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Mobilität 

16.5.2017, 10:10 Uhr

Schweizer sind mehr für Freizeit unterwegs als für die Arbeit

16.5.2017, 10:10 Uhr

Der Verkehr in der Schweiz nimmt ständig zu. Gründe sind das Bevölkerungswachstum und der Transitverkehr. Die Strecke, die jede Person im Inland zurücklegt, hat sich in den letzten Jahren hingegen kaum verändert. Von sda

sda: Das Auto bleibt mit Abstand das wichtigste Verkehrsmittel der Schweizer Bevölkerung. (Archivbild)

Das Auto bleibt mit Abstand das wichtigste Verkehrsmittel der Schweizer Bevölkerung. (Archivbild) (Bild: sda)

2015 waren es im Durchschnitt 36,8 Kilometer pro Tag. Das ist ungefähr gleich viel wie bei der letzten Erhebung im Jahr 2010. Diese Strecke wurde aber schneller zurückgelegt: Jede Person verbrachte 90,4 Minuten im Verkehr, 1,3 Minuten weniger als 2010.

Das sind die zentralen Erkenntnisse der Erhebung «Mikrozensus Mobilität und Verkehr», die das Bundesamt für Raumentwicklung und das Bundesamt für Statistik gemeinsam durchgeführt und am Dienstag in Bern der Öffentlichkeit vorgestellt haben. Für die Studie sind 57'090 Personen telefonisch befragt worden.

Bahn legt zu

Diese gaben auch Auskunft über das verwendete Verkehrsmittel. Den Spitzenplatz nimmt nach wie vor das Auto ein. Damit werden im Durchschnitt fast zwei Drittel der täglichen Reisestrecke zurückgelegt. Die Bahn hat zwischen 2010 und 2015 leicht zugelegt und kommt nun auf 20 Prozent. 5 Prozent der Strecke werden zu Fuss, 4 Prozent mit dem öffentlichen Verkehr zurückgelegt.

Gemessen an der Reisezeit machen die Fussmärsche jedoch über einen Drittel aus: Im Durchschnitt sind die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz täglich eine halbe Stunde zu Fuss unterwegs. Als neues Verkehrsmittel ist in den letzten Jahren das E-Bike dazugekommen. Inzwischen besitzen schon 7 Prozent der Haushalte ein solches Gefährt, das vorwiegend für den Arbeitsweg benutzt wird.

Mit einem Vergleich von Stadt, Agglomeration und Landschaft liefert die Studie wichtige Erkenntnisse für Verkehrs- und Siedlungsplaner: So legte die Landbevölkerung überdurchschnittliche 42,7 Kilometer pro Tag zurück, während es bei Städtern 34 Kilometer waren. Der Anteil des Autos betrug in der Stadt 59 Prozent, in der Agglomeration 72 Prozent und auf dem Land 73 Prozent.

Meist in der Freizeit unterwegs

Der wichtigste Reisezweck bleibt die Freizeit - auch an Werktagen. Rund 44 Prozent aller Kilometer werden im Zusammenhang mit Freizeitaktivitäten zurückgelegt. Der Arbeitsweg macht nur knapp einen Viertel aus, Einkauf 13 Prozent.

Markante Unterschiede gibt es nach Geschlechtern. Während Männer im Durchschnitt 42 Kilometer pro Tag zurücklegen, sind es bei Frauen nur 31,8 Kilometer. Den grössten Bewegungsdrang haben 18- bis 24-Jährige: Sie legen täglich 48 Kilometer zurück. Mit zunehmendem Alter nimmt die die tägliche Verkehrsstrecke dann ab.

So legte jede Person im Inland 13'754 Kilometer zurück. Das ist kaum mehr als 2010. Der Reiseverkehr im Ausland hingegen hat in der Zeit von 6891 Kilometer auf 11'095 Kilometer markant zugenommen. Der grösste Teil dieser Strecke wurde im Flugzeug zurückgelegt.

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16.5.2017, 10:10 Uhr

Schweizer sind mehr für Freizeit unterwegs als für die Arbeit

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Text: sda

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