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30 Euro für einen 10-Jährigen

11.07.2012, 10:54Uhr
Stefan Bohrer: Strandpromenade in Varna, wo sich der Kinderstrich befinden soll: Bei der Vegetationslücke rechts geht es in den Wald hinein.

Strandpromenade in Varna, wo sich der Kinderstrich befinden soll: Bei der Vegetationslücke rechts geht es in den Wald hinein. (Bild: Stefan Bohrer)

Um den Kinderstrich von Varna zu finden, sagt die Quelle, braucht ihr bloss vom Stadtstrand nordwärts zu gehen. Bei einem von einer Mineralquelle gespiesenen Warmwasserbassin findet die Kontaktaufnahme statt. Der Puff selber sei ein anliegendes waldartiges Parkgebiet.

Am frühen Nachmittag beim Bassin angekommen, tut sich nichts. Einige Männer halten die Füsse in ein Flüsschen, das aus dicken Betonrohren die Böschung herab ins Meer geleitet wird. Vor dem Eingang in den Wald stehen ein paar Halbstarke. Nachdem wir auf der Strasse eine Weile warten, kommt immer mal wieder jemand auf uns zu, dreht dann wieder ab, stellt sich in fünfzig Meter Abstand auf und beobachtet uns. Wir brechen ab.

Am nächsten Tag um die Mittagszeit versuchen wir es noch einmal. Dieses Mal nähern wir uns von oben, durch den Stadtpark. Doch das Gestrüpp ist dicht, es ist nichts zu sehen. Schmale Fusspfade führen ein Stück in den Wald hinein. Ein Mann kommt uns entgegen, mustert uns, geht weiter. Schliesslich, am oberen Ende der Betonrohre, wo sich das Wasser über einen Wasserfall strandwärts ergiesst, spricht uns ein etwa 25-jähriger Mann an, dem Anschein nach ein Roma. Wir unterhalten uns auf Russisch.

- Willst du Sex?

- Ich suche einen Jüngeren. Gibt es das hier?

- Nicht hier im Wald, du musst weitergehen bis zu einem Haus. Ich kanns dir zeigen.

- Wie alt sind die Jungs dort?

- 15.

- Wie viel kostet das?

- 30 Euro.

- Gibt es auch Jüngere? Gibt es einen Zehnjährigen?

- Ja, aber nicht hier. Ich kann mit dem Taxi einen holen gehen.

Der Mann bekreuzigt sich, um zu sagen: Ihr könnt mir vertrauen, ich bring euch den Jungen. Wir sagen, wir würden es uns überlegen und verlassen den Park.

Der Kinderstrich, sagt man uns, ist ein offenes Geheimnis in Varna und den Behörden bekannt. Er wird aber zumindest geduldet und im Grunde ist das der eigentliche Skandal. Spricht man mit jungen Roma über diese Form der Prostitution, zucken sie mit den Schultern. Was soll man auch tun, wenn man kein Geld zum Leben hat.

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  1. Der Bubenstrich

    von Thommen_63 am 11.07.2012 um 23:55Uhr

    ist immer bsonders moralisch verwerflich. Wo bleibt der Mädchenstrich der Heteros? Im übrigen sind es auch Heterosexuelle, die sich gerne an Knaben delektieren. Weil ältere ihnen "zu schwul" sind und die Knaben halt noch fast wie Mädchen aussehen...

    Aber im Ernst. Hier werden sexuelle Fantasien aufgewirbelt und am ökonomischen Problem vorbeigeschaut! Der Skandal besteht darin, dass das Land und die PolitikerInnen es nicht schaffen, die Jugendlichen in Arbeit zu bringen.

    Ich betrachte es als ein Menschenrecht, seinen Körper zu verkaufen. Egal ob es über die Genitalien, das Hirn, oder die Hände oder Füsse läuft. Die Jugendprostitution ist eine Folge der wirtschaftlichen Entwicklung und nicht, weil es plötzlich viele böse Freier gibt...

    Es ist auffällig, wie die Jugendprostitution von 16-18 wieder neu kriminalisiert werden soll, während die Jugendarbeitslosigkeit ein dringendes Problem ist.
    Das hatten wir schon nach dem Krieg und dann wieder am Anfang des sich ausbreitenden Drogenkonsums.
    Dabei stand die homosexuelle Prostitution unmoralisch immer zuoberst, weil der Mann wohl gefälligst zu billigem Lohn zu arbeiten hat. Aber zwischen zwei Männern wissen beide wenigstens was abgeht und wos lang geht.

    Das würde ich zwischen erwachsenen Frauen und Männern nicht in jedem Falle vermuten wollen.

    Merkwürdig ist auch, dass ein 16jähriger zwar für Alkoholkonsum bezahlen darf, aber kein Geld nehmen für einen Orgasmus!

    Keine Wirtschaftspolitik über die Sexualmoral bitte!
    Direktlink zum Kommentar

  2. Antwort an Thommen

    von Sternus am 25.11.2012 um 23:33Uhr

    Sorry@Thommen, aber das ist nicht alles richtig was sie schreiben.

    Als Streetworker kann ich ihnen bestätigen das die Knaben eine andere Freiergruppe ( Homo- Pädophile und Homosexuelle) haben als die Mädchen (Hetero- Pädophile und Heterosexuelle).

    Es sind nicht wie sie sagen Heterosexuelle die sich an Knaben "delektieren", denn Heterosexuelle oder besser gesagt heterosexuell orientierte Pädophile vergreifen sich in aller Regel an Mädchen.
    ( Warum sollte sich ein Freier einen Knaben suchen wenn er ein Mädchen will, wo es auf dem "Babystrich" doch genug Mädchen gibt die anschaffen?

    Der Knabenstrich zieht klar homosexuelle Pädophile an, eventuell noch ein paar Homosexuelle die "Frischfleisch" wollen, aber das gibt es bei Heteros und dem "Babystrich" auf dem Mädchen anschaffen genauso.

    Desweiteren finde ich es merkwürdig das sie sich ausgerechnet in einem Artikel über einen Kinderstrich, für Prostitution als ein Menschenrecht einsetzen.




    Direktlink zum Kommentar

  3. Es mag ja sein,

    von René Reinhard am 26.11.2012 um 10:12Uhr

    dass @Thommen sich manchmal etwas "unscharf" äussert und auch sehr oft meint, das von ihm Gesagte sei als Sakrosankt anzusehen, doch wenn er sich zu etwas vernehmen lässt, und sei es aus der Sicht anderer noch so ein Unsinn, dann tut er das zumindest unter seinem Nach-, oft aber auch samt seinem Vornamen.

    Und Sie? Sternus? Sagt mir nichts, muss es ja auch nicht. Und Sie "offenbaren", neudeutsch, noch, dass Sie, "Streetworker" sind. Auch wenn das keine "offizielle" Berufsbezeichnung ist. Wie etwa die von "@Thommen": Dipl. Sozialarbeiter. Er ist also sozusagen ein Berufskollege, der "@Thommen". Nebst dem, was er sonst noch so alles ist und auch macht. Ich denke es gibt in dieser Stadt kaum jemand, der auf seinem von ihm "beackerten" Gebiet sich so viel "auf der Gasse" rum treibt, so ein grosses "Beziehungsnetz" hat, wie "@Thommen". Wären Sie hier in Basel "Streetworker", dann wüssten Sie das. Was also soll bei "@Thommen" merkwürdig sein?

    Dazu eine kleine "Geschichte": Ich weiss nicht mehr genau, war's im Film "Milk" oder im Zusammenhang mit Truman Capote, jedenfalls wollten ein paar "Rotzlöffel" die Hauptfigur in einem Park "erpressen", indem sie ihr drohten, wenn er ihnen nicht etwas Geld gebe, würden sie zu schreien beginnen und behaupten, er hätte sie belästigt. Worauf der "Protagonist schallend zu lachen anfing und unter "Tränen" zu den Jungs sagte, ihr wollt mir, einem stadtbekannten Schwulen drohen, mir drohen?

    Und Sie, was möchten Sie mit Ihren "Andeutungen" erreichen?

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