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TagesWoche-«Mittendrin»: Basler Clubsterben – viel Lärm um nichts?

21.05.2015, 08:24Uhr

Wir müssen reden. Und zwar über Gegenwart und Zukunft der Clubkultur in Basel. Denn seit bekannt wurde, dass die Zwischennutzungen von Hinterhof Bar und Nordstern an den bisherigen Standorten zu Ende gehen, macht der Begriff «Clubsterben» die Runde. Ist es wirklich so dramatisch? Oder alles halb so wild? Wo liegen Chancen und wo die Stolpersteine, was das Basler Nachtleben angeht? 

Fragen wie diese werden wir heute Abend im TagesWoche-«Mittendrin» in der Kaserne Basel diskutieren. Türöffnung ist um 19 Uhr.

Brauchen Basler Clubs mehr behördliche Unterstützung? Oder wird bloss auf hohem Niveau gejammert? Diskutieren Sie mit.

Brauchen Basler Clubs mehr behördliche Unterstützung? Oder wird bloss auf hohem Niveau gejammert? Diskutieren Sie mit.

Auf der Bühne sitzen:

Philippe Bischof (Leiter Abteilung Kultur, Basel-Stadt)
Stefanie Klär (Co-Präsidentin Kultur + Gastro, Veranstalterin)
Matthias Nabholz (Leiter Amt für Umwelt und Energie, Basel-Stadt)
Mirjam Ballmer (Grossrätin, Kulturstadt Jetzt)
Gregory Brunold (Veranstalter, Nordstern)

Wer sich vor dem Talk noch einmal reinlesen möchte – hier eine Auswahl unserer jüngsten Berichterstattung zum Thema:

  • Niemand will einen Club in der Nachbarschaft
    Die angekündigte Schliessung des «Nordstern» und der «Hinterhof Bar» zeigt: Clubs finden in Basel kaum mehr passende Räumlichkeiten.
     
  • «Bitte mehr Fingerspitzengefühl, liebe Verwaltung»
    Eres Oron alias DJ Montes zeigt, dass sich auch heute noch ein neues Lokal in Basel eröffnen lässt. Der Kaschemme-Mitgründer über den Kampf mit Paragrafen, das Basler Partyvolk und seine Wünsche an die Behörden. 
     
  • Kulturstadt Jetzt wehrt sich gegen Bass-Vorschriften in Clubs
    Nach der angekündigten Schliessung mehrerer Betriebe trifft die Clubszene nun der nächste Schlag: Die Emission von Bassfrequenzen soll in Clubs massiv begrenzt werden. Der Verein Kulturstadt Jetzt wehrt sich gegen die neuen Auflagen.

  • Wirteverband ist empört über neue Bass-Regelungen – die Behörden reagieren
    Nachdem bei der Basler Regierung eine Interpellation gegen die neuen Bass-Begrenzungen in Clubs eingereicht wurde, wehren sich nun auch der Wirteverband und der Verein Kultur und Gastro. Inzwischen hat auch das Amt für Umwelt und Energie reagiert. Die Kritiker würden von falschen Berechnungen ausgehen, meldet die Behörde.

  • Der Streit um Basslärm geht weiter
    Der Verein Kulturstadt Jetzt hat sich bei der Formel zur Berechnung der Dezibelwerte in Clubs getäuscht. Entgegen dem Amt für Umwelt und Energie hält er aber daran fest, dass die Lärmvorschriften ohne gesetzliche Grundlage verschärft worden seien. Auch habe das Amt nicht das Gespräch mit den Veranstaltern gesucht.

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tageswoche.ch neu mit Todesanzeigen

4.05.2015, 11:34Uhr
: Todesanzeigen

Todesanzeigen

Es ist eine Forderung, die seit Bestehen der TagesWoche mit einer gewissen Regelmässigkeit an uns herangetragen wurde. Umso mehr freut es uns mitteilen zu können, dass wir sie endlich erfüllt haben: Neu publiziert die TagesWoche alle amtlichen Todesanzeigen des Kantons Basel-Stadt und der umliegenden Gemeinden nicht mehr nur in der Zeitung, sondern auch online. Die Publikation erfolgt täglich, so dass die Daten nun deutlich schneller verfügbar sind, was vielen Leserinnen und Lesern ein grosses Bedürfnis ist, sei es aus privaten oder beruflichen Gründen.

Die baselstädtischen Daten werden einmal täglich automatisch von der Basler Stadtgärtnerei an uns übermittelt. Die Daten der umliegenden Gemeinden werden per Fax und E-Mail geschickt und von uns in das System eingegeben. Die Anzeigen werden unter der Adresse todesanzeigen.tageswoche.ch publiziert. Sie können die Seite nach Namen durchsuchen, zusätzlich können Sie die Suche nach Ortschaften eingrenzen. Beachten Sie bitte, dass die Daten erst seit Anfang März erfasst sind.

Haben Sie Kritik oder Anregungen? Bitte melden Sie sich unter info@tageswoche.ch

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Ganz unten: Fonzi guckt in die Röhre

22.04.2015, 17:21Uhr

Zwei Jungs stehen über dem geöffneten Schacht auf dem Rümelinsplatz. «Schreibt doch mal was über Albaner, die nicht kriminell sind», sagt Lon Simoni. Sein Kumpel Mendi Kastrati steigt schon aus dem weissen Schutzanzug, um ihn Oberhoffotograf Fonzi Tromboni überzuziehen. «Keine Sorge, die Schuhe sind wasserdicht», sagt er, und wenig später wird Fonzi in den Kanal abgeseilt, wo ihn der Kubaner Jose Ramallo erwartet.

Die drei Männer arbeiten bei der Fretz Kanal-Service AG, die sich auf manuelle Kanalsanierungen spezialisiert hat. «Andere Buden machen das mit einem Roboter, der am Bildschirm gesteuert wird, aber wir arbeiten präziser», erklärt Kastrati. Dazu müssen die Jungs selbst in den Kanal, wo sie sich auf einem Rollbrett liegend vorwärtsbewegen.

Die Röhren unter dem Platz wurden bereits von einer anderen Firma mit einem sogenannten «Liner» saniert. Bei den Abschlussarbeiten wurden Teile vergessen, weshalb die Fretz-Leute nun noch einmal angerückt sind.

«Die Arbeit ist nicht ungefährlich», erklärt Kastrati. «Die Distanz bis zum nächsten Schacht kann 40 bis 50 Meter betragen. Wenn dir mittendrin die Luft ausgeht, hast du ein Problem.» Für diesen Fall haben die Arbeiter eine Sauerstoffmaske, die für zehn Minuten reicht.

Eine weitere Gefahr sind plötzlich einsetzende Regengüsse, die den Kanal schon mal komplett mit Wasser füllen können. In der Kanalisation findet man bekanntlich allerhand Sachen, die dort nicht hingehören: Zahnbürsten, Pampers … – «Wer bitte stopft schon Windeln in die Toilette?!», schimpft Kastrati. Selbst einen Esel habe man schon in einer Kanalisation gefunden. Das sei allerdings auf dem Land gewesen. In die enge Röhre unter dem Rümelinsplatz passt gerade mal ein Fonzi – nach einer Woche Fastenkur.

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TagesWoche neu mit Stellenanzeigen von Jacando

17.04.2015, 14:56Uhr
:

Die TagesWoche hat ihr Kleinanzeigen-Portal um ein attraktives Segment erweitert. Neu sind hier auch Stellenanzeigen von unserem Partner Jacando zu finden. Das 2012 in Basel gegründete Start-up Jacando ist ein Jobvermittlungsportal, das sich darauf spezialisiert hat, Arbeitssuchende und Stellenanbieter effizient zusammenzubringen.

Das Angebot von TagesWoche und Jacando richtet sich an Privatkunden wie auch an Unternehmen aus der Region Basel und umfasst bereits eine Vielzahl von attraktiven Stellenangeboten. Was natürlich leicht behauptet ist – am besten überzeugen Sie sich selbst davon.

Dank der Kooperation mit Jacando können Unternehmen ihre offenen Stellen auf tageswoche.ch ausschreiben und werden gleichzeitig durch Jacando professionell betreut. Aber auch private Haushalte, die Leute für kleinere Aufgaben suchen, können ihre Jobs anbieten.

Private inserieren kostenlos

Private Gesuche sind kostenlos, Unternehmen zahlen pro Jobinserat 250 Franken. Zusätzlich haben Unternehmen die Möglichkeit, gegen ein Honorar von 5 Prozent der Jahreslohnsumme einen zusätzlichen «Matchmaking-Service» zu buchen, der den Rekrutierungsprozess erheblich vereinfacht und beschleunigt.

Die TagesWoche bietet Unternehmen auf ihrem Kleinanzeigenportal ein Premiumangebot, das neben einem Firmenprofil und der Möglichkeit, unbegrenzt Kleinanzeigen zu schalten, auch wezi Stellenanzeigen von Jacando im Wert von 500 Franken beinhaltet.

Das Kleinanzeigen-Portal der TagesWoche ist direkt via tageswoche.ch/kleinanzeigen erreichbar. Wer direkt zu den Stellenangeboten will, gibt tageswoche.ch/jobs ein.

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Abgänge und Neuverpflichtungen auf der TagesWoche-Redaktion

27.03.2015, 05:01Uhr
/Montage: Nils Fisch: Felix Michel, Samuel Waldis und Dominique Spirgi sind neu an Bord, Florian Raz, Simon Jäggi und Livio Marc Stöckli suchen eine neue Herausforderung (von links).

Felix Michel, Samuel Waldis und Dominique Spirgi sind neu an Bord, Florian Raz, Simon Jäggi und Livio Marc Stöckli suchen eine neue Herausforderung (von links). (Bild: /Montage: Nils Fisch)

Im Frühling sticht manchen der Hafer, und die Keckeren unter uns zieht es auch mal zu neuen Ufern. Und so haben wir einige personelle Veränderungen in unserer Redaktion zu vermelden: Mit schweren Herzen ziehen lassen mussten wir die Redaktoren Simon Jäggi (Region), Florian Raz (Sport) und Livio Stöckli (Multimedia), die uns allesamt per Ende März verlassen.

Bereits zum Inventar gehört dafür Dominique Spirgi (Region/Kultur), der schon seit dem Start der TagesWoche als freier Mitarbeiter für uns tätig war. Nun haben wir ihn nach seiner Schwangerschaftsvertretung für Yen Duong einfach nicht mehr gehen lassen. Den unersetzlichen Florian Raz (TagesWoche-Score: 1212 Treffer*), der uns nicht als erster Mitarbeiter von den Zürchern («Tages-Anzeiger») abgeworben wurde, beerbt der regelmässigen Besuchern unserer Sportabteilung bereits bestens bekannte Samuel Waldis.

Ebenfalls bereits seit Anfang März bereichert Felix Michel unser Team, der hälftig als Redaktor und hälftig als Web-Entwickler wirkt. Etwas später im April stösst dann als neuer «Multimedianer» Jonas Grieder zu uns, den wir schon bei diversen Fasnachten als Schnitzelbangg-Filmer engagiert hatten. Wir wünschen den Abgewanderten alles Gute für die Zukunft und heissen die Neuen herzlich willkommen!

Ferner haben wir unsere Filmberichterstattung neu organisiert. Für diese zeichnet neu unser Kulturressort verantwortlich. Filmthemen, wozu neben Kritiken auch kulturpolitische Geschichten gehören, werden so noch konsequenter in unsere Kulturberichterstattung integriert. Der «Lichtspiele»-Blog von Hansjörg Betschart wird nicht mehr aktualisiert, bleibt aber zu archivarischen Zwecken online. Betschart arbeitet in den nächsten Monaten an seinem Roman über den Gotthard-Tunnel (Erscheinungsdatum Frühjahr 2016). Für die TagesWoche wird er weiterhin von diversen Filmfestivals berichten.

__
*Razens allerletztes TagesWoche-Stück ist noch in Arbeit, aber mit ein bisschen Glück kriegt er es noch vor seinem Abschiedsapéro gebacken.

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Meine Schnuppertage bei der TagesWoche

20.03.2015, 15:28Uhr
: Vladislav But, 15, hat seinen Traumberuf entdeckt. Nun muss er sich nur noch in der Schule mehr anstrengen.

Vladislav But, 15, hat seinen Traumberuf entdeckt. Nun muss er sich nur noch in der Schule mehr anstrengen.

Ich hatte das Vergnügen, während drei Tagen von morgens bis abends (für mich von 9 bis 17 Uhr) bei der TagesWoche dabei zu sein, und will hier etwas über meine frisch gesammelten Eindrücke und Erfahrungen berichten.

Als erstes fällt in der Redaktion das Chaos und der Papierkrieg auf, was jedoch keinen Mitarbeiter von der Arbeit abhält (na gut, manche vielleicht schon). Alle sind freundlich und zuvorkommend (einige geben sich Mühe so rüberzukommen), die Stimmung ist etwas hektisch und alles und jeder ist immer in Bewegung. Von der Atmosphäre her ist es trotzdem recht angenehm und es lässt sich gut arbeiten.

Tag 1: Fotoshootings und Notizen

Am ersten Tag wurde ich morgens freundlich in Empfang genommen. Bei einem Rundgang wurde ich mit meiner dreitägigen «Arbeitsumgebung» vertraut gemacht und konnte mich allen vorstellen. Kurz darauf durfte ich der Sitzung beiwohnen, in der besprochen wurde, über welche Themen an diesem Tag berichtet werden würde, was in den nächsten Tagen noch kommen soll oder was verändert werden müsste.

Danach war ich eine Weile in der Fotoabteilung und mir wurde ausgiebig einiges über die Bearbeitung von Bildern und die Gestaltung des Zeitungslayouts erklärt. Zudem konnte ich bei ein paar Fotoshootings dabei sein. Als auch das getan war, setzte ich mich hin und machte mir einige Notizen, um später den Text zu schreiben, den Sie gerade lesen.

Um etwa 12 Uhr begaben sich einige Leute der Redaktion (darunter auch ich) in die Mittagspause und kamen etwa eine Stunde später wieder zurück. Nach dem Essen verbrachte ich die meiste Zeit am PC (was mich nicht weiter störte) und fing an diesen Bericht zu verfassen. Mein erster Schnuppertag neigte sich langsam dem Ende zu.

Tag 2: Ein Motivationsschub und sinnlose Zeilen

Am nächsten Morgen hörte ich wieder in die tägliche Sitzung rein und beschäftigte mich danach kurz damit Zeitungen zu lesen (nicht weil ich nichts zu tun hätte, sondern weil es dazu gehört). Gegen 10.30 Uhr begab ich mich zum Stadthaus, um Lukas Tschopp zu der Pressekonferenz der Kampagne «Basel zeigt Haltung» zu begleiten

Die PK dauerte ungefähr eine Stunde und war informativ (wenn auch etwas langatmig). Jetzt bin ich etwas im Bild, was das Ganze betrifft. Etwa um 11.45 Uhr war die Konferenz beendet und ich ging (diesmal alleine) etwas essen. Als ich zurück kam, machte ich mich wieder ans Schreiben.

Um 16 Uhr fand die Wochensitzung statt, in der über die wichtigsten Themen der nächsten zwei Wochen geredet wurde. Bis dahin waren es (leider) noch zwei Stunden. Und weil ich in diesem Moment nicht weiter über meine Zeit bei der TagesWoche schreiben konnte (und weil ich nicht in die Zukunft sehen kann), dachte ich mir, erzähle ich Ihnen doch einfach ein bisschen etwas über mich.

Meine Name ist Vladislav (wie nur unschwer zu erraten sein kann, da mein Name ja rechts auf der Seite steht). Ich bin 15 Jahre alt und besuche zurzeit die dritte Klasse der Sekundarschule. Ich höre gerne Musik, fahre Longboard und habe einen Hund (aber genug, das hier ist ja schliesslich ein Einblick in meine Schnuppertage und nicht meine Biografie).

Hier kommt die Stelle, an der ich nicht mehr wusste, was ich schreiben sollte, weil noch immer nicht vier Uhr war, darum fing ich an, diesen etwas sinnlosen Textteil einzutippen (der Sie ungefähr so viel interessieren wird, wie die Tatsache, dass das letzte Zeichen dieses Satzes das 3430. sein wird).

Bisher erlebte ich die Redaktion und alle Mitarbeiter als sehr freundlich, egal wie sehr sie sich zum Teil voneinander unterscheiden. Schon nach eineinhalb Tagen stellte ich fest, dass diese Zeit in der Redaktion mich positiv beeinflusst und mir ein gutes und attraktives Bild dieses Berufes vermittelt hat, was bestimmt auch mit den Leuten zusammenhängt.

Zudem hat es mir meinen Wunschberuf etwas näher gebracht und mir gezeigt, dass es sich wirklich lohnen würde, wenn ich mich während meiner Schulzeit noch mehr anstrengen würde, um mich später in einem solch tollen Arbeitsumfeld wieder zu finden. Um vier Uhr fand dann die Sitzung statt, in der unterschiedliche Themen an- und besprochen wurden, die Sitzung dauerte bis kurz vor fünf Uhr. Danach durfte ich nach Hause und mich auf den nächsten und (leider auch) letzten Schnuppertag bei der TagesWoche freuen.

Tag 3: Die Sonne verdunkelt sich und mit ihr das Gemüt

Freitags kam ich wie gewohnt in die Redaktion (insofern man sich überhaupt in zwei Tagen daran gewöhnen kann) und setzte mich in die erste Sitzung, in der zum Grossteil über die (in Kürze) anstehende Sonnenfinsternis gesprochen wurde. Die Teilnehmenden konferierten darüber, ob und wie man denn überhaupt ohne die speziellen (und raren) Schutzbrillen die Sonnenfinsternis beobachten könne. Praktisch alle ersten Ideen mussten (zum eigenen Wohl) verworfen werden, da niemand gewillt war, sein Augenlicht zu riskieren und man kam schnell überein, dass es am sichersten ist, einfach die dafür hergestellten Brillen zu verwenden.

Als alles besprochen war, was es zu besprechen gab, ging es in die nächste Sitzung, in der der Ablauf des Tages durchgegangen wurde. Ich wurde dem Kreativdirektor zugewiesen und konnte eine Weile dabei zusehen, wie der berüchtigte Fonzi behelfsmässig das Objektiv der Kamera mit mehreren Schichten Rettungsfolie abdeckte, damit man auf den Fotos später auch etwas erkennen kann.

Dummerweise verpasste ich den (zu meiner Erleichterung weniger interessanten) Anfang der Sonnenfinsternis, was in dem Moment jedoch nicht weiter tragisch war, da weder die gesamte Redaktion, noch der Optiker Fielmann in der Nähe über besagte Brillen verfügten. Glücklicherweise trafen wir etwas später auf Käthi Grossenbacher von Iseli Optik, die uns von der TagesWoche (und bedürftigen Passanten) freundlicherweise Sonnenfinsternis-Brillen anbot, um das interessante Naturschauspiel zu beobachten.

Als um 10:34 Uhr das Spektakel langsam vorbei war und die Sonne wieder ganz sichtbar wurde, verstreuten sich die Leute und wir machten uns wieder an die Arbeit. Nach dem Mittagessen schrieb ich meinen Text fertig, nahm ihn dann mit Amir teilweise auseinander, setzte ihn neu zusammen und untersuchte ihn auf Schreibfehler. Der Tag ging leider langsam zu Ende und mit ihm auch meine Schnupperzeit.

Danke an das ganze Team der TagesWoche! Mir haben die drei Tage bei euch im Betrieb sehr gefallen und ich habe es genossen, zu sehen, was bei euch so abgeht. Ihr habt mir einen Einblick in meinen Traumberuf gewährt, so dass ich mir nun ein richtiges Bild dieses Jobs machen kann. Ausserdem habt ihr mich in meiner Entscheidung bestärkt, einen solchen Berufsweg einzuschlagen. Danke noch mal an alle, die sich für mich Zeit genommen haben!

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Die Redaktion dankt Vladislav für das Interesse, auch für uns waren es spannende drei Tage. Und wir drücken ihm die Daumen für die Zukunft!

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Wochenthema: Basel baut – wie aber stehts um die Mitsprache der Bevölkerung?

16.03.2015, 10:52Uhr
Hans-Jörg Walter: Mitwirkungsprozesse: Ernst gemeintes Angebot an die Anwohner – oder bloss ein Feigenblatt für Planung von oben?

Mitwirkungsprozesse: Ernst gemeintes Angebot an die Anwohner – oder bloss ein Feigenblatt für Planung von oben? (Bild: Hans-Jörg Walter)

In Paragraf 55 der Basler Kantonsverfassung ist verankert, dass der Kanton die Quartierbevölkerung in seine Meinungs- und Willensbildung einbezieht, «sofern ihre Belange besonders betroffen sind». Doch tut die Verwaltung das wirklich?

Daniel Kurmann, Ex-Mitglied der «Begleitgruppe Hafen- und Stadtentwicklung 3Land» bezweifelt dies. «Mittlerweile arbeiten wir in der Begleitgruppe an den Themen Verkehr, Nachhaltigkeit, Städtebau und Quartierentwicklung, ohne dass wir wissen, was diese Arbeit bewirken könnte», beklagte sich der Klybeck-Anwohner im «Speaker’s Corner» der TagesWoche zum Mitwirkungsprozess bei der Hafenneugestaltung: «Wir erhalten keinerlei Planungsinformationen der Behörden zu den jeweiligen Themen. Immer wieder finden Krisensitzungen statt, weil zugesagte Informationen nicht geliefert werden.»

Mitwirkung gegen Gentrifizierung

Die Skepsis gegenüber der Hafenplanung ist gross, vor allem in Kleinhüningen und im Klybeckquartier. Anwohner befürchten, dass am Basler Hafen ein neues Schickimicki-Viertel entstehen könnte und die Wohnungen im Quartier bald unbezahlbar werden. Andere Aufwertungsprojekte wie Volta West im ­St. Johann oder die Überbauung Erlenmatt geben dem Unbehagen Nahrung: Es wird wohl Jahre dauern, bis in diesen toten Vierteln neues Leben erwacht.

  • Können Fehlplanungen dank verbesserten Mitwirkungsmöglichkeiten verhindert werden?
  • Sind die Mitwirkungsprobleme am Hafen symptomatisch für andere städtische Entwicklungsprojekte?
  • Stimmt es wirklich, dass Anwohner kaum eine Stimme haben? Wenn ja: Warum tut sich die Verwaltung so schwer mit dem Einbezug der Bevölkerung in die Planungsprozesse?
  • Welche Rolle spielen die Stadtteilsekretariate?
  • Und wie steht es um den Mitgestaltungswillen der Anwohnerinnen und Anwohner?

Diesen Fragen gehen wir in den kommenden Tagen in unserem aktuellen Wochenthema auf den Grund. Falls Sie Anregungen oder Inputs geben möchten, liebe Leserinnen und Leser – wirken Sie mit und schicken Sie Ihre Informationen und Anliegen an: dienstpult@tageswoche.ch

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Der Schwerpunkt interessiert Sie? Nichts verpassen und auf dem Laufenden bleiben mit unserem Dossier zum Thema.

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