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3.2.2017, 04:50 Uhr

«Kein faires Geschäft» – wer bei den SBB Bitcoins kauft, zahlt mehr als anderswo

3.2.2017, 04:50 Uhr

Seit November können Kunden am SBB-Billettautomat die digitale Währung Bitcoin kaufen. Das Angebot ist jedoch teuer und intransparent. Von

Hans-Jörg Walter: An den Automaten der SBB können Kunden seit November 2016 Bitcoins kaufen.

An den Automaten der SBB können Kunden seit November 2016 Bitcoins kaufen. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Es war ein gelungener PR-Coup, den die SBB im November präsentierten: Ihre Kunden können an den Billettautomaten neuerdings die digitale Währung Bitcoin kaufen. Nur: Das Angebot entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als nicht sehr kundenfreundlich.

Denn auf dem Bildschirm steht kein Kurs. Es steht nur, wie viel Bitcoins der Kunde für 20, 50 oder 100 Franken erhält. Um das Angebot mit anderen Anbietern zu vergleichen, müssen Kunden anhand dieser Zahl den Kurs selbst ausrechnen.

Der Kurs, den die SBB an über 1000 Automaten anbieten, liegt deutlich über dem Angebot von Online-Diensten wie Coinbase oder Bitstamp. So zahlt man bei einem grossen Online-Anbieter – Stand Donnerstag, 18.09 Uhr – 935 Euro pro Bitcoin. Bei den SBB sind es zur gleichen Uhrzeit umgerechnet 21 Euro mehr.

Keine Auskunft über Kurse

Der Bitcoin-Kurs ist sehr volatil. Deshalb müssen Währungsschwankungen minutengenau berücksichtigt werden. Ob das bei den SBB geschieht, ist unklar. Stichproben an drei verschiedenen Tagen zeigen, dass der Kurs jeweils zwischen 16 und 22 Euro höher liegt als derjenige von den grössten Online-Anbietern zur exakt gleichen Zeit. Dazu kommt eine Bearbeitungsgebühr von sechs Prozent, die die SBB verlangen.

Woran sich der Kurs an den Automaten orientiert und in welchem Intervall die Kurs-Änderungen an die Kunden weitergegeben werden, sagen die SBB nicht. Der Bitcoin-Anbieter Sweepay, mit dem die SBB zusammenarbeiten, müsse diese Fragen beantworten, heisst es.

Die E-Mail-Anfrage an Sweepay bleibt unbeantwortet. Am Telefon reagiert Geschäftsführer Heinz E. Mühlethaler unwirsch. Man orientiere sich am «gültigen Kurs». Was heisst das konkret? «Geht Sie nichts an», erklärt Mühlethaler, der neben Sweepay ein halbes Dutzend Firmen an seiner Adresse in Zug angemeldet hat. Dann bricht er das Telefonat ab.

«Transparenz muss gewährleistet sein»

Auch andere Anbieter betreiben Bitcoin-Automaten in der Schweiz. Zum Beispiel Bitcoin Suisse. An einem ihrer Automaten an der Clarastrasse liegt der Kurs zwar etwas über dem Angebot der SBB. Bitcoin Suisse legt jedoch offen, wie der Kurs zustande kommt. Er orientiere sich an Anbietern wie Kraken.

Guillaume Saouli, der Co-Präsident der Piratenpartei, kritisiert die SBB dafür, dass sie nichts über ihr Angebot bekannt geben: «Transparenz muss gewährleistet sein. Sonst kaufen die Kunden blind – das ist kein faires kommerzielles Geschäft.»

Luzius Meisser von der Bitcoin Association Switzerland findet nichts Verwerfliches am SBB-Angebot: «Banken machen es doch genauso. Dort ist auch nicht transparent, wie Verkaufskurse zustandekommen.» Meisser findet lediglich die Gebühr von sechs Prozent «relativ hoch».

Die digitale Währung gilt als Ware

Wie es zur Zusammenarbeit mit Sweepay kam und wie viel die Firma für die Benutzung der Automaten zahlt, sagen die SBB nicht. Auch wollen sie keine Zahlen nennen, wie das neue Angebot genutzt wird.

Die Finanzmarktaufsicht (Finma) kontrolliert die Bitcoin-Kurse nicht, weil es sich nicht um eine Währung handle. Die digitale Währung gilt rechtlich als Ware und fällt deshalb nicht unter das Finanzmarktinfrastrukturgesetz.

Auch der schweizerische Preisüberwacher macht keine Kontrollen im Bereich Bitcoins. Die Anbieter können also tun und lassen, was sie wollen. Solange es Kunden dafür gibt, läuft das Geschäft.

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Albert Kurz

    am 3.02.2017, 16:15
  2. peter meier1

    am 4.02.2017, 09:38

    Der Bitcoin-Kurs ist sehr volatil... und schwupps werden aus 935 Euro 0.0012 Euro

Informationen zum Artikel

3.2.2017, 04:50 Uhr

«Kein faires Geschäft» – wer bei den SBB Bitcoins kauft, zahlt mehr als anderswo

Text

Text:

  • 04.05.2017 um 10:26
    Zum Artikel: Das Windkraft-Fiasko auf dem Chall

    Merci für den Input. Was Sie erwähnen, ist eigentlich recht gut durch die Befragung der Uni St. Gallen abgedeckt. Dort wurden annähernd 500 Personen befragt, die im Umkreis von 5 km von einem Windpark wohnen. Einige Kernaussagen werden im Artikel erwä...

  • 04.05.2017 um 10:25
    Zum Artikel: Das Windkraft-Fiasko auf dem Chall

    Sie erwähnen, Katzen würden keinen Rotmilan oder Seeadler reissen. Da stimme ich Ihnen zu. Aber warum sind diese Vogelarten höher zu gewichten als beispielsweise kleinere Arten, deren Bestände bedroht sind? Katzen können «zum Erlöschen lokaler Populati...

  • 20.04.2017 um 10:37
    Zum Artikel: 7 Alternativen zur Meisterfeier auf dem Barfi

    Wohl wahr. Aber ich darf Sie in ebensolcher Besserwisser-Manier belehren: Die "spontane" Feier wäre am Sonntag, die offizielle jedoch an einem Freitag oder Samstag.

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