LOGIN

Registrierung

  • Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

    Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

    Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Registrierung

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt. Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Basel

Open

eingeloggt als
Ausloggen


An Redaktion schreiben

  • Erlaubte Dateiformate: Bilder (jpg, png, gif) Dokumente (pdf)

Registrierung

Mit Ihrem Benutzerkonto können Sie Ihr Abo verwalten, Artikel kommentieren und mit anderen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten.

Das Benutzerkonto ist kostenlos und kann jederzeit wieder gelöscht werden.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail Adresse ein. Wir werden diese unter keinen Umständen an Dritte weitergeben.

Fast fertig...

Wir haben Ihnen eine E-Mail geschickt.

Bitte prüfen Sie Ihren Posteingang und aktivieren Sie Ihr Benutzerkonto, indem Sie auf den Link in der E-Mail klicken.

Sollten Sie die E-Mail innert 10 Minuten nicht erhalten haben, kontrollieren Sie, ob die E-Mail möglicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist. Ist die E-Mail auch dort nicht aufzufinden, schreiben Sie uns an anmelden@tageswoche.ch und wir kümmern uns darum.

Wir freuen uns, Sie in wenigen Minuten in unserer Community begrüssen zu dürfen.

Passwort wiederherstellen

Ausbau Osttangente 

7.7.2014, 16:01 Uhr

Teurer Rheintunnel soll Autobahn entlasten

7.7.2014, 16:01 Uhr

Seit Jahren streiten sich Bund und Basel-Stadt um den Ausbau der Osttangente. Nun präsentiert Bern eine Lösung, mit der alle einverstanden sind. Doch der Rheintunnel ist teuer, das Gezerre um die Finanzierung geht erst los. Von

Renato Beck: Wieder Basel am Zug: Astra-Chef Rudolf Dieterle übergibt die neusten Ausbaupläne der Osttangente an die Regierungsräte Pegoraro und Wessels (Mitte).

Wieder Basel am Zug: Astra-Chef Rudolf Dieterle übergibt die neusten Ausbaupläne der Osttangente an die Regierungsräte Pegoraro und Wessels (Mitte). (Bild: Renato Beck)

Ende gut, alles gut? Jahaaa, jauchzt Rudolf Dieterle. Diesen Eindruck jedenfalls erweckte der Direktor des Bundesamts für Strassen (Astra), als er hoch über der Autobahn, im St. Jakob Turm die neusten Pläne präsentierte, mit denen er die verstopfte Osttangente entkrampfen will. «Das ist sie», verkündete Dieterle feierlich, als hätte er soeben den heiligen Gral ausgebuddelt. Wäre es nicht früher Vormittag gewesen, der Berner Spitzenbeamte hätte ein paar Flaschen Schaumwein geköpft.

Grund zum Feiern war durchaus gegeben: Das Astra hat eine Lösung ausgearbeitet, wie die Osttangente erweitert werden kann, ohne die Basler Regierung vor den Kopf zu stossen. Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels, der eigentlich eine abgespecktere Variante bevorzugt hatte, zeigte sich «sehr, sehr zufrieden». In Wessels Departement hielt man den nun geplanten «Rheintunnel» zwar für die Wunschvariante, jedoch als nicht finanzierbar. Das Astra wiederum weist die Basler Lösung, die nur eine Richtung untertunneln wollte, als unbrauchbar zurück.

Der Vorschlag des Astra sieht so aus: Ein zweiröhriger Tunnel soll auf der Höhe Birsfelden von der Autobahn abzweigen und unter dem Rhein durchführen, bis er bei der Verzweigung Wiese (Süd–Nord) beziehungsweise der Ausfahrt Klybeck (Nord–Süd) wieder an die bestehende Strecke anschliesst.

Der geplante Rheintunnel

Neue Variante: Der Bund will einen Autobahntunnel unter dem Rhein bauen, der von Birsfelden zur Dreirosenbrücke führt (Karte: Bundesamt für Strassen).

Neue Variante: Der Bund will einen Autobahntunnel unter dem Rhein bauen, der von Birsfelden zur Dreirosenbrücke führt (Karte: Bundesamt für Strassen). (Bild: Bundesamt für Strassen)

Durch den Tunnel soll vor allem der Transitverkehr abgewickelt werden, der rund 20 Prozent des Verkehrsaufkommens auf der vielbefahrenen Strecke ausmacht. Das Astra rechnet damit, dass künftig Dreiviertel des Verkehrs über die Schwarzwaldbrücke fliesst und ein Viertel durch den neuen Rheintunnel.

Frühster Baubeginn ist 2025 – allerdings nur, wenn sich Kanton und Bund nicht wieder zerstreiten und es keine Einsprachen gibt. Vorerst müssen die beiden Basel die neue Variante prüfen und verabschieden. Möglicherweise muss das Projekt auch noch vom Volk abgesegnet werden, denn das Astra verlangt von den Kantonen eine Kostenbeteiligung. 1,4 Milliarden Franken soll der Tunnel nach heutigen Berechnungen kosten, gesprochen hat Bern im Rahmen der nationalen Engpassbeseitigung nur gut 900 Millionen (nach heutigem Stand 1,1 Milliarden).

Keiner will bezahlen

Dass Baselland nicht gewillt ist, auch nur einen Rappen zu sprechen, machte FDP-Regierungsrätin Sabine Pegoraro deutlich: «Wir haben diesen Tunnel nicht bestellt und auch keine Wünsche in Bern deponiert.» Amtskollege Wessels sieht das ähnlich: «Der Autobahnausbau ist Sache des Bundes.» Dieterle wird sich damit kaum abspeisen lassen, schliesslich erfüllt der Rheintunnel so ziemlich alle Forderungen der Stadt.

Nach heftigem Widerstand der Bevölkerung und sämtlicher Parteien haben das Astra und die Basler Regierung Abstand genommen von oberirdischen Ausbauplänen, die Enteignungen und Hausabrisse entlang der Autobahn zur Folge gehabt hätten.

In einer späteren Etappe soll der Transittunnel an den Anschluss Deutschland angebunden werden, was allerdings weitere 300 Millionen Franken kosten würde. In der jetzigen Planung ist der Rheintunnel nur für den grenzüberschreitenden Verkehr mit Frankreich gedacht. 

Handelskammer mahnt zur schnellen Umsetzung

Ebenfalls bei Bedarf könne der Tunnel auf zwei mal zwei Spuren erweitert werden, sagt Dieterle. Die Kosten dafür seien überschaubar. Damit würden auch die Ansprüche der Wirtschaftsverbände erfüllt, die auf einen ebensolchen Tunnel drängten.

Trotzdem ist Martin Dätwyler, stellvertretender Direktor der Handelskammer beider Basel, zufrieden mit der Variante des Bundes. Aber er mahnt auch «zur konstruktiven Zusammenarbeit». Es müsse jetzt rasch vorwärts gehen und das Projekt nicht wieder zwischen den Behörden hin und her geschoben werden: «Sonst sitzen wir in zwei Jahren wieder da und präsentieren eine neue Variante.»

FDP auf der falschen Spur

Verwirrung herrscht bei der Basler FDP, die sich Sorgen um die Quartierbewohner im unteren Kleinbasel macht. In einer Mitteilung (Artikel-Rückseite) bemängelt die Partei die Schliessung der Autobahneinfahrt Klybeck als Folge des Rheintunnels: «Kritisch festzustellen ist, dass die Interessen des Bundes einseitig zu Lasten der Anwohnerinteressen gewichtet werden.»

Die Einfahrt Klybeck werde nicht angetastet, beruhigt das Astra auf Anfrage. Genutzt würde bloss die bereits heute Notfällen vorbehaltene Ausfahrt Klybeck.

So oder so kommen auf die Autofahrer in der Region nervenaufreibende Jahre zu. Das Astra rechnet bis zur Fertigstellung des Tunnels mit täglichen Staus von bis zu vier Stunden auf dem bereits heute überlasteten Autobahnabschnitt. Und die Lage wird sich nochmals verschlechtern: Noch bevor der Tunnel gebaut wird, muss die Osttangente saniert werden. 

Der nächste Autobahnausbau in Planung

Ebenfalls in Planung ist die Erweiterung der A2 zwischen den Verzweigungen Augst und Hagnau um je eine Spur pro Richtung. Der Abschnitt geniesst höchste Priorität des Bundes im nationalen Programm der Engpassbeseitigung auf dem Nationalstrassennetz.

Grünes Licht hat der Kanton Basel-Stadt zudem für den Gundeli-Tunnel, also den Anschluss Süd. Die Finanzierung des Bundes für das umstrittene Projekt ist gesichert. Allerdings sind sich die beiden Kantone Baselland und Basel-Stadt nicht einig über die richtige Ausbauvariante.

Werbung

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Verkehr, Sabine Pegoraro, Hans-Peter Wessels, Autobahn

Die Geschichten des Tages

Abonnieren Sie unseren Newsletter. Die Geschichten des Tages, jeweils um 17 Uhr bequem und kostenlos per Mail geliefert.

Verwandte Artikel

Antworten auf die sieben drängendsten Fragen Weiterlesen

Basel will nur eine Richtung untertunneln Weiterlesen

Wirtschaftsverbände gegen Teiltunnellösung Weiterlesen

Die Rückkehr der Parkplatzfraktion Weiterlesen

Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Sullivan Frisch

    am 7.07.2014, 23:13
  2. michaelperini

    am 7.08.2014, 08:18

    Ja!
    Anderswo ist man vernünftig und denkt schon mal 20 Jahre weiter:

    www.bloomberg.com/news/2012-09-04/saudi-arabia-may-become-oil-importer-by-2030-citigroup-says-1-.html

    Ja, da steht, dass Saudi-Arabien je nach Umstände sogar ein Nettoimporteur werden könnte, Sie verstehen, wie alle anderen grossen Produzenten der letzten 40 Jahre. Wahrscheinlich wird es aber nur noch Nachfrage geben...

    Was da mit unseren Autobahnen zu tun hat? Benzinsteuern...

    Und jetzt kommt mir keiner mit... mehrJa!
    Anderswo ist man vernünftig und denkt schon mal 20 Jahre weiter:

    www.bloomberg.com/news/2012-09-04/saudi-arabia-may-become-oil-importer-by-2030-citigroup-says-1-.html

    Ja, da steht, dass Saudi-Arabien je nach Umstände sogar ein Nettoimporteur werden könnte, Sie verstehen, wie alle anderen grossen Produzenten der letzten 40 Jahre. Wahrscheinlich wird es aber nur noch Nachfrage geben...

    Was da mit unseren Autobahnen zu tun hat? Benzinsteuern...

    Und jetzt kommt mir keiner mit Strom, für unsere Fahrzeuge und unsere Transmordlust bräuchten wir 14 neue AKW auf Vollast - oder alle Dächer produzieren tagsüber nur für den Transport Strom.

Informationen zum Artikel

7.7.2014, 16:01 Uhr

Teurer Rheintunnel soll Autobahn entlasten

Text

Text:

  • 25.07.2016 um 13:38
    Tattoo
    Zum Artikel: Unser eigener Reiseführer für Basel – schreiben Sie mit!

    Basel Tattoo: «Eine multikulturelle Musikveranstaltung zur Völkerverständigung!» Harhar, Herr Weber. Multikulturell und Völkerverständigung kann ich ja noch akzeptieren – aber Musik???

  • 22.07.2016 um 14:14
    Ganz im Gegenteil, Herr Buschweiler
    Zum Artikel: Ein nervöser Regierungsrat, ein empörter FCB-Präsident und ein brillanter Erklärbär

    Ganz im Gegenteil, Herr Buschweiler. Als ich gehört habe, dass auf dem Screen Panzerparaden und Kfor-Einsätze zu bestaunen waren, dass toten Kameraden gedacht wurde (Front-Klarinettisten?) und die Nationalhymne mit der Aufforderung, sich gefälligst zu ...

  • 18.07.2016 um 17:11
    4. Gewalt
    Zum Artikel: Anklage gegen ehemaligen BKB-Mitarbeiter

    Ach, Herr Occupy, die TagesWoche hat mehr zum ASE-Skandal und der Rolle der BKB publiziert als die meisten anderen Medien. Wir haben mit Geschädigten gesprochen, haben geheime Dokumente ans Licht gebracht, haben kommentiert, haben den Bankrat unter die...

Aktuell

Keystone/LAURENT GILLIERON: Spezielles Spiel: Der Basler Adrien Jaccottet – hier im April 2015 bei Sion gegen GC im Einsatz – ist am Sonntag für die Partie des FC Basel in Vaduz angesetzt worden.

Super League 

Der Basler Jaccottet pfeift den FCB in Vaduz

Die Schweizer Schiedsrichterzunft weicht von einem ehernen Prinzip ab, was am Sonntag in Vaduz zu einer Premiere führt: Der gebürtige Basler Adrien Jaccottet leitet in seinem 89. Super-League-Einsatz erstmals eine Partie mit Beteiligung des FC Basel.Von Christoph Kieslich. Weiterlesen

Keystone/GEORGIOS KEFALAS: Kandidat für die Startelf des FC Basel beim FC Vaduz: EM-Fahrer Michael Lang.

FC Basel 

Der Meister in Vaduz: Messlatte liegt hoch

Nach dem er gut aus den Startlöchern gekommen ist, dürfte der FC Basel am Sonntag (13.45 Uhr) in Vaduz mit einigen Veränderungen in der Anfangsformation auftauchen. Es gibt etliche Kandidaten, die mit den Hufen scharren, allen voran EM-Fahrer wie Michael Lang oder Marc Janko.Von Christoph Kieslich. Weiterlesen

Imago: Yoann Gourcuff (lyon) vs Sanjin Prcic (sochaux) FOOTBALL : Olympique Lyon vs FC Sochaux - Ligue 1 - 11/01/2014 FredericChambert PUBLICATIONxNOTxINxFRAxITAxBEL Yoann Gourcuff Lyon vs Sanjin Sochaux Football Olympique Lyon vs FC Sochaux Ligue 1 11 01 2014 frederic Chambert PUBLICATIONxNOTxINxFRAxITAxBEL
1

Olympique Lyon 

Sieben Meistertitel waren der Anfang vom Ende

Beispiele für Meisterserien, wie sie der FC Basel in der Schweiz hingelegt hat, gibt es in Europa nicht viele. In den grossen Ligen ist das nur Olympique Lyon gelungen. 2008 riss die Serie nach sieben Meisterschaften en suite. Unser Autor, der für das französische Magazins «So Foot» arbeitet, hat für die TagesWoche aufgeschrieben, wie das passieren konnte.Von Ali Farhat. Weiterlesen1 Kommentar