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Hazel Unchained (VIII): Adieu Art Basel

17.06.2013, 09:31Uhr
: Gut, ein Bild kann ich mir dann doch nicht verkneifen. Ob es Kunst ist, weiss ich nicht, aber ich nenne es liebevollst «Haarige Reflexion - Disco Taliban is in da house».

Gut, ein Bild kann ich mir dann doch nicht verkneifen. Ob es Kunst ist, weiss ich nicht, aber ich nenne es liebevollst «Haarige Reflexion - Disco Taliban is in da house».

Adieu Art Basel, Hazel Unchained legt sich wieder in Ketten. Leider ist mein Kameramann verschwunden. Mit Sack und Pack an die Adria geflüchtet und hat mich einfach ohne Stativ und Zugang zum Schnittprogramm in diesem schwül-sterilen Heuchlerland hinterlassen. Gummischrot und Tränengas waren wohl selbst für seinen dicken Schädel zu viel gewesen. Eine Schande, dass ausgerechnet dieses letzte Filmchen also nicht mehr zustandekommen kann, dieses letzte Video, welches von solch epischer Natur gewesen wäre, in 3D und Dolby Digital, mit Millionenbudget, Gastauftritt von Anthony Hopkins im Lady-Di-Kostüm und Audio-Kommentar von Morgan Freeman.

Ich spiele mit dem Gedanken, für diesen Eintrag eine riesige und provokative Überschrift zu verwenden: «Albaner hinterlässt Schweizerin – Kunstmesse ist fassungslos und Kameragrüsel auf freiem Fuss». Doch bei so einem linken Lappen wie der TagesWoche habe ich damit wohl nicht die geringste Chance, im Gegenteil, die sind sogar bestimmt noch auf seiner Seite. Dass er sich auch einmal Ferien verdient habe, heisst es da, und dass er ja nicht das ganze Jahr lang jeden Tag fünfzehn Stunden arbeiten könne, das sei hier ja schliesslich keine Ostasiatische Schuhfabrik sondern eine zivilisierte Gedankendruckstelle. Mir doch egal, just do it lautet das einzig wahre Arbeitsmotto.

Natürlich könnte ich jetzt auch einfach einen Abschiedstext schreiben, der noch viel bildkräftiger ist als tausend aneinandergereihte High Definition Frames, ein Text der Bilder von Menschen zeigt und ihrem Inneren, von der Welt als Ganzem und vom Ganzen als nichtigem Haufen. Ein Abschiedsbrief sozusagen, der Bilder präsentiert von Explorateuren in arktischen Weiten, Giftfrosch-blauen Seen umrahmt von Zyankali-Pulverschnee und Girlanden aus gefrorenem Popcorn, Bilder von adipösen Reisenden auf Parkbänken, Frauen, die ihren Männern am Sandstrand die Mitesser aus den Schultern quetschen und den Pfropf dann mit Mittelfingers Nagel vom Daumen weg und ins Meer spicken. Bilder von Neureichen, die Kokain von Spiegelbruchstücken schnäuzen und Altreichen, die sich in Siebnerkonstellationen bis zum Hüftbruch auf elektrostatisch ladenden Tierfellen räkeln. Aber ich möchte das alles nicht. Ich kann nicht mehr. Die Art Basel hat mich ausgelaugt hinterlassen wie das Pökelbad ein altes Euter im Sommerwind. Ich habe keine Lust mehr.

Mindestens meine liebsten Kunstwerke hätte ich ja fotografieren können um dann abschliessend dazu zu schreiben, was mir daran so sehr gefiel. Aber ich möchte auch das nicht, es tut mir nicht einmal leid. Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich auf der Redaktion der Störenfried, der traurig-verzerrte Clown der Neuzeit war – «die anderen berichten ja schon genug professionell darüber, Frau Brugger, machen Sie nur», hiess es. (Nun, nicht einmal gesiezt wurde ich auf der Redaktion, so scherzhaft schien der Schatten meiner Selbst. Schlimmer noch, sie machten Witze über meinen Namen, nannten mich Haselnuss und Purple Haze. Ich schlug sie zur Strafe mit bösem Blick und kaltem Maul.)

Über die Kunst habe ich zu allem Überfluss auch nicht viel gelernt, was mir nicht schon klar erschien. Sei es die Kunst als Zustand oder Status, Kunst als Hobby oder Notwendigkeit: Ein Künstler muss seine eigene Kunst und Arbeit ernst nehmen. Sonst ist das so, als würde ein Spiel seine eigenen Regeln brechen – und somit sowohl seinen eigenen, als auch den Sinn des dafür relevanten Systems zerstören.

Aber sei’s drum, die nächste aufgeblasen-kranke Kult Convention kommt bestimmt. Und in Gedanken bin ich jetzt bei Fatmir, dem Kameramann, der irgendwo an der albanischen Küste seinen am Boden gebliebenen Bauch bräunt und sich die Baklava-klebrigen Finger leckt – ganz ohne Sinn für die Ästhetik und ohne Heimweh nach der Kunst.

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Freude herrscht!?

16.06.2013, 21:38Uhr

70'000 Besucher zählte die Art Basel, 13'000 die Liste, die Volta veröffentlichte am Sonntag keine Zahlen. Alle drei Messen jedoch freuen sich über einen erfolgreichen Abschluss.

Die Galeristen der Volta wurden zwar nicht von Käufern und Besuchern überschwemmt, konnten aber trotzdem sehr gute Verkäufe erzielen. Und auch die Liste spricht von «imposantem Publikum und starken Verkaufszahlen».

Bei der Art freute man sich laut Pressemitteilung nicht nur über die zahlreich angereisten Sammler und das Fachpublikum, sondern vor allem auch über berühmte Künstler und Künstlerinnen von Roni Horn bis Sean Scully, die der Messe einen Besuch abstatteten.

Hochkarätige Kunst

Natürlich aber ging es vor allem um Verkäufe, und diese liefen offenbar fabelhaft – vor allem schon an den beiden Previewtagen, wie bereits am Donnerstag zu vernehmen war. Verwunderlich ist das nicht, denn die Kunst, welche an der Art zu finden war, war ein weiteres Mal unbestreitbar hochkarätig. Wenn man auch die Zwischentöne vermissen konnte, jene kleinen Auffälligkeiten, die vielleicht nicht unbedingt als erstes einen Käufer finden würden, aber dafür in Erinnerung bleiben.

Nein, schwere Kost war wenig zu finden. Die Galerien brachten auch in diesem obersten Segment mit, was sich sicherlich gut verkaufen liess. Und die Rechnung ist – so scheint es – aufgegangen.

Freude also herrscht – und zu unliebsamen «Misstönen» wie jenen vom Freitagabend schweigt man sich bei der Art Basel einfach weiterhin aus.

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Hazel Unchained(VII): Zirkus und Kunst

16.06.2013, 17:56Uhr
Hazel Brugger: Worin liegt der existenzielle Unterschied zwischen Zirkus Knie und der Kunstmesse Art?

Worin liegt der existenzielle Unterschied zwischen Zirkus Knie und der Kunstmesse Art? (Bild: Hazel Brugger)

Als Alternative zum Besuch der Art Basel sehen viele (hierzu zählen Familien, Kinder, Alleinerziehende, zusammen nicht Erziehende und andere Anarchisten, einsame Kinder, sonst Leute die alleine sind und überhaupt alles, was jemals irgendwo rumgelaufen ist) den Besuch des Zirkus Knie, der zur gleichen Zeit nur wenige Meter vom Messezentrum entfernt gastiert.

Verständlicherweise ist dieses Riesenangebot an kultureller Dröhnung für die meisten (hierzu zählen vor allem die Familien) äusserst überfordernd. Daher habe ich nun eine Grafik erstellt, die essentielle Unterschiede zwischen dem Zirkus und der Kunstmesse aufzeigt. Das Kleingedruckte ist diesmal extra klein und sollte trotzdem nicht unterschätzt werden.

Damit das Ganze noch etwas spannender wird, habe ich das diffuse Portrait eines verstorbenen Hardcore-Politikers eingebaut. Wer es findet, soll sich von mir gelobt fühlen. Brav!

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Insiderhandel: Die Öffnungszeiten der Art

16.06.2013, 16:19Uhr

Mal angenommen, man möchte als Normalsterblicher die Art Basel besuchen. So ganz ohne VIP-Pass oder Keilformation. Einfach hingehen und etwas Kunst ansehen. Welche Information ist dann ganz hilfreich? Genau, von wann bis wann die Art eigentlich geöffnet ist. Nach minutenlangem Suchen auf der Website der Art komme ich zum Schluss: Man möchte es mir nicht verraten.

Gut, kann ja sein, dass die Öffnungszeiten der Art zum Allgemeinwissen des weltgewandten Kunstaficionados gehören (nebst dem Wissen, was in einem Favela von Welt ein Käffchen kostet) und gleichsam als gläserne Decke zwischen den Wissenden und Nichtwissenden dienen. Entweder man hat die Öffnungszeiten in der DNA oder man wird sie nie erfahren. Harhar. Wie die Kolleginnen bereits vor einem Jahr diagnostizierten: «Die Art hebt ab» – und wir durchschnittssolventen Kunstopfer wissen nicht mal, um welche Uhrzeit.

Dabei wähnte ich mich bereits am Ziel, als ich nach einigem Suchen auf der Website die Rubrik «Frequently Asked Questions» entdeckte. Leider gehören die Öffnungszeiten nicht zu den (von den Organisatoren sich selber gestellten) häufig gestellten Fragen. Dafür erfahre ich da: «What makes Art Basel special?». Immerhin, das wollte ich auch schon lange wissen.

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Von Partys, Pissoirs und Protesten

16.06.2013, 15:06Uhr
Marc Krebs: Pissoir-Statement, gesehen an der Art Basel 2013.

Pissoir-Statement, gesehen an der Art Basel 2013. (Bild: Marc Krebs)

Dass das Verhältnis zwischen der Messe Schweiz und vielen Baslerinnen und Baslern angespannt ist, kriegt man selbst dort zu hören, wo man nur dann hängen bleibt, wenn ein Stadtgespräch die Runde macht: auf dem WC. Die Favela-Protestparty und der verkrampfte Umgang der Messe Schweiz mit dieser (Strafanzeige erheben, Polizeieinsatz auslösen) scheint zu bestätigen, was meine Kolleginnen vor einem Jahr schon getitelt haben: «Die Art hebt ab».

Da erinnert sich unsereiner wehmütig zurück, an die Zeit vor zehn, zwölf Jahren, als die Art noch so stark verankert war in der Stadt Basel, dass sie die Subkultur berührte – vice versa. Unvergesslich, wie eine der legendären Art Partys in der Kaserne um 4 Uhr ihr gesetzlich verordnetes Ende fand, worauf Sam und Judith Keller eigenhändig dazu beitrugen, dass auf der Kasernenmatte ein improvisiertes Soundsystem installiert wurde und man miteinander bis zum Sonnenaufgang weitertanzte. Auch die Galeristen aus New York oder Brüssel waren begeistert. Und die Polizei unbewaffnet.

Tempi passati. 

Die Lockerheit von früher, sie ist selbst während der Art Basel einer Spiessigkeit gewichen. Und diese Spiessigkeit manifestiert sich sogar auf den Toiletten. So haben wir im letzten Jahr beim Austreten festgestellt, dass sich ein Pissoir-Graben auftut: Die «In zwei Klassen Wasser lassen»-Gesellschaft hat in der Messe Einzug gehalten, war ein Pissoir doch explizit nur für die Aussteller reserviert. So ein Seich! In diesem Jahr haben wir gleichenorts ein kleines Manifest eines Künstlers entdeckt. Auf einem Zettel stand in Handschrift geschrieben: 

MAKING ART IS FUN, THE REST IS BORING!

– BORING TALKS

– BORING MONEY

– BORING MADE ART

Das Statement haben wir bei unserem zweiten Rundgang an der Art nicht mehr gesichtet. Drei Szenarien sind denkbar:

1. Die Messe Schweiz hat eine Spezialeinheit der Basler Polizei aufgeboten. Diese hat zunächst das Gespräch mit dem Protestzettel gesucht. Als sich dieser nicht rührte, wurde er mit Pfefferspray eingenebelt, mit Gummigeschossen zu Boden geknallt und schliesslich abgeführt. Der Zettel wird sich mit einer Klage wegen Vandalismus konfrontiert sehen müssen.  

2. Ein Galerist aus Miami hat den Zettel mit einem Haarfön abgelöst und sorgfältig in ein Kartoncouvert verpackt. Er wird eine Kunsthistorikerin damit beauftragen, einen Begleittext zu schreiben, worin die Begriffe «postmodern», «subversiv» und «gesellschaftsrelevant» vorkommen. Dann wird er das Post-it-Statement bei seiner Heimmesse in Miami Beach zwischen Werken von Jeff Koons und Damien Hirst platzieren und für 400’000 Dollar einen Käufer finden.

3. Wie Variante 1, allerdings mit einer kleinen Abweichung: Baschi Dürr wird den Zettel nachts aus der Asservatenkammer entwenden und sein Büro endlich mit einem Kunstwerk ausstatten.  

 

PS: Dass ein Pipeline-Betreiber die Pissoirs der Messe sponsert, ist eine Pointe, die wir uns für ein anderes Mal aufsparen.

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Beyoncé im Kioskhäuschen

15.06.2013, 16:51Uhr
Karen N. Gerig / © Pro Litteris: Der Keck Kiosk mit Beyoncés Silhouette.

Der Keck Kiosk mit Beyoncés Silhouette. (Bild: Karen N. Gerig / © Pro Litteris)

Ab August wird im Haus für elektronische Künste während eines halben Jahres gebaut. Der Ausstellungsraum muss dann zwar nicht ganz schliessen, doch die Aktivitäten werden eingeschränkt werden müssen, sagt Direktorin Sabine Himmelsbach.

Damit das HeK aber nicht ganz in Vergessenheit gerät, hat es sich für die paar Monate ein externes Schaufenster besorgt. Das liegt nicht auf dem Dreispitz (was vielleicht ganz gut ist, denn Werbung macht man ja am besten nicht direkt vor der Haustüre), sondern im Kleinbasel, genauer gesagt beim Kasernenareal.

Dort, neben dem Restaurant Parterre, steht ein Kioskhäuschen, das in der Kulturszene schon länger als Keck Kiosk bekannt ist. Nun war das Konzept eben jenes Kioskes einst, als Schnittstelle zwischen Areal und Quartier zu dienen – das wird wohl mit dem Gastauftritt des HeK nicht unbedingt der Fall sein. Aber egal, Hauptsache es geht etwas in diesem Häuschen.

Das HeK hat nämlich diese Woche zum Kickoff geladen. Auf der gläsernen Fassade prangt die Silhouette Beyoncés, wie wir sie von den Plakaten eines Grosskleiderladens kennen – nur darum überhaupt erkennen wir sie wohl. Aus dem Häuschen heraus dringt ihre Stimme, den Song singend, der zur Werbekampagne lanciert wurde. Zuerst erkennbar, dann verfremdet tief.

Das Ganze ist ein Werk des Basler Künstlers Fabian Chiquet. Dieser spielt gerne mit unserer Wahrnehmung und mit dem Umgang der Neuen Medien und sozialen Plattformen. Da passt dieses Werk perfekt hinein.

Schön wäre nur, man könnte es in der Dunkelheit betrachten. Dann würde nämlich nicht die ganze Umgebung sich im Fenster spiegeln. Weil die Öffnungszeiten von 11 bis 20 Uhr sind, bleibt uns dies jedoch verwehrt.

  • Noch bis 28. Juli.

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Hazel Unchained (VI): Stockholm-Syndrom

15.06.2013, 13:05Uhr

Oha! So oder so ähnlich fühlt es sich also an, das Stockholm-Syndrom jenseits von klassischen Entführungen. Ganz schön subtil, wie es sich in mich hineingeschlichen hat und mich jetzt allen Ernstes glauben lässt, dass alles, was an der Art Basel geschieht, seine vollkommene Richtigkeit und vor allem auch Wichtigkeit hat. Vorbei sind die Tage, an denen ich mich nur daran erfreue, wie viel Geld ich schon gespart habe, indem ich (ausser einem Fläschchen Apfelschorle für 6.50 Franken, aber man gönnt sich ja sonst kaum was) nichts gekauft habe. Jegliche Gefühle von Zweifel, Unverständnis oder des latenten Ekels der Kunstmesse und deren Besuchern gegenüber sind verschwunden.

Die Galeristenlingo ist die Titte, an der mein Geist sich laben kann.

Viereinhalb Tage hat die Art gebraucht, um meinen Willen zu brechen, mich ihrer hörig zu machen, mir ein Gefühl von Geborgenheit, ja sogar Heimat, einzuverleiben. Ihre kalten Wände spenden die seelische Wärme, die mich nachts schlafen lassen, die Galeristenlingo ist die Titte, an der mein Geist sich laben kann. Unvorstellbar, dass der ganze Zirkus (also die Art, nicht der Knie, den gibt’s ja zum Glück noch bis und mit Mittwoch auf der Rosentalanlage) bald vorbei sein soll.

An der Tatsache, dass die Verrücktheitsdichte bei den Besuchern wohl doch immer noch überdurchschnittlich hoch (verglichen mit dem Craziness-Koeffizienten unter Olma-Besuchern beispielsweise) ist, ändert mein neu-erworbener geistiger Zustand natürlich gar nichts. Aber es stört mich nicht mehr, ich habe mein Schicksal akzeptiert und weiss nun: «You can look at art – even with a postcard – to food [sick!] your mind. You need it to food your mind.»

Und hier geht's zum «blöden» Affen. Oder blöden «Affen», je nach Ansichtsweise.

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