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Ein Stuhl, ein Block – und sooo viele Verwendungs-Möglichkeiten

20.3.2017, 04:50 Uhr

Der primär weisse Plastikstuhl ist das erfolgreichste Möbel unserer Epoche. 1972 entwarf der nordfranzösische Ingenieur und Bastler («Je suis un bricoleur») Henry Massonnet einen leichten und stapelbaren Plastikstuhl mittels einer Spritzgussfertigung in einem einzigen Arbeitsgang.

Bestseller waren die ersten Modelle wegen des hohen Preises während der Oelkrise keinesfalls. Erst in den 1980er-Jahren trat der Stuhl seinen globalen Siegeszug an, als es gelang, die Kosten in der Produktion zu senken.

» Die Kulturgeschichte des berühmtesten Stuhls der Welt

Für die Herstellung benötigt man bis zu drei Kilogramm Polypropylen, das auf 220 Grad Celsius erhitzt und in Form gedrückt wird. Alle 60 Sekunden wird so ein neuer Stuhl geboren, mehr als eine Milliarde Exemplare soll es inzwischen geben. Eine globale Erfolgsgeschichte, obwohl der Stuhl selten weit reist. In der Regel wird er nämlich unweit des Einsatzortes hergestellt. Deshalb ist er heute überall auf der Erde zu finden.

Diesem Stuhl widmet das Vitra Design Museum bis zum 18. Juni 2017 eine Ausstellung. Der Basler Fotograf Daniel Spehr dokumentiert seit Jahren den Monobloc rund um die Welt. Hier eine kleine Auswahl:

Er ist leicht, in geeigneter Ausführung stabil, stapelbar und auf diese Weise platzsparend aufzubewahren, abwaschbar und wetterfest.

(Bild: Daniel Spehr)

Ein Lieferung für ein Fest in Pathein, Myanmar.

(Bild: Daniel Spehr)

Ein Stuhl für die Welt.

(Bild: Daniel Spehr)

Rezykliert entsteht eine Oberfläche wie bei diesem Produzenten in Sri Lanka.

(Bild: Daniel Spehr)

Kunststoffstühle wie der Monobloc sind kein Equipment fürs Berufssitzen und demnach keiner Ergonomie verpflichtet.

(Bild: Daniel Spehr)

Eine Lieferung von 22 Stühlen in Mandalay, Myanmar.

(Bild: Daniel Spehr)

Eine gewisse Mulifunktionalität ist auch regional bedingt.

(Bild: Daniel Spehr)

Eine weitere multifunktionale Anwendung in Indien.

(Bild: Daniel Spehr)

Der Plastikstuhl hat eine Strategie zur dauernden Selbsterhaltung entwickelt, indem er sich Moden und technischer Obsoleszenz entzieht.

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

(Bild: Daniel Spehr)

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