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rotblaulive

Fussball, FC Basel 

16.5.2014, 18:57 Uhr

Valentin Stocker: Es ist Berlin

16.5.2014, 18:57 Uhr

Nimmt man eine Bemerkung von Valentin Stocker für bare Münze, dann spielt er nächste Saison im Olympiastadion – wohl dem in Berlin. Beim VfB Stuttgart geht man nicht mehr davon aus, Chancen beim Buhlen um den Offensivspieler des FC Basel zu haben. Von

Dass er den FC Basel nach acht Jahren verlassen wird, hat sich abgezeichnet. Und diesmal wird es ernst, im Gegensatz zu vergangenen Gelegenheiten, bei denen ihm entweder eine Verletzung (Kreuzbandriss 2011) einen Strich durch die Rechnung (Werder Bremen) gemacht hat oder er wie vor Jahresfrist auf das perfekte Paket gehofft hatte, dies aber nicht nach seinem Sinn eintraf.

Kommentar, Reaktionen, Statistiken und eine Meistergalerie – alles zum Titelgewinn des FC Basel auf tageswoche.ch

Es ist ein Wort gewesen, das Valentin Stocker in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zu seiner Zukunft gesagt hat. Und wenn man für bare Münze nehmen darf, was ein Fussballer in den aufwühlenden Stunden einer Meisterschaftsfeier sagt, dann ist klar, wo Stocker künftig spielen wird: «Olympiastadion», sagte er auf die Frage der TagesWoche, wo, in welchem Stadion, man ihm denn nächste Saison beim Fussballspielen zuschauen könne.

Stockers Antwort lässt wenig bis keinen Interpretationsspielraum. Olympiastadien, auch solche, in denen nie Olympische Spiele stattgefunden haben, gibt es auf dieser Erde zwar fast wie Sand am Meer, aber es ist unzweideutig, dass er jenes in Berlin meint. Das heisst, Stocker beabsichtigt, zu Hertha BSC Berlin zu wechseln – vorausgesetzt, der abgebende Verein, bei dem Stocker noch einen Vertrag bis 2016 besitzt, und der aufnehmende Verein einigen sich auf eine Ablösesumme. Die wird landläufig bei rund sieben Millionen Franken taxiert.

Heusler, der Stocker-Transfer und der Respekt

FCB-Präsident Bernhard Heusler lässt keinen Zweifel daran, Stocker keine Steine in den Weg legen zu wollen. Im Fernseh-Interview unmittelbar nach dem Gewinn des 17. Meistertitels sagte Heusler: «Wir müssen respektieren, dass so ein Mensch, ein Fussballprofi, seine Karriereplanung hat und dass er einmal in die Bundesliga möchte. Dem muss man mit dem gleichen Respekt begegnen, mit dem auch er uns stets begegnet ist.»

Berlin also – und das deckt sich mit einer Meldung des «Blick» vom Freitagnachmittag, wonach man beim VfB Stuttgart, dem anderen Bundesligisten, der um Stocker gebuhlt hat, klein beigibt: «Der Spieler hat sich anders entschieden», wird VfB-Sportdirektor Fredy Bobic zitiert.

Gleich, ob der Wechsel noch vor dem letzten Spiel am Sonntag (16.00 Uhr) gegen Lausanne offizialisiert wird, bekommt das Publikum (Vorverkaufsstand: 31'700) emotionale Momente geboten: Vor der Partie wird Goalie Yann Sommer, der zu Borussia Mönchengladbach geht, verabschiedet, nach dem Abpfiff bekommt Captain Marco Streller aus den Händen von Liga-Präsident Heinrich Schifferle den Meisterpokal überreicht.

15.05.2014; Aarau; Fussball Super League -  FC Aarau - FC Basel; Valentin Stocker (Basel) (Daniela Frutiger/freshfocus)

Abschiedsgruss in Aarau, Abschiedsvorstellung am Sonntag im Joggeli: Valentin Stocker. (Bild: Daniela Frutiger/freshfocus) (Bild: Daniela Frutiger/freshfocus)

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Reaktionen

Bisher wurden noch keine Beiträge von der Redaktion hervorgehoben.

  1. Sullivan Frisch

    am 16.05.2014, 19:28

    Für mich war er der Beste Spieler des FCB der letzten Saison!

Informationen zum Artikel

16.5.2014, 18:57 Uhr

Valentin Stocker: Es ist Berlin

Text

Text:

  • 23.04.2017 um 00:46
    Einmal ohne alles

    Eine Mannschaft ohne Spannkraft liefert einen Fussball ab, dem jegliche Dringlichkeit abgeht. Die Spieler des FC Basel scheinen mit dem Kopf irgendwo anders gewesen zu sein – und kommen gegen Vaduz noch mit einem Ausgleichstor unter höchst glückhaften Umständen davon.

  • 22.04.2017 um 16:00
    Urs Fischer hätte lieber verloren, denn dieser FC Basel ist mit dem Kopf schon bei der Party

    So schwach hat man den FC Basel kaum je gesehen in dieser Saison. Der Meister sichert sich in der Nachspielzeit mit einem viel diskutierten Tor durch Seydou Doumbia einen Punkt gegen den FC Vaduz. Die Meisterparty ist vertagt nach einer Leistung, mit der Trainer Urs Fischer ganz und gar nicht zufrieden ist. Mit ein Grund dafür sind für den Trainer die vielen Nebenschauplätze.

  • 21.04.2017 um 19:31
    Raphael Wicky – die konsequente Wahl

    Raphael Wicky passt zum neu ausgerufenen Jugendstil des FC Basel. Der bald 40-Jährige ist der erste Cheftrainer, den sich der FCB selbst grossgezogen hat.

  • 05.04.2017 um 14:09
    Zum Artikel: Der Cup, der FCB und der Nachholbedarf

    Danke, Peter 1893, für den Hinweis. Die Bildunterschrift ist dementsprechend korrigiert bzw. angepasst. Bleiben Sie uns gewogen

  • 10.03.2017 um 15:50
    Zum Artikel: Ein episches Spiel für Übergeschnappte

    Werter Marcel Pfeiffer, nur zum Verständnis: Unser Autor lebt in Barcelona und wohnt quasi im Camp Nou. Nix für ungut - und bleiben sie uns gewogen!

  • 13.01.2017 um 13:15
    Zum Artikel: So trainiert und logiert der FCB unter der Sonne des Südens

    Halb so wild, werte Frau Grossmann, in diesem Fall bin ich, eher als Nachteule veranlagt, ein Schreibtischtäter in Basel gewesen... Und hier ist es doch auch schön, oder? Bleiben Sie uns gewogen

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