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Kommentar 

28.10.2016, 05:38 Uhr

Es gibt keine Gratiszeitungen

28.10.2016, 05:38 Uhr

Ob Sie es glauben oder nicht: Sie geben mehr als das Doppelte der Billag-Gebühren für private Schweizer Medien aus. Auch wenn Sie keine Zeitung abonniert haben. Ein Kommentar von

Hans-Jörg Walter: Ob Sie im Coop eine Cola oder im Migros einen Ice-Tea kaufen: Mit jedem Franken, den Sie ausgeben, finanzieren Sie auch Schweizer Medien mit.

Ob Sie im Coop eine Cola oder im Migros einen Ice-Tea kaufen: Mit jedem Franken, den Sie ausgeben, finanzieren Sie auch Schweizer Medien mit. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Gabriel Brönnimann Gabriel Brönnimann

Sehr erfreut! Sie gehören zu den Bürgerinnen und Bürgern, die Zeitung lesen, zur Gruppe der Medienkonsumenten. Dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön: Ohne Sie, liebe Leserin, lieber Leser, fühlte sich so ein Dasein als Text ganz und gar sinnlos an. 

Als Gegenleistung, quasi als Zeichen der Dankbarkeit für Ihre Aufmerksamkeit, werden Sie an dieser Stelle über die wahre Höhe Ihrer Ausgaben für Medienkonsum informiert. Immer gut zu wissen, wofür man sein Geld ausgibt. Und was Sie mit Ihren Ausgaben so alles, vielleicht ohne sich dessen bewusst zu sein oder es zu wollen, unterstützen.

Das Thema beschäftigt dieser Tage vor allem das laute Lager der SRG-Gegner: Die Rede ist von «Zwangsgebühren», etwa bei der Stop-Billag-Initiative von Rechtsaussen. Und klar, die Produktion von TV und Radio, viersprachig, ist teuer. Der Geschäftsbericht zeigt es – 1,195 Milliarden Franken Gebührengelder erhielt die SRG im Jahr 2015.

Viel Geld, sagen Sie? Nun, laut der offiziellen Schweizer Werbestatistik hat die Schweizer Werbewirtschaft im selben Jahr netto 5,21 Milliarden umgesetzt. Für Print-Medien 1,436 Milliarden Franken, für elektronische Medien (TV, Radio, Internet, aber ohne SRG und alle anderen Werbeformen wie Plakatwerbung) 1,12 Milliarden Franken.

Offiziell betrug die Summe der Werbegelder für private Schweizer Radio-, TV-, Print- und Online-Medien im Jahr 2015 also 2,556 Milliarden Franken.

Alle Schweizer Konsumenten bezahlen die Gratiszeitung «20 Minuten». Und das, obwohl viele sie womöglich kaum kaufen würden.

Was das mit Gebühren zu tun hat, fragen Sie? Nun: Alles. Schliesslich bezahlen Firmen diese Werbegelder – und diese Firmen haben jeden Rappen davon von Ihnen, den Kundinnen und Kunden erhalten. Alle Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten finanzieren die Schweizer Medien – Zeitungen, Zeitschriften, Online-Portale und private Radio- und TV-Stationen – tagtäglich über diese versteckten Zwangsgebühren. Und zwar mit einem mehr als doppelt so hohen Betrag wie der, den Sie per Billag an die SRG bezahlen.

Nehmen wir als Beispiel einige der grössten Werbekunden der Schweiz: Ob Sie im Coop eine Cola oder im Migros einen Ice-Tea kaufen, ob Sie Ihre Handy-Rechnung oder Ihren Internet-Anschluss bezahlen, ob Sie ein Auto besitzen oder sich ein SBB-Billett kaufen, ob Sie sich zum Znüni einen Milch- oder einen Energy-Drink gönnen: Mit jedem Franken, den Sie ausgeben, finanzieren Sie auch Schweizer Medien mit – über die Werbe-Etats der Firmen, die Sie mit Ihrem Kauf unterstützen

Darum gibt es keine Gratiszeitungen. Denn deren Herstellung und Verteilung kostet viel Geld. Geld, das unter anderem Sie jeden Tag bezahlen, egal wofür Sie es gerade ausgeben. Die erfolgreichste Zeitung der Schweiz, «20 Minuten», profitiert am meisten davon: Sie liegt überall in Boxen auf. Gratis nur zum Schein: Alle Schweizer Konsumenten haben sie bereits bezahlt. Und das, obwohl viele womöglich kaum für sie bezahlen würden.

Sie, die Unterstützer, scheinen keinerlei Einfluss auf die konkrete Verwendung der versteckten Medien-Zwangsgebühren nehmen zu wollen.

Das ist das Perfide an dieser Form der privaten Medien-Zwangsgebühren. Wenn Sie sagen: Diesen oder jenen Mist lese ich nie, das würde ich niemals unterstützen – dann mag Ersteres zwar zutreffen, aber Letzteres eben nicht, weil Sie längst alle Schweizer Medien finanziell unterstützen. Daran ist grundsätzlich nichts auszusetzen – an dieser Stelle ist erneut ein herzliches Dankeschön angebracht: Ohne Sie, liebe Inserentinnen und Inserenten, wäre so ein Text-Dasein schlicht keins, weil mein Autor dann einen anderen Beruf ergreifen müsste.

Nein, das Problem ist ein anderes: Ihre Unterstützung wird weder fair noch nach nachvollziehbaren Leserbedürfnis- und Qualitätskriterien verteilt. Und Sie, die Unterstützer, scheinen keinerlei Einfluss auf die Verteilung und konkrete Verwendung der versteckten Medien-Zwangsgebühren nehmen zu wollen.

Verstehen Sie diese bescheidenen Zeilen nicht falsch: Weder Sie noch sonst jemand kann ernsthaft die Abschaffung der privaten Zwangsgebühren fordern – das wäre nicht nur medien-, sondern auch wirtschaftsfeindlich. Sie, verehrte Leserin, verehrter Leser, sind der lebendige Beweis dafür, dass Medien einen Wert haben. Sonst hätten Sie kaum so weit gelesen. Und mit Wirtschaftsfeindlichkeit gewinnt man hierzulande bekanntlich keinen Blumenstrauss.

Geiz ist aus gutem Grund eine der sieben Todsünden.

Aber vielleicht gelingt es Ihnen immerhin, einige Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Vielleicht haben Sie schon davon gehört, dass an der ganzen Misere die angeblich vom Internet geförderte «Gratismentalität» schuld sei. Unlängst hat sich alt Bundesrat Moritz Leuenberger über den desolaten Zustand der Schweizer Medien beklagt, nachzulesen in einem Text der NZZ – die direkte Demokratie sei bedroht wegen des Niedergangs der journalistischen Qualität und Vielfalt, sagte er – und eben: auch wegen der Gratismentalität.

Das Wort suggeriert, dass es so etwas wie kostenlose Nachrichten überhaupt gibt. Sie wissen mittlerweile, dass das nicht stimmt. Und mit dem Internet verhält es sich diesbezüglich wohl eher so, dass es einer – Sie verzeihen mir die Feststellung – historisch konstanten Schwäche des menschlichen Charakters Vorschub leistet. Geiz ist aus gutem Grund eine der sieben Todsünden.

Die NZZ hielt schon am 4. Februar 1874 in ihrem Aufmacher über die «Schweizerische Handelsbilanz» fest: «Eine Thatsache fällt, wenn wir die Ein- und Ausfuhren von 1873 und von 1872 mit einander vergleichen, ganz besonders in die Augen: nämlich die Verbesserung des Schweizerischen Appetits.» So seien mehr Mehl, Reis, Teigwaren, Schlachtvieh, Butter, Bier und Wein etc. importiert worden – im Schnitt «etwa 10 Prozent», was weder mit Ernteausfällen noch dem Bevölkerungswachstum (1 Prozent) zu erklären sei, und auch «der Touristenverkehr sei im Jahre 1873 kaum stärker gewesen als im Vorjahr».

Nicht fremde Gäste, sondern vor allem Schweizer haben also all die schönen Sachen verzehrt. Auch unterwegs, denn «jetzt meine jeder kleine Beamte, jeder Schulmeister usw., er müsse im Sommer eine Schweizerreise machen, und die Knauserei nehme bei den Reisenden so überhand, dass die Wirthe dabei kaum mehr bestehen können».

Der Autor des Textes wirft seinen Landsleuten die Geiz-ist-Geil-Mentalität vor, die zum Untergang eines Wirtschaftszweiges führen soll. Wie Sie wissen, leben Wirte auch 142 Jahre später noch: Hunger ist, in dieser Eigenschaft dem Geiz gleich, eine menschliche Konstante.

Bezahlen Sie wirklich dafür, was Sie da zu sich nehmen, oder wird weiter ohne jede Kontrolle über ihre Zwangsgebühren verfügt?

Auch der Hunger nach Information wird nicht versiegen. Die Frage ist nur: Bezahlen Sie wirklich dafür, was Sie da zu sich nehmen, oder wird weiter ohne jede Kontrolle über ihre Zwangsgebühren verfügt? Warum landet der Löwenanteil Ihrer Medien-Zwangsgebühren bei einigen wenigen grossen Produkten grosser Verlage – ohne Berücksichtigung journalistischer Qualität, ohne Ausgleich, ohne Fairness?

Erste Konsumenten beginnen sich zur Wehr zu setzen – zum Beispiel in England. Die Aktion «Stop Funding Hate», die in kürzester Zeit über 90'000 Unterstützer auf Facebook vereinen konnte, übt so wachsenden öffentlichen Druck auf Firmen aus, die in britischen Zeitungen inserieren, die einseitige Hass-Kampagnen gegen Minderheiten veröffentlichen.

In den USA waren ähnliche Kampagnen schon von Erfolg gekrönt: So haben sich bei «Fox News» wegen diverser gezielter Proteste zahlreiche Sponsoren und Werber von der erfolgreichen TV-Show von Glenn Beck zurückgezogen. Im Jahr 2011 hat sich «Fox» vom extremen Talker getrennt: Der Druck war zu gross geworden.

Der britischen «Stop Funding Hate»-Kampagne geht es nicht um die Unterdrückung der Meinungsfreiheit – im Gegenteil. Sie steht für sie ein, und zwar gemäss der Internationalen Erklärung der Menschenrechte.

Aber sie schreibt deutlich an die Firmen, die in gewissen Zeitungen inserieren: «Wir wollen nicht, dass unser Geld die Hass-Kampagnen der ‹Sun›, des ‹Daily Express› und der ‹Daily Mail› finanzieren helfen. Als Konsumenten haben wir genauso das Recht, unsere Ansichten zu verkünden. Und deshalb bitten wir die Firmen, bei denen wir einkaufen, mit uns für unser Anliegen einzustehen.»

Auch bei privaten Zwangsgebühren gilt: Sie, liebe Leserin, lieber Leser, könnten mehr Einfluss auf deren Verwendung nehmen, als Sie denken. Sie müssten nur wollen.

 Alles zum Jubiläum der TagesWoche in der Übersicht.

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Medien, TagesWoche, Journalismus, NZZ, Kommentar, 20 Minuten, Soziale Medien, 5 Jahre TagesWoche

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. M Cesna

    am 28.10.2016, 09:11

    Gratis ist nix, das weiss ich auch.
    Dass ich aber die hiesigen Kartelle mitfinanzieren soll, damit bin ich nicht mehr einverstanden.
    Ja, die Ausreden der hohen Löhne, der hohen Bodenpreise und alles sei so teuer....
    Das erklärt es aber nicht.
    Man könnte, wenn man wollte. Wenn Nivea halt nicht will, könnte man "Nivealpli" produzieren mit Original Matterhorn auf blauem Grund.
    Tut man aber nicht.

    Es ist tragisch, aber Kartelle gehören auf den Friedhof. Vorher müssen deren Mitglieder halt... mehrGratis ist nix, das weiss ich auch.
    Dass ich aber die hiesigen Kartelle mitfinanzieren soll, damit bin ich nicht mehr einverstanden.
    Ja, die Ausreden der hohen Löhne, der hohen Bodenpreise und alles sei so teuer....
    Das erklärt es aber nicht.
    Man könnte, wenn man wollte. Wenn Nivea halt nicht will, könnte man "Nivealpli" produzieren mit Original Matterhorn auf blauem Grund.
    Tut man aber nicht.

    Es ist tragisch, aber Kartelle gehören auf den Friedhof. Vorher müssen deren Mitglieder halt sterben. Das ist traurig, aber gut so.

    Von der Seite kann man die BVB gar nicht genug loben dafür, dass da nun zwei Stück Eisen, äh Schienen über die Grenze in Richtung Marktkauf führen...

  2. Anti Mainstream

    am 28.10.2016, 09:28

    ja Cesna und Musik Hug muss 40 Personen auf die Strasse stellen... und in der Stadt sind x quadratmeter Ladenflächen leerstehend... und an den "Kartellen" hängen tausende Arbeitsplätze...

    1. M Cesna

      am 28.10.2016, 09:35

      @ anti M.
      Was zu teuer ist, dem trauert der Markt nicht hinterher.
      Ich weiss nicht, was Musikgeschäfte ruiniert, vermutlich sind es aber veränderte Gewohnheiten der potentiellen Kunden, die unter Musik machen eher Internetstreamen oder im Mediamarkt halt CDs kaufen, statt selber ein Musikinstrument zu spielen.
      ...und wahrscheinlich ist ein Keyboard auf den ersten Blick vielseitiger als ein Klavier.

    2. Roland Stucki

      am 28.10.2016, 09:58

      Nebst den Kartellen, tragen aber auch die immensen Immobilienpreise dazu bei dass es leerstehende Läden gibt in der Innerstadt.
      @Cesna
      Wenn wie Menschen nur das kaufen würden, was wir zum Leben benötigen, könnten die meisten (nicht alle) ohne weiteres in Badels Läden einkaufen.
      Gelinde gesagt könnten wir auf 50% des Schrotts den wir kaufen verzichten.
      Mit dem möchteich aber keineswegs die Kartelle verteidigen, die abgeschaft werden sollten.

    3. M Cesna

      am 28.10.2016, 10:09

      @ Hr. Stucki:
      Handel hat zwei Aspekte (wie auch die EU):
      - Waren-vermittlung
      - Persönliche Beziehung fördern

      Von der Seite hat der "Schrott" übertragen auch einen Beziehungswert, d.h. in dem Augenblick lebt der Händler besser, die Beziehung zum Kunden verbessert sich und man geht irgendwo auch friedlicher miteinander um.

      Daher wichtig auch im Geschäft: Das persönliche Gespräch, klein aber wichtig.

      Die Grundidee der EU war im letzten eigenntlich per Handel zu einer intensiveren... mehr@ Hr. Stucki:
      Handel hat zwei Aspekte (wie auch die EU):
      - Waren-vermittlung
      - Persönliche Beziehung fördern

      Von der Seite hat der "Schrott" übertragen auch einen Beziehungswert, d.h. in dem Augenblick lebt der Händler besser, die Beziehung zum Kunden verbessert sich und man geht irgendwo auch friedlicher miteinander um.

      Daher wichtig auch im Geschäft: Das persönliche Gespräch, klein aber wichtig.

      Die Grundidee der EU war im letzten eigenntlich per Handel zu einer intensiveren persönlichen Beziehung unter den Nationen zu kommen, auf dass sie sich weniger bekriegen und besser nachbarschaftlich (oder vielleicht auch einmal mehr) miteinander umgehen.
      (Immerhin fällt jetzt Deutschland nicht alle dreissig Jahre mehr in Frnkreich ein.)
      Das hat zum Frieden in Europa sehr beigetragen.

      Seien wir daher nicht so spartanisch!

    4. Roland Stucki

      am 28.10.2016, 10:52

      @Cesna
      Einverstanden, aber wäre dem Wunsch nicht mehr genüge getan wenn es auch gegenseitig funktionieren würde, dass also 'die vo äne de Gränze' auch bei uns ihr Einkaufserlebnis mit Gesprächen finden würden
      Im Moment sieht es doch eher als einseitige Schnäppchenjagerei aus, aus naheliegenden Gründen natürlich.

    5. peter meier1

      am 29.10.2016, 06:15

      Musik Hug ist wohl ein anderes Thema. Die Mieten da sind einfach viel zu hoch und so ein spezialisiertes Fachgeschäft muss nicht extra im Zentrum sein, es könnte auch auf dem Dreispitz angesiedelt sein, denn die Kunden gehen dahin um etwas zu kaufen und nicht zum einfach mal schauen. Der Punkt ist nur, dass es und er Stadt immer mehr Schrott gibt - Läden im Dauerausverkauf die ihren Ramsch mit bis zu 70% Rabatt verkaufen. Es gibt ja schon lange fast keine Metzgereien mehr oder auch... mehrMusik Hug ist wohl ein anderes Thema. Die Mieten da sind einfach viel zu hoch und so ein spezialisiertes Fachgeschäft muss nicht extra im Zentrum sein, es könnte auch auf dem Dreispitz angesiedelt sein, denn die Kunden gehen dahin um etwas zu kaufen und nicht zum einfach mal schauen. Der Punkt ist nur, dass es und er Stadt immer mehr Schrott gibt - Läden im Dauerausverkauf die ihren Ramsch mit bis zu 70% Rabatt verkaufen. Es gibt ja schon lange fast keine Metzgereien mehr oder auch Bäckereien müssen immer mehr gesucht werden. Aber auch viele andere Artikel, die man halt lieber und einfacher mit zwei Klicks bei Amazon bestellt.

  3. Michael Chylewski

    am 28.10.2016, 14:22

    Guter Artikel, danke, Herr Brönnimann!

    So habe ich das noch nie betrachtet. Gleichzeitig habe ich mich gefragt, wie sich eigentlich die TaWo finanziert.

  4. Heinz Müller

    am 28.10.2016, 18:49

    Good try, Herr Brönnimann. Elegant, wie Sie die Tatsache dass alles mit allem zusammenhängt, dass jeder Franken, den jemand ausgibt, von jemand anderem eingenommen wird, der ihn dann wiederum ausgibt, sodass er wieder von jemand anderem eingenommen wird, der ihn dann seinerseits wieder ausgibt.... usw usw.... – elegant also, wie Sie diese Tatsache dahingehend deuten, dass jedermann durch das ausgeben eines Frankens alles und jedes mitfinanziert, wozu dieser eine Franken danach noch verwendet... mehrGood try, Herr Brönnimann. Elegant, wie Sie die Tatsache dass alles mit allem zusammenhängt, dass jeder Franken, den jemand ausgibt, von jemand anderem eingenommen wird, der ihn dann wiederum ausgibt, sodass er wieder von jemand anderem eingenommen wird, der ihn dann seinerseits wieder ausgibt.... usw usw.... – elegant also, wie Sie diese Tatsache dahingehend deuten, dass jedermann durch das ausgeben eines Frankens alles und jedes mitfinanziert, wozu dieser eine Franken danach noch verwendet wird. Klingt ja eigentlich auch logisch: wenn Lebensmittelläden sagen wir mal 1% Ihres Umsatzes für Werbung verwenden, dann fliesst von jedem Franken, den ich in solchen Läden ausgebe, ein Rappen in deren Werbebudget.

    Rein mathematisch geht diese Rechnung zweifellos auf. Deshalb aber ein Prozent meiner Konsumausgaben als Werbefinanzierung zu bezeichnen, scheint mir eine fragwürdige Interpretation zu sein. Nach der gleichen Logik könnte man nämlich auch folgenden Zusammenhang konstruieren: Der IS finanziert sich bekanntlich grösstenteils aus dem Verkauf von Erdöl. Bis Oktober 2014 nahm er so rund 3 Mio US-Dollar pro Tag ein, seither noch etwa 360'000 USD pro Tag. (Quelle: Wikipedia) Wer immer also Produkte auf Erdölbasis kauft, sei dies nun Benzin, Heizöl, oder etwas scheinbar unfverfängliches wie in Plastik abgepackte Lebensmittel, der finanziert damit den IS mit, weil ja ein Teil des Kaufpreises für Erdöl verwendet wird, welches unter anderem vom IS auf den Weltmarkt geworfen wird.

    Sind wir also ein Volk resp. eine Welt von IS-Finanzierern?

    1. Standbye

      am 28.10.2016, 20:34

Informationen zum Artikel

28.10.2016, 05:38 Uhr

Es gibt keine Gratiszeitungen

Text

Text:

  • 22.04.2017 um 04:50
    Wie wird Journalismus finanziert? Die Antwort

    Ein Leser oder eine Leserin wollte wissen: Wer bezahlt das eigentlich, was ich hier lese? Wir, die Bezahlten, sind der Frage nachgegangen.

  • 20.04.2017 um 14:35
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    Die Bildungspolitik muss hin und wieder neue Wege beschreiten. Das ist unbestritten. Ob es mit dem Lehrplan 21 in die richtige Richtung geht, wissen wir allerdings noch nicht. Zweifel sind erlaubt – frei von ideologischen Scheuklappen.

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