LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sport

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Karte

Fussball 

23.10.2014, 12:25 Uhr

Wie sich Christian Constantin mal als Goalie beim FC Basel beworben hat

23.10.2014, 12:25 Uhr

Das Sportmuseum Schweiz hat bei der Räumung der letzten Schränke im Tribünendach des Stadions Landhof einen kleinen Schatz geborgen: Christian Constantins handschriftliche Bewerbung, der im 1983 gerne Goalie des FC Basel geworden wäre. Von Noëmi Rohner und Thilo Mangold

Sekretariat des FC Basel anno 1983. Mitte April trifft eine handgeschriebene Bewerbung ein. Absender: ein gewisser Christian Constantin, Martigny. Der 26-jährige Bewerber ist kommunikativ breit aufgestellt: Zwei Nummern sind unter «téléphone professionel» aufgelistet, eine unter «téléphone privé». Der Brief-Betreff aus heutiger Perspektive ungewohnt bescheiden: «Anfrage für eventuellen Transfer».

Fussballgeschichten aus der Region

Zum 75. Geburtstag des Fussballverbandes Nordwestschweiz kommt es zu einer ­Kooperation mit der Tages­Woche. Das Ziel: Online entsteht eine interaktive Geschichte des Fussballs in der Region, auf der die wichtigsten Ereignisse des regionalen Fussballs, Anekdoten und Erinnerungen auf einer Zeitleiste dargestellt werden. ­

Die Einleitung höflich und zurückhaltend: «Ich erlaube mir Ihnen zu schreiben, um Ihnen meinen Dienst als Torhüter anzubieten». Es folgt die bewerbungstypische Chronik der Arbeitserfahrung.

«Saison 77/78 und 78/79: Neuchâtel Xamax (NLA), ungefähr 45 Ligaspiele und Cuphalbfinal (Servette, 3-2). Saison 79/80: ausgeliehen an den FC Lugano». Nach einer begründeten Pause folgt die Fortsetzung des Palmarès: «Saison 80/81 und 81/82: Ausgeliehen an den FC Monthey (NLB), habe alle Matches – Liga, Cup und Ligacup – gespielt. Saison 82/83: Habe um Reamateurisierung gebeten, und da eine Qualifizierung eintraf, spiele ich nun beim FC Leytron (1. Liga)».

Der FCB hat die richtige Kragenweite

Der bewusste Schritt in Richtung Amateursport scheint den noch jungen Goalie zu reuen. Er will zum FC Basel (wo bewirbt er sich sonst noch?), der die damalige Nationalliga A 1983 auf Tabellenplatz elf beendet – hinter dem FC Wettingen aber immerhin noch vor Vevey-Sports.

Für Constantin scheint der Mittelfeldclub Basel die richtige Kragenweite zu haben: «Da ich derzeit in der Lage bin, einen günstigen Transfer zu machen, wäre ich interessiert, zum FC Basel zu kommen, falls Sie Bedarf haben. Ich stehe Ihnen, wenn Sie wünschen, für Probetrainings oder Tests zur Verfügung. In der Hoffnung eine Antwort zu erhalten, sende ich Ihnen meine besten Wünsche. Constantin C.».

Die Unterschrift setzt Constantin heute als Arbeitgeber, Präsident und Baulöwe unter andere Verträge. Aber der FC Basel will den Walliser Torwart nicht. In einem Standardschreiben vertröstet das FCB-Sekretariat den Bewerber und legt Constantins Brief ad acta: «Wir können leider keinen weiteren Torhüter unter Vertrag nehmen.» Beim FCB stehen in der Saison 1982/83 die drei Keeper Hans Küng, Hans Müller und Thomas Paul im Kader. CC macht auch ohne FC Basel Karriere – im Bauwesen und im Fussballbusiness.

Firmengründung in der Karrierenpause

Die Basis für die spätere Karriere als Baulöwe belegt möglicherweise der überraschend persönliche Einschub im Lebenslauf: «Musste wegen eines schweren Unfalls des Onkels, dem Geschäftspartner meines Vaters, ins Wallis zurückkehren, um im Familienunternehmen auszuhelfen; nunmehr ist alles wieder in Ordnung.»

Heute würde man CCs Handeln wohl Sozialkompetenz nennen. In Constantins Brief von 1983 wirkt es fast unsicher. Wie ist der Einschub einzuordnen? In seiner Polarität trifft er das Bild, das man heute von Christian Constantin zeichnet: Provokateur, Machtmensch, kalkulierender Geschäftsmann einerseits, auf der anderen Seite Vaterfigur, Gefühlsmensch, Fussballfan.

Die Gegensätzlichkeit schien schon 1983 zu bestehen. Was im Bewerbungsschreiben unprofessionell erscheinen mag, war es so gar nicht. Genau im Jahr 1979, auf welches der Einschub datiert, gründete CC mit gerade mal 22 Jahren sein Architekturbüro, die Christian Constantin SA. Heute mit 250 Millionen Jahresumsatz und Landbesitz im Wert von zwei Milliarden Franken eine Bank im Wallis.

Seine Schreiben nach Basel wurde erst entdeckt, als die letzten Schränke im Tribünendach des ehemaligen FCB-Stadions Landhof geräumt werden mussten. In einem Ordner fanden Mitarbeiter des Sportmuseum Schweiz, das das Objekt- und Papierarchiv des FCB verwaltet, ein leicht vergilbtes zweiseitiges Papier: Christian Constantins erfolglose Bewerbung beim FC Basel.

Ab und zu spürt Christian Constantin immer noch den Ruf der Goalie-Handschuhe. Zum Beispiel, wenn er eine Wette gegen den heutigen FCB-Spieler Geoffroy Serey Die gewinnen muss.

Ab und zu spürt Christian Constantin immer noch den Ruf der Goalie-Handschuhe. Zum Beispiel, wenn er eine Wette gegen den heutigen FCB-Spieler Geoffroy Serey Die gewinnen muss. (Bild: Keystone/OLIVIER MAIRE)

Werbung

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Sport, FC Basel, Fussball, FC Sion

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Diesem Unfug wurde kein Ende gemacht Weiterlesen

Der älteste Basler Fussballfilm von 1921 Weiterlesen

Verglühter Stern am Basler Fussballhimmel Weiterlesen

Fussball mit militärischer Sonderbewilligung Weiterlesen

Wie OB einst den ersten Forfaitsieg feierte Weiterlesen

Stinkende Kothäufchen in Therwil Weiterlesen

Der vergessene Cupsieg des FC Concordia Weiterlesen

Der FC Bubendorf und die Schweizer Promis Weiterlesen

Basler Cup: Dem stillen Tod entronnen Weiterlesen

Warum wir schutte und tschute Weiterlesen

Gefaltete Zeitungen als Schienbeinschoner Weiterlesen

Der Dank und die Sorgen des SC Hungaria Weiterlesen

Der Fussballplatz mit dem Wassergraben Weiterlesen

Gelterkinden: Die Krux mit dem Fussball Weiterlesen

«Vor dem Matche wird NICHT geübt» Weiterlesen

Der Ref, der die Pfeife warf, steht auf Rugby Weiterlesen

Der Ref, der die Pfeife warf Weiterlesen

Die Arbeiter unter den Fussballern Weiterlesen

Spielabbruch nach Diebstahl Weiterlesen

Der Blitzschlag beim Drittliga-Spiel Weiterlesen

Was Prattler Fussballtrainer in China machen Weiterlesen

Tapcaillou schrieb über viele Hundert Spiele Weiterlesen

Der Chef-Spion, der mit Laufen aufstieg Weiterlesen

Spitzentrainer auf dem Sissacher Tannenbrunn Weiterlesen

Mit Schirm und Charme statt Eintrittskarte Weiterlesen

Die zweimal gegründeten Black Stars Weiterlesen

Soleita: Mit den Toren aus Vaters Schreinerei Weiterlesen

Fussballbildli vor der Ära Panini Weiterlesen

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

Noch keine Beiträge. Schreiben Sie den ersten.

Informationen zum Artikel

23.10.2014, 12:25 Uhr

Wie sich Christian Constantin mal als Goalie beim FC Basel beworben hat

Text

Text: Noëmi Rohner

Text

Text: Thilo Mangold

Aktuell

sda: Der Honeymoon zwischen der EU und Polen ist zu Ende. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker (links) mit der polnischen Regierungschefin Beata Szydło am 29. Juni Brüssel.

Justizreform 

EU stellt Polen ein Ultimatum

Die EU-Kommission verlangt von Polen innerhalb von drei Monaten Änderungen an der umstrittenen Justizreform. Die Behörde treibt damit das zum ersten Mal angewandte Verfahren zum Schutz der Rechtsstaatlichkeit weiter voran. Von sda. Weiterlesen

sda: EU-Kommissions-Vize Valdis Dombrovskis hat am Mittwoch in Brüssel vorgeschlagen, Spanien und Portugal trotz ihrer Haushaltsdefizite nicht mit einer Geldstrafe zu sanktionieren. Der definitive Entscheid liegt jedoch bei den EU-Staaten. (Archiv)
1

Europäische Union 

Iberische Defizitsünder ohne Geldstrafe

Trotz eines übermässigen Defizits will die EU-Kommission gegen Spanien und Portugal keine Strafen verhängen. Beide Länder stünden vor grossen wirtschaftlichen Herausforderungen, begründete der für den Euroraum zuständige Kommissions-Vizepräsident Valdis Dombrovskis. Von sda. Weiterlesen1 Kommentar