LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Basel

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Riesentalent 

2.4.2017, 05:26 Uhr

Dieser Basler ist der Grund, warum Sie plötzlich Snooker schauen wollen

2.4.2017, 05:26 Uhr

Die Schweiz hat ihren ersten Snooker-Star: Der Basler Alexander Ursenbacher hat soeben die U21-Europameisterschaft gewonnen. Jetzt ist er auf dem Weg zur Weltspitze. Von

Alexander Preobrajenski: Ein Dutzend mal den gleichen Stoss: Beim Training beweist Ursenbacher Selbstdisziplin.

Ein Dutzend mal den gleichen Stoss: Beim Training beweist Ursenbacher Selbstdisziplin. (Bild: Alexander Preobrajenski)

Alexander Ursenbacher hat mit 20 Jahren erreicht, was vor ihm noch kein Schweizer geschafft hat. Schon 2016 stand der Basler im Finale der U21-Weltmeisterschaft im Snooker, dann hat er auch noch die U21-Europameisterschaft gewonnen und sich somit für die Main Tour qualifiziert.

Es ist das erste Mal, dass ein Schweizer ein internationales Snooker-Turnier gewonnen hat. Der Sport, der wie Billard aussieht, aber auf einem grösseren Tisch mit kleineren Kugeln gespielt wird, ist in Grossbritannien gross, in China riesig – so riesig, dass selbst die englischen Snooker-Profis mit chinesischen Markennamen auf der Weste herumlaufen. 

Ab Herbst spielt Ursenbacher die Saison bei den 132 Besten der Welt mit. Wenn er bei einem Turnier unter die besten 32 kommt, dann wäre das eine Sensation.

Hemd, Weste und Schlips

«Du darfst keine Angst vor dem Erfolg haben», sagt der 20-Jährige und lässt den Ellbogen nach unten gleiten. Das Cue schnellt nach vorne, die rote Kugel rollt ins Loch. Hier im Vereinslokal des Snooker Club Basel in Münchenstein trainiert er sechs bis acht Stunden pro Tag.

Ursenbacher trägt Trainerhose, T-Shirt und eine Silberkette um den Hals. Er ist froh, dass er sich für das Foto nicht in Schale schmeissen muss. So fühle er sich wohler. An Turnieren gilt ein strikter Snooker-Dresscode: Hemd, Weste und Schlips.

Kurz nach dem Europameistertitel gab Ursenbacher seinen Nebenjob auf. Als Dialoger hat er für einige Monate auf der Strasse Mitgliedschaften für Hilfsprojekte verkauft. Jetzt setzt er alles auf den Snooker-Sport. Sein Ziel: Unter den besten 32 der Welt zu landen. «Aber ich wäre auch mit mehr zufrieden», sagt er. Bescheidenheit, das ist nicht seine Sache. Wie hätte er sie auch lernen sollen? Bisher ging Ursenbachers Karriere steil nach oben.

Turniersieg folgt auf Turniersieg

Mit zwölf Jahren begann er Snooker zu spielen. Sein Vater merkte bald: Dieser Junge kann etwas. Also fand der Vater einen Snooker-Verein und der Sohn gewann wenige Monate später sein erstes Juniorenturnier. Mit 13 folgte der erste Sieg in einem Erwachsenenturnier. «Ich habe 500 Stutz gekriegt und gedacht: Ich bin reich», lacht er.

Ursenbacher trainiert in T-Shirt und Jogging-Hose. Bei Snooker-Turnieren heisst der Dresscode: Hemd, Weste und Schlips.

Ursenbacher trainiert in T-Shirt und Jogging-Hose. Bei Snooker-Turnieren lautet der Dresscode: Hemd, Weste und Schlips. (Bild: Alexander Preobrajenski)

Dann sagt er ernst: «Seit ich 14 bin, bin ich der beste Spieler der Schweiz.» Mit 16 Jahren spielte Ursenbacher bereits auf der Main Tour. Nach der zweiten Saison faulte er aus der Liga der 132 besten Spieler raus – sein erster echter Rückschlag. «Da hatte ich noch Angst davor, zu gewinnen.» Seither sei er gereift, habe mehr Erfahrung.

Ursenbacher fühlt sich bereit für den grossen Coup. Möglich, dass das Schweizer Fernsehen dann zum ersten Mal überhaupt Snooker überträgt. Festlegen will sich SRF auf Anfrage nicht, aber grundsätzlich denkbar sei es bei Schweizer Beteiligung schon.

Ursenbacher legt die roten Kugeln in Kreuzform auf den Tisch. Eine nach der anderen lässt er in den Löchern verschwinden. Dann verfehlt er ein Loch. «Die muss ich noch mal spielen», sagt er und legt die Kugel in die Ausgangsposition. Manche Stösse wiederhole er ein Dutzend Mal oder mehr. Bis er das schafft, was er will.

Lob vom Superstar

Einen Trainer hat der Snooker-Crack nicht. Die Technik hat er sich grösstenteils von Youtube-Videos abgeschaut, immer mal wieder andere Spieler um Rat gefragt und sich so laufend weiterentwickelt.

Ursenbachers Vorbild – das ist der Snooker-Superstar Ronnie O'Sullivan. Der vierfache Weltmeister verdiente pro WM-Titel knapp 500'000 Franken, Ursenbacher bekam 3000 für seinen U21-EM-Gewinn.

An einem Turnier in Sheffield lernte er sein Idol kennen. O'Sullivan sei auf ihn zugekommen, habe ihm ein paar Kniffe gezeigt und gesagt: «Wenn du an diesen Details arbeitest, kann ein ganz Grosser aus dir werden.»

Ursenbacher lacht: «Wenn Ronnie das sagt, dann muss es stimmen.»

Der 20-Jährige wuchs in Basel und Rheinfelden auf.

Der 20-Jährige wuchs in Basel und Rheinfelden auf. (Bild: Alexander Preobrajenski)

Werbung

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Sport, Porträt, Billard

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Am Tisch mit Mozart Weiterlesen

Kobold schlägt Rakete Weiterlesen

Fünfter WM-Titel für Ronnie O'Sullivan Weiterlesen

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

2.4.2017, 05:26 Uhr

Dieser Basler ist der Grund, warum Sie plötzlich Snooker schauen wollen

Text

Text:

  • 09.06.2017 um 14:32
    Zum Artikel: Nachtigallen unter sich

    Danke der Nachfrage: Wir sind eingeladen.

  • 04.05.2017 um 10:26
    Zum Artikel: Das Windkraft-Fiasko auf dem Chall

    Merci für den Input. Was Sie erwähnen, ist eigentlich recht gut durch die Befragung der Uni St. Gallen abgedeckt. Dort wurden annähernd 500 Personen befragt, die im Umkreis von 5 km von einem Windpark wohnen. Einige Kernaussagen werden im Artikel erwä...

  • 04.05.2017 um 10:25
    Zum Artikel: Das Windkraft-Fiasko auf dem Chall

    Sie erwähnen, Katzen würden keinen Rotmilan oder Seeadler reissen. Da stimme ich Ihnen zu. Aber warum sind diese Vogelarten höher zu gewichten als beispielsweise kleinere Arten, deren Bestände bedroht sind? Katzen können «zum Erlöschen lokaler Populati...

Aktuell

Nils Fisch: Die Polizeileitung hat trotz handfesten Warnungen des Nachrichtendienstes die Untersuchungen gegen den mutmasslichen Erdogan-Spitzel verschleppt. 
1

Untersuchungsbericht Erdogan-Spitzel 

Auf die leichte Schulter genommen

Der Untersuchungsbericht zum Fall des mutmasslichen Erdogan-Spitzels bei der Basler Polizei wirft kein gutes Licht auf die Polizeiführung. Sie verhedderte sich in rechtlichen Problemen und liess den Mann gewähren. Obwohl dieser auf Facebook angekündigt hatte, Türken in der Schweiz bespitzeln zu wollen.Von Renato Beck. Weiterlesen1 Kommentar