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Wahlbarometer 

10.9.2015, 16:15 Uhr

Politologe Georg Lutz kritisiert SRG-Umfrage

10.9.2015, 16:15 Uhr

Das jüngste Wahlbarometer der SRG kündigt einen Rechtsrutsch und Höhenflug der SVP an. Der Politologe Georg Lutz kritisiert die Umfrage als bedeutungslos – und ärgert sich darüber, dass die SRG immer noch damit operiert. Von

SRG SSR/gfs.bern: «Das Wahlbarometer kreiert eine virtuelle politische Debatte ohne genügende empirische Basis» – Politologe Georg Lutz übt Kritik an der SRG-Umfrage.

«Das Wahlbarometer kreiert eine virtuelle politische Debatte ohne genügende empirische Basis» – Politologe Georg Lutz übt Kritik an der SRG-Umfrage. (Bild: SRG SSR/gfs.bern)

Eine politische Zeitenwende steht bevor, nichts weniger verspricht die Nachrichtensendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens in ihrer Ausgabe am Mittwochabend. «Mitte-Links verliert die Mehrheit im Parlament», behauptet Moderatorin Andrea Vetsch zur Eröffnung der Sendung. Das neuste Wahlbarometer von Claude Longchamps Institut gfs.bern, im Auftrag der SRG erhoben, soll dafür den Beleg liefern.

Die Aussagen sind einigermassen dramatisch: «Für die SVP geht es steil bergauf», kommentiert «10vor10» die Umfrage. Nachdem die SVP im letzten Wahlbarometer im April verglichen mit den Parlamentswahlen 2011 noch Wähleranteile eingebüsst hatte, scheint es jetzt für die Nationalkonservativen also wieder steil bergauf zu gehen. Die SVP landet aktuell bei 28 Prozent und gewinnt damit 1,9 Prozent dazu seit dem Juni.

«Rechtsrutsch, bei schwächelnder Mitte», steht über dem gfs-Bericht, der – obwohl er immer wieder darauf hinweist, dass es sich nur um eine Momentaufnahme handelt –, eine eindeutige Interpretation seiner am 24. August durchgeführten Umfrage gleich mitliefert.

Nervöse Reaktionen

Die SVP legt deutlich zu? Hat der gefühlte Stimmungsumschwung in den letzten Wochen also gar nicht stattgefunden? Werden Flüchtlinge trotz all der Berichte und Bilder nach wie vor in der Diktion der SVP als Bedrohung und Kriminelle eingestuft und nicht als Opfer, die Hilfe brauchen? Selbst das Volksblatt «Blick», stemmt sich ja neuerdings gegen die Hetze. 

Georg Lutz, Umfragenspezialist und Politologe an der Uni Lausanne, mahnt zur Gelassenheit: «Diese Umfrage gibt kaum Hinweise auf mögliche Veränderungen.» Sämtliche Verschiebungen seien innerhalb des Stichprobenfehlers geblieben. Heisst: Es kann so sein, wie von Longchamps Firma behauptet, aber auch ganz anders. Die SVP könnte genauso gut stagnieren, die BDP zulegen, die CVP brutal abstürzen. Alles möglich oder auch nicht.

Diskreter Hinweis

Auf die Unschärfe weist auch «10vor10» hin, allerdings diskret. Rechts unten in den eingeblendeten Grafiken wird wie bei Medikamenten in kaum leserlicher Kleinschrift die Packungsbeilage mitgegeben. Die besagt, dass der statistische Streubereich bei plus oder minus 2,2 Prozent liegt. 

Lutz kritisiert das Wahlbarometer: «Über die Qualität der Umfrage kann ich nichts aussagen, dafür fehlen wichtige Angaben. Was aber klar ist: Verschiebungen von unter 2 Prozent substanziell zu interpretieren, ist methodisch nicht haltbar.» Lutz weiss nicht, ob sich die SRG dessen bewusst ist. «So oder so kreiert das Wahlbarometer eine virtuelle politische Debatte ohne genügende empirische Basis.»

SVP in Glaubwürdigkeitskrise

Aussagekräftig findet Lutz die Entwicklung der Bedeutung von politischen Themen bei der Wählerschaft. Etwa, dass fast die Hälfte der Befragten Migrationsfragen als dringendste Probleme erachten. Und dass ausserhalb der eigenen Klientel keiner mehr der SVP Fachkompetenz bei der Lösungssuche dieser Probleme zutraut.

Wie beschränkt die Aussagekraft der SRG-Wahlbarometer ist, zeigte sich bei den letzten nationalen Parlamentswahlen vor vier Jahren. Unmittelbar vor der Wahl verkündete gfs.bern einen deutlichen Sieg der SVP bei den Wahlen. Sie wäre zum Zeitpunkt der Befragung auf 29,3 Prozent hochgeschnellt. Keine zwei Wochen später, am Tag des Urnengangs, war der Höhenflug zu Ende: Die Partei sackte auf 26,6 Prozent ab.

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Reaktionen

  1. Gaby Burgermeister

    am 15.09.2015, 11:41

    Die SRG muss in den nächsten Jahren 40 Mio Franken sparen. Auf derartige Umfragen zu verzichten, scheint mir ein guter Anfang zu sein.

  1. Gerhard Trottmann

    am 10.09.2015, 17:32

    Diese Umfragen sind unnötig und beeinflussen durch die fragwürdigen Interpretationen von Longchamp einseitig. Die Zuverlässigkeit der Umfragen zu Wahlen und Abstimmungen kann nie gewährleistet werden. Die "Umfrage-Arbeiten" mit pseudowissenschaftlichem Anstrich sind dilettantisch von Anfang an und reine Spekulation. Als Gebührenzahler wäre es interessant zu erfahren, wieviel Geld die SRG für diesen Blödsinn jährlich bezahlt.

  2. Alois Karl Hürlimann

    am 10.09.2015, 19:24

    Was die SRG reitet, mit ihrem offensichtlich angeheirateten Partner Longchamp zusammen eine nach deutschem Muster veranstaltete Vorwahlspannung zu erzeigen, indem so getan wird, als seien die Wahlen quasi schon gelaufen, kann ich natürlich nicht beurteilen.
    Dass sich jemand wie Longchamp aber über alle Grenzen seiner "Wissenschaft" hinwegsetzt und so tut, als sei eine Marge von 2 bis 2,2 % Fehleranteil unter oder über der mitgelitten und von seinem Institut natürlich nur berechneten, nicht... mehrWas die SRG reitet, mit ihrem offensichtlich angeheirateten Partner Longchamp zusammen eine nach deutschem Muster veranstaltete Vorwahlspannung zu erzeigen, indem so getan wird, als seien die Wahlen quasi schon gelaufen, kann ich natürlich nicht beurteilen.
    Dass sich jemand wie Longchamp aber über alle Grenzen seiner "Wissenschaft" hinwegsetzt und so tut, als sei eine Marge von 2 bis 2,2 % Fehleranteil unter oder über der mitgelitten und von seinem Institut natürlich nur berechneten, nicht nachzuweisenden "Momentanaussage" nicht zu berücksichtigen, wenn er seine "Ergebnisse" verkündet, deutet auf massive Selbstüberschätzung hin. Ich erinnere mich, als fleißiger Zeitungsleser notabene, dass Longchamps Prognosen am laufenden Band daneben waren, wenn es denn ans Stimmenauszählung ging, und zwar bei
    nationalen Wahlen (wie im Artikel berichtet) wie auch bei Referendums- und Initiativenabstimmungen. Und dies seit vielen vielen Jahren.

    1. s chröttli

      am 10.09.2015, 23:33

      @hürlimann
      ja schlimm ... etwa so erhellend wie die dritte quadratwurzel vom bleigiessen und für srf so nützlich wie fusspilz.
      fix etablierter raubbau an der glaubwürdigkeit via hofforscher: ein eigengoal erster güte.

      service privé au foulard

  3. Piet Westdijk

    am 10.09.2015, 21:30

    Ich finde diese Wahlbarometer manipulativ. Sie stellen die SRG in ein unseriöses Licht, überhaupt noch mehr beim nach meiner Meinung zu sehr beeinflussbaren Stimmvolk. Wahlbarometer schmälern unser demokratisches Potential. Etwas zum verbieten?

  4. Marcel Pfeiffer

    am 10.09.2015, 23:04

    Vergesst doch diese sogenannten seriösen Umfragen und geht wählen! Und hoffentlich diejenigen, die dieses ganze Schlamassel nicht zu verantworten haben, sondern einigermassen akzeptable Lösungsansätze anzubieten haben! Also sicherlich nicht die Rechtsaussen der SVP, die sich geradezu in dieser extremen Situation der Flüchtlinge sonnen und weiterhin ihre menschenverachtenden Slogans heraus würgen! Pfui Deibel!

  5. Werni Weber

    am 11.09.2015, 14:16

    Es sind Proporzwahlen. Jede Stimme mit Herz ist ein Votum gegen die herzlose SVP. Wahltag ist Zahltag.

    1. Inaktiver Nutzer

      am 11.09.2015, 20:01

      Ein erhellender Link

      bit.ly/1ijzS0K

      darüber, warum Ihr euphorisierender Post ins Leere zielt.

  6. Gaby Burgermeister

    am 15.09.2015, 11:41

    Die SRG muss in den nächsten Jahren 40 Mio Franken sparen. Auf derartige Umfragen zu verzichten, scheint mir ein guter Anfang zu sein.

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10.9.2015, 16:15 Uhr

Politologe Georg Lutz kritisiert SRG-Umfrage

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