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rotblaulive

Super League 

15.4.2017, 17:00 Uhr

Ein Muster Basler Effizienz und ein herausragender Vaclik

15.4.2017, 17:00 Uhr (aktualisiert: 21:55 / 22:50 Uhr)

Der FC Basel liefert auf der Pontaise ein Muster an Effizienz im Abschluss ab, holt mit dem 4:0 (2:0) in der 28. Runde seinen 23. Sieg, zu dem Andraz Sporar seinen ersten Treffer im FCB-Dress beiträgt und Torhüter Tomas Vaclik eine Handvoll glänzender Paraden. Von und

Es brauchte anscheinend diesen Hallo-Wach-Moment, als Tomas Vaclik nach einem Freistoss den Kopfball von Olivier Custodio auf der Linie fischte. Bis dahin waren 36 ereignislose Minuten auf sehr bescheidenem Super-League-Niveau verstrichen, in denen der FC Basel dem Aufsteiger offensichtlich nicht wie in den drei Begegnungen zuvor ins Messer laufen wollte und Lausanne nicht den Schwung demonstrierte, der den Waadtländern zuletzt mit vier Spielen ohne Niederlage Luft im Abstiegskampf verschafft hat.

Jedenfalls raffte sich der Meister fortan zu jener Leistungssteigerung auf, die man nach dem mässigen Auftritt im Cup in Winterthur und dem noch schlechteren gegen die Young Boys vor Wochenfrist erwarten durfte – und die Urs Fischer eingefordert hatte und dafür die halbe Mannschaft ausgetauscht hatte.

Mit einem Doppelschlag durch Michael Lang, der im Gegenzug der ersten Lausanner Chance mit einem feinem Volleyschuss von der Strafraumgrenze traf, sowie Mohamed Elyounoussi stellte der FCB noch vor dem Seitenwechsel die Zeichen auf den 23. Sieg im 28. Spiel. Er er erwies sich dabei einmal mehr auch als Meister der Effizienz, denn bis dahin hatte er im Strafraum der Lausanner so gut wie nicht stattgefunden.

Der grandiose Vaclik

Und Tomas Vaclik beschloss in jener 36. Minute offenbar, dass er an diesem Abend auf der Pontaise keinen Ball in sein Tor lassen und das zwölfte Mal in dieser Saison zu Null spielen wollte. Dazu trug er in der Folge vier weitere grandiose Aktionen bei.

Kwang Ryong Pak, die einsame Spitze im Lausaner 4-1-4-1-System, hatte in der 49. Minute den Ausgleich auf dem Fuss, doch Vaclik, der in Abwesenheit von Delgado und Suchy die Basler Captainbinde trug, riss beim Heber die Hand hoch und war blitzschnell auf den Beinen, um dem Nordkoreaner beim Nachschuss den Ball vom Fuss zu spitzeln. Eine überragende Szene des Tschechen im FCB-Tor. Und der Ex-Basler Pak läuft damit seit Ende Oktober einem Tor hinterher.

Weil dann der eingewechselte Xavier Margairaz am rechten Knie von Vaclik scheiterte (71.) und Kevin Mendez an Vacliks rechter Wade (77.), fiel das Endresultat aus Lausanner Sicht brutal aus.

Sporars Torpremiere im FCB-Dress

Denn die Basler nutzten ihrerseits ihre Möglichkeiten zu hundert Prozent – von Langs Pfostenschuss aus spitzem Winkel in der 53. Minute abgesehen. Knapp eine Stunde war gespielt, als der in der zweiten Halbzeit aufdrehende Delgado-Vertreter Alexander Fransson einen läppischen Ballverlust von Custodio in eine Vorlage für Andraz Sporar ummünzte.

15.04.2017; Lausanne; Fussball Super League - FC Lausanne-Sport - FC Basel; Andraz Sporar (R, Basel) jubelt nach dem Tor zum mit Michael Lang (Basel), Mohamed Elyounoussi (Basel), Renato Steffen (Basel) und Alexander Fransson (Basel) (Urs Lindt/freshfocus)

Da kommt Freude auf: Michael Lang (links), Renato Steffen und Alexander Fransson feiern mit Andraz Sporar dessen erstes Tor für den FCB. (Bild: Urs Lindt/freshfocus)

Der Slowene nahm in Lausanne seinen 22. Anlauf zum ersten Treffer im FCB-Dress. Knapp über 1000 Minuten sind in der Super League (ein Spiel vergangene Saison vor seiner Verletzung), bei vier Teileinsätzen in der Champions League sowie im Cup zusammengekommen, in denen der Knopf nicht aufgehen wollte.

Und Sporars Abschluss in der 59. Minute war nicht besonders gut, rutschte Keeper Thomas Castella zwischen den Händen und unter dem Bauch durch – aber es war der lange ersehnte erste Treffer, für den der 23-Jährige die Gratulation der ganzen Mannschaft entgegennehmen durfte und Langs augenzwinkernden Kommentar zu den etwas glücklichen Umstände gab es nach dem Spiel obendrauf: «Hauptsache, er hat jetzt endlich mal sein Tor gemacht.»

Elyounoussis Doppelpack

Den Schlusspunkt vor knapp 6000 Zuschauern auf der Pontaise setzte Mohamed Elyounoussi. Der Norweger hatte schon das 2:0 erzielt mit einer knackigen Direktabnahme im Zentrum auf einen Eckball von Luca Zuffi, und davon profitiert, dass ihn Alexandre Pasche aus den Augen verlor. Beim 4:0 vollendete Elyounoussi, der nun bei neun Saisontoren steht, einen schönen Angriff über Adama Traoré und Renato Steffen. Marc Janko hatte bei der idealen Vorlage noch bedrängt von einem Gegenspieler über den Ball geschlagen, Elyounoussi aber traf aus der Drehung in den Winkel.

Hinterher freute sich Tomas Vaclik darüber, dass die Null aus seiner Sicht zum zwölften Mal bis zum Schluss stand und fand: «Das erste Tor war heute entscheidend.» Dreimal war der FCB im bisherigen Saisonverlauf gegen den Klassenneuling in Rückstand geraten und hatte die Partien jeweils erst sehr spät, zweimal in der Nachspielzeit zu seine Gunsten wenden können. 

Im Vergleich dazu fällt das Resultat diesmal eindeutig, wenn auch aus Sicht von Urs Fischer «ein wenig zu hoch» aus. Und der Trainer, für den Lausanne Teil eins der Abschiedstour als Bankchef beim FCB war, fand auch noch einen Punkt, den er monierte: «Nach dem 3:0 sind wir zu lässig geworden.»
 

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Vor dem Spiel:

Weil Suchy ausfällt: Ein neues Verteidiger-Duo gibt sich die Ehre: Den Karsamstagabend verbringt der FC Basel auf der Pontaise in Lausanne, wo er das letzte Saisonviertel in Angriff nimmt. Im Spiel eins nach Bekanntgabe der Trennung von Urs Fischer zum Ende der Spielzeit muss der Trainer in der Innenverteidigung umstellen. Weil Marek Suchy ausfällt, kommt Daniel Hoegh mal wieder zum Handkuss. » Die Lage beim FC Basel vor dem Spiel in Lausanne

«So einfach lässt sich der Spektakelfaktor nicht steigern»: Nach bewegenden Tagen beim FC Basel erzählt Luca Zuffi im Interview, was er von den Plänen der neuen Clubführung hält: «Ausgesprochen positiv – wenn man das denn so umsetzen kann.» Ausserdem schildert der 27-jährige Mittelfeldspieler, wie er die Trennung von Trainer Urs Fischer erlebt. » Interview mit Luca Zuffi

Thorsten Fink: «Es gibt Kontakt, aber es ist nichts entschieden»: Thorsten Fink redet mit der neuen Führung des FC Basel über ein mögliche Rückkehr an die Stätte, wo er 2009 eine Erfolgsgeschichte begonnen hat. Gegenüber der TagesWoche schränkt der 49-Jährige jedoch ein: «Es ist nichts entschieden.» Es seien mehrere Kandidaten im Gespräch. » Das Neuste in Sachen Trainersuche beim FCB

Vier Jahre nach seiner Entlassung kehrt Remo Gaugler als Kaderplaner zum FCB zurück: Die neue sportliche Leitung des FC Basel nimmt weiter Form an. Vom FC Luzern stösst Remo Gaugler als Kaderplaner zum Schweizer Meister – ein Mann, mit dem die Basler vor vier Jahren «unterschiedliche Auffassungen» hatten und sich vom damaligen U18-Trainer trennten. » Der neue Kaderplaner des FCB

Urs Fischer: «Aus meiner Sicht ist das absolut schade»: Der Trainer des FC Basel nimmt am Freitag vor dem Spiel gegen Lausanne Stellung zum Umstand, dass die neue sportliche Leitung um Marco Streller ohne ihn plant. » Der scheidende Trainer nimmt Stellung

Visite bei Wicky: «Alles, was ich sage, kann falsch ausgelegt werden»: Nach 20 Minuten 0:3 hinten – das hat der Trainer Raphael Wicky so noch nicht erlebt. Seine U21 des FC Basel unterliegt dem SC Cham am Ende überraschend hoch mit 1:4, Wicky übt hinterher Selbstkritik und will von den Spekulationen um seine Person als Trainerkandidat für die erste Mannschaft nichts wissen. » Besuch bei einem weiteren Trainerkandidaten

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Informationen zum Artikel

15.4.2017, 17:00 Uhr

Ein Muster Basler Effizienz und ein herausragender Vaclik

Text

Text:

  • 29.04.2017 um 00:20
    Bernhard Heusler: «Ich kann nicht in Worte fassen, wie dankbar ich bin»

    Ausufernd sind die Feierlichkeiten nach dem Gewinn des 20. Titels in der Luzerner Swissporarena nicht. Aber die Vereinsführung findet Zeit, der Meistermannschaft und ihrem Trainer ein dickes Lob auszusprechen.

  • 28.04.2017 um 23:17
    Krönung eines Weitgereisten

    Er hat schon eine ganze Menge gewonnen in seiner Karriere. Schweizer Meister ist er erst seit dem 2:1-Sieg des FC Basel in Luzern. Dazu trägt Seydou Doumbia einen Treffer bei – und vielleicht geht ja doch noch etwas im Rennen um seine dritte Torjägerkrone.

  • 28.04.2017 um 15:00
    2:1 in Luzern – der 20. Titel für den FC Basel ist unter Dach und Fach

    Mit seinem 24. Saisonsieg, dem 2:1 in Luzern, sichert sich der FC Basel so früh die Meisterschaft wie noch kein Club zuvor. Es ist der achte Titel in Serie und der insgesamt zwanzigste der rotblauen Geschichte. Der Rest ist eine rotblaue Party, die in der Swissporarena mit weit über 1000 Fans gefeiert und nach Rückkunft in Basel seine Fortsetzung finden wird.

  • 20.03.2017 um 14:26
    Zum Artikel: Luca Zuffi schafft den Anschluss an das Spitzentrio

    Auf dieser Seite finden Sie die gesamte Berichterstattung der TagesWoche zum FC Basel: alle Geschichten, sämtliche Spiele und jede Menge Zahlen.

  • 17.03.2017 um 16:06
    Zum Artikel: Ohne Rücksicht auf die Landesauswahl

    Wie Recht Sie haben, Herr Tanner. Also bezüglich der Tickets, meine ich. Den anderen Punkt lassen wir einfach mal so stehen.

  • 05.12.2016 um 09:25
    Zum Artikel: Bernhard Heusler: «Diese Niederlage musste ja mal kommen»

    Guten Morgen Piet Westdijk, ich habe das Video auf mehreren Geräten getestet. Bei mir funktioniert der Ton immer. Gspässig, uns würde zwecks Optimierung natürlich interessieren, warum es bei Ihnen offenbar nicht funktioniert. Beste Grüsse

Text

Text:

  • 28.04.2017 um 23:17
    Krönung eines Weitgereisten

    Er hat schon eine ganze Menge gewonnen in seiner Karriere. Schweizer Meister ist er erst seit dem 2:1-Sieg des FC Basel in Luzern. Dazu trägt Seydou Doumbia einen Treffer bei – und vielleicht geht ja doch noch etwas im Rennen um seine dritte Torjägerkrone.

  • 28.04.2017 um 23:09
    Ein meisterlicher FCB in Sektlaune – die Bilder aus Luzern

    Einem Spiel, das früh in die gewünschten Bahnen gelenkt war, folgt in Luzern eine Feier in Sektlaune mit knallroten Meister-Shirts und den beiden Sternen, mit denen sich der FC Basel nun schmücken darf. Eine Bildergalerie aus Luzern.

  • 28.04.2017 um 22:05
    Das muss noch nicht das Ende sein

    Die Unersättlichkeit des FC Basel mündet fast zwangsläufig im achten Meistertitel in Serie. Das trägt ihm den symbolträchtigen zweiten Stern ein. Und nicht einmal der komplette Führungswechsel deutet auf eine Ende der Basler Alleinherrschaft im Schweizer Fussball hin.

  • 05.04.2017 um 14:09
    Zum Artikel: Der Cup, der FCB und der Nachholbedarf

    Danke, Peter 1893, für den Hinweis. Die Bildunterschrift ist dementsprechend korrigiert bzw. angepasst. Bleiben Sie uns gewogen

  • 10.03.2017 um 15:50
    Zum Artikel: Ein episches Spiel für Übergeschnappte

    Werter Marcel Pfeiffer, nur zum Verständnis: Unser Autor lebt in Barcelona und wohnt quasi im Camp Nou. Nix für ungut - und bleiben sie uns gewogen!

  • 13.01.2017 um 13:15
    Zum Artikel: So trainiert und logiert der FCB unter der Sonne des Südens

    Halb so wild, werte Frau Grossmann, in diesem Fall bin ich, eher als Nachteule veranlagt, ein Schreibtischtäter in Basel gewesen... Und hier ist es doch auch schön, oder? Bleiben Sie uns gewogen

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