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Der Spaghetti-Gott

2.10.2013, 21:50Uhr

 

Dieses Spaghetti-Monster ist eine Schöpfergottheit. Nicht schlecht, oder?! In der gestrigen Ringvorlesung zur Transformationen der Religion durch die digitalen Medien war u.a auch die Frage präsent ob die Kirchen ins Internet verschwinden. Und wenn ja, was findet man für Kirchen im Netz? Anna Schillinger hat sich mit dem Thema beschäftigt und Religion durch das Internet untersucht. Dabei geht es um Hyper-Synkretismus und den Spaghetti-Gott

Religion durch Internet: Hyper-Synkretismus und der Spaghetti-Gott

Die Online-Gemeinschaft der Church of the Flying Spaghetti Monster wurde 2005 im Zuge eines Protestschreibens Bobby Hendersons begründet, der verhindert wollte, dass christlich-kreationistischer Naturwissenschaftsunterricht in amerikanische Lehrpläne implementiert wird. Er schuf darauf seine, auf Ironie basierende, Schöpfergottheit: das Fliegende Spaghetti Monster und gewann über Nacht eine immense Popularität.

Die Gemeinschaft des Flying Spaghetti Monsters definiert sich selbst als eine echte Religion und grenzt sich dabei von religiösen Dogmen und Praxen ab. Widersprüchlicherweise vereint sie in sich verschiedenste religiöse, philosophische und kulturelle Strömungen – die Gemeinschaft zelebriert hierdurch den Synkretismus. Sie weist ebenso von sich anti-religiös oder atheistisch ausgerichtet zu sein, im Gegenteil gesteht sie sich ihre widersprüchliche und absurde Basis ihrer Religion ein. Im Gegensatz zu anderen Religionen erhebt die Gemeinschaft keinen Wahrheitsanspruch an ihre Religion, sondern legitimiert sich gerade über das Fehlen einer solchen Basis, indem sie sich auf ihre Ironie beruft. Die Gemeinschaft des Flying Spaghetti Monsters hinterfragt hiermit den Authentizitätsgehalt von Religionen per se, indem sie uns den Konstrukt-Charakter von Religion vor Augen führt, indem sie Religion als konstruiert entlarvt.

Wie wirkt sich die online propagierte Gemeinschaftlichkeit der Church of the Flying Spaghetti Monster auf das Offline-Leben der AnhängerInnen aus? Wie kann ihr Engagement eingeschätzt werden?
Indikatoren hierfür sind sowohl ihre Webseiten, als auch ihr Social Media Auftritt. Im deutschsprachigen Raum ist der deutsche Verein "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Deutschland e.V." offline am aktivsten, da sie regelmässig sogenannte "Nudelmessen" organisieren. Ihre Facebook- bzw. Twitter-Statistiken sprechen jedoch – wie die der amerikanischen Mutterkirche – eine andere Sprache: wenig Likes, wenig Follower und unregelmässige Posts mit teilweise jahrelanger Pause. Hieraus kann geschlossen werden, dass das Offline- sowie Online-Engagement der AnhängerInnen auf einer oberflächlichen Ebene verbleibt. Dies könnte primär dem Internet und dessen Postulate zuzuschreiben sein, welche dieses oberflächliche Verhalten herausfordert. Die satirische Basis und der daraus resultierende Unterhaltungswert der Online-Religion ist ein zusätzlicher Faktor, welcher die Gefahr der Popularisierung in sich birgt. Wodurch eine Identifizierung mit der religiösen Bewegung des Fliegenden Spaghetti Monsters, sowie dessen Inhalten, ausbleibt.

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Gesellschaft, Digital, Kultur, Medien, Wissenschaft, Bildung, Uni Basel

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Reaktionen

  1. T Hoch

    am 20.10.2013, 01:43

    Ich schliesse mich Marion an, danke für die tollen Ergänzungen! Habe mich ein wenig durch den YouTube-Kanal geklickt und es ist faszinierend, zu sehen, wie die Pastafaris offline zusammentreffen.

  2. Bruder Spaghettus

    am 15.10.2013, 15:04

    Wenn man die Entwicklung, die das Pastafaritum genommen hat, überhaupt zusammenfassend betrachten kann, ist das hier im ersten Teil des Beitrags sehr gut gelungen.

    Auch die Einschätzung, dass die Kirche des FSM Deutschland e.V., eine wegen Förderung kirchlicher Zwecke als gemeinnützig anerkannte Körperschaft, die offline aktivste ist, ist völlig zutreffend.

    Aber bei uns ist auch, anders als hier beschrieben, online tüchtig was los. Seit mehreren Jahren gibt es regelmäßig das "Wort zum... ... mehrWenn man die Entwicklung, die das Pastafaritum genommen hat, überhaupt zusammenfassend betrachten kann, ist das hier im ersten Teil des Beitrags sehr gut gelungen.

    Auch die Einschätzung, dass die Kirche des FSM Deutschland e.V., eine wegen Förderung kirchlicher Zwecke als gemeinnützig anerkannte Körperschaft, die offline aktivste ist, ist völlig zutreffend.

    Aber bei uns ist auch, anders als hier beschrieben, online tüchtig was los. Seit mehreren Jahren gibt es regelmäßig das "Wort zum Freitag", also mindestens einen neuen Beitrag pro Woche. Längere Pausen gibt es auf den einzelnen Seiten der Gemeinden, was wohl auch mit daran liegt, dass wir, nachdem wir mit www.pastafari.eu eine eigene Seite geschaffen haben, alles dort zusammenführen.

    Die meisten Aktivitäten gibt es aber auf Facebook. Unsere Seite dort hat über 2000 Likes, was doch ganz ordentlich ist. Auch unsere erst vor kurzem zusätzlich gegründete Gruppe dort hat bereits über 200 Mitglieder, obwohl wir niemand hinzufügen sondern nur Anfragen bestätigen.

    Nicht zu vergessen auch unser Chanal auf Youtube. Dort gibt es nicht nur Messen, Predigten und Taufen zu sehen. Unser neuster Film dort zeigt die erste kirchliche Hochzeit nach dem Ritus der KdFSM Deutschland. Standesamtlich geheiratet wurde am 19.09. (Talk like a pirat day) und kirchlich am 21.09.2013. Auf einem fahrenden Schiff voller Piraten:

    www.youtube.com/watch?v=uNPtOfQ__fY&feature=share&list=UUqDjel-toUoOQxQ-9bLnyHA

  1. T Hoch

    am 20.10.2013, 01:43

    Ich schliesse mich Marion an, danke für die tollen Ergänzungen! Habe mich ein wenig durch den YouTube-Kanal geklickt und es ist faszinierend, zu sehen, wie die Pastafaris offline zusammentreffen.

  2. Bruder Spaghettus

    am 15.10.2013, 15:04

    Wenn man die Entwicklung, die das Pastafaritum genommen hat, überhaupt zusammenfassend betrachten kann, ist das hier im ersten Teil des Beitrags sehr gut gelungen.

    Auch die Einschätzung, dass die Kirche des FSM Deutschland e.V., eine wegen Förderung kirchlicher Zwecke als gemeinnützig anerkannte Körperschaft, die offline aktivste ist, ist völlig zutreffend.

    Aber bei uns ist auch, anders als hier beschrieben, online tüchtig was los. Seit mehreren Jahren gibt es regelmäßig das "Wort zum... mehrWenn man die Entwicklung, die das Pastafaritum genommen hat, überhaupt zusammenfassend betrachten kann, ist das hier im ersten Teil des Beitrags sehr gut gelungen.

    Auch die Einschätzung, dass die Kirche des FSM Deutschland e.V., eine wegen Förderung kirchlicher Zwecke als gemeinnützig anerkannte Körperschaft, die offline aktivste ist, ist völlig zutreffend.

    Aber bei uns ist auch, anders als hier beschrieben, online tüchtig was los. Seit mehreren Jahren gibt es regelmäßig das "Wort zum Freitag", also mindestens einen neuen Beitrag pro Woche. Längere Pausen gibt es auf den einzelnen Seiten der Gemeinden, was wohl auch mit daran liegt, dass wir, nachdem wir mit www.pastafari.eu eine eigene Seite geschaffen haben, alles dort zusammenführen.

    Die meisten Aktivitäten gibt es aber auf Facebook. Unsere Seite dort hat über 2000 Likes, was doch ganz ordentlich ist. Auch unsere erst vor kurzem zusätzlich gegründete Gruppe dort hat bereits über 200 Mitglieder, obwohl wir niemand hinzufügen sondern nur Anfragen bestätigen.

    Nicht zu vergessen auch unser Chanal auf Youtube. Dort gibt es nicht nur Messen, Predigten und Taufen zu sehen. Unser neuster Film dort zeigt die erste kirchliche Hochzeit nach dem Ritus der KdFSM Deutschland. Standesamtlich geheiratet wurde am 19.09. (Talk like a pirat day) und kirchlich am 21.09.2013. Auf einem fahrenden Schiff voller Piraten:

    www.youtube.com/watch?v=uNPtOfQ__fY&feature=share&list=UUqDjel-toUoOQxQ-9bLnyHA

    1. Marion Regenscheit

      am 18.10.2013, 16:45
  3. Nikola Tesla

    am 2.02.2014, 22:02

    Schon allein der Gedanke, überhaupt die Idee, eine völlig erfundene Religion zu gründen und noch mit voller Überzeugung zu glauben, dass es die Wahrheit ist, ist für mich beziehungsweise für alle Christen, Muslime und weiteren Gläubigen von jahrtausend alten Religionen, eine Beleidigung.

    Der Gründer will sich mit der Religion lustig über andere Religionen machen. Vorallem das Anzeigebild dieses Beitrages ist anstössig.

    Was die Gruppe für Aktivitäten oder Sozialenleistungen macht finde ich... mehrSchon allein der Gedanke, überhaupt die Idee, eine völlig erfundene Religion zu gründen und noch mit voller Überzeugung zu glauben, dass es die Wahrheit ist, ist für mich beziehungsweise für alle Christen, Muslime und weiteren Gläubigen von jahrtausend alten Religionen, eine Beleidigung.

    Der Gründer will sich mit der Religion lustig über andere Religionen machen. Vorallem das Anzeigebild dieses Beitrages ist anstössig.

    Was die Gruppe für Aktivitäten oder Sozialenleistungen macht finde ich gut, kann man aber auch ohne eine absurde Religionen machen, oder?

    Jeder Anhänger dieser Spaghetti-Religion beziehungsweise Unterstützer ist in meinen Augen ein Feind und der Feind aller anderen die keine Befürworter dieser "Religion" sind!