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Blogs

Wochenausgabe, 17. Oktober: Die Kulturpreis-Inflation

16.10.2014, 15:38Uhr
Keystone:

(Bild: Keystone)

Kennen Sie den Namen des diesjäh­rigen Literaturnobelpreis-Trägers? Er wurde vor ein paar Tagen gekürt. Ich konnte mich spontan gerade noch an den Nachnamen erinnern: Modiano. Patrick Mo­diano.

Unserer Vergesslichkeit wegen brauchen wir uns nicht zu schämen. Selbst Experten tun sich schwer mit der Orientierung. Zirka tausend Literaturpreise werden allein im deutsch­sprachigen Raum verliehen. Wer kann da noch den Überblick behalten?

Selbst Profis wissen die genaue Zahl an Kulturpreisen nicht.

Doch von der «Gefahr einer Kulturpreis-Infla­tion», wie es Philippe Bischof, Leiter der ­Abteilung Kultur Basel-Stadt, auf den Punkt bringt, ist nicht nur die Literatur betroffen. Allein Basel werden im November innert einer Woche der Kulturpreis der Stadt, der Pop-Preis der Region und der Buchpreis der Schweiz vergeben.

Es gibt hierzulande zig Kunstpreise und Dutzende Film- und Musikpreise, die genaue Zahl kennen nicht einmal die Profis. Sicher aber ist: Die Zahl der Ehrungen ist in den letzten Jahren gestiegen, und auch die Preissummen zeigen nach oben.

Unter Kulturminister Alain Berset mischt neu auch der Bund kräftig mit. Und er klotzt mit Geld. ­Allein seine Nominationen – etwa beim erstmals verliehenen Grand Prix der Musik – sind höher dotiert als jeder Preis, der in ­Basel verliehen wird. 

Konkurrenz vom Bund

Zum Teil konkurrenziert der Bund mit seinen eigenen Preisen auch andere nationale ­Ehrungen. So vergibt zum Beispiel das Bundesamt für Kultur seit 2012 Schweizer Literatur­preise – obwohl es schon seit Längerem den ­renommierten Schweizer Buchpreis gibt, der ­jedes Jahr im Rahmen des Festivals Buch­Basel verliehen wird. 

Eine denkwürdige Entwicklung. Werden Jahr für Jahr zu viele Preise in denselben Sparten verliehen, schwindet deren Bedeutung rasch. Ganz abgesehen davon, dass es in unserem Land gar nicht so viele Künstlerinnen und Künstler gibt, die man jährlich ehren könnte.

> Lesen Sie dazu die Analysen von Marc Krebs und Valentin Kimsted.

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Weitere Themen in der Ausgabe 41/2014:

Die Angst vor dem schwarzen Mann
Die Debatte um Ebola verstärkt das Bild vom «gefährlichen Asylanten» – schliesslich grassiert das Virus hauptsächlich in Afrika. Eine Tendenz, die auch Folgen im Alltag haben könnte.

Die Stadt ist gebaut – leider
Nach den letzten Abstimmungen ist klar geworden: Basel soll nicht wachsen. Vielleicht auch, weil die Planer es verpassen, die Einwohner mit guten Argumenten zu überzeugen. Ein Kommentar von Christoph Meury

Die Angst um Parkplätze
Ob eine Strasse zur Tempo-20-Zone umgebaut wird, können Anwohner mitentscheiden. Nicht allen passt das.

Liefern für Gotteslohn
Die Heilsarmee betreibt in Basel einen Mahlzeiten-Lieferdienst für Ältere und Hilfsbedürftige. Verteilt werden die Essen von Arbeitslosen und Behinderten – Löhne werden keine bezahlt.

Das Elsass und der Prinz
Das Elsass soll mit Lothringen und der Champagne-Ardenne fusioniert werden. Das passt vielen ganz und gar nicht. Eine Analyse von Georg Kreis.

«Der Papst zeigt, dass wir uns ändern können»
Von der Familiensynode im Vatikan kommen revolutionäre Botschaften – für katholische Verhältnisse. Grund dafür sei ein Papst, der sich selber radikal verwandelte, sagt sein Biograf Paul Vallely.

Eine Frage der Ehre
Hauptmann Gallego und seine Männer kämpfen gegen die Anstürme von Migranten im spanischen Melilla – am härtesten Grenzzaun Europas.

Dicke Muskeln am Zeigefinger
Bodybuilding war fast tot, Facebook und Co. haben den Sport wiederbelebt. Der neue Boom birgt aber Gefahren.

Nicht mehr Platz für Fans
Die St. Jakobshalle bietet ab 2018 mehr Platz, für die Swiss Indoors hat die Sanierung aber ganz andere Auswirkungen.

Bloggen – voll 1999!
Der Wahnwitz der Paris Fashion Week. Oder wie die Welt auf Blogs kam.  

Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 17. Oktober – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

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Wochenausgabe, 10. Oktober: Verwahrung – der Preis der Sicherheit

9.10.2014, 11:45Uhr
: Für immer verwahrt: der schwerkranke Sexualstraftäter Marcel Habegger (Name geändert).

Für immer verwahrt: der schwerkranke Sexualstraftäter Marcel Habegger (Name geändert).

Treppensteigen geht schon lange nicht mehr. Permanente Sauerstoffzufuhr hilft beim Atmen, Morphium gegen die Schmerzen. Marcel Habegger (Name geändert) leidet an der Lungenkrankheit COPD.

Doch der 63-Jährige ist nicht nur Opfer, er ist auch Täter. Ein Gewaltverbrecher, der seit 20 Jahren eingesperrt ist, weil er drei Frauen vergewaltigte und auf Bewährung ein achtjähriges Mädchen missbrauchen wollte. Die letzten Jahre verbrachte er in Verwahrungshaft in der Berner Vollzugsanstalt Thorberg.

Druck aus Bern

Ende 2012 öffneten sich die Gefängnistüren einen Spalt breit. Das Basler Straf­gericht entschied, dass Habegger noch zwölf Monate verwahrt bleiben solle, die Haft stufenweise ­gelockert und der Sträfling nach ein paar weiteren Jahren entlassen würde.

Doch das dafür zuständige Basler Amt für Justizvollzug ­sistierte das Urteil stillschweigend, bis Druck vonseiten der Berner Justiz neue Bewegung in den Fall brachte. 

Inzwischen ist Habegger in die Anstalt Bostadel (ZG) eingewiesen worden, wo er die nötige pflegerische Betreuung erhält. Doch die Chancen, dass er das Gefängnis je lebend wird verlassen können, sind klein.

Auf Grundlage neuer Gutachten hat das Basler Straf­gericht entschieden, dass die Verwahrung um weitere fünf Jahre verlängert und danach eine erneute Überprüfung vorgenommen wird – ­obwohl der Schwerkranke keine ernsthafte Gefahr mehr für die Gesellschaft darstellt und für seine schweren Verbrechen gebüsst hat.

Renato Beck hat den gebürtigen Ostschweizer im ­Gefängnis besucht. Entstanden ist ein eindrück­liches Por­trät eines Schwerverbrechers, der am Ende selber zum Opfer wurde. Zum Opfer einer Justiz, die nicht mehr nur für Ge­rechtigkeit sorgt, sondern sich präventiv für mehr Sicherheit einsetzt.

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Weitere Themen in der Ausgabe 41/2014:

Persönlich: Fabio Di Profio
Der Basler Zitral ist 32, rappt seit 20 Jahren und hat vor 7 Jahren ein Album angekündigt, das er nun endlich veröffentlicht. Ein Porträt.

Wir müssen uns von der Hetze distanzieren
Das Wüten des IS gibt den Islamhassern Auftrieb: Sie verlangen von Muslimen klare Worte gegen die mordenden Horden. Nun ist die Mehrheitsgesellschaft gefordert, sich gegen die Diskriminierung der Muslime in der Schweiz zu stellen und das Recht auf Ungleichheit zu verteidigen. Eine Kommentar von Georg Kreis.

Kirsten Langkilde: «Wir fühlen uns der Öffentlichkeit verpflichtet»
Am 23. Oktober wird die Basler Hochschule für Gestaltung und Kunst auf dem Dreispitz offiziell eröffnet. Direktorin Kirsten Langkilde über den neuen Standort, ihre Führungsphilosophie und ihre Ansprüche an die Studierenden der HGK.

Demokratie braucht Soziale Arbeit
Sozialpädagogische Massnahmen sind nicht aus dem Fenster geworfenes Geld, sondern Verfassungsauftrag – und ein Zeichen der Menschlichkeit. Ein Gastkommentar von Professor Peter Sommerfeld.

Grossbaustelle Schweizer Fernsehen
Mehr Hierarchie, weniger Kultur: Zum 60. Geburtstag sind bei SRF nicht alle in Feierlaune.

Valentin Jaquet: «Zum Sammler wird man, das lässt sich nicht planen»
Masken, Voodo-Puppen und Heiligenfiguren – die Volkskunst Lateinamerikas ist die Leidenschaft von Valentin Jaquet. Auf knapp 20 Reisen trug der Basler Architekten seine bedeutende Sammlung zusammen. Das Museum der Kulturen zeigt sie in einer Ausstellung.

Pogo über den Infarkt hinaus
Seit 1979 rocken Vorwärts die Klubs und Keller. Ein Gang durch die Geschichte der dienstältesten Punkband der Schweiz.

Ich und die «Regenschirm»-Revolutionäre
Der ehemalige Basler Medienprofessor Roberto Simanowski über den Protest seine neuen Hongkonger Studenten.

Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 10. Oktober – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

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Wochenthema: Der neue Kampf gegen die Schwachen

2.10.2014, 15:14Uhr
GAETAN BALLY: Einmal mehr ist die mediale Jagd aufs Sozialhilfesystem eröffnet. Dieses bekämpfe Armut nicht, sondern produziere nur noch mehr Arme. Wirklich?

Einmal mehr ist die mediale Jagd aufs Sozialhilfesystem eröffnet. Dieses bekämpfe Armut nicht, sondern produziere nur noch mehr Arme. Wirklich? (Bild: GAETAN BALLY)

Sozialhilfe-Industrie: Es war eine Frage der Zeit, bis dieses hässliche Wort wieder hochgespült würde. Seit Tagen übertreffen sich Medienschaffende beim Fahnden nach «teuren Fehlern» im Sozialhilfesystem. Dieses, so ein oft kolportierter Vorwurf, bekämpfe Armut nicht, sondern produziere noch mehr Arme. Ganz nach dem Motto: Das Angebot schafft die Nachfrage. 

In dieses Weltbild fügen sich angebliche «Sozial­schmarot­­zer» bestens ein. Oder «Sozialhilfetouristen». Damit sind Leute gemeint, die  ihre Wohngemeinde nach den jeweils lukrativsten Hilfsangeboten aus­suchen. Eine Basler Zeitung ortete hier jüngst ein Riesenproblem – bis eine andere Basler Zeitung diese These widerlegte.

Wochenthema: Immer wieder grüsst der Sozial-Irrsinn
Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 3. Oktober – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

Was läuft schief in der Sozialhilfedebatte? Warum faszinieren uns angebliche Sozial­miss­stände so sehr, wo es doch ziemlich gut läuft? «Es ist eine Gehirnwäsche im Gang – auch wenn dies viele Leute nicht wahrhaben wollen», sagt «Surprise»-Geschäftsführerin Paola Gallo. Statt Armut bekämpfe man heute die Armen.

Was in der Empörung völlig untergeht, ist die langfristige Sicht der Dinge.

Aktuell unter die Räder geraten sind die vor zwei Jahren per Volksentscheid eingeführten Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb), die das alte Vormundschaftswesen ablösten. Statt Laien kümmern sich heute Profis um das Schicksal von Menschen, die nicht allein für sich sorgen können.

Eine sinnvolle ­Sache. Doch dummerweise kostet das professionalisierte System mehr Geld – darum wird es bereits nach wenigen Monaten radikal in Frage gestellt.

Was in der Empörung völlig untergeht, ist die langfristige Sicht der Dinge. Natürlich kosten die neuen Kesb mehr Geld. Natürlich gibt es grossen Optimierungsbedarf.

Doch was passiert, wenn junge Menschen nicht frühzeitig professionell betreut werden? Vielleicht finden sie keinen Job, werden fürsorgeabhängig oder gar straffällig. Und das verursacht viel höhere Sozialkosten.

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Weitere Themen in der Ausgabe 40/2014:

Mónica Wohlwend – ganz persönlich
Die Leiterin macht am Kindertheater Basel schüchterne Mäuschen zu strahlenden Bühnensternen. Sie selbst hat nie das Rampenlicht gesucht.

«Ich spüre eine Erleichterung»
Der Basler Uni-Rektor Antonio Loprieno tritt überraschend zurück. Im Interview erläutert er die Gründe und sagt, weshalb er trotz Rücktritt an der Uni bleiben möchte.

Gewerbe fürchtet Verdrängung
Nach der Abstimmung über die Basler Stadtrandentwicklung geht die Suche nach Wohngebieten von vorne los. Das bringt Unternehmen unter Druck.

Das Warten aufs dringend benötigte Geld
Das Baselbiet kann Stipendien zurzeit nur mit Verzögerung ausbezahlen. Eine schwierige Situation für Studenten.

«Eine grosse Gehirnwäsche»:
Paola Gallo, Geschäftsleiterin des Vereins «Surprise», über die neue Armut in der Schweiz, Kampagnen gegen die Sozialhilfe und ihren Weg vom Migrantenkind zur Chefposition.

Jeder für sich und alle gegen die Flüchtlinge
Es wird Zeit, dass sich die Schweiz und Europa auf eine gemeinsame Flüchtlingspolitik verständigen. Eine Analyse von Georg Kreis.

Schmetterlinge im Drogenkrieg
In Buenaventura herrschen Drogenkartelle. Frauen leiden unter ihrer Gewalt. Eine Gruppe hält nun dagegen.

«Hans, machs kurz, wir haben Durst!»
Gjergjaj ist nicht der erste erfolgreiche Basler Boxer: Hans K.o.-Müller wäre 1948 beinahe Olympiasieger geworden.

Der Stoff, aus dem die Filme sind
Aktuell werden mehr Bücher verfilmt denn je. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von der ­Hollywoodkrise bis zum Marketing.

Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 3. Oktober – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

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Neue Wemf-Zahlen: Erläuterungen zur Auflage der TagesWoche

1.10.2014, 12:19Uhr
: Die TagesWoche – das sind die Zahlen und Fakten zur Auflage.

Die TagesWoche – das sind die Zahlen und Fakten zur Auflage.

Seit dem 1. Oktober 2014 liegen die beglaubigten Auflagezahlen der Schweizer Zeitungen und Zeitschriften vor. Auch die TagesWoche hat sich von der Wemf AG für Werbemittelforschung beglaubigen lassen – allerdings provisorisch, da die Herausgeberin, die Neue Medien Basel AG, die Auflagenstruktur im Februar 2014 angepasst hat.

Die Neue Medien Basel AG rechnet kostenlos an Haushalte, in Restaurants, am Flughafen und in anderen Wartezonen verteilte Exemplare nicht mehr der verkauften Auflage zu, sondern deklariert sie freiwillig als gratis – unabhängig davon, ob Gegengeschäfte vorliegen oder nicht.

Weil sich die Auflagenstruktur im Vergleich zu den Vorjahren wesentlich verändert hat, gilt die aktuelle Beglaubigung durch die Wemf als provisorisch: Statt der regulären Erhebungsperiode (Juli 2013 bis Juni 2014) weist die provisorische Beglaubigung den Durchschnitt der Erhebungsperiode Juni 2014 bis August 2014 aus.

Die von der TagesWoche geschaffene Transparenz führt dazu, dass die Zahlen mit jenen anderer Print-Titel nur noch bedingt vergleichbar sind.

Die von der Wemf publizierten Zahlen (verbreitete Auflage: 23’846, davon verkauft: 5682) schlüsseln sich wie folgt auf:

  • 8676 Exemplare in Abonnements, davon 5481 an private Personen/Firmen verkauft

  • 201 Exemplare in Kiosk/Einzelhandel

  • 12’149 Promo-Exemplare an Haushalte in Basel

  • 1800 Exemplare Flughafen Basel

  • 1020 Exemplare Verteilboxen in Restaurants

  • 200 Belegexemplare

Für die TagesWoche macht es nur beschränkt Sinn, die Auflage der Printausgabe separat zu messen. Interessanter wäre zu wissen, wie viele Menschen unsere Inhalte erreichen. Die Website der TagesWoche erreichte im August 2014 rund 140’000 Unique Clients. Eine kombinierte Messung (Total Audience) ist derzeit nicht möglich.

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Wochenausgabe, 26.9.: Wir glotzen weiter TV – bald aber anders

25.09.2014, 15:00Uhr

(Bild: Basile Bornand)

Das Fernsehen, wie wir es heute kennen, ist bald am Ende, prophezeit die Medienforschung. Als Ursache dafür gilt, wie so oft bei der Medienrevolution in der letzten Zeit, das Internet.

Die jüngste Erfolgsstory ist der Streaming-Dienst Netflix, der soeben auch in der Schweiz aufgeschaltet wurde und via Flatrate US-Erfolgsserien wie «The Walking Dead» oder «Breaking Bad» als Komplettstaffeln anbietet.

Hat das Fernsehen bald ausgedient, werden wir künftig nur noch über Computer und Tablets auf Online-Sendungen zugreifen?

Wir sind der Sache in unserem Wochenthema auf den Grund gegangen – vorläufiges Fazit: Das Fernsehen stirbt nicht, aber die etablierten Sendeanstalten werden nicht Marktführer bleiben – und sie werden ebenfalls vermehrt Online-Formate anbieten müssen.

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Weitere Themen in der Ausgabe 39/2014:

Birsfelden will ein Stadtquartier werden
Wohnungen an bester Lage, eine Verlängerung des Trams – Birsfelden will sich ein neues Antlitz geben. Auch wenn die Gemeinde eigentlich gar kein Geld für Investitionen hat.

Migranten auf dem Friedhof
Seit Anfang Jahr bietet der Bund Arbeitsprogramme für ­neu angekommene Asylsuchende an. Sie erneuern Waldwege, sammeln Abfall ein – oder gärtnern auf dem Friedhof am Hörnli.

«Die Kirche ist fragwürdig – nicht nur im guten Sinn»
Die Basler Münsterpfarrerin Caroline Schröder-Field über die Krise der christlichen Kirche, den Vormarsch des Islams und ihre preisgekrönten Predigten.

Der Kampf des Kranken mit der Kasse
Mario Bernasconi ist chronisch krank. Fast noch mehr als an seinen Gebrechen leidet er aber an seiner Krankenkasse.

Was bringt die Nazi-Keule?
Die Schweiz diskutiert, ob es legitim ist, die SVP-Politik als «braun» zu betiteln. Doch wichtiger ist eine andere Frage.

«Der Spagat ist nicht einfach»
FCB-Sportdirektor Georg Heitz über den Saisonstart, Erwartungshaltungen an den neuen Trainer und den neuen Umgang zwischen Club und Medien.

Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 26. September – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

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BILD oder STOFF? Die Replik

22.09.2014, 11:49Uhr
: Da liegt er, der Bildstoffteppich. Und funktioniert so noch besser.

Da liegt er, der Bildstoffteppich. Und funktioniert so noch besser.

Lieber Samuel Eugster

Du fragst «Bild oder Stoff» und zerschneidest den Begriff in zwei gegenüberliegende (W)Orte, die wir genau darum zusammengefügt haben, um unserem Publikum die Möglichkeit zu geben, über das Bild «anundfürsich» nachzudenken. Dass das nicht allen Lesern Betrachtern gleich widerfährt, ist uns bewusst. Das Gefäss ist ein einfaches und verständliches Format und geht auf die Tradition der Bilderseiten von Illustrierten zurück, kann daher durchaus boulevardesk erscheinen, aber darf im Mix mit den anderen Angeboten der TagsWoche seine Berechtigung haben.

Was hier Nils Fisch und ich (in wohlwollender Hingabe) veranstalten, ist ein Kuratieren eines immensen Stroms von Bildern, die täglich an unseren Bildschirmen vorbeiziehen, jedes einzelne von einem Fotografen aus der Welt geschnitten und in einen Agenturstrom gegossen.

Reuters Bilderdienst

Reuters Bilderdienst

Die Bild- und Nachrichtenagenturen sind Rohstofflieferanten der Medien. Diese nutzen diese Bilder und Geschichten für ihre Berichterstattung und machen das auf unterschiedlichste Art und Weise.

Der Bildstoff 360° soll ein Guckfenster in diese Bilderwelten sein, er soll inspirieren und verwirren. Und er kann dem Leser mit seinem Verlangen nach journalistischen Inhalten als Linkschleuder dienen. Einen weitergehenden künstlerischen Anspruch wollen wir dieser Rubrik nicht aufladen, für das gibt es andere Gefässe und spezifische Publikationen oder eben Ausstellungsräume.

Vielleicht ist die Papierversion des 360° Blogs für den einen oder anderen unrelevant oder sogar überflüssig. Der darf getrost weiterblättern.

Dir aber tut er weh. Und du bleibst auf dieser papierigen Doppelseite kleben. Vielleicht darum, weil Dir die publizistische Geste respektlos erscheint oder und weil Du die Bilder schlecht behandelt findest. Dann suchst Du Ausschnitte, die zu etwas imaginärem Inspirierenden führen sollen und lässt Dich nicht auf das Nebeneinander der Bilder ein. Schade.

Dabei machen wir eigentlich dasselbe. Ein neues Produkt, ein imaginäres Werk, unsichtbar und sichtbar zugleich. Vielleicht kennst Du meine Arbeiten ausserhalb der TagseWoche-Welt, da geht es vielmals um das Nebeneinander und Nacheinander, das einzelne Bild ist nur Rohstoff einer übergeordneten Idee; vielleicht manchmal durchaus als Einzelwerk interessant, aber in der Vielheit wirkend und inspirierend.

Sreenshot des Streams der Agentur Keystone.

Sreenshot des Streams der Agentur Keystone.

Du schreibst, dass unsere «Sehgewohnheiten immer noch im Naturalismus gefangen» seien. Dem möchte ich laut widersprechen: Die Sehgewohnheiten haben sich durch die Digitalisierung des Bildes in den letzten dreissig Jahren radikal verändert; Bildmanipulation und Bildkompetenz sowie der Bildgebrauch in fast allen Lebenslagen sind mittlerweile Allgemeingut.

Ein typischer westlicher Zwölfjähriger hat mehr Bildkompetenz als ein Fotografenlehrling in den 1980er-Jahren. Und er ist auch schon geübt, jegliches Bild als eventuellen Bildstoff für seine Facebook-Seite zu transformieren.

Naturalismus ist für ihn nicht ein Gefängnis, sondern ein Stilmittel, Abstraktes und vermeintlich Realistisches gleichberechtigt. Der Spannungsbogen zwischen Realität und deren Illustration ist ein grosser Möglichkeitsraum für neue Werke. Zum Machen, zum Betrachten. Kritisch oder unkritisch. Beides!

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Wochenausgabe, 19.9.: Eine explosive Beziehungskiste

18.09.2014, 15:06Uhr

Sind es am Schluss die Emotionen, die am 28. September über den Ausgang der Fusionsprüfungs-Initiative entscheiden?

Derzeit scheinen im Baselbiet die Fusionsgegner die Oberhand zu haben – angefeuert durch eine Kampagne, die voll auf die Identitätsfrage fokussiert und kaum ein folkloristisches Element auslässt.

Im Abstimmungskampf seien Gefühle aktiviert worden, die im Alltag der meisten Baselbieterinnen und Baselbieter kaum eine Rolle spielen, analysiert der Politgeograf Michael Hermann die aufgeheizte Stimmung: «Wenn man vor der Kampagne gefragt hätte, was die Leute mit Baselland oder Basel-Stadt verbindet, wäre ein ganz anderes Resultat herausgekommen. Zumindest im unteren Baselbiet hätten die meisten Leute wahrscheinlich geantwortet, dass die beiden Basel eigentlich zusammengehören.»

Gründe für die Prüfung einer Fusion gibt es genug, zeigen Renato Beck und Jeremias Schulthess in unserem Wochenthema auf. Längst ist die Partnerschaftsstrategie der beiden Basel an ihre Grenzen gekommen. Ob Verkehr, Universität oder Spitalplanung: Statt zu Lösungen kommt es oft zu aufreibenden Krämpfen.
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Weitere Themen in der Ausgabe 38/2014:

Die Schweiz im All
Die Europäische Weltraumorganisation ESA feiert ihr 50-jähriges Bestehen: Die Schweiz hat Anteil an ihrem Erfolg.

«Ich muss die Leser nicht moralisch erziehen»
Der Schriftsteller Thomas Meyer über sein neues Buch, ausserirdische Sidekicks, schlechte Werbung und seine Rolle als Juxmann der Schweizer Literatur.

Vom Reformeifer gepackt
Der Baselbieter Finanzdirektor Anton Lauber präsentiert sich im Vorfeld der Wahlen als Macher, der Reformen anpackt. Als Erstes will er die Gemeinden neu in sechs Regionen gliedern.

Ein Stück Dritte Welt mitten in Europa
Hunderte von Flüchtlingen aus Afrika warten in Calais auf ihre Chance zum Sprung nach England. Doch dort sind sie ebenfalls nicht willkommen.

Wir brauchen Kühe. Und dazu gehört das Schlachten
Eine natürliche Agrarwirtschaft braucht Tiere. Und diese Tiere müssen wir auch schlachten dürfen. Die Biologin und Autorin Florianne Koechlin mit einer Entgegnung auf das TagesWoche-Interview mit dem Philosophen Markus Wild.

Ein Lausbub wird erwachsen
Früher war er nicht der Pünktlichste im Training. Dafür konnte es ihm mit der Karriere nicht schnell genug gehen. Heute ist FCB-Verteidiger Taulant Xhaka gereift – und Stammspieler.

Probe-Paradies für Musiker
Am Freitag ist offizieller Start des Basel Jazzcampus – eine der modernsten Musikschulen Europas.

Dem Morden in Basel auf der Spur
Lokalkrimis sind ein Trend, auch in Basel. Was macht sie so erfolgreich? Wir haben die Lupe ausgepackt.

Lesen Sie mehr in der Wochenausgabe vom 19. September – auf Papier oder in der App der TagesWoche.

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