LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Mittendrin

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Blogs

Wochenausgabe vom 25.7.: Tage der Trauer

24.07.2014, 15:03Uhr
CRIS TOALA OLIVARES / Reuters: Niederländerinnen und Niederländer gedenken der Opfer des Flugs MH17. Die Maschine der Malaysian Airlines stürzte am 17. Juli 2014 im Bürgerkriegsgebiet der Ostukraine ab (Amsterdam, 23. Juli 2014).

Niederländerinnen und Niederländer gedenken der Opfer des Flugs MH17. Die Maschine der Malaysian Airlines stürzte am 17. Juli 2014 im Bürgerkriegsgebiet der Ostukraine ab (Amsterdam, 23. Juli 2014). (Bild: CRIS TOALA OLIVARES / Reuters)

Die Eskalation der Gewalt in Gaza, der ­Absturz eines Passagierflugzeugs der Malaysian Airlines im Bürgerkriegs­gebiet der Ost­ukraine, der ­Terror der Jihadisten «Islamischer Staat im Irak und in ­Sy­rien»: Im Rückblick wird man dereinst wohl vom ­«heissen Sommer 2014» sprechen.

Selten zuvor haben sich kriegerische Konflikte zeitgleich derart zugespitzt wie in diesen Tagen. Und nie mehr nach Ende des ­Kalten Krieges waren die Spannungen zwischen den Ländern des Westens und Russland so gross wie heute. Seit der völkerrechtswidrigen Anne­xion der Krim und der Unterstützung der ost­ukrainischen ­Separatisten, spätestens aber seit dem Absturz des Flugzeuges MH17 und dem pietät­losen Umgang der prorussischen Kämpfer mit den mehrheitlich niederländischen Todesopfern steht Wladimir Putin massiv in der Kritik.

Schon vor Wochen haben die USA die Sanktionen gegen Russland verschärft. Und die EU-Regierungschefs haben signalisiert, dasselbe tun zu wollen.

Das Diktat der Ökonomie

Derzeit bleibt es freilich bei Drohungen – zu stark sind die ökonomischen Verflechtungen mit russischen Konzernen und Patriarchen. Auch hierzulande, wo ebenfalls schärfere Töne gegen Putin gefordert werden. Doch was bringt das Ketten­rasseln, wenn danach keine Taten folgen? Und wie gross  sind die Einflussmöglichkeiten der Schweiz? ­Unser Osteuropa-Korrespondent ­Ulrich Krökel ist diesen Fragen nachgegangen.

Hardliner auf allen Seiten

Nicht minder gefährlich ist die Situation im Iran. Wieder ist eine Lösung des Atomstreits an den Hardlinern auf allen Seiten gescheitert. Das Verhandlungsfenster bleibt noch bis am 24. November offen. Sollte die Diplomatie erneut scheitern, könnte der Atomstreit militä­risch beendet werden. Israel wie auch die USA haben bereits mit Luftangriffen gedroht. Es wäre der Auftakt zu einem «heissen Winter».

Lesen Sie die Analysen von Georg Kreis, Bernhard Schinwald und Ulrich Krökel in unserer Wochenausgabe vom Freitag, 25.7. 

_______

Weitere Themen in der Ausgabe 30/2014:

Wochenthema: Das Tor zur Welt
Der Hafen lässt «Rheinhattan»-Planer und Kulturschaffende träumen. Er ist aber vor allem eines: der grösste Umschlagplatz Schweiz. Die grosse TagesWoche-Reportage über den Alltag an einem Ort am Rande der Stadt, den keiner so richtig kennt.

«Arme sind nicht selber schuld»
Carlo Knöpfel, Professor an der Hochschule für Soziale Arbeit in Basel, kennt sich mit Armut aus und spricht Klartext zu den Ursachen und dem Umgang mit dem verdrängten Problem.

Die ökonomisierte Anthroposophie
Ein Richtungsstreit trieb Weleda vor zwei Jahren fast in den Ruin. Heute geht es der Firma wieder prima. Was ist passiert?

Kritiker von links und rechts
Im Kampf gegen das neue Überwachungsgesetz Büpf könnte es zu ungewöhnlichen Allianzen kommen. Die Vorlage spaltet die Parteien.

Die Angst vor dem Öl
Spanier wehren sich gegen die Suche nach Öl im Mittelmeer. Für die Tiere. Und weil sie keinen Ölteppich wollen. Unterstützt werden sie von der Schweizer Organisation Oceancare.

«Neid ist  ein guter Antrieb»
Peter Wawerzinek trank, um im Mittelpunkt zu stehen. Er kam vom Saufen weg, als er ganz aufs Schreiben setzte. Und die Literatur brachte ihn wieder in den Mittelpunkt. Ein Interview.

Eine einmalige Erscheinung
Als Sängerin zieht Nneka ihr Publikum in den Bann. Fast noch spannender ist, was sie abseits der Bühne macht.

Ein Konzert für 156 Büromaschinen
Rolf Liebermanns «Les Echanges» war eine Pioniertat der elektronischen Musik.

«Vergangenes lebt wieder auf»
Jean Tinguelys langjähriger Freund und Assistent Seppi Imhof über das Artistik-Spektakel «Cyclope» im Basler Hafenareal.

Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 25. Juli – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

Kommentieren & Teilen

Ticketverlosung «Cyclope»: die Gewinner

24.07.2014, 14:11Uhr

Unsere Verlosung der Eintrittskarten für das Maschinen-Artistik-Spektakel «Cyclope» am 1. August ist abgeschlossen.

Die glücklichen Gewinner sind folgende Kommentatoren: 

  1. Yves Stohler
  2. Carierte
  3. Marlise Herrmann

Die Gewinner werden von uns per E-Mail benachrichtigt und bekommen ihre Tickets vom Veranstalter zugeschickt. Wir wünschen viel Freude bei der Aufführung!

Für die zahlreichen anderen Teilnehmer haben wir als kleine Entschädigung das Making-of-Video verlinkt.  

«Cyclope. Das verrückte Spektakel frei nach Jean Tinguely». Klybeckquai, ­Uferstrasse 84. Vor­stellungen: ­Dienstag bis Sonntag, 
bis 6. September; www.cyclope2014.ch

Kommentieren & Teilen

Ticketverlosung: «Cyclope. Das verrückte Artistikspektakel frei nach Jean Tinguely»

22.07.2014, 08:12Uhr
Patrick Straub:

(Bild: Patrick Straub)

Das Maschinen- und Artistikspektakel «Cyclope» erweckt die Kunst von Jean Tinguely zu neuem Leben. Nach Stationen in Biel und Winterthur wird das Stück seit Anfang Juli nun auch in Jeannots Geburtsstadt Basel, am Klybeckquai, aufgeführt. Der namengebende Original-Zyklop steht südlich von Paris in Milly-la-Forêt im «Wald der Armen».

Furiose Artistik

Neben den Artisten ist die Maschinenkunst Tinguelys sowohl Bühnenbild als auch Akteurin des Stückes, das sich um Träume und deren Verwirklichung dreht. Ein Clown, der als letzter seinen Wohnwagen auf dem Gelände eines abgewrackten Vergnügungsparks verlassen muss, ist zentrale Figur des Spektakels.

Als er schliesslich gehen will, regen sich plötzlich die alten Geister des Vergnügungsparks in den verlotterten Kulissen – und veranstalten eine letzte grosse Show. Ohne Unterbruch überbieten sich Schlangenfrauen, Schleuderbrett-Akrobaten, Trampolinspringer und Seiltänzerinnen mit furiosen Kunststücken vor dem Nachbau von Tinguelys «Cyclope».

  • Die TagesWoche verlost 3 x 2 Karten für die Nationalfeiertags-Aufführung vom 1. August.

Möchten Sie teilnehmen? Dann geben Sie bis Donnerstag, den 24. Juli, 12 Uhr, einen Kommentar unter diesem Artikel ab. Unsere Glücksfee lost dann drei Gewinner aus, die per E-Mail benachrichtigt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Verlosung ist abgeschlossen, die Gewinner stehen fest.

Wir wünschen viel Glück bei der Verlosung – und viel Spass bei der Aufführung.
_
«Cyclope. Das verrückte Spektakel frei nach Jean Tinguely». Klybeckquai, ­Uferstrasse 84. Vor­stellungen: ­Dienstag bis Sonntag,
bis 6.9.; www.cyclope2014.ch

Kommentieren & Teilen

TagesWoche vom 11.7.: Was bringt die Einheitskasse?

10.07.2014, 16:25Uhr
JEAN-CHRISTOPHE BOTT: Kostenexplosion im Gesundheitswesen: Diese wird auch durch Fortschritte in der Medizin und durch die Alterung angekurbelt.

Kostenexplosion im Gesundheitswesen: Diese wird auch durch Fortschritte in der Medizin und durch die Alterung angekurbelt. (Bild: JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) vor bald 20 Jahren zeigt die Prämienentwicklung beharrlich in eine Richtung – nach oben. Versprochen wurde 1994 etwas anderes: Dass mit der obligatorischen Versicherung für alle die Kosten­spirale endlich gebrochen werden könne. Möglich machen sollte es der Wettbewerb unter den Kassen.

Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt. Heute liefern sich rund 60 Anbieter einen harten Verdrängungskampf um «gute Risiken», also um junge, gesunde Kunden. KVG-Kritiker ­sehen darin ­einen Pseudowettbewerb, der die Kosten weiter in die Höhe treibe, statt sie zu verkleinern.

Prämien steigen wieder

In diese Bresche schlägt auch die Einheitskassen-Initiative, die am 28. September an die Urne kommt. Sie könnte im Abstimmungskampf von neuen «bad news» über die Prämienentwicklung profitieren. Diese Woche prognostizierte der Branchenverband Santé­suisse ­einen weiteren Anstieg um rund 4,5 Prozent. Und nur wenige Tage vor der Abstimmung sollen die definitiven Prämien für nächstes Jahr bekannt gegeben werden.

Doch ist eine «öffentliche Krankenkasse» wirklich das ­Wundermittel gegen die Kostenexplosion im Gesundheitswesen, die auch durch die Alterung und Fortschritte in der Medizin angekurbelt wird? Jeremias Schulthess nimmt die Pro- und Contra-Argumente unter die Lupe.

Weitere Themen in der Doppel-Ausgabe 28–29/2014:

Eine Sitzbank wird zum Politikum
Noch haben die Randständigen am Basler Claraplatz keinen gestört. Dennoch will sie LDP-Grossrat André Auderset vertreiben.

«Für einen Bilanzgewinn gibt es keinen Pokal»
Bernhard Heusler über das Führen von Stars, Freiräume für Junge und seine gesellschaftliche Rolle als Präsident und Mehrheitseigner des FC Basel.

Ein Zwist, der stärkt
Ab dem 16. Juli ist Jean-Claude Juncker offiziell EU-Kommissionspräsident. Für Europa wird er wohl zum Glücksfall.

Die Stunde der Ideologen
In der Region Basel geht es bei der nächsten Abstimmung um sehr viel, in der Schweiz in den kommenden Monaten um alles oder nichts im Verhältnis zur EU. Und was tun die Politiker? Sie reden nicht ernsthaft miteinander.

Abenteuerliche Fixie-Idee
Der Basler Filmemacher Armin Biehler («Chicken Mexicaine») radelte mit zwei Velokurier-Kollegen in fünf Wochen von Los Angeles nach Mexico City. Sie legten 1800 Kilometer zurück.

Google entdeckt Kuba
Google-Vertreter haben erstmals Havanna besucht. Kubas schwierige Beziehung zu den USA erschwert jedoch das Geschäft.

«Neider sollten einen eigenen Club gründen»
20 Jahre Bird’s Eye Jazz Club: Stephan Kurmann spricht über die Gründungszeit, den Neid auf seine Vormachtstellung und den Wandel in der Jazzmusik.

Kultwerk
Jean Tinguelys «Cyclope» kommt nach Basel. Seine «Lampe», den «Luminator», kennt man in Basel aber besser.

Lesen Sie mehr über die Einheitskassen-Initiative in der Wochenausgabe vom 11. Juli – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

Kommentieren & Teilen

Volles Haus und eine hitzige Debatte: «Mittendrin» zum Basler Polizeieinsatz

8.07.2014, 18:41Uhr

Volles Haus im Ackermannshof. 150 TagesWoche-Leser und Interessierte sind gekommen, um zuzuhören, um nachzufragen, auch um ihre Wut zu adressieren und rauszulassen, was sich in den letzten zwei Wochen angestaut hat. Anlass des «TagesWoche Mittendrin»: Der Polizeieinsatz am Art-Freitag auf dem Messeplatz. 34 Kunststudenten und unbeteiligte Art-Besucher waren unter dem Titel der Personenkontrolle von der Polizei abgeführt und in den Waaghof verfrachtet worden, wo sie Leibesvisitationen über sich ergehen lassen mussten und mehrere Stunden festgehalten wurden. 

Wir fragten: «Wie weit darf die Polizei gehen?» Und baten dazu Polizeidirektor Baschi Dürr, SP-Grössrätin und Juristin Tanja Soland, den SVP-Grossrat Joël Thüring, Stadtentwickler Thomas Kessler und Enrique Fontanilles, an der Aktion mitwirkender Künstler und Dozent an der Schule für Gestaltung um Antworten. Über den Anlass berichteten auch der «Blick am Abend» und Radio Energy:

Kein Tribunal durfte es werden gegen Baschi Dürr, eine Aufarbeitung der Ereignisse sollte es sein, bestenfalls. Es ist am Schluss eine Vermessung der Standpunkte und des gegenseitigen Misstrauens geworden. Vielleicht markiert der Community-Anlass aber den Beginn eines grossen Basler Gesprächs, das so bitter nötig ist, wie Stadtentwickler Thomas Kessler auf dem Podium anmerkt: «Ich bin dankbar für diesen Dialog, es ist wichtig, dass wir miteinander reden und nicht die Polizei unser Zusammenleben regeln lassen.»

Hat die Polizei Gesetze verletzt?

Der Einsatz war rechtmässig, ist sich Baschi Dürr sicher. Wie er den Einsatz begründet:

SP-Grossrätin Tanja Soland ist Juristin. Immer wieder setzt sie sich politisch mit Grenzüberschreitungen der Basler Polizei auseinander. Den Einsatz auf dem Messeplatz hält sie grösstenteils für rechtswidrig. Diametral anders sieht das SVP-Grossrat Joël Thüring, der Dürr für sein hartes Eingreifen lobt.

Im nachfolgenden Dialog zwischen Thüring und Soland, versucht der SVP-Mann zudem die Kunstaktion als ein Projekt der Schule für Gestaltung (SfG) darzustellen. Ein Vorwurf, den Fontanilles energisch von sich weist, alle Beteiligten hätten in ihrer Freizeit geprobt. Die Berichtigung hat einen guten Grund: Das Erziehungsdepartement hat auf die Schulleitung Druck ausgeübt, nachdem auf der Facebook-Seite der SfG ein kritischer Kommentar zur Polizeiaktion publiziert wurde.

Soland steht im Kontakt mit den Betroffenen, um eine strafrechtliche Überprüfung der Polizeiaktion einzuleiten. Dürr glaubt nicht, dass seine Beamten Gesetze übertreten haben: «Sonst hätte längst jemand geklagt.»

Für Remo Leupin, Leiter Print der TagesWoche, der das Gespräch moderierte, haben die Beamten und deren Vorgesetzte in mehreren Punkten gegen das Gesetz verstossen. Er zitiert aus dem Polizeigesetz, verletzt sieht er die Paragraphen 7, 35 und 39. Baschi Dürr verweist auf den Rechtsweg, sollte jemand einen Gesetzesbruch vermuten. 

War der Einsatz verhältnismässig?

Wie lässt sich begründen, dass unbewilligte Demos toleriert werden, die Kunstaktion auf dem Messeplatz aber nicht? Weshalb schätzte die Polizei die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch die Pappdeckel-Choreografie schwerer ein als eine mögliche Eskalation während der Wasserschlacht auf dem Messeplatz tags darauf, als auch an den Polizeieinsatz vom Vorjahr erinnert wurde?

Remo Leupin fragt, Baschi Dürr erklärt sich, dann schaltet sich ein Community-Mitglied ein. Fontanilles wiederum vermutet, dass auch die Art Basel eine Rolle gespielt hat:

Braucht Kunst eine Bewilligung?

Eine der zentralen Fragen nach dem Polizeieinsatz. Für Fontanilles ist klar: Ein Bewilligungsgesuch führt die künstlerische Intervention ad absurdum. «Dann kann ich gleich aufhören zu arbeiten. Eine Fasnachtsclique meldet ihr Sujet auch nicht vorgängig an.»

Diese Haltung ging auch aus einem emotionalen Votum des Community-Mitglieds Michèle Meyer hervor, das von Baschi Dürr beantwortet wurde:

Für Dürr wie für Thüring liegt die Hauptverantwortung für die Geschehnisse bei den Kunstaktivisten. Sie hätten sich vorgängig mit der Polizei austauschen müssen. Wie wirkungsvoll bewilligte Kunst sein kann, fragt der frühere Theatermacher Christoph Meury, der im Publikum sitzt.

Meury nimmt auf eine Aussage von Stadtentwickler Thomas Kessler Bezug. Kessler hatte zuvor die Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum angesprochen. Kessler fragte: «Weshalb redet man nicht miteinander in einer Humanistenstadt? Es ist doch ein Witz, wenn einzelne Gesellschaftsgruppen nebeneinander agieren.» 

Was sind die Folgen dieses Einsatzes?

Auf der psychologischen Ebene: Verunsicherung. Und auch Angst. Das ist der Tenor aus dem Publikum. Stellvertretend eine Wortmeldung, die von Dürr erwidert wird:

Tanja Soland teilt diese Sorgen: «Es steckt eine Tendenz dahinter, die Leute einzuschüchtern, das finde ich das Schlimme.» Sie erinnert an einen Präventiveinsatz der Polizei anlässlich einer Rede von Nestlé-CEO Paul Bulcke an der Universität und an die Anti-WEF-Demonstration anfangs 2008, als Dutzende Protestler und auch Unbeteiligte von der Polizei angehalten wurden. Diese zog sogar eine Administrativuntersuchung nach sich.

Der damalige Polizeivorsteher Hanspeter Gass liess das Vorgehen untersuchen und entschuldigte sich öffentlich. Polizeikommandant Roberto Zanulardo musste kurz darauf seinen Posten räumen. «Lehren wurden daraus leider keine gezogen», beklagt Soland. Dürr selber sieht keine Veranlassung für eine interne Untersuchung: «Das macht man nur, wenn offene Fragen bestehen, und das ist hier nicht der Fall.»

Der Grüne Andreas Tereh, der für den Riehener Gemeinderat kandidiert hat, wies darauf hin, was eine solche Behandlung durch die Polizei bei den Betroffenen auslösen kann: «Für viele Menschen muss es traumatisierend sein, wenn sie sich ohne Grund nackt ausziehen müssen.» Ob die zu Unrecht Festgenommenen eine Entschädigung erhalten oder wenigstens eine Entschuldigung, wollten andere wissen. Dürrs Antwort: «Es wäre einfach für mich zu sagen, sorry gell. Doch wir sehen es nicht so, dass etwas krass daneben gegangen ist.»

_

«Wie weit darf die Polizei gehen?» – das «TagesWoche Mittendrin» zum Polizeieinsatz auf dem Messeplatz in voller Länge

Kommentieren & Teilen

Ticketverlosung «Haardrock» mit Bülent Ceylan

7.07.2014, 12:03Uhr
Ralph Larmann:

(Bild: Ralph Larmann)

Wir verlosen 3x2 Tickets für das neue Programm des deutsch-türkischen Komikers Bülent Ceylan. Die aktuelle Comedy-Show heisst «Haardrock» und kommt am 19./20. Juli nach Freiburg im Breisgau.

Bülent Ceylan wurde bekannt durch seine Auftritte im Quatsch Comedy Club, inzwischen hat der Mannheimer auch eine eigene Fernsehshow, die «Bülent Ceylan Show». Teil seiner Programme, sind die von ihm verkörperten Charaktere des Hausmeisters «Mompfreed», das Mannheimer Original Harald, der Klischee-Türke «Hasan» und «Anneliese», die Pelzhändlerin mit Handtäschchen und Sonnenbrille.

Als Metal-Fan trat Ceylan 2011 als erster Komiker beim «Summerbreeze»-Festival auf. Mit dem neuen Programm «Haardrock» bleibt er zumindest optisch beim Heavy Metal und greift über die bekannten Figuren hinaus Episoden aus seinem eigenen Erleben und Alltag auf. 

Wir verlosen 3x2 Tickets für den 20. Juli um 19.00. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, hinterlässt einen Kommentar bis zum Mittwoch, den 9. Juli um 15.00 Uhr. Kommentare, die nach der genannten Uhrzeit veröffentlicht werden, können nicht berücksichtigt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

Kommentieren & Teilen

Mittendrin-Event: Wie weit darf die Polizei gehen?

3.07.2014, 15:07Uhr
Hans-Joerg Walter: Polizeiaktion gegen die «Art and Order»-Kunstperformance auf dem Basler Messeplatz (20.6.2014): Verdächtige wurden zur stundenlangen «Personenkontrolle» im Waaghof abgeführt.

Polizeiaktion gegen die «Art and Order»-Kunstperformance auf dem Basler Messeplatz (20.6.2014): Verdächtige wurden zur stundenlangen «Personenkontrolle» im Waaghof abgeführt. (Bild: Hans-Joerg Walter)

Unbeteiligte, die sich auf dem Polizeiposten nackt ausziehen mussten. Studenten, die stundenlang festgehalten wurden: Der Polizeieinsatz gegen Kunstaktivisten auf dem Basler Messeplatz vor zehn Tagen hat hohe Wellen geworfen.

Kritiker, vor allem aus dem linken Lager, werfen den für den Einsatz Verantwortlichen willkürliches Verhalten vor. Rechtsexperten wie der Basler Staatsrechtler Markus Schefer halten das Vorgehen der Polizei für «klar erklärungsbedürftig».

Wurde bei diesem Einsatz das Grundrecht der Meinungsfreiheit verletzt? War das Eingreifen der Sicherheitskräfte verhältnis- und rechtmässig? Wird der Vorfall politische und gar juristische Folgen haben?

 

Über diese Fragen diskutiert eine prominente Runde am «Mittendrin»-Anlass der TagesWoche vom kommenden Montag, 7. Juli:

  • Baschi Dürr, Vorsteher des Justiz- und Sicherheitsdepartements, Basel-Stadt

  • Tanja Soland, SP-Grossrätin, Basel-Stadt
  • Enrique Fontanilles, Künstler, Kollektiv diezelle / Vizedirektor der Schule für Gestaltung, Basel-Stadt
  • Joël Thüring, SVP-Grossrat, Basel-Stadt
  • Thomas Kessler, Leiter Stadtentwicklung, Basel-Stadt
  • Moderation: Remo Leupin, TagesWoche


Selbstverständlich sollen auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, zu Wort kommen. Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Inputs.

Diskutieren Sie mit: am Montag, 7. Juli 2014, im «Ackermannshof»,
St. Johanns-Vorstadt 19–21 in Basel (www.ackermannshof.ch).
Türöffnung: 18.45 Uhr; Start der Veranstaltung: 19.15 Uhr.


Vor und nach der Veranstaltung haben Sie die Möglichkeit, sich an der Bar zu erfrischen.

Kommentieren & Teilen