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FC Basel 

16.3.2016, 05:00 Uhr

Taulant Xhaka: «Man nimmt sich Besserung vor, und dann kommt der nächste Vorfall»

16.3.2016, 05:00 Uhr

In der Super League ist er gesperrt und in der Europa League am Donnerstag in Sevilla gesetzt: Taulant Xhaka. Kurz vor seinem 25. Geburtstag spricht der Mittelfeldspieler des FC Basel darüber, wie er seine Aussetzer in den Griff bekommen will, wie er sich mit Renato Steffen versöhnt hat, über den Traum der EM-Endrunde mit Albanien – und natürlich den FCB, bei dem er durchaus noch einmal verlängern würde. Von und

Anton Geisser: Reuiger Sünder: Taulant Xhaka hat sich nach wiederholten Fällen von mangelnder Selbstbeherrschung vorgenommen: «Das muss man ändern können.»

Reuiger Sünder: Taulant Xhaka hat sich nach wiederholten Fällen von mangelnder Selbstbeherrschung vorgenommen: «Das muss man ändern können.» (Bild: Anton Geisser)

Taulant Xhaka, wie ging es Ihnen am Tag nach dem 0:0 gegen Sevilla?

Das Spiel war sehr anstrengend. Das Programm war entsprechend leicht: eine Stunde auslaufen, dann Pflege, gefolgt von einem freien Nachmittag. 

Ein schöner Arbeitstag.

Absolut!

Verdientermassen. Die Mannschaft hat eine reife Leistung gezeigt.

Im Training haben wir simuliert, wie diese spielerische Mannschaft agiert. Wenn man sie gewähren lässt, wird es gefährlich. Wir sind vom Trainer sehr gut darauf eingestellt worden. Wie viele Chancen hatten sie? Drei?

Der FCB hat mit einer ungewöhnlichen Dreier- respektive Fünferabwehr gespielt. Hat sich für Sie dabei etwas verändert?

Nein, nicht wirklich. Ich musste darauf achten, dass Sevillas Spielmacher Ever Banega nicht in meinem Rücken agieren kann. Und ansonsten einfach im Zentrum kompakt stehen. Wir wussten ja, dass die Flügelspieler in die Mitte ziehen.

Oft hat der Trainer noch nicht auf dieses Mittel zurückgegriffen.

Wir haben das 3-5-2-System vier Tage lang vor dem Hinspiel trainiert. Und in Florenz haben wir auch so gespielt: mit einer Dreierabwehr begonnen und danach umgestellt, was sehr gut geklappt hat. Da war noch Mohamed Elneny auf der Sechserposition. Aber wie dem auch sei, in Sevilla müssen wir jedenfalls nicht viel ändern.

Ist das ein gutes 0:0 für den FCB?

Ich glaube schon. Jetzt müssen wir in Sevilla offensiv effizient sein und das eine oder andere Tor erzielen, dann kommt das gut.

Sevilla's Ever Banega, back, fights for the ball against Basel's Taulant Xhaka, front, during the UEFA Europa League Round of 16 first leg soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and Spain's Sevilla Futbol Club at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Thursday, March 10, 2016. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Ein typischer Taulant Xhaka: Im Hinspiel gegen Sevilla engt er die Kreise von Spielmacher Ever Banega ein. (Bild: Keystone/GEORGIOS KEFALAS)

Sevilla ist im eigenen Stadion eine Macht, es wird eine heisse Atmosphäre herrschen, südländisch aufgeheizt. Es wird eine grosse Prüfung werden, um die Viertelfinals zu erreichen.

Absolut. Wir wissen, dass wir eine Topleistung brauchen. 90 Prozent wird nicht reichen. Sevilla hat zu Hause gegen Real Madrid und Barcelona gewonnen. Die werden anders auftreten als hier in Basel. Uns Spieler pusht eine solche Atmosphäre auf, wenn du weisst, dass du in einem Stadion spielst, in das 45'000 Menschen passen. Wenn alles gegen dich ist.

Wie schwer wiegt es, dass Walter Samuel gesperrt ist?

Ein Spieler, der Erfahrung von über hundert Europacup-Spielen hat, ein solcher Spieler wird uns fehlen, das schmerzt. Aber egal, wer aufläuft: Die Motivation wird stimmen.

«Das Rückspiel wird eine komplett andere Angelegenheit. Mit Breel Embolo, der den Unterschied machen kann.»

Die Mannschaft hat schon im Hinspiel taktisch am obersten Level gespielt. Urs Fischer sagt aber, dass man in Sevilla nochmals eine Schippe drauf legen müsse. Geht das überhaupt?

Das Rückspiel wird eine komplett andere Angelegenheit. Aber man muss auch sehen, dass wir im ersten Spiel Breel Embolo nicht dabei hatten. Er kann den Unterschied machen. Wir brauchen eine gute Mischung, und wichtig ist, dass wir nicht nur mit langen Bällen operieren. Man hat gesehen: Dieser Gegner ist schlagbar, auch wenn er die letzten beiden Europa-League-Titel gewonnen hat.

Sie standen schon bei vielen und auch erfolgreichen Kraftproben im Europacup auf dem Platz. Was kann man mit einem solchen Erfahrungsschatz anfangen?

Ich kann zum Beispiel Spielern, die solche Partien noch nicht erlebt haben, aufzeigen, dass alles möglich ist. Man darf nicht denken: Wir sind nur der kleine FC Basel. Sondern: Wir haben schon andere grosse Gegner bezwungen. Entsprechend zuversichtlich gehen wir nach Sevilla.

Was würde es bedeuten, gegen den Titelverteidiger eine Runde weiterzukommen?

Sehr viel. Nicht nur für den FC Basel, sondern auch für den Schweizer Fussball. Wenn du einen Favoriten bezwingst, dann kannst du mit breiter Brust auftreten. Wir haben in der Champions League gezeigt, dass wir gegen grosse Mannschaften bestehen können.

Wenn alles möglich ist, ist dann auch der Final in Basel realistisch?

Bis dahin vergeht noch eine ganze Menge Zeit. Jetzt müssen wir erst mal gegen Sevilla weiterkommen. Und dann warten auf dem Weg noch grosse Vereine, die müsste man halt auch erst einmal schlagen.

Sie können sich zwischen den Sevilla-Spielen ja ausruhen. Praktisch, diese vier Spiele Sperre, die Sie sich mit Ihrer Unbeherrschtheit im GC-Spiel eingehandelt haben.

Nein, das nervt. Jeder Spieler will immer auf dem Platz stehen. Aber jänu, so ist das jetzt halt. Mit mehr Regenerationszeit hoffe ich, gegen Sevilla wieder topfit zu sein.

Wie oft haben Sie sich schon in den Hintern gebissen wegen dieser Sperre?

Oft.

«Ich wollte Moritz Bauer lediglich sagen: Steh auf und mach die Szene nicht grösser, als sie schon ist.»

Was geht in Ihnen vor, wenn Sie sich die Bilder ansehen, wie Sie den GC-Spieler Moritz Bauer an den Haaren reissen und anbrüllen?

Nichts. Nach dem Spiel denke ich immer: Warum muss das sein? Aber auf dem Rasen sind so viele Emotionen im Spiel, da merkt man das gar nicht. Nach der Partie bereut man es, und ich versuche, dass ich ruhiger bin auf dem Platz und solche Szenen erst gar nicht entstehen. Aber im Moment selber ist das schwierig, man überlegt es sich einfach nicht.

Erklären Sie uns diese Szene: GC kontert, Marc Janko foult Bauer, und Sie hatten gar nichts mit der Situation zu tun. Man fragt sich: Hatten Sie mit Moritz Bauer aus gemeinsamen GC-Zeiten noch eine Rechnung offen?

Ich verstehe mich eigentlich sehr gut mit Moritz Bauer und hatte nie Probleme mit ihm. Aber ich stand gleich daneben. Und Sinn und Zweck meiner Handlung war nicht, ihm weh zu tun. Ich wollte ihm lediglich sagen: Steh auf und mach die Szene nicht grösser, als sie schon ist.

Es wäre an den meisten vorbeigegangen, wenn es nicht aufgedeckt und angeprangert worden wäre. Nehmen Sie das dem «Blick» übel?

Ich bin natürlich nicht froh darüber, dass die Szenen gezeigt wurden. Aber heutzutage gibt es halt überall Kameras. Was passiert ist, ist passiert. Und ich versuche mich zu bessern.

Die nachträglich vom Disziplinarrichter bewertete Szene mit Taulant Xhaka und Moritz Bauer:

Wie hat Ihr persönliches Umfeld auf diese hässliche Szene reagiert?

Das war nicht so schlimm. Mein Vater hat mir den Tipp gegeben, dass ich in einer solchen Situation wegbleiben soll. Und Granit hat dasselbe gesagt.

Ihr Bruder, der auch ein hoch emotionaler Spieler ist.

Wir geben uns gegenseitig Ratschläge. Vor allem unser Vater steht hinter uns und sagt: Wenn es solche Szenen gibt, dann geht einfach davon weg.

Schwierig für jemanden wie Sie, bei dem man das Gefühl hat, dass er immer mittendrin ist, wenn etwas los ist auf dem Platz.

Das muss man einfach ändern können. Das darf mir nicht mehr passieren.

Was haben Sie von Ihrem Arbeitgeber zu hören bekommen?

Ich hatte ein Gespräch mit Präsident Bernhard Heusler und Sportdirektor Georg Heitz. Dabei habe ich gespürt, dass ich nicht einfach irgendeiner bin, sondern wichtig für diese Mannschaft. Und dieser Mannschaft möchte ich nicht schaden, ich will ihr mit guten Leistungen helfen.

Hat der Verein Ihnen ein Busse auferlegt?

Ja, ich muss ein Nachtessen für die Mannschaft übernehmen.

Das könnte teuer werden.

Klar, aber das gehört dazu, und ich mache es gerne.

«Bei Rangeleien sollte ich zu mir selbst sagen: Taulant, geh lieber zur Seite.»

Im Herbst gab es das Rencontre mit Renato Steffen und eine Sperre für Sie. Jetzt die neuerliche Sperre für etwas sehr Unnötiges. Als Wiederholungstäter hätte der Club auch strenger mit Ihnen umgehen können.

Der Vorstand, der ganze FC Basel steht hinter mir. Sie sind nicht einfach nur streng mit mir. Ich mit mir selber allerdings schon. Wenn ich dieses Verhalten abschalten kann, dann bin ich auf einem guten Weg.

Ihr Vater ist also nicht böse mit Ihnen geworden. Er hat einmal an anderer Stelle gesagt, dass ihm Respekt gegenüber anderen Menschen wichtig sei.

Jedem Mensch muss man Respekt zollen. Das versuche ich umzusetzen, auch wenn es auf dem Feld nicht immer einfach ist. Da entscheidet sich alles in Sekunden, und im Nachhinein bereut man sein Verhalten. Es ist ja nicht so, dass ich einem Spieler Schmerzen zufügen möchte.

Ihre Eltern sind Anfang der 1990er-Jahre aus einem Kriegsgebiet in die Schweiz gekommen, Ihr Vater hat im Kosovo-Serbien-Konflikt Meinung bezogen, bekam deshalb Probleme und sass aus politischen Gründen im Gefängnis. Wie wirkt das innerhalb der Familie nach?

Ich war damals noch nicht geboren. Was ich mitbekomme, war das für meinen Vater nicht einfach, und er ist mit meiner Mutter in die Schweiz gekommen, damit die Kinder eine bessere Zukunft haben. Und die haben wir hier zum Glück. Aber wir reden über jene Zeit nicht, weil es ihn vielleicht auch zu sehr belastet, und ich frage ihn auch nicht danach. Ich muss zugeben, dass mich allgemein Politik nicht sonderlich interessiert.

epa04447012 Serbian players try to recover a flag on the pitch before the Euro 2016 Group I qualifying match between Serbia and Albania was suspended, at the Partizan stadium in Belgrade, Serbia, 14 October 2014. The match was suspended after the flag Albanian symbols was flown above the stadium remote controlled by a drone which provoked a fight between players. EPA/SRDJAN SUKI

Immer mittendrin: Taulant Xhaka (links) am 14. Oktober 2014 beim Skandal-Länderspiel in Belgrad zwischen Serbien und Albanien, als serbische Spieler eine an einer Drohne über dem Spielfeld schwebende albanische Flagge vom Abendhimmel pflücken. Die Partie endete frühzeitig mit einem Eklat. (Bild: Keystone/Srdjan Suki)

Wenn man jetzt wie Sie auf dem Feld den Ruf eines Heisssporns hat: Haben Sie überlegt, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen, etwa von einem Sportpsychologen?

Nein, überhaupt nicht. Vielleicht wäre das mal eine Idee. Aber vorderhand muss ich mich selbst im Griff haben. Mein Vater, mein Bruder, alle meine Freunde, der Trainer und der Verein unterstützen mich dabei. Jeder Mensch kann sich verbessern, kein Mensch ist fehlerlos. Aber ich verändere deswegen meine Spielanlage nicht. Ich verstecke mich nicht gerne, ich bin ein Teamplayer, der für die Mannschaft alles gibt. Ich sollte zuweilen abbremsen, aber im Spiel ist das so schwer. Und bei Rangeleien sollte ich zu mir selbst sagen: Taulant, geh lieber zur Seite.

Würde das eigentlich auch passieren, wenn es keine Zuschauer im Stadion hätte?

Ich denke schon. Die Zuschauer kriegt man nicht richtig mit. Man befindet sich in einem Tunnel. Allerdings gibt es Situationen, wenn man etwa Gutes macht auf dem Platz und die Zuschauer aufschreien – das sollte einem eigentlich am meisten Antrieb geben.

Am 28. März werden Sie 25 Jahre alt. Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, dass solche Ausraster Ihnen schaden könnten beim Fortgang Ihrer Karriere?

Das könnte sein. Aber wenn ich das abschalten kann, bin ich auf einem sehr guten Weg. Und der Trainer spricht sehr oft mit mir. Er gibt mir viel Vertrauen und sagt mir, ich solle mein Spiel machen. Er will, dass ich mich in diesen heiklen Situation zurückhalte, will mich aber zugleich als Spieler nicht verändern. Das schätze ich sehr.

«Er hat gegrinst. Ich ebenso. Da war die Sache gegessen. Und jetzt sitzt Renato Steffen im Bus neben mir.»

Erzählen Sie doch mal, wie das war, als Renato Steffen nach Basel kam. Wie haben Sie die Situation vom Herbst bereinigt?

Das erste Zusammentreffen war am Flughafen auf dem Weg ins Trainingslager. Er hat gegrinst, ich ebenso. Er hat mich gefragt, ob es noch irgendein Problem gibt zwischen uns. Gab es nicht. Da war es gegessen. Jetzt sitzt er im Bus neben mir, und wir machen nur noch Sprüche darüber.

Klingt fast wie eine Ironie dieser Episode.

Eigentlich schon. Die Sache ist gegessen, und ich verstehe mich gut mit Renato.

Rudelbildung der Basler Breel Embolo und Taulant Xhaka, mit YBs Renato Steffen und Florent Hadergjonaj nach dem Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen den Berner Young Boys und dem FC Basel, am Mittwoch, 23. September 2015, im Stade de Suisse in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Rudelbildung mit Taulant Xhaka: Renato Steffen liegt nach einer Ohrfeige des Baslers am Boden – grosse Aufregung nach dem Schlusspfiff der Super-League-Partie in Bern am 23. September 2015. Und für Xhaka setzte es Rot und eine Sperre. (Bild: Keystone/Peter Schneider)

Der Hobbypsychologe Steffen hat damals in Bern mit der Bemerkung «Xhaka hat sich nicht im Griff gehabt» ja nicht einmal so unrecht gehabt.

In dem Moment schon. Es war einfach der Frust, darüber, dass wir verloren haben und keinen guten Match gezeigt haben. Alles kam zusammen und dann passiert es, nicht mal im Spiel, sondern nach dem Schlusspfiff.

Kann man denn jetzt auch mal erfahren, was Renato Steffen Ihnen verbal an den Kopf geworfen hat und Sie hat ausrasten lassen?

Es waren keine netten Wörter (lacht). Aber das gehört im Fussball dazu, damit muss man klarkommen, und ich habe nicht gut reagiert. Auch das bereue ich. Man nimmt sich vor, sich zu bessern, und dann kommt der nächste Vorfall. Aber jetzt habe ich mir ein Ziel gesetzt und versuche, mich wirklich zu bessern.

Nun hat es Renato Steffen ja auch nicht leicht, nach seinem Wechsel in der Winterpause von Bern nach Basel die Herzen aller FCB-Fans zu erobern.

Ich finde, dass das ein toller Transfer ist. Renato hat Qualitäten, die er schon bei YB gezeigt hat und jetzt in den wenigen Spielen für den FCB ebenfalls.

«Man nimmt sich vor, sich zu bessern, und dann kommt der nächste Vorfall.»

Und die Angelegenheit Steffen, die Pfiffe aus der Kurve – das hat sich schon erledigt?

Ich habe beim Hinspiel gegen Sevilla bei mir gedacht: In ein paar guten Situationen von ihm haben die Zuschauer applaudiert. Das pusht ihn und man merkt, dass er befreit ist und seine Leistung voll abrufen kann.

Ein schneller Meinungsumschwung, oder?

So ist das halt im Fussball. Mit so einem Empfang muss man klarkommen, und Renato war das auch bewusst. Mit seinen Leistungen trägt er dazu bei, dass sich das wandelt. Ich habe ihm den Tipp gegeben, Vollgas zu geben – dann macht er auch seine Tore und viele werden begeistert sein.

Der Basler Taulant Xhaka in Aktion im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Basel und dem FC Vaduz im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Sonntag, 19. Juli 2015. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Taulant Xhaka at his best: Grosser Kämpfer und Ballverteiler im Mittelfeld, und das schon seit der U13 im Trikot des FC Basel. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

Glauben Sie, dass die Leute auch von Ihnen begeistert sind?

Ja, eigentlich schon. Die Leute im Stadion, die Fans, doch, ich glaube schon.

Sind Sie denn der Spielertyp, der von den Massen geliebt wird?

Mit meiner Art Fussball zu spielen bin ich einer, der 100 Prozent für die Mannschaft da ist, der alles gibt, für das Team, für den Club, für Basel. Solche Spieler braucht eine Mannschaft auch.

Und was ist mit den Spielertypen, die nicht so spektakulär wirken, die wie aktuell zum Beispiel Birkir Bjarnason oder zuvor Mohamed Elneny andere gut aussehen lassen?

Man braucht im Fussball eine Mischung: Leute, die kämpfen, die parat sind in der Defensivarbeit, und Leute, die den Unterschied machen können wie Breel Embolo, Marc Janko oder Matias Delgado. Wir haben momentan eine perfekte Mischung, und der Trainer macht es super.

«Jeder Gegner muss auf dem Spielfeld gejagt werden – auch wenn das natürlich kein schöner Ausdruck ist.»

Wie finden Sie eigentlich die Bezeichnung Terrier für einen Spieler wie Sie?

Den Gegner auf dem Spielfeld zu jagen – das passt schon. Jeder Gegner muss gejagt werden – auch wenn das natürlich kein schöner Ausdruck und nicht wörtlich zu verstehen ist.

Und wie wird es sein, wenn Sie und Granit bei der Europameisterschaft gleich im ersten Spiel der Schweiz gegen Albanien den Weg im Mittelfeld kreuzen? Werden Sie ihn auch jagen?

Natürlich. Wir müssen beide unseren Job machen, und ich kann ja nicht sagen, ich spiele nur 50 Prozent, weil es gegen meinen Bruder geht. Dann stellt mich der Trainer nicht auf.

Als Sie im Januar 2012 zu GC ausgeliehen wurden, sind Sie beide schon mal aufeinandergetroffen, nicht direkt, weil Sie Aussenverteidiger waren und Granit beim FCB im defensiven Mittelfeld spielte. Wer hat denn früher, als Sie Kinder waren, auf dem Bolzplatz gewonnen?

Unterschiedlich – mal er, mal ich.

Familienbande: Granit Xhaka und sein eineinhalb Jahre älterer Bruder Taulant, der kurz davor steht, zu den Grasshoppers ausgeliehen zu werden.

Familienbande: Taulant Xhaka (rechts) und sein eineinhalb Jahre jüngerer Bruder Granit in der Saison 2011/12. (Bild: Freshfocus)

Ihr eineinhalb Jahre jüngerer Bruder Granit hatte vor der Auslosung gesagt: Bloss nicht gegen Albanien. Wie sieht es bei Ihnen aus?

Mein Wunsch wäre eigentlich auch gewesen, gar nicht gegen die Schweiz und meinen Bruder zu spielen. Ich habe hier meine Ausbildung gemacht, und eine Hälfte in mir ist für die Schweiz und die andere für Albanien. Aber so ist es halt manchmal im Fussball: Ich muss mich auf Albanien konzentrieren, er hat seine Aufgabe, ich habe meine.

» Taulant Xhakas Facebook-Account mit einem frisch geposteten Bild gemeinsam mit Granit aus frühesten Tagen
» Noch mehr Bilder: Taulant Xhaka bei Instragram 

Dieses Bruderduell ist eine Premiere bei einem europäischen Turnier.

Das ist schon ein bisschen verrückt, aber an der EM-Endrunde teilzunehmen, ist ein Traum, den hat man schon als Kind hat, und der wird jetzt wahr.

Erklären Sie noch einmal, warum Sie für Albanien und nicht wie Granit für die Schweiz spielen?

Es war keine Entscheidung gegen die Schweiz, sondern für Albanien. Ausserdem habe ich schlicht kein Aufgebot für die Schweizer Nationalmannschaft bekommen. In dem Augenblick, als der albanische Verband auf mich zugekommen ist, war mir klar, dass ich den nächsten Schritt machen muss, wenn ich mich international mit Topspielern messen will oder mal an einer Endrunde teilnehmen will.

«Frankreich und die Schweiz sind die Favoriten. Aber für uns ist sehr vieles möglich.»

Dabei spielen Sie so doch auf Clubebene bereits gegen die Besten in Europa.

Das schon, aber bei den Nationalmannschaften sind es die besten Spieler eines Landes, und diesen Vergleich, den wollte ich. Mit Albanien ist mir das nun möglich.

Sie mussten Ihren Entschluss nicht bereuen: Sie haben seit Ihrem Debüt im September 2014 bereits viel erlebt: vom Skandal in Belgrad, bei dem Sie natürlich auch mittendrin waren, bis zum erfolgreichen Sprung an die EM-Endrunde. Sie sind ein Fussball-Held geworden.

Was heisst schon Held? Wir haben eine sehr gute Qualifikation gespielt, und damit hat in dieser schweren Gruppe keiner gerechnet. Anfangs nicht mal ich. Aber nach den guten Leistungen gegen Portugal, gegen Dänemark haben wir gemerkt, dass etwas möglich ist für uns. Und jetzt ist es soweit.

Und was liegt beim Turnier drin für einen Neuling wie Albanien? Mal abgesehen davon, dass von Spiel zu Spiel geschaut wird?

Natürlich sind in unserer Gruppe Frankreich und die Schweiz die Favoriten. Aber jeder Gegner ist schlagbar. Gegen Frankreich haben wir in einem Freundschaftsspiel ein Unentschieden geschafft. Und von der Schweiz wissen wir, dass sie Top-Spieler hat, darauf müssen wir uns einfach gut einstellen. Dann ist sehr vieles möglich.

Und was trauen Sie der Schweiz zu?

Sehr viel. Was ich gesehen habe von ihr und was mein Bruder von der Nationalmannschaft erzählt, können sie weit kommen.

Fehlt nach einer soliden Qualifikation nicht noch der letzte Beweis, dass es sich wirklich um eine grosse Schweizer Mannschaft handelt?

Das vielleicht schon, aber an der Euro wird die Schweiz komplett anders auftreten und Vollgas geben. Eine Runde kommt sie auf jeden Fall weiter, hoffentlich zusammen mit uns.

«Urs Fischer gibt mir das Vertrauen, und so kannst du als Spieler das Beste aus dir herausholen.»

Was haben Sie denn bei Thorsten Fink, bei Ciriaco Sforza und Uli Forte in Zürich, von Heiko Vogel, Murat Yakin, Paulo Sousa und nun von Urs Fischer gelernt?

Jeder Trainer hat seinen Einfluss. Ich hatte ja immer im Zentrum gespielt, dann bin ich in die erste Mannschaft hochgekommen und es herrschte eine riesige Konkurrenz. Thorsten Fink hat mich zum Aussenverteidiger gemacht...

...und wahrscheinlich in seiner Thorsten-Fink-alles-ist-möglich-Art zu Ihnen gesagt: Das kannst du.

Genau, knallhart. Und innerlich habe ich gedacht: Das hast du noch nie gespielt. Und mit der Zeit hat das gut geklappt. Jeder Trainer gibt dir etwas mit, was genau kann ich nicht sagen, aber Urs Fischer zum Beispiel hat mir von Anfang an klargemacht, dass er mich wirklich als Zentrumsspieler sieht. Das Vertrauen ist also da, du kannst dich als Spieler darauf einstellen und das Beste aus dir herausholen. Dass ich verschiedene Positionen spielen kann, ist natürlich trotzdem kein Nachteil.

Über die letzten Jahren kann man sagen: Taulant Xhaka ist unter jedem Trainer gesetzt, und Sie fallen nie unter ein gewisses Niveau. Da gibt es auch mal eine durchwachsene Partie, aber warum eigentlich nie eine grottenschlechte?

Dafür habe ich keine Erklärung. Ich spiele einfach, was ich kann, erfülle die Aufgabe, die mir der Trainer gibt. Manchmal geht das besser, manchmal nicht so gut. Ich spiele einfach und sicher und versuche keine spektakulären Dinge. Aktionen, die vielleicht ein Breel Embolo kann. Dazu bin ich einfach nicht der Typ. Und wenn man im Zentrum so was versucht und einen Ball verliert, dann wird es brenzlig.

Breel Embolo, left, and Taulant Xhaka, right, of Switzerland's FC Basel 1893 on their arrival at the airport in Lisbon, Portugal, on Wednesday, November 4, 2015. Switzerland's FC Basel 1893 is scheduled to play against Portugal's C.F. Os Belenenses in an UEFA Europa League group I group stage matchday 4 soccer match on Thursday, November 5, 2015. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Ziemlich beste Freunde: Taulant Xhaka (rechts) und Breel Embolo, hier im November bei der Europacup-Reise nach Lissabon. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

Mit Breel Embolo kommen Sie offenbar sehr gut aus?

Ich kenne ihn von klein auf, wir haben nicht weit auseinander gewohnt, und ich kann sagen, dass er einer meiner besten Freunde ist.

Und was ist, wenn Embolo im Sommer den Verein wechselt?

Ich habe ihm schon gesagt, dass ich es schade fände. Aber jeder Spieler hat seine Karriere. Und wenn er wechseln sollte, bleiben wir nonstop in Kontakt.

Sie sind nun schon seit der U13 beim FCB, das sind zwölf Jahre, Sie sind der dienstälteste Spieler und damit hat man sich schon die Bezeichnung Urgestein verdient.

Wenn man es so anschaut: Darauf bin ich schon ein bisschen stolz. Ich habe Schritt für Schritt im Verein gemacht und es bis in die erste Mannschaft geschafft. Aber jetzt gilt es nur, nach vorne zu schauen und Vollgas zu geben.

«Ich könnte mir vorstellen, noch einmal beim FC Basel zu verlängern.»

Wie soll Ihre Karriere weitergehen? Ihr Vertrag beim FC Basel läuft noch bis 2018.

Ich könnte mir vorstellen, noch einmal zu verlängern. Weil ich mich sehr wohl fühle. Ich habe meine Familie um mich, meine Freunde, und der Club ist eigentlich immer international dabei.

Sie könnten sich mit dem Gedanken anfreunden, gar nicht ins Ausland zu gehen?

Das ist natürlich schon ein Traum eines jeden Spielers, diese Erfahrung im Ausland zu machen. Wenn es so käme, würde ich mich auch darüber freuen.

Was sagt Ihr Vater, der wie ein Berater fungiert, zu Ihrer Zukunft? Drängt er nicht auf einen Wechsel?

Überhaupt nicht. In dieser Hinsicht macht er mir keinerlei Druck. Er sagt: Wenn du dich wohlfühlst, dann bleib. Und: Wichtig sei, Leistung zu bringen. Immer. Natürlich gibt es mal schlechtere Tage, aber was zählt, ist, was du auf dem Platz zeigst. Und was darum herum passiert, darum kümmern sich mein Vater und mein Anwalt.

Klingt bodenständig. Parallel dazu macht Ihr Bruder Karriere in einer grossen Liga, wird mit grossen Clubs in Verbindung gebracht und verdient viele Millionen. Und Sie wollen in Basel verlängern?

Das Geld spielt bei mir und in meiner Familie nicht die ausschlaggebende Rolle. Und mittlerweile habe ich beim FCB auch einen guten Vertrag. Freude zu haben, spielen zu können und gesund zu sein – das ist das Wichtigste. Alles andere kommt von alleine, finde ich.

Taulant Xhakas Leistungsdaten der laufenden Saison:

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Anti Mainstream

    am 16.03.2016, 10:46

    Ganz toller Typ. Ich mag ihn sehr. Sehr gutes Interview! Besten Dank.

  2. El Tobiaso Pescatore

    am 16.03.2016, 14:03
  3. Robert Squatter

    am 16.03.2016, 14:30
  4. seba loeffel

    am 16.03.2016, 22:51

    Seine Antworten sind so aufregend wie seine Art Fussball zu spielen - langweilig!!!

Informationen zum Artikel

16.3.2016, 05:00 Uhr

Taulant Xhaka: «Man nimmt sich Besserung vor, und dann kommt der nächste Vorfall»

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