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St. Johann 

3.11.2016, 13:42 Uhr

Kanton will mehr Rendite und stellt 91-Jährige vor die Tür

3.11.2016, 13:42 Uhr

Die Mieter an der Mülhauserstrasse 26 werden per Massenkündigung aus ihren Wohnungen geworfen. Der kantonale Liegenschaftsverwalter Immobilien Basel-Stadt will umbauen und mehr Profite erwirtschaften. Betroffen von der Kündigung sind viele ältere Menschen, die seit fast 50 Jahren im Haus wohnen. Von

Hans-Jörg Walter: Auf Krawall gebürstet: Eliette Pillonel, Urs Wiget und Margrit Benninger kämpfen um ihre Wohnungen an der Mülhauserstrasse, in denen sie seit 48 Jahren leben.

Auf Krawall gebürstet: Eliette Pillonel, Urs Wiget und Margrit Benninger kämpfen um ihre Wohnungen an der Mülhauserstrasse, in denen sie seit 48 Jahren leben. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Der Aufstand an der Mülhauserstrasse 26 ist in vollem Gang. In verschiedenen Schriften gestaltet und mehrfarbig prangt er an der gläsernen Eingangstür zum Block. «Herr René Wolf, Immobilien Basel, Sie sind unerwünscht in diesem Haus. Verarschen können wir uns selber. Die Hausbewohner», steht auf dem Blatt Papier.

Verfasst und angebracht hat ihn der 73-jährige Urs Wiget, einer der Rädelsführer der bedrohten Hausgemeinschaft. Herr Wolf, das ist der Vermittler, den die Verwalterin der Liegenschaft Immobilien Basel-Stadt (IBS) eingesetzt hat, ein pensionierter ehemaliger Mitarbeiter des städtischen Immobilienriesens.

Die Botschaft ist eine eigentliche Kriegserklärung. An Herrn Wolf, an Immobilien Basel-Stadt, aber mehr noch an das Prinzip der Renditenmaximierung auf dem Basler Wohnungsmarkt, das sich um persönliche Schicksale nicht schert. 

Befehl auszuziehen

Aber den Krieg erklärt, sagt Wiget, der jahrzehntelang «auf Lift» gearbeitet hat, als Servicetechniker für Aufzüge, «haben nicht wir, das hat Immobilien Basel-Stadt getan». Sämtlichen 22 Mietparteien im Haus hat Immobilien Basel-Stadt, das zu Eva Herzogs Finanzdepartement gehört, Mitte März die Kündigung auf September 2017 ausgestellt. Betroffen sind Familien, vor allem aber ältere Menschen, die teilweise seit dem Bau des Hauses 1968 dort wohnen.

Von der Kündigung erfuhren sie an einer Informationsveranstaltung im Kaffeehaus Mitte durch Vertreter von Immobilien Basel-Stadt. «Wir haben gedacht, sie würden dort bekannt geben, was alles saniert wird. Es wurde ja nie etwas investiert ins Haus», erzählt Margrit Benninger, 91 Jahre alt, pensionierte Sekretärin, Mutter zweier Töchter, Frau des früheren Leiters des Robi-Spielplatzes auf dem Voltaplatz.

Eine Sanierung wurde tatsächlich angekündigt, zugleich aber eben auch der Befehl auszuziehen. «Patsch hat es gemacht», erzählt Benninger und stellt nach, wie sie an der Veranstaltung zusammengesackt war. 

Die Zukunft an der Mülhauserstrasse 26 plant Immobilien Basel-Stadt mit zahlungskräftigeren Mietern. Warum, wird schnell klar, betritt man die Wohnung Benningers im siebten Stock: freie Sicht auf das Rheinknie, die Mittlere Brücke, das Münster. Knapp 1000 Franken Miete bezahlt die 91-Jährige für ihre 3,5-Zimmer-Wohnung.

Nach der Sanierung und dem Umbau – man will Wände einreissen, die Toilette versetzen – dürfte die Wohnung das Drei- bis Vierfache kosten. Genau sagen lässt sich das nicht, die künftigen Mieten sind geheim.

«Ja, es ist günstig», sagt Benninger, es sei aber auch kaum etwas gemacht worden seit ihrem Einzug 1968. 2004 wurden die Fenster ausgetauscht, 2009 ein neuer Lift eingebaut. Als sie einzog, war gegenüber noch die Abteilung Hautverwertung des Schlachthofes angesiedelt. «Das war kein schönes Quartier damals», sagt Benninger, «alle haben uns gefragt, ob wir verrückt seien, dorthin zu ziehen.» 

Die Liegenschaft, die im Besitz der Pensionskasse Basel Stadt ist, war ursprünglich nur Staatsangestellten und deren Familien vorbehalten. Wer einzog, musste verheiratet sein und mindestens zwei Kinder haben. Urs Wiget heiratete eigens, um eine Wohnung zu erhalten.

«Wir stören und müssen raus.»
Urs Wiget, Mieter 

Der Schlachthof ist längst weg, die Chemische stinkt nicht mehr und das St. Johann ist eines der angesagtesten Quartiere der Stadt. Deshalb drängt IBS auf die Sanierung und den Mieteraustausch: Es winken satte Gewinne.

In einer bereits leeren Wohnung im Erdgeschoss hat sich schon der Architekt des Umbaus, ein gewisser Herr Lupo eingerichtet. Dazu schaue regelmässig Herr Wolf von IBS im Haus vorbei. «Jedesmal, wenn er mich sieht, will er wissen, ob ich schon eine neue Wohnung gefunden habe», sagt Benninger zornig. Wolf und Lupo – «das passt», sagt Wiget und lacht los, während die 91-jährige Benninger ihre Hände zu einem grossen Maul formt und damit auf- und zuschnappt. 

Bereits wurden erste Sondierungsbohrungen durchgeführt, Landschaftsgärtner kamen, um den Hinterhof zu vermessen. «Die Botschaft an uns ist klar», sagt Urs Wiget, «wir stören und müssen raus.» Aber noch kämpfen sie dagegen an.

Bald nach der Kündigung meldeten sich Bewohner der benachbarten Wasserstrasse und versprachen Unterstützung. Ein ähnlicher Streit an der Wasserstrasse war dadurch beigelegt worden, dass die Genossenschaft Gnischter das Haus dem Kanton abkaufte. Jetzt wird eine Petition aufgesetzt, werden Transparente geschrieben. Am 12. November will man Kaffee und Kuchen auf der Strasse vor dem Haus servieren und die Quartierbewohner ansprechen.  

Immobilien Basel-Stadt bedauert und begründet die Kündigungen in dieser Stellungnahme: «Die Kündigungen sind unausweichlich»

Zudem laufen unter Anleitung des Mieterverbands zivilrechtliche Klagen gegen die Kündigung und ein Einigungsverfahren vor der Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten. Diese will Ende Mai 2017 bekannt geben, ob es zumindest eine Fristerstreckung gibt. Der Termin ist so spät, dass sich die meisten Bewohner bereits eine neue Bleibe gesucht haben dürften. Auch das ärgert die Bewohner.

«Die Kündigung hat einen Keil zwischen uns getrieben», erzählt Wiget. Man stritt über das weitere Vorgehen. Neun Bewohner glaubten nicht an einen Erfolg und zogen aus. Dabei habe man zuvor einen grossen Zusammenhalt gelebt. Seit zwanzig Jahren gibt es Hausfeste; wenn ein Mieter Probleme hat, findet er beim Nachbarn Hilfe.

Für die 79-jährige Eliette Pillonel, auch sie wohnt seit 48 Jahren im Haus, ist das der Grund, weshalb sie auf keinen Fall ausziehen will. Eigentlich, erzählt sie, habe sie sich bereits mit ihrem Mann, einem pensionierten Polizisten, für eine Alterswohnung entschieden. Doch der Mann erkrankte schwer und starb vor ein paar Wochen. «Ich habe Angst, alleine zu sein», sagt Pillonel, die bei der Hausgemeinschaft Halt fand. 

Auch Margrit Benninger will nicht raus. Man habe ihr geraten, sich doch gleich vis-à-vis um ein Zimmer zu bewerben im Alters- und Pflegeheim Johanniter. «Aber was will ich dort? Ich brauche keine Pflege und im Kopf stimmt es auch noch», sagt die 91-Jährige und spannt ihre Arme an, um ihre Rüstigkeit zu demonstrieren. Weitergehende Unterstützung bei der Wohnungssuche durch Immobilien Basel-Stadt habe sie keine erhalten.

Von der eigenen Pensionskasse rausgeworfen

Mittlerweile hat sie damit begonnen, ihre Sachen für den Umzug zusammenzustellen, 48 Jahre in Kisten zu packen. Auch Urs Wiget schaut sich nach einer Wohnung um, vielleicht in Deutschland. «Ich hab keine Lust, hier noch meine Steuern zu bezahlen», sagt er, vom Vorgehen gekränkt:

Jahrelang haben die Bewohner an der Mülhauserstrasse 26, Lehrer, Abwarte, Sachbearbeiter, Polizisten, in die Pensionskasse Basel-Stadt eingezahlt. Unterdessen beziehen sie ihre Rente von derselben Pensionskasse – und werden von dieser nun auf die Strasse gestellt. 

_
Immobilien Basel-Stadt bedauert und begründet die Kündigungen in dieser Stellungnahme: «Die Kündigungen sind unausweichlich»

Verschärfter Ton: Kampfansage an Immobilien Basel-Stadt an der Eingangstür.

Verschärfter Ton: Kampfansage an Immobilien Basel-Stadt an der Eingangstür. (Bild: Hans-Jörg Walter)

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Reaktionen

  1. Daniel Kurmann

    am 3.11.2016, 10:30

    Eine Pensionskasse, welche die eigenen Versicherten auf die Strasse stellt. Gerne würde ich sagen: "unglaublich". Leider passt das dafür zu gut ins Gesamtbild.

    Aber trotzdem: da ist eine grosszügigie Portion Verantwortungsdiffusion nötig, dass die Leute in Herzogs Betrieb noch in einen Spiegel schauen können.
    Würd mich mal wundern, wie das Leute wie Herr Wolf vor sich selber rechtfertigen....

  1. s chröttli

    am 3.11.2016, 09:13

    «lupo und der böse wolf»
    nicht dass diese aktion einer städtischen pensionskasse, die ihre langjährigen pensionäre auf die strasse stellt, dadurch humaner würde ...
    aber nach dem zweiten wahlgang wäre sie zumindest weniger doof.
    ibs sollte sich imagemässig vorab auch dadurch profilieren, dass sie nebst rendite zu erwirtschaften auch günstigst wohnraum zur verfügung stellt.
    (sonst werden im einen dep jene renditen abgeschöpft, die dann als kosten einfach im andern dep gehäuft anfallen:... mehr«lupo und der böse wolf»
    nicht dass diese aktion einer städtischen pensionskasse, die ihre langjährigen pensionäre auf die strasse stellt, dadurch humaner würde ...
    aber nach dem zweiten wahlgang wäre sie zumindest weniger doof.
    ibs sollte sich imagemässig vorab auch dadurch profilieren, dass sie nebst rendite zu erwirtschaften auch günstigst wohnraum zur verfügung stellt.
    (sonst werden im einen dep jene renditen abgeschöpft, die dann als kosten einfach im andern dep gehäuft anfallen: synergetisch unterallersau)

    der ganze denke fehlt in basel: heidi mück

    1. mindyou

      am 3.11.2016, 14:37

      "ibs sollte sich imagemässig vorab auch dadurch profilieren, dass sie nebst rendite zu erwirtschaften auch günstigst wohnraum zur verfügung stellt."

      Die Pensionskasse hat in erster Linie dafür zu sorgen, dass die gegenwärtigen und zukünftigen Renten gesichert sind. Die Rendite des investierten Kapitals ist einer der wichtigsten Faktoren. IBS verwaltet u.a. lediglich Liegenschaften im Auftrag der PK. Günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, ist in diesem Zusammenhang nicht ihr Auftrag.... mehr"ibs sollte sich imagemässig vorab auch dadurch profilieren, dass sie nebst rendite zu erwirtschaften auch günstigst wohnraum zur verfügung stellt."

      Die Pensionskasse hat in erster Linie dafür zu sorgen, dass die gegenwärtigen und zukünftigen Renten gesichert sind. Die Rendite des investierten Kapitals ist einer der wichtigsten Faktoren. IBS verwaltet u.a. lediglich Liegenschaften im Auftrag der PK. Günstigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, ist in diesem Zusammenhang nicht ihr Auftrag.

      Und Heidi Mück hat mit diesen Tatsachen so viel zu tun wie eine Kröte mit einem Steinadler oder einer Mücke.

  2. Dänny

    am 3.11.2016, 07:12

    Wer braucht in Basel noch bürgerliche Regierungsräte, wenn die Sozis schon so unsozial und rein auf Profitmaximierung getrimmt sind.

  3. Inaktiver Nutzer

    am 3.11.2016, 08:00

    Wie wärs mal, darüber nachzudenken, wieviel diese Leute mit überhöhten Staatspensionen und staatlich verbilligtem Wohnen so über die Jahrzehnte den normalen - und vorallem jungen - Steuerzahler so gekostet haben ?

    1. Dänny

      am 3.11.2016, 08:22

      Ein netter Versuch vom eigentlich Thema abzulenken. Aber komplett irrelevant, da die nach dem Umbau geplanten Luxuswohnungen für junge Steuerzahler eh unerschwinglich sein werden und stattdessen an zahlungskräftige Ex-Pats aus der Chemie gehen dürften.

    2. M Cesna

      am 3.11.2016, 08:58

      @ Danny:
      Ich glaube, die Expats etc. sind auch nicht ganz blöd. Die Chemischen haben nämlich allesamt einen Autobahnanschluss in Richtung Deutschland und Frankreich. Dort lebt es sich ruhiger und wesentlich billiger.
      Der Traum der hiesigen Vermieter ist eigentlich nur ein Alptraum, da unrealistisch.

      @ Seiler:
      Vielleicht wird es noch lange gehen, bis auch Sie merken, dass das Geld dem Menschen zu dienen hat und nicht umgekehrt. Auch eine Stadt ist für die Menschen, nicht fürs Geld gebaut... mehr@ Danny:
      Ich glaube, die Expats etc. sind auch nicht ganz blöd. Die Chemischen haben nämlich allesamt einen Autobahnanschluss in Richtung Deutschland und Frankreich. Dort lebt es sich ruhiger und wesentlich billiger.
      Der Traum der hiesigen Vermieter ist eigentlich nur ein Alptraum, da unrealistisch.

      @ Seiler:
      Vielleicht wird es noch lange gehen, bis auch Sie merken, dass das Geld dem Menschen zu dienen hat und nicht umgekehrt. Auch eine Stadt ist für die Menschen, nicht fürs Geld gebaut worden. Das wechselt die Perspektive massiv.
      Naja, Schweizer Sein heisst leider eben auch oft, dieser Geld-Sekte anzugehören. Die Immobilienverwaltung da in Basel demonstriert es gerade mal wieder teuflisch-schön!

    3. Inaktiver Nutzer

      am 3.11.2016, 09:50

      @Dänny. Als "komplett irrelevant" kann wohl nur ein Sozialhilfebezüger, dem die Steuern auch noch nachgeschossen werden, oder einer der vielen "Urs Müllers", die sich beim Staat einen Ranzen anfressen, das Problem abtun.
      Das "jung" bezog sich vorallem auf die steigernden Pensionskassen- und AHV-Abzüge für kommende Generationen, die schon jetzt Frauen eine AHV-Rente ermöglichen, die nie einbezahlt haben.
      @MCesna. Sie sprechen mir mit Ihrer mehr als wirren Logik also das Menschsein ab, da ich... mehr@Dänny. Als "komplett irrelevant" kann wohl nur ein Sozialhilfebezüger, dem die Steuern auch noch nachgeschossen werden, oder einer der vielen "Urs Müllers", die sich beim Staat einen Ranzen anfressen, das Problem abtun.
      Das "jung" bezog sich vorallem auf die steigernden Pensionskassen- und AHV-Abzüge für kommende Generationen, die schon jetzt Frauen eine AHV-Rente ermöglichen, die nie einbezahlt haben.
      @MCesna. Sie sprechen mir mit Ihrer mehr als wirren Logik also das Menschsein ab, da ich bereit bin, zuerst mein eigenes Geld einzusetzen wo nötig bevor ich Staatshilfe durch verbilligten Wohnraum (Genossenschaften gehören in BS auch dazu...) oder überhöhte - nicht selber finanzierte - Pensionsbezüge abzocke.
      Ich hätte mir natürlich auch Tigerfinkli kaufen können und mir in einer schönen Altstadtvilla einen staatlichen Wohlfühljob besorgen können...

    4. s chröttli

      am 3.11.2016, 09:57

      die baselbieter filz-finkli sind noch viel töllerer – und ab in den wirtschafts-kummer.

    5. Roland Stucki

      am 3.11.2016, 10:15

      @Seiler
      Ihr Engagement in Ehren, aber bevor man sein eigenes Geld einsetztsn kann, muss man es auch haben.(verstehen Sie vermutlich nicht)
      Könnten Sie uns auch erklären betr. Genossenschaften?
      Es gibt doch einfach niemand der hier abzockt, finanziert wird es nicht von der Allgemeinheit.

    6. Esther

      am 3.11.2016, 10:18

      Frauen, die ihr Leben lang unbezahlte Arbeit geleistet haben, ein menschenwürdiges Alter zu ermöglichen, ist in den Köpfen bestimmter Leute genau so eine Zumutung, wie der Gedanke, dass es Menschen gibt, die nicht für ihren Lebensunterhalt selbständig aufkommen können.

      @Seiler: Kennen Sie die betroffenen Bewohner und ihre Biographien persönlich, oder wie kommen Sie zu Ihrem Urteil?

    7. Inaktiver Nutzer

      am 3.11.2016, 10:32

      @Stucki.
      Woher wollen gerade Sie wissen, dass ich nicht - wie Sie ja offensichtlich auch - beim Vermögen siebenstellig versteuern darf ?
      @Esther. Wer sich prominent in irgendeiner Postille MIT selbstverkündeter BIOGRAPHIE präsentiert, den brauche ich wohl nicht noch zusätzlich persönlich zu interviewen. Oder wurde hier ein Artikel nach dem Motto "Es läuft gerade nichts in der Stadt, also machen wir etwas über arme alte Menschen oder Tiere" zusammengeschustert ?
      Die Bemerkung über die... mehr@Stucki.
      Woher wollen gerade Sie wissen, dass ich nicht - wie Sie ja offensichtlich auch - beim Vermögen siebenstellig versteuern darf ?
      @Esther. Wer sich prominent in irgendeiner Postille MIT selbstverkündeter BIOGRAPHIE präsentiert, den brauche ich wohl nicht noch zusätzlich persönlich zu interviewen. Oder wurde hier ein Artikel nach dem Motto "Es läuft gerade nichts in der Stadt, also machen wir etwas über arme alte Menschen oder Tiere" zusammengeschustert ?
      Die Bemerkung über die Frauen, die nie AHV einbezahlt haben, war nicht frauenfeindlich gemeint, sondern betrachtet - auch historisch - die Unzulänglichkeiten unseres Systems.

    8. Et cetera

      am 14.03.2017, 11:46

      @seiler
      haha, "nicht frauenfeindlich", nein nein, eher sexistisch, oder?
      Mich haben Sie mit dieser Aussage auf dem falschen Fuss erwischt..

      Nur so: 270 Milliarden Franken ist circa die gesamte unbezahlte Pflege- und Unterstützungsarbeit in der Schweiz jährlich wert. (Der Vollständigkeit halber: diese Arbeit wird zum grössten Teil nach wie vor von welchem Geschlecht erledigt..?)

      Sie können sich nun selbst ausrechnen wie viel mal die AHV von diesem Wert übertroffen wird.

      Die... mehr@seiler
      haha, "nicht frauenfeindlich", nein nein, eher sexistisch, oder?
      Mich haben Sie mit dieser Aussage auf dem falschen Fuss erwischt..

      Nur so: 270 Milliarden Franken ist circa die gesamte unbezahlte Pflege- und Unterstützungsarbeit in der Schweiz jährlich wert. (Der Vollständigkeit halber: diese Arbeit wird zum grössten Teil nach wie vor von welchem Geschlecht erledigt..?)

      Sie können sich nun selbst ausrechnen wie viel mal die AHV von diesem Wert übertroffen wird.

      Die "Unzulänglichkeiten" die Sie in unserem System sehen sind also:
      a) das Menschen die bisschen was beitragen, wie Sie, teilen müssen
      und
      b) das Versicherungsprinzip an sich. Solidarische Haftung und Existenzsicherung ist doof.
      Alle schauen besser für sich selbst. Na toll.

      Aber das seit 5000 Jahren die weibliche Hälfte der Weltbevölkerung zu ALLEN schaut, ja auch zu Ihnen ("Mann" denke an Schwangeschaft, Geburt, Betreuen, Erziehen, Pflegen) passt wohl nicht in Ihr ökonomisches Denkraster..
      deshalb ein Vorschlag:
      1. Damit das für Sie fassbar wird: Ökonomisieren Sie doch mal diese Zusammenhänge, stellen Sie die Rechnung auf (Zahlenbeispiele sind ja gegeben) uuund
      2. Beginnen Sie damit, Schulden zu begleichen!
      (Anstatt gleich über das erste bisschen Anerkennung zu meckern, dass unsere Gesellschaft für diese Problematik erübrigen konnte)
      herzlich etc.

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3.11.2016, 13:42 Uhr

Kanton will mehr Rendite und stellt 91-Jährige vor die Tür

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