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Sozialhilfe 

1.10.2014, 16:04 Uhr

Jedes Jahr grüsst der «Sozial-Irrsinn» – wo liegt das Problem?

1.10.2014, 16:04 Uhr

Eine Familie, die 60'000 pro Monat kostet, ein Jugendstraftäter, der sich auf einem Segeltörn vergnügt: Klarer Fall von «Sozial-Irrsinn» – oder? Warum faszinieren uns angebliche Missstände im Sozialwesen, wo es doch eigentlich ganz gut läuft? Von

Hans-Jörg Walter: Plausch oder Therapie: Welcher Nutzen hat ein Segeltörn für einen verhaltensauffälligen Jugendlichen?

Plausch oder Therapie: Welcher Nutzen hat ein Segeltörn für einen verhaltensauffälligen Jugendlichen? (Bild: Hans-Jörg Walter)

Seit vier Monaten ist er auf hoher See und sorgt in Schweizer Boulevardblättern für Aufsehen. Ein verhaltensauffälliger Jugendlicher (14), der an einer sozialpädagogischen Massnahme teilnimmt. Der «Blick» nennt ihn den «Carlos von Schmerikon», sein Segeltörn wird als Ferienplausch kolportiert. Dabei sprechen die Kommentatoren nur über die exorbitanten Kosten, von einem möglichen Nutzen kein Wort. 

Auf der «Salomon» soll der nautische Drill, die enge Betreuung und die sozialen Lebensverhältnisse auf engem Raum geübt werden.

Auf der «Salomon» soll der nautische Drill, die enge Betreuung und die sozialen Lebensverhältnisse auf engem Raum geübt werden. (Bild: zvg/Jugendschiff)

Der Fall fasziniert und wirft schweizweit hohe Wellen. Nun will das Jugendamt Bern, welche den Segeltörn verschrieb, die «Hochseesegelschule» abbrechen. Die Massnahme hätte «pädagogische Mängel», sagen Jugendamt-Mitarbeiter. Der Zeitpunkt ist hochbrisant. Ausgerechnet nach der Berichterstattung zum «Luxus-Segeltörn» interveniert die Behörde – Zufall oder Öffentlichkeitsdruck? Es hat nichts mit den Kosten zu tun, sagt das Jugendamt gegenüber der «NZZ».

Wo bleibt die Sachlichkeit?

«Sozial-Irrsinn» ist in aller Munde, das Wort hat längst Eingang in das Alltagsvokabular gefunden. Warum beschäftigt uns das Thema straffälliger Jugendlicher in sozialpädagogischen Massnahmen? Und warum können wir nicht einfach sachlich darüber reden?

Punkt eins ist die totale Diskurs-Verwirrung. Sozialhilfe und sozialpädagogische Massnahmen werden munter vermischt, dabei sind es komplett unterschiedliche Gebiete.

Die Sozialhilfe sichert das Existenzminimum, sie sorgt für alles, das «für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich» ist – so steht es in der Bundesverfassung. Die Höhe der Sozialhilfe ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich und orientiert sich an festgesetzten Parametern: Grundbedarf, Mietkosten, Kosten für Krankenversorgung. Der Fachverband Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) legt die Richtlinien fest, die für die meisten Gemeinden verbindlich sind. Die Mietkosten werden beispielsweise von den Gemeinden nach regional unterschiedlichen Kriterien bestimmt.

 

Von sozialpädagogischen Massnahmen spricht man dann, wenn es darum geht, jemanden zu behandeln, der beispielsweise psychische Probleme hat. Das können Massnahmen sein, die auf den ersten Blick erstaunen: Yoga, Reittherapie oder eben Segelausflüge. Häufig helfen diese Therapien, junge Erwachsene in die Gesellschaft zu integrieren.

Die sozialpädagogischen Massnahmen werden meistens von den zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (Kesb) veranlasst. Ein klassisches Beispiel, wenn die Kesb eingreifen, ist häusliche Gewalt: Der neunjährige Robin wird zu Hause geschlagen. Eine Lehrerin bekommt davon Wind und informiert die Kesb. Dann entscheidet ein Gutachter, dass Robin in einem Heim platziert wird. Die Eltern sind Sozialhilfebezüger und können dieses Heim nicht bezahlen – also muss die Sozialhilfe dafür aufkommen. Am Ende fallen die Kosten bei der Sozialbehörde der Gemeinde an.

Eine Flüchtlingsfamilie sorgt für Empörung

So oder so ähnlich könnte es sich in der Zürcher Gemeinde Hagenbuch abgespielt haben, wo sich die Betreuung einer Flüchtlingsfamilie auf 60'000 Franken pro Monat belaufen haben soll (so berichtete der «Blick» vor zwei Wochen). Vier Kinder der Familien mussten in Heimen platziert werden, dazu kam die sozialpädagogische Betreuung – Zoo-Besuch inklusive. Der Fall sorgte schweizweit für Aufsehen und heizte eine Debatte über «Sozialfirmen» und die profitorientierte «Sozial-Industrie» an.

Und der Fall stiess eine Debatte darüber an, wie viel Gemeinden an Sozialausgaben zahlen sollen. Der Konflikt liegt darin, dass die Gemeinden die Sozialkosten – wie im Fall Hagenbuch – ungefragt zahlen müssen und in Einzelfällen unter der finanziellen Last ersticken. Früher, so die Kesb-Kritiker, hätten die Gemeinden selbst entschieden, welche sozialen Massnahmen notwendig seien, und deshalb seien die Kosten auch tief gehalten worden.

Das macht Sinn. Wenn die Gemeinde entscheidet, dann geht es oft in erster Linie darum, Kosten zu sparen.

«Die Devise heisst häufig: Es darf nichts passieren, aber es darf auch nichts kosten.»
SP-Nationalrätin Silvia Schenker 

Wie liefen die Entscheidungen der Vormundschaftsbehörde vor 2013? Ein Jurist, seine Sekretärin und einige Mitglieder des Gemeinderats entschieden, ob ein Kind, das häusliche Gewalt erlebte, aus der Familie genommen wurde. Man kennt sich in einer kleinen Gemeinde und weiss über schwierige Familien Bescheid. Die Personen entschieden häufig ohne fachliches Wissen, geleitet von subjektiven Eindrücken.

«Als die Vormundschaftsbehörde über die Gemeinden lief, gab es das Risiko, dass die Entscheide nicht primär nach fachlichen Kriterien getroffen wurden», sagt die SP-Nationalrätin Silvia Schenker. Sie arbeitet selbst bei der Kesb Basel-Stadt und kennt die Materie als praktizierende Sozialarbeiterin.

Die Vormundschaftsbehörde sollte professionalisiert werden, darüber «gab es im Parlament einen breiten Konsens», so Schenker. 2006 präsentierte der Bundesrat – damals unter der Ägide von Christoph Blocher – eine Revision zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht.

 

Nach Einführung der Kesb folgte rasch der erste Aufschrei: Die Behörde war völlig überlastet, zu bürokratisch und kostete zu viel. Im «Club» des Schweizer Fernsehens diskutierten betroffene Eltern über haarsträubende Fälle von Inobhutnahmen – der Fachbegriff für Kindesentzug. Die grundsätzliche Richtung zur Professionalisierung stimmte, aber auf dem Weg dorthin lief noch einiges schief.

Vor zwei Wochen flammte die Debatte mit ungekannter Empörung wieder auf. «Hilfe, die Helfer sind da» skandierte der «Blick», die Kesb treibe «Gemeinden in den Ruin», schrieb die «Basler Zeitung». Was ist daran, an dieser Kritik?

Ein Vergleich zwischen der Situation vor und nach der Kesb-Einführung ist schwierig. Die Verwaltungskosten der Sozialbehörde wurden früher anders verbucht als heute. Das heisst, man weiss nicht genau, wie teuer die Kesb ist – es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass die Kesb mehr Kosten verursacht als das frühere Vormundschaftswesen.

Das ist keine Überraschung: Es ging darum, die Behörde zu professionalisieren – und Fachkräfte haben ihren Preis. «Die Devise heisst häufig: Es darf nichts passieren, aber es darf auch nichts kosten», bringt es Silvia Schenker auf den Punkt.

Was bringt ein Segeltörn?

Die Therapien für verhaltensauffällige Jugendliche dienen auch der gesellschaftlichen Sicherheit und schaffen sozialen Frieden. Es gibt Studien, die das belegen. Eine Untersuchung aus der Schweiz zeigt beispielsweise, dass die Folgekosten von psychisch Erkrankten massiv gesenkt werden, wenn frühzeitige Massnahmen getroffen werden.

Und trotzdem regen sich die Gemüter, wenn die hohen Kosten für extravagante Therapien genannt werden. Peter Sommerfeld von der Hochschule für Soziale Arbeit kennt dieses Problem.

«Die mediale Empörung untergräbt die Wertebasis einer demokratischen Gesellschaft und spielt insofern rechten Kräften in die Hände.»
Peter Sommerfeld (Hochschule für Soziale Arbeit)

Er sieht ein Defizit darin, dass die Soziale Arbeit so wenig Anerkennung in der Gesellschaft geniesst: «Der Berufsstand der Sozialarbeiter wird zu wenig erklärt. Es bräuchte klarere Darstellung und Begründungen, weshalb eine bestimmte Massnahme getroffen wird.»

Leichter gesagt als getan. Was bewirken denn Segelausflüge für schwererziehbare Jugendliche konkret? Sommerfeld hat darüber eine Dissertation geschrieben. Es sei schwierig, den Nutzen in wenigen Sätzen zu erklären. «Kurz gesagt geht es darum, junge Erwachsene oder Jugendliche mit massiven sozialen Schädigungen in ein geschlossenes soziales System zu bringen, in dem sie aufeinander angewiesen sind.» Dadurch würden Entwicklungen angestossen, die gewisse soziale Defizite beheben, sagt Sommerfeld.

Immer und immer wieder erklären

Der Jugendstraftäter «Carlos» zog vor genau einem Jahr das mediale Interesse auf sich. Im Zentrum der Berichterstattung stand damals ein Sondersetting für 29'000 Franken pro Monat, welches ein Jugendanwalt in Auftrag gab. So viel Ausgaben für einen Messerstecher? Die Bevölkerung konnte nicht nachvollziehen, weshalb dies nötig war. Die Zürcher Justizdirektoren setzten das Sondersetting ab – unter dem Druck der Öffentlichkeit.

Dann, Anfang dieses Jahres, folgt ein neues Gutachten im «Fall Carlos»: Das Sondersetting sei berechtigt gewesen. Mit etwas tieferen Kosten wurde «Carlos» in ein Setting nach Holland verfrachtet. Und in der Presse folgte die Erkenntnis: Vielleicht waren die teuren Massnahmen für «Carlos» gar nicht so verkehrt. Seitdem flaute der mediale Sturm ab.

Offenbar braucht es Erklärungen dafür, was sozialpädagogische Massnahmen nutzen – immer und immer wieder.

Die Debatte, wie sie zurzeit ablaufe, sei «ein Spiel mit dem Feuer», sagt Peter Sommerfeld. «Die mediale Empörung untergräbt die Wertebasis einer demokratischen Gesellschaft und spielt insofern rechten Kräften in die Hände.»

SVP mit Tatendrang, SP mit Abwehrmechanismen

Die SVP zeigt Tatendrang und fordert – inmitten der Empörungswelle über den «Sozial-Irsinn» – eine Sozialhilfe-Reform. Zufall? Der Fall Hagenbuch, Ausgangspunkt der Debatte, wurde von einer verzweifelten SVP-Gemeindepräsidentin angestossen.

Gegenüber der NZZ sagte SVP-Nationalrat Thomas Müller: «Am gegenwärtigen System verdient eine ganze Sozialindustrie gut, inklusive Rechtsanwälten. Auch die Fachhochschulen sind mitschuldig, welche für die Ausbildung der Sozialarbeiter zuständig sind.»

In der Aussage werden sämtliche Themenbereich als buntes Potpourri vermischt: Sozialhilfe, soziale Massnahmen, Soziale Arbeit. Das Thema wird von rechtskonservativer Seite intensiv bewirtschaftet. Und was sagen die anderen Parteien?

Die SP hat im Nationalrat Vorstösse eingereicht, die Transparenz fordern und mehr Erkenntnisse zur Kesb. Die Sozialhilfe wird vehement verteidigt, allerdings fehlen der SP die überzeugenden Argumente gegen den «Sozial-Irrsinn».

Was fehlt, sind handfeste Gründe, weshalb ein Segelausflug für schwererziehbare Jugendliche sinnvoll wäre. Denn: Was passiert, wenn der «Carlos von Schmerikon» nicht in eine Therapie-Massnahme versetzt wird? Dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass er später viel höhere Kosten verursacht: kein Job, Sozialhilfe oder gar Gefängniskosten.

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Reaktionen

  1. r.o

    am 1.10.2014, 22:44

    Früher haben Sozialarbeiter selbst fast nichts verdient. Jetzt haben sie eine Aufwertung und damit bessere Löhne erhalten. Ist doch eigentlich recht so.

    Das ganze scheint mir aber ähnlich wie bei den Ärzten: je mehr es davon gibt, je teurer wird das System. Es wollen ja alle was verdienen.

    Die Frage ist eigentlich wie viele Sozialarbeiter braucht ein Setting? Und wie viele wollen wir uns leisten?


  2. r.o

    am 1.10.2014, 22:56


    Vielleicht wäre eine obligatorische Verhaltensversicherung eine Idee. Jede/r müsste darin einzahlen und falls man straffällig oder schwer integrierbar werden sollte, übernimmt die Versicherung die Kosten. Selbstverständlich gibt es eine Franchise und einen selbst zu tragender Kostenanteil. Wenn dann das System noch teurer wird, steigen einfach die Prämien. Es spielt dabei keine Rolle, wie sich die Leute tatsächlich verhalten. Je jünger die Person, desto höher die Prämien, da das Risiko zur... ... mehr
    Vielleicht wäre eine obligatorische Verhaltensversicherung eine Idee. Jede/r müsste darin einzahlen und falls man straffällig oder schwer integrierbar werden sollte, übernimmt die Versicherung die Kosten. Selbstverständlich gibt es eine Franchise und einen selbst zu tragender Kostenanteil. Wenn dann das System noch teurer wird, steigen einfach die Prämien. Es spielt dabei keine Rolle, wie sich die Leute tatsächlich verhalten. Je jünger die Person, desto höher die Prämien, da das Risiko zur Verhaltensstörung bei diesen am höchsten ist. Die älteren Semester sind dann mal im Vorteil. Man könnte dann auch halb-private (mit Kickboxunterricht) oder private Zusatzversicherungen (inkl. Segeltörn) anbieten. Das wäre doch ein neuer Geschäftszweig für unsere Versicherungsgesellschaften und fände garantiert grosse Unterstützung bei der SVP.


    Wahrscheinlich wären auch die Prämien in den Landkantonen höher, denn da gibt es prozentual mehr Verhaltensgestörte....


    ;-)

  3. Inaktiver Nutzer

    am 2.10.2014, 06:23
  4. Verifiziert

    Jürg Meyer

    am 2.10.2014, 09:40

    Wenn es möglich wird, den betroffenen Menschen eine gute Zukunft zu vermitteln, dann werden damit erhebliche Kosten eingespart. Stets muss dabei um Motivation und Durchhaltevermögen gerungen werden. Denn soziale Eingliederung ist meistens mit grossen Entbehrungen und Einbussen an Selbstbestimmung verbunden. Da ist es wichtig, dass in die Programme Komponenten eingebaut werden, die an den bestehenden Neigungen der Betroffenen anknüpfen. Wer beispielsweise eine Neigung für Kampfsport hat, muss... ... mehrWenn es möglich wird, den betroffenen Menschen eine gute Zukunft zu vermitteln, dann werden damit erhebliche Kosten eingespart. Stets muss dabei um Motivation und Durchhaltevermögen gerungen werden. Denn soziale Eingliederung ist meistens mit grossen Entbehrungen und Einbussen an Selbstbestimmung verbunden. Da ist es wichtig, dass in die Programme Komponenten eingebaut werden, die an den bestehenden Neigungen der Betroffenen anknüpfen. Wer beispielsweise eine Neigung für Kampfsport hat, muss begreifen lernen, dass es keinen sinnvollen Kampfsport ohne Fairness und Respekt gibt. Damit kann schon vieles erreicht werden. Jürg Meyer.

  5. M Fischer

    am 2.10.2014, 09:50

    Wo das Problem liegt? Ganz einfach: Wenn diese Entwicklung so weitergeht, wird der Tag kommen, an dem das ganze nicht mehr finanzierbar ist. Und dann? Was dann?
    Vor diesem Tag fürchten sich die verantwortungsvollen Bürger.
    Wenn man lesen muss, das 87% der Eritreer arbeitslos sind, dann läuft es einem kalt den Rücken runter. Wir können nicht ganz Afrika retten, indem wir alle bei uns aufnehmen und ihnen ein besseres Leben bei uns durch die Sozialhilfe finanzieren. Irgendwann muss diese... ... mehrWo das Problem liegt? Ganz einfach: Wenn diese Entwicklung so weitergeht, wird der Tag kommen, an dem das ganze nicht mehr finanzierbar ist. Und dann? Was dann?
    Vor diesem Tag fürchten sich die verantwortungsvollen Bürger.
    Wenn man lesen muss, das 87% der Eritreer arbeitslos sind, dann läuft es einem kalt den Rücken runter. Wir können nicht ganz Afrika retten, indem wir alle bei uns aufnehmen und ihnen ein besseres Leben bei uns durch die Sozialhilfe finanzieren. Irgendwann muss diese Entwicklung gestoppt werden, weil nicht mehr finanzierbar. Ich denke das bestreitet niemand. Und wenn allen schon klar ist, dass die momentane Situation ins Desaster führt, denn sollten wir nicht zuwarten, bis die erste Flüchtlingsfamilie von einem aufgebrachten Mob aus dem Dorf gejagt wird. Das Asylwesen hat sich selber überholt. Es sollte sofort gestoppt werden und durch Hilfe in Form von Flüchtlingscamp vor Ort abgelöst werden.

  6. AutorIn des Artikels

    Jeremias Schulthess

    am 2.10.2014, 10:20

    Zur Kostenentwicklung: 29'000 für ein Sondersetting, 60'000 für eine Familie – das ist sehr viel Geld und ist schwer nachvollziehbar. Der Punkt ist aber, dass damit unter dem Strich Kosten gespart werden.

    Das Jugendstrafrecht in der Schweiz ist übrigens sehr fortschrittlich und wird von anderen Ländern kopiert – weil es so gut funktioniert und Folgekosten verhindert.

  7. AutorIn des Artikels

    Jeremias Schulthess

    am 2.10.2014, 10:29

    Interessanter Gedanke. Aus meiner Sicht sehr stark neoliberal geprägt. «Jeder ist für sich selbst zuständig.» Die Rolle der Verhaltensversicherung übernimmt heute im Prinzip der Staat. Und das führt dazu, dass jeder im Staat chancengleich aufgehoben ist.
    Ihr Vorschlag könnte dazu führen, dass sozial Schwache in eine Negativspirale geraten: Weil sie häufig mit einem grössen Gewaltrisiko behaftet sind, müssen sie höhere Prämien bezahlen und haben deshalb weniger Geld, sind also weniger... ... mehrInteressanter Gedanke. Aus meiner Sicht sehr stark neoliberal geprägt. «Jeder ist für sich selbst zuständig.» Die Rolle der Verhaltensversicherung übernimmt heute im Prinzip der Staat. Und das führt dazu, dass jeder im Staat chancengleich aufgehoben ist.
    Ihr Vorschlag könnte dazu führen, dass sozial Schwache in eine Negativspirale geraten: Weil sie häufig mit einem grössen Gewaltrisiko behaftet sind, müssen sie höhere Prämien bezahlen und haben deshalb weniger Geld, sind also weniger selbstbestimmt.
    Die Verhaltensversicherung ist m.E. ganz gut aufgehoben beim Staat.

  8. Eric Battista

    am 3.10.2014, 00:01

    Viele AkteurInnen im Sozial-Teig sind der Auffassung - vermutlich aus beruflichen Gründen - dass es unabhängig der Kosten und sonstiger Anstrengungen eines jeden Rechts ist, von der Gesellschaft aufgefangen zu werden, egal, was sein/ihre eigener Beitrag oder Leistung dazu ist. Das sehen berechtigterweise all jene nicht so, die sich selber aus schwierigen Krisen und Problemsituation selber heraus gekämpft haben oder unter höchsten Anstrengung sich 'decent' Lebensqualität unter hohen... ... mehrViele AkteurInnen im Sozial-Teig sind der Auffassung - vermutlich aus beruflichen Gründen - dass es unabhängig der Kosten und sonstiger Anstrengungen eines jeden Rechts ist, von der Gesellschaft aufgefangen zu werden, egal, was sein/ihre eigener Beitrag oder Leistung dazu ist. Das sehen berechtigterweise all jene nicht so, die sich selber aus schwierigen Krisen und Problemsituation selber heraus gekämpft haben oder unter höchsten Anstrengung sich 'decent' Lebensqualität unter hohen Aufwändungen erarbeiten. Es kann definitiv nicht zu Lasten genau jener Leute gehen, die eben die Unterstützung der Gesellschaft mit hoher Eigenleistung und Effort nicht in Anspruch nehmen. Jeder hat, egal welche Bedingungen und Herkunft, ab einer gewissen Grenze seine eigene Verantwortung für sein Leben zu tragen. Die Frage ist also nicht, die professionelle Sichtweise was getan werden kann zu rechtfertigen, sondern zu erklären, wie weit es zu Lasten von anderen Menschen gehen kann. In diesem Kontext kann sich ein Berufstand nicht einfach nur auf seine Professionalität berufen, sondern hat einen Auftrag der Gesellschaft umzusetzen, welche ihren Lohn bezahlt. Hier scheinen sich gewisse Entfremdungstendenzen zu offenbaren. Nicht alles Machbare ist auch das, was gemacht werden soll. Es ist Zeit, dass diese Akteure wieder ihres Auftrages bewusst gemacht werden und ensprechend geführt werden. Heute ist dies definitiv nicht mehr der Fall, da zu viele daran verdienen.

  9. Inaktiver Nutzer

    am 3.10.2014, 08:17

    Wer gestern Abend den Film von Hanspeter Bäni "Zwischen Recht und Gerechtigkeit" gesehen hat, der dürfte spätestens dann realisiert haben, dann dieses komplexe Problem mit gestrauchelten Jugendlichen nicht mit ein paar Worthülsen abgetan werden kann. Es ist einfach, aus der warmen Stube und hinter dem Computer sitzend, kleingeistige Bonmots von sich zu geben. Ganz im Gegenteil: ich ziehe meinen Hut vor all denjenigen Männern und Frauen, die sich mit Taten für diese auf die schiefe Bahn... ... mehrWer gestern Abend den Film von Hanspeter Bäni "Zwischen Recht und Gerechtigkeit" gesehen hat, der dürfte spätestens dann realisiert haben, dann dieses komplexe Problem mit gestrauchelten Jugendlichen nicht mit ein paar Worthülsen abgetan werden kann. Es ist einfach, aus der warmen Stube und hinter dem Computer sitzend, kleingeistige Bonmots von sich zu geben. Ganz im Gegenteil: ich ziehe meinen Hut vor all denjenigen Männern und Frauen, die sich mit Taten für diese auf die schiefe Bahn gekommenen Jugendlichen einsetzen. Wer es schafft, wieder in die Gesellschaft intergriert zu werden, der gibt dieser mehr zurück, als seine Wiedereingliederung gekostet hat!

  10. s chröttli

    am 3.10.2014, 09:08

    Und die ganze toa-dimension blieb dabei völlig ausgeblendet: peinlich bis kläglich.
    Ein zynisches statement dazu, dass sich das «wir» daran orientiere, was ihm die geschichte prospektiv mehr bringt ... profiteure wir alle!
    Kein wort zur opfer-problematik, ausser, dass sich jemand die 20'000.- wiedergutmachung nicht leisten könne, harrharr ... polemisch: wenn man ihn einen monat narkotisieren würde, liessen sich damit locker 29'000.- sparen – dann hätte er schon mal die minimalst-summe für... ... mehrUnd die ganze toa-dimension blieb dabei völlig ausgeblendet: peinlich bis kläglich.
    Ein zynisches statement dazu, dass sich das «wir» daran orientiere, was ihm die geschichte prospektiv mehr bringt ... profiteure wir alle!
    Kein wort zur opfer-problematik, ausser, dass sich jemand die 20'000.- wiedergutmachung nicht leisten könne, harrharr ... polemisch: wenn man ihn einen monat narkotisieren würde, liessen sich damit locker 29'000.- sparen – dann hätte er schon mal die minimalst-summe für ein lebenslänglich invalidisiertes opfer.
    Gruss an den genialen stubenhocker-schreiberling.

  11. s chröttli

    am 3.10.2014, 09:21

    toa?
    ein nicht nur den frohen filmern und den diversen protagonisten
    nichts als ein sperriges fremdwort ...
    meint täter-opfer-ausgleich – dito eine gesellschaftliche verpflichtung!

  1. Rudi Buchmann

    am 1.10.2014, 17:59

    Die Familie kostet demnach ca. Fr. 720'000.00 im Jahr. Es wäre billiger, man würde der Familie 120'000.00 pro Jahr direkt auszahlen. Die Familei dürfte dann ihren Wohnort irgendwo auf der Welt selbst wählen. Ich bin überzeugt, sie würden auswandern und wären dann für die Schweizer Steuerzahler sechs Mal günstiger.

  2. MatBS

    am 1.10.2014, 18:59

    Wo liegt das Problem? Zwei Aspekte die im Artikel nicht angesprochen wurden:

    Gerechtigigkeitssinn / Verhältnismässigkeit: Schwer zu verstehen ist - gerade bei Straftätern - für mich das Missverhältnis des Aufwands für Straftäter und Opfer. Es ist einfach schwer nachvollziehbar, dass einem verurteiler Straftäter Leistungen im Wert von 29.000 CHF/Monat zugute kommen, während - und hier kann man nur vermuten - das Opfer vermutlich mehr oder weniger allein gelassen wird. Vielleicht ist das ein... mehrWo liegt das Problem? Zwei Aspekte die im Artikel nicht angesprochen wurden:

    Gerechtigigkeitssinn / Verhältnismässigkeit: Schwer zu verstehen ist - gerade bei Straftätern - für mich das Missverhältnis des Aufwands für Straftäter und Opfer. Es ist einfach schwer nachvollziehbar, dass einem verurteiler Straftäter Leistungen im Wert von 29.000 CHF/Monat zugute kommen, während - und hier kann man nur vermuten - das Opfer vermutlich mehr oder weniger allein gelassen wird. Vielleicht ist das ein Wahrnehmungssproblem. Vielleicht bekommen die Opfer von Straftaten ja auch so "grosszügige" Hilfsmassnahmen. Dann wäre es an der Zeit einmal darüber zu berichten.

    Neid: Wenn ich so einen Artikel lese denke ich mir spontan: Ich würde auch gern mal so einen Segeltörn machen, oder sonst eine interessante Auszeit einlegen - vielleicht ein halbes Jahr auf der Alp, oder eine Reise durch Asien. Aber ich kann das nicht: Ich bekomme kein halbes Jahr am Stück frei, und die im Blickartikel zitierten 156'000 CHF habe ich auch nicht in der Portokasse. Da können schonmal negative Gefühle aufkommen.

  3. Inaktiver Nutzer

    am 1.10.2014, 19:13

    «Sozial-Irrsinn»? Gemeint ist der «Volksschädling» und seine Unterstützer.

    Die Linke wäre gut beraten, nichts schönzureden und von sich aus Reformen anzustossen. Denn wenn sie den Lead weiter den «Erdverbundenen» überlässt, wird die Masse kippen.

    Und dann wird es wirklich unschön.

  4. s chröttli

    am 1.10.2014, 19:35

    (pamphlet)

    Enorm komplex, diese thematik.
    auch mein reflex (alles für heute):
    den aufgebauschten sonderpädagogischen knoten rasch durchhauen.
    Als erstes: nein, mein lieber homie-betreuer, auch wenn’s dem selbst schlecht geht, nicht die segelfirma deines schwagers kommt diesmal zum zug – geht leider nicht (so befangenheitsplunder).

    abernein, nicht nur thaiboxen hilft extrem – auch skorpione beschwören, delphine kraulen und interaktives girlandenpinkeln. Dazu weiss unsereins einfach zu... mehr(pamphlet)

    Enorm komplex, diese thematik.
    auch mein reflex (alles für heute):
    den aufgebauschten sonderpädagogischen knoten rasch durchhauen.
    Als erstes: nein, mein lieber homie-betreuer, auch wenn’s dem selbst schlecht geht, nicht die segelfirma deines schwagers kommt diesmal zum zug – geht leider nicht (so befangenheitsplunder).

    abernein, nicht nur thaiboxen hilft extrem – auch skorpione beschwören, delphine kraulen und interaktives girlandenpinkeln. Dazu weiss unsereins einfach zu wenig.

    Und es setzt natürlich nicht im geringsten die falschen anreize. Aber nein, wenn die mitschüler hören, dass der arme kerl doch tatsächlich für lange zeit auf hohe see muss, nur weil er der tante das auge ausgeschlürft hat, schreckt sie das alle selbst grausam ab, die nächste mitschülerin rasch zu vergewaltigen (die braucht das eh).
    Das versteht wieder nur der profi.

    Salomonisch ...
    Macht’s doch so, ihr lieben sonderprofis mit eurem bsunders elaborierten pädagogen-spieltrieb: setzt erst mal die 12er klausel um
    (von den ausgebremsten superverdienern abgekupfert) ...

    Exakt 12mal soviel dürft ihr pro einzelteenie sandsetzen und törn-windeln, wie für die ärmste der klasse/gemeinde – ohne zustupf – zur verfügung steht.
    Eselsbrücke für profis: macht das spielchen spannender.

    Noch salomonischer:
    sämtliche lehrerInnen zusammen sprechen das placet bzw. veto zur kesb-massnahme.

    Am salomonischten:
    Der arme delinquent bekommt maximal soviel, wie das opfer nachweislich! an unterstützung erhält, nicht für unterstützung bezahlen muss!!
    (und zwar nicht die summe aller opfer: den schieren durchschnitt, sprich nix!)
    ich komm darauf zurück ...

  5. M Cesna

    am 1.10.2014, 20:50

    Sind wir doch ehrlich: Es geht aussliesslich um Geld!
    Wenn man es für den viertel Preis auf dem Zürichsee haben könnte, würden die Anwohner toben ob der gestörten schönen Aussicht auf den See, vielleicht besonders auf der rechten Seeseite?
    Dann wäre man vielleicht sogar bereit, den doppelten Preis zu bezahlen, um sich die Aussicht wieder zu verschönern.
    -- oder geht es etwa auch noch um "billig verschwinden lassen"?
    Der Zürcher "Needle-Parc" war damals eine elegante Art, ein Problem fast zum... mehrSind wir doch ehrlich: Es geht aussliesslich um Geld!
    Wenn man es für den viertel Preis auf dem Zürichsee haben könnte, würden die Anwohner toben ob der gestörten schönen Aussicht auf den See, vielleicht besonders auf der rechten Seeseite?
    Dann wäre man vielleicht sogar bereit, den doppelten Preis zu bezahlen, um sich die Aussicht wieder zu verschönern.
    -- oder geht es etwa auch noch um "billig verschwinden lassen"?
    Der Zürcher "Needle-Parc" war damals eine elegante Art, ein Problem fast zum Verschwinden zu bringen, war aber eigentlich nur die Verlängerung der Bahnhofstrasse. Die Väter arbeiteten weiter unten, die Söhne dealten weiter oben.
    Könnte es auch hier sein, dass sich die Empörung nur wieder an den einen Teil richtet, während der andere im Windschatten elegant verschwindet?
    -
    (Müsste man auch Teile unserer Wirtschaft ähnlich resozialisieren?)

  6. r.o

    am 1.10.2014, 22:44

    Früher haben Sozialarbeiter selbst fast nichts verdient. Jetzt haben sie eine Aufwertung und damit bessere Löhne erhalten. Ist doch eigentlich recht so.

    Das ganze scheint mir aber ähnlich wie bei den Ärzten: je mehr es davon gibt, je teurer wird das System. Es wollen ja alle was verdienen.

    Die Frage ist eigentlich wie viele Sozialarbeiter braucht ein Setting? Und wie viele wollen wir uns leisten?


  7. r.o

    am 1.10.2014, 22:56


    Vielleicht wäre eine obligatorische Verhaltensversicherung eine Idee. Jede/r müsste darin einzahlen und falls man straffällig oder schwer integrierbar werden sollte, übernimmt die Versicherung die Kosten. Selbstverständlich gibt es eine Franchise und einen selbst zu tragender Kostenanteil. Wenn dann das System noch teurer wird, steigen einfach die Prämien. Es spielt dabei keine Rolle, wie sich die Leute tatsächlich verhalten. Je jünger die Person, desto höher die Prämien, da das Risiko zur... mehr
    Vielleicht wäre eine obligatorische Verhaltensversicherung eine Idee. Jede/r müsste darin einzahlen und falls man straffällig oder schwer integrierbar werden sollte, übernimmt die Versicherung die Kosten. Selbstverständlich gibt es eine Franchise und einen selbst zu tragender Kostenanteil. Wenn dann das System noch teurer wird, steigen einfach die Prämien. Es spielt dabei keine Rolle, wie sich die Leute tatsächlich verhalten. Je jünger die Person, desto höher die Prämien, da das Risiko zur Verhaltensstörung bei diesen am höchsten ist. Die älteren Semester sind dann mal im Vorteil. Man könnte dann auch halb-private (mit Kickboxunterricht) oder private Zusatzversicherungen (inkl. Segeltörn) anbieten. Das wäre doch ein neuer Geschäftszweig für unsere Versicherungsgesellschaften und fände garantiert grosse Unterstützung bei der SVP.


    Wahrscheinlich wären auch die Prämien in den Landkantonen höher, denn da gibt es prozentual mehr Verhaltensgestörte....


    ;-)

    1. AutorIn des Artikels

      Jeremias Schulthess

      am 2.10.2014, 10:29

      Interessanter Gedanke. Aus meiner Sicht sehr stark neoliberal geprägt. «Jeder ist für sich selbst zuständig.» Die Rolle der Verhaltensversicherung übernimmt heute im Prinzip der Staat. Und das führt dazu, dass jeder im Staat chancengleich aufgehoben ist.
      Ihr Vorschlag könnte dazu führen, dass sozial Schwache in eine Negativspirale geraten: Weil sie häufig mit einem grössen Gewaltrisiko behaftet sind, müssen sie höhere Prämien bezahlen und haben deshalb weniger Geld, sind also weniger... mehrInteressanter Gedanke. Aus meiner Sicht sehr stark neoliberal geprägt. «Jeder ist für sich selbst zuständig.» Die Rolle der Verhaltensversicherung übernimmt heute im Prinzip der Staat. Und das führt dazu, dass jeder im Staat chancengleich aufgehoben ist.
      Ihr Vorschlag könnte dazu führen, dass sozial Schwache in eine Negativspirale geraten: Weil sie häufig mit einem grössen Gewaltrisiko behaftet sind, müssen sie höhere Prämien bezahlen und haben deshalb weniger Geld, sind also weniger selbstbestimmt.
      Die Verhaltensversicherung ist m.E. ganz gut aufgehoben beim Staat.

  8. Inaktiver Nutzer

    am 2.10.2014, 06:23
    1. s chröttli

      am 2.10.2014, 13:56

      tagiMagi, märz 14 «wie carlos zur story des jahres wurde»
      bringt am meisten hintergrund, findi

Informationen zum Artikel

1.10.2014, 16:04 Uhr

Jedes Jahr grüsst der «Sozial-Irrsinn» – wo liegt das Problem?

Text

Text:

  • 06.05.2016 um 17:08
    Zum Artikel: Der Eigenmietwert-Beschiss

    Na, na. Ich hoffe doch, dass alle Leser den Text so gründlich lesen wie Sie! Es ist ein Kommentar, da erlaube ich mir einigermassen einseitig zu argumentieren. Ich muss auch akzeptieren, wenn er Sie nicht überzeugt. Aber «Hetze» ist doch etwas hochgeg...

  • 17.04.2016 um 14:18
    Zum Artikel: «Freiburg ist nicht so harmlos, wie es scheint»

    1. Wir dulden keine beleidigende Kommentare. 2. Geben Sie dem Kollegen Beck doch etwas Zeit. Sie können nicht erwarten, dass der entsprechende Redaktor Ihnen jederzeit (auch sonntags!) innerhalb von einer Stunde antwortet.

  • 07.04.2016 um 17:52
    Zum Artikel: Ein Handschlag schüttelt die Schweiz

    @Melony: Die Wortmeldung ist wenig konstruktiv, stellt aber aus meiner Sicht keine Beleidigung dar.

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