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FC Basel 

21.4.2017, 14:23 Uhr

Anstehende Feierlichkeiten und das Duell gegen den liechtensteinischen Bezahlfahrer

21.4.2017, 14:23 Uhr

Am Samstag spielt der FC Basel im St.-Jakob-Park gegen den FC Vaduz (20 Uhr). Bei einem Sieg könnte er am Sonntag Meister werden. Und was dann passiert, daran will Trainer Urs Fischer noch nicht denken – das ist nur konsequent. Von und

Keystone/TagesWoche: Erzielte drei seiner 13 Ligatore gegen den FC Vaduz: Seydou Doumbia.

Erzielte drei seiner 13 Ligatore gegen den FC Vaduz: Seydou Doumbia. (Bild: Keystone/TagesWoche)

Der FC Basel: Training am Sonntag, und dann schauen sie mal

Auch jetzt, da der Meistertitel möglicherweise schon in zwei Tagen Tatsache ist, will Urs Fischer darüber kaum sprechen. Das ist nur konsequent, eine Weiterführung seiner Haltung, die er schon die ganze Saison über zeigte.

Gewinnt der FC Basel am Samstag (20 Uhr) im St.-Jakob-Park gegen den FC Vaduz und lassen die Young Boys am Sonntag gegen Lugano Punkte liegen, steht der Meister als Meister fest. Und Fischer sagt zu diesem nicht unwahrscheinlichen Szenario: «Wir müssen zuerst einmal unseren Match bestreiten. Danach werden wir sehen. Wir trainieren am Sonntag noch, danach haben wir genug Zeit, eine Entscheidung zu treffen.» Beispielsweise, ob sich das Team das YB-Spiel gemeinsam anschaut.

Eine öffentliche Meisterfeier gibt es jedoch in keinem Fall an diesem Wochenende. Und auf zukünftige Personalentscheide bezüglich seiner Startelf werde ein Titelgewinn ebenfalls keinen Einfluss haben, sagt Fischer. Schliesslich habe der FCB noch den Cupfinal zu bestreiten, da gelte es, die Spannung hochzuhalten.

» Keine spontane Feier auf dem Barfi – dafür ein regelrechtes Stadtfest: der FCB informiert über die Feierlichkeiten

Die 0:3-Niederlage im Cupfinal gegen Sion als Warnung

Fischer führt warnend das Beispiel von vorletzter Saison ins Feld. Da war der FCB unter Paulo Sousa ebenfalls bereits Meister, der Portugiese stellte seine Mannschaft danach auf mehreren Positionen um und die Basler schafften es nicht mehr, für das Endspiel gegen den FC Sion die Spannung wieder aufzubauen.

Der FCB war ohne Chance und verlor 0:3. «Da kam das Aha-Erlebnis», sagt Fischer. «Und das hat der eine oder andere des aktuellen Kaders ja auch noch miterlebt.» 

Der Punkterekord in Griffweite

Der scheidende Trainer wird also möglicherweise bis zum Saisonende mit der bestmöglichen Mannschaft antreten. Auch mit dem zusätzlichen Anreiz im Hinterkopf, den Punkterekord aus der Saison 2003/04 zu knacken. Dafür braucht der FCB aus den verbleibenden acht Partien zwölf Punkte.

Wenn alles nach Papierform läuft, kommen am Samstag die nächsten drei Zähler dazu. Gegen den FC Vaduz hat der FCB die ersten zwei Partien mit dem Gesamtscore von 13:1 gewonnen, zuletzt gab es auswärts ein 1:1. «Wir haben uns in diesem letzten Spiel unheimlich schwer getan», sagt Fischer und nennt die Liechtensteiner einen «unbequemen Gegner».

Die personelle Situation beim Meister

Verletzte:

  • Kevin Bua (Aussenbandriss)
  • Daniel Hoegh (Adduktorenprobleme)
  • Eder Balanta (Rückenprobleme)

Gesperrte: keiner

  • Taulant Xhaka und Adama Traoré wären bei einer gelben Karte für das Auswärtsspiel gegen Luzern (28. April) gesperrt.

Der FC Vaduz: Die Luft wird dünner

Wenn es dumm läuft, dann steigt der FC Vaduz am Ende dieser Saison zum zweiten Mal nach 2009 aus der Super League ab, ohne je gegen den FC Basel gewonnen zu haben. 15 Anläufe nahmen die Liechtensteiner bisher, aber über zwei Remis (0:0, 1:1) kamen sie nicht hinaus. Und es deutet wenig bis nichts darauf hin, dass sich das an diesem Samstag ändern sollte. Im St.-Jakob-Park verlor Vaduz alle sieben Begegnungen, zuletzt gar mit 0:6, lediglich zwei Treffer gelangen dem Team aus dem Fürstentum.

» Alle 15 Begegnungen in der Übersicht

Nach der ersten Super-League-Saison 2008/09 (und dem Abstieg nach nur einem Jahr), hat sich der FC Vaduz zuletzt zweimal tapfer geschlagen. 2014/15 war man am vorletzten Spieltag gerettet (Neunter in Schlussabrechnung mit einem Punkt vor dem Absteiger FC Aarau) und vergangene Saison sprang sogar der achte Platz heraus, einen Punkt vor Lugano und zwei vor Absteiger FC Zürich.

Als Garant für das kleine Fussballglück im Fürstentum galt Giorgio Contini (43), umso erstaunlicher war die Trennung Anfang März vom bis dato dienstältesten Trainer der SFL. Und das nur zwei Tage nach einem bemerkenswerten 1:1 im Rheinpark-Stadion gegen Basel.

» Das Unentschieden gegen den Meister rettet Giorgio Contini nicht

Mit Interimstrainer Daniel Hasler gab es gleich einen Sieg, dann eine Niederlage. Der neue Cheftrainer Roland Vrabec, zuvor Co-Trainer in Luzern, hat in drei Spielen keinen Punkt mit der Mannschaft geholt, fünf Zähler beträgt der Abstand zum rettenden Ufer. Und das «Liechtensteiner Vaterland» stellt nüchtern fest: «Die Luft wird dünner.»

Vaduz in der SFL: Ein teures Vergnügen 

2010 haben der Liechtensteiner und der Schweizer Fussballverband ihre Zusammenarbeit ihr Zusammenleben vertraglich neu geregelt. Den LFV kostet die Teilnahme am Schweizer Spielbetrieb jährlich 300’000 Franken. Darin inbegriffen ist quasi die Eintrittskarte für die Swiss Football League, der FC Vaduz ist also so etwas wie ein Bezahlfahrer in der Formel 1.

Allerdings muss er erhebliche Konzessionen eingehen: Der Club partizipiert zwar an Ausschüttungen aus den TV-Rechten, von den Ranglistenprämien sieht er jedoch nichts und von den Uefa-Prämien in der Europa League, wo der FC Vaduz als Liechtensteiner Cupsieger ein Dauerteilnehmer in den ersten Qualifikationsrunden ist, erhält er auch nur gewisse Rückflüsse.

So ist die Partizipation am Schweizer Spielbetrieb ein teueres Vergnügen für die Vaduzer: In ihrem Jahresbericht für 2015/16 hat die SFL unter «Diverse Einnahmen, Beiträge FC Vaduz/LFV» 1,06 Millionen Franken ausgewiesen. 

Vorverkauf

23'000 Tickets hat der FC Basel bis am Freitag abgesetzt.

 

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21.4.2017, 14:23 Uhr

Anstehende Feierlichkeiten und das Duell gegen den liechtensteinischen Bezahlfahrer

Text

Text:

  • 29.04.2017 um 00:20
    Bernhard Heusler: «Ich kann nicht in Worte fassen, wie dankbar ich bin»

    Ausufernd sind die Feierlichkeiten nach dem Gewinn des 20. Titels in der Luzerner Swissporarena nicht. Aber die Vereinsführung findet Zeit, der Meistermannschaft und ihrem Trainer ein dickes Lob auszusprechen.

  • 28.04.2017 um 23:17
    Krönung eines Weitgereisten

    Er hat schon eine ganze Menge gewonnen in seiner Karriere. Schweizer Meister ist er erst seit dem 2:1-Sieg des FC Basel in Luzern. Dazu trägt Seydou Doumbia einen Treffer bei – und vielleicht geht ja doch noch etwas im Rennen um seine dritte Torjägerkrone.

  • 28.04.2017 um 15:00
    2:1 in Luzern – der 20. Titel für den FC Basel ist unter Dach und Fach

    Mit seinem 24. Saisonsieg, dem 2:1 in Luzern, sichert sich der FC Basel so früh die Meisterschaft wie noch kein Club zuvor. Es ist der achte Titel in Serie und der insgesamt zwanzigste der rotblauen Geschichte. Der Rest ist eine rotblaue Party, die in der Swissporarena mit weit über 1000 Fans gefeiert und nach Rückkunft in Basel seine Fortsetzung finden wird.

  • 20.03.2017 um 14:26
    Zum Artikel: Luca Zuffi schafft den Anschluss an das Spitzentrio

    Auf dieser Seite finden Sie die gesamte Berichterstattung der TagesWoche zum FC Basel: alle Geschichten, sämtliche Spiele und jede Menge Zahlen.

  • 17.03.2017 um 16:06
    Zum Artikel: Ohne Rücksicht auf die Landesauswahl

    Wie Recht Sie haben, Herr Tanner. Also bezüglich der Tickets, meine ich. Den anderen Punkt lassen wir einfach mal so stehen.

  • 05.12.2016 um 09:25
    Zum Artikel: Bernhard Heusler: «Diese Niederlage musste ja mal kommen»

    Guten Morgen Piet Westdijk, ich habe das Video auf mehreren Geräten getestet. Bei mir funktioniert der Ton immer. Gspässig, uns würde zwecks Optimierung natürlich interessieren, warum es bei Ihnen offenbar nicht funktioniert. Beste Grüsse

Text

Text:

  • 28.04.2017 um 23:17
    Krönung eines Weitgereisten

    Er hat schon eine ganze Menge gewonnen in seiner Karriere. Schweizer Meister ist er erst seit dem 2:1-Sieg des FC Basel in Luzern. Dazu trägt Seydou Doumbia einen Treffer bei – und vielleicht geht ja doch noch etwas im Rennen um seine dritte Torjägerkrone.

  • 28.04.2017 um 23:09
    Ein meisterlicher FCB in Sektlaune – die Bilder aus Luzern

    Einem Spiel, das früh in die gewünschten Bahnen gelenkt war, folgt in Luzern eine Feier in Sektlaune mit knallroten Meister-Shirts und den beiden Sternen, mit denen sich der FC Basel nun schmücken darf. Eine Bildergalerie aus Luzern.

  • 28.04.2017 um 22:05
    Das muss noch nicht das Ende sein

    Die Unersättlichkeit des FC Basel mündet fast zwangsläufig im achten Meistertitel in Serie. Das trägt ihm den symbolträchtigen zweiten Stern ein. Und nicht einmal der komplette Führungswechsel deutet auf eine Ende der Basler Alleinherrschaft im Schweizer Fussball hin.

  • 05.04.2017 um 14:09
    Zum Artikel: Der Cup, der FCB und der Nachholbedarf

    Danke, Peter 1893, für den Hinweis. Die Bildunterschrift ist dementsprechend korrigiert bzw. angepasst. Bleiben Sie uns gewogen

  • 10.03.2017 um 15:50
    Zum Artikel: Ein episches Spiel für Übergeschnappte

    Werter Marcel Pfeiffer, nur zum Verständnis: Unser Autor lebt in Barcelona und wohnt quasi im Camp Nou. Nix für ungut - und bleiben sie uns gewogen!

  • 13.01.2017 um 13:15
    Zum Artikel: So trainiert und logiert der FCB unter der Sonne des Südens

    Halb so wild, werte Frau Grossmann, in diesem Fall bin ich, eher als Nachteule veranlagt, ein Schreibtischtäter in Basel gewesen... Und hier ist es doch auch schön, oder? Bleiben Sie uns gewogen

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