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Blogs

Basel zeigt Rassisten die rote Karte

28.08.2014, 15:38Uhr
Hans-Jörg Walter: Leserinnen und Leser sagen Nein zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit: Bildredaktor Nils Fisch bei der Vorbereitung der Leinwand für die Fotoaktion der TagesWoche.

Leserinnen und Leser sagen Nein zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit: Bildredaktor Nils Fisch bei der Vorbereitung der Leinwand für die Fotoaktion der TagesWoche. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Am Donnerstagmorgen ist der Startschuss für die Kam­pagne «Basel zeigt Haltung» gefallen. Anlass für die Aktion, die «mehr Offenheit und Fairness» propagiert, sind die rassistischen und zum Teil unerträglich hetzerischen Reaktionen, welche die kriegerischen Konflikte im Nahen Osten in Blogs und sozialen Medien provozieren. Mit seiner Kampagne will das Basler Präsidialdepartement aber auch ein Zeichen gegen jenes Vorurteil setzen, das Wohn- und Umweltprobleme einseitig den Zuwanderern zuschreibt – den Migranten und Expats.

Es ist nicht die erste Aktion dieser Art, die von der Basler Regierung lanciert wird. Bereits 2007 warb das Sicherheitsdepartement mit Vertretern aus Wirtschaft, Kultur und Politik «für mehr Weltoffenheit, Gastfreundlichkeit und Kompetenz in Migrationsfragen». Die Kampagne, die sich gegen die SVP-Wahlplakate mit den weissen und schwarzen Schafen richtete, verpuffte rasch. 

Zeigen auch Sie Haltung!
Leserinnen und Leser aus unserer Community haben sich bereits an der TagesWoche-Fotoaktion zur Kampagne «Basel zeigt Haltung» beteiligt.
Machen auch Sie mit!

Sind solche Kampagnen also zahnlose symbolpoli­tische Aktionen, Ausdruck naiven Gut­men­schentums? Wir von der TagesWoche sagen Nein. In Zeiten, in denen eine fremdenfeindliche Initiative die andere jagt und rechtspolitische Kreise alle Brücken zu Europa abbrechen möchten, ist es richtig, zu protestieren. Aus diesem Grund unterstützt die Tages­Woche die Aktion als Medienpartnerin.

Dabei legen wir den Finger auch auf wunde Punkte. Denn natürlich findet Fremdenfeindlichkeit nicht nur online statt. Und natürlich ist Rassismus nicht nur ein rechtsnationales Phänomen.

Welcher Linke etwa empört sich heute noch darüber, dass balkanstämmige Einwohner höhere Auto­versicherungsprämien bezahlen als Schweizer? Wem fällt es auf, dass in heutigen Medienmitteilungen über Raub- und Gewaltdelikte die Herkunft der (oft ausländischen) Täter angegeben wird? Unlängst galt diese Praxis noch als journalistisches No-Go, da sie ein verzerrtes Bild der auslän­dischen Bevölkerung zeichnet.

Rassismus institutionalisiert sich schleichend – ohne dass wir uns dessen im Alltag bewusst werden.

_______

Weitere Themen in der Ausgabe 35/2014:

«Haben Sie schon unterschrieben?»
Eine Initiative jagt die nächste. Wer Volksrechte als Propaganda-Instrumente einsetzt, pervertiert sie und arbeitet an der Spaltung der Gesellschaft.

Die Geschichte einer Symbiose
Stephan Marti restauriert ein fast 700-jähriges Haus. So wie das Haus drohte auch sein Körper zu zerfallen.

Von der Migrantin zur Firmenchefin
Am 1. September feiert der Verein Crescenda sein zehnjähriges Bestehen. Das Gründungszentrum hilft Frauen aus aller Welt beim Aufbau ihrer eigenen Unternehmen.

Der lange Weg in die Kunsthalle
Der Kunstkredit Basel-Stadt suchte immer wieder Räume für seine Jahresausstellung. Nun geht endlich der Traum einer Schau am Wunschort in Erfüllung.

«Kunst zählt in Hollywood nur, wenn es um Oscars geht»
Der amerikanische Filmemacher Terry Zwigoff ist Ehrengast am Gässli Film Festival. Im Gespräch erzählt er, was er an Basel schätzt – und an Los Angeles hasst.

Ausgerechnet eine Castro
Ein neues Arbeitsrecht verstärkt die wirtschaftliche Öffnung. Doch im Parlament gab es bei der Abstimmung ein Nein, ein einziges. Zum ersten Mal in der Geschichte.

Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 29. August – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

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Fotoaktion: «Basel zeigt Haltung»

28.08.2014, 14:53Uhr

>> Direkt zu den Einsendungen der Community.

Die vom Präsidialdepartement gestartete Kampagne «Basel zeigt Haltung» will ein Zeichen gegen Rassismus und jegliche Form von Diskriminierung setzen. Die TagesWoche beteiligt sich an der Kampagne mit einer Fotoaktion. Zeigen auch Sie Haltung! Die ersten TagesWoche-Leserinnen und -Leser haben sich bereits an unserer Fotoaktion beteiligt.

Lanciert wurde die Kampagne von der Abteilung Kantons- und Stadtentwicklung des baselstädtischen Präsidialdepartements – um ein Zeichen gegen die hetzerischen Reaktionen zu setzen, die die Konflikte in Nahost in den sozialen Medien provozieren. Aber auch, um jener verbreiteten Haltung entgegenzutreten, die sämtliche Wohn- und Umweltprobleme einseitig den Zuwanderern anlastet: den Migranten und Expats.

 Bitte schicken Sie ein Mail an community@tageswoche.ch mit:

  • Ihrem Namen
  • Ihrem Statement zum Thema Rassismus im Alltag
  • einem Bild von Ihnen

Sie können sich auch bei uns auf der Redaktion fotografieren lassen. Unsere Fotoleinwand ist im Newsroom am Rümelinsplatz aufgebaut.

Fotografiert wird jeweils von Montag - Donnerstag 11 - 13 Uhr und 16 - 18 Uhr.

Einsendungen aus der Community:

«Bravo Basel! Fremdes ist für mich eine Bereicherung. Auch im Strassenbild. Im Kontakt mit Fremden finde ich immer viele Gemeinsamkeiten. Gemeinsamkeiten verbinden, aber Unterschiede suchen und hervorheben entfremdet.»
Annemarie Martinez Muttenz

 

«Ich lasse mir meine Lebensfreude nicht von Rassisten nehmen!»
Alime Köseciogullari

 

«Rassismus ist eine Strategie, sich hinter seiner Angst zu verstecken.»
Peter Reber


«Kürzlich hörte ich im Deutschlandfunk den Redebeitag einer Hörerin, die der Meinung war ‹Antisemitismus› sei sowieso nur noch eine ‹Worthülse›. Als im Deutschland der 80er und 90er Jahre sozialisierte, politisch denkende Person widerspreche ich klar und deutlich: Antisemitsmus ist ein seit Jahrhunderten in ganz Europa tief verwurzeltes Phänomen, ohne das die Shoah in diesem Ausmass nie möglich gewesen wäre. Nur weil in Deutschland die Aufarbeitung der Geschichte seit mehreren Jahrzehnten eine grosse Rolle spielt, heisst das nicht, dass wir den Antisemtismus überwunden haben und als ‹Worthülse› bezeichnen können. Heute müssen wir gegen Antisemitismus, Islamophobie, Christenverfolgung, Verfolgung der Sinti und Roma und jede andere Form von Ausgrenzung und xenophobisch motivierte Stereotypen klar Farbe bekennen!»
Verena Schiffmann

«Wir sind Sariah und Travis und multikulturell!
Rassismus fängt im Kleinen an! Wir sollten die neuen Generationen eines Besseren lehren. Doch was sage ich meinem Sohn, wenn wir wieder einmal Rassismus begegnen? Er weiss es nicht besser?»
Sariah und Travis

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Wochenausgabe vom 22.8.: Selfies – Der Schuss nach hinten

21.08.2014, 16:29Uhr
Keystone: «Action!» – Touristen schiessen ein Selfie vor einer Demo am 1. Mai 2014 in Barcelona.

«Action!» – Touristen schiessen ein Selfie vor einer Demo am 1. Mai 2014 in Barcelona. (Bild: Keystone)

Der Skandal um die freizügige Bundeshaussekretärin, den die NZZ im Sommerloch enthüllte, und die Chataffäre des grünen Nationalrats und Badener Stadtammanns Geri Müller sind nur die bekanntesten Fälle. Aber natürlich ist nicht jedes Selfie ein Nacktfoto. Und natürlich geht nicht jeder Schuss dermassen nach hinten los. Fakt ist: Selfies sind zum Massenphänomen geworden.

Doch was bringt uns dazu, uns bei jeder Gelegenheit selbst abzulichten und uns in jeder möglichen bis unmöglichen Pose in der Öffentlichkeit zu präsentieren?  Narzissmus und krampfhafter Zwang zur Selbstdarstellung allein reichen nicht aus, die Zeiterscheinung zu erklären. Redaktor Matthias Oppliger ist dem Phänomen «Selfie» auf den Grund gegangen und hat mit Fachleuten wie dem Medienpädagogen und Buchautor Philippe Wampfler und dem Kommunikationsberater Daniel Graf gesprochen. 

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Weitere Themen in der Ausgabe 34/2014:

Anne-Marie Pfister:
Seit die Basler Buchhändlerin vor 40 Jahren ins Geschäft einstieg, hat sich nicht nur die Literaturwelt drastisch verändert. Das grosse Interview.

Spitalfinanzierung:
Seit der Verselbständigung sind die Basler Spitäler unternehmerisch eigenständig. Wenn sie Geld brauchen, springt der Kanton trotzdem in die Lücke. Businesspläne spielen dabei eine untergeordnete Rolle. 

Mirjam Ballmer:
Die grüne Grossrätin erklärt, warum sie und ihre Partei am 28. September gegen die Projekte zur Stadtrandentwicklung stimmen werden.  

Kantonsfusion:
Symbole statt Argumente: Die wichtigste Debatte in den beiden Basel seit Jahren wird mit einfältigen Gesten und Sprüchen geführt. 

Carena Schlewitt:
Die künstlerische Leiterin der Kaserne Basel hat ihren Ruf als «eiserne Lady» überwunden. Nachdem sie die Kaserne stabilisiert hat, will sie sie jetzt in die Zukunft führen. Das Porträt.

Ukraine-Krise:
Die Schweiz bemüht oft das Prinzip der Neutralität. Dabei geht es in der Frage eines wirtschaftlichen Boykotts gegen Russland um materielle Interessen. Die Analyse von Georg Kreis.

Fairplay-Liga:
Die Fussball-Liga ohne Schiedsrichter ist auf dem Siegeszug durch Deutschland. Die Idee wird auch in der Schweiz populär.

Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 22. August – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

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Wochenausgabe vom 15.8.: Korruption in der Schweiz – Weiter wie geschmiert

14.08.2014, 16:56Uhr
Hans-Joerg Walter:

(Bild: Hans-Joerg Walter)

Korruption ist auch bei uns Realität. Immer wieder mal kommen in der ach so sauberen Schweiz Schmiergeldaffären ans Licht. Die meisten Fälle von Bestechung bleiben aber im Dunkeln. Denn solange kein öffentlicher Amtsträger involviert ist, ist das Schmieren nicht einmal strafbar. Deshalb will Justizministerin Simonetta Sommaruga Bestechung zum Offizialdelikt erklären. 

Mit dem revidierten Korruptionsstrafrecht sollen Staatsanwälte von sich aus ermitteln können, wenn sie Hinweise auf Bestechung bekommen. Die Wirtschaft lehnt das neue Gesetz mehrheitlich ab. Sie will das Problem lieber unter der Hand regeln. Auch der Kanton Basel-Stadt hat sich in der Vernehmlassung zum Gesetz ablehnend geäussert. Doch auch wenn das Gesetz in den Räten durchkommt – ändern wird sich wenig, sagt der Zürcher SP-Nationalrat und Strafrechtsprofessor Daniel Jositsch im Interview. Statt juristischer Schritte fordert er einen besseren Schutz für Whistleblower.

Der EuroAirport wächst und wächst. Mit den Flugbewegungen und Passagierzahlen steigen auch die Gewinne, die der Flughafen erzielt. Doch das Fluggeschäft ist volatil wie kaum ein anderes. Während der Flughafen vor allem im Tiefpreissegment wächst, kehrt ihm die Swiss auf Ende Jahr den Rücken. Und aus dem Bahnanschluss, den sich der EuroAirport so sehnlich wünscht, wird so schnell auch nichts werden. Wie Flughafen-Direktor Jürg Rämi den Herausforderungen der Zukunft begegnen will, erklärt er im Interview.

Am Wochenende steigt auf dem Kasernen­areal das Open Air Basel. Mit von der Partie ist Fink. Der ehemalige DJ hat das Clubleben hinter sich gelassen, sich Sandalen gekauft und einen Bart wachsen lassen und ist heute als Singer-Songwriter unterwegs. Wie es zu diesem bemerkenswerten Wechsel kam, hat Fin Greenall, wie der Künstler mit bürgerlichem Namen heisst, Marc Krebs im Interview erzählt. 

Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 15. August – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

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Wochenausgabe vom 8.8.: Sommer in Basel – Die besten Tipps für Geniesser

7.08.2014, 13:56Uhr
Stefan Bohrer: An der renaturierten Birs lässt sich gut sein.

An der renaturierten Birs lässt sich gut sein. (Bild: Stefan Bohrer)

Was wurde gejammert über den liederlichen Sommer! Dabei war er einfach ein bisschen früh dran. Und wenn wir alle fest genug daran glauben, kommt er auch wieder zurück. Damit Sie ihn noch einmal so richtig geniessen können, bringen wir in der Wochenausgabe vom 8. August eine Auswahl von Tipps, wo sich die verbleibenden warmen Tage am besten geniessen lassen. Noch mehr Restaurants, Bars und Ausflugsziele in Basel und Region liefern wir in unserem Online-Dossier

Und wenn Ihr Lieblingslokal oder -ausflugsziel noch nicht darunter ist, freuen wir uns sehr, wenn Sie es uns nachreichen. Die Karte mit den gesammelten Tipps soll nämlich immer ­weiter wachsen, so dass – falls er dieses Jahr gar nichts mehr wird – wenigstens im nächsten Sommer niemand der Sonne hinterherfliegen muss.

Pierre-Alain Niklaus kennt man in Basel ­wegen seines langjährigen Engagements für Sans Papiers. Jetzt hat er mit dem grünen Nationalrat Balthasar Glättli ein Buch über die Ecopop-Initianten («Die unheimlichen Ökologen», Rotpunktverlag) verfasst. Im Interview erklärt er, was ihn an der Initiative am meisten stört. Das Gedankengut der Initianten sei fremdenfeindlich, neokolonialistisch und hoffnungslos veraltet. Die Initianten distanzierten sich zwar von jeglichem Neokolonialismus. Glaubwürdig sei das nicht.

«Ecopop will die Geburtenkontrolle in Entwicklungsländern in die Schweizer Verfassung schreiben. Das ist absurd!» Auch dass sich die Initianten als «Tabubrecher» darstellten, zeuge nur von fehlendem historischem Bewusstsein, sagt Niklaus: «Der westliche Kolonialismus, die Menschenrechtsverletzungen bei der Familienplanung in der Dritten Welt seit Ende des zweiten Weltkriegs – das alles spielt für Ecopop keine Rolle.»

Sechs Jahre hat die Basler Autorin Simone Lappert geschrieben, jetzt ist ihr Roman «Wurfschatten» erschienen. Sie fühle sich «wie ein Maulwurf, der sich jahrelang durch das Textdunkel gegraben hat und jetzt ans Licht kommt». Valentin Kimstedt hat Lappert in Berlin getroffen und mit ihr über ihr Buch und Themen ihrer Generation gesprochen.

Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 8. August – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

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Wochenausgabe vom 31.7.: Das Ufo von Strassburg

30.07.2014, 15:18Uhr
Vincent Kessler / Reuters: Von rechtsnationalen Kreisen gerne attackiert: der Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg.

Von rechtsnationalen Kreisen gerne attackiert: der Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg. (Bild: Vincent Kessler / Reuters)

Die Glas-Silos wirken, als seien sie nicht von dieser Welt. Und genauso ausserirdisch wirken die Urteile, die hier gefällt werden. Ein homosexueller Mann verklagt den französischen Staat, weil er laut Gesetz kein Blut spenden darf. Der Europäische ­Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gibt ihm recht: Homosexuelle dürfen nicht pauschal von Blutspenden ausgeschlossen werden, weil ihr Aids-Risiko durchschnittlich höher ist.

Es ist ein Beispiel, bei dem der Gerichtshof in Strassburg den Schwächsten hilft. Kein anderes Gericht der Welt verteidigt die Menschenrechte in diesem Ausmass – ein Unikum in der Geschichte. Und doch hat der EGMR einen schweren Stand in der Bevölkerung.
Schweizer Politiker schlagen einen Austritt vor, Grossbritannien will die Urteile aus Strassburg nicht mehr einfach so hinnehmen.

Was ist nur los mit den ­Bürgern? Sind ihnen die Menschenrechte nichts mehr wert?

Lesen Sie die Analyse von Jeremias Schulthess und das Interview mit Helen Keller, Schweizer Richterin am ­EGMR.

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Weitere Themen in der Ausgabe 31/2014:

«Man darf als Politiker nicht alles mitmachen»
Der ehemalige Basler Regierungs- und Nationalrat Remo Gysin über seine turbulente Zeit in der Exekutive, Freiräume für Junge, Polizeirepression und seine Partei, die SP.

Der heimliche Modernisierer
Seit einem Jahr führt Gabriel Barell den Basler Gewerbeverband. Um politisch und intern Fuss zu fassen, verfolgt Barell eine aggressive Autopolitik. Dabei will er den Verband eigentlich modernisieren.

Der Fan-Einkleider
Als Model kam Jason Heiber um die Welt. Nun sorgt der in Hongkong sesshafte Basler dafür, dass Sportfans auch ausserhalb der Stadien eine modische Falle machen.

Fahnenkult in unserer Zeit
Eine Flagge markiert Zugehörigkeit. Kommen zwei verschiedene ins Spiel, wird es kompliziert.

Strassenteufel mit Coiffeursalon
Deniz Cetiner lebt für seine Leidenschaften: Hot Rods, Surfbrett und Punkrock. Dafür übernachtet der 42-jährige Basler gerne auch mal in einer Holzbaracke.

Nebensache Fahrausweis
Wer mit dem Auto nach Frankreich reist, sollte diesen Text nicht lesen. Oder erst recht.

FCB: Walter Samuel, der Talisman  
Er sieht aus, als könne er Knochen brechen. Doch der 36-Jährige gehört zur seriösen argentinischen Fussballschule. Der FC Basel dürfte die letzte Station des Vorzeige-Innenverteidigers sein.  

«Ich stehe auf Retro, aber wir leben heute»
Seit ihr Album «The Spell» auf Platz 1 der Charts war, tourt Ira May durchs Land. Vor dem Auftritt in Basel baten wir sie zum Gespräch über Musik, graues Wetter und schwarzen Humor.

Liebe auf den zweiten Schritt
Oft wird sie übersehen, doch die Kunst im öffentlichen Raum ist eine ebenso treue wie beglückende Begleiterin.

Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 31. Juli – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

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Wochenausgabe vom 25.7.: Tage der Trauer

24.07.2014, 15:03Uhr
CRIS TOALA OLIVARES / Reuters: Niederländerinnen und Niederländer gedenken der Opfer des Flugs MH17. Die Maschine der Malaysian Airlines stürzte am 17. Juli 2014 im Bürgerkriegsgebiet der Ostukraine ab (Amsterdam, 23. Juli 2014).

Niederländerinnen und Niederländer gedenken der Opfer des Flugs MH17. Die Maschine der Malaysian Airlines stürzte am 17. Juli 2014 im Bürgerkriegsgebiet der Ostukraine ab (Amsterdam, 23. Juli 2014). (Bild: CRIS TOALA OLIVARES / Reuters)

Die Eskalation der Gewalt in Gaza, der ­Absturz eines Passagierflugzeugs der Malaysian Airlines im Bürgerkriegs­gebiet der Ost­ukraine, der ­Terror der Jihadisten «Islamischer Staat im Irak und in ­Sy­rien»: Im Rückblick wird man dereinst wohl vom ­«heissen Sommer 2014» sprechen.

Selten zuvor haben sich kriegerische Konflikte zeitgleich derart zugespitzt wie in diesen Tagen. Und nie mehr nach Ende des ­Kalten Krieges waren die Spannungen zwischen den Ländern des Westens und Russland so gross wie heute. Seit der völkerrechtswidrigen Anne­xion der Krim und der Unterstützung der ost­ukrainischen ­Separatisten, spätestens aber seit dem Absturz des Flugzeuges MH17 und dem pietät­losen Umgang der prorussischen Kämpfer mit den mehrheitlich niederländischen Todesopfern steht Wladimir Putin massiv in der Kritik.

Schon vor Wochen haben die USA die Sanktionen gegen Russland verschärft. Und die EU-Regierungschefs haben signalisiert, dasselbe tun zu wollen.

Das Diktat der Ökonomie

Derzeit bleibt es freilich bei Drohungen – zu stark sind die ökonomischen Verflechtungen mit russischen Konzernen und Patriarchen. Auch hierzulande, wo ebenfalls schärfere Töne gegen Putin gefordert werden. Doch was bringt das Ketten­rasseln, wenn danach keine Taten folgen? Und wie gross  sind die Einflussmöglichkeiten der Schweiz? ­Unser Osteuropa-Korrespondent ­Ulrich Krökel ist diesen Fragen nachgegangen.

Hardliner auf allen Seiten

Nicht minder gefährlich ist die Situation im Iran. Wieder ist eine Lösung des Atomstreits an den Hardlinern auf allen Seiten gescheitert. Das Verhandlungsfenster bleibt noch bis am 24. November offen. Sollte die Diplomatie erneut scheitern, könnte der Atomstreit militä­risch beendet werden. Israel wie auch die USA haben bereits mit Luftangriffen gedroht. Es wäre der Auftakt zu einem «heissen Winter».

Lesen Sie die Analysen von Georg Kreis, Bernhard Schinwald und Ulrich Krökel in unserer Wochenausgabe vom Freitag, 25.7. 

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Weitere Themen in der Ausgabe 30/2014:

Wochenthema: Das Tor zur Welt
Der Hafen lässt «Rheinhattan»-Planer und Kulturschaffende träumen. Er ist aber vor allem eines: der grösste Umschlagplatz Schweiz. Die grosse TagesWoche-Reportage über den Alltag an einem Ort am Rande der Stadt, den keiner so richtig kennt.

«Arme sind nicht selber schuld»
Carlo Knöpfel, Professor an der Hochschule für Soziale Arbeit in Basel, kennt sich mit Armut aus und spricht Klartext zu den Ursachen und dem Umgang mit dem verdrängten Problem.

Die ökonomisierte Anthroposophie
Ein Richtungsstreit trieb Weleda vor zwei Jahren fast in den Ruin. Heute geht es der Firma wieder prima. Was ist passiert?

Kritiker von links und rechts
Im Kampf gegen das neue Überwachungsgesetz Büpf könnte es zu ungewöhnlichen Allianzen kommen. Die Vorlage spaltet die Parteien.

Die Angst vor dem Öl
Spanier wehren sich gegen die Suche nach Öl im Mittelmeer. Für die Tiere. Und weil sie keinen Ölteppich wollen. Unterstützt werden sie von der Schweizer Organisation Oceancare.

«Neid ist  ein guter Antrieb»
Peter Wawerzinek trank, um im Mittelpunkt zu stehen. Er kam vom Saufen weg, als er ganz aufs Schreiben setzte. Und die Literatur brachte ihn wieder in den Mittelpunkt. Ein Interview.

Eine einmalige Erscheinung
Als Sängerin zieht Nneka ihr Publikum in den Bann. Fast noch spannender ist, was sie abseits der Bühne macht.

Ein Konzert für 156 Büromaschinen
Rolf Liebermanns «Les Echanges» war eine Pioniertat der elektronischen Musik.

«Vergangenes lebt wieder auf»
Jean Tinguelys langjähriger Freund und Assistent Seppi Imhof über das Artistik-Spektakel «Cyclope» im Basler Hafenareal.

Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 25. Juli – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

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