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Scientology 

25.4.2015, 20:06 Uhr

Sektenboss Miscavige wird in Basel mit viel Lärm empfangen

25.4.2015, 20:06 Uhr

Zur Eröffnung der «Ideal Org» in Basel wurde der oberste Scientologe David Miscavige eingeflogen. Gleich nebenan machten über hundert Leute an einer bewilligten Demo kräftig Radau gegen die umstrittene Organisation. Von und

Der Platz vor dem neuen Tempel ist proppenvoll. Bis in die Oltingerstrasse hinein drängen sich Scharen von geladenen Scientology-Gästen. Feierlich wird «Z’Basel an mym Rhy» eingespielt. Dabei kommt vor dem sterilen Bau kurz Musikantenstadl-Stimmung auf: Die zum grössten Teil von auswärts angereisten Besucher klatschen lautstark zum Takt. «Wir erwarteten 1500 Leute, doch es könnten bis zu 2000 sein», sagt Jürg Stettler, Mediensprecher von Scientology Schweiz.

Laut Stettler sollen auch Scientologen aus Deutschland, Italien und Frankreich angereist sein. Der angekündigten Demo gegen die Einweihung des neuen Scientology-Zentrums sieht er gelassen entgegen: «Ich behaupte, dass nicht mehr als fünf Anwohner dabei sind.»

Während sich um 13 Uhr die ersten Demonstranten formieren, geht es auf der anderen Seite der Burgfelderstrasse erhaben zu und her: Das achtzackige Kreuz prangt mächtig über dem Rednerpult. Auf der Bühne werden die Ehrengäste angekündigt und mit wehenden Flaggen empfangen. Marco Pulver, Vertreter des Bauunternehmens Implenia, tritt auf. Das ist eine Überraschung. Der Baukonzern teilt das Gebäude mit Scientology, hat aber bislang jede Verbindung mit der Sekte abgestritten.

Pulver lobt die «Aufklärungsprogramme» von Scientology: «Die Jugend wird gegen den schleichenden Einfluss der Drogen gewappnet», sagt er. Das Programm wird von Fachleuten scharf kritisiert. Zu den Rednern gehört auch ein Mediziner. Er erklärt, wie er mit seiner Kritik an der Psychiatrie zur Organisation gefunden habe: «Scientology hat den Mut, für Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen». 

«Wir müssen das Land klären»: US-Sektenchef David Miscavige spricht an der Eröffnung.

Etwa zur gleichen Zeit kommt es an der Oltingerstrasse zu unschönen Szenen. Der Versammlungsplatz ist mit Topfpflanzen abgeschirmt. Ein Mann möchte den abgesperrten Strassenabschnitt durchqueren. Sogleich stellen sich ihm zwei Scientology-Mitglieder in den Weg. Schroff wird er in englischer Sprache gefragt, ob er denn einen Sticker habe. «Lassen Sie mich bitte durch, ich wohne hier», meint der Passant. Schliesslich schalten sich zwei Polizisten ein und machen den selbsternannten Strassenwächtern klar, dass sie den Leuten den Durchgang auf öffentlichem Gebiet gewähren müssen. Allerdings hat jeder, der sich durch die Menge bahnt, eine Art unfreiwilligen Escort-Service am Hals – wer passiert, wird auf Schritt und Tritt verfolgt.

Schliesslich kommt es auf der Bühne zu einem Überraschungscoup: Unter tosendem Applaus betritt der Star des Events, Scientology-Chef David Miscavige die Bühne. Sein Besuch war im Vorfeld Inhalt von Spekulationen, wurde jedoch von den Mediensprechern geheim gehalten. Strahlend prophezeit Miscavige den Anwesenden die Expansion seiner Organisation: «Heute Basel, morgen Bern, Zürich und Lausanne», sagt er salbungsvoll.

Passanten zurückgedrängt: Der private Sicherheitsdienst von Scientology überschritt seine Kompetenzen.

Dabei spricht er vom goldenen Zeitalter der Dianetik, welches diese Technologie Millionen von Menschen näher gebracht habe. Nebenbei zeichnet er mehrere führende Scientologen aus, die sich als «Freiheitskämpfer» hervorgetan hätten. «Das Ziel ist, dieses Land zu klären und es gibt kein anderes Ziel», verkündet Miscavige. Deshalb seien sie «New Civilization Builders», so etwa Patrick Schnidrig, Präsident von Scientology Basel.

Auch dem leitenden Direktor Rudolf Flösser, welcher eine Treuhand-Firma betreibt, kommt diese Ehre zuteil: «Jetzt arbeitet er als eine Reinkarnation von Alexander dem Grossen für ein neues Schweizer Imperium», rühmt Miscavige die jahrelange Arbeit für die Organisation in Basel. Zum Schluss erscheint das Konterfei von L. Ron Hubbard. Eine gigantischen Tischbombe explodiert, rote Schnipsel wirbeln durch die Luft und Ballone steigen in die Höhe: Das Band zur Einweihung der «Ideal Org» wird durchschnitten.

Während die Menge jubelt, klingt es mittlerweile auf der anderen Seite ganz anders: Es kesselt, trillert, pfeift und trötet. Nach und nach verlassen die Scientologen das Festgelände. Ihr Weg führt zwangsläufig an den Demonstranten vorbei. Die Besucherkolonne wird vom anderen Trottoir aus mit Vuvuzelas, Pfannendeckeln, Kuhglocken und Buhrufen empfangen. Über hundert Leute beteiligen sich am Radau. Manche Demonstranten tragen Aluhüte und schrille Verkleidungen, zwei Saxofonisten geben Free Jazz zum Besten.

Die Demonstranten haben unterschiedliche Hintergründe: Eine ältere Anwohnerin, die schon seit fast dreissig Jahren im Iselin lebt, unterstützt die meist jungen Demonstranten: «Scientology verhält sich uns gegenüber sehr aggressiv». Man hätte ihr ebenfalls während den Aufbauarbeiten den Weg versperrt. Zudem empfinde sie die Missionierungsversuche als Ärgernis.

Ebenfalls reichlich Erfahrung mit Scientology hat ein Anonymous-Aktivist, der mit einer Guy-Fawkes-Maske mit von der Partie ist. Nach früheren Protestaktionen seien er und seine Kollegen schon von Sektenmitgliedern verfolgt worden: «Sie haben uns nachgestellt, wollten uns die Maske vom Gesicht reissen und unsere Identität aufdecken», erzählt er.

Proteste: Rund hundert Demonstranten stellten sich den Scientologen entgegen.

Andere Leute sind via Facebook auf die Demo aufmerksam geworden – so etwa ein Schüler, welcher gleich neben dem heutigen Tempel aufgewachsen ist. Auch eine Gruppe von Lehrlingen protestiert mit: «Wir finden, dass Scientology Abzocker sind und Leute ausnutzen», meint einer von ihnen. Von der Organisation hätten sie erstmals im Schulunterricht und durch die grossen Standaktionen am Barfüsserplatz erfahren.

Der Anwohner Thomas Erlemann, welcher die «Gewaltfreie Aktion gegen eine Scientology-Zentrale» ins Leben gerufen hat, blickt zufrieden auf die Demo. «Es geht darum, Präsenz zu zeigen». Dabei möchte er weiterhin am Ball bleiben: Ein nächster Schritt sei, das Kreuz, welches gross an der Fassade prangt, anzufechten. Zudem soll eventuell aus der Protestaktion ein Verein hervorgehen.

Scientology hatte zur Eröffnung des Basler Tempels gross mobilisiert.

Zwischen den Scientologen auf der einen Strassenseite und ihren Gegnern auf der anderen, ist Thomas Kessler unterwegs. Der Leiter der Kantons- und Stadtentwicklung möchte den Dialog zwischen Scientology und ihren Kritikern fördern. Dabei zieht er aber Jürg Stettlers Aussage, wonach sich kaum Nachbarn unter den Protestierenden befänden, in Zweifel. «Unmut ist sicherlich bei mehr als fünf Anwohnern vorhanden». Er sieht in der Eröffnung weitreichende Konsequenzen für das Iselin-Quartier. Insbesondere die Ausdehnung bereite ihm Sorgen: Gleich neben dem Tempel möchten die Scientologen Eigentumswohnungen bauen. «Auf der einen Seite gilt in Basel Toleranz, auf der anderen Seite müssen die Ängste der Anwohner ernst genommen werden», meint Kessler.

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Reaktionen

  1. Kulturbetrachter Basel

    am 26.04.2015, 11:09

    Herr Kessler möchte einen Dialog zwischen Scientologen und Quartierbürgern?
    Wenn bei der Einweihung derart viele Anhänger sind, möchte ich gerne einmal wissen, wieviele Führungspersönlichkeiten und Geschäftsinhaber, welche auch Untergebene haben, dort anwesend waren.
    Ich frage mich, wie weit schon Firmen infiltriert sind und dort auch abhängig Beschäftigte beeinflussen. Jeder Chef weiss, was sein Angestellter verdient und was er für "Erleuchtungskurse" noch zur Verfügung hat.
    „Jeder soll... ... mehrHerr Kessler möchte einen Dialog zwischen Scientologen und Quartierbürgern?
    Wenn bei der Einweihung derart viele Anhänger sind, möchte ich gerne einmal wissen, wieviele Führungspersönlichkeiten und Geschäftsinhaber, welche auch Untergebene haben, dort anwesend waren.
    Ich frage mich, wie weit schon Firmen infiltriert sind und dort auch abhängig Beschäftigte beeinflussen. Jeder Chef weiss, was sein Angestellter verdient und was er für "Erleuchtungskurse" noch zur Verfügung hat.
    „Jeder soll nach seiner Façon selig werden“ sagte Friedrich Wilhelm und nach diesem Grundsatz lebe ich auch. Aber damit können nicht Vereine von Geldabzocke gemeint sein, die sich als Kirche tarnen.
    Mich würde die Liste der "Kirchenmitglieder" ab dem mittleren Management interessieren. Das noch kein Hacker solch eine Liste gefunden hat, wundert mich.
    Über Implenia kann man nur den Kopf schütteln (und diese Firma meiden)
    Hut ab vor Herrn Erlemann, der traut sich was!

  2. AutorIn des Artikels

    Michel Schultheiss

    am 26.04.2015, 23:39

    Lieber Roland Bauer, lieber Pablo, lieber Josef Meyer

    Ich kann Sie beruhigen: Ich war vor Ort und habe dort auch mit Thomas Kessler gesprochen. Somit stammen die Infos im Artikel aus erster Hand und nicht etwa von Onlinereports.

    Trotzdem bin ich Ihnen dankbar für Ihr Feedback: Der Satz mit dem «Dialog» hat anscheinend zu Missverständnissen geführt. Thomas Kessler hat diesen Begriff zwar verwendet, doch damit keineswegs gemeint, dass ein Dialog zwischen Anwohnerschaft und Scientology... ... mehrLieber Roland Bauer, lieber Pablo, lieber Josef Meyer

    Ich kann Sie beruhigen: Ich war vor Ort und habe dort auch mit Thomas Kessler gesprochen. Somit stammen die Infos im Artikel aus erster Hand und nicht etwa von Onlinereports.

    Trotzdem bin ich Ihnen dankbar für Ihr Feedback: Der Satz mit dem «Dialog» hat anscheinend zu Missverständnissen geführt. Thomas Kessler hat diesen Begriff zwar verwendet, doch damit keineswegs gemeint, dass ein Dialog zwischen Anwohnerschaft und Scientology etabliert worden sei. Gerne nehme ich Ihre berechtigten Fragen dazu auf, um sie vielleicht in einem weiteren Artikel klären zu können.

    Freundliche Grüsse
    Michel Schultheiss

  3. Thomas Erlemann

    am 27.04.2015, 15:05

    Betrifft Herrn Kessler:

    Ich glaube, es handelt sich hier wohl um ein kleines Missverständnis. Herr Kessler hat mit uns QuartierbewohnerInnen den Dialog gepflegt und sich unsere Sorgen und Forderungen angehört z.B. WEG MIT DEM FALSCHEN KREUZ an der Oltingerstrasse. Dann hat Herr Kessler auch einen kurzen Augenschein von der Veranstaltung der $cientologen genommen. Schliesslich hatte er einen Einladung und konnte rein. Es ging nie darum, einen Dialog zwischen dem Widerstand und $cientology... ... mehrBetrifft Herrn Kessler:

    Ich glaube, es handelt sich hier wohl um ein kleines Missverständnis. Herr Kessler hat mit uns QuartierbewohnerInnen den Dialog gepflegt und sich unsere Sorgen und Forderungen angehört z.B. WEG MIT DEM FALSCHEN KREUZ an der Oltingerstrasse. Dann hat Herr Kessler auch einen kurzen Augenschein von der Veranstaltung der $cientologen genommen. Schliesslich hatte er einen Einladung und konnte rein. Es ging nie darum, einen Dialog zwischen dem Widerstand und $cientology herzustellen, denn das einzige, was wir $cientology zu sagen haben ist: Ami In-Sekte GO HOME!

    Ganz viele lustige Filme, Radio- und Zeitungsberichte finden Sie auf:
    www.facebook.com/iqbasel

  1. Inaktiver Nutzer

    am 25.04.2015, 20:27

    «Wir ermöglichen (fast) alles» [Implenia].

    Jetzt noch ein wenig Recherche und herausfinden, ob der Goger auch zu diesem Haufen gehört, und das Bild rundet sich.

    Kesselflicken reicht da nicht mehr.

  2. Inaktiver Nutzer

    am 25.04.2015, 20:54

    was sagt der grosse TAWO pschiater dazu?
    - David Miscavige sieht smart aus- gefährlich smart-
    vor wenigen jahren waren die fernsehprediger auf
    gewissen kanälen zu sehen, weisshaarig und beglückend
    agressiv..
    der Sicherheitsmann sieht aus als würde er zu wenig
    für seinen lebensunterhalt verdienen und in einer
    suppenküche verkehren.
    zudem ist die staatsanwaltchaft aufzufordern, dass die
    freihiet der anwohner garantiert ist, ohne dass man verfolgt wird.
    kameras und sicherheitsleute von... mehrwas sagt der grosse TAWO pschiater dazu?
    - David Miscavige sieht smart aus- gefährlich smart-
    vor wenigen jahren waren die fernsehprediger auf
    gewissen kanälen zu sehen, weisshaarig und beglückend
    agressiv..
    der Sicherheitsmann sieht aus als würde er zu wenig
    für seinen lebensunterhalt verdienen und in einer
    suppenküche verkehren.
    zudem ist die staatsanwaltchaft aufzufordern, dass die
    freihiet der anwohner garantiert ist, ohne dass man verfolgt wird.
    kameras und sicherheitsleute von solchen gruppierungen sind
    umgehend zu verbieten und zwar nachhaltig.
    dank unserer freiheit können unsere magistraten noch frei
    herumlaufen, warum wir bürger nicht?

    1. Inaktiver Nutzer

      am 25.04.2015, 21:38

      @PdP:
      - Du sollst religöhse Gefülle immer achten und respektieren.
      - Du sollst smart aussehenden Menschen keine Gefährlichkeit unterstellen
      - Du sollst keine Insekten nach deren äusseren Verkleidung beurteilen
      - Du sollst das erhöhte Sicherheitsbedürfnis von Sekten, Insekten und anderem Naturphänomenen anerkennen
      - Du sollst die sehr guhtmeinenden cis- und transtkultuhrellen Bemühungen lieben lernen: Wir sind doch eine, grosse Glaubalfamilie.
      - Der nächste ökonomische Gottesdienst kommt... mehr@PdP:
      - Du sollst religöhse Gefülle immer achten und respektieren.
      - Du sollst smart aussehenden Menschen keine Gefährlichkeit unterstellen
      - Du sollst keine Insekten nach deren äusseren Verkleidung beurteilen
      - Du sollst das erhöhte Sicherheitsbedürfnis von Sekten, Insekten und anderem Naturphänomenen anerkennen
      - Du sollst die sehr guhtmeinenden cis- und transtkultuhrellen Bemühungen lieben lernen: Wir sind doch eine, grosse Glaubalfamilie.
      - Der nächste ökonomische Gottesdienst kommt bestimmt.

      Todo claro, Palblito?

    2. Inaktiver Nutzer

      am 25.04.2015, 22:13

      @H J Martens Gottesdienste für wenn und was?
      bin ateist, und frage mich wo der sürmmel
      sitzt der soviel leid auf der erde verbreitet
      und zulässt- das köpfe abgehauen werden oder sich
      solch smarte boys, welche die haare bei ihrem
      coiffeur färben und legen lassen,
      durch die welt jeten und wahrscheinlich
      leben wie roy und siegfried sich unter Ideal Org
      als gott himself ausgeben können.

    3. Inaktiver Nutzer

      am 25.04.2015, 22:32

      Ich wollte immer schon mal der Tiger sein (eher Roy's als der Siegfried's). Aber bei dem hier möchte ich nicht einmal Haarspange spielen.

      Dieser Frisör schafft es wirklich, noch schmieriger als Liberace zu grinsen. Ein echter Thetan (fart).

    4. s chröttli

      am 26.04.2015, 09:49

      @martens

      sehr nett, dass sie’s soziolektisch grad überarbeitet haben – alles cliir ;-)

      direkt zum gottesdienst:
      ausser kessler waren implenium glaub au doris day, flipper und spok –
      zämme haben sie dann andächtig «clockwork orange» geschaut und einer sogar etwas helium inhaliert (jerry lewis?).

      simple passanten extra mit bodygards?
      schoschön, alle eine grosse gemeinde – so integriert, inspiriert, infiltriert oder wie das heisst.
      ein dreifach hoch aufs ewige leben&lassen.

    5. s chröttli

      am 26.04.2015, 10:16

      @martens

      «glaubal family»
      der macht echt spass!

      (frz «famille glaub-au!»)

    6. Inaktiver Nutzer

      am 26.04.2015, 11:30

      @PdP: Gotcha! Da habe ich Sie, den so geschätzten Spötter, glaub' mit meinen blöden Sprüchen erwischt...

      Oft muss ich mir die Finger an der Tastatur oft zusammenkleben, damit ich ja nicht aus dem Gefängnis der debilisierenden politischen Korrektheit ausbreche.
      Glauben tu' ich nicht gerade viel, sicher aber an das Leben und alles was es lebenswert macht. Und versuche es gelegentlich mit Ironie.

      Zu jenem Gott, dem man die Erschaffung der Welt nachsagt, pflege ich keine Beziehungen... mehr@PdP: Gotcha! Da habe ich Sie, den so geschätzten Spötter, glaub' mit meinen blöden Sprüchen erwischt...

      Oft muss ich mir die Finger an der Tastatur oft zusammenkleben, damit ich ja nicht aus dem Gefängnis der debilisierenden politischen Korrektheit ausbreche.
      Glauben tu' ich nicht gerade viel, sicher aber an das Leben und alles was es lebenswert macht. Und versuche es gelegentlich mit Ironie.

      Zu jenem Gott, dem man die Erschaffung der Welt nachsagt, pflege ich keine Beziehungen (Umgekehrt erst recht nicht), wimmelt unsere Welt von ad hoc definierten Göttern, also auch von allerlei Diensten um IHN zu Ehren. Wir wollen sie doch nicht erzürnen, die Götter, denn wir brauchen wir sie, nicht zuletzt um uns eine Identität zusammen zuschustern.

      Mit echt gefühltem, tiefem Ernst erfüllte Gottesdienste finden v.a. statt am Autosalon in Genf, an Aktionärsversammlungen, für's Spaghetti-Monster, auf jener Zürcher Filiale der Rütliwiese am Albisgüetli, und sogar, dass muss man zugeben, auch in einigen Kirchen.

      Die Heuchel-, Betroffenheits- und Gedenkdienste will ich lieber nicht benennen, in unserer Zeit der galoppierenden Gedenkfeiern und Schweigeminuten. Diese finden immer wieder statt, um die Armen, Unterdrückten, Verfolgten und Opfer aller Art zu retten oder zu befreien. Dabei werden allerhand für Götter angerufen, obgleich sich diese notorisch der Verantwortung entziehen, was Sie richtigerweise beklagen. Schöner Trost. Gut haben wir darüber gesprochen.

      Beim Zeus und seinen Nachfahren, von Methan über Oktan bis zu seiner ultimativen Erhabenheit Thetan: Die Götter verändern sich schneller als es selbst der zappelige Grippevirus kann und verlassen uns doch nicht!

      Drum, so meine ich, greift der orthodoxe Atheismus nicht voll durch. Die ökonomisch- oekumenischen Gottesdienste bleiben uns erhalten.

  3. Josef Meyer

    am 25.04.2015, 21:13

    Bisher war mir das ja alles ziemlich egal, lasst diese Irren ihre armen Opfer ausnehmen hab ich gedacht. Doch zwei Dinge in diesem Artikel sind doch bedenkenswert. Erstens der offizielle Auftritt von Implenia an diesem Anlass, notabene ein riesiges Bauunternehmen, das nicht wenige Grossaufträge der öffentlichen Hand ausführt, andererseits die Präsenz des obersten Stadtentwicklers als Vermittler. Was zum Teufel hat die Stadtentwicklung dort zu suchen? Wieso muss mit einer Sekte vermittelt... mehrBisher war mir das ja alles ziemlich egal, lasst diese Irren ihre armen Opfer ausnehmen hab ich gedacht. Doch zwei Dinge in diesem Artikel sind doch bedenkenswert. Erstens der offizielle Auftritt von Implenia an diesem Anlass, notabene ein riesiges Bauunternehmen, das nicht wenige Grossaufträge der öffentlichen Hand ausführt, andererseits die Präsenz des obersten Stadtentwicklers als Vermittler. Was zum Teufel hat die Stadtentwicklung dort zu suchen? Wieso muss mit einer Sekte vermittelt werden? Es reicht doch, wenn die Polizei die bewilligte Veranstaltung schützt.

  4. Der Schwob

    am 25.04.2015, 21:19

    Dann doch lieber ein grosses Puff als Nachbar. Da wird man wenigstens freundlich empfangen.
    Hat Scientology denn eine amtliche Bewilligung gehabt, einen ganzen Strassenzug lahm zu legen?

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25.4.2015, 20:06 Uhr

Sektenboss Miscavige wird in Basel mit viel Lärm empfangen

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