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Dishonored - Spielkritik

26.10.2012, 22:35Uhr

Sieht man die Regale mit den Video- und Computerspielen durch, fällt schnell auf, dass es kaum Spiele gibt, welche nicht eine Zahl hinter dem Titel haben. Ob Fifa 13, Assassin’s Creed 3 oder Dead or Alive 5- Fortsetzungen dominieren den Markt. In Anbetracht unsicherer Zukunftsaussichten scheuen die meisten grossen Spielehersteller das Risiko, etwas Innovatives, Eigenständiges auf den Markt zu bringen und setzen auf die „sichere“ Karte Fortsetzung. Mit DISHONORED – DIE MASKE DES ZORNS ist nun aus dem Hause Bethesda Softworks eine löbliche Ausnahme dieses Schemas erschienen...

Die Handlung spielt zu Beginn der Industrialisierung in der fiktiven Stadt Dunwall in einem namenlosen Inselreich. Die Reichtumsschere klafft weiter auseinander als in unserer Welt, gleichzeitig raffen Pest und Ratten unzählige Menschen dahin. Harte Zeiten für die regierende Kaiserin Kaldwin und deren Kabinett. In ihrer Verzweiflung schickt sie ihren Leibwächter Corvo ins benachbarte Reich, um Hilfe zu suchen. Nach dessen Heimkehr fällt die Kaiserin jedoch einer Intrige zum Opfer und wird ermordet. Ihre Tochter wird entführt und die Schuld wird Corvo in die Schuhe geschoben. Als er in einer Zelle auf seine Hinrichtung wartet, bekommt er Post. Unbekannte haben die Gefängniswärter bestochen und ermöglichen ihm die Flucht.

Corvo entkommt und erhält die Gelegenheit, die Drahtzieher des Hochverrats zu entlarven. Eine schier unlösbare Aufgabe, denn seine Feinde sind zahlreich und hochtechnisiert. Eines Nachts trifft er im Traum auf den sogenannten „Outsider“. Der offenbart ihm, dass er fortan übersinnliche Kräfte besitze, mit deren Hilfe er die Mächte des Bösen besiegen könne. Ein neuer Freund schmiedet ihm eine eiserne Maske, die titelgebende Maske des Zorns. Maskiert bricht Corvo auf, um den Mord an seiner Kaiserin zu rächen und vor allem deren Tochter aus den Fängen des Bösen zu befreien...

Zugegeben, die Story liest sich reichlich abgelutscht und sie ist es denn auch nicht, die DISHONORED von der breiten Masse abhebt. Der Verdienst des Spiels liegt in seinem Look und dem Gameplay- beides überzeugt auf der ganzen Linie.

Den einzigartigen Look verdankt DISHONORED Viktor Antonov. Der Visual  Design Director zeichnete bereits für den Meilenstein des Spieldesigns Half-Life 2 verantwortlich und erarbeitete hier mit einem französischen Designteam eine fantastische Welt. Inspiriert vom von der Pest und dem grossen Feuer gezeichneten London des 17. Jahrhunderts, ist das fiktive Dunwall des Spiels schlicht atemberaubend schrecklich. Die Architektur, die Maschinen und Kostüme- einfach alles ist bis ins letzte Detail von einem schnörkellosen, eleganten Design durchzogen, das wohl für manche Designklasse als Anschauungsunterricht dienen wird. Wunderschön.

Das Gameplay kann mit einem Wort umschrieben werden: Freiheit.

DISHONORED schreibt mir nicht vor, wie ich mein Ziel erreiche. Zwar gibt es klare Vorgaben, welche Aufgaben zu erledigen sind. Wie ich dies aber tue, ist mir überlassen. Ich kann von Versteck zu Versteck schleichen und bis zum Ende des Spiels keinen einzigen Menschen töten. Alternativ kann ich auch die Methode Rambo wählen und alles niedermetzeln, was sich mir in den Weg stellt. Das Interessante dabei: Das Spiel wertet meine Handlungen nicht. Es stellt moralisch verwerfliches Tun nicht direkt in Frage, dennoch beeinflusst mein Verhalten den Spielverlauf. Das Ende des Spiels ist nämlich entsprechend ein anderes. Mehrfaches Spielen lohnt sich.

Ein Punkt ist allerdings unverzeihlich: Für DISHONORED wurden namhafte Sprecherinnen und Sprecher verpflichtet. Susan Sarandon, Michael Madsen und Brad Douriff sind nur einige der Hollywood-Stars, welche die Atmosphäre des Spiels prägen. Nun hat sich aber Publisher Bethesda entschieden, die englische Tonspur für den deutschsprachigen Markt NICHT auf die Disc zu laden. Wer die Originalversion will, guckt in die Röhre. So nicht!

Ich verstehe sehr gut, dass viele Menschen lieber in ihrer Muttersprache spielen, doch wenn ein Spiel schon die grosse spielerische Freiheit propagiert, dann sollte die Spielerin oder der Spieler zumindest auch die Freiheit haben, die Sprache selbst frei zu wählen....

DISHONORED ist ein tolles Spiel und wäre wohl auch in der Bestenliste 2012, wäre da nicht dieser üble Lapsus mit der fehlenden englischen Tonspur. Dennoch: Ein absoluter Kauftipp auf allen Spielkonsolen oder dem PC.

Titel: Dishonored, Plattform: PS3 (getestet), XBOX360, PC, PEGI: Ab 18 Jahren, Preis: ca. 89 Franken

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