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Debatte

Mörgelis Facebook-Account zu sperren, war falsch – ändern Sie meine Meinung44

2.9.2015, 10:11 Uhr
Thom Nagy

Digitalstratege bei der TagesWoche

Am Dienstag habe ich einen hervorragenden Essay zum Thema Hass gelesen. Daran musste ich denken, als ich vor dem Einschlafen die Nachricht las, dass der Facebook-Account von Christoph Mörgeli gesperrt sei. Der genaue Grund dafür ist unklar, es ist aber nicht unplausibel, dass diese Sperrung im Zusammenhang mit einem ziemlich geschmacklosen Post des SVP-Nationalrates und den darauf erfolgten Meldungen bei Facebook erfolgt ist. Wir werden es wohl nie definitiv erfahren, da die entsprechende Handhabung von Facebook sehr undurchsichtig ist.

Natürlich: Das Bild ist auf menschlicher Ebene widerlich, auf inhaltlicher Ebene falsch und auf wirtschaftspolitischer Ebene irreführend – und es rückt den SVP-Politiker in die Nähe der deutschen Rechtsaussen-Partei NPD. Das ist aber im Grunde genommen egal, denn: Er verstösst nicht gegen die geltende Rassismusgesetzgebung. Und solange das nicht der Fall ist, halte ich das öffentliche Korrektiv, das sich in der kollektiven Empörung über Mörgelis Facebook-Verhalten entladen hat, für sehr viel zielführender. 

Die Sperrung macht Mörgeli zum symbolischen Märtyrer für die «Das-wird-man-ja-noch-sagen-dürfen»-Fraktion.

Die Sperrung macht ihn (de facto) mundtot und damit zum symbolischen Märtyrer für die «Das-wird-man-ja-noch-sagen-dürfen»-Fraktion. Sie verhindert, dass Menschen anderer Meinung ihrem Unmut Luft machen. Gegenargumente geben hoffentlich auch Menschen wie Mörgeli mehr zu denken als das Gefühl, zu Unrecht gesperrt worden zu sein.

Auf die grosse Empörung über den Post vom letzten Wochenende folgt nun der grosse Beifall für die Sperrung des Accounts. Nur: Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut. Auch wenn mein Herz etwas anderes sagt: Wir sollten sie nicht für den Wahlkampf eines professionellen Provokateurs aufs Abstellgleis stellen. Und schon gar nicht sollten wir uns diesbezüglich der Willkür einer beispiellosen mächtigen Meinungsmaschine ausliefern.

Nun sind Sie an der Reihe: Überzeugen Sie mich in der Kommentarspalte vom Gegenteil. Das beste Argument soll gewinnen.

_
Update: Blogger Andreas von Gunten hat einen lesenswerten Post zu diesem Thema geschrieben.

Update 2: Das Profil von Mörgeli ist in der Zwischenzeit wieder online gestellt worden. Mit allen Posts.

Update 3: Ein guter Einwurf (und hervorragender Comic-Strip von xkcd) kommt von Twitter-User Alexander Turcic:

 

Update 4: Auf der Facebook-Seite von Blogger Philippe Wampfler hat sich ebenfalls eine lebhafte Diskussion zum Thema entwickelt:

 

Meine 2cents zur Causa Mörgeli: 1.) Niemand weiß, warum das Profil gesperrt wurde. 2.) Intransparenz von FB ist ein...

Posted by Philippe Wampfler on Wednesday, September 2, 2015

Update 5: Der Tages-Anzeiger hat sich dem Thema Facebook und Meinungsfreiheit nun ebenfalls angenommen.

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Diskussion

  1. Hans Andreas Dikenmann

    am 7.09.2015, 22:19

    Was bei der Diskussion hier vielleicht etwas zu wenig beachtet wird: Wenn man von Meinungsäusserungsfreiheit spricht, muss man sich bewusst sein, dass der (Rechts-)Staat bzw. seine Behörden traditionell die einzige mit Macht ausgestattete Instanz sind, gegenüber welchen man die Achtung der Meinungsfreiheit einfordern kann. Es geht also in erster Linie um den Schutz der Bürger vor staatlichen Übergriffen. Gegenüber nichtstaatlichen Gebilden, und seien sie faktisch noch so mächtig... ... mehrWas bei der Diskussion hier vielleicht etwas zu wenig beachtet wird: Wenn man von Meinungsäusserungsfreiheit spricht, muss man sich bewusst sein, dass der (Rechts-)Staat bzw. seine Behörden traditionell die einzige mit Macht ausgestattete Instanz sind, gegenüber welchen man die Achtung der Meinungsfreiheit einfordern kann. Es geht also in erster Linie um den Schutz der Bürger vor staatlichen Übergriffen. Gegenüber nichtstaatlichen Gebilden, und seien sie faktisch noch so mächtig (gesellschaftlich, wirtschaftlich, oder weil sie ein Informationsmonopol haben) ist das – wenn überhaupt – nur punktuell möglich. Man spricht in diesem Zusammenhang von der sog. Drittwirkung der Grundrechte (diskutiert z.B. im Zusammenhang damit, ob private Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern bei der Ausübung ihrer Meinungsäusserungsfreiheit Vorgaben machen dürfen).

    Mag sein, dass das jetzt haarspalterisch klingt, aber mir scheint, im Verhältnis zwischen Nutzern und Facebook kommt die Meinungsäusserungsfreiheit also gar nicht ins Spiel. Soweit es um die Frage der Meinungsäusserungsfreiheit geht, lassen sich somit prinzipiell keine Argumente finden, um Herrn Nagy von der Richtigkeit des Verhaltens von Facebook zu überzeugen (bzw. ihn darin zu bestätigen, dass das Verhalten von Facebook falsch war)

    Eine ganz andere Diskussion wäre es, auch im nichtstaatlichen Bereich gegenüber mit Macht ausgestatteten Gebilden die Beachtung gewisser Grundrechte im Sinne der Drittwirkung vermehrt einzufordern.

  1. jb

    am 2.09.2015, 10:30
    1. Inaktiver Nutzer

      am 2.09.2015, 20:19

      wir haben nur ein problemchen?
      nein, eher die unterschätzung des augmentativ.

  2. Fritz Weber

    am 2.09.2015, 10:59

    Schade kann man nur seine FB-Seite sperren. Ich hätte da etwas radikalere Ideen... aber muss auf meine freie Meinungsäusserungsfreiheit verzichten, sonst wird mein TaWo-Account noch gesperrt :-)

  3. Inaktiver Nutzer

    am 2.09.2015, 11:09

    Facebook ist eine Firma mit rein kommerziellen Zielen. Es ist naiv,bei Facebook irgendwelche ethische Standards vorauszusetzen.

    Wenn also Facebook entscheidet, dass es gut für ihr Geschäft sei den Herrn Mörgeli zu sperren, dann tun sie es eben, müssen dies auch nicht begründen, und der Beifall zeigt, dass es sich gelohnt hat.

    Mit Meinungsfreiheit hat das überhaupt nichts zu tun. Facebook-Kunden, die sich empören, haben offenbar das Kleingedruckte nicht gelesen oder nicht verstanden.... mehrFacebook ist eine Firma mit rein kommerziellen Zielen. Es ist naiv,bei Facebook irgendwelche ethische Standards vorauszusetzen.

    Wenn also Facebook entscheidet, dass es gut für ihr Geschäft sei den Herrn Mörgeli zu sperren, dann tun sie es eben, müssen dies auch nicht begründen, und der Beifall zeigt, dass es sich gelohnt hat.

    Mit Meinungsfreiheit hat das überhaupt nichts zu tun. Facebook-Kunden, die sich empören, haben offenbar das Kleingedruckte nicht gelesen oder nicht verstanden. Falsch oder richtig ist gar keine Frage. Deal or no deal, muss sich der Kunde fragen.

    Klar ist auch, dass unsere Meinungsfreiheit ermöglicht, dass jedermann beliebig viel Blöd-, Schwach- und Unsinn verbreiten darf, so lange er unsere Gesetze nicht bricht. Und das halt gilt auch für Mörgeli & Co.

    1. AutorIn des Artikels

      Thom Nagy

      am 2.09.2015, 12:08

      Mit der Meinungsfreiheit hat das m.E. insofern zentral zu tun, als dass viele Menschen gefordert haben, man müsse solche Äusserungen verbieten. Und als Folge davon die Sperrung/Löschung der stossenden Inhalte gefordert haben.

  4. Lukas Romer

    am 2.09.2015, 11:15
  5. snape

    am 2.09.2015, 11:27

    Ehrlich gesagt, wäre ich froh, wenn die Medien nicht mehr über diesen unsäglichen Herrn Mörgeli schreiben oder berichten würden. Einfach totschweigen, weil jede Zeile und jedes Wort eigentlich eines zuviel ist...
    Er hat diese Aufmerksamkeit einfach nicht verdient

  6. weedon news

    am 2.09.2015, 11:29

    ich bin da absolut der meinung von herrn martens und sehe das problem nicht. er konnte sich frei äussern und ist dafür von facebook gelöscht worden. was hat das mit freier meinungsäusserung in einer gesellschaft zu tun, wenn facebook seine regeln selbst bestimmt? zudem wird darüber wieder viel zu viel wind gemacht! wir sollten uns anderen fragen widmen, als einem mörgeli mit sörgeli derartige aufmerksamkeit zu schenken. danke, dass sie mir die möglichkeit zur freien meinungsäusserung gegeben... mehrich bin da absolut der meinung von herrn martens und sehe das problem nicht. er konnte sich frei äussern und ist dafür von facebook gelöscht worden. was hat das mit freier meinungsäusserung in einer gesellschaft zu tun, wenn facebook seine regeln selbst bestimmt? zudem wird darüber wieder viel zu viel wind gemacht! wir sollten uns anderen fragen widmen, als einem mörgeli mit sörgeli derartige aufmerksamkeit zu schenken. danke, dass sie mir die möglichkeit zur freien meinungsäusserung gegeben haben.

  7. Verifiziert

    Florian Mathys

    am 2.09.2015, 11:40

    Sturm im Wasserglas - er ist schon wieder online!

    Mich stört hier mehr die Aufmerksamkeit, die er auch durch diesen Bericht wieder mal für seine kranken Ideen erhält. Es scheint Leute zu geben, die wählen ihre Politiker nach der Häufigkeit der Medienpräsenz.

    1. s chröttli

      am 2.09.2015, 11:52

      @mathys

      guter alter watzlawick («man kann nicht nichtkommunizieren»)

      guete mittag!