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Kommentar 

18.4.2017, 18:22 Uhr

Türken raus, aber subito!

18.4.2017, 18:22 Uhr

Sollten Erdogan-Anhänger die Schweiz verlassen? Wer das fordert, offenbart ein problematisches Verständnis von Demokratie. Ein Kommentar von

Nils Fisch: Ganz im Geiste Erdogans: die problematische Forderung, Anhänger des türkischen Präsidenten sollten die Schweiz verlassen.

Ganz im Geiste Erdogans: die problematische Forderung, Anhänger des türkischen Präsidenten sollten die Schweiz verlassen. (Bild: Nils Fisch)

Renato Beck Renato Beck

Als Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, war auch in der Schweizer Presse viel davon zu lesen, dass dies halt die Quittung dafür sei, die Sorgen und Nöte eines Teils der amerikanischen Bevölkerung vernachlässigt zu haben. 

Bei allem Widerwillen forderte keiner, jene US-Amerikaner in der Schweiz, die Trump ihre Stimme gaben, mögen doch bitte umgehend das Land verlassen: «America first? Dann pack deine Koffer.»

Warum eine erschreckend grosse Zahl an Franzosen der rechtsextremen Marine Le Pen folgt, wurde in den vergangenen Wochen rauf und runter dekliniert: der Niedergang der Industrie, die sozialen Konflikte in den Einwanderervierteln, die gebrochenen Versprechen der etablierten Politiker.

Sollte Le Pen am Wochenende vorne liegen, werden dann Schweizer Politiker und Medien von Le Pens Wählern in der Schweiz verlangen, sie sollen doch bitte in den nächsten TGV steigen?

Vermutlich nicht.

Jenen in der Schweiz lebenden Türken, die an Ostern für die Verfassungsreform stimmten und sich hinter Erdogans Allmachtsfantasien stellten, wird nicht so verständnisvoll begegnet. Der linksliberale «Tages-Anzeiger» spricht von «zynischem Verhalten»:

Sie haben für die Abschaffung der Demokratie in ihrem Heimatland gestimmt, müssen aber die verheerenden Folgen ihrer Entscheidung nicht tragen, denn sie leben wohlbehütet in westlichen Demokratien.

Das deutsche Leitmedium «Spiegel» äussert sich in seiner Internet-Ausgabe ähnlich. Und der «Blick» fordert zum wiederholten Mal, wer hinter Erdogan stehe, habe in der Schweiz nichts verloren:

Die etwas mehr als 19'000 Türken aber, die von hier aus mit ihrem Ja diktatorische Verhältnisse in ihrer Heimat ermöglichen: Überlegt euch, was ihr in der Schweiz verloren habt. Wer die Türkei auf den Weg in die Diktatur schickt, sollte diesen Weg auch selber mitgehen.

Auch der Aargauer BDP-Nationalrat Bernhard Guhl haut auf die digitale Tischplatte:

Diese Haltung ist so problematisch wie widerspruchsbehaftet. Auch den Schweizer Fans von Erdogan kann man eine differenzierte Weltsicht zutrauen. Sie können das Schweizer System für die Schweiz als passend erachten – und zugleich die Zukunft der Türkei nur in einem brachialen, autoritären Nationalismus sehen.

Man muss diese Auffassung nicht teilen, aber man sollte sie respektieren, wenn man sich im Namen der Demokratie äussert. 

Wer jene Menschen ausschliesst, die nicht die noch so vernünftige Mehrheitsmeinung teilen, der handelt eher im Geist Erdogans als in jenem der pluralistischen Gesellschaft, die er angeblich vertritt. Oder würden wir es für akzeptabel halten, wenn Deutschland oder Frankreich jene Auslandschweizer vor die Tür stellen würden, die für die EU-feindliche SVP stimmen?

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Markus Schöpfer

    am 18.04.2017, 18:43

    Sollte man als Schweizer zufrieden oder unzufrieden sein, mit dem Abstimmungsresultat? Bleibt die Türkei auf Jahre stabil, und wäre sie wie andere Länder beim Versuch demokratisch zu werden im Chaos versunken? Wäre es schlimm, falls die EU die Beitrittsverhandlingen nun sistiert? Dürfen Kurden weiter einen kurdischen Staat verlangen?

  2. M Fischer

    am 18.04.2017, 18:46

    Und was ist dann Ihre Haltung Herr Beck? Zuschauen und Schweigen, bis es zu spät ist und dann alle andere dafür verantwortlich machen?
    Der Artikel des Blicks war vorbildlich. Endlich wieder mal ein richtig politischer Leitartikel in der Schweiz. Ihr Geschreibe ist dagegen wischi waschi ohne Rückgrad.

    1. M Cesna

      am 18.04.2017, 23:38

      Tja, wenn der eigene Sschwiegersohn dann die Schwiegeretern zu arabischen Sitten nötigt, dann könnte es etwas schwierig werden.

      Das braucht aber sicher noch eine gewisse kürzere Zeit, oder?

  3. Kol Simcha

    am 18.04.2017, 19:20

    Einen kleinen Unterschied gibt es: In vier Jahren ist Trump eine schlechte Fussnote der Geschichte.

    Aber die Diaspora-Türken haben in der Mehrheit einem «Ermächtigungsgesetz» zugestimmt.

    Und da darf sich die Frage stellen, ob (und wie) man Faschisten in unsere Gesellschaft integrieren kann (oder ob man das überhaupt will).

    Wie es auch wird: Ein Herr Beck wird dazu nicht befragt.

  4. Franz_Schmid

    am 18.04.2017, 19:47

    Wäre Erdogan nicht stiller Verbündeter des islamischen Staates und al-Qaida in Syrien, und hätte sein Sohn sich keine goldene Nase mit dem weiterverkauf von ISIS-Erdöl verdient, wäre diese Kritik nachvollziehbar.

    Es ist nicht so schwierig sich auszurechnen, warum die Anhänger eines solchen Mannes in zivilisierten Ländern unerwünscht sind.

    Im übrigens wurde Donald Trump nicht zuletzt gewählt, weil er versprach mit Abenteuern im Ausland, die vernichtung von ISIS ausgenommen, möglichst... mehrWäre Erdogan nicht stiller Verbündeter des islamischen Staates und al-Qaida in Syrien, und hätte sein Sohn sich keine goldene Nase mit dem weiterverkauf von ISIS-Erdöl verdient, wäre diese Kritik nachvollziehbar.

    Es ist nicht so schwierig sich auszurechnen, warum die Anhänger eines solchen Mannes in zivilisierten Ländern unerwünscht sind.

    Im übrigens wurde Donald Trump nicht zuletzt gewählt, weil er versprach mit Abenteuern im Ausland, die vernichtung von ISIS ausgenommen, möglichst aufzuhören.

  5. Verifiziert

    Andreas Tereh1

    am 18.04.2017, 20:08

    Ich pflichte den Vorkommentatoren bei und bin mit Herrn Becks Meinung nicht einverstanden. Aber Herr Beck hat insofern recht, dass er er sagt, dass man andere Meinungen respektieren soll. Jedoch ist es eine Tatsache, dass Erdogan ein Massenmörder ist (an den Kurden), die Todesstrafe wieder einführen will, mit IS Geschäfte macht, Putin mal anfeindet dann wieder hofiert, Intellektuelle und Journalisten foltert und zum Verschwinden bring, die Demokratie bekämpf, Merkel als Nazi beschimpft und... mehrIch pflichte den Vorkommentatoren bei und bin mit Herrn Becks Meinung nicht einverstanden. Aber Herr Beck hat insofern recht, dass er er sagt, dass man andere Meinungen respektieren soll. Jedoch ist es eine Tatsache, dass Erdogan ein Massenmörder ist (an den Kurden), die Todesstrafe wieder einführen will, mit IS Geschäfte macht, Putin mal anfeindet dann wieder hofiert, Intellektuelle und Journalisten foltert und zum Verschwinden bring, die Demokratie bekämpf, Merkel als Nazi beschimpft und so weiter und so fort.

    Wer diesen Stil mag, darf doch bitte gerne den Hut nehmen und einen Flug Türkei einfach buchen. Oder nach Kabul. Wir könnten ja für jeden frei gewordenen Platz eine schutzbedürftige Person z. B. aus Syrien aufnehmen. Eine Person, welche die Werte des Humanismus und der Aufklärung zu schätzen weiss. Und definitiv nie "ja" zum Faschismus gesagt hätte wie 38% der in der Türkei stimmberechtigten Leute, die in der Schweiz wohnen.

    Ich habe so wenig Verständins für die Ja-Sager oder deren Verteidiger, wie für jene, die damals die Annexion Polens relativiert haben.

    1. twao rot

      am 18.04.2017, 21:18

      Vollkommen mit Ihnen einig.. die Tawo sperrt mich gleich wieder..Erdowahn lässt grüssen
      die Herren sind Mimosen und Göttlich hier.

  6. Markus Schöpfer

    am 18.04.2017, 20:33

    Meine retorischen Fragen enthalten die Antworten bereits.
    Es ist bedenklich, dass Erdogan als Sieger da steht, und dass die Demokratie in der Türkei keine Chance hst, sich zu etablieren!

  7. Georg

    am 18.04.2017, 21:08

    1. Hat die Mehrheit der in der Schweiz lebenden Türken sich zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bekannt. Bravo.
    2. Wieso sollte man von den Ja-Stimmern nichz verlangen dürfen, dass sie in ein von ihnen gewolltes System dislozieren, das Willkür, Machtmissbrauch und die Todesstrafe einführt mit ihrem Segen? Ihre Ja-Stimme hat die demokratische, rechtsstaatliche Türkei beerdigt.

    1. M Cesna

      am 18.04.2017, 23:31

      @ Georg:
      Wohin sollte man denn die strammen eidgenössischen Wähler hin exportieren, wenn sie aus Patriotismus gerade mal wieder die Schweizer Wirtschaft ruinieren?

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18.4.2017, 18:22 Uhr

Türken raus, aber subito!

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