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Die Säulikantine – eine der letzten Arbeiterbeizen der Stadt

30.10.2015, 16:01Uhr
Michel Schultheiss: Selbst der Handtuchhalter ist «schweinisch»: Die Säulikantine im Lysbüchel-Areal steht ganz im Zeichen des Tiers, das ihr den Namen verliehen hat.

Selbst der Handtuchhalter ist «schweinisch»: Die Säulikantine im Lysbüchel-Areal steht ganz im Zeichen des Tiers, das ihr den Namen verliehen hat. (Bild: Michel Schultheiss)

Es ist wohl das versteckteste Restaurant Basels. Zugleich ist es vielleicht der weniger bekannte Gegenpol zu so manchem schicken Szenelokal im St. Johann: Verborgen zwischen Werkstätten und einem Schrottplatz, im Niemandsland bei der Grenze zu Frankreich, ist die von aussen eher unauffällige Säulikantine zu finden.

In der Beiz, die sich mitten in der Gewerbezone Lysbüchel befindet, ist vor allem währschafte Hausmannskost angesagt. Fünf Arbeitskollegen einer Baufirma unterhalten sich gemütlich zu Paprikahühnchen mit Teigwaren. Sie kommen jeweils einmal pro Woche über Mittag vorbei und schätzen die fairen Preise. «Zudem kennt's nicht jeder», meint einer von ihnen.

Von aussen her eher unauffällig: Hinter der Lysbüchelstrasse versteckt sich eine der letzten Gewerbebeizen Basels.

Von aussen her eher unauffällig: Hinter der Lysbüchelstrasse versteckt sich eine der letzten Gewerbebeizen Basels. (Bild: Michel Schultheiss)

Ein kleines Schweinchen-Museum

Lokale dieser Art sind mit dem Verschwinden der städtischen Industrieareale zu einer Seltenheit geworden: «Wir gehören noch zu den wenigen Beizen innerhalb einer Gewerbezone», sagt der «Säuliwirt» Martin Kocher, welcher das Lokal seit 13 Jahren führt. Eine Kantine war's früher mal, heute ist's ein eigenständiger Gastrobetrieb, der aber seinen lustigen Namen beibehalten hat.

So fanden immer mehr Schweinchen ihren Weg ins Lysbüchel-Areal: Gäste spendeten unaufgefordert «Säuli» aller Art – ob Miniaturen, Fasnachtslarven oder Flaschenhalter. Von allen Seiten schauen nun herzige und kitschige Ferkel und Eber in allen Varianten den Gästen zu. Somit macht die Beiz zwar noch lange nicht dem Schweinemuseum in Stuttgart Konkurrenz, doch die Sammlung lässt sich durchaus sehen.

Schweinchen, so weit das Auge reicht: In der ehemaligen Lagerhalle hausen nun viele Säuli.

Schweinchen, so weit das Auge reicht: In der ehemaligen Lagerhalle hausen nun viele Säuli. (Bild: Michel Schultheiss)

Vom Eisenlager zur Familienbeiz

Das Restaurant ist aus einem Hobby heraus entstanden: Martin Kocher führt eigentlich einen Eisenlegerbetrieb. Er steht aber – ganz seinem Nachnamen entsprechend– seit Jahren gerne hinter dem Kochherd und war Küchenchef im Zivilschutz. Die heutige Säulikantine war ursprünglich eine Lagerhalle seines Betriebs. Allmählich baute er sich das Restaurant auf, und so wichen die Armierungseisen langsam den Kochtöpfen. Nun kann er jeweils direkt vom Büro in die benachbarte Küche wechseln. Dabei ist die Säulikantine ein waschechter Familienbetrieb: Martin Kocher kann auf die Unterstützung seiner Schwestern, seiner Frau, seines Sohnes und der Tochter zählen.

Laut Kocher kommen die meisten Gäste nicht in erster Linie von den rund dreissig Betrieben auf dem Lysbüchel, sondern von ausserhalb. «Darunter hat es viele Lieferanten und Chauffeure, da diese auf dem Areal sehr einfach einen Parkplatz finden können», sagt der Wirt. Tagsüber ist es eine Arbeiter- und Gewerbebeiz, abends ein Probelokal für Guggenmusiken – schliesslich können sie im Gewerbeareal ungestört spielen. Ansonsten ist das Lokal, das auch einen grossen Feuergrill hat, für Partys wie gemacht. Auch ein Catering-Service – so etwa für Aufrichte-Feste auf den Baustellen – wird von der Familie geführt.

Eine Gugge-Hochburg: Proben und Partys sind im Lysbüchel noch gut möglich, das sich hier niemand gestört fühlt.

Eine Gugge-Hochburg: Proben und Partys sind im Lysbüchel noch gut möglich, da sich hier niemand gestört fühlt. (Bild: Michel Schultheiss)

Ungewisse Zukunft auf dem Lysbüchel-Areal

Dass eine der letzten Gewerbezonen der Stadt vor grossen Umwälzungen steht, hat auch Konsequenzen für die Säulikantine. Eine Mischnutzung soll dereinst den Charakter des Areals merklich verändern. Die SBB haben als Grundeigentümerin dieses Jahr ihren Mietern die Kündigung ausgesprochen. Mehrere Gewerbe- und Industriebetriebe wehren sich nun gegen den Entscheid. Im südlichen Teil des Areals sollen die Betriebe neuen Wohnungen weichen. Zudem hat der Kanton 2013 gemeinsam mit der Stiftung Habitat einen Teil des Areals von Coop gekauft. Dort ist ebenfalls eine Mischzone vorgesehen.

Dementsprechend ist auch die Zukunft der Säulikantine noch ungewiss. Immerhin läuft ihr Vertrag noch bis Mitte 2021. In diesen verbleibenden sechs Jahren möchte die Familie Kocher aber nicht mehr gross umbauen oder investieren. Ob danach immer noch gewirtet werden kann, steht noch in den Sternen. «Vielleicht müssen wir dann das Konzept ändern», meint Martin Kocher. Er möchte aber den Teufel nicht an die Wand malen. Vielleicht könnten die Änderungen auch positive Effekte haben– es komme halt ganz darauf an, welche Leute zukünftig auf dem Lysbüchel wohnen werden. Ob dann immer noch Interesse an der urchigen Gewerbebeiz mit den vielen Schweinchen herrscht, wird sich dann zeigen.

Es waren die Gäste, welche all diese Schweine mitbrachten: Seit 2002 ist die Sammlung ordentlich gewachsen.

Es waren die Gäste, welche all diese Schweine mitbrachten: Seit 2002 ist die Sammlung ordentlich gewachsen. (Bild: Michel Schultheiss)

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Mit diesem Artikel verabschieden wir uns definitiv vom Quartier-Blog, wie bereits angekündigt. Michel Schultheiss wird weiter für uns schreiben – unter anderem auch solche Geschichten wie diese hier.

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Die Tempelritter vom Santihans

27.10.2015, 08:30Uhr
OSMTH Basel: Im weissen Gewand: Der Templerorden in Basel zählt drei Ritter, einen Kaplan und einen Postulanten. Die «Chevaliers» möchten sich vor allem der ehrenamtlichen Quartierarbeit widmen und wurden auch vom Stadtteilsekretariat anerkannt.

Im weissen Gewand: Der Templerorden in Basel zählt drei Ritter, einen Kaplan und einen Postulanten. Die «Chevaliers» möchten sich vor allem der ehrenamtlichen Quartierarbeit widmen und wurden auch vom Stadtteilsekretariat anerkannt. (Bild: OSMTH Basel)

Kreuzwappen, Kerzen und ein Zeremonialschwert schmücken den Raum, gleich neben Fasnachtsbildern und «Blaggedde»: Ein kleines Atelier im St. Johann ist der Hauptsitz der Basler Tempelritter. Richtig gehört, in Basel gibt es diesen Orden tatsächlich, wenn auch in einer kleinen Ausführung. 

Manch einer wird wohl stutzen, wenn er das Wort Templer hört: Als mysteriöse Ritter, angebliche Verschwörerzirkel in Umberto Ecos Roman «Das Foucaultsche Pendel» oder als oft missbrauchtes Label in Esoteriker-Kreisen ist der Begriff vielen geläufig. Wer aber nun an eine obskure Geheimloge denkt, befindet sich auf dem Holzweg: Die kleine Gruppe, die erst seit 2014 in Basel daheim ist, widmet sich der ehrenamtlichen Quartierarbeit. Kürzlich wurden die Templer vom Stadtteilsekretariat Basel-West anerkannt und sind auch mit im Boot bei der Vereinsgemeinschaft St. Johann.

Bekannte Gesichter bei den Basler Jugendfesten

Dass gerade ein Quartier, welches seinen Namen dem Johanniterorden verdankt, nun erneut Ritter beheimatet, ist kein Zufall: Die beiden Gründungsmitglieder Frédéric und Christine Währen sind schon lange im Santihans verwurzelt. Im Atelier der Polymechanikerin Christine Währen ist die Komturei seit über einem Jahr untergebracht. Sie und ihr Mann sind keine Unbekannten, wenn es um lokale Traditionen geht: Das Ehepaar engagiert sich seit Jahren bei der Organisation von Basler Jugendfesten und ist auch an der Fasnacht aktiv.

Auch wenn der Name Tempelritter salbungsvoll klingt, geht es vor allem praktisch zu und her. Immer wieder unterstützen die Templer Aktivitäten im Quartier, so etwa das diesjährige Jugendfest St. Johann, das im September in einer reduzierten Version, als Ritter-Umgang, über die Bühne gehen musste. Kürzlich unterstützten die Templer eine Spendenaktion und stifteten Computer-Bildschirme an ein polnisches Spital. Im Dezember ist geplant, zusammen mit der Vereinigung Pro St. Johann die Krippenlegung im St.-Johanns-Park zu übernehmen. Mit der Krippe im Park soll so die Adventsstimmung im Stadtteil gefördert werden.

«Wir sind keine Sekte»

Das einzige alte Ritual, das bei den Rittern aus dem Santihans noch gepflegt wird, ist das Anzünden der Kerzen zum Gedenken an die neun Gründungsväter in Jerusalem anno 1118. «Wir sind ein moderner Templerorden», sagt «Chevalier» Frédéric Währen. Er ist sich bewusst, dass viele Missverständnisse im Spiel sind, wenn manche Leute den Namen hören. Es gibt nämlich viele selbsternannte Templer. Die Bezeichnung ist nicht geschützt – anders der ins Vereinsregister eingetragene Name OSMTH (Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani) der grössten internationalen Tempelritterorganisation, welcher auch die Basler angehören. Dieses Netzwerk wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und bezieht sich auf Vorläufer, auf andere Templer-Neugründungen früherer Jahrhunderte.

«Wir sind keine Sekte und auch keine Freimaurer», betont Frédéric Währen. Leider hätten selbsternannte Templer den Namen in Misskredit gebracht: Dubiose Sekten und sogar ein mexikanisches Drogenkartell haben sich den Titel zugelegt, auch der norwegische Rechtsextreme Breivik hat sich schon selbst als Tempelritter bezeichnet, wovon sich der OSMTH allerdings klar distanziert hat. Dabei betont Währen, dass die offiziellen Tempelritter auch mit den kriegerischen Ursprüngen zur Zeit der Kreuzzüge nichts am Hut haben wollen. «Der Grundgedanke ist humanitäre Hilfe», sagt «Chevaliesse» Christine Währen.

Geheimnisvoller Orden: Wappen mit Templerkreuzen, Zeremonialschwert und Kerzen kommen nur bei den paar wenigen verbliebenen Ritualen zum Zug.

Geheimnisvoller Orden: Wappen mit Templerkreuzen, Zeremonialschwert und Kerzen kommen nur bei den paar wenigen verbliebenen Ritualen zum Zug. (Bild: Michel Schultheiss)

Von der UNO anerkannte «Ritter»

Wie es zu dieser Neudeutung kam, hat eine lange Geschichte: Der ursprüngliche Templerorden wurde 1312 zwangsaufgelöst. Der OSMTH wurde jedoch vor einem anderen historischen Hintergrund gegründet, pflegt einen ökumenischen Grundsatz und wird daher vom Papst nicht anerkannt. «Mittlerweile werden die Templer von der UNO als Nichtregierungsorganisation für soziale Fragen anerkannt», sagt Währen.

In Basel ist die Gruppe überschaubar: Die Komturei besteht aus zwei Rittern, einer Dame und einem Ordenskaplan. Zudem gibt es einen Postulanten, der voraussichtlich nächstes Jahr in Toulon zum Ritter geschlagen wird. Diese Ehre wird Interessierten nicht einfach von heute auf morgen zuteil: Kandidaten müssen Zusammenkünfte, sogenannte Labungen, besuchen. In der Klause des Wasserfahrer-Vereins Rhenania treffen sich die Ritter jeweils zur Tafelrunde. Der kleine Orden finanziert seine Aktivitäten durch Mitgliederbeiträge und Spenden.

Hierzulande gibt es nebst Basel noch eine zweite Komturei in St. Gallen; diese beiden bilden die Präzeptorei Schweiz, welche wiederum dem Grosspriorat Frankreich unterstellt ist.

Weltweit zählt der OSMTH etwa 6000 Ritter. Auch wenn sich die Gruppe in einem religiösen Kontext sieht und die christliche Liturgie verwendet, hegt sie keine missionarischen Ambitionen: Man wolle weder bekehren noch «stündele», unterstreicht Frédéric Währen. Somit kommen die weissen Mäntel, die Halskreuze und das Schwert auch nur in den Zeremonien zum Einsatz. Ansonsten sind die Ritter bei ihren Tätigkeiten in Basel meist in Zivil unterwegs. «Bling-Bling ist nicht so unser Stil – wir sind eher bescheiden», meint Währen schmunzelnd.

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Bring & Nimm Gundeli goes Pop-Up-Store

12.10.2015, 12:09Uhr
Daniela Gschweng: Wenn es wenig Platz gibt, stapelt man eben in die Höhe: Das Bring & Nimm Lädeli von Jesica Fernandez ist einmal mehr umgezogen. Diesmal in die Tellstrasse 15.

Wenn es wenig Platz gibt, stapelt man eben in die Höhe: Das Bring & Nimm Lädeli von Jesica Fernandez ist einmal mehr umgezogen. Diesmal in die Tellstrasse 15. (Bild: Daniela Gschweng)

Seit mehr als zwei Jahren tourt Jesica Fernandez mit der Bring & Nimm Idee durch das Gundeldinger Quartier. Nun ist sie mitsamt ihren Tauschgütern einmal mehr an einen neuen Ort gezogen. Die Gundeldinger Bring & Nimm-Idee hat sich wieder einmal gewandelt.

Anderen weitergeben, was man nicht mehr benötigt und dafür mitnehmen, was man selbst gerade brauchen kann, ist grundsätzlich eine gute Idee. Geboren wurde sie zwar nicht im Gundeldinger Quartier, das Prinzip «Geben und Nehmen» hat dort aber viele Anhänger.

Nicht zuletzt wegen Jesica Fernandez. Die inzwischen in ganz Basel bekannte Tauschfrau ist mit ihren Tauschwaren einmal mehr umgezogen. Das neue Domizil ist schwer zu finden. Vom letzten Standort auf dem Tellplatzmarkt sind es zwar nur ein paar Schritte bis zur Tellstrasse 15. Das Schild, das jeden Samstag am Eingang steht, ist jedoch leicht zu übersehen.

Getauscht wird nun im «Miniatelier» im Hinterhof

Zu Gast ist Bring & Nimm nun bei der Garage Inglese. Der Inhaber Tommaso Inglese überliess Fernandez vor drei Monaten das ehemalige Büro der Garage, gelegen rechter Hand im Hinterhof. Aus dem winzigen Raum mit zwei Fenstern hat Jesica Fernandaz einen kleinen, mit Büchern, Küchengeräten, Kleidern, Schuhen und allem möglichen Krimskrams vollgestopften Pop-Up-Store gemacht. Geöffnet ist das Miniatelier samstags von 8 bis 16 Uhr.

Auf einen Kaffeetisch im Hof müssen die Fans von Bring & Nimm zwar aus Witterungsgründen seit Kurzem verzichten. Für Sachensucher und Besucher, die bei Fernandez auf einen Kaffee vorbeikommen, ist aus unerfindlichen Gründen aber immer noch genügend Platz.

Gratis mitnehmen darf jeder alles

Wer sich erst einmal an einem herrenlosen Schreibtisch vorbeigequetscht hat und sich nicht auf einer der Sitzgelegenheiten niederlassen will, findet sogar noch Gelegenheit, sich umzusehen. Gratis mitnehmen darf jeder alles, auch wenn er nichts mitbringt. Fernandez sorgt dafür, dass die Regale so schnell nicht leer werden. In ihrem Lager, einer Garage im Quartier, befindet sich noch genügend Material, das sie im Laden nicht unterbringen kann.

Angefangen hat alles bei einem Projekt in der Güterstrasse. Inzwischen ist Tauschfrau Jesica Fernandez Umherziehen gewohnt. In der Tellstrasse will sie bis mindestens Weihnachten bleiben.

Angefangen hat alles bei einem Projekt in der Güterstrasse. Inzwischen ist Tauschfrau Jesica Fernandez Umherziehen gewohnt. In der Tellstrasse will sie bis mindestens Weihnachten bleiben. (Bild: Daniela Gschweng)

Schade findet sie es nur, wenn ihre Tauschware erst mitgenommen und anschliessend auf ebay verkauft wird. «Aber das kann man wohl nicht verhindern», sagt sie. Ein Wechsel des Standorts sei da gar nicht so schlecht. Die Stammkunden fänden sie dann schon wieder.

Den Anfang nahm alles in der Güterstrasse 244

Angefangen hat Fernandez ursprünglich als freiwillige Helferin eines Bring & Nimm Projektes des Baubüros Insitu in der Güterstrasse, das im Juni 2013 nach nur sieben Monaten wegen Überbeanspruchung schliessen musste. Fernandez zog weiter auf den samstäglichen Tellplatzmarkt und organisierte mit einer Freundin einen Tauschtisch.

Kurz darauf kehrte sie mit vielen freiwilligen Helfern in die Güterstrasse 244 zurück. Die Zwischennutzung in der ehemaligen Papeteria dauerte bis Anfang 2015, mittlerweile ist dort  ein Bekleidungsgeschäft eingezogen. Bring & Nimm Umzüge ist Fernandez gewohnt. «Es ist immer das Gleiche», sagt die rührige Tauschfrau schmunzelnd. «Von gross auf klein, von der Kälte in die Wärme».

Bring und Nimm hat Ableger in der ganzen Stadt

Inzwischen bekam die Idee auch anderorts Nachkommen. Insitu lancierte eine kurze Aktion in der Markthalle und stellte in der ganzen Stadt Tauschkästen auf – mit unterschiedlichem Erfolg. Zudem erfreut sich ein Bücherschrank am Voltaplatz grosser Beliebtheit.

Zwei von Fernandez Helferinnen machten sich mit dem Kostenloskonzept selbständig und eröffneten ihren eigenen Bring & Nimm Laden an der Ecke Güterstrasse/Laufenstrasse, Jesica Fernandez kehrte zurück auf den Tellplatzmarkt.

Bleibt die Frage, wie lange es diesmal dauern wird am neuen Standort Tellstrasse. «Bis Weihnachten vielleicht», schätzt die Gratisverkäuferin. Einen Weihnachtsbaum will sie auf jeden Fall noch unterbringen. Allerdings nicht in ihrem Miniatelier, sondern im Hof.

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Das Kohlesilo
auf dem Gundeldinger Feld erhält den Schweizer Solarpreis

30.09.2015, 11:11Uhr
Daniela Gschweng: Um eine hübsche Fassade ging es bei der Preisverleihung nicht. Das Kohlesilo auf dem Gundeldinger Feld wurde als Musterbeispiel für nachhaltige Gebäudesanierung ausgezeichnet.

Um eine hübsche Fassade ging es bei der Preisverleihung nicht. Das Kohlesilo auf dem Gundeldinger Feld wurde als Musterbeispiel für nachhaltige Gebäudesanierung ausgezeichnet. (Bild: Daniela Gschweng)

Fast hätte es nicht geklappt: Die inzwischen stadtbekannten farbigen Solarpanele an der Fassade des ehemaligen Kohlesilos auf dem Gundeldinger Feld wurden am 29. September mit dem Schweizer Solarpreis 2015 in der Kategorie «Sanierung» ausgezeichnet.

Die farbigen Fassadenelemente passen nicht nur zum Gebäude und zur Umnutzung des ehemaligen Sulzer Burckhard Areals, baulich sind sie ein Musterbeispiel für nachhaltige Gebäudesanierung. Auch das auf Selbstversorgung ausgelegte Energiekonzept überzeugte.

Vertreter der Kantensprung AG, des Baubüros in situ, der Firmen Solvatec und SwissInso nahmen den Preis in Genf gemeinsam entgegen.  

Anmeldefrist gerade noch geschafft

«Es war ganz schön eng mit der Anmeldung», berichtet Kerstin Müller, Diplom-Architektin beim Baubüro in situ und zuständig fürs Technische. Gebäude in der Kategorie «Sanierung» können nur in dem Erfassungsjahr ausgezeichnet werden, in dem sie fertiggestellt werden. Die Anmeldefrist endet jeweils im April, fertig war der Siloturm jedoch erst im März.

Der Schweizer Solarpreis wird seit seiner Lancierung 1990 jährlich in den Kategorien Persönlichkeiten und Institutionen, Neubauten und Sanierungen, Energieanlagen und PlusEnergie-Bauten verliehen.

Mehr als eine ansprechende Fassade

«Gebäudeintegrierte Photovoltaik», wie es im Fachjargon heisst, wird nicht nur auf dem Gundeldinger Feld gemacht. Es gibt einige Ansätze, Solarzellen farbig ansprechender zu gestalten, etwa mit farbigem Glas, bedruckten Panels und Transparenz.

Nahmen den Schweizer Solarpreis 2015 gemeinsam entgegen: Nicolas Joissant (Swissinso), Dominique Müller (Solvatec), Thierry Bossard in Vertretung der Kantensprung AG, Virginie le Caer (Swissinso), Stefan Bucher (Solvatec) und Kerstin Müller (vorne, Baubüro InSitu)

Nahmen den Schweizer Solarpreis 2015 gemeinsam entgegen: Nicolas Joissant (Swissinso), Dominique Müller (Solvatec), Thierry Bossard in Vertretung der Kantensprung AG, Virginie le Caer (Swissinso), Stefan Bucher (Solvatec) und Kerstin Müller (vorne, Baubüro InSitu) (Bild: in situ)

«Beim Schweizer Solarpreis geht es nicht nur um eine schöne Fassade», sagt Müller, «sondern auch um belastbare Daten.» Wochenlang hat sie gerechnet, Zahlen zusammengestellt, zusammengefasst und von den IWB bestätigen lassen. Bei der Preisvergabe bewertet wurden nachhaltige Bauweise, Energienutzungskonzept, die Integration in die Fassade sowie der ästhetische Eindruck.

Anspruchsvolle Beschichtungstechnik

Technisch ist das alles andere als anspruchslos. Die farbige Beschichtung der Panels, die die Firma SwissInso für den Siloturm erstellt hat, muss viele Bedingungen erfüllen. Sie muss zum Beispiel die hohen Temperaturen, die in Solarmodulen entstehen, aushalten können und sie darf auch nach mehreren Jahren nicht ausbleichen.

Dann soll die Beschichtung zwar farbig sein, darf aber nicht zu viel Licht schlucken – sonst sinkt die Energieausbeute. Ein wenig schlechter als bei den bekannten «schwarzen Brettern» ist sie trotzdem. Nach ersten Tests geht Kerstin Müller von etwa fünf Prozent Verlust aus.

Wie viel durch die Beschichtung genau verloren geht, das sollen Messungen aus dem Betrieb des Pilotprojekts zeigen. «Das ist auch der Grund, weshalb wir verschiedenfarbige Module verwendet haben», erklärt die Architektin, «wir wollen herausfinden, wie sich das auswirkt.» Speicherbatterien für die gewonnene Solarenergie werden in wenigen Wochen eingebaut werden, dann wird gemessen, wie die gewonnene Energie im Gebäude eingesetzt wird.

Die Zukunft: eher monochrom

Diese Daten braucht es, sollten die «Silo-Zellen» in Serie gehen. Ganz so bunt wie auf dem Gundeldinger Feld wird ihre Zukunft aber vermutlich nicht aussehen. Die grünen, goldfarbenen, orangen und blauen Panels an der Fassade des Silos passten zwar gut zum Gundeldingerfeld, für den Alltagsgebrauch sei die Gestaltung aber zu farbig, gibt Müller zu. «Die meisten Architekturbüros werden wahrscheinlich eine einheitliche Farbe aussuchen – oder Grau», schätzt sie.

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Am Wochenende feiert die «Hinterhof»-Dachterrasse ihre allerletzte Party

24.09.2015, 10:36Uhr
Hinterhof: This is the end: Am Wochenende ist die Hinterhof-Dachterrasse zum letzten Mal geöffnet.

This is the end: Am Wochenende ist die Hinterhof-Dachterrasse zum letzten Mal geöffnet. (Bild: Hinterhof)

Der Sommer ist vorbei. Vorbei die lauen Abende, an denen man bei einem kühlen Getränk den Sonnenuntergang genossen hat. Auch auf der «Hinterhof»-Dachterrasse. Und zwar für immer.

Nach fünf Jahren Konzerten, Poetry Slams, Modeflohmis, Salsa-Abenden und vielen Sonnenuntergängen ist nach diesem Wochenende endgültig Schluss mit Dachterrasse. Diesen Freitag und Samstag steigt dort die letzte Party, bevor der «Hinterhof» im März 2016 ganz schliesst.

Ein letztes Mal können alle Dachterrassen-Fans die Aussicht über Basel und das Industriegebiet geniessen, sich vom argentinischen Grill versorgen lassen und die beliebten «Hinterhof»-Cocktails schlürfen. Das Wetter will sich laut Prognosen mit Temperaturen bis zu 19 Grad des Abschieds würdig erweisen. 

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Dachterrasse Closing, Freitag und Samstag, 25. und 26. September 2015, ab 17 Uhr.

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«Kunsti» Margarethen: Petition eingereicht

16.09.2015, 13:35Uhr
Daniela Gschweng: Petitionsübergabe zur Erhaltung der Kunsti Margarethen. V.l.n.r.: Beatrice Isler und Claude Wyler (NQV Gundeli), Brigitta Gerber (Petitionskomission), Tim Cuénod (SP-QV Gundeldingen-Bruderholz).

Petitionsübergabe zur Erhaltung der Kunsti Margarethen. V.l.n.r.: Beatrice Isler und Claude Wyler (NQV Gundeli), Brigitta Gerber (Petitionskomission), Tim Cuénod (SP-QV Gundeldingen-Bruderholz). (Bild: Daniela Gschweng)

Der Sport- und Freizeitanlage im Margarethenpark droht die Schliessung. Das Gundeldingerquartier wehrt sich mit einer Petition gegen das drohende Aus. 3317 Unterschriften wurden am Dienstagabend, 15. September, an die Petitionskommission des Grossen Rates übergeben. Anlässlich der Übergabe lud die CVP zur einer Podiumsdiskussion über die Zukunft der beliebten Freizeitanlage.

Die «Kunsti» hat Renovierungsbedarf und durch verschärfte Umwelt- und Sicherheitsvorschriften auch gestiegene Betriebskosten. Auf eine Totalsanierung – Kostenpunkt: etwa 60 Millionen Franken – wagt eigentlich kaum noch jemand zu hoffen. Zumal nun auch die Kunsteisbahn Eglisee umgebaut wird. Aber auch eine Sanierung der Eisanlage allein würde 40 Millionen Franken kosten.

Vorerst provisorisch repariert

Im Moment wird laut «Schweiz am Sonntag» für knapp zwei Millionen Franken erst einmal provisorisch abgedichtet, um die Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Mit dieser Massnahme könnte die Eisbahn zumindest sicherheitstechnisch noch ein paar Jahre laufen. Das wäre Zeit genug, um sich Gedanken über die zukünftige Nutzung machen zu können.

Und dann wäre ja auch noch der Engpass bei den Sportstätten, der gemäss Peter Howald, Leiter der Abteilung Sport des Sportamtes Basel-Stadt, durch den Umbau der Anlage Eglisee entsteht. Die «Kunsti» müsste noch mindestens fünf Jahre laufen, um diesen zu überbrücken.

Voten für den Erhalt der Kunsti

Am Dienstagabend luden die CVP und verschiedene Quartierorganisationen anlässlich der Petitionsübergabe zur Podiumsdiskussion vor Ort. Etwa 40 Personen liessen sich von den doch sehr kühlen Temperatur in der Halle nicht abschrecken und kletterten auf die Ränge der Kunsteisbahn.

Die Podiumsdiskussion erwies sich im Wesentlichen als Standortbestätigung der Beteiligten. So forderten Andrea Jost, Leiterin der Eislaufschule ELS, eine Erhaltung der «Kunsti» für den Publikumslauf und der ehemalige Eisschnelläufer Max Pusterla eine Erhaltung der «Kunsti» als Sportstätte. Auch Peter Howald ist in seiner Funktion im Sportamt die Erhaltung der Eisbahn als Sportstätte am wichtigsten. Grossrat Oswald Inglin legte Wert darauf, dass alle vorliegenden Varianten zur Erhaltung der «Kunsti» sorgfältig geprüft werden, bevor die Schliessung droht.

Eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Kunsti anlässlich der Petitionsübergabe geriet eher zur Standortbestätigung. V.l.n.r.: Oswald Inglin, Andrea Jost, Andreas Peter, Peter Howald, Max Pusterla.

Eine Podiumsdiskussion zur Zukunft der Kunsti anlässlich der Petitionsübergabe geriet eher zur Standortbestätigung. V.l.n.r.: Oswald Inglin, Andrea Jost, Andreas Peter, Peter Howald, Max Pusterla. (Bild: Daniela Gschweng)

Ähnlich äusserte sich SP-Grossrat Mustafa Atici, der die Petition unterstützt. Falls das nicht möglich sei, sollten auch Umnutzungsmöglichkeiten diskutiert werden, um die «Kunsti» Margarethen als Quartiertreffpunkt zu erhalten, sagte er. Neben Atici und Gastgeber Inglin hatten sich auch die Grossräte Kerstin Wenk (SP), Patrick Hafner (SVP), Beatrice Isler (CVP) als Präsidentin des Neutralen Quartiervereins und Sibel Arslan (BastA!) eingefunden.

Alternativen zur Erhaltung als Eisbahn gäbe es. Dani Jansen, Anwohner im Gundeli und Betriebsleiter der Aktienmühle, hatte auf einer ursprünglich nicht ganz so ernst gemeinten Facebook-Seite «Zukunft Kunsti Margarethen» Vorschläge gesammelt. Wenn die «Kunsti» als Eisbahn nicht erhalten werden kann, dann wenigstens als Quartiertreffpunkt, so auch die Meinung im Quartier.  

Eröffnung am 2. November

Eine Alternative, auf die die Quartierbewohner gehofft hatten, fällt wohl aus: Die Verwendung einer synthetischen Wachsbahn («Skate Run») anstelle von Kunsteis sei zwar für den Publikumslauf geeignet, für die Verwendung im Sport sei die Qualität aber derzeit noch zu schlecht, sagte Peter Howald.

Wie auch immer die Zukunft der Kunsteisbahn Margarethen aussieht, die wichtigste Nachricht für deren Nutzer war sicher diese: Die diesjährige Eröffnung der «Kunsti» ist für den 2. November geplant.

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«Le Bienvenue» und «Gourmandise Divine» setzen im St. Johann auf Schweizer Küche

15.09.2015, 10:17Uhr
Michel Schultheiss: Noch stehen beide Namen an der Elsässerstrasse: Aus dem alten Standort des «Rhyschänzli» wird nun das «Le Bienvenue»

Noch stehen beide Namen an der Elsässerstrasse: Aus dem alten Standort des «Rhyschänzli» wird nun das «Le Bienvenue» (Bild: Michel Schultheiss)

Die Gastro-Landschaft im Santihans hat in den letzten paar Wochen mehrere Veränderungen erfahren. So wird etwa das Restaurant «Johann» am St. Johanns-Ring am 25. September seine Pforten schliessen.

Gleichzeitig sind in letzter Zeit im Quartier aber auch neue Namen aufgetaucht – so etwa beim Vogesenplatz: Kürzlich herrschte in der Ladenfläche neben der Apotheke noch gähnende Leere, nun wird sie bespielt. Die neu eröffnete «Bar Brut» bietet frisch gerösteten Kaffee und Cocktails an.

Gleich gegenüber wird auch seit wenigen Monaten das «Glashaus» unter dem Luzernerring-Viadukt wieder genutzt – vom Döner-Imbiss «St. Johann Grill».

Bio-Fondue im urchigen Ambiente: «Le Bienvenue»

Und nun tut sich auch an der Elsässerstrasse 17 etwas: rund acht Monate stand das Lokal leer, seit das Restaurant Rhyschänzli anfangs Jahr an die Lichtstrasse gezogen ist. Nun aber ist ein Familienbetrieb als Nachmieter am Start: Unter dem Namen «Le Bienvenue» wird seit ein paar Tagen wieder gekocht. Am Samstag konnte das Lokal offiziell eröffnet werden. Das urchige Interieur des Restaurants wurde belassen, ebenso der Garten mit dem Goldfischteich und der Nymphensittich-Voliere.

Im «Bienvenue» steht die Schweizer Küche im Vordergrund: «Unsere Spezialitäten sind das Bio-Käsefondue und die Cordon bleus», sagt der neue Wirt Jean-Charles Müller. Eine Käserei aus dem Goms beliefert dabei das Restaurant. Auf der Karte sind ferner Jenzer-Goldwurst mit Rösti, Hirschpfeffer und Pilzrisotto und falsche Schnecken zu finden. Die Familie Müller hatte vorher gleich auf der anderen Seite der Grenze gearbeitet: Sie bewirtete den Novartis-Sportplatz in Huningue.

«Gourmandise Divine»: Schweizer Küche mit brasilianischem Hintergrund

Einen weiteren Wirtewechsel gab es auch an der Jungstrasse 50. An der Ecke zur Vogesenstrasse ist nun alles in den Farben weiss und orange gehalten. Seit dem 5. September ist dort das Restaurant «Gourmandise Divine» in Betrieb.

Es ist noch keine vier Monate her, seit hier schon mal ein Wirtewechsel stattfand: Auf das indische Restaurant «Welcome to India» folgte damals das «Mexicali». Die Tex-Mex-Küche stand nicht unter einem guten Stern: Selten sah man Gäste im etwas düsteren Speisesaal. Im Laufe des Sommers wurde das Lokal manchmal richtiggehend zum «Geisterrestaurant».

Auch gleich um die Ecke, an der Jungstrasse, weht ein frischer Wind: «Gourmandise Divine» folgt auf «Mexicali».

Auch gleich um die Ecke, an der Jungstrasse, weht ein frischer Wind: «Gourmandise Divine» folgt auf «Mexicali». (Bild: Michel Schultheiss)

Nun aber weht ein frischer Wind: Das brasilianisch-portugiesische Wirtepaar Lucio Ribeiro und Sara Gomes übernimmt das Ruder. Dafür wurde das Lokal etwas umgekrempelt: «Es war hier ganz schön dunkel», sagt der neue Wirt Lucio Ribeiro. Eigenhändig hat er die Wände neu gestrichen und für mehr Licht gesorgt.

Es wird somit ein Neustart mit einem anderen Konzept gewagt: Cordon bleu, Rösti, Wurstsalat, Entrecôte , Spaghetti und Pizza sind etwa auf der Karte zu sehen. Ein Frühstück, Kaffee mit Gipfeli, ist für einen Fünfliber zu haben.

Die brasilianischen Wurzeln der neuen Pächter schimmern dennoch durch: Unter den Vorspeisen sind etwa «Coxinhas» aufgeführt – Poulet-Kugeln, die in keinem brasilianischen «Lanchonete», dem typischen Imbissrestaurant, fehlen dürfen. Zudem soll bald einmal jeweils einmal pro Woche ein indonesischer Abend im «Gourmandise Divine» stattfinden.

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