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FC Basel 

10.1.2017, 20:44 Uhr

Der FCB trotzt dem Schnee und gewinnt sein erstes Spiel

10.1.2017, 20:44 Uhr

Andraz Sporar erzielt das erste Tor des FC Basel im neuen Jahr, und ein noch jüngerer Hoffnungsträger macht das 2:1-Siegtor gegen den FC Le Mont. Im Testspiel auf dem Nachwuchs-Campus gibt ausserdem Manuel Akanji sein Comeback im Schneegestöber. Am Mittwoch bricht Trainer Urs Fischer mit der Mannschaft ins Trainingscamp in südlichen Gefilden auf. Von

Sacha Grossenbacher: Schütze des ersten FCB-Tores im neuen Jahr: Andraz Sporar (links, daneben Kevin Bua) erzielt im Testspiel gegen den FC Le Mont den Ausgleich.

Schütze des ersten FCB-Tores im neuen Jahr: Andraz Sporar (links, daneben Kevin Bua) erzielt im Testspiel gegen den FC Le Mont den Ausgleich. (Bild: Sacha Grossenbacher)

Um 16 Uhr hatte Marc Studach ganze Arbeit geleistet: Der Greenkeeper des FC Basel tat sich für einmal als Schneemann hervor, befreite zusammen mit seinen Leuten den Kunstrasenplatz im Nachwuchs-Campus von gut zehn Zentimetern Neuschnee und machte so am späten Dienstagnachmittag das Testspiel des FCB gegen den FC Le Mont möglich.

Das war angesichts der ergiebigen Niederschläge des Tages nicht selbstverständlich, aber beiden Trainern war wohl an diesem ersten Test des Jahres gelegen; Urs Fischer nach einer ersten Trainingswoche in Basel und einen Tag vor der Abreise ins Trainingslager nach Spanien sowieso. Das Risiko schien kalkulierbar, denn der Plastikrasen war unter der weissen Schicht nicht gefroren.

Testspiel FC Basel FC Le Mont 2:1 10. Januar 2017 Nachwuchs Campus

Zaungäste: Die Unentwegten liessen sich den Testmatch des FC Basel gegen Le Mont trotz Schneetreiben nicht entgehen. (Bild: Christoph Kieslich)

Den Gästen aus der Romandie gelang die Einstellung auf die ungewöhnlichen Bedingungen rasch: Keine fünf Minuten waren gespielt, als Germano Vailati den Ball aus dem Netz holen musste. Rund 100 unentwegte Zaungäste in der Brüglinger Ebene mussten dann bis kurz vor Pausenpfiff warten, ehe der FCB sein erstes Tor des Jahres erzielte: Der kaum zu bremsende Andraz Sporar traf mit einer Direktabnahme, nachdem er zuvor etliche Gelegenheiten hatte liegen lassen.

Die Jungen I: Vogrig gibt die Vorlage zum Ausgleich

Die Vorlage kam von einem noch jüngeren: Rechtsverteidiger Veriano Vogrig, einer von vier Spielern aus der Nachwuchsabteilung des Clubs, die mit ins Trainingslager reisen. In der ersten Halbzeit setzte Urs Fischer ausserdem Raoul Petretta als Linksverteidiger sowie Charles Pickel im zentralen defensiven Mittelfeld ein. Sie kamen zum Teil zu ihren Debüts in der ersten Mannschaft.

Ansätze verrieten die Jungen; bis sie in der ersten Mannschaft unersetzlich werden, wird es noch ein weiter Weg sein. Ein Stück auf diesem ist Manuel Akanji bereits gegangen. Nach seinem Kreuzbandriss im März vergangenen Jahres gab der Innenverteidiger gegen Le Mont ein 45-minütiges Comeback und war hinterher vor allem glücklich darüber, endlich wieder mit der ersten Mannschaft auf dem Platz gestanden zu haben: «Es fühlt sich gut an», sagte der Winterthurer hinterher und strahlte übers ganze Gesicht.

Von Urs Fischer bekam Akanji ein gutes Zeugnis ausgestellt: «Er hat eine gute Aggressivität im Eins-gegen-Eins, und er traut sich etwas zu.»

Die Jungen II: Manzambi erzielt den Siegtreffer

Neftali Manzambi

Neftali Manzambi

Zur zweiten Halbzeit tauschte Fischer ein gesamtes Team aus, und dass der Test gegen den Siebten der Challenge League noch mit einem kleinen Erfolgserlebnis für die Basler endete, lag an einem weiteren Jungen aus der eigenen Ausbildung: Neftali Manzambi.

Der 19-Jährige weist ein paar kleine Ähnlichkeiten zu Breel Embolo auf, besitzt zwar nicht dessen Körpergrösse, schraubte in der Nachspielzeit aber seine 1,73 Meter hoch und lenkte eine Flanke des direkt aus dem WK zur Mannschaft gestossenen Renato Steffen zum 2:1 ins Netz.

Danach war sofort Schluss und Urs Fischer einverstanden mit dem, was er gesehen hat: «Für die äusseren Verhältnisse war das ein zufriedenstellender Test, dynamischer in der zweiten Halbzeit als in der ersten Halbzeit. Da wurde immer noch ein Pass und noch ein Pass gespielt.»

Am Mittwochmorgen fliegt der FCB von Kloten aus dem Süden und den Prognosen nach der Sonne entgegen:

wetter.com/Marbella

wetter.com/Marbella

Für Urs Fischer steht der zehntägige Trainingsaufenthalt in Marbella einerseits im Zeichen der Arbeit: «Die Tage sind von morgens bis abends durchgeplant. Es gilt weiterhin am Läuferischen zu schaffen, es geht darum, die Automatismen zu verfeinern, und dafür wollen wir von den guten Bedingungen profitieren.» Zudem will der Trainer den Teamgeist «pflegen und fördern».

Anders als im Vorjahr wollen Fischer und seine Assistenten an die beiden Testspielen gegen den FC St. Pauli (14. Januar) und Lokomotive Moskau (19. Januar) herangehen. «Wir wollen mehr Fokus auf diese Spiele legen und die Matchvorbereitung gezielter angehen», so Fischer. Vergangenes Jahr war der FCB ohne Erfolgserlebnis aus Marbella heimgekehrt.

 

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Informationen zum Artikel

10.1.2017, 20:44 Uhr

Der FCB trotzt dem Schnee und gewinnt sein erstes Spiel

Text

Text:

  • 26.04.2017 um 00:08
    Ceccaroni übernimmt die U21 und hält Wicky den Rücken frei

    Damit sich Raphael Wicky auf seine künftige Aufgabe als Cheftrainer des FC Basel konzentrieren kann, übernimmt Massimo Ceccaroni bis Saisonende die bisher von Wicky trainierte U21 des FC Basel.

  • 23.04.2017 um 00:46
    Einmal ohne alles

    Eine Mannschaft ohne Spannkraft liefert einen Fussball ab, dem jegliche Dringlichkeit abgeht. Die Spieler des FC Basel scheinen mit dem Kopf irgendwo anders gewesen zu sein – und kommen gegen Vaduz noch mit einem Ausgleichstor unter höchst glückhaften Umständen davon.

  • 22.04.2017 um 16:00
    Urs Fischer hätte lieber verloren, denn dieser FC Basel ist mit dem Kopf schon bei der Party

    So schwach hat man den FC Basel kaum je gesehen in dieser Saison. Der Meister sichert sich in der Nachspielzeit mit einem viel diskutierten Tor durch Seydou Doumbia einen Punkt gegen den FC Vaduz. Die Meisterparty ist vertagt nach einer Leistung, mit der Trainer Urs Fischer ganz und gar nicht zufrieden ist. Mit ein Grund dafür sind für den Trainer die vielen Nebenschauplätze.

  • 05.04.2017 um 14:09
    Zum Artikel: Der Cup, der FCB und der Nachholbedarf

    Danke, Peter 1893, für den Hinweis. Die Bildunterschrift ist dementsprechend korrigiert bzw. angepasst. Bleiben Sie uns gewogen

  • 10.03.2017 um 15:50
    Zum Artikel: Ein episches Spiel für Übergeschnappte

    Werter Marcel Pfeiffer, nur zum Verständnis: Unser Autor lebt in Barcelona und wohnt quasi im Camp Nou. Nix für ungut - und bleiben sie uns gewogen!

  • 13.01.2017 um 13:15
    Zum Artikel: So trainiert und logiert der FCB unter der Sonne des Südens

    Halb so wild, werte Frau Grossmann, in diesem Fall bin ich, eher als Nachteule veranlagt, ein Schreibtischtäter in Basel gewesen... Und hier ist es doch auch schön, oder? Bleiben Sie uns gewogen

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