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Lehrplan 21 

15.2.2017, 16:50 Uhr

Starke Schule beider Basel trennt sich bereits wieder von VPM-Gründer

15.2.2017, 16:50 Uhr

Der Bericht der TagesWoche, dass sich das Komitee Starke Schule beider Basel für seine Expansion in die Stadt ein Gründungsmitglied der Psychosekte VPM an Bord holte, hat Folgen: Die Vereinigung hat die Zusammenarbeit mit dem besagten Mitglied beendet. Von

Hans-Jörg Walter / Nils Fisch: Das Komitee Starke Schule beider Basel steht nach dem Bericht der TagesWoche in der Stadt Basel bereits wieder ohne Kopf da.

Das Komitee Starke Schule beider Basel steht nach dem Bericht der TagesWoche in der Stadt Basel bereits wieder ohne Kopf da. (Bild: Hans-Jörg Walter / Nils Fisch)

Die Schulreform-Skeptiker von Starke Schule Baselland haben ihren Feldzug gegen den Lehrplan 21 auf Basel-Stadt ausgeweitet. Wie die TagesWoche berichtete, hat sich das Komitee für diesen neuen Kampfplatz mit einem Mitgründer der ehemaligen Psychosekte VPM verstärkt.

Das ist bereits wieder vorüber. Am Mittwoch früh teilte das Komitee mit, dass sich die betroffene Person, der Gymnasiallehrer René Roca, «per sofort aus der Starken Schule beider Basel zurückzieht».

«Die Vorstandsmitglieder der Starken Schule beider Basel kannten die Geschichte und die dahintersteckende Ideologie dieses ehemaligen Vereins VPM bis zum vergangenen Montag nicht», heisst es in einer später versandten Ergänzung zur kurzen Medienmitteilung des Komitees.

Starke Schule wusste von nichts

Sonderlich viel Recherchearbeit hätten sich die Vorstandsmitglieder aber nicht machen müssen. Roca weist auf der Website seines «Forschungsinstituts direkte Demokratie» offen auf diese Vergangenheit hin: «Ich gehörte auch zu den Gründungsmitgliedern des Vereins zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis (VPM), der 1986 gegründet und 2002 wieder aufgelöst wurde», schreibt der Aargauer Historiker, der als Geschichtslehrer am Basler Gymnasium am Münsterplatz arbeitet.

Das Komitee starke Schule will sich nun nach eigenen Angaben nicht mit einem Bezug zur umstrittenen Psychosekte belasten. Dem Verein würden sektiererische und autoritäre Machtstrukturen vorgeworfen. «Unabhängig davon, ob diese Vorwürfe an den Verein VPM begründet oder unbegründet sind: Es schadet dem Mitte-links-Komitee Starke Schule beider Basel, wenn ein ehemaliges Mitglied dieses massiv kritisierten Vereins VPM bei der Starken Schule aktiv ist», lässt das Komitee als Begründung verlauten.

 

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Inaktiver Nutzer

    am 15.02.2017, 18:46

    Ketzerische Frage:
    Der Gymnasiallehrer Roca ist also nur Gründungsmitglied einer Psychosekte, als Beteiligter der Starken Schule beider Basel, aber am Gymnasium am Münsterplatz ist er ein stinklangweiliger Geschichtslehrer?

    Dr. Jekyll und Mr. Hyde (Robert Louis Stevenson)
    oder
    As You Like It (William Shakespeare)

    1. Fabienne Moerik

      am 15.02.2017, 19:05

      Ich kenne den Herrn nicht persönlich, aber solange er seinen Job als Lehrer korrekt versieht, selbstverständlich! Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden Schwulen, Militärverweigerern, Kommunisten, Atheisten und noch einigen anderen trotz besten Qualifikationen und korrektem Verhalten eine Anstellung als Lehrer verweigert. (Zwar nicht in Basel, jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, aber an anderen Orten der Schweiz.) Wollen Sie, wenn auch vielleicht mit umgekehrten Vorzeichen, diese... mehrIch kenne den Herrn nicht persönlich, aber solange er seinen Job als Lehrer korrekt versieht, selbstverständlich! Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden Schwulen, Militärverweigerern, Kommunisten, Atheisten und noch einigen anderen trotz besten Qualifikationen und korrektem Verhalten eine Anstellung als Lehrer verweigert. (Zwar nicht in Basel, jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, aber an anderen Orten der Schweiz.) Wollen Sie, wenn auch vielleicht mit umgekehrten Vorzeichen, diese Zeit zurück?

    2. Inaktiver Nutzer

      am 15.02.2017, 20:19

      @Fabienne Moerik
      Nein, um Gotteswillen nein.
      Vor allem mit dem Hinweis auf Shakespeares "wie es euch gefällt" hatte ich vielmehr auf die, für mich "fragwürdigen" Argumente von Dominique Spirgi, bzw. der Redaktion der TW, hinweisen wollen. Ich glaube es gäbe bessere Argumente, wenn man gegen die Starke Schule argumentieren möchte, als die hier vorgebrachten.

    3. Inaktiver Nutzer

      am 15.02.2017, 20:28

      da habe ich wohl etwas viel "argumentiert" ;-))

    4. Dänny

      am 16.02.2017, 10:45

      Da Herr Roca eine Person des öffentlichen Interesses ist, erwarte ich von einer Zeitung, dass sie alle relevanten Informationen publiziert. Da es hier um sein Engagement für (oder genauer gegen) die Schule geht, ist sein Beruf als Lehrer durchaus relevant.

      Wäre der Herr Buchhalter in der Firma XY in Hinterduggingen wäre das hingegen komplett irrelevant und sollte/dürfte/müsste nicht publiziert werden.

      Dass die selbsternannte starke schule diese Recherchen nicht gemacht hat, spricht nicht... mehrDa Herr Roca eine Person des öffentlichen Interesses ist, erwarte ich von einer Zeitung, dass sie alle relevanten Informationen publiziert. Da es hier um sein Engagement für (oder genauer gegen) die Schule geht, ist sein Beruf als Lehrer durchaus relevant.

      Wäre der Herr Buchhalter in der Firma XY in Hinterduggingen wäre das hingegen komplett irrelevant und sollte/dürfte/müsste nicht publiziert werden.

      Dass die selbsternannte starke schule diese Recherchen nicht gemacht hat, spricht nicht gerade für ihre Kompetenz auf diesem Gebiet.

    5. Inaktiver Nutzer

      am 16.02.2017, 11:58

      @Dänny
      Sie verdrehen da aber etwas, möglicherweise unbewusst. Ich kenne z.B. Herrn Wiedemann noch aus seiner Zeit als Lehrer in Allschwil und er ist auch immer noch Lehrer. Auch Herr Roca ist Lehrer. UND… es geht um Schule und nicht um Buchhaltung. Ihr Einwand» ……Da es hier um sein Engagement für (oder genauer gegen) die Schule geht» kann ich nicht nachvollziehen. Was heisst , (oder genauer gegen)? Ich sehe nichts, was bei der Starken Schule gegen die Schule sein soll. Warum soll sich nicht... mehr@Dänny
      Sie verdrehen da aber etwas, möglicherweise unbewusst. Ich kenne z.B. Herrn Wiedemann noch aus seiner Zeit als Lehrer in Allschwil und er ist auch immer noch Lehrer. Auch Herr Roca ist Lehrer. UND… es geht um Schule und nicht um Buchhaltung. Ihr Einwand» ……Da es hier um sein Engagement für (oder genauer gegen) die Schule geht» kann ich nicht nachvollziehen. Was heisst , (oder genauer gegen)? Ich sehe nichts, was bei der Starken Schule gegen die Schule sein soll. Warum soll sich nicht gerade ein Lehrer kritisch zur Schule äussern? Die Starke Schule vertritt lediglich eine andere, wie aber auch ich der Meinung bin falsche Ansicht, wie Schule umgesetzt werden soll. Daraus kann ich jedoch nicht ableiten, dass Roca oder Wiedemann gegen die Schule seien. Es ist aber auch eine Tatsache, dass es Schul-intern nicht wenige gibt, die meinen «sie» seien Schule. Dass diese grundsätzlich von Kritik angepisst sind ( wie es Knackeboul ausdrücken würde), durfte ich schon einige Male erleben.

  2. Piet Westdijk

    am 15.02.2017, 20:21

    Hier zeigt sich die "Starke Schule" als ziemlich schwach und hat ein bezeichnendes Eigengoal geschossen.

    1. Inaktiver Nutzer

      am 15.02.2017, 20:25
  3. Daniel Lüscher

    am 15.02.2017, 21:28

    ... da braucht es ein wenig Geschichte und ein wenig Mediennutzung ..... und siehe .... ein Sammelfach! Oh holy shit ?

  4. Dinu Marsson

    am 16.02.2017, 00:38

    Entweder war das eine Hexenjagd der TagesWoche, oder aber Herr Roca hat auch am Gymnasium am Münsterplatz nichts verloren. Ich tippe auf ersteres.

    1. Kol Simcha

      am 16.02.2017, 01:56

      Gute Frage: Erinnert ein wenig an Reinhard Gehlen, Mentor und Gründer einer wichtigen Organisation der Bundesrepublik Deutschland. Auch damals gingen die Meinungen in der Presse auseinander. Ungefähr so, wie Sie es formulieren.

    2. Johann Bodinus

      am 16.02.2017, 11:56

      Inwiefern "Hexenjagd"?

      Warum sollte eine Zeitung nicht über die von Roca nicht verheimlichte Hintergrundgeschichte berichten?

      Roca weist offen auf seine Vergangenheit hin. Die TaWo berichtet darüber. In keinem Satz eine kritische Bemerkung, inwiefern sich das auf seinen Unterricht auswirken soll. Also nicht auf den Mann geschossen, wie das wohl in einem anderen Medium geschehen wäre.

      Und wenn eine Organisation wie die Starke Schule, die immerhin einen wichtigen Pfeiler unserer... mehrInwiefern "Hexenjagd"?

      Warum sollte eine Zeitung nicht über die von Roca nicht verheimlichte Hintergrundgeschichte berichten?

      Roca weist offen auf seine Vergangenheit hin. Die TaWo berichtet darüber. In keinem Satz eine kritische Bemerkung, inwiefern sich das auf seinen Unterricht auswirken soll. Also nicht auf den Mann geschossen, wie das wohl in einem anderen Medium geschehen wäre.

      Und wenn eine Organisation wie die Starke Schule, die immerhin einen wichtigen Pfeiler unserer Gesellschaft - die Bildung - verändern möchte, dann ist es doch auch völlig legitim, ja ein Muss, dass sich die Medien kritisch mit dieser Organisation auseinandersetzen.

      Wo Sie da eine Hexenjagd sehen (wollen), ist mir schleierhaft.

      ----
      nur um klar zu stellen:
      ich bin kein überzeugter Gegner der Starken Schule und in gewissen Punkten sogar einverstanden mit der Kritik am neuen Lehrplan.

Informationen zum Artikel

15.2.2017, 16:50 Uhr

Starke Schule beider Basel trennt sich bereits wieder von VPM-Gründer

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Aktuell

Nils Fisch: Die Polizeileitung hat trotz handfesten Warnungen des Nachrichtendienstes die Untersuchungen gegen den mutmasslichen Erdogan-Spitzel verschleppt. 

Untersuchungsbericht Erdogan-Spitzel 

Auf die leichte Schulter genommen

Der Untersuchungsbericht zum Fall des mutmasslichen Erdogan-Spitzels bei der Basler Polizei wirft kein gutes Licht auf die Polizeiführung. Sie verhedderte sich in rechtlichen Problemen und liess den Mann gewähren. Obwohl dieser auf Facebook angekündigt hatte, Türken in der Schweiz bespitzeln zu wollen.Von Renato Beck. Weiterlesen