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Steuerschulden 

2.6.2015, 15:29 Uhr

Steuern sollen in Basel-Stadt direkt vom Lohn abgezogen werden

2.6.2015, 15:29 Uhr

2014 entgingen dem Kanton Basel-Stadt Steuereinnahmen von 38 Millionen Franken, über 13'000 Betreibungen wurden ausgesprochen. Eine Motion von Rudolf Rechsteiner (SP) fordert eine Systemänderung. Künftig sollen die Arbeitnehmer ihren Lohn direkt der Steuerverwaltung abliefern. Von

Hans-Jörg Walter: Betreibungen sollen gemäss Rechsteiner mit dem neuen System reduziert werden.

Betreibungen sollen gemäss Rechsteiner mit dem neuen System reduziert werden. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Die Steuerrechnung bringt viele in Bedrängnis und ist nach wie vor die grösste Schuldenfalle. Vergangenes Jahr erhielten gemäss der Sozialberichterstattung 2014 des Statistischen Amtes 13'119 Personen von der kantonalen Steuerverwaltung eine Betreibung. Der geforderte Steuerbetrag liegt bei zwei Dritteln der Betreibungen unter 5'000 Franken, weitere 16,7 Prozent belaufen sich auf 5'000 bis 10'000 Franken.

Dass Leute ihre Steuerrechnung nicht zahlen können, kommt den Stadtkanton jährlich teuer zu stehen: Laut Kaspar Sutter, Generalsekretär im Finanzdepartement, wurde 2014 ein Debitorenverlust von 38 Millionen Franken ausgewiesen (ohne Steuererlasse).

Agnes Würsch von der Schuldenberatungsstelle «Plusminus» wird täglich mit dem Problem Steuerschulden konfrontiert. «Praktisch alle, die zu uns kommen, haben Steuerschulden. Das Inkassosystem bei den Steuern ist verschuldungsfreundlich», sagt die Präventionsverantwortliche. Denn die Steuerrechnung komme bis zu zwei Jahre, nachdem das entsprechende Einkommen erzielt worden sei – dann sei der Lohn meistens schon ausgegeben.

Rechsteiner: Weniger Betreibungen, weniger soziale Probleme

Voraussichtlich am Mittwoch debattiert der Grosse Rat über eine Motion von Rudolf Rechsteiner (SP). Rechsteiner will das System ändern und fordert von der Regierung, dass ein automatisierter freiwilliger Steuerabzug für Angestellte kantonsweit eingeführt wird. Arbeitgeber in Basel-Stadt sollen demnach vom Kanton angewiesen werden, den Direktabzug als Steuervorauszahlung automatisch vorzunehmen. «Mit diesem System gäbe es weniger soziale Probleme, da weniger Leute betrieben würden. Zudem würde die Bürokratie dadurch in der Verwaltung reduziert», sagt Rechsteiner.

Agnes Würsch erhofft sich viel von einer Systemänderung: «So könnten Leute abgeholt werden, die sich wenig um ihren Papierkram kümmern – und man bekommt soviel Geld auf sein Konto überwiesen, wie man auch wirklich ausgeben darf. Ein richtiger Nettolohn eben.»

Die kantonale Verwaltung kennt für ihre Mitarbeitenden bereits den automatisierten freiwilligen Steuerabzug vom Lohn. Im Jahr 2014 wurden 5047 Mitarbeitende angeschrieben. «27 Prozent, respektive 1357 Mitarbeitende mit Wohnsitz in Basel-Stadt, nehmen die Dienstleistung des freiwilligen Steuerabzugs in Anspruch», so Kaspar Sutter.

Bürgerliche mehrheitlich gegen Direktabzug

Joël Thüring (SVP) und Thomas Strahm (LDP) unterstützen die Motion Rechsteiner. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Mehrheit der Bürgerlichen das Anliegen im Grossen Rat ablehnen wird. Barbara Gutzwiller, Direktorin des Arbeitgeberverbandes Basel, ist gegen einen automatisierten freiwilligen Direktabzug. In einem Gastkommentar in der «Basler Zeitung» schrieb sie: «Der Vorschlag zeigt eine erschreckende Umkehr in der Denkweise: Anstatt dem Bürger zuzutrauen, dass er dem Staat abliefert, was diesem zusteht, holt sich der Staat sicherheitshalber zunächst das, was er glaubt, zugute zu haben.» Der Arbeitgeber sei nicht das Inkassobüro des Staates. 

Rechsteiner entgegnet, dass in Basel-Stadt bereits 60'000 Ausländer quellenbesteuert würden – und das auf obligatorischer Basis. «Die Arbeitgeber müssten nichts anderes eingeben, als das, was sie ohnehin bereits für ihre quellenbesteuerten Arbeiter machen.»

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Grosser Rat BS, Steuern, Rudolf Rechsteiner

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Reaktionen

  1. Christoph Meury

    am 2.06.2015, 16:49

    Nicht immer ist das, was praktisch erscheint, auch sinnvoll. Man könnte Rechsteiner's Gedanken & Ansinnen natürlich konsequent weiterführen: Auch Krankenkassenprämien und Zahnarztkosten werden regelmässig nicht bezahlt und es gibt riesige Ausstände und einen volkswirtschaftlichen Schaden. Das gleiche gilt für die Wohnungsmieten, für Alimentszahlungen , für's Autoleasing, usw. Es wäre also durchaus ökonomisch und betriebswirtschaftlich korrekt, wenn der Staat meinen ganzen Lohn erhält... ... mehrNicht immer ist das, was praktisch erscheint, auch sinnvoll. Man könnte Rechsteiner's Gedanken & Ansinnen natürlich konsequent weiterführen: Auch Krankenkassenprämien und Zahnarztkosten werden regelmässig nicht bezahlt und es gibt riesige Ausstände und einen volkswirtschaftlichen Schaden. Das gleiche gilt für die Wohnungsmieten, für Alimentszahlungen , für's Autoleasing, usw. Es wäre also durchaus ökonomisch und betriebswirtschaftlich korrekt, wenn der Staat meinen ganzen Lohn erhält und ihn entsprechend auch umsichtig und umfassend verwaltet, um damit meine Ausstände, meine diversen finanziellen Verbindlichkeiten, inkl. Gebühren, zu begleichen. Wir wollen ja nichts anbrennen lassen. Den Rest - quasi ein staatliches Sackgeld - könnte die Verwaltung dann auf mein Restverbrauchskonto überweisen. Damit kaufe ich mir dann die persönlich notwendigen Drogen, ein wenig Zwischenverpflegung, vielleicht noch den wöchentlichen Kinobesuch, etc. Das wäre sicher sehr effizient und effektiv.

    Vermutlich käme dabei meine Arbeitsmoral zwar zu Schaden und ich käme mir etwas unfrei vor, aber was soll's: Ich bin froh, wenn sich die Verwaltung fürsorglich nicht nur um mein Wohl, sondern auch meine finanzielle Situation kümmert. Man ist ja gerne wohl-behütet und agiert gerne sorgenfrei.

    Sorry! Bei aller Sympathie zu Ruedi Rechsteiner, aber damit kann er mir den Buckel runter rutschen. Ich lasse mich nicht bevormunden. Das ist irgendwie ein falsch verstandener Sozialismus.
    Der Staat bekommt von mir, was ihm zusteht. Aber nicht mehr und nicht als Automatismus.
    Trotz wohlorgnisiertem Fürsorgestaat und Praktikabilitäten aller Art, ein Restposten FREIHEIT würde ich mit Händen & Füssen verteidigen.
    Dazu gehört, dass der Lohn meiner Arbeit mir gehört (vollständig!) und ich diese Einnahmen eigenständig und selbständig verwalte.

    Ja, lieber Ruedi Rechsteiner, da haben wir doch über's Ziel hinausgeschossen.....
    Es reicht mit Abzügen für AHV, IV, ALV, BVG, usw.

  2. Kulturbetrachter Basel

    am 2.06.2015, 16:49

    Ich bin dafür... weg ist weg! Hinterher kann man immer noch Forderungen geltend machen.

  3. M Cesna

    am 2.06.2015, 17:01

    Ich halte es für eine Unanständigkeit, den Bürger als "pekuniären Rangierbahnhof" zu benutzen oder zu missbrauchen: Steuern, besonders die kantonalen und die Krankenkassenprämien sind obligatorisch. Dieses Geld geht nur nutzlos durch des Bürgers Hand, der noch zwei oder sogar noch mehr Überweisungen tätigen muss und damit auch die Bank oder Post belästigt.

    Die Idee hat so zwei Vorteile:
    - "und führe mich nicht in Versuchung"....
    - Viele Zahlbelästigungen weniger (12 mal Krankenkasse,... ... mehrIch halte es für eine Unanständigkeit, den Bürger als "pekuniären Rangierbahnhof" zu benutzen oder zu missbrauchen: Steuern, besonders die kantonalen und die Krankenkassenprämien sind obligatorisch. Dieses Geld geht nur nutzlos durch des Bürgers Hand, der noch zwei oder sogar noch mehr Überweisungen tätigen muss und damit auch die Bank oder Post belästigt.

    Die Idee hat so zwei Vorteile:
    - "und führe mich nicht in Versuchung"....
    - Viele Zahlbelästigungen weniger (12 mal Krankenkasse, mehrere Steuerteilbeträge).
    - Der Staat hat wieder Geld und kann so die öffentlichen Anlagen, Spitäler etc. besser unterhalten.

    "Mein Geld" ist das, was übrig bleibt.

  4. Verifiziert

    Rolf Wilhelm

    am 2.06.2015, 17:06

    Der Vergleich mit den Krankenkassenprämien hinkt für mich, weil dies völlig unabhängig vom Lohn und in Abhängigkeit von der abgeschlossenen Versicherung und der Anzahl der Familienmitglieder passiert. Beim Lohn jedoch kann mit einer gewissen Genauigkeit durchaus berechnet werden, was vermutlich dem Staat zusteht.

    Und wenn man es dann noch als Pflichtmöglichkeit beim Arbeitgeber und als Option für den Arbeitnehmer deklariert, warum nicht.

    Klappt natürlich, solange da jeder Kanton sein... ... mehrDer Vergleich mit den Krankenkassenprämien hinkt für mich, weil dies völlig unabhängig vom Lohn und in Abhängigkeit von der abgeschlossenen Versicherung und der Anzahl der Familienmitglieder passiert. Beim Lohn jedoch kann mit einer gewissen Genauigkeit durchaus berechnet werden, was vermutlich dem Staat zusteht.

    Und wenn man es dann noch als Pflichtmöglichkeit beim Arbeitgeber und als Option für den Arbeitnehmer deklariert, warum nicht.

    Klappt natürlich, solange da jeder Kanton sein eigenes Süppchen kocht nur angeboten werden, wenn sowohl Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer im gleichen Kanton ansässig sind (mal von den sowieso quellenbesteuerten Ausländern und Grenzgängern).

  5. Urs Wagner

    am 2.06.2015, 18:20

    Ein kleiner Schritt weiter in Richtung Staatsdiktatur und Bevormundung

  6. Georg

    am 2.06.2015, 18:50

    Als bekennender Liberaler sehe ich das sehr positiv, dass man wählen kann, ob man einen echten Nettolohn erhält oder nicht. Man reicht dann Anfang Jahr seine Abzüge ein, die man machen kann und erhält vielleicht dann sogar Geld zurück.

    Wer das nicht will, bleibt beim alten System.

    Ich wüsste nicht, wieso man als Liberaler (oder Bürgerlicher) dagegen sein kann, es ist freiwillig und es wird nichts vorgeschrieben.

    Aus liberaler Sicht etwas, das man unterstützen muss, da es eine neue... ... mehrAls bekennender Liberaler sehe ich das sehr positiv, dass man wählen kann, ob man einen echten Nettolohn erhält oder nicht. Man reicht dann Anfang Jahr seine Abzüge ein, die man machen kann und erhält vielleicht dann sogar Geld zurück.

    Wer das nicht will, bleibt beim alten System.

    Ich wüsste nicht, wieso man als Liberaler (oder Bürgerlicher) dagegen sein kann, es ist freiwillig und es wird nichts vorgeschrieben.

    Aus liberaler Sicht etwas, das man unterstützen muss, da es eine neue WahlFREIHEIT schafft.

  7. peter meier1

    am 2.06.2015, 19:18

    Für einmal ein sinnvoller Beitrag seitens SP, der Direktabzug vom Lohn für Steuern und Fixkosten wie KK Prämien macht sicher Sinn und wäre durchaus eine Entlastung. Schwierig wird es nur bei nicht Berufstätigen und Selbstständigen .

  8. Kaspar Tanner

    am 2.06.2015, 19:54

    Der typische Jubel-Trubel-Schuldner macht Schulden, weil er keinen Bezug zu Geld und zur Zukunft hat.
    Es ist absehbar, dass genau die Leute, die nie Schulden machen, das Angebot aufgreifen werden - während die klassischen Marshmallow-Grapscher fröhlich ihren vollen Lohn beziehen und ausgeben werden als gäbe es kein "Morgen".

    Ob Leasing, Kleinkredite, Handy-Schulden oder Gesundheitsprävention: Es ist immer dieselbe Schicht, die unbeeindruckt von 9 Jahren Schule und millionenteuren Kampagnen... ... mehrDer typische Jubel-Trubel-Schuldner macht Schulden, weil er keinen Bezug zu Geld und zur Zukunft hat.
    Es ist absehbar, dass genau die Leute, die nie Schulden machen, das Angebot aufgreifen werden - während die klassischen Marshmallow-Grapscher fröhlich ihren vollen Lohn beziehen und ausgeben werden als gäbe es kein "Morgen".

    Ob Leasing, Kleinkredite, Handy-Schulden oder Gesundheitsprävention: Es ist immer dieselbe Schicht, die unbeeindruckt von 9 Jahren Schule und millionenteuren Kampagnen das Leben in vollen Zügen geniesst - bis die Allgemeinheit einspringen darf.

    Meine Idee: Wer über mehrere Jahre Konsumschulden (nicht für ein Unternehmen, nicht für Wohneigentum) macht oder sich wegen Konsumschulden bankrott erklärt, erhält einen Vormund und Gutscheine statt Lohn.
    Damit ist Missbrauch ausgeschlossen, die Allgemeinheit blutet nicht mehr für den Egoismus dieser Leute und der Staat greift sich nicht ohne meine Erlaubnis meinen Lohn ab.

    Das halte ich für sozial-liberal: Möglichst viel Freiheit für jene, die damit umgehen können. Möglichst viel Lenkung für jene, die nachweislich mit Freiheiten überfordert sind.

  9. Piet Westdijk

    am 2.06.2015, 20:04

    Ich bin in den Niederlanden mit diesem System aufgewachsen. Der Staat nimmt mir monatlich, was ihm zusteht (nur die Steuern!), und ich kann jedes Jahr mein Steuerformular ausfüllen, was wie ein Sport ist, denn je nach dem bekomme ich etwas zurück! EIN grosser Vorteil wird im Artikel nicht erwähnt. Etwas was ich immer wieder bei Klienten und einmal beim einten Sohn festgestellt habe: die Fremdeinschätzung durch die Steuerbehörde (mit immer einem höheren Jahreseinkommen als überhaupt... ... mehrIch bin in den Niederlanden mit diesem System aufgewachsen. Der Staat nimmt mir monatlich, was ihm zusteht (nur die Steuern!), und ich kann jedes Jahr mein Steuerformular ausfüllen, was wie ein Sport ist, denn je nach dem bekomme ich etwas zurück! EIN grosser Vorteil wird im Artikel nicht erwähnt. Etwas was ich immer wieder bei Klienten und einmal beim einten Sohn festgestellt habe: die Fremdeinschätzung durch die Steuerbehörde (mit immer einem höheren Jahreseinkommen als überhaupt vorstellbar) und die darausfolgenden nie mehr zu begleichenden Steuerschulden werden Vergangenheit sein!!! Juhui!!! Herr Rechsteiner ist sowieso einer der besten Politiker, den ich in der Schweiz kennengelernt habe. Chapeau!
    @Herr Meury, Sie verstehe ich einen Moment gar nicht. Ein bestens bewährtes System in Nachbarländen fegen Sie gekonnt - die Übertreibung bis ins Lächerliche wirkt noch immer - vom Tisch. Plötzlich fehlt Ihre bekannte und von mir geschätzte Differenziertheit... .?

  10. Christoph Meury

    am 2.06.2015, 20:35

    @ Piet Westdijk

    Doch es ist einfach: Weil ein paar wenige Zeitgenossen (weit unter 10%) ihre Steueren nicht, oder nicht rechtzeitig bezahlen, will ich mich nicht staatlich bevormunden lassen und möchte ich auch nicht in Sippenhaft genommen werden. Ich bezahle meine Steuern, aber ich bezahle sie nach meinem Gusto. Einmal auf einen Chlapf und einmal in Raten. Zudem soll man das Inkassoproblem der Verwaltung jetzt nicht dramatisieren. Es gibt keinen offensichtlichen Grund hier Remedur zu... ... mehr@ Piet Westdijk

    Doch es ist einfach: Weil ein paar wenige Zeitgenossen (weit unter 10%) ihre Steueren nicht, oder nicht rechtzeitig bezahlen, will ich mich nicht staatlich bevormunden lassen und möchte ich auch nicht in Sippenhaft genommen werden. Ich bezahle meine Steuern, aber ich bezahle sie nach meinem Gusto. Einmal auf einen Chlapf und einmal in Raten. Zudem soll man das Inkassoproblem der Verwaltung jetzt nicht dramatisieren. Es gibt keinen offensichtlichen Grund hier Remedur zu schaffen, ein System umzustellen und das Inkasso an die Firmen zu delegieren.

    Und um die Pointe zuzuspitzen: Warum soll Schuldenmachen plötzlich ein Menetekel sein? Banken machen Schulden (Bankenkrise), Länder machen immense Schulden (Griechenland, u.a.), Firmen machen Schulden, Hausbesitzer machen Schulden, Leute kaufen unnütze Dinge auf Pump, nur als einfaches Individuum soll mir dies bei den Steuern verboten sein? Es ist doch meine persönliche Freiheit Schulden zu machen. Klar, ich muss dafür die Konsequenzen tragen, aber auch dies ist doch mein Problem. Ich sehe nicht, wieso man mir dies verbieten will.

  11. Michel Steiner

    am 2.06.2015, 20:40

    es gäbe aber noch eine andere steuerbaustelle:
    wenn zb sozialhilfe- oder ergänzungsleistungsempfängerInnen versäumen, ihre steuererklärung auszufüllen werden sie eingeschätzt und haben plötzlich tausende franken schulden.
    obwohl sie nicht steuerpflichtig wären und obwohl dies dem kanton bekannt ist

  12. Georg

    am 2.06.2015, 21:48

    Aber was spricht gegen die Freiwilligkeit, sich die Steuern vom Lohn abziehen zu lassen? So lange man die Wahl hat, ist doch nichts dagegen einzuwenden?

  13. Hansjakob Schrödinger

    am 3.06.2015, 08:52

    @Wagner: so ein Quatsch, seit wann haben sie die Freiheit die Höhe ihrer Steuern selbst zu bestimmen. Wer glaubt er verliert dadurch ein Stück Freiheit ist blind.

  14. Inaktiver Nutzer

    am 3.06.2015, 09:09

    "Der Staat nimmt mir monatlich, was ihm zusteht." toll wenn dem oder das bei allen menschen in unserer ja so sauberen schweiz so wäre. doch das ist, war und wird es so nie sein und geben.

  15. Georg

    am 3.06.2015, 14:42

    Ich weiss mein Steuererspartes lieber beim Staat als bei einer Bank, welche dann nur Blödsinn baut ;)

  1. Christoph Meury

    am 2.06.2015, 16:49

    Nicht immer ist das, was praktisch erscheint, auch sinnvoll. Man könnte Rechsteiner's Gedanken & Ansinnen natürlich konsequent weiterführen: Auch Krankenkassenprämien und Zahnarztkosten werden regelmässig nicht bezahlt und es gibt riesige Ausstände und einen volkswirtschaftlichen Schaden. Das gleiche gilt für die Wohnungsmieten, für Alimentszahlungen , für's Autoleasing, usw. Es wäre also durchaus ökonomisch und betriebswirtschaftlich korrekt, wenn der Staat meinen ganzen Lohn erhält... mehrNicht immer ist das, was praktisch erscheint, auch sinnvoll. Man könnte Rechsteiner's Gedanken & Ansinnen natürlich konsequent weiterführen: Auch Krankenkassenprämien und Zahnarztkosten werden regelmässig nicht bezahlt und es gibt riesige Ausstände und einen volkswirtschaftlichen Schaden. Das gleiche gilt für die Wohnungsmieten, für Alimentszahlungen , für's Autoleasing, usw. Es wäre also durchaus ökonomisch und betriebswirtschaftlich korrekt, wenn der Staat meinen ganzen Lohn erhält und ihn entsprechend auch umsichtig und umfassend verwaltet, um damit meine Ausstände, meine diversen finanziellen Verbindlichkeiten, inkl. Gebühren, zu begleichen. Wir wollen ja nichts anbrennen lassen. Den Rest - quasi ein staatliches Sackgeld - könnte die Verwaltung dann auf mein Restverbrauchskonto überweisen. Damit kaufe ich mir dann die persönlich notwendigen Drogen, ein wenig Zwischenverpflegung, vielleicht noch den wöchentlichen Kinobesuch, etc. Das wäre sicher sehr effizient und effektiv.

    Vermutlich käme dabei meine Arbeitsmoral zwar zu Schaden und ich käme mir etwas unfrei vor, aber was soll's: Ich bin froh, wenn sich die Verwaltung fürsorglich nicht nur um mein Wohl, sondern auch meine finanzielle Situation kümmert. Man ist ja gerne wohl-behütet und agiert gerne sorgenfrei.

    Sorry! Bei aller Sympathie zu Ruedi Rechsteiner, aber damit kann er mir den Buckel runter rutschen. Ich lasse mich nicht bevormunden. Das ist irgendwie ein falsch verstandener Sozialismus.
    Der Staat bekommt von mir, was ihm zusteht. Aber nicht mehr und nicht als Automatismus.
    Trotz wohlorgnisiertem Fürsorgestaat und Praktikabilitäten aller Art, ein Restposten FREIHEIT würde ich mit Händen & Füssen verteidigen.
    Dazu gehört, dass der Lohn meiner Arbeit mir gehört (vollständig!) und ich diese Einnahmen eigenständig und selbständig verwalte.

    Ja, lieber Ruedi Rechsteiner, da haben wir doch über's Ziel hinausgeschossen.....
    Es reicht mit Abzügen für AHV, IV, ALV, BVG, usw.

    1. Verifiziert

      Rolf Wilhelm

      am 2.06.2015, 17:06

      Der Vergleich mit den Krankenkassenprämien hinkt für mich, weil dies völlig unabhängig vom Lohn und in Abhängigkeit von der abgeschlossenen Versicherung und der Anzahl der Familienmitglieder passiert. Beim Lohn jedoch kann mit einer gewissen Genauigkeit durchaus berechnet werden, was vermutlich dem Staat zusteht.

      Und wenn man es dann noch als Pflichtmöglichkeit beim Arbeitgeber und als Option für den Arbeitnehmer deklariert, warum nicht.

      Klappt natürlich, solange da jeder Kanton sein... mehrDer Vergleich mit den Krankenkassenprämien hinkt für mich, weil dies völlig unabhängig vom Lohn und in Abhängigkeit von der abgeschlossenen Versicherung und der Anzahl der Familienmitglieder passiert. Beim Lohn jedoch kann mit einer gewissen Genauigkeit durchaus berechnet werden, was vermutlich dem Staat zusteht.

      Und wenn man es dann noch als Pflichtmöglichkeit beim Arbeitgeber und als Option für den Arbeitnehmer deklariert, warum nicht.

      Klappt natürlich, solange da jeder Kanton sein eigenes Süppchen kocht nur angeboten werden, wenn sowohl Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer im gleichen Kanton ansässig sind (mal von den sowieso quellenbesteuerten Ausländern und Grenzgängern).

  2. Kulturbetrachter Basel

    am 2.06.2015, 16:49

    Ich bin dafür... weg ist weg! Hinterher kann man immer noch Forderungen geltend machen.

  3. M Cesna

    am 2.06.2015, 17:01

    Ich halte es für eine Unanständigkeit, den Bürger als "pekuniären Rangierbahnhof" zu benutzen oder zu missbrauchen: Steuern, besonders die kantonalen und die Krankenkassenprämien sind obligatorisch. Dieses Geld geht nur nutzlos durch des Bürgers Hand, der noch zwei oder sogar noch mehr Überweisungen tätigen muss und damit auch die Bank oder Post belästigt.

    Die Idee hat so zwei Vorteile:
    - "und führe mich nicht in Versuchung"....
    - Viele Zahlbelästigungen weniger (12 mal Krankenkasse,... mehrIch halte es für eine Unanständigkeit, den Bürger als "pekuniären Rangierbahnhof" zu benutzen oder zu missbrauchen: Steuern, besonders die kantonalen und die Krankenkassenprämien sind obligatorisch. Dieses Geld geht nur nutzlos durch des Bürgers Hand, der noch zwei oder sogar noch mehr Überweisungen tätigen muss und damit auch die Bank oder Post belästigt.

    Die Idee hat so zwei Vorteile:
    - "und führe mich nicht in Versuchung"....
    - Viele Zahlbelästigungen weniger (12 mal Krankenkasse, mehrere Steuerteilbeträge).
    - Der Staat hat wieder Geld und kann so die öffentlichen Anlagen, Spitäler etc. besser unterhalten.

    "Mein Geld" ist das, was übrig bleibt.

  4. Urs Wagner

    am 2.06.2015, 18:20

    Ein kleiner Schritt weiter in Richtung Staatsdiktatur und Bevormundung

    1. Dachshaarrasierpinselbenutzer

      am 2.06.2015, 19:17

      Andere Länder haben schon längst dieses System und die Bürger begrüssen es, nur ein paar TW-Leser sehen darin wieder etwas schlimmes.

    2. Hansjakob Schrödinger

      am 3.06.2015, 08:52

      @Wagner: so ein Quatsch, seit wann haben sie die Freiheit die Höhe ihrer Steuern selbst zu bestimmen. Wer glaubt er verliert dadurch ein Stück Freiheit ist blind.

    3. Gertrud L

      am 3.06.2015, 18:04

      Übrigens. In den meisten europäischen Staaten wird das schon seit Jahren praktiziert. Und das erst noch erfolgreich.

  5. Georg

    am 2.06.2015, 18:50

    Als bekennender Liberaler sehe ich das sehr positiv, dass man wählen kann, ob man einen echten Nettolohn erhält oder nicht. Man reicht dann Anfang Jahr seine Abzüge ein, die man machen kann und erhält vielleicht dann sogar Geld zurück.

    Wer das nicht will, bleibt beim alten System.

    Ich wüsste nicht, wieso man als Liberaler (oder Bürgerlicher) dagegen sein kann, es ist freiwillig und es wird nichts vorgeschrieben.

    Aus liberaler Sicht etwas, das man unterstützen muss, da es eine neue... mehrAls bekennender Liberaler sehe ich das sehr positiv, dass man wählen kann, ob man einen echten Nettolohn erhält oder nicht. Man reicht dann Anfang Jahr seine Abzüge ein, die man machen kann und erhält vielleicht dann sogar Geld zurück.

    Wer das nicht will, bleibt beim alten System.

    Ich wüsste nicht, wieso man als Liberaler (oder Bürgerlicher) dagegen sein kann, es ist freiwillig und es wird nichts vorgeschrieben.

    Aus liberaler Sicht etwas, das man unterstützen muss, da es eine neue WahlFREIHEIT schafft.

    1. Kaspar Tanner

      am 2.06.2015, 19:54

      Der typische Jubel-Trubel-Schuldner macht Schulden, weil er keinen Bezug zu Geld und zur Zukunft hat.
      Es ist absehbar, dass genau die Leute, die nie Schulden machen, das Angebot aufgreifen werden - während die klassischen Marshmallow-Grapscher fröhlich ihren vollen Lohn beziehen und ausgeben werden als gäbe es kein "Morgen".

      Ob Leasing, Kleinkredite, Handy-Schulden oder Gesundheitsprävention: Es ist immer dieselbe Schicht, die unbeeindruckt von 9 Jahren Schule und millionenteuren Kampagnen... mehrDer typische Jubel-Trubel-Schuldner macht Schulden, weil er keinen Bezug zu Geld und zur Zukunft hat.
      Es ist absehbar, dass genau die Leute, die nie Schulden machen, das Angebot aufgreifen werden - während die klassischen Marshmallow-Grapscher fröhlich ihren vollen Lohn beziehen und ausgeben werden als gäbe es kein "Morgen".

      Ob Leasing, Kleinkredite, Handy-Schulden oder Gesundheitsprävention: Es ist immer dieselbe Schicht, die unbeeindruckt von 9 Jahren Schule und millionenteuren Kampagnen das Leben in vollen Zügen geniesst - bis die Allgemeinheit einspringen darf.

      Meine Idee: Wer über mehrere Jahre Konsumschulden (nicht für ein Unternehmen, nicht für Wohneigentum) macht oder sich wegen Konsumschulden bankrott erklärt, erhält einen Vormund und Gutscheine statt Lohn.
      Damit ist Missbrauch ausgeschlossen, die Allgemeinheit blutet nicht mehr für den Egoismus dieser Leute und der Staat greift sich nicht ohne meine Erlaubnis meinen Lohn ab.

      Das halte ich für sozial-liberal: Möglichst viel Freiheit für jene, die damit umgehen können. Möglichst viel Lenkung für jene, die nachweislich mit Freiheiten überfordert sind.

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2.6.2015, 15:29 Uhr

Steuern sollen in Basel-Stadt direkt vom Lohn abgezogen werden

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