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Abstimmung 12. Februar 

11.1.2017, 13:56 Uhr

Gegner der Steuerreform malen düsteres Szenario

11.1.2017, 13:56 Uhr

Die Unternehmenssteuerreform III beinhalte unnötige Steuerschlupflöcher, sagen die Reformgegner. Sie schade dem Wirtschaftsstandort Basel. Von

Hans-Jörg Walter: Die Steuerreform koste die Schweiz Milliarden und würde auch den Wirtschaftsstandort Basel schwächen, argumentieren die Gegner der USR III.

Die Steuerreform koste die Schweiz Milliarden und würde auch den Wirtschaftsstandort Basel schwächen, argumentieren die Gegner der USR III. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Was machen ein Pfarrer, ein Lehrer und ein Poet zusammen im Gewerkschaftshaus Basel? Sie kämpfen gegen die Unternehmenssteuerreform (USR) III. So das Kurz-Resümee der Medienkonferenz der Reformgegner aus Basel und Baselland vom Mittwochmorgen.

Das Komitee sieht drastische Folgen nach einem Ja zur Steuerreform. So erklärte Michael Weiss vom Lehrerinnen- und Lehrerverband Baselland, warum die Reform den Wirtschaftsstandort langfristig schwächen könnte.

Er projizierte Bilder aus Baselbieter Schulen an die Wand. Darauf zu sehen: Risse, kaputte Fenster, dreckige WCs. Eine Schulbaracke sei von Mäusen komplett «verschissen und verfressen». Wenn die Reform angenommen würde, würde sich diese Situation noch verschlechtern.

Immerhin seien die hiesigen Firmen nicht nur auf tiefe Steuern angewiesen, sondern noch viel mehr auf qualifizierte Mitarbeiter, sagte Weiss weiter. Wer also bei Schulen und Universität spare, würde den Unternehmensstandort nachhaltig schwächen. Weil in Baselland bereits heute bei den Schulen gespart wird, ist für Weiss klar: «Wir können es uns schlicht nicht leisten, in der jetzigen Situation auf Steuereinnahmen zu verzichten.»

Fakt ist: Die USR III schafft alte Steuerprivilegien ab und schafft gleichzeitig neue. Bei Bund, Kantonen und Gemeinden würden rund drei Milliarden Franken Steuereinnahmen wegfallen, schätzt die eidgenössische Steuerverwaltung.

Mit Poesie gegen Reform

Im nationalen Nein-Komitee sind etliche Schweizer Lehrerverbände vertreten. Aber auch Kulturschaffende wie Knackeboul (unter anderem auch TagesWoche-Kolumnist), der Wortartist Renato Kaiser oder Autor Guy Krneta. Letzterer rief an der Medienkonferenz die Situation in Baselland in Erinnerung, wo die Kulturförderung quasi abgeschafft wurde.

Der Basler Theologe Xaver Pfister erklärte, weshalb die Reform nicht mit den sozial-ethischen Werten der Bibel kompatibel sei. Die Propheten-Bücher würden Unterdrücker anklagen, mit dem Ziel, dass die Benachteiligten dieselben Rechte haben wie alle anderen auch. «Diejenigen, die von der Reform negativ betroffen sind, haben nicht die gleichen Möglichkeiten sich zu wehren wie die Gegenseite», schloss Pfister sein Votum.

Neues Gesetz wäre bis Jahresende fertig

Die Baselbieter SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer legte dar, weshalb die Bevölkerung am 12. Februar getrost Nein sagen könne. Es sei kein Problem, innerhalb eines Jahres eine neue, bessere Vorlage auszuarbeiten, sagt Leutenegger.

Falls die Reform an der Urne scheitert, könne der Bundesrat schon im Mai eine neue Reform vorlegen, die bis zur Herbstsession von den Kommissionen behandelt würde. «Wir haben alle Detailfragen der Reform bereits in der Kommission behandelt», so die Vorsitzende der Wirtschafts- und Abgabenkommission des Nationalrats. Bis zum Jahresende könnte ein neues Gesetz bestimmt fertig sein, versprach Leutenegger.

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Wirtschaft, Steuern, Unternehmenssteuer-Reform III, Abstimmungen 12. Februar 2017

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Fritz Weber

    am 11.01.2017, 14:11

    Interessant, gerade jene welche dem Mittelstand bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit das Geld aus der Tasche ziehen spielen sich hier als die Retter des Mittelstandes auf...

  2. uiggi99

    am 11.01.2017, 14:25

    So eine geschmacklose Illustration ist eurer nicht würdig.

  3. s chröttli

    am 11.01.2017, 14:28

    die von resteuropa bemängelte unstatthafte steuerbegünstigung von hiesigen unternehmen kann ja wohl in der gesamtschau nicht in einem milliardenschweren steuerloch münden – irgendwas dürfte daran grunzipiell falsch sein. und darum möglicherweise in kürzester frist erneut renovationsbedürftig ... immer vorausgesetzt, die unternehmen (er)finden nicht anderweitige, leiderleider unvermeidbare «fluchtgründe».

    die einseitige hinwendung zur unternehmerischen argumentationskette hinterlässt... mehrdie von resteuropa bemängelte unstatthafte steuerbegünstigung von hiesigen unternehmen kann ja wohl in der gesamtschau nicht in einem milliardenschweren steuerloch münden – irgendwas dürfte daran grunzipiell falsch sein. und darum möglicherweise in kürzester frist erneut renovationsbedürftig ... immer vorausgesetzt, die unternehmen (er)finden nicht anderweitige, leiderleider unvermeidbare «fluchtgründe».

    die einseitige hinwendung zur unternehmerischen argumentationskette hinterlässt ihrerseits riesige löcher.

    1. Esther

      am 11.01.2017, 14:48

      Danke, @chröttli!
      Ich dachte schon, ich hätte etwas ganz grundsätzlich nicht verstanden, wenn ich es falsch finde, unstatthafte Steuerprivilegien nicht einfach abzuschaffen, sondern durch andere, noch grössere zu ersetzen.

  4. Dänny

    am 11.01.2017, 15:18

    Da dem Stimmvolk bei nahezu jeder Abstimmung mit dem Verlust von Arbeitsplätzen gedroht wird, wäre es mal interessant, zu wissen, wieviel Firmen z.B. nach der angenommenen Abzocker-Initiative die Schweiz tatsächlich verlassen haben?

    Meine Vermutung: keine einzige.

  5. Inaktiver Nutzer

    am 11.01.2017, 15:30

    Hier ist ein verborgener Kommentar. Ausgerechnet Lehrer, Kulturschaffende und Kleriker, sozusagen die parasitären Lebensformen unserer Gesellschaft, haben die grösste Klappe. Die haben auch noch nie zwei Franken verdienen müssen, um einen ausgeben zu können.
    Erstens will niemand mehr auf die schwarze OECD-Liste - es wären wieder dieselben Gremien, die wegen des vorauseilenden Gehorsams unserer Landesregierung gegenüber der EU motzen würden. Zweitens sind 99% der Schweizer Unternehmen KMU und diese beschäftigen schliesslich die...
    mehrHier ist ein verborgener Kommentar.Ausgerechnet Lehrer, Kulturschaffende und Kleriker, sozusagen die parasitären Lebensformen unserer Gesellschaft, haben die grösste Klappe. Die haben auch noch nie zwei Franken verdienen müssen, um einen ausgeben zu können.
    Erstens will niemand mehr auf die schwarze OECD-Liste - es wären wieder dieselben Gremien, die wegen des vorauseilenden Gehorsams unserer Landesregierung gegenüber der EU motzen würden. Zweitens sind 99% der Schweizer Unternehmen KMU und diese beschäftigen schliesslich die Arbeitnehmer, also dich und mich. Drittens werden alle Gewinnsteuern nie unter 20% sinken können. Nur für z.B. Holdings wie Glencore wird es eher ungemütlich. Wenn wir aber alle das Weggli, den Batzen und das Uusegäld wollen, können wir uns gleich einsalzen.
    P.S. Die Pille danach (SLO) hat noch nie was Vernünftiges auf die Reihe bekommen. Die Eva Herzog hat da schon einen deutlich besseren Leistungausweis.

    1. Georg

      am 11.01.2017, 15:40

      Doch doch. Sie (SLO) hat extrem für die Zweitwohnungsinitiative geweibelt und kurz vorher noch rasch eine Zweitwohnung gekauft.

      Wem man da mehr vertraut? Der erfolgreichen Finanzchefin oder der doppelzüngigen Lügenbaronin?

    2. Anti Mainstream

      am 11.01.2017, 16:30

      Nicht zu vergessen, dass die Zweitwohnung steuer- und abgabenoptimiert mittels einer Aktiengesellschaft gekauft worden ist.
      Also für die persönliche Steueroptimierung dürfen wir SLO schon noch vertrauen.

  6. Piet Westdijk

    am 11.01.2017, 20:31

    Diese Initiative bringt mich in Not. Von beiden Seiten tönt es verständlich, aber keine Seite kann mich richtig überzeugen, sodass ich das Gegen präferiere. Das Votum der Frau Leutenegger lässt noch vieles offen. Und es geht wieder um ein Thema, wobei das Volk doch die letzte Instanz ist, um Vernunft zu zeigen? Wie wollen wir Volk dies noch verstehen können? Parlamente, tut Eure Arbeit, entlastet uns und schafft die direkte angebliche Demokratie ab!!

    1. David Heimgartner

      am 11.01.2017, 21:27

      Das ist eine sehr komplexe Materie und alle die mit Emotionen argumentieren wissen auch nicht mehr als Sie Herr Westdijk und ich und alle Zahlenspiele kommen einem Stochern im Nebel gleich. Fakt ist einfach, dass die Schweiz und einige andere (auch EU) Länder in Zukunft nur noch einen Steuersatz für Firmen anwenden dürfen (sonst droht die Schwarze Liste, was immer das auch heisst) und deshalb einen Einheitssatz einführen müssen. Dieser wird in der Schweiz für die bis jetzt privilegierten... mehrDas ist eine sehr komplexe Materie und alle die mit Emotionen argumentieren wissen auch nicht mehr als Sie Herr Westdijk und ich und alle Zahlenspiele kommen einem Stochern im Nebel gleich. Fakt ist einfach, dass die Schweiz und einige andere (auch EU) Länder in Zukunft nur noch einen Steuersatz für Firmen anwenden dürfen (sonst droht die Schwarze Liste, was immer das auch heisst) und deshalb einen Einheitssatz einführen müssen. Dieser wird in der Schweiz für die bis jetzt privilegierten etwas höher ausfallen, auf der andern Seite kommt logischerweise eine Mehrzahl von bis jetzt nicht-privilegierten Unternehmen (vor allem KMU) in den 'Genuss' eines tieferen Steuersatzes.

      In der Schweiz ist alles sehr kompliziert, weil die Steuerhoheit bekanntlich grösstenteils bei den Kantonen liegt. Deshalb höre ich in dieser Angelegenheit auf die Finanzdirektoren-Konferenz der Kantone. Wenn mich nicht alles täuscht, sind 26 Kantone für die vorgeschlagene Steuerreform.

      Ich erwarte auch noch etwas mehr Informationen aus den Abstimmungsunterlagen. Diese werden wohl qualitativ besser sein als jene bei der Unternehmenssteuer-Reform II. Dort hatte man sich unglaublich stark getäuscht über die anfänglichen Einbussen (gemessen an eingenommenen Verrechnungssteuern im ersten Jahr nach der Reform) - nicht aber über die längerfristigen Auswirkungen, die offenbar insgesamt finanziell sehr positiv ausgefallen sind. (massiv mehr eingenommene Verrechnungssteuern).

Informationen zum Artikel

11.1.2017, 13:56 Uhr

Gegner der Steuerreform malen düsteres Szenario

Text

Text:

  • 20.04.2017 um 10:37
    Zum Artikel: 7 Alternativen zur Meisterfeier auf dem Barfi

    Wohl wahr. Aber ich darf Sie in ebensolcher Besserwisser-Manier belehren: Die "spontane" Feier wäre am Sonntag, die offizielle jedoch an einem Freitag oder Samstag.

  • 05.04.2017 um 16:39
    Zum Artikel: Baselbieter Defizit ist fünfmal so hoch wie budgetiert

    Dass BL markant tiefere Steuern hat als BS, stimmt so nicht. Zum Thema Steuerpolitik darf ich Ihnen diese Lektüre empfehlen: http://www.tageswoche.ch/de/2015_47/basel/703820/

  • 17.03.2017 um 18:05
    Zum Artikel: Basler Primarschüler fallen bei Kantonsvergleich durch

    Sie haben Recht, die Aussage ist unpräzis. In Deutsch (P3) und Französisch (P6) sind in Basel-Stadt sowohl die Stärksten als auch die Schwächsten beheimatet. Bei den anderen sind die Basler nicht die Stärksten. Aber bei allen ist die Bandbreite von BS ...

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