LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Basel

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Dalai Lama 

8.2.2015, 05:59 Uhr

Erleuchtung erhaschen

8.2.2015, 05:59 Uhr

7600 Besucher sind dieses Wochenende in der St. Jakobshalle, um den 14. Dalai Lama zu erleben. Mehr als die Hälfte davon sind Tibeter. «Seine Heiligkeit» bot ein komplexes Programm und einfache Antworten auf schwierige Fragen. Von

Am Samstag Morgen war der Dalai Lama ausgeruht. Neun Stunden habe er geschlafen, erzählte «Seine Heiligkeit» an der Pressekonferenz im Hotel Les Trois Rois. Der bald 80-Jährige war in sein rot-orangenes Gewand gehüllt, rote Socken steckten in schwarzen Turnschuhen.

Der 14. Dalai Lama besucht dieses Wochenende die Schweiz. 7600 Besucher lauschen in der St. Jakobshalle derzeit seinen Unterweisungen, mehr als die Hälfte davon sind Tibeter, viele erscheinen in traditionellen Gewändern. Laut der Tibeter Gemeinschaft Schweiz und Lichtenstein (TGSL) ist die Exil-Gemeinschaft in der Schweiz mit 6500 Mitgliedern die grösste Europas.

Längst nicht alle Anwesenden sind praktizierende Buddhisten, doch der Dalai Lama ist für viele mehr als ein spiritueller Führer. Er war es, der 1959 mit zehntausenden Landsleuten über den Himalaya geflohen ist, sich für die Demokratisierung der tibetischen Gesellschaft einsetzte und 1989 schliesslich den Friedensnobelpreis erhielt.

Zwar hat er 2011 sein politisches Amt abgegeben, um sich ganz spirituellen und philosophischen Fragen zu widmen. Dennoch bleibt er eine wichtige Figur für den tibetischen Freiheitskampf. Viele würden zudem hoffen, dass mit jedem Besuch etwas mehr «hängen bleibt» von seinen buddhistischen Lehren, sagte ein tibetischer Besucher.

Der Einheits-Gedanke als Lösung

Doch diese Lehren sind keine leichte Kost. Bei dem Vortrag zur «Erklärung des Erleuchtungsgeistes» erklärte der Dalai Lama das Konzept der «Leere». Dabei gehe es in erster Linie darum, zu begreifen, dass es kein «Selbst» gibt. Denn die falsche Vorstellung vom Selbst sei die Wurzel allen Übels. Zudem gebe es nur die eigene Wahrnehmung. Eine äussere Welt existiere nicht, Wahrnehmung und Wahrgenommenes seien untrennbar.

Der Dalai Lama kann auch einfacher. Auf die aus dem Publikum gestellte Frage, wie man im Buddhismus auf die herrschende Gewalt in der Welt reagieren soll, hatte er denn auch eine ganz simple Antwort parat: «Wenn du direkt von physischer Gewalt bedroht bist, dann rennst du am besten weg», sagte der Dalai Lama. Aus buddhistischer Sicht betrachtet, fuhr er schliesslich fort, sei jemand, der uns Gewalt zufügt, ein Lehrer. Denn er gebe uns die Gelegenheit, Gewaltlosigkeit zu üben.

So sieht er auch religiöse Fanatiker als Brüder und Schwestern, wie alle 7 Milliarden Erdenbürger. Der Einheits-Gedanke sei die einzige, nachhaltige Antwort auf die Gewalt.

Kein Verständnis für Kritik

Die Shugden-Buddhisten sehen das offensichtlich anders, sie wollen nichts von einer Einheit mit dem Dalai Lama wissen. So harrte eine Gruppe von Anhängern den halben Samstag vor dem Haupteingang der St. Jakobshalle aus: «Hör auf zu lügen, falscher Dalai Lama», so der Slogan, den sie wie ein Mantra wiederholten. Ihnen gegenüber formierten sich Dalai Lama-Sympathisanten und versuchten, die Gegner mit Trommeln und Glocken zu übertönen.

Der Dalai Lama sagte gegenüber den Medien, die Shugden hätten mit Buddhismus wenig zu tun. Doch er zwinge niemanden, ihm zu folgen, und er verbiete die Shugden nicht. Deswegen zeige er Unverständnis für ihre Kritik.

Wer zwischendurch eine Pause brauchte, konnte sich auf dem tibetischen Marktplatz die Zeit vertreiben, wo von Klangschalen über Gebetsfahnen bis zu tibetischer Medizin allerlei angeboten wurde. Heute Sonntag geht es weiter mit einem buddhistischen Ritual und einem Vortrag zu säkularer Ethik.

Werbung

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Religion, Tibet

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Eine unvergessliche Begegnung Weiterlesen

Der Auserwählte Weiterlesen

Der lange Protestmarsch eines Exil-Tibeters Weiterlesen

Proteste gegen den Dalai Lama angekündigt Weiterlesen

Livestream: Dalai Lama in der St. Jakobshalle Weiterlesen

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

8.2.2015, 05:59 Uhr

Erleuchtung erhaschen

Text

Text:

  • 31.01.2016 um 04:50
    Raphael Rapior: Eine Galerie geht auf Weltreise

    Der deutsche Fotograf Raphael Rapior hat bei seinem Aufenthalt im Big Apple gross gedacht: Eine mobile Ausstellung soll mit Bildern ausgesuchter Fotografen um die ganze Welt touren und Geld für soziale Projekte sammeln.

  • 06.11.2015 um 19:44
    Warmer Herbst könnte Bäume teuer zu stehen kommen

    Es herrscht Frühling im November. Das ist schön für Herbstspaziergänge, aber schlecht für die Bäume. Auch für nächste Woche ist kein Regen in Sicht.

  • 02.11.2015 um 12:48
    In Basel wird der Waldrand zum Mittelpunkt für Flüchtlinge

    Vor acht Jahren beschlagnahmten Künstler einen leerstehenden Kiosk nahe dem Zoll Otterbach und nannten ihn bblackboxx. Seither begegnen sich dort Asylsuchende und Städter. Heute erlebt der Ort einen neuen Hype.

  • 15.11.2011 um 11:10
    Die Situation ist komplex
    Zum Artikel: Empört euch! Wie das Label die Globalisierung zähmen kann

    Ich sehe das auch so mit den Labels. Aber auch da ist die Situation verworren: Ich habe mich einmal näher mit dem Thema "Land Grabbing" beschäftigt und dabei festgestellt, dass gerade auch Max Havelaar z.B für den Anbau von Rosen das Land von...

Aktuell

Daniel Nikles: Der Kleinroboter 7bot sowie sein industrieller Cousin Kuka am Hyperwerk Institut für postindustrielles Design an der HGK.

Robotik 

Von Robotern und der Kunst

Irgendwo zwischen zu früh und zu spät fand sie statt: die erste Konferenz für angewandte Robotik in Kunst und Design. Das Novum in der Schweizer Bildungslandschaft zog Redner, akademische Vertreter und Industrielle aus ganz Europa an.Von Philip Vlahos. Weiterlesen

Ana Brankovic: Im «Erasmuslädeli» an der Feldbergstrasse findet man sowohl türkische Spirituosen wie auch Schweizer Kulturgut. 

Nachtgang 

Trinken für die Feldbergstrasse

Die Friends Bar veranstaltet am Samstag das grosse Finale der «Trinkenhilft»-Aktion. Sie soll dem «Feldberg Zine» der Basler Journalistin Ana Brankovic eine Anschubfinanzierung verschaffen – einer Publikation, die dem bunten Leben an der Feldbergstrasse gewidmet ist.Von Danielle Bürgin. Weiterlesen

Kaserne Basel: In der Dunkelkammer der verzweigten Identität: Station auf dem Postenlauf «Forever Yours» in der Kaserne Basel.

Kaserne Basel 

Im Irrgarten einer verlorenen Identität

Ein Mensch wird seiner Identität beraubt. Das ist die Geschichte, der man in «Forever Yours» nicht zuschaut, sondern als Teilnehmer folgt. Dabei bleibt die szenische Installation an sich die Hauptattraktion.Von Dominique Spirgi. Weiterlesen