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Kunstmuseum 

18.3.2017, 13:37 Uhr

Wird der Boden des Kunstmuseums-Erweiterungsbaus erneuert?

18.3.2017, 13:37 Uhr

Der Boden im Kunstmuseums-Erweiterungsbau gibt erneut zu reden. Offenbar plant der neue Museumsdirektor Josef Helfenstein, das Eichenparkett zu übermalen, wie die «bzBasel» und die «Basler Zeitung» berichten. Von

Dominique Spirgi @ProLitteris, Zürich 2016: Der stark strukturierte Holzboden im Erweiterungsbau sorgt für Kritik.

Der stark strukturierte Holzboden im Erweiterungsbau sorgt für Kritik. (Bild: Dominique Spirgi @ProLitteris, Zürich 2016)

Der Boden im neuen Erweiterungsbau des Kunstmuseums Basel gab von Beginn weg zu reden. Die starken Strukturen im Eichenparkett beeinträchtigten die Wirkung der ausgestellten Kunstwerke, hiess es. Der inzwischen pensionierte Museumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi, der das neue Haus vor einem Jahr eröffnet hatte, war ganz anderer Meinung: «Ich bin überzeugt, dass man diesen Boden umso mehr mögen wird, je länger das Haus in Betrieb sein wird», sagte er im August 2016 in einem Interview mit der TagesWoche.

Bürgis Nachfolger Josef Helfenstein scheint anderer Ansicht zu sein. Die «bzBasel» berichtet, dass er plane, den Boden übermalen zu lassen. Die Bodenkorrektur sei ursprünglich bereits jetzt, vor der Anfang April beginnenden Prado-Ausstellung geplant gewesen, heisst es in der Zeitung weiter. Man habe aber das Problem, dass die markanten Fugen die Farbe anders annähmen als das Holz, noch nicht lösen können, so dass die Umgestaltung auf den Herbst verschoben worden sei.

Gar ein neuer Boden?

Auch die «Basler Zeitung» berichtet über Schwierigkeiten, die Fugen abzutönen. Und sie spekuliert gar über mögliche weitergehende Massnahmen: «Kann gut sein, dass das Gitter also Bestand hat oder aber der Eingriff doch grösser sein sollte als bloss kosmetischer Natur und ein ganz neuer Boden her muss.» Allerdings bleibt nicht unerwähnt, dass dies ein sehr teurer Eingriff wäre zu einem Zeitpunkt, in dem sich das Museum auch auf der Einnahmenseite neu orientieren muss.

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Margot

    am 18.03.2017, 13:51

    klar, die bodengestaltung in museen ist ein völlig neues problem. und ja, man sieht die bilder vor lauter boden nicht (wenn man den eingang mal gefunden hat) - wehre mich eigentlich immer etwas gegen begriffe wie "wohlstandsverblödung" oder "ersteweltleiden", aber hier fällt mir leider nichts anderes dazu ein.

  2. Verifiziert

    Daniel Seiler

    am 18.03.2017, 14:00

    Sollen die Finger vom Boden lassen und sich um gute Ausstellungen und um mehr Besucher bemühen. #Wollen in Basel keine Schloss-Binningen-Treppen-Diskussion!

  3. mindyou

    am 18.03.2017, 14:44

    Der Boden und sein Belag entfalten ihre Wirkung ebenso wie Decke und Wände. Für die eine Ausstellung mag die aktuelle Wirkung günstig erscheinen, für eine andere weniger oder gar störend. Sollen in einem Raum die ausgestellten Werke ihre optimale Ausstrahlung entfalten können, müssten alle Elemente individuell mit einbezogen werden. Da dies in einem Museum mit wechselnden Inhalten nicht möglich ist, gibt es nur eine Option: Die Raumgestaltung an sich muss absolut neutral bleiben.

  4. Verifiziert

    Christian Mueller

    am 18.03.2017, 15:01

    Wenn der Boden stärker ist, als die Kunst, dann ist vielleicht der Boden nicht wirklich das Problem... Aber wenn der neue Direktor meint einen neuen Boden auswechseln zu müssen, dann kann er das ja mit dem eigenen Lohn bezahlen...

  5. webtom

    am 18.03.2017, 15:18

    Wie immer: Ein neuer Chef darf nicht einfach übernehmen, er muss neue Akzente setzen, und wenn es nur ein anderer Boden ist!!!! Aber bitte nicht mit Steuergeldern.

  6. s chröttli

    am 18.03.2017, 15:33

    görls&beuys, da hilft nur eins: die fettecke gleichmässig drauf verschlirggen

  7. Kol Simcha

    am 18.03.2017, 15:44

    Synergien nutzen: Alpnacher Quarzstein-Platten werden demnächst nebenan verlegt. Da lässt sich doch sicher was machen.

  8. M LE

    am 18.03.2017, 16:16

    Bei der Diskussion um die Bodengestaltung frage ich mich, was ich bei meinem Besuchen im Neubau bisher falsch gemacht habe. Beim Betrachten der Bilder an der Wand hat mich der Boden nicht abgelenkt. Die beiden auf dem Bild abgebildeten Kunstwerke – „Sackkarrenschieber“ und die "aus Metallplatten zusammengesetzte Piazza“ – wurden für mich in einen neuen Kontext gestellt. Bei der Eröffnungsausstellung waren einige Werke auf weissen Sockeln präsentiert. Dadurch trat der Boden in den Hintergrund... mehrBei der Diskussion um die Bodengestaltung frage ich mich, was ich bei meinem Besuchen im Neubau bisher falsch gemacht habe. Beim Betrachten der Bilder an der Wand hat mich der Boden nicht abgelenkt. Die beiden auf dem Bild abgebildeten Kunstwerke – „Sackkarrenschieber“ und die "aus Metallplatten zusammengesetzte Piazza“ – wurden für mich in einen neuen Kontext gestellt. Bei der Eröffnungsausstellung waren einige Werke auf weissen Sockeln präsentiert. Dadurch trat der Boden in den Hintergrund und die Kunstwerke wurden präsenter.

    Mein Vorschlag ist, den Boden im Neubau lassen wie er ist und die im Raum stehenden Kunstwerke auf Sockeln und Podesten präsentieren. Mit einer guten Formen- und Farbgestaltung dieser Elemente können die Kunstobjekte noch besser präsentiert werden. Für Ausstellungen welche wegen dem Boden im Neubau nicht präsentiert werden können, findet sich sicher ein geeignetes Umfeld in den Gebäuden „Hauptbau“ oder „Gegenwart“.

  9. Gaston Ravasi

    am 18.03.2017, 16:43

    Klarer Fall von Profilneurose. Der soll gute Ausstellungen machen, dafür wurde er angestellt.

  10. Hans Sommer

    am 18.03.2017, 21:06

    Dieser Boden könnte ja immer wieder neu künstlerisch gestaltet werden.

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18.3.2017, 13:37 Uhr

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