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Durchsetzungsinitiative 

6.1.2016, 12:02 Uhr

Wie wenig es nach einem Ja für eine Ausschaffung braucht: 5 Beispiele

6.1.2016, 12:02 Uhr

Die Durchsetzungsinitiative zielt auf Mörder, Vergewaltiger, Schläger. Aber nicht nur. Fünf fiktive Beispiele, bei denen geringe Vergehen zu einer Ausweisung führen würden. Von und

Nils Fisch: Die Durchsetzungsinitiative würde auch Menschen treffen, die beispielsweise eine Arztrechnung falsch abgerechnet haben.

Die Durchsetzungsinitiative würde auch Menschen treffen, die beispielsweise eine Arztrechnung falsch abgerechnet haben. (Bild: Nils Fisch)

Die Durchsetzungsinitiative richte sich gegen «kriminelle Ausländer». So formuliert es die SVP, die mit der Initiative bei der Ausweisung von Personen ohne Schweizer Pass nachdoppeln will (alle Details zur Durchsetzungsinitiative).

Mörder, Vergewaltiger und Schläger sollen das Land verlassen, so wiederholen es SVP-Vertreter. 2011 wären bei Delikten wie Mord, Sexualstraftaten, schwere Körperverletzung, Raub und Diebstahl etwa 1000 Personen ohne Schweizer Pass betroffen gewesen. Diese Delikte machen jedoch nur einen Teil der Vergehen aus, infolge derer Personen das Land verlassen müssten.

Bagatelldelikte im SVP-Katalog

Wenn die Durchsetzungsinitiative angenommen wird, werden es pro Jahr rund 10'000 Personen sein, die die Schweiz verlassen müssten – so viele hätte die Initiative 2014 betroffen. Ein grosser Teil der Personen, die ausgewiesen werden sollen, haben also andere Delikte als die oben genannten begangen.

Im Katalog, den die SVP in der Durchsetzungsinitiative formuliert, finden sich neben schweren Straftaten auch Delikte wie Hausfriedensbruch oder Gewalt und Drohung gegen Beamte.

Fünf fiktive Beispiele und die Folgen:

Closeup portrait of a happy young man smiling on gray background

(Bild: Nils Fisch)

Der Sanitär, der in seinen Lehrlingsbetrieb einbrach

Mit sechs Jahren kam Sander aus Norwegen in die Schweiz. In Reinach besuchte er die Schule und später absolvierte er die Ausbildung zum Sanitär.

Ein Jahr nach Lehrabschluss trifft sich Sander mit zwei ehemaligen Lehrlingskollegen, die beide einen Schweizer Pass besitzen. Sie trinken Bier in einer Reinacher Dorfkneipe. Als das Lokal schliesst, sind sie betrunken. Sie beschliessen, ihren Lehrlingsbetrieb aufzusuchen.

Ein Wort gibt das nächste. Sie brechen gewaltsam in die alte Wirkungsstätte ein, bedienen sich aus dem Kühlschrank, treiben Scherze. Zur allgemeinen Erheiterung uriniert einer der drei in einen Farbeimer.

Der Lehrmeister ahnt, wer die Täter waren. Nach einem Telefonanruf hat er das Geständnis von einem der drei. Er erstattet Anzeige. Für die zwei Schweizer bleibt es bei einer Geldstrafe. Für Sander hat die Tat weitere Konsequenzen.

Nach Umsetzungsgesetz zur Ausschaffungsinitiative: Ausweisung vorgesehen. Der Richter kann gegebenenfalls auf Härtefall entscheiden, Sander dürfte dann in der Schweiz bleiben.

Nach Durchsetzungsinitiative: Automatische Ausweisung.

 

Cafe worker

   (Bild: Nils Fisch)

Die Serviceangestellte, die einen Kontrolleur bedrohte

Sarah ist Deutsche und wohnt seit zwei Jahren in der Schweiz. Sie pendelt zwischen Basel und Liestal, wo sie in einem Restaurant arbeitet. Ab und zu fährt sie die Strecke mit dem Auto. An einem Morgen übersieht sie eine rote Ampel und wird dabei geblitzt. Der Fall wird als grobe Verkehrsregelverletzung gewertet. Sarah muss fünf Tagessätze gemeinnützige Arbeit verrichten. Damit ist die Sache vorerst abgehakt.

Ein Jahr später fährt sie nach einem Apéro nach Hause. Im Tram wird sie kontrolliert. Sie hat kein Billett gelöst und will sich aus der Affäre reden. Ein Kontrolleur stellt sich neben sie und rückt näher an sie heran. Sarah verliert die Nerven und sagt: «Kommen Sie mir nicht näher, sonst setzts was.»

Diesen Satz hätte sie besser nicht gesagt. Denn die Aussage kommt nach der Auseinandersetzung zur Anzeige. Ein Gericht wertet ihre Worte als Androhung von Gewalt gegen Beamte – wozu auch BVB-Kontrolleure zählen – und spricht Sarah schuldig. Welche aufenthaltsrechtlichen Folgen hat das für sie in Verbindung mit der Vorstrafe?

Nach Umsetzungsgesetz Ausschaffungsinitiative: Keine Konsequenzen.

Nach Durchsetzungsinitiative: Automatische Ausweisung.

 

Die Durchsetzungsinitiative würde auch Menschen treffen, die beispielsweise den Urlaub des Sohnes gegenüber den Behörden verschweigen.

   (Bild: Nils Fisch)

Der Assistenzarzt, der den Urlaub seines Sohnes nicht meldete

Akin ist in der Elfenbeinküste geboren, hat in Paris studiert und arbeitet seit 2007 als Assistenzarzt am Universitätsspital Basel. Sein 19-jähriger Sohn studiert Psychologie an der Universität Basel. Akin erhält dafür Ausbildungszulagen: 250 Franken pro Monat.

Nach dem zweiten Semester unterbricht der Sohn das Studium für ein Jahr und reist mit seiner Freundin nach Australien und Südamerika. Während dieser Zeit hat Akin keinen Anspruch auf Ausbildungszulagen. Das Geld fliesst jedoch weiter auf sein Konto. Akin verschweigt gegenüber der Behörde, dass sich sein Sohn auf Weltreise befindet.

Das Schweigen wird später als vorsätzlicher Sozialmissbrauch gewertet. Mit welcher Folge?

Nach Umsetzungsgesetz zur Ausschaffungsinitiative: Ausweisung vorgesehen. Gegebenenfalls Härtefall.

Nach Durchsetzungsinitiative: Automatische Ausweisung.

 

Cool businessman standing on grey background

    (Bild: Nils Fisch)

Der Finanzanalyst, der seinen Kontoauszug fälschte

John wuchs in den USA auf, lebte einige Jahre in London und Schanghai. Seit 2009 wohnt er in Basel und arbeitet bei einem Pharmakonzern als Finanzanalyst.

Mit seinem C-Aufenthaltsstatus muss er in Basel-Stadt jedes Jahr eine Steuererklärung ausfüllen. Sein Privatvermögen, das er auf einer Londoner Bank bunkert, gab er zwei Jahre lang nicht an. Dann wurde die Steuerverwaltung darauf aufmerksam und forderte ihn auf, einen Kontoauszug vorzulegen.

Der Amerikaner sah nicht ein, warum er neben seinen Einkommenssteuern auch Vermögenssteuern zahlen sollte und schritt zur Fälschung. Er bestellte den Kontoauszug aus London und liess ihn von einem Bekannten so manipulieren, dass sein Vermögen etwas über 100'000 Franken betrug.

Der Sachbearbeiter in der Steuerverwaltung geht dem Fall nach und kann John Urkundenfälschung nachweisen. Die Staatsanwaltschaft übernimmt den Fall, John wird wegen Urkundenfälschung und Steuerbetrug schuldig gesprochen.

Die Tat hat für John weitere Konsequenzen – jedoch nur nach dem Umsetzungsgesetz zur Ausschaffungsinitiative. Nach Annahme der Durchsetzungsinitiative dürfte John in der Schweiz bleiben.

Nach Umsetzungsgesetz zur Ausschaffungsinitiative: Ausweisung vorgesehen. Gegebenenfalls Härtefall.

Nach Durchsetzungsinitiative: Keine Konsequenzen.

 

Die Durchsetzungsinitiative würde auch Menschen treffen, die beispielsweise eine Arztrechnung falsch abgerechnet haben.

    (Bild: Nils Fisch)

Die Reinigungskraft, die die Arztrechnung falsch abrechnete

Karimas Eltern kommen aus Afghanistan, sie ist in der Schweiz geboren, hat jedoch keinen Schweizer Pass. Nach Abbruch einer Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit jobbt sie als Reinigungskraft in Basel und Umgebung.

Beim Joggen macht Karima einen Fehltritt und verknackst sich dabei den Knöchel. Sie schreibt in die Unfallmeldung, sie sei über eine Baumwurzel gestolpert. Somit übernimmt die Unfallversicherung die Kosten für den Arzt und die Untersuchungen in Höhe von 400 Franken.

Nun fragt die Versicherung bei Karima nach, wie der Unfall genau erfolgte. Karima verplappert sich und erzählt schliesslich die Wahrheit. Sie habe bloss einen Fehltritt gemacht. Also hätte sie die Kosten über die Krankenkasse selbst bezahlen müssen, da sie eine Franchise von 2500 Franken hat.

In der Konsequenz hat sie die Unfallversicherung vorsätzlich um 400 Franken geschädigt. Welche Folgen hat das für Karima?

Nach Umsetzungsgesetz zur Ausschaffungsinitiative: Ausweisung vorgesehen. Gegebenenfalls Härtefall.

Nach Durchsetzungsinitiative: Automatische Ausweisung.

_
Die Beispiele sind fiktiv. Einige davon wurden in leicht abgeänderter Form von der Zeitschrift P.S. sowie matthiasbertschinger.ch übernommen. Dort finden Sie auch weitere Fallbeispiele.

Mehr zum Thema:

Was die Durchsetzungsinitiative will – und was die Folgen wären

- Die Wirtschaft schweigt – bis auf den Pharmalobbyisten Thomas Cueni

- Georg Kreis: Ein Anschlag auf unsere Institutionen und auf unsere Verfassung

- Matthias Bertschinger: Einzelkämpfer im Kampf gegen die Durchsetzungsinitiative

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Abstimmungen & Wahlen, Abstimmungen 28. Februar 2016, Durchsetzungsinitiative

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Reaktionen

  1. Walter Vogt

    am 6.01.2016, 15:19

    Max Frisch hat bereits 1990 die Schweiz als ein Gefängnis bezeichnet indem sich die Insassen gegenseitig bewachen. So sind wir Gefangene von uns selbst und was vor Jahren noch undenkbar war ist Wirklichkeit geworden: Der Faschismus kann sich öffentlich entfalten.

  2. Fritz Weber

    am 6.01.2016, 15:43

    @Vogt: Im Gegensatz zu einem Gefaengnis steht es ihnen jederzeit frei aus der Schweiz auszuwandern oder in einem anderen Land einen Asylantrag zu stellen.
    Nicht alles was Max Frisch so von sich gab war intelligent.

  3. Inaktiver Nutzer

    am 6.01.2016, 15:59

    @ Walter Vogt, Sie meinen wohl Friedrich Dürrenmatt?

    Mir ist nicht bekannt, dass Max Frisch, im Jahre 1990 auch so etwas gesagt hat.

    Die Schweiz - ein Gefängnis

    Rede von Friedrich Dürrenmatt auf Vaclav Havel zur Verleihung
    des Gottlieb-Duttweilers - Preises am 22. November 1990

    www.juerg-buergi.ch/resources/Aktuell/Blog/Rede_Duerrenmatt.pdf

  4. Manuel H

    am 6.01.2016, 16:36

    Das Problem liegt darin, dass man in einem zivilisierten Land und Rechtsstaat davon ausgehen kann, dass vor dem Gesetz jeder gleich ist, d.h. gleiches gleich bestraft wird, dass Strafen im Verhältnis zu den begangenen Taten stehen, dass die Umstände der Taten berücksichtigt werden, und mindestens seit Locke und Montesquieu, dass eine Gewaltentrennung besteht. All das wird durch diese stumpfsinnige Initiative aufgehoben.
    Schweizer würden fortan für schwerere Straftaten milder bestraft als... ... mehrDas Problem liegt darin, dass man in einem zivilisierten Land und Rechtsstaat davon ausgehen kann, dass vor dem Gesetz jeder gleich ist, d.h. gleiches gleich bestraft wird, dass Strafen im Verhältnis zu den begangenen Taten stehen, dass die Umstände der Taten berücksichtigt werden, und mindestens seit Locke und Montesquieu, dass eine Gewaltentrennung besteht. All das wird durch diese stumpfsinnige Initiative aufgehoben.
    Schweizer würden fortan für schwerere Straftaten milder bestraft als Ausländer für weniger gravierende Vergehen. Richter würden zu einem beträchtlichen Grad entmachtet - die judikative "Macht" würde in diesem Sinn an das Volk übergehen - das ist seit dem Mittelalter zum Glück nicht mehr der Fall. (Selbiges gilt auch für das - wohlgemerkt vom Volch (!) gewählte Parlament - dessen Gesetzgebungskompetenz im Fall dieser Initiative stark beschnitten würde.)
    Und nur so als Randbemerkung: Man sollte vielleicht nicht gleichzeitig gegen Unrecht in fernen Ländern wettern, das "Abendland" vor primitiven Einflüssen schützen wollen, und dann gleichzeitig unseren Rechtsstaat vom Volch demontieren lassen.

  5. Redaktionsmitglied

    Thom Nagy

    am 6.01.2016, 16:41

    Wer an einer weiteren Diskussion zu diesem Artikel interessiert ist, sollte sich diejenige unter dem Facebook-Post von Philippe Wampfler anschauen:

    www.facebook.com/phwampfler/posts/10207769696656812

  6. Frodo

    am 6.01.2016, 20:28

    Das Argument der Rechtsgleichheit hinkt in meinen Augen. Ausländer sind in der Schweiz (bis auf wenige Ausnahmen) nicht wahl- und stimmberechtigt, dürfen / müssen keinen Militärdienst leisten, werden teilweise unterschiedlich besteuert... Es gab hier also schon seit jeher unterschiedliche Behandlungen von Menschen mit und ohne Schweizer Pass.

  1. Anonym1893

    am 6.01.2016, 12:19

    Wo ist das Problem? Alles berechtigte Gründe für eine Ausschaffung.

    1. s chröttli

      am 6.01.2016, 12:58

      @ano 1893
      finz gut, dass Sie Ihr geburtsjahr grad anführen – macht Ihre einstellung erträglicher.

    2. Esther

      am 6.01.2016, 13:06

      @Chröttli
      Sicher, dass dies kein Betrugsversuch ist? Uraltkundenfälschung? Sonst wäre das ein Grund für... ach nein, ist bestimmt ein Urschweizer. Die tun nix böses und dürfen deshalb bleiben.

    3. M Cesna

      am 6.01.2016, 13:22

      @ Esther:
      Die MUSSEN bleiben!
      Wohin sonst damit?

    4. s chröttli

      am 6.01.2016, 14:52

      @esther und @cesna
      ;-)
      die nächste initiative im köcher: «(alters)heimschaffung» – ureingeborene ab ins reduit, der rest richtung euthanasie.

    5. Manuel H

      am 6.01.2016, 16:36

      Das Problem liegt darin, dass man in einem zivilisierten Land und Rechtsstaat davon ausgehen kann, dass vor dem Gesetz jeder gleich ist, d.h. gleiches gleich bestraft wird, dass Strafen im Verhältnis zu den begangenen Taten stehen, dass die Umstände der Taten berücksichtigt werden, und mindestens seit Locke und Montesquieu, dass eine Gewaltentrennung besteht. All das wird durch diese stumpfsinnige Initiative aufgehoben.
      Schweizer würden fortan für schwerere Straftaten milder bestraft als... mehrDas Problem liegt darin, dass man in einem zivilisierten Land und Rechtsstaat davon ausgehen kann, dass vor dem Gesetz jeder gleich ist, d.h. gleiches gleich bestraft wird, dass Strafen im Verhältnis zu den begangenen Taten stehen, dass die Umstände der Taten berücksichtigt werden, und mindestens seit Locke und Montesquieu, dass eine Gewaltentrennung besteht. All das wird durch diese stumpfsinnige Initiative aufgehoben.
      Schweizer würden fortan für schwerere Straftaten milder bestraft als Ausländer für weniger gravierende Vergehen. Richter würden zu einem beträchtlichen Grad entmachtet - die judikative "Macht" würde in diesem Sinn an das Volk übergehen - das ist seit dem Mittelalter zum Glück nicht mehr der Fall. (Selbiges gilt auch für das - wohlgemerkt vom Volch (!) gewählte Parlament - dessen Gesetzgebungskompetenz im Fall dieser Initiative stark beschnitten würde.)
      Und nur so als Randbemerkung: Man sollte vielleicht nicht gleichzeitig gegen Unrecht in fernen Ländern wettern, das "Abendland" vor primitiven Einflüssen schützen wollen, und dann gleichzeitig unseren Rechtsstaat vom Volch demontieren lassen.

    6. M Cesna

      am 6.01.2016, 20:06

      @ Chröttli:
      Bitte noch an die Konferenz von Evian denken, ist in Wikipedia gut beschrieben.
      ...inklusive der traurigen Rolle der restlichen europäischen Staaten.
      (Auch verflixt aktuell, wenn man im Text die Volksgruppe auswechselt!)

      Selbst der alte Adolf hatte für den "rest" noch eine andere Vor-Idee!

    7. s chröttli

      am 6.01.2016, 21:23

      @cesna
      die parallelen sind frappant – mal die zwischenstaatliche dimension aufs innenpolitische runtergebrochen: und alles schweigt – – –
      !
      niemand will es sich mit den morgartenzwergen verscherzen ... und wenn von den humoristen zu arosa jemand den initiativen zwergenboss verniedlichend als «arschblocher» anpreisen möchte, wird sowas vom service public-zentrum in vorauseilendem gehorsam entfernt/zensuriert.
      dabei gäb’s bestimmt noch präzisere bezeichnungen.

  2. Fritz Weber

    am 6.01.2016, 13:02

    Würden bei einem Ja auch solche Grüsel wie jene von Silvester in Köln ausgeschafft?

  3. miomare724

    am 6.01.2016, 13:13

Informationen zum Artikel

6.1.2016, 12:02 Uhr

Wie wenig es nach einem Ja für eine Ausschaffung braucht: 5 Beispiele

Text

Text:

  • 19.08.2016 um 04:50
    Kanton schloss Vertrag mit Nestlé unter der Hand ab

    Der Liefervertrag, den das Sportamt 2006/07 mit Nestlé abschloss, wurde nicht ausgeschrieben. Damit hat das zuständige Erziehungsdepartement wohl gegen das Beschaffungsgesetz verstossen.

  • 17.08.2016 um 15:33
    Mehr freie Wohnungen in Basel wegen Erlenmatt

    In Basel-Stadt sind derzeit mehr Wohnungen frei als vor einem Jahr. Die Leerstandsquote steigt damit auf 0,4 Prozent. Laden- und Gewerbefläche ist hingegen immer weniger verfügbar.

  • 17.08.2016 um 10:00
    Christoph Eymann: «Badi-Besucher wollen weder Schnittlauch noch Tofu»

    Der Kanton Basel-Stadt hat 2006 einen Vertrag unterzeichnet, der die Basler Badis zum Verkauf von Nestlé-Produkten zwang, wie die TagesWoche aufdeckte. Erziehungsdirektor Christoph Eymann erklärt, weshalb dieser Vertrag für den Kanton gut war.

  • 04.08.2016 um 09:20
    Zum Artikel: Zürich–Basel für 9 Euro: Deutscher Fernbus-Anbieter lässt Passagiere illegal aussteigen

    Sehr aufmerksam. Immerhin hat die Probefahrt das belegt, was mehrere Polizeikontrollen nicht belegen konnten.

  • 03.08.2016 um 12:31
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    Diese Fragen sind mehr als berechtigt. Über die Ausfälle bei den Kantonen sind bislang kaum Details bekannt. Die Ausfälle hängen stark davon ab, welche Massnahmen die einzelnen Kantone ergreifen. In welche Richtung die basel-städtische Regierung plant...

  • 06.05.2016 um 17:08
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Bild:

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  • 14.07.2016 um 20:23
    Zum Artikel: Dieses Wochenende wird wild und laut am Rhein

    Manche Collagen sind absichtlich schlecht gemacht. Dem einen gefällts, dem anderen nicht. Das liegt eben im Auge des Kulturbetrachters

  • 24.03.2015 um 11:13
    Zum Artikel: Landsgemeinde gesehen von Pascal Mora

    Dear Mr. Chan, I'm sure the photographer will let you use those pictures for your start up business. Please contact Pascal Mora and ask him yourself. Here's his email address: contact@moraphoto.ch Best regards Nils Fisch

  • 04.02.2015 um 22:09
    Zum Artikel: Frau sein heisst für mich…

    und ist ihr statement etwa besser?

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