LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Mittendrin

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Augen auf, Telebasel!

21.09.2012, 09:49Uhr
Screenshot: Der ehemalige Blick-Reporter Beat Gomes im Beitrag auf Telebasel. Der Link zum Beitrag ist aus technischen Gründen am Anfang des Lauftextes unter dem Stichwort «24 Minuten»

Der ehemalige Blick-Reporter Beat Gomes im Beitrag auf Telebasel. Der Link zum Beitrag ist aus technischen Gründen am Anfang des Lauftextes unter dem Stichwort «24 Minuten» (Bild: Screenshot)

Da rollt «Telebasel» am Mittwochabend über 24 Minuten die Geschichte rund um Regierungsrat Christoph Eymann, seine Ex-Frau und einen verurteilten Straftäter auf und zeigt mittendrin auch die TagesWoche prominent im Bild. Wir freuten uns schon, dass uns der lokale TV-Sender einmal fair als Quelle nennt, doch der Telebasel-Reporter zitierte nicht, stattdessen redete er den Zuschauern zum Internet-Artikel der TagesWoche ins Gewissen: Christoph Eymann müsse sich heute solche Bildmontagen gefallen lassen.

Als einfach gestrickte Print- und Online-Journalisten haben wir uns inzwischen von TV-Kollegen immer wieder sagen lassen, dass Fernsehen nur mit Bildern funktioniert. Bis jetzt hatten wir allerdings völlig naiv auch geglaubt, dass sich Fernsehleute umgekehrt von unseren Artikeln die Bilder zwar angucken, aber auch den dazugestellten Text überfliegen. Spätestens nach Titel und Lead hätten auch die Telebasler gemerkt, dass die Bildmontage, die Christoph Eymann über sich ergehen lassen musste, nur die Vorwürfe des verurteilten Straftäters illustrierte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Kronzeuge Beat wie?

Was den Basler Lokalfernsehjounalisten recht ist, kann uns doch auch billig sein, dachten wir, drehten den Ton ab und sahen uns die Reportage weiter tonlos an. Und siehe da, jetzt stiessen auch wir tatsächlich plötzlich auf Aufregendes, das wir mit Ton wohl übersehen hätten. Da kam doch tatsächlich ein rauchender Mann ins Bild, der redete und redete und redete. Ganz offensichtlich so etwas wie ein Kronzeuge. Zum Glück war sein Name eingeblendet: Beat Gomes, ehemaliger «Blick»-Reporter im Cosco-Fall.

«Blick»-Reporter? Den Reporter kannte auf der ganzen Redaktion keiner, dabei ist die Basler Medienszene doch so überschaubar wie eine kleine Grossfamilie. Einen Artikel findet man zwar auf der TagesWoche-Website, in dem ein Beat Alder vorkommt. Dieser war aber Geschäftsführer beim Gratisblatt «Spatz». Ob der früher etwas mit dem Blick zu tun hatte? Während die TV-Bilder weiter liefen, zeigte die Rechereche in der Schweizerischen Mediendatenbank, in welcher die Artikel der allermeisten Zeitungen und Zeitschriften erfasst sind, kein Ergebnis: Es gibt und gab nie einen «Blick»-Reporter mit dem Namen Beat Gomes.

0900er-Nummern und Abofallen

Erst die Suche nur mit seinem Vornamen brachte uns auf die Spur: Nicht Beat Gomes, sondern Beat Alder hiess der Ex-«Blick»-Journalist, der in seiner Karriere schon sehr viel durchlebte. Längst nicht mehr beim «Blick» musste er etwa im August 2006 auch schon einmal dem Kassensturz Red und Antwort stehen, weil er als Sprecher eine Firma verteidigte, die Gewinnversprechen abgab, deren Gewinner erst einmal eine teure 0900er-Nummer anrufen mussten. Angeblich kam es wegen «ärgerlicher» technischer Probleme in Einzelfällen dazu, dass Gewinner die Nummern mehrfach eingeben mussten.

Der «Tagesanzeiger» recherchiert keine zwei Jahre später, wer hinter den Abofallen im Internet steckt. Und wieder taucht der Name Alder auf. Dieser bestritt verantwortlich für Spam und den damit verbundenen Abofallen zu sein. Natürlich gilt für ihn die Unschuldsvermutung und das alles ist auch nichts Ehrenrühriges. Dieselbe Formulierung hatte «Telebasel» in der Sendung über Christoph Eymann auch immer wieder gebracht, doch unsere Neugier war dennoch geweckt.

Danke Telebasel

Jetzt lösten wir die Stummschaltung, spulten zurück und erfuhren… nichts: kein Wort über Gomes’  früheren Namen, kein Satz über seine unglaublich spannende Karriere, geschweige denn ein Erklärung über die Beweggründe, die zur seiner Namensänderung führten.

Erst jetzt begriffen wir, dass uns die TV-Journalisten mit ihren gern gebrauchten bildhaften Redensarten in Tat und Wahrheit Sand in die Augen streuen: Bilder sagen nämlich nicht mehr als tausend Worte. Zu Bildern braucht es - wenn auch nicht tausend – vielleicht doch manchmal ein paar Worte der Erklärung. Wir danken dem lokalen TV-Sender dafür, dass er uns für diese Erkenntnis die Augen geöffnet hat.

P.S. Das geschulte Auge von TagesWoche-Community-Mitglied «Basel Runner» entdeckte gar noch eine raffiniert versteckte Sehschule, die wir übersehen haben. Bei Beat Gomes blendet Telebasel im Beitrag fälschlicherweise Beat Gomez ein: Z statt S. Wenn das so weiter geht, werden wir dank Telebasel alle noch zu scharfen Beobachtern.

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Telebasel, Christoph Eymann

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Geschäftsführer vom «Spatz» nimmt den Hut Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

Reaktionen

  1. Basel Runner

    am 21.09.2012, 11:43

    Auf dem Screenshof von Telebasel ist der Name mit GomesZ und im Text mit GomeS geschrieben.
    Augen auf, Mathieu Klee

  2. jb

    am 21.09.2012, 11:52
  3. AutorIn des Artikels

    Neustart

    am 21.09.2012, 12:05

    Sehr interessant. Hat bei Ihnen auch schon gewirkt. Telebasel will wirklich unsere Beobachtungsgabe testen. Er heisst nämlich tatsächlich Beat Gomes mit S wie Siegfried.

  4. bgomes

    am 7.10.2012, 14:28

    Ich bin enttäuscht. Nun seid Ihr angetreten für besseren, engagierteren und mutigeren Journalismus. Und was erlebe ich? Fieses, hinterhältiges und unprofessionelles Geschreibsel, das ganz einfach nur unerträglich ist.

    Ohne auch nur den Finger für eine Recherche zu rühren, werden alte Kamellen aus den Tiefen des Internets gegraben. Ohne zu wissen, was wirklich dahinter steckt und was daran wahr bzw. unwahr ist. Genau so entstehen endlos üble Nachreden, die nicht mehr zu löschen sind. Das... ... mehrIch bin enttäuscht. Nun seid Ihr angetreten für besseren, engagierteren und mutigeren Journalismus. Und was erlebe ich? Fieses, hinterhältiges und unprofessionelles Geschreibsel, das ganz einfach nur unerträglich ist.

    Ohne auch nur den Finger für eine Recherche zu rühren, werden alte Kamellen aus den Tiefen des Internets gegraben. Ohne zu wissen, was wirklich dahinter steckt und was daran wahr bzw. unwahr ist. Genau so entstehen endlos üble Nachreden, die nicht mehr zu löschen sind. Das hat so weit geführt, dass ich mir seinerzeit, als diese Schauergeschichten auftauchten, von der Basler Staatsanwaltschaft schriftlich geben lassen musste, dass gegen mich keinerlei Strafklagen oder Untersuchungen wegen der behaupteten Abzockerfallen vorliegen würden. Gegendarstellungen wurden natürlich ignoriert. Die falschen Behauptungen blieben. Und wie man sieht, dienen sie Euch noch nach Jahren als verlässliche Information. Ihr seid mir noch Helden.

    Anstatt solchen Schmierenjournalismus zu produzieren könntet Ihr Euch ja mal hinter die „Basler Justizaffäre“ klemmen und nachrecherchieren, was die Basler Zeitung, zu der Du damals auch gehört hast, mit gezielter Desinformation und Unterdrückung von Fakten, zur Verschleierung der Tatsachen beigetragen hat. Ich finde es wirklich unsäglich, wenn Journalisten über Menschen lästern, ohne diese zu kennen oder mit ihnen gesprochen zu haben. Oder ist das die viel gerühmte ethische Qualität im neuen Journalismus? Habe ich da etwas verpasst?

  5. Marianne Känzig

    am 7.10.2012, 14:57

    Ja Herr Gomes, Sie haben tatsächlich etwas verpasst. Sie hätten hier die Chance, eine Gegendarstellung zu platzieren. Sie könnten ganz einfach zum Inhalt des Artikels Stellung nehmen, aber Sie begnügen sich damit, über die Journalistinnen und Journalisten der Tageswoche zu schimpfen. Tja, da kann Ihnen auch nicht weitergeholfen werden.

  1. Basel Runner

    am 21.09.2012, 11:43

    Auf dem Screenshof von Telebasel ist der Name mit GomesZ und im Text mit GomeS geschrieben.
    Augen auf, Mathieu Klee

    1. AutorIn des Artikels

      Neustart

      am 21.09.2012, 12:05

      Sehr interessant. Hat bei Ihnen auch schon gewirkt. Telebasel will wirklich unsere Beobachtungsgabe testen. Er heisst nämlich tatsächlich Beat Gomes mit S wie Siegfried.

  2. jb

    am 21.09.2012, 11:52
  3. Thommen_63

    am 21.09.2012, 16:24

    Es soll Leute geben, die mit der Heirat auch ihren Namen wechseln! ;)

  4. Wahrsager

    am 21.09.2012, 17:29

    den unerschrockenen Journalisten in google suchen, evtl. noch onlinereports(dort hats im archiv die ganze cosco-geschichte). Dann kommt Ihr auf die Welt.
    Ziel der Leute, das Regierungs-und Gerichtssystem zu destabilisieren. Dabei hat bereits ein Beamter der BS-Staatsanwaltschaft das Leben verloren.
    Im ornithologischen Gratisblatt hat der hier Erwähnte ein Loblied auf den verblichenen "notorischen Gauner WWD" gesungen.

  5. Wahrsager

    am 21.09.2012, 17:46
  6. Inaktiver Nutzer

    am 22.09.2012, 11:39

    So lustig :-) indem man aus Beat Alder einen Beat Gomez macht, kann man bei einem allfälligen deliktischen Handel einen Migrationhintergrund für die Statistik sugerieren. Und was hat das alles mit Eymann zu tun?

  7. bgomes

    am 7.10.2012, 14:28

    Ich bin enttäuscht. Nun seid Ihr angetreten für besseren, engagierteren und mutigeren Journalismus. Und was erlebe ich? Fieses, hinterhältiges und unprofessionelles Geschreibsel, das ganz einfach nur unerträglich ist.

    Ohne auch nur den Finger für eine Recherche zu rühren, werden alte Kamellen aus den Tiefen des Internets gegraben. Ohne zu wissen, was wirklich dahinter steckt und was daran wahr bzw. unwahr ist. Genau so entstehen endlos üble Nachreden, die nicht mehr zu löschen sind. Das... mehrIch bin enttäuscht. Nun seid Ihr angetreten für besseren, engagierteren und mutigeren Journalismus. Und was erlebe ich? Fieses, hinterhältiges und unprofessionelles Geschreibsel, das ganz einfach nur unerträglich ist.

    Ohne auch nur den Finger für eine Recherche zu rühren, werden alte Kamellen aus den Tiefen des Internets gegraben. Ohne zu wissen, was wirklich dahinter steckt und was daran wahr bzw. unwahr ist. Genau so entstehen endlos üble Nachreden, die nicht mehr zu löschen sind. Das hat so weit geführt, dass ich mir seinerzeit, als diese Schauergeschichten auftauchten, von der Basler Staatsanwaltschaft schriftlich geben lassen musste, dass gegen mich keinerlei Strafklagen oder Untersuchungen wegen der behaupteten Abzockerfallen vorliegen würden. Gegendarstellungen wurden natürlich ignoriert. Die falschen Behauptungen blieben. Und wie man sieht, dienen sie Euch noch nach Jahren als verlässliche Information. Ihr seid mir noch Helden.

    Anstatt solchen Schmierenjournalismus zu produzieren könntet Ihr Euch ja mal hinter die „Basler Justizaffäre“ klemmen und nachrecherchieren, was die Basler Zeitung, zu der Du damals auch gehört hast, mit gezielter Desinformation und Unterdrückung von Fakten, zur Verschleierung der Tatsachen beigetragen hat. Ich finde es wirklich unsäglich, wenn Journalisten über Menschen lästern, ohne diese zu kennen oder mit ihnen gesprochen zu haben. Oder ist das die viel gerühmte ethische Qualität im neuen Journalismus? Habe ich da etwas verpasst?

  8. Marianne Känzig

    am 7.10.2012, 14:57

    Ja Herr Gomes, Sie haben tatsächlich etwas verpasst. Sie hätten hier die Chance, eine Gegendarstellung zu platzieren. Sie könnten ganz einfach zum Inhalt des Artikels Stellung nehmen, aber Sie begnügen sich damit, über die Journalistinnen und Journalisten der Tageswoche zu schimpfen. Tja, da kann Ihnen auch nicht weitergeholfen werden.

  9. Wahrsager

    am 6.03.2014, 15:58

    .... könnte mal Aufschluss geben warum er bei onlinereports mit dem aktuellen, bei der Basler Woche in Liestal als temporären(selbsternannten?) Chefredaktor auftrat. Hat der Parteiguru oder seine Hinterleute ein Machtwort gesprochen?