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Die Meldung 

11.1.2017, 11:17 Uhr

Stadtentwickler Thomas Kessler tritt zurück – Ackermann nicht involviert

11.1.2017, 11:17 Uhr

Paukenschlag in der Basler Verwaltung: Thomas Kessler, Leiter der Stadtentwicklung und einer der profiliertesten Köpfe beim Kanton, verlässt das Präsidialdepartement. Die neue Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann dementiert eine Einflussnahme. Von und

Alexander Preobrajenski: Bevor Thomas Kessler Stadtentwickler wurde, prägte er die Drogen- und die Integrationspolitik des Kantons.

Bevor Thomas Kessler Stadtentwickler wurde, prägte er die Drogen- und die Integrationspolitik des Kantons. (Bild: Alexander Preobrajenski)

Wenn die Grüne Elisabeth Ackermann am 8. Februar ihr Amt als Regierungspräsidentin antritt, wird einer ihrer wichtigsten Beamten nicht mehr da sein: Thomas Kessler, Leiter Kantons- und Stadtentwicklung, räumt seinen Posten. Das teilt der scheidende Regierungspräsident Guy Morin mit.

Der Wortlaut der Mitteilung:

«Guy Morin, Vorsteher des Präsidialdepartements, ist zusammen mit seinem langjährigen Chefbeamten zum Schluss gekommen, dass der Wechsel an der Departementsspitze der richtige Zeitpunkt ist, das Präsidialdepartement gemeinsam zu verlassen.»

Über die Trennungsvereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart. Morin will sich auf Anfrage nicht zum Rücktritt Kesslers äussern.

«Ich war in diesen Entscheid nicht involviert.»
Elisabeth Ackermann, gewählte Regierungspräsidentin 

Elisabeth Ackermann zeigt sich auf Anfrage überrascht von der Trennung. «Ich war in diesen Entscheid nicht involviert – wurde von Guy Morin vor Kurzem aber darüber in Kenntnis gesetzt.»

Auf die Frage, ob sie gerne mit Kessler zusammengearbeitet hätte, sagt Ackermann: «Diese Frage stellt sich nicht. Ich werde mich nun mit der Frage auseinandersetzen müssen, was ich mit dieser Ausgangslage machen werde.» Sie werde die Strukturen dieser Abteilung prüfen und dann die Stelle neu besetzen.

Thomas Kessler ist einer der profiliertesten Chefbeamten in Basel. Bevor er Stadtentwickler war, prägte er massgeblich die Drogen- und Integrationspolitik im Kanton. Zuletzt leitete er auch eine Taskforce zu islamistischen Radikalisierungen. 

Zwischen Kessler und Morin gab es immer wieder Reibereien. Zeitweise wurde Kessler ein Redeverbot auferlegt. Auch im Gesamtregierungsrat eckte der Zürcher regelmässig an.

Ein Abgang, der zu reden gibt

Das Ausscheiden von Thomas Kessler als Kantons- und Stadtentwickler ist das Gesprächsthema im Grossen Rat. SP-Grossrat Tobit Schäfer bezeichnet es als grosse Chance für Guy Morins Nachfolgerin Elisabeth Ackermann, die Position der Leitung Kantons- und Stadtentwicklung neu besetzen zu können:

«Kessler holte sich zu seiner Zeit als Drogendelegierter verdient viele Lorbeeren, als Kantons- und Stadtplaner konnte er nicht mehr so viel erreichen.Er sorgte immer wieder für Aufmerksamkeit, aber es gelang ihm nicht, alle an der Stadtplanung Beteiligten an einem Strang ziehen zu lassen.»

LDP-Präsidentin Patricia von Falkenstein zeigt sich befremdet über die Art und den Zeitpunkt der Ankündigung von Kesslers Abgang:

«Man wusste ja, dass Morin und Kessler kein harmonisches Gespann waren, aber eine Trennung unmittelbar vor Ablauf einer Regierungszeit dünkt mich problematisch: Müssen Chefbeamte nun damit rechnen, dass sie mit dem Abgang eines Regierungsrats auf die Strasse gesetzt werden?»

Kessler selber erlebte sie als «streitbarer» Typ, der aber wiederholt innovative und ausgesprochen interessante Ideen zur Diskussion gestellt habe.

CVP-Grossrätin Beatrice Isler zeigt sich überrascht über die Mitteilung von Kesslers Abgang:

«Es war bekannt, dass es zwischen Morin und Kessler atmosphärische Störungen gab, für mich ist es aber befremdend, dass dieser schwerwiegende Entscheid just zum Ende der Amtszeit gefällt wurde.»

Kesslers Auftreten als Kantons- und Stadtentwickler empfand sie als «nicht immer sehr diplomatisch, aber letztlich doch als erfrischend ehrlich».

Michael Wüthrich vom Grünen Bündnis zeigt sich ebenfalls überrascht vom Zeitpunkt des Entscheids – «zumal er offenbar nicht mit Morins Nachfolgerin Elisabeth Ackermann abgesprochen war, wie sie mir glaubhaft gesagt hat». Er selber hätte als Regierungsrat Kessler an eine kürzere Leine genommen:

«Ich hätte darauf bestanden, dass ich als Regierungsrat die massgebenden Aussagen mache und nicht er als Chefbeamter.»

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. mindyou

    am 11.01.2017, 12:09

    Viele haben Thomas Kessler sehr geschätzt. Für all diese ist die Geheimnistuerei um seien Abgang ein Schlag ins Gesicht. Offenbar IST er nicht, sondern WURDE zurückgetreten. Danke Herr Morin für ihr transparentes Verhalten (dieses im doppelten Wortsinn!).

    onlinereports.ch/News.117+M5665533af6a.0.html

  2. B Esser Wysser

    am 11.01.2017, 12:18

    Nach meinem Verständnis dementiert Frau Ackermann nicht, sondern sie kommentiert. Den entsprechenden Satz im Lead Text finde ich deshalb irritierend ("Die neue Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann dementiert eine Einflussnahme.").

  3. Christoph Meury

    am 11.01.2017, 12:22

    Wer Harmonie sucht und es allen Recht machen will, hat auf diesem Posten nichts verloren. Es ist schon fast eine heilige Pflicht »anzuecken«. Wer davor nicht zurückschreckt hat Chancen Bestehendes zu verändern und Neues zu initiieren. Basel ist ja letztlich extrem behäbig und innovationsarm. Thomas Kessler hat des öfteren den Laden aufgemischt. Das war gut so! Auch wenn er gelegentlich über’s Ziel hinausgeschossen hat. Nur wer nichts tut, kann auch nichts falsch machen. Insofern sind auch... mehrWer Harmonie sucht und es allen Recht machen will, hat auf diesem Posten nichts verloren. Es ist schon fast eine heilige Pflicht »anzuecken«. Wer davor nicht zurückschreckt hat Chancen Bestehendes zu verändern und Neues zu initiieren. Basel ist ja letztlich extrem behäbig und innovationsarm. Thomas Kessler hat des öfteren den Laden aufgemischt. Das war gut so! Auch wenn er gelegentlich über’s Ziel hinausgeschossen hat. Nur wer nichts tut, kann auch nichts falsch machen. Insofern sind auch die Flops ein Gütezeichen des Kantons- und Stadtentwicklers. Zumindest sein Leistungsausweis ist im Rückblick beachtlich. Es dürfte schwer sein einen ähnlich kreativen Querkopf zu finden. Logisch, hinter den Kulissen wissen es immer alle besser. Aber einer muss sich öffentlich die Hände schmutzig machen. Das hat Kessler gemacht und dafür sollte man ihm dankbar sein. Es dürfte neben dem blassen Stadtpräsidenten kein leichterJob gewesen sein. Da sind wir doch mal gespannt, was kommen wird….

    1. Kol Simcha

      am 11.01.2017, 12:35

      Nach der Grabrede ist vor dem "Liichemööhli". Es gibt also immer etwas, auf das man sich freuen kann.

    2. s chröttli

      am 11.01.2017, 12:51

      @simcha

      ... tja, man kann halt nie so genau wissen, ob vielleicht was abfällt ...

  4. Georg

    am 11.01.2017, 13:21

    Klar, er war und ist streitbar. Aber erist ein profilierter Charakterkopf, ein Mensch mit Ecken und Kanten. Und das passt der kantenlosen, lieben Gitarrenlehrerin wohl nicht. Vielleicht mag sie keine starken Persönlichkeiten neben sich.

    Kessler hat viel Gutes für diese Stadt getan, gerade in der Drogenpolitik hat er den gordischen Knoten zerschlagen, dafür muss Basel ihm ewig dankbar sein!

    Seine Ideen hatten Sprengpotential, nicht immer war ich damit einverstanden. Aber er war ein... mehrKlar, er war und ist streitbar. Aber erist ein profilierter Charakterkopf, ein Mensch mit Ecken und Kanten. Und das passt der kantenlosen, lieben Gitarrenlehrerin wohl nicht. Vielleicht mag sie keine starken Persönlichkeiten neben sich.

    Kessler hat viel Gutes für diese Stadt getan, gerade in der Drogenpolitik hat er den gordischen Knoten zerschlagen, dafür muss Basel ihm ewig dankbar sein!

    Seine Ideen hatten Sprengpotential, nicht immer war ich damit einverstanden. Aber er war ein Querdenker mit Ideen, Ecken und Kanten. Er wird uns fehlen!

    1. Esther

      am 11.01.2017, 13:36

      @Georg:
      Warum reduzieren Sie Frau Ackermann so abschätzig auf die Gitarrenlehrerin?
      Vielleicht einfach mal abwarten, wie sie sich in diesem Amt bewährt, bevor man sie von vornherein abqualifiziert?
      Ist doch sonst eigentlich nicht Ihre Art...
      Oder haben Sie eine Gitarrenaversion?;-)

    2. Georg

      am 11.01.2017, 13:46

      Ich geb zu...ich bin extrem enttäuscht und auch ein wenig geschockt von diesem Abgang. Er tat und tut dieser Stadt gut.

      Und dass er just beim Wechsel geht resp. nicht ganz freiwillig geht...irgendwie kann ich nicht glauben, dass Frau Ackermann ihre Finger da nicht mit im Spiel hat.

      Aber ja, meine Reaktion kommt aus einer Enttäuschung heraus. Und da hab ich mich offensichtlich im Ton vergriffen.

    3. s chröttli

      am 11.01.2017, 14:02

      @esther

      dabei sehe ich aktuell eher die optimale gelegenheit, dass basel auch mal einen stadtentwickler erhält – oder noch viel besser: eine stadtentwicklerin!

    4. Esther

      am 11.01.2017, 14:21

      @chröttli:

      Seine Verdienste als Stadtentwickler kann ich ehrlich gesagt nicht bewerten, denn in dieser Funktion ist er mir nicht aufgefallen - was aber vermutlich mehr an mir liegt.
      Seine Verdienste in der Drogenpolitik sind unbestritten und wertvoll.
      Und ja, ich denke auch, man kann es auch als Chance sehen.

    5. s chröttli

      am 11.01.2017, 14:54

      @esther

      die verdienste im bereich der drogen bzw. der integration seien unbenommen – irgendwann wurde der spagat zwischen nomineller integration und planerischer segregation (contre coeur?) inform der tätigen gentrifizierung wohl zu gross. ich fand ihn stossend.
      «links trommeln – rechts angreifen»
      (darf sich gerne wenden, auch ganz ohne hals)

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11.1.2017, 11:17 Uhr

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