lese ich die TaWo aber sehr gerne. Gruss Christine

  2. Toni Lötscher

    am 21.06.2013, 17:33
  3. Thommen_63

    am 21.06.2013, 17:57

    Frauen verbocken auch einiges im Leben und in der Gesellschaft. Aber ich sehe immer wieder, dass das schlechte Gewissen der Männer es verhindert, dies zur Diskussion zu stellen!

    Wenn Frauen etwas anstellen, heisst es immer, tja die Arme hatte halt Probleme. Wenn Männer etwas verbocken, dann haben sie meistens auch Probleme gehabt! Aber danach fragt keineR...

    Es heisst schnell, mann sei frauenfeindlich!

    Frauen sind immerhin eine Mehrheit und damit Ziel von Kritik. Aber nicht alle Frauen... mehrFrauen verbocken auch einiges im Leben und in der Gesellschaft. Aber ich sehe immer wieder, dass das schlechte Gewissen der Männer es verhindert, dies zur Diskussion zu stellen!

    Wenn Frauen etwas anstellen, heisst es immer, tja die Arme hatte halt Probleme. Wenn Männer etwas verbocken, dann haben sie meistens auch Probleme gehabt! Aber danach fragt keineR...

    Es heisst schnell, mann sei frauenfeindlich!

    Frauen sind immerhin eine Mehrheit und damit Ziel von Kritik. Aber nicht alle Frauen wollen emanzipiert sein - wie auch Schwule - und die Verantwortung dafür übernehmen - wie auch Schwule... Und wir sind immerhin eine Minderheit.

  4. K Willi

    am 21.06.2013, 18:22

    Ich finde es schlich nur blöd, wenn auf teufel komm raus alles gleichberechtigt wird. Tatsache ist. wir sind alle gleich, einige eben etwas gleicher. Sagte schon Orvels Schwein.
    Wenn wir in einer Welt leben in der wir uns beklagen müssen, dass wir geschlechtsspezifisch unter erwähnt sind... wenn das also unsere grossen Probleme sind, dann kann ich mich beruhigt zurück lehnen.

    Bedenklich hingegen wäre es, wenn wir wesentlich wichtigeres hätten über das wir uns Gedanken machen sollten. Denn... mehrIch finde es schlich nur blöd, wenn auf teufel komm raus alles gleichberechtigt wird. Tatsache ist. wir sind alle gleich, einige eben etwas gleicher. Sagte schon Orvels Schwein.
    Wenn wir in einer Welt leben in der wir uns beklagen müssen, dass wir geschlechtsspezifisch unter erwähnt sind... wenn das also unsere grossen Probleme sind, dann kann ich mich beruhigt zurück lehnen.

    Bedenklich hingegen wäre es, wenn wir wesentlich wichtigeres hätten über das wir uns Gedanken machen sollten. Denn dann müssten wir uns fragen ob wir langsam am Verblöden sind.

  5. fabio montale

    am 21.06.2013, 18:52

    minderheiten- sehe keine weit und breit nicht.
    oder haben schwule auch die heiratsstrafe???

  6. Heinz Weber

    am 21.06.2013, 20:30

    Von Männern geprägt? Tatsache ist, dass (auch) die Tageswoche viel zu stark den männlich dominierten Strukturen und Institutionen entlang schreibt. Das kommt nicht von ungefähr. Zwei Gross- oder Regierungsräte anzurufen und daraus eine Story zu machen, kostet 20 Rappen und eine Stunde Schreibzeit. Eine Reportage über das "echte" Leben, in dem Frauen eine grössere Rolle spielen, kostet halt mehr.

  7. AutorIn des Artikels

    Dani Winter

    am 21.06.2013, 21:13

    Lieber Heinz Weber. Das will ich nun aber doch nicht auf uns sitzen lassen. Die TagesWoche zeichnet sich meines Erachtens gerade dadurch aus, dass sie sich nicht darauf beschränkt, der allgemeinen Agenda zu folgen, und «zwei Gross- oder Regierungsräte anzurufen und daraus eine Story zu machen». Ich könnte Ihnen jetzt ein Dutzend Beispiele von Storys aufzählen, die weder auf die von Ihnen geschmähte Weise zustandegekommen sind. Stattdessen frage ich Sie lieber, was Sie vermissen. Der Ball ist... mehrLieber Heinz Weber. Das will ich nun aber doch nicht auf uns sitzen lassen. Die TagesWoche zeichnet sich meines Erachtens gerade dadurch aus, dass sie sich nicht darauf beschränkt, der allgemeinen Agenda zu folgen, und «zwei Gross- oder Regierungsräte anzurufen und daraus eine Story zu machen». Ich könnte Ihnen jetzt ein Dutzend Beispiele von Storys aufzählen, die weder auf die von Ihnen geschmähte Weise zustandegekommen sind. Stattdessen frage ich Sie lieber, was Sie vermissen. Der Ball ist bei Ihnen.

  8. Marianne Känzig

    am 21.06.2013, 21:18

    Ich finde diese Blattanalyse ganz hervorragend. Man darf und soll die Dinge von verschiedenen Seiten aus betrachten. Die Leserin stellt deutlich dar, dass ein Ungleichgewicht herrscht. Ein Aspekt den man durchaus bei den weiteren Ausgaben berücksichtigen kann.
    Es wäre auch nicht verboten, über Menschen zu berichten, die anstatt Mist zu bauen, grossartige Dinge tun. Davon gibts ganz viele. Frauen und Männer.
    Wer weiss? Vielleicht macht eine Verschiebung in Richtung "mehr über Frauen" die... mehrIch finde diese Blattanalyse ganz hervorragend. Man darf und soll die Dinge von verschiedenen Seiten aus betrachten. Die Leserin stellt deutlich dar, dass ein Ungleichgewicht herrscht. Ein Aspekt den man durchaus bei den weiteren Ausgaben berücksichtigen kann.
    Es wäre auch nicht verboten, über Menschen zu berichten, die anstatt Mist zu bauen, grossartige Dinge tun. Davon gibts ganz viele. Frauen und Männer.
    Wer weiss? Vielleicht macht eine Verschiebung in Richtung "mehr über Frauen" die Tageswoche dann auf eine Weise spannend, ohne dass man auf den ersten Blick merkt warum. Vielfältiger eben.
    Die Leserin hat sich viel Arbeit gemacht, um ihre Kritik anzubringen. Sie hat nicht einfach nur einen schnöden Satz geschrieben. Und mitdenken tut sie auch. Das finde ich richtig toll.

  9. AutorIn des Artikels

    Dani Winter

    am 21.06.2013, 21:24
  10. Toni Lötscher

    am 21.06.2013, 21:59

    (Die Geschichte (er)zählt. Nicht PC!)

    Mir als Mann käme es nie in den Sinn, ein Medium derart genderspezifisch zu zerlegen.

    Das hat nichts mit allem zu tun, was Emanzipation bedeutet.

    Das ist purer Männerhass!