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Wochenendlich in Lille 

12.4.2017, 15:35 Uhr

Wo die sanften Kerle wohnen

12.4.2017, 15:35 Uhr

Wer aus dem TGV steigt und den modernen Bahnhof von Lille hinter sich lässt, kann in der historischen Altstadt wunderbar entschleunigen. Von

Paris, New York, Venedig – es gibt Städte, die man einfach gesehen haben muss. Aber Lille? In der nordfranzösischen Stadt, die sich seit 2004 mit dem Label «Kulturhauptstadt Europas» schmückt, wächst kein Eiffelturm in den Himmel, grüsst keine überlebensgrosse Freiheitsstatue den Reisenden.

Indessen ist auch in Lille nicht einfach alles klein und putzig. Dessen wird man sich sogleich gewahr, wenn man in der Gare Lille-Europe aus dem TGV steigt und aus dem modernen Bahnhofgebäude ins Freie tritt. Rund um den Bahnhof wurden jüngst mit enormen Mengen von Glas und Beton diverse Gebäude hochgezogen.

Ein paar Hundert Meter weiter zeigt sich Lille mit der Gare Lille-Flandres von seiner älteren Seite. Dessen Gebäude geht auf das Jahr 1892 zurück. Der erste Bahnanschluss Lilles erfolgte allerdings bereits 1843, ein wichtiges Plus im Zeitalter der Industrialisierung.

Verschnörkelter Stil

Geht man vom Bahnhof Richtung Stadtmitte, begegnet man diesem älteren, etwas verschnörkelten Lille auf Schritt und Tritt. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang etwa die in den Jahren 1910 bis 1921 erbaute Chambre de commerce.

Nicht weniger eindrücklich präsentiert sich der im neoklassischen Stil gehaltene Bau der Opéra de Lille. Das Gebäude konnte erst 1923 in Betrieb genommen werden, nachdem schwierige Bodenverhältnisse und der Erste Weltkrieg die Fertigstellung des 1907 begonnenen Neubaus verzögert hatten. Dieser war nötig geworden, nachdem die alte Oper 1903 einem Brand zum Opfer gefallen war.

Die alte Börse, ein architektonisches Kleinod des 17. Jahrhunderts. (Bild: Martin Stohler)


Noch weiter zurück in die Geschichte Lilles führt uns das Gebäude der alten Börse an der Place de Gaulle. Sie wurde in den Jahren 1652/1653 erbaut und ist mit ihren reich verzierten Fassaden ein wahres Kleinod der flämischen Architektur. Das Gebäude besteht aus 24 gleichen aneinander gebauten Mansardenhäusern, welche einen Kreuzgang bilden. Im Innenhof, wo früher im grossen Stil Waren umgesetzt wurden, kann man heute Blumen kaufen oder in Bücherkisten wühlen.

Ein paar Schritte weiter laden Strassencafés und Restaurants zum Verweilen ein. Dabei darf man sich allerdings nicht durch den Autoverkehr stören lassen, der nicht völlig von der Place de Gaulle verbannt wurde.

Im Paradies der Riesen

Wer ein bisschen sucht, kann in Lille aber auch Oasen der Ruhe finden. Eine von ihnen ist der Jardin des Géants hinter der Gare Lille-Europe an der Rue du Ballon. Der kleine Park war einst ein Autoparkplatz, bis man diesen in den Untergrund verlegte und das Gelände im Jahr 2009 mit verschiedenen Bambusarten, kleinen Teichen und Kunstgebilden, die allmählich von allerlei Pflanzen überwuchert werden, in ein grünes Paradies verwandelte.

Vor diesem «Riesen» brauchen auch Zwerge keine Angst zu haben. (Bild: Martin Stohler)

Noch tiefer ist die Stille auf dem nahen Cimetière de l'Est. Hier hier ruht unter anderem auch der Sozialist Pierre Mauroy (1928–2013), von 1981 bis 1984 französischer Premierminister unter Präsident François Mitterrand.

Damit unser Besuch in Lille nicht allzu besinnlich ausklingt, beenden wir ihn im Zoologischen Garten bei der alten Zitadelle, wo ein munteres Treiben herrscht.

  • Anhören: Vom 20. Mai bis 4. Juni 2017 findet in Lille das Festival Wazemmes L'accordéon mit zahlreichen Künstlern statt.
  • Flanieren: Am Kanal der Deûle bei der alten Zitadelle oder durch die Einkaufsstrassen des Stadtzentrums. Im Sommer bewegen sich die Temperaturen in Lille zwischen 12 und 23 Grad Celsius.
  • Sich verköstigen: Mit einer Carbonade flamande (in Bier geschmortes Rindfleisch) in einem der Restaurants an der Place de Gaulle oder gegenüber der Gare Lille-Flandres.
  • Unterkommen: Das  Zimmer im Hotel Balladins in nächster Nähe der Gare Lille-Flandres war keine Luxussuite, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte völlig.

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12.4.2017, 15:35 Uhr

Wo die sanften Kerle wohnen

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    Ich denke, Marx und Engels haben die Triebkräfte der Geschichte etwas anders aufgefasst, als Kol Simcha das wähnt. Tönt eher etwas nach Bakunin.

  • 04.05.2017 um 10:07
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    Als Baselbieter (kein Ziefener Stohler) erschliessen sich mir halt die Eigenwilligkeiten der Basler Orthographie nicht immer...

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