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rotblaulive

FC Basel 

21.4.2017, 14:55 Uhr

Raphael Wicky wird neuer Trainer des FC Basel

21.4.2017, 14:55 Uhr

Die Katze ist aus dem Sack: Der Nachfolger von Urs Fischer heisst Raphael Wicky und kommt aus den eigenen Reihen. Der U21-Trainer unterschreibt einen Zweijahresvertrag mit Option für eine weitere Saison und übernimmt im Sommer 2017. Von

Uwe Zinke: FC Basels U21-Trainer: Raphael Wicky. Foto: Uwe Zinke

FC Basels U21-Trainer: Raphael Wicky. Foto: Uwe Zinke (Bild: Uwe Zinke)

Gut eine Woche ist es her, da stand eine Handvoll Journalisten auf dem Nachwuchs-Campus. Sie sahen sich das Spiel zwischen dem FC Basel und dem SC Cham an, respektive den Mann, der vor einem Jahr die U21-Mannschaft übernommen hat: Raphael Wicky.

Die Presse wollte sich ein Bild des im Fussballgeschäft längst bekannten Wallisers machen. Und sie wollte von ihm wissen, was er zu den Gerüchten sagt, wonach er Trainer der ersten Mannschaft werden könnte: «Das sind Spekulationen der Medien, dazu will und kann ich mich nicht äussern», sagte Wicky damals, «momentan bin ich voll und ganz fokussiert auf die U21.»

Längst war Wicky zu diesem Zeitpunkt ein möglicher Kandidat als FCB-Trainer. Denn zwei Tage vor dem möglichen Titelgewinn informiert der FC Basel jetzt, dass Wicky der neue Mann an der Seitenlinie des bald 20-fachen Schweizer Meisters sein wird – und damit Nachfolger von Urs Fischer.

22.06.2015; Basel; Fussball Super League - Training Basel; Thomas Haeberli und Raphael Wicky im Gespraech mit Trainer Urs Fischer (Basel) (Andy Mueller/freshfocus)

Raphael Wicky (Mitte) mit seinem Vorgänger Urs Fischer (rechts). (Bild: Andy Mueller/freshfocus)

In einem «intensiven Evaluationsverfahren» habe man sich von der Liste mit mehreren Kandidaten für Wicky entschieden. In wenigen Tagen wird dieser 40 Jahre alt, er passe bestens in das Anforderungsprofil des künftigen Präsidenten Bernhard Burgener und des Sportchefs Marco Streller.

Wicky macht das Rennen – unter anderen gegen Fink

Wicky setzt sich im Rennen um den Trainerposten mitunter gegen Thorsten Fink durch. Der ehemalige Coach war ebenfalls im Gespräch, er bestätigte Kontakte, macht den Schritt von der österreichischen Bundesliga zurück in die Schweiz aber nicht.

Wie Fink schaut auch Wicky auf eine bewegte Karriere als Fussballer zurück. Er spielte nach seiner Zeit beim FC Sion bei Werder Bremen und wechselte nach einem Intermezzo bei Atletico Madrid zum Hamburger SV. Zu einer der ganz grossen Adressen reichte es ihm vor seinem Karrierenende in den USA nicht. Dafür durfte Wicky in seiner Trainerausbildung bei den Bayern Pep Guardiola über die Schultern schauen.

Swiss Raphael Wicky, left, fights for the ball with Argentina's Carlos Tevez, during a international friendly soccer game between Switzerland and Argentina, at St. Jakob Park Stadium in Basel, Switzerland, Saturday, June 2, 2007. (KEYSTONE/Georgios Kefala

Raphael Wicky als Spieler: 75 Mal ist der Walliser für die Schweizer Nationalmannschaft aufgelaufen, hier in einem Freundschaftsspiel gegen Argentiniens Carlos Tevez im St.-Jakob-Park. (Bild: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)

In München lernte Wicky Heiko Vogel kennen. Und der ehemalige Trainer des FC Basel sagt über den Jungcoach und seine neue Aufgabe: «Raphael Wicky kann das. Und wenn man jetzt beim FCB vom Neuanfang redet und neue Wege gehen will, dann kann Wicky in diese Aufgabe hineinwachsen.»

Hineinwachsen in die Trainertätigkeit der ersten Mannschaft

Hineinwachsen muss Wicky in der Tat, denn bisher hat er ausschliesslich Mannschaften im Juniorenbereich betreut. Im Herbst 2009 begann seine Trainerkarriere beim FC Thun, als Martin Schmidt (heute Mainz 05) Chef der U21 war und Murat Yakin die erste Mannschaft führte. 2010 wechselte Wicky in die Juniorenabteilung von Servette Genf, wo er die U14, U15 und die U16 betreute.

Zum FC Basel kam der 75-fache Nationalspieler 2013. Dort übernahm er die U18 von Remo Gaugler, der im FC Basel ab Sommer als Kaderplaner tätig sein wird.

Beim FCB tritt Wicky im Sommer das Traineramt an, gerade mal knapp ein halbes Jahr nach Erhalt der Uefa-Pro-Lizenz. Die Zielsetzung hat die neue Vereinsleitung bereits bekanntgegeben: Meistertitel, europäisch Überwintern und das vermehrte Einbauen junger Spieler in die erste Mannschaft.

Von seinen Junioren kamen bereits mehrere in der ersten Mannschaft zum Einsatz: Raoul Petretta, Dominik Schmid, Dario Thürkauf, Berkay Sülüngöz, Charles Pickel, Eray Cümart oder Robin Huser. Wicky kennt die ältesten Nachwuchsspieler des FCB bestens und er ist deswegen eine konsequente Wahl, wenn es darum gehen soll, die Durchlässigkeit in die erste Mannschaft zu erhöhen.

Nach der Pressekonferenz (Start: 17.30 Uhr) liefern wir Stimmen des neuen Trainers und von Sportchef Marco Streller.

Stimmen zum Trainerentscheid (Quelle: fcb.ch)

Sportchef Marco Streller:
«Raphael Wicky überzeugte uns mit einem bestechenden Dossier, das absolut kompatibel mit unserer Strategie der kommenden Jahre ist. Das allein war ein wichtiger, aber nicht der einzige Faktor. Vielmehr konnten wir im FCB in den letzten Jahren auch seine hohe soziale Kompetenz kennen lernen und dabei erleben, wie er Ziele und Werte des FCB verinnerlichte. Es ist also nicht einfach so, dass wir ohne andere Optionen ausschliesslich einen jungen Trainer gesucht und verpflichtet haben, sondern dass wir einen internen Mitarbeiter mit glänzenden Qualifikationen jetzt mit dem logischen nächsten Schritt in seiner Trainerkarriere betrauen. Kurzum, im besten Einvernehmen mit der aktuellen Clubleitung gibt die künftige Führung des FCB nicht in erster Linie dem jungen Trainer Wicky eine Chance, sondern sie ist vielmehr überzeugt, dass der junge Trainer im gleichen Mass eine Chance für den FCB ist.»

Bernhard Burgener, designierter FCB-Präsident: «Wir sind überzeugt, dass wir in der Person von Raphael Wicky jenen Trainer gefunden haben, der bestens zu unserem Konzept passt. Er hat uns seine Vorstellungen detailliert präsentiert. Er paart Kompetenz und Enthusiasmus. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit diesem Fachmann.»

_

» «Raphael Wicky kann das» – was der Ex-Trainer Heiko Vogel zum Walliser sagt

» «Alles, was ich sage, kann falsch ausgelegt werden» – eine Visite beim künftigen Trainer des FC Basel

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Madeleine Grossmann

    am 21.04.2017, 16:09

    Zu Wickys Zeiten war Werder einer der drei Topvereine Deutschlands. Atlético auch damals ein Spitzenverein Spaniens.

  2. Kulturbetrachter Basel

    am 21.04.2017, 16:27

    Uppsss...
    (Selbstzensur) Na ja.. ok.
    Haupsache nicht der schräge Vogel Fink!

  3. Marc Grouven

    am 21.04.2017, 17:15

    Gratuliere Marco Streller zu dieser guten Entscheidung. Ich habe schon einmal geschrieben,mit Rafael Wicky ist es wirklich ein Neuanfang. Er hat die Erfahrung mit den Jungen zu arbeiten und mit seiner Auslanderfahrung auch die Aelteren in sein Projekt einzubeziehen. Toll.Ich bin Begeistert. FCB forever!!

  4. Peter A. Nobs

    am 21.04.2017, 17:19
    1. Peter A. Nobs

      am 21.04.2017, 17:22
  5. F3ü

    am 21.04.2017, 18:50

    Je hallo, 4 fast Freunde und in Besitzer HansDampf in allen Gassen, ich verwette meiner Grossmutter ihr klein Häuschen, dass in 2-3 Jahren fast alles wieder anders ist und zumindest 3 der 5 wieder einer anderen geregelten Tätigkeit nachgehen werden.
    Der Krug geht zum Brunnen, bis...........vom Brunnen kein Wasser mehr kommt.

Informationen zum Artikel

21.4.2017, 14:55 Uhr

Raphael Wicky wird neuer Trainer des FC Basel

Text

Text:

  • 29.04.2017 um 04:38
    Abendrot und Delgados bizarre Trinkgewohnheiten

    Der Barfi platzt nicht mehr aus allen Nähten, wenn der FC Basel einen Titel feiert. Die Bilder davon und die eine oder andere Anekdote inklusive Breel Embolo wollen wir Ihnen nicht vorenthalten.

  • 29.04.2017 um 00:20
    Bernhard Heusler: «Ich kann nicht in Worte fassen, wie dankbar ich bin»

    Ausufernd sind die Feierlichkeiten nach dem Gewinn des 20. Titels in der Luzerner Swissporarena nicht. Aber die Vereinsführung findet Zeit, der Meistermannschaft und ihrem Trainer ein dickes Lob auszusprechen.

  • 28.04.2017 um 23:17
    Krönung eines Weitgereisten

    Er hat schon eine ganze Menge gewonnen in seiner Karriere. Schweizer Meister ist er erst seit dem 2:1-Sieg des FC Basel in Luzern. Dazu trägt Seydou Doumbia einen Treffer bei – und vielleicht geht ja doch noch etwas im Rennen um seine dritte Torjägerkrone.

  • 20.03.2017 um 14:26
    Zum Artikel: Luca Zuffi schafft den Anschluss an das Spitzentrio

    Auf dieser Seite finden Sie die gesamte Berichterstattung der TagesWoche zum FC Basel: alle Geschichten, sämtliche Spiele und jede Menge Zahlen.

  • 17.03.2017 um 16:06
    Zum Artikel: Ohne Rücksicht auf die Landesauswahl

    Wie Recht Sie haben, Herr Tanner. Also bezüglich der Tickets, meine ich. Den anderen Punkt lassen wir einfach mal so stehen.

  • 05.12.2016 um 09:25
    Zum Artikel: Bernhard Heusler: «Diese Niederlage musste ja mal kommen»

    Guten Morgen Piet Westdijk, ich habe das Video auf mehreren Geräten getestet. Bei mir funktioniert der Ton immer. Gspässig, uns würde zwecks Optimierung natürlich interessieren, warum es bei Ihnen offenbar nicht funktioniert. Beste Grüsse

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