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Basler Sparpaket 

11.2.2015, 05:01 Uhr

Basel-Stadt streicht Fachstelle und legt sich mit Behinderten an

11.2.2015, 05:01 Uhr

Der Kanton will die Fachstelle für Behinderte aufheben und stösst damit die Betroffenen vor den Kopf. Alles halb so wild, beschwichtigt Regierungspräsident Guy Morin. Von

Hans-Jörg Walter: Viele Basler mit einer Behinderung fühlen sich vom Kanton nicht mehr ernst genommen. Mit einer Petition wehren sie sich jetzt gegen die Sparmassnahme.

Viele Basler mit einer Behinderung fühlen sich vom Kanton nicht mehr ernst genommen. Mit einer Petition wehren sie sich jetzt gegen die Sparmassnahme. (Bild: Hans-Jörg Walter)

Während der vergangenen zwölf Jahre leitete Martin Haug die Fachstelle «Gleichstellung von Menschen mit Behinderung». Wenn es nach dem Willen der Regierung geht, wird dieses Jahr sein letztes sein.

Aufgrund von Steuerausfällen muss der Regierungsrat 69,5 Millionen Franken einsparen und hat auch bei der Fachstelle von Haug den Rotstift angesetzt. Darüber sprechen darf Haug nicht, Anweisung der Departementsleitung.

So bleibt die Frage unbeantwortet, ob er die Ansicht der Regierung teilt. Diese schreibt in ihrem Bericht, die Notwendigkeit eines Beauftragten für Menschen mit einer Behinderung sei «nicht mehr gegeben».

Die Massnahmen und Ansätze für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen würden in den verschiedenen Departementen bereits erfolgreich umgesetzt. Regierungspräsident Guy Morin formuliert es so: «Martin Haug ist gewissermassen Opfer seines eigenen Erfolgs. Die Stelle hat so gute Arbeit geleistet, dass sie überflüssig geworden ist.»

Entschieden anderer Ansicht sind Behindertenorganisationen und Betroffene selbst. Sonja Häsler ist Rollstuhlfahrerin und schätzte die Fachstelle in den vergangenen Jahren als Anlaufstelle für ihre Anliegen. Die Begründung der Regierung bezeichnet sie als schlechten Witz.

«Mit der Streichung nimmt man den Schwächsten ihre stärkste Stimme innerhalb der Verwaltung.»
Sonja Häsler, Rollstuhlfahrerin

«Mit der Streichung nimmt man den Schwächsten ihre stärkste Stimme innerhalb der Verwaltung.» Der Kanton sei noch lange nicht so weit, dass die Anliegen der Behinderten überall in der Verwaltung verankert seien, sagt Häsler.

Mit dieser Ansicht ist sie offenbar nicht alleine. Im Internet zirkuliert eine Petition zum Erhalt der Fachstelle, die bisher 1700 Personen unterzeichnet haben. Zu den Initianten gehört auch Georg Mattmüller, SP-Grossrat und Geschäftsleiter des Behindertenforums Basel.

In einem Punkt ist er mit der Regierung einig: Die Anliegen der Behinderten sind in den Departementen angekommen und werden dort auch gehört. «Sie gehen aber noch immer häufig vergessen, und nicht überall ist das Bewusstsein gleich ausgeprägt vorhanden. Die Aussage, es brauche keine Fachstelle mehr, ist eine haltlose Behauptung.»

Morin sieht es anders

So gross die Aufregung auf der einen, so klein ist sie auf der anderen Seite. Guy Morin, Vorsteher des Präsidialdepartements, kann die Bedenken von Mattmüller und Häsler nicht teilen. Die Themen und Anliegen von Menschen mit einer Behinderung, sagt Morin, seien voll und ganz in den Fachdepartementen angekommen.

«Den Anwalt für Behinderte braucht es in der Verwaltung nicht mehr. Die für die Planung und Umsetzung der Massnahmen verantwortlichen Mitarbeiter wissen, was sie zu tun haben.» Er sei überzeugt, den betroffenen Menschen werde durch die Aufhebung der Fachstelle kein Nachteil entstehen.

«Den Anwalt für Behinderte braucht es in der Verwaltung nicht mehr.»
Guy Morin, Regierungsratspräsident

Ganz ersatzlos wolle er die Fachstelle dennoch nicht aufheben. Morin plane eine Meldestelle für Menschen mit einer Behinderung, «eine Art Briefkasten in der Verwaltung».

Damit wollen sich die Behindertenorganisationen und Georg Mattmüller aber nicht zufriedengeben. Der Grossrat hat die Hoffnung nicht aufgegeben und will das Thema noch einmal in den Grossen Rat bringen. «An einer Diskussion im Parlament kommen wir nicht vorbei.»

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Reaktionen

  1. s chröttli

    am 11.02.2015, 09:29

    cabaret rotstift:

    basel zeigt weniger haltung –
    irgendwer tickt da anders.

  2. Christoph Meury

    am 11.02.2015, 10:08

    Guy Morin: «Martin Haug ist gewissermassen Opfer seines eigenen Erfolgs. Die Stelle hat so gute Arbeit geleistet, dass sie überflüssig geworden ist.» Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen...

    Wir warten auf den Moment, wo wir als Citoyens sagen können, Regierungsrat X, oder Stadtpräsident Y, hat seinen Job so gut gemacht, dass er jetzt gehen kann. Und zwar ersatzlos! Einsparungspotential jährlich mindestens 300'000.-. Das wäre der Moment kurz vor dem kollektiven Eintritt... ... mehrGuy Morin: «Martin Haug ist gewissermassen Opfer seines eigenen Erfolgs. Die Stelle hat so gute Arbeit geleistet, dass sie überflüssig geworden ist.» Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen...

    Wir warten auf den Moment, wo wir als Citoyens sagen können, Regierungsrat X, oder Stadtpräsident Y, hat seinen Job so gut gemacht, dass er jetzt gehen kann. Und zwar ersatzlos! Einsparungspotential jährlich mindestens 300'000.-. Das wäre der Moment kurz vor dem kollektiven Eintritt ins Paradies. Halleluja! Ein entlarvender und äusserst zynischer Satz, Herr Morin.

  3. Guschti Goldkopf

    am 11.02.2015, 11:09

    Ist es nicht etwas merk- und denkwürdig, dass der Fachmann zur Auflösung seiner Fachstelle auf "Anweisung der Departementsleitung" selbst nichts sagen darf? Warum der Maulkorb? Und: wovor fürchtet sich Guy Morin? Man kann davon ausgehen, dass der Fachmann mit dem Entscheid seiner Vorgesetzten nicht einverstanden ist. Wie kann dann Morins Antwort auch nur im Ansatz der Wahrheit entsprechen? Wenn sie es nämlich täte, dann würde der Leiter der Fachstelle sie teilen und dürfte auch damit an die... ... mehrIst es nicht etwas merk- und denkwürdig, dass der Fachmann zur Auflösung seiner Fachstelle auf "Anweisung der Departementsleitung" selbst nichts sagen darf? Warum der Maulkorb? Und: wovor fürchtet sich Guy Morin? Man kann davon ausgehen, dass der Fachmann mit dem Entscheid seiner Vorgesetzten nicht einverstanden ist. Wie kann dann Morins Antwort auch nur im Ansatz der Wahrheit entsprechen? Wenn sie es nämlich täte, dann würde der Leiter der Fachstelle sie teilen und dürfte auch damit an die Öffentlichkeit treten. Morins Aussagen entbehren fachlich jeglicher Grundlage. Weshalb wohl sonst gibt es keine Exponenten der Behindertenverbände, die die Streichung der Fachstelle unterstützen?

    Das Ganze entwickelt sich immer mehr zu einem PR-Desaster für den Stadtpräsidenten und seine Abteilung. Denn eigentlich warten alle darauf, dass Morin und sein Chefbeamter eine historische Pressekonferenz einberufen und ihren Rücktritt bekannt geben, Begründung: zu gute Arbeit geleistet.

  4. M Cesna

    am 11.02.2015, 11:28

    Jetzt haben wir es knapp geschafft, das böse Wort "Invalidenversicherung" durch "Sozialversicherungsanstalt" abzulösen, um damit endlich zu kapieren, dass "invalid" eigentlich "nix wert" (in = in, un, valid = wert) bedeutet und ein äusserst unanständiges, wenn nicht sogar inhumanes Wort ist,
    schon klemmt man die Stelle ab, die die Teilhabe der Behinderten und damit deren Gleichwertigkeit auch gegenüber den Nichtbehinderten fördern soll und fällt damit wieder in die alte Geisteshaltung... ... mehrJetzt haben wir es knapp geschafft, das böse Wort "Invalidenversicherung" durch "Sozialversicherungsanstalt" abzulösen, um damit endlich zu kapieren, dass "invalid" eigentlich "nix wert" (in = in, un, valid = wert) bedeutet und ein äusserst unanständiges, wenn nicht sogar inhumanes Wort ist,
    schon klemmt man die Stelle ab, die die Teilhabe der Behinderten und damit deren Gleichwertigkeit auch gegenüber den Nichtbehinderten fördern soll und fällt damit wieder in die alte Geisteshaltung zuück.
    Die Ausrede, dass "er Opfer des eigenen Erfolgs" geworden sei, ist hier schlicht unakzeptabel. Die Stelle braucht es und wenn der Staat kein Geld hat, wäre es eigentlich eine ehrenvolle Tat, diese Stelle ehrenhalber zu sponsern.
    Die Stelle ist vom Preis nicht mal so teuer, wie die Glasabdeckung eines Gripen-Flugzeugs. Letzteres ist weniger wichtig.

  5. Christoph Meury

    am 11.02.2015, 12:55

    Die Ansage von Guy Morin: «Martin Haug ist gewissermassen Opfer seines eigenen Erfolgs. Die Stelle hat so gute Arbeit geleistet, dass sie überflüssig geworden ist.», heisst auch, dass die Stadt Basel alle Probleme im Bereich der Diskriminierung von Behinderten gelöst hat. Das gilt absolut: sowohl innerhalb der Verwaltung, wie ausserhalb sind alle Probleme gelöst. Es gibt keine Diskriminierung von Behinderten und alle Behinderten sind ab sofort vollständig und zur Zufriedenheit aller in das... ... mehrDie Ansage von Guy Morin: «Martin Haug ist gewissermassen Opfer seines eigenen Erfolgs. Die Stelle hat so gute Arbeit geleistet, dass sie überflüssig geworden ist.», heisst auch, dass die Stadt Basel alle Probleme im Bereich der Diskriminierung von Behinderten gelöst hat. Das gilt absolut: sowohl innerhalb der Verwaltung, wie ausserhalb sind alle Probleme gelöst. Es gibt keine Diskriminierung von Behinderten und alle Behinderten sind ab sofort vollständig und zur Zufriedenheit aller in das gesellschaftliche Leben dieser Stadt integriert. Die gemeinsame Teilhabe ist garantiert!

    Gemäss der Einschätzung von Morin und seiner Crew nähern wir uns damit paradiesischer Zustände.
    Es ist vollbracht!

  6. Raphael Zehnder

    am 16.02.2015, 09:46

    Diese Fachstelle hat mit Martin Haug als Einzelkämpfer immer eine hervorragende Arbeit geleistet. Kaum ein Politiker oder direkter Vorgesetzter hat sich vermutlich je persönlich interessiert, unter welchen Bedingungen diese Fachstelle arbeitet. Es geht hier nur um eine 80% Stelle! Kann sich denn dieser Kanton nicht mal mehr dieses Mikropensum leisten? Ich vermute eher, dass den Herren die konsequente Lobbyarbeit zugunsten der schwächsten unserer Gesellschaft nicht passt und sie den günstigen... ... mehrDiese Fachstelle hat mit Martin Haug als Einzelkämpfer immer eine hervorragende Arbeit geleistet. Kaum ein Politiker oder direkter Vorgesetzter hat sich vermutlich je persönlich interessiert, unter welchen Bedingungen diese Fachstelle arbeitet. Es geht hier nur um eine 80% Stelle! Kann sich denn dieser Kanton nicht mal mehr dieses Mikropensum leisten? Ich vermute eher, dass den Herren die konsequente Lobbyarbeit zugunsten der schwächsten unserer Gesellschaft nicht passt und sie den günstigen Zeitpunkt ausnützen wollen, um die unbequeme Fachstelle loszuwerden.

  1. s chröttli

    am 11.02.2015, 09:29

    cabaret rotstift:

    basel zeigt weniger haltung –
    irgendwer tickt da anders.

  2. Christoph Meury

    am 11.02.2015, 10:08

    Guy Morin: «Martin Haug ist gewissermassen Opfer seines eigenen Erfolgs. Die Stelle hat so gute Arbeit geleistet, dass sie überflüssig geworden ist.» Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen...

    Wir warten auf den Moment, wo wir als Citoyens sagen können, Regierungsrat X, oder Stadtpräsident Y, hat seinen Job so gut gemacht, dass er jetzt gehen kann. Und zwar ersatzlos! Einsparungspotential jährlich mindestens 300'000.-. Das wäre der Moment kurz vor dem kollektiven Eintritt... mehrGuy Morin: «Martin Haug ist gewissermassen Opfer seines eigenen Erfolgs. Die Stelle hat so gute Arbeit geleistet, dass sie überflüssig geworden ist.» Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen...

    Wir warten auf den Moment, wo wir als Citoyens sagen können, Regierungsrat X, oder Stadtpräsident Y, hat seinen Job so gut gemacht, dass er jetzt gehen kann. Und zwar ersatzlos! Einsparungspotential jährlich mindestens 300'000.-. Das wäre der Moment kurz vor dem kollektiven Eintritt ins Paradies. Halleluja! Ein entlarvender und äusserst zynischer Satz, Herr Morin.

    1. s chröttli

      am 11.02.2015, 10:19
  3. Guschti Goldkopf

    am 11.02.2015, 11:09

    Ist es nicht etwas merk- und denkwürdig, dass der Fachmann zur Auflösung seiner Fachstelle auf "Anweisung der Departementsleitung" selbst nichts sagen darf? Warum der Maulkorb? Und: wovor fürchtet sich Guy Morin? Man kann davon ausgehen, dass der Fachmann mit dem Entscheid seiner Vorgesetzten nicht einverstanden ist. Wie kann dann Morins Antwort auch nur im Ansatz der Wahrheit entsprechen? Wenn sie es nämlich täte, dann würde der Leiter der Fachstelle sie teilen und dürfte auch damit an die... mehrIst es nicht etwas merk- und denkwürdig, dass der Fachmann zur Auflösung seiner Fachstelle auf "Anweisung der Departementsleitung" selbst nichts sagen darf? Warum der Maulkorb? Und: wovor fürchtet sich Guy Morin? Man kann davon ausgehen, dass der Fachmann mit dem Entscheid seiner Vorgesetzten nicht einverstanden ist. Wie kann dann Morins Antwort auch nur im Ansatz der Wahrheit entsprechen? Wenn sie es nämlich täte, dann würde der Leiter der Fachstelle sie teilen und dürfte auch damit an die Öffentlichkeit treten. Morins Aussagen entbehren fachlich jeglicher Grundlage. Weshalb wohl sonst gibt es keine Exponenten der Behindertenverbände, die die Streichung der Fachstelle unterstützen?

    Das Ganze entwickelt sich immer mehr zu einem PR-Desaster für den Stadtpräsidenten und seine Abteilung. Denn eigentlich warten alle darauf, dass Morin und sein Chefbeamter eine historische Pressekonferenz einberufen und ihren Rücktritt bekannt geben, Begründung: zu gute Arbeit geleistet.

    1. Fabienne Moerik

      am 11.02.2015, 15:31

      Seit wann hat Basel einen Stadtpräsidenten?

  4. M Cesna

    am 11.02.2015, 11:28

    Jetzt haben wir es knapp geschafft, das böse Wort "Invalidenversicherung" durch "Sozialversicherungsanstalt" abzulösen, um damit endlich zu kapieren, dass "invalid" eigentlich "nix wert" (in = in, un, valid = wert) bedeutet und ein äusserst unanständiges, wenn nicht sogar inhumanes Wort ist,
    schon klemmt man die Stelle ab, die die Teilhabe der Behinderten und damit deren Gleichwertigkeit auch gegenüber den Nichtbehinderten fördern soll und fällt damit wieder in die alte Geisteshaltung... mehrJetzt haben wir es knapp geschafft, das böse Wort "Invalidenversicherung" durch "Sozialversicherungsanstalt" abzulösen, um damit endlich zu kapieren, dass "invalid" eigentlich "nix wert" (in = in, un, valid = wert) bedeutet und ein äusserst unanständiges, wenn nicht sogar inhumanes Wort ist,
    schon klemmt man die Stelle ab, die die Teilhabe der Behinderten und damit deren Gleichwertigkeit auch gegenüber den Nichtbehinderten fördern soll und fällt damit wieder in die alte Geisteshaltung zuück.
    Die Ausrede, dass "er Opfer des eigenen Erfolgs" geworden sei, ist hier schlicht unakzeptabel. Die Stelle braucht es und wenn der Staat kein Geld hat, wäre es eigentlich eine ehrenvolle Tat, diese Stelle ehrenhalber zu sponsern.
    Die Stelle ist vom Preis nicht mal so teuer, wie die Glasabdeckung eines Gripen-Flugzeugs. Letzteres ist weniger wichtig.

    1. Maya Eldorado

      am 11.02.2015, 12:19

      Fragt sich jetzt nur, ob mit dem Wechsel des Begriffes auch die Haltung gegenüber den Behinderten verändert wird.
      Also, insofern wurde sie verändert, dass es jetzt viel schwieriger ist in die IV aufgenommen zu werden.
      Wie heisst jetzt die Abkürzung? IV geht ja jetzt nicht mehr.

    2. s chröttli

      am 11.02.2015, 12:34

      präsidiale gesamtleistung: invalid.

    3. M Cesna

      am 11.02.2015, 13:27

      @ Maya Eldorado:
      Das Ding heisst jetzt SVA (Sozialversicherungsanstalt),
      ....macht auch entsprechende Anstalten.

  5. Christoph Meury

    am 11.02.2015, 12:55

    Die Ansage von Guy Morin: «Martin Haug ist gewissermassen Opfer seines eigenen Erfolgs. Die Stelle hat so gute Arbeit geleistet, dass sie überflüssig geworden ist.», heisst auch, dass die Stadt Basel alle Probleme im Bereich der Diskriminierung von Behinderten gelöst hat. Das gilt absolut: sowohl innerhalb der Verwaltung, wie ausserhalb sind alle Probleme gelöst. Es gibt keine Diskriminierung von Behinderten und alle Behinderten sind ab sofort vollständig und zur Zufriedenheit aller in das... mehrDie Ansage von Guy Morin: «Martin Haug ist gewissermassen Opfer seines eigenen Erfolgs. Die Stelle hat so gute Arbeit geleistet, dass sie überflüssig geworden ist.», heisst auch, dass die Stadt Basel alle Probleme im Bereich der Diskriminierung von Behinderten gelöst hat. Das gilt absolut: sowohl innerhalb der Verwaltung, wie ausserhalb sind alle Probleme gelöst. Es gibt keine Diskriminierung von Behinderten und alle Behinderten sind ab sofort vollständig und zur Zufriedenheit aller in das gesellschaftliche Leben dieser Stadt integriert. Die gemeinsame Teilhabe ist garantiert!

    Gemäss der Einschätzung von Morin und seiner Crew nähern wir uns damit paradiesischer Zustände.
    Es ist vollbracht!

    1. M Cesna

      am 11.02.2015, 13:29

      Unterstehen Sie sich, in dieses Paradies zu verduften!
      Der andere war wenigstens nach drei Tagen wieder da.

    2. Fabienne Moerik

      am 11.02.2015, 15:38

      Nein, Her Meury, das heisst es nicht. Morin hat lediglich gesagt, dass Martin Haug erfolgreich die Verwaltung für die Probleme sensibilisiert hat – soviel Sprachkompetenz sollte auch einem ehemaligen Kulturschaffenden zuzumuten sein. Inhaltlich kann ich mich nicht zu dieser Aussage äussern, da ich glücklicherweise nicht direkt betroffen bin.

    3. Christoph Meury

      am 11.02.2015, 16:20

      @Fabienne Moerik: Mit Sprachkompetenz hat dies wenig zu tun. Es ist entscheidend, was Morin auf der Metaebene, oder quasi zwischen den Zeilen, gesagt hat. Wenn ein Job beendet ist, gehen wir davon aus, dass die Aufgabe zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten erledigt wurde und die vorgegebenen Ziel erreicht sind. Darüber müssten sich aber alle Betroffenen frei und öffentlich äussern können. Botschaft: Ja, wir haben das Ziel erreicht und sind mit dem Resultat zufrieden. Dazu müssten sich... mehr@Fabienne Moerik: Mit Sprachkompetenz hat dies wenig zu tun. Es ist entscheidend, was Morin auf der Metaebene, oder quasi zwischen den Zeilen, gesagt hat. Wenn ein Job beendet ist, gehen wir davon aus, dass die Aufgabe zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten erledigt wurde und die vorgegebenen Ziel erreicht sind. Darüber müssten sich aber alle Betroffenen frei und öffentlich äussern können. Botschaft: Ja, wir haben das Ziel erreicht und sind mit dem Resultat zufrieden. Dazu müssten sich namentlich die Verantwortlichen aus den Behindertenverbände und logischerweise die 25'000 betroffenen behinderten Menschen in dieser Stadt äussern und selbstverständlich auch Martin Haug, der jetzige Stelleninhaber.

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11.2.2015, 05:01 Uhr

Basel-Stadt streicht Fachstelle und legt sich mit Behinderten an

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