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Stadtentwicklung 

6.12.2016, 16:01 Uhr

Parkplätze am Unteren Rheinweg sollen neuem Begegnungsort weichen

6.12.2016, 16:01 Uhr

17 Parkplätze am Unteren Rheinweg sollen Platz machen für einen neuen Begegnungsort. Die Basler Regierung nimmt damit Anliegen eines Vorstosses aus dem Grossen Rat und einer Petition auf. Von

Hans-Jörg Walter: Verdecken die freie Sicht auf den Rhein: Parkplätze am Unteren Rheinweg.

Verdecken die freie Sicht auf den Rhein: Parkplätze am Unteren Rheinweg. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) spricht vom «Schneeabladeplatz». Gemeint ist die freie Fläche zum Rhein hin, die sich zwischen Bläsiring und Offenburgerstrasse am Unteren Rheinweg erstreckt. Dieser Platz wird zu einem Teil im Sommer von Rheinschwimmern und im Winter von Möwenfütterinnen bevölkert. Das ganze Jahr hindurch dient der andere Teil als Parkplatz für 17 Autos, die dort quer zur Strasse abgestellt werden können. 

Diese Parkplätze sollen verschwinden, teilt die Basler Regierung mit. «Der rheinseitige Platz zwischen Bläsiring und Offenburgerstrasse soll bis zum Sommer 2017 als Begegnungsort umgestaltet und mit zusätzlichen Veloabstellplätzen versehen werden», heisst es in einer Medienmitteilung.

Vorstoss und Petition

Damit nimmt die Regierung ein Anliegen aus einer Petition und einem Vorstoss im Grossen Rat auf. Konkret beantragt sie, den Anzug stehen zu lassen und mit diesem Beschluss einer Umgestaltung zuzustimmen. «Falls der Grosse Rat den Anzug abschreibt, wird auf die Umgestaltung verzichtet», schreibt die Regierung.

Die vor drei Jahren eingereichte Petition mit dem Titel «Flanieren statt Parkieren» hatte ursprünglich die Aufhebung aller Parkplätze am Unteren Rheinweg verlangt. Im Verlauf der Behandlung der Petition durch die Petitionskommission beschränkte man sich aber auf den Abschnitt zwischen Bläsiring und Offenburgerstrasse.

Konflikte programmiert

In welcher Form der dereinst von Autos befreite Platz umgestaltet werden soll, steht noch nicht fest. Für das BVD ist aber klar, dass ein Parkverbot alleine nichts bringe, der Platz müsse in irgendwelcher Form auch bespielt werden. Dies geht aus dem Protokoll der Petitionskommission hervor.

Überdies rechnet das BVD – wie immer, wenn Parkplätze abgebaut werden sollen – mit Konflikten. Denn bereits die Tatsache, dass jeweils im Sommer drei Autoparkplätze bei der Oetlinger-Buvette temporär zu Veloabstellplätzen umgewandelt werden, stosse bei einem Teil der Anwohnerschaft auf wenig Freude.

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Nilving

    am 6.12.2016, 16:53

    40-60% des Verkehrs in den Quartieren 4056, 4057 und 4058 werden durch parkplatzsuchende Autos (KMU, Lieferungen, Anbringer & Anleger) verursacht, welche 15 Min. im Kreis fahren müssen. Für manche Fahrten braucht man halt ein Auto. Für alles andere gibt es das teure ÖV und das Fahrrad. Aber baut weiterhin Parkplätze ab. Ruhiger wird es leider nicht werden. Wohne selber im St. Johann. Dort entsteht ab 16h dieser "Parkplatzsuchverkehr". Aber eben gleiche Sache wie Baustellenplanung und... mehr40-60% des Verkehrs in den Quartieren 4056, 4057 und 4058 werden durch parkplatzsuchende Autos (KMU, Lieferungen, Anbringer & Anleger) verursacht, welche 15 Min. im Kreis fahren müssen. Für manche Fahrten braucht man halt ein Auto. Für alles andere gibt es das teure ÖV und das Fahrrad. Aber baut weiterhin Parkplätze ab. Ruhiger wird es leider nicht werden. Wohne selber im St. Johann. Dort entsteht ab 16h dieser "Parkplatzsuchverkehr". Aber eben gleiche Sache wie Baustellenplanung und Koordination. Stichwort Kreisel, welcher alle 3 Min für 30 Sek. durch ein Tram blockiert wird…

  2. dabizi

    am 6.12.2016, 17:07

    Trügt das Gefühl, oder müssen immer Kleinbasler Parkplätze dran glauben? Bin zwar Wenigfahrer, aber wenn, dann kurve ich im 4057 und 4058 schon mal eine halbe Stunde sinnlos herum, bis ich endlich einen freien PP finde.

  3. Verifiziert

    Daniel Seiler

    am 6.12.2016, 17:08

    Ich muss wieder einmal Herr Spirgi.... Klar kann man sich am Anblick dieser parkierten Autos stören und sich da eine Grünfläche zum Verweilen wünschen. Da hat ja auch niemand etwas dagegen, nur leider hält es das BVD bis heute nicht für notwendig, aufzuzeigen, was passiert, wenn die 17 Parkplätze weg kommen. Nach 10 Jahren Parkplatzbewirtschaftung gibt es NULL Transparenz über den Parkplatzdruck in den einzelnen Quartieren. Die Autos verschwinden nicht einfach, sondern fahren im Quartier... mehrIch muss wieder einmal Herr Spirgi.... Klar kann man sich am Anblick dieser parkierten Autos stören und sich da eine Grünfläche zum Verweilen wünschen. Da hat ja auch niemand etwas dagegen, nur leider hält es das BVD bis heute nicht für notwendig, aufzuzeigen, was passiert, wenn die 17 Parkplätze weg kommen. Nach 10 Jahren Parkplatzbewirtschaftung gibt es NULL Transparenz über den Parkplatzdruck in den einzelnen Quartieren. Die Autos verschwinden nicht einfach, sondern fahren im Quartier herum und suchen einen Parkplatz - das kann doch nicht die Lösung sein!

  4. Kol Simcha

    am 6.12.2016, 18:33

    Alte Frage (ich weiss): Aber gibt es für die Motorfahrzeugsteuer eigentlich auch irgendeine Gegenleistung?

    1. Seppi Verseckelt

      am 6.12.2016, 20:39

      Aber Ja doch ! Nämlich die Nichtsofortverschrottung dieser Vierrädrigen Gottseibeiunsdinger beim alleinigen Anblick derselben... DAS ist doch immerhin schon mal ein Anfang !

  5. Anti Mainstream

    am 6.12.2016, 19:51

    Ein Film aus den frühen 70er. Die Älteren unter uns werden eine Freude haben. Erinnerungen:
    https://m.youtube.com/watch?v=VO97jLc7LPU

    1. AutorIn des Artikels

      Dominique Spirgi

      am 6.12.2016, 20:48

      Ich habe eine grosse Freude an diesem Film! Wunderbar und danke.

    2. Kol Simcha

      am 7.12.2016, 00:19

      Ja, "Früher war alles besser", oder: Wir haben nichts gelernt und nichts bewirkt. Es ist ernüchternd.

  6. Verifiziert

    Martin Lüchinger

    am 6.12.2016, 20:46

    Es findet sich wohl kaum eine Stadt in Europa, wo an schönster Lage Autos in einem Erholungsgebiet bzw. an einem Fluss wie der Rhein parkiert werden können. Hält man sich zudem das Bild vor Augen, dass an schönen Sommertagen bei der Dreirosenbuvette kaum mehr ein Durchkommen ist, weil sich da sehr viele Menschen aufhalten und ihr Velo irgendwo abstellen wollen. So macht es doch Sinn, dass zu mindestens im Sommer der Platz statt für Autos für den Aufenthalt am Rhein genutzt werden kann. Und... mehrEs findet sich wohl kaum eine Stadt in Europa, wo an schönster Lage Autos in einem Erholungsgebiet bzw. an einem Fluss wie der Rhein parkiert werden können. Hält man sich zudem das Bild vor Augen, dass an schönen Sommertagen bei der Dreirosenbuvette kaum mehr ein Durchkommen ist, weil sich da sehr viele Menschen aufhalten und ihr Velo irgendwo abstellen wollen. So macht es doch Sinn, dass zu mindestens im Sommer der Platz statt für Autos für den Aufenthalt am Rhein genutzt werden kann. Und vielleicht findet sich ja sich auch noch ein Platz, um die Velos abstellen zu können. - Ich bin gespannt auf die Lösung des BVD - und freue mich auf den Sommer 2017!

    1. M Cesna

      am 6.12.2016, 21:13

      Wie wäre es alternativ mit zehn Franken die erste, fünf Franken die zweite Stunde, bei Sonnenuntergang zwanzig Franken?

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6.12.2016, 16:01 Uhr

Parkplätze am Unteren Rheinweg sollen neuem Begegnungsort weichen

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