LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Kulturschocker

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

eingeloggt als
Ausloggen


Mein Kommentar

  • Bitte beachten Sie unseren Community-Leitfaden.

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Per Milchaufschäumer ins Herz der Frau

13.02.2012, 12:06Uhr
:

Ich erschrecke hier ja immer noch an Feiertagen: Da fahren die S-Bahnen in Kurzformation, die Läden sind dicht und die Strassen offen wie nie.

In der Bay Area ist das umgekehrt. Feiertage sind, genauso wie Samstage und Sonntage, die Zeit der Grosseinkäufe. Man besteigt als Familie das Auto, fährt drei Meilen in die nächste Mall, lädt die Kinder im «Food-Court» – einem kreisrunden Teil des Einkaufstempels, dessen Peripherie von Fastfood-Verkaufsstellen gebildet wird - oder in einer Eatery (frei übersetzt eine «Esserei») ab und macht sich auf zum «exciting shopping».

Nicht, dass die Amerikaner Mühe hätten, Zeit für die Beschaffung der Notwendigkeiten zu finden - viele Läden haben das ganze Jahr Öffnungszeiten bis tief in den Abend oder sogar rund um die Uhr.

Aber die Feiertage sind die wahren Stepping-Stones des Retail-Business: Vorher, während und nachher werden die Verbraucher mit Rabatten gelockt, die während Wochen angekündigt wurden und oft zum Ereignis selbst werden, an dem man den Feiertag erkennt.

Der restliche Sinn der arbeitsfreien Tage mit Namen wie Memorial Day, Presidents Day, Labor Day oder Martin-Luther-King-Day erschliesst sich dem Zuwanderer nur nach jahrelanger Übung. Ein bisschen anders ist es am Gruseltag Halloween, dem Nationalfeiertag am 4. Juli, an Weihnachten und an Thanksgiving.

Weniger im Sinne, dass dem Konsum nicht gefrönt würde; aber es gibt wenigstens irgendeinen Zusammenhang zwischen dem Einkauf von Kürbissen, Truthähnen, Feuerwerk oder Tannenbäumchen, ganz wie bei uns.

Die 25-Prozent-Rabatte auf Lastwagen, TV-Geräten und Kühlschränken an all den anderen Tagen sind nicht weiter erklärbar. Ausser man sieht es als patriotische Pflicht, am Tag der Ehrung der Kriegsveteranen einen amerikanischen Truck zu kaufen.

Das ist ein bisschen unfair: Auch die Amis kennen die besinnliche Seite der Feiertage. Aber Thanksgiving war der einzige, der sich mir ähnlich präsentiert hat wie hier etwa Ostern: Man sollte zwei Tage vorher nicht verreisen wollen und sich für drei Tage mit Lebensmitteln eindecken, weil die Läden dicht sind. Ähnliches gibt es in San Francisco höchstens noch zu Weihnachten, und da geht es auch nur um einen Tag.

Der Konsum als Hauptzweck der Festtage hat sich, wie man an der schleichenden Einführung von Kürbisverzierungen und Zombieparties erkennen kann (die Einführung erfolgt vor allem in den Regalen der Grossverteiler), auch hierzulande schon ausgebreitet.

Dazu gehört auch der Valentinstag, der, man glaubt es kaum, ursprünglich ein kirchlicher Festtag war. Heute dürfte er vor allem ein Feiertag für die Floristen sein, auch wenn die im Vergleich zu den US-Retailern mit der Werbung geradezu zurückhaltend sind. Und wer nicht weiss, welche Blumen er nächsten Dienstag seiner Geliebten schenken soll: Die neuste Gattung heisst «Lovetronics». Denn «der Weg ins Herz der Frau führt auch über eine Kompaktkamera, einen iPod Nano oder eine Kaffeemaschine mit integriertem Milchaufschäumer.»

Etwa so, wie die Erinnerung an die Kriegsveteranen eben über den Kauf eines Dodge RAM 2500 Pickup-Lastwagens führt.

Gute Arbeit! Teilen und mehr lesen.

Teilen und weiterleiten

Mehr zum Thema

Gesellschaft

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Dreikönigstag ist mehr als Kuchenessen Weiterlesen

Fussball am Feiertag Weiterlesen

Last Minute Geschenkeführer 2011: XBOX 360 und PS3 Weiterlesen

Tageswoche honorieren

Alternativen:

Postfinance, Paypal, Flattr

  1. Also meine Frau...

    von Michael Sennhauser am 13.02.2012 um 13:14Uhr

    ... hat den Milchaufschäumer zur Kenntnis genommen. Aber ich glaube, das Herz ging ihr erst beim für sie verfertigten Cappuccino auf. Das iPad dagegen wirkt schon unmittelbarer.
    Direktlink zum Kommentar

  1. Also meine Frau...

    von Michael Sennhauser am 13.02.2012 um 13:14Uhr

    ... hat den Milchaufschäumer zur Kenntnis genommen. Aber ich glaube, das Herz ging ihr erst beim für sie verfertigten Cappuccino auf. Das iPad dagegen wirkt schon unmittelbarer.
    Direktlink zum Kommentar

  2. Schaumschlägerei

    von Awi am 12.04.2012 um 14:03Uhr

    Den Milchaufschäumer habe ich eben Aufgrund seiner unerträglichen nutzlosen Trendigkeit seinerzeit aus meiner Küche verbannt.
    Und der Valentinstag kommt mir ebensowenig wie der andere importierte Kommerz-Feiertag (Halloween) über die Türschwelle. Nennt mich Spielverderber.
    Direktlink zum Kommentar

Kommentieren