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Behindertenfachstelle 

5.2.2016, 04:50 Uhr

Die neue Meldestelle für Behinderte – «ein schlechter Witz»

5.2.2016, 04:50 Uhr

Statt einer beratenden Fachstelle gibt es im Kanton neuerdings nur noch eine Meldestelle für Menschen mit einer Behinderung. Diese befindet sich jedoch in einem Gebäude, das für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich ist. Guy Morin habe sich nicht sehr viel dabei überlegt, kritisiert das Behindertenforum. Von

Hans-Jörg Walter: Meldestelle für Menschen mit einer Behinderung an der Marktgasse 30a: Auch wer hier als Rollstuhlfahrer persönlich ein Anliegen deponieren möchte, muss zuerst einmal diese Stufen überwinden.

Meldestelle für Menschen mit einer Behinderung an der Marktgasse 30a: Auch wer hier als Rollstuhlfahrer persönlich ein Anliegen deponieren möchte, muss zuerst einmal diese Stufen überwinden. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Die Fachstelle für Menschen mit einer Behinderung ist Geschichte. Regierungspräsident Guy Morin und der Grosse Rat haben die Stelle, die 2003 von Erziehungsdirektor Christoph Eymann (LDP) ins Leben gerufen wurde, trotz heftigstem Widerstand der Betroffenen abgeschafft.

Man werde die Anliegen der Behinderten weiterhin ernst nehmen, beteuerte Regierungspräsident Guy Morin im Vorfeld der Schliessung der Fachstelle immer wieder. Und er kündigte an, eine Meldestelle für Menschen mit einer Behinderung einzurichten – eine Art Briefkasten, wo Anliegen deponiert werden können. Diese Meldestelle befindet sich seit dem 1. Januar in der Fachstelle Diversität und Integration im Präsidialdepartement an der Marktgasse 30a.

Wie ernst es Morin mit dieser Meldestelle meint, offenbart ein Augenschein vor Ort: Das Gebäudeinnere ist – anders als die ehemalige, von Martin Haug geleitete Fachstelle an der Martinsgasse – für Rollstuhlfahrer kaum zugänglich. Zwar gibt es einen Lift, doch um an den zu kommen, muss man es erst einmal über die Treppe in den ersten Stock schaffen – keine Chance für Gehbehinderte.

Wie viele Betroffene es überhaupt bis vor diese Hürde schaffen, ist allerdings unklar. Auf der Website der Fachstelle Diversität und Integration wird nämlich nicht erwähnt, dass Behinderte ihre Anliegen bei dieser Meldestelle deponieren können. 

«Schlechter Witz»

Eine Meldestelle für Behinderte, die für Behinderte nicht zugänglich ist – Georg Mattmüller, Geschäftsleiter des Behindertenforums, bezeichnet das als «schlechten Witz». «Guy Morin hat die Meldestelle zur Beruhigung der Gemüter aus dem Hut gezaubert und scheint sich nicht sehr viel dabei überlegt zu haben», sagt er. Noch immer zeigt sich Mattmüller enttäuscht von der Abschaffung der Fachstelle. «Es ist schon mehr als komisch, dass ein bürgerlicher Regierungsrat diese Stelle schafft, weil er zur Umsetzung des städtischen Leitbildes deren Notwendigkeit sieht – ein linker Regierungsrat und Arzt diese Stelle wieder streicht.»

Beat Ramseyer, der seit fast vier Jahrzehnten an den Rollstuhl gebunden ist, erkennt den Sinn dieser Meldestelle nicht. «Es braucht keine Meldestelle für Menschen mit einer Behinderung in der Verwaltung, sondern eine Fachperson. Zumal die Anliegen von Menschen mit einer Behinderung derart vielfältig sind.» Es seien konkrete Zuständigkeiten nötig, sagt er. Die Abschaffung der Fachstelle mache ihn wütend und sei eine «absolute Frechheit» für die Betroffenen. «Und dass die Meldestelle nicht mal rollstuhlgängig ist, sagt ja alles!»

In der Verwaltung scheint man sich bewusst gegen persönliche Begegnungen mit Behinderten entschieden zu haben. So sagt Regierungspräsident Guy Morin: «Man kann sich telefonisch, brieflich oder per E-Mail an die Meldestelle Diskriminierungsschutz wenden. Wenn man ein persönliches Gespräch wünscht, wird dieses selbstverständlich so arrangiert, dass eine Mobilitätseinschränkung kein Problem darstellt.»

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Reaktionen

  1. alfim

    am 5.02.2016, 09:30

    Diese Meldestelle ist das äussere Zeichen der Verhöhnung von Menschen mit einer Behinderung, einer Verhöhnung, die mit der Abschaffung der Fachstelle Tatsache geworden ist.

  2. Miss St. Johann

    am 5.02.2016, 09:50

    Das Prinzip Meldestelle ist (auch ohne Treppe) ein schlechter Witz: Menschen mit Behinderung werden zu BittstellerInnen degardiert, die zwar Anliegen deponieren dürfen, aber nicht wissen, ob sie erfüllt werden oder ob sich überhaupt jemand darum kümmert. Dabei geht es hier nicht um die Verteilung von Almosen, sondern um die Verantwortung des Staates, den Menschen mit Behinderung ihre Rechte (d.h. gleiche Rechte wie alle anderen auch) nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis zu... ... mehrDas Prinzip Meldestelle ist (auch ohne Treppe) ein schlechter Witz: Menschen mit Behinderung werden zu BittstellerInnen degardiert, die zwar Anliegen deponieren dürfen, aber nicht wissen, ob sie erfüllt werden oder ob sich überhaupt jemand darum kümmert. Dabei geht es hier nicht um die Verteilung von Almosen, sondern um die Verantwortung des Staates, den Menschen mit Behinderung ihre Rechte (d.h. gleiche Rechte wie alle anderen auch) nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis zu gewähren. Dafür braucht es keinen Briefkastenonkel, sondern eine Stelle mit Personal und Budget, die den Auftrag und die Kompetenz hat, konkrete Veränderungen zu bewirken.

  3. Daniel Kurmann

    am 5.02.2016, 10:13

    TaWo vom 11.2.15:
    Die Themen und Anliegen von Menschen mit einer Behinderung, sagt Morin, seien voll und ganz in den Fachdepartementen angekommen.

    «Den Anwalt für Behinderte braucht es in der Verwaltung nicht mehr. Die für die Planung und Umsetzung der Massnahmen verantwortlichen Mitarbeiter wissen, was sie zu tun haben.» Er sei überzeugt, den betroffenen Menschen werde durch die Aufhebung der Fachstelle kein Nachteil entstehen.

    Alles klar? So eine Treppe ist doch ein gutes Beispiel, dass... ... mehrTaWo vom 11.2.15:
    Die Themen und Anliegen von Menschen mit einer Behinderung, sagt Morin, seien voll und ganz in den Fachdepartementen angekommen.

    «Den Anwalt für Behinderte braucht es in der Verwaltung nicht mehr. Die für die Planung und Umsetzung der Massnahmen verantwortlichen Mitarbeiter wissen, was sie zu tun haben.» Er sei überzeugt, den betroffenen Menschen werde durch die Aufhebung der Fachstelle kein Nachteil entstehen.

    Alles klar? So eine Treppe ist doch ein gutes Beispiel, dass die Themen und Anliegen voll und ganz in den Fachdepartementen angekommen sind, die für Planung und Umsetzung verantwortlichen Mitarbeiter wissen, was zu tun ist, und auf jeden Fall kein Nachteil für die betroffenen Menschen.

  4. Alois Karl Hürlimann

    am 5.02.2016, 10:44

    Ein sinngewaltiges Symbol, diese Eingangstüre mitsamt dem Hinweis über dem mit zwei Treppenstufen zu erreichenden ersten Podest des Treppenhauses, dass es ab 1. Obergeschoss einen Lift geben würde.
    Nun, es handelt sich ja bloss um eine "Meldestelle".
    Was da genau "gemeldet" werden kann oder soll oder darf?
    Es ist dem noch amtierenden Regierungspräsidenten von Basel-Stadt eingefallen, anstelle einer jährlich 160'000 SFr. kostenden Beratungsstelle für Behinderte eine "Meldestelle", wohl... ... mehrEin sinngewaltiges Symbol, diese Eingangstüre mitsamt dem Hinweis über dem mit zwei Treppenstufen zu erreichenden ersten Podest des Treppenhauses, dass es ab 1. Obergeschoss einen Lift geben würde.
    Nun, es handelt sich ja bloss um eine "Meldestelle".
    Was da genau "gemeldet" werden kann oder soll oder darf?
    Es ist dem noch amtierenden Regierungspräsidenten von Basel-Stadt eingefallen, anstelle einer jährlich 160'000 SFr. kostenden Beratungsstelle für Behinderte eine "Meldestelle", wohl kostenlos zu betreiben - aber wer weiss das schon - einzurichten.
    Die Fachperson, vernetzt mit vielen Menschen, welche mit Behinderungen durch ihr Leben zu gehen haben, vernetzt auch mit Institutionen, mit Behörden usw., diese Fachperson wurde im Grossen Rat mit 46 gegen 44 Stimmen wegrationalisiert. Man kann da sehr genau sehen, wer wie gestimmt hat. Es waren die SVP (geschlossen), die GLP (geschlossen) die FDP (fast geschlossen, 1 Enthaltung), die CVP (immerhin 2 Stimmen zu Gunsten der Beibehaltung) und der LDP (auch noch eine Stimme zu Gunsten der Beibehaltung).
    Geschlossen für die Beibehaltung der Stelle stimmten die SP und das GB.
    Es war auch der Regierungspräsident. Aber es waren auch die oben genannten "bürgerlichen" Parteien, welche den Beschluss sanktioniert haben.
    Siehe:http://www.tageswoche.ch/de/2016_3/basel/708687/Definitives-Aus-für-die-Behindertenfachstelle.htm

  5. Roland Stucki

    am 5.02.2016, 11:47

    Ja es waren auch die Bürgerlichhen, stimmt von denen konnte man auch nicht mehr erwarten. Sparen für Steuersenkungen geht vor.
    Aber das entschuldigt nicht die 4 Abweseheitsstimmen der SP in einer so wichtigen Abstimmung, ausser es es ist mir egal oder ich bin sogar dagegen, getraue es mir aber nicht öffentlich kundzutun. (Wäre noch interessant zu wissen wer gefehlt hat)
    Wie man sich wegen CHF 160'000 solch eine Schlappe einfahren kann ist schon etwas fragwürdig.
    Come on gebt euch einen Ruck,... ... mehrJa es waren auch die Bürgerlichhen, stimmt von denen konnte man auch nicht mehr erwarten. Sparen für Steuersenkungen geht vor.
    Aber das entschuldigt nicht die 4 Abweseheitsstimmen der SP in einer so wichtigen Abstimmung, ausser es es ist mir egal oder ich bin sogar dagegen, getraue es mir aber nicht öffentlich kundzutun. (Wäre noch interessant zu wissen wer gefehlt hat)
    Wie man sich wegen CHF 160'000 solch eine Schlappe einfahren kann ist schon etwas fragwürdig.
    Come on gebt euch einen Ruck, gesteht ein dass ihr einen Fehler gemacht habt und macht in rückgängig. Auch ihr Politiker dürft mal einen Fehler machen und eingestehen.
    Ich behaupte das zeugt von staatsmännischer Grösse und käme bei vielen Stimmbürgern gut an. ( auch im Hinblick auf die nächsten Wahlen, die ihr ja offenbar gewinnen wollt)

  6. Francesco L. Bertoli

    am 5.02.2016, 17:50

    Die Meldestelle für Behinderte - Schlicht und einfach eine Ohrfeige für Menschen mit Behinderung.
    So ernst werden die Anliegen von uns Behinderten genommen. Ein Armutszeugnis.

  7. Gaby Burgermeister

    am 8.02.2016, 19:01

    Das versteht man in Basel-Stadt offenbar unter einem "niederschwelligen" Angebot für Menschen mit einer Behinderung. Interessant zu wissen wäre, ob die Meldestelle überhaupt besetzt ist und reguläre Bürozeiten hat. Oder ob es sich bloss um eine "Briefkastenfirma" mit einem Anrufbeantworter handelt. Der letzte Satz von Guy Morin in diesem Artikel, dass ein persönliches Gespräch selbstverständlich so arrangiert werden könne, dass eine Mobilitätseinschränkung kein Problem darstelle zeugt von... ... mehrDas versteht man in Basel-Stadt offenbar unter einem "niederschwelligen" Angebot für Menschen mit einer Behinderung. Interessant zu wissen wäre, ob die Meldestelle überhaupt besetzt ist und reguläre Bürozeiten hat. Oder ob es sich bloss um eine "Briefkastenfirma" mit einem Anrufbeantworter handelt. Der letzte Satz von Guy Morin in diesem Artikel, dass ein persönliches Gespräch selbstverständlich so arrangiert werden könne, dass eine Mobilitätseinschränkung kein Problem darstelle zeugt von Ignoranz (was mich bei einem ehemaligen Arzt gelinde gesagt überrascht): "Niederschwellig" ist etwas anderes. Ausserdem hinterlässt er den Eindruck, dass man sich die Behinderten möglichst vom Leib halten will. Wo kämen wir denn hin, wenn jede/r Behinderte einfach so mit dem Rollstuhl hineinkurven könnte und irgendeinen Schalterbeamten beim Büroschlaf störte... Für das ach so soziale Basel ist diese Meldestelle ein Armutszeugnis. Und für alle Menschen mit einer körperlichen Behinderung muss dieser Affront jedenfalls ziemlich zynisch anmuten.

  1. Annette Morenz

    am 5.02.2016, 08:01

    Eigentlich kann man dazu gar nichts schreiben. Es ist so unter aller Würde, dass einem die Spucke wegbleibt, die man anderweitig verwenden möchte. Ja es bleibt Wut, Unverständnis und Hilflosigkeit solchen Entscheiden gegenüber. Umso mehr verdient das Komitee 'AK Behinderten Gleichstellung' die Unterstützung von uns allen.
    Siehe auch: ak-behindertengleichstellung.ch/

  2. s chröttli

    am 5.02.2016, 08:31

    da muss ich den onkel doktor für einmal in schutz nehmen.
    das versteht man nur aus betroffenensicht.
    ich bin zb so ein langer lulatsch, für den jede bus- oder flugreise zur faltübung gerät.
    wenn also neuerdings der sorgenbriefkasten vielviel höher gehängt wird, kann ich da endlich behindertengerecht meinen brief einwerfen (ätsch, ihr zwergen&roller).

    ganz ähnlich wird das mit dieser genialen meldestelle auch sein – oder dann halt nicht.
    das sei mal gleichgestellt.
    schinz spendet aber... mehrda muss ich den onkel doktor für einmal in schutz nehmen.
    das versteht man nur aus betroffenensicht.
    ich bin zb so ein langer lulatsch, für den jede bus- oder flugreise zur faltübung gerät.
    wenn also neuerdings der sorgenbriefkasten vielviel höher gehängt wird, kann ich da endlich behindertengerecht meinen brief einwerfen (ätsch, ihr zwergen&roller).

    ganz ähnlich wird das mit dieser genialen meldestelle auch sein – oder dann halt nicht.
    das sei mal gleichgestellt.
    schinz spendet aber das stadtmarketing darum jetzt gratis einen satz winterreifen (zweite treppe gleich hoch, ohne klopfen direkt eintreten).

    alles rollende planung, hm?

    1. s chröttli

      am 5.02.2016, 09:26

      sorry, ich hab ja die blinden ganz vergessen:

      es ist jene treppe, wo an der untersten stufe steht: «bitte schuhe reinigen»

  3. alfim

    am 5.02.2016, 09:30

    Diese Meldestelle ist das äussere Zeichen der Verhöhnung von Menschen mit einer Behinderung, einer Verhöhnung, die mit der Abschaffung der Fachstelle Tatsache geworden ist.

  4. Miss St. Johann

    am 5.02.2016, 09:50

    Das Prinzip Meldestelle ist (auch ohne Treppe) ein schlechter Witz: Menschen mit Behinderung werden zu BittstellerInnen degardiert, die zwar Anliegen deponieren dürfen, aber nicht wissen, ob sie erfüllt werden oder ob sich überhaupt jemand darum kümmert. Dabei geht es hier nicht um die Verteilung von Almosen, sondern um die Verantwortung des Staates, den Menschen mit Behinderung ihre Rechte (d.h. gleiche Rechte wie alle anderen auch) nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis zu... mehrDas Prinzip Meldestelle ist (auch ohne Treppe) ein schlechter Witz: Menschen mit Behinderung werden zu BittstellerInnen degardiert, die zwar Anliegen deponieren dürfen, aber nicht wissen, ob sie erfüllt werden oder ob sich überhaupt jemand darum kümmert. Dabei geht es hier nicht um die Verteilung von Almosen, sondern um die Verantwortung des Staates, den Menschen mit Behinderung ihre Rechte (d.h. gleiche Rechte wie alle anderen auch) nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis zu gewähren. Dafür braucht es keinen Briefkastenonkel, sondern eine Stelle mit Personal und Budget, die den Auftrag und die Kompetenz hat, konkrete Veränderungen zu bewirken.

    1. Inaktiver Nutzer

      am 5.02.2016, 20:38

      @Miss St.Johann
      Kafkaesk, müsste man sagen. Das Bild vom Fotografen Walter bringt das Kafkaeske auch voll auf den Punkt. Ein gelungen-schauriges Bild, das bei mir das nackte Grauen auslöst.

  5. Daniel Kurmann

    am 5.02.2016, 10:13

    TaWo vom 11.2.15:
    Die Themen und Anliegen von Menschen mit einer Behinderung, sagt Morin, seien voll und ganz in den Fachdepartementen angekommen.

    «Den Anwalt für Behinderte braucht es in der Verwaltung nicht mehr. Die für die Planung und Umsetzung der Massnahmen verantwortlichen Mitarbeiter wissen, was sie zu tun haben.» Er sei überzeugt, den betroffenen Menschen werde durch die Aufhebung der Fachstelle kein Nachteil entstehen.

    Alles klar? So eine Treppe ist doch ein gutes Beispiel, dass... mehrTaWo vom 11.2.15:
    Die Themen und Anliegen von Menschen mit einer Behinderung, sagt Morin, seien voll und ganz in den Fachdepartementen angekommen.

    «Den Anwalt für Behinderte braucht es in der Verwaltung nicht mehr. Die für die Planung und Umsetzung der Massnahmen verantwortlichen Mitarbeiter wissen, was sie zu tun haben.» Er sei überzeugt, den betroffenen Menschen werde durch die Aufhebung der Fachstelle kein Nachteil entstehen.

    Alles klar? So eine Treppe ist doch ein gutes Beispiel, dass die Themen und Anliegen voll und ganz in den Fachdepartementen angekommen sind, die für Planung und Umsetzung verantwortlichen Mitarbeiter wissen, was zu tun ist, und auf jeden Fall kein Nachteil für die betroffenen Menschen.

  6. Esther

    am 5.02.2016, 10:22

    Selten ein Bild gesehen, das eine so deutliche Sprache spricht.

  7. Guschti Goldkopf

    am 5.02.2016, 10:42

    Man möchte fast sagen: wieder brockt sich Guy Morin selbst die lustigsten Süppchen ein. Beide Stellungnahmen, die erste bezüglich Vorgehen rund um die Streichung der Fachstelle und die zweite (siehe oben), zeugen von einer einzigartigen Fähigkeit, Probleme zu schaffen, wo vorher keine waren. Soll er doch froh sein, dass er offensichtlich kompetente Mitarbeiter hat! Das ist das beste, was einem Departementsvorsteher passieren kann. Spätestens jetzt ist klar, dass mit dem Fachstelleninhaber... mehrMan möchte fast sagen: wieder brockt sich Guy Morin selbst die lustigsten Süppchen ein. Beide Stellungnahmen, die erste bezüglich Vorgehen rund um die Streichung der Fachstelle und die zweite (siehe oben), zeugen von einer einzigartigen Fähigkeit, Probleme zu schaffen, wo vorher keine waren. Soll er doch froh sein, dass er offensichtlich kompetente Mitarbeiter hat! Das ist das beste, was einem Departementsvorsteher passieren kann. Spätestens jetzt ist klar, dass mit dem Fachstelleninhaber das letzte Quäntchen Fachwissen in der Verwaltung verschwunden ist!

    Warum wurde die Stelle gestrichen? Was hat Morin zu dieser Handlung getrieben, die absolut keinen Sinn macht, die er nicht begründen kann und die ihm jetzt so viele Probleme bereitet? Hat er gedacht, dass es in der Stadt keine denkenden Menschen gibt? Keine Behinderten? Keine Menschen, die das politische Geschehen beobachten, die Grossratsdebatten verfolgen, die die Verwaltung schätzen?

    Er ist und bleibt ein Rätsel, der Mann.

    1. s chröttli

      am 5.02.2016, 11:01

      @goldkopf

      des rätsels lösung liegt wohl in seiner eigenen behinderung. er stolpert durchschnittlich fünfmal pro tag über seine eitelkeit

      «duggdi, högerli, s kunnt e tschumpeli»

    2. s chröttli

      am 5.02.2016, 16:44

      @goldkopf

      ... und dann war er mal an einem blockseminar zur asiatischen angst vor dem öffentlichen gesichtsverlust (schliesslich standen chemchina, sigg&more ins haus) – seitdem hat er schreckliche angst, dass ihm das lächeln vergeht.

      gerne möchte ich auf meinen aktuellen workshop hinweisen:

      «chefsache fehlerkultur»

Informationen zum Artikel

5.2.2016, 04:50 Uhr

Die neue Meldestelle für Behinderte – «ein schlechter Witz»

Text

Text:

  • 14.09.2016 um 16:09
    CVP-Initiative fordert Steuerabzug für Krankenkassen-Prämien

    Die Basler CVP knöpft sich die Krankenkassenprämien in Basel-Stadt vor: Sie fordert via Volksinitiative, dass die günstigste angebotene Prämie im Kanton künftig von den Steuern abgezogen werden kann.

  • 09.09.2016 um 14:14
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