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Ob der Horror mit der Miss Erfolg bringt?

23.08.2012, 00:24Uhr
:

Man will einem, der mit »Grounding« und »Mein Name ist Eugen« viel Tempo und Witz gezeigt hat und in »Sennentuntschi« auch mit einem gestemmten Genrefilm zum Steiner des Anstosses wurde, gern auch für »Missenmassaker« auf die Schulter klopfen. Michael Steiner hat sich ins Zeug gelegt. Vom Bund hat er endlich auch Geld gekriegt. 900 000.- Für welches Thema? Miss-Stände. Massaker. Da hat er seine Miss-Latte hat hoch gelegt: Immerhin will er eine Horrorkomödie mit Gänsehaut - und Lachsalven mit internationalem Standard präsentieren.

Was die Gänse anbelangt, geht die Rechnung auf. Gänsebissig sind die jungen Damen immerhin. Auch in Sachen Haut wird nicht gespart. Miss um Miss muss davon zeigen (ohne, dass es uns unter dieselbe geht). Immerhin trifft uns, was wir längst vermutet haben, gleich zu Beginn mit voller Wucht: Um Miss zu werden, braucht es keinen Kopf. Um Miss zu bleiben aber schon. Dass die erste Miss Schweiz ihren Kopf gleich so gruselig verliert, ist also nur logisch. Krönung und Köpfung finden in einem Aufwisch statt. Auch an weiteren Salven wird in der Folge nicht gespart. Mit dem Lachen -  haperts dann allerdings. 

Woran fehlts? Das Drehbuch macht sich über etwas lustig, was als solches schon fast eine Satire-Sendung ist. Missenwahlen gehören traditionell nicht gerade zum Unesco-Weltkulturerbe der Geistesbildung. Es braucht also mehr freiwilligen Witz, als das Missenbusiness ohnehin schon unfreiwillig hergibt. Wer den Horror vacui der Missenkür mit echtem Horror toppen will, muss sich kalt anziehen. 

Mike Müller liefert nach dem ersten Knalleffekt gleich die erste Knallcharge: Was er in Giaccobo/Müller grandios meistert, wirkt hier wie eine Satire-Sendung in der Satire-Sendung. Zu dünn ist der Witz. Zu dick trägt er auf. Zu schmal ist seine Figur gedacht. Da zeigt sich das schon das Missen-Verhältnis: Horror oder Komödie? Hätte Müller einen seiner grusig echten Typen liefen dürfen, die er so prächtig beherrscht, wir hätten uns lachend gegruselt. So reichts zum lachen kaum und zum gruseln auch nur  - ob so viel verschwendeten Talents. Selbst die Dialekte klingen, wie sie in Dialekfilmen oft klingen: Wie eine Parodie. 

Wenn ich Sie jetzt noch mehr abschrecke, ist das für Sie ein Grund hinzugehen, denn Horrorfilme sollen ja abschrecken? Dann will ich loben: Wohl tut, dass Steiner sich selbst nicht so ernst nimmt. Er lässt uns sehr früh in seinen Trickkoffer schauen, in dem sämtliche Horrorklassiker mit Faschings-Masken vertreten sind. Wir dürfen also wenigstens gespannt sein, in welcher Reihenfolge der Koffer geleert wird. Erst »Scream« dann »Hostel« oder gleich »Drag me to hell« noch vor »Saw«? Wohl tut auch, dass Steiner gewohnt rasant erzählt. Wohl tun auch die beiden Rapolds, Martin als Schnauzer und Patrick als Süssholz, die auf der männlichen Seite der Leinwand das Vorurteil Lüge strafen, nur Missen könnten doof und unterbelichtet und tödlich giftig sein. Am meisten wohl tut, dass die Miss Lisa Marie Bärenbold die Balance von Komik und Horror nicht vermissen lässt. Sie entwickelt ihre Figur, trägt die Geschichte, und trägt auch den hübschesten Gespensterbahn-Schrei des Filmes bei! Überhaupt: Geitschen können die Missen allesamt prächtig. Mehr loben sollte ich nicht, sonst werden Sie wieder angelockt, und Horrorfilme locken nicht an: Sie schrecken ab!

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